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"zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

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  • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

    [QUOTE=Venus2411;n3143457][USER="9171".....aber von ihrer Boshaftigkeit werde ich mich abgrenzen. Wenn mir das gelingt, könnte es ganz nett werden...[/QUOTE]

    Es ist, als ob du eingeladen werden würdest zu einem Spiel. Sind wir boshaftig heut? Spielen wir Boshaft, machste mit..???
    Die Freundin hat mitgemacht, sie ist sogar zum Therapeuten gepilgert, so sehr hat sie da mitgemacht.

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    • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

      Man muss nicht jeden Ball annehmen, der einem zugeworfen wird.

      Ich hab derzeit full house, meine Schwestern sind da samt Freundin. Das ist eine beständige Gratwanderung. Ein falsches Wort und die Chose nimmt einen unseligen Verlauf. da darf man halt nicht einsteigen drauf und muss halt achtsam sein.

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      • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

        Tired leider wahr - glücklicherweise ist mein Vater ausgewandert und hat noch zahlreiche andere Kinder, so dass ich da wenigstens "raus" bin. Meine Mutter hält sich noch ganz gut, weil sie absolut kein Pflegefall werden will, und ich hoffe (wirklich nicht nur für mich), dass es noch recht lange dabei bleibt.

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        • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

          Elektraa ich bin durch die Jahre ziemlich gut darin geworden, eine Konversation mit meiner Mutter so zu steuern, dass sie auf nem Niveau bleibt, wo Bösartigkeiten nicht hinpassen. Aber manchmal überrascht sie mich halt doch. Ich geh nicht ängstlich, sondern eher widerwillig zu ihr, weil sie so ein "Haufen Arbeit" ist. Die miese Laune, die meine Kindheit überschattet hat, kommt halt immer mal wieder zum Vorschein, genau wie die dieses Anspruchsdenken, dass die Welt ihr nicht gegeben hat, was sie verdient (und ich auch nicht, natürlich). Aber wenn es gelingt, das alles in der Unterhaltung wegzulassen, erzählt sie durchaus spannende Geschichten aus ihrem Leben, die ich auch mal bei Gelegenheit verarbeiten werde. Ja, Achtsamkeit ist Trumpf, definitiv. Ich muss mich halt auch beherrschen, nicht vorwurfsvoll zu werden, weil sie sich bei mir jahrelang finanziell bedient hat - erst am Kindergeld, dann am BaFöG und an dem bißchen Unterhalt, das mein Vater mal rückwirkend irgendwann an mich gezahlt hat (weil sie auf Unterhalt für sich verzichtet hat). Für meine Ausbildung hat sie nicht nur nix zurückgelegt, sondern mir alles genommen, so dass ich mein 1. Studium abbrechen musste. Das zu verzeihen, fällt mir leider immer noch schwer, denn auch wenn ich das Studium jetzt nachhole, bin ich halt schon "alt" und viele Chancen habe ich deshalb nicht mehr (z.B. Professur etc.). Na, egal, das Thema werde ich unterdrücken, dann wird's schon werden...!

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          • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

            Elektraa Ich muss mich halt auch beherrschen, nicht vorwurfsvoll zu werden, weil sie sich bei mir jahrelang finanziell bedient hat erst am Kindergeld, dann am BaFöG und a..........
            Recht, richtig hingesehen hast du sie finanziell ganz bestimmt viel gekostet und Kraft und Mühe ebenso viel, bis du so weit warst, selbstständig zu sein. Du hast keine Kinder und kannst nicht ahnen, wieviel sie vom ersten Tag an "futtern" - da kommste kaum nach, so viel wird an Zeit, Geduld, Hingabe und zighunderttausend "Kleinigkeiten" beansprucht und verlangt, ( natürlich auch gegeben) bis sie mal aus den Windeln sind und nachher erst, bis das mit dem Schule gehen und Teenie werden anfängt.

            Für meine Tochter zum Beispiel gilt nach wie vor, du hast dich als Mutter viel zu wenig engagiert. Ich sehe aber eine taffe, vife, sehr starke und fähige Frau und Mutter vor mir, wenn ich meine Kleine anschau. Soll sie meinen, was sie will... ich mach ihr keine Vorhaltungen deswegen, ich kenn das, ich war selbst auch so zu meiner Mam. Kinder sind so kurzsichtig.

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            • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

              Elektraa ich hab keine Kinder, weil ich vermeiden wollte, dass sich jemals jemand wegen mir so fühlt wie ich mich wg. meiner Mutter... davon abgesehen kam auch nie der "richtige" Partner vorbei, sprich, ich hab mir "verantwortungsvoll" ausgesucht, keine Kinder in diese Welt zu setzen. Ich kann mich aber sehr wohl in Menschen mit Kindern hineinversetzen, denn viele meiner FreundInnen haben welche und ich bekomme mit, wie das Zusammenleben so läuft.
              Finanziell hat meine Mutter an ihrem Ruin durchaus mitgearbeitet, das ist eine längere Geschichte. Sie kann und konnte noch mit Geld umgehen, ihr rinnt alles durch die Finger.
              Meine Mutter hat nix "Mütterliches " mehr für mich getan ab meinem 16. Lebensjahr. Da hab ich quasi zuhause nur noch geschlafen, Essen, Kleidung etc. bekam ich von anderen oder hab ich für kleines Geld von dem, was ich zwischendurch verdient habe, gekauft. Gekocht und Wäsche gewaschen hab ich selber, netterweise durfte ich noch Mutters Vorrichtungen zuhause dafür benutzen. Das einzige, wofür ich ihr wirklich dankbar bin, ist, dass sie mich das Abitur hat machen lassen. (Glücklicherweise hat sie eitel an meinem Erfolg teilgehabt, auch wenn sie ihn mir zwischendurch geneidet hat und sogar versucht hat, ihn zu gefährden. Aber im Endeffekt ist sie natürlich "stolze" auf meine paar Errungenschaften - warum auch immer...)
              Sorry, ich bin nicht kurzsichtig, ich sehe sehr klar, wenn es um den Menschen geht, der meine Mutter ist. Sie wollte übrigens niemals Kinder und hat mir das auch schon mitgeteilt, als ich selbst noch Kind war. Schon gar kein Mädchen, wenn überhaupt, hätte ich gefälligst ein Junge werden sollen. Vielleicht wäre mein Vater dann ja geblieben. Na wundervoll. Da war schon die Basis gesetzt, dass ich ihr niemals etwas recht machen konnte. Keine Chance, egal wie ich mich bemühe. Falsches Geschlecht, taugt nix.
              Sie hat keine Freunde (mehr), weil sie nix teilen mag und hat in meinem ganzen Leben noch nie eine Feier bei sich ausgerichtet, wo sie Leute eingeladen und bewirtet hätte. Völlig unsozial und einsam hat sie gelebt, mir dabei immer vorgeschwärmt, wie toll doch ihre Jugend war, wo sie immer ausgegangen ist nach der Arbeit und Spaß hatte. Bin ich ausgegangen, war sie eifersüchtig auf mich. Nicht einmal den Überschuß an Weihnachtsgebäck etc. , den ich ihr seit vielen Jahren liefere (auf ihren Wunsch) hat sie mit Nachbarn oder sonstwem geteilt. Sie hat mich, so lange ich bei ihr gelebt habe, als Egoistin bezeichnet, aber nun schau mal her... da hat sie sich mit mir verwechselt ;o)
              Wir reflektieren uns doch immer im anderen... siehst du, ich mag die Reflexionen auch nicht, sicher habe ich Züge von ihr, in vieler Hinsicht hat sie mir aber als (schlechtes) Beispiel gedient.
              Klar hat sie ein schweres Leben gehabt, und bei weitem nicht alles, was ihr passiert ist, war ihre Schuld, aber sie ist nunmal kein besonders freundlicher und liebevoller Mensch, und das macht sich nicht nur bei mir bemerkbar.
              Sie ist, wie sie ist, da ändert sich wohl nix mehr, und wäre sie nicht meine Mutter, ich würde sie vielleicht grüßen und ihr die Taschen hochtragen, aber bestimmt nicht mehr. Einfach keine angenehme Person insgesamt. Glaub mir, dein Typ wäre sie auch nicht.

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              • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

                ggg... ich habe diese Frau, die mich geboren hat, schon viel früher als Bedienstete meiner Selbst verloren. Die hat sie nur abgegeben, als ich echt noch klein war.
                Das mag für alle grausam klingen, aber es war das Beste, was mir passieren konnte und all den anderen, die mit mir zusammen aufgewachsen sind unter ihrer Kuratel.

                Venussi, komm, das ist eine uralte Leier, die höre ich echt von fast allen "Kindern", die über ihre Mütter reden. Wir sind Säugetiere und daher wird groß gelobt, der sich aussaugen lässt, der verdammt, der das nicht zulässt. So war es immer schon.

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                • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

                  Man hat entschieden mehr Vorteile, wenn man nicht alles getan kriegt, sondern wirklich das meiste selbst tun muss. Venussi, ich kenne so viele, die sind so was von aufgeschmissen, wie kleine Kinder, die Waisen sind, ( trotzdem sie schon längst keine Kinder mehr sind) nur weil sie niemanden haben, der ihre Wäsche wäscht, für sie kocht und für sie Entscheidungen trifft.
                  Dieses Los wurde uns erspart. Wir haben brauchbare Erzieher gehabt, die uns rechtzeitig vorbereitet haben auf Eigenbroterwerber. Du sollst keine bequemen Kinder produzieren, sondern welche, die sich zu helfen wissen. Dazu gehörst du hundertprozent. Daher, am Montag richte deiner Mama gaaanz liebe Grüße von mir aus, sie ist klasse. Tolle Tochter, alle Achtung.

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                  • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

                    Es wird schon richtig sein, dass ihr euch statt in Symbiose zu leben, voneinander getrennt habt, distanziert habt. Das hat sich nicht bewusst so ergeben, aber schau selbst, so ist es besser gekommen.
                    Bei den Bienen kommt auch nicht vor, dass zwei Königinnen zusammen in einem Stock bleiben. Entweder sie zieht aus, oder sie wird angefeindet, bis sie eingeht, die Neue.
                    Du wärst vielleicht heute die Dienerin deiner Mam, so kommts, wenn man sich nicht rechtzeitig löst.

                    In einem Geburtstagsbilltet von der Mutter meines Freundes stand drin: mein lieber XXX, bleib gesund, damit du recht lange für mich da sein kannst....
                    Das hört sich lieb an, aber um ehrlich zu sein, für mich ist das das Grausamste, was man seinem Kind antun kann. Rund um die Uhr hat sie ihn zu sich geordert, bist du aber lieb, hab ich dich gern... bist du ein gutes Kind...

                    Diese Verpflichtung hast du nie angehängt gekriegt und daher... hab sie gern. So wie sie ist ist wahrscheinlich das Beste, was du kriegen kannst und konntest. GESUNDE Entwöhnung. Null schlechtes Gewissen wegen dem. Ist das nicht okay so?? Kein falsches "In Verantwortung nehmen, bzw. festhalten durch Gedusle".

                    Frei lassen, in einem Alter, wo das leicht fällt, durch ein Benehmen, wo das leicht fällt, das war bei dir!

                    Mein Kamerad hat erst durch den Tod seiner Mutter diese Freiheit bekommen.

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                    • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

                      Elektraa ich denke auch, ein gewisser Freiheitsdrang ist sowohl in mir als auch in meiner Mutter vorhanden, den hab ich von ihr gelernt/ererbt... und dass sie nicht klammert und mich im Großen und Ganzen in Ruhe lässt, rechne ich ihr tatsächlich hoch an! Denn es wäre ziemlich unerträglich, wenn sich wer, der wenig bis keine Liebe für mich übrig hat, auch noch an mich hängen und Liebe fordern würde.
                      Sie erwartet natürlich Liebe. Ich hab aber keine große Mühe, mich an meine guten Umfangsformen zu erinnern und meine Herzlichkeit auch auf sie auszuweiten, und das läuft alles immer so lange gut, bis sie anfängt zu stänkern. Aber das ist ja für mich auch nur ein weiterer Schritt auf dem Weg zur Erkenntnis - das Betroffensein loslassen, es ist unnötig und überflüssig. Ich wünsche ihr und mir ein angenehmes Leben ohne Pflegebedarf und einen würdevollen Abgang, wenn unsere Zeit gekommen ist!

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                      • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

                        Ich hab ja derzeit das Haus vom Freund belegt mit zwei meiner vier Schwestern und einer Freundin von ihnen. Es kommt natürlich auch ans Eingemachte, wenn wir stundenlang zusammen sind. Eine weitere Sister haben wir gestern aufgesucht und bei dieser gehts regelmäßig über, das Fässchen, wenn wir zusammentreffen.
                        Diesmal hab ich aufgepasst und mal in Zeitlupe den Verlauf angeschaut. Ab wann machts Bumm...?? Was löst dieses Bumm aus?
                        Es ist eindeutig das Spiel im Gange: Aug um Aug, Zahn um Zahn. Hier gehts um : ""Du hast mich mal sehr gekränkt und leiden lassen, ich dich dafür.""" Da werden Schwachpunkte angestochen und "zufällig" das gesagt, erzählt, was immer wieder hochgehen lässt und diese wunden Punkte trifft, mitten ins Schwarze. Flucht und oder Angriff ist die Folge.
                        Gestern war es auch so. Macht mir aber nichts. Es ist ein Teil meiner Forschung, hier kann man mal genau hinschauen, was da läuft.
                        Von wegen heitere Redlichkeit- es ist kalter Krieg. Ich kann mir denken, der dauert sicher lebenslang zwischen mir und ihr. ich kanns richtig genießen, ihre Attacken und verbalen Versuche, mich zu treffen, zu parieren. Im nächsten Leben dann, da wird sie vielleicht meine Mutter sein, oder wieder eine, die nah steht und das Spiel geht von vorne los.



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                        • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

                          Fortsetzung...zugleich ist diese eine Schwester, mit der ich im "Dauerleidenskampf" bin seit jeher, wie ein allerbester Freund, wahnsinnig hilfreich. Die Kritik, die von ihr kommt, die Aussagen, die mich am meisten getroffen haben, sind gut für mich gewesen. Schonungslos aufdeckend, statt milde kaschiert und beschönigt, was eben echt nicht schön ist.
                          Venussi, nimms an, mach auch ein Projekt draus, aus dem du lernst. Wer sagt, dass "Feinde" nicht auch wichtig sind, der hat nicht richtig hingeschaut.

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                          • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

                            Elektraa ich teile deine Ansicht, dass es sinnvoll ist, "Feinde" zu haben, denn an denen lernt man vieles, u.a. viele unangenehme Wahrheiten über sich selber.
                            Wobei ich meine Mutter gar nicht grundsätzlich als Feindin wahrnehme, aber als eine Person, die mir gegenüber jederzeit bei unterschiedlichster Gelegenheit in einen feindlichen Modus verfallen kann. Je nach Tagesform. Für mich gilt, dass ich je nach Tagesform sowas supergut parieren oder gar komplett verhindern kann. Ist ein bißchen wie Dompteur spielen ;o)

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                            • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

                              Liebe Mitforist*innen, lieber Herr Dr. Riecke,
                              Ihr habt/Sie haben mir durch dieses Tief mit A. geholfen und ich bin sehr dankbar dafür. Nun will ich aber mal wieder meine Situation reflektieren und hoffe, es besteht Interesse, mir dazu Input zu geben.

                              Meine "Tatsachen" und was ich aktuell tue:
                              Ich wohne immer noch mit V. zusammen. Ich zahle igs ca. 300 Euro monatlich an Miete und NK, d.h. er übernimmt den Löwenanteil. Ich studiere immer noch und habe immer noch keine Einkommensquelle (coronabedingt gibt's gerade überhaupt keine passenden Stellen, nicht mal Hiwi-Jobs an der Uni, die ich zu gerne machen würde...). Die Reste meiner Abfindung versuche ich vor der Corona-Krise zu schützen, das ist aber nur sehr eingeschränkt möglich. Wenn alles so weitergeht, bin ich mit meinem Studium voraussichtlich in 1 Jahr fertig. V. ist dann kurz vor dem Ruhestand.
                              Meine beste Freundin kann nicht verstehen, dass ich so mit V. weiterlebe. Sie meint, sie würde lieber den finanziellen Ruin riskieren für ihre Freiheit. Ich meine, der finanzielle Ruin bietet alles andere als Freiheit. Aber realistisch betrachtet ist der noch gar nicht da und muss auch nicht unbedingt eintreten. Und vielleicht schiebe ich meine "Freiheit" unnötig auf...

                              Meine Hoffnung ist immer noch, bald wieder neue Menschen im "Real Life" zu treffen, mit denen ich vielleicht ein Galerieprojekt verwirklichen kann und mit deren Hilfe/Einfluss ich auch zu bezahlbarem Wohnraum komme, ohne dafür die Stadt verlassen zu müssen.

                              In der aktuellen Wohnsituation nutze ich v.a. mein Arbeitszimmer (da steht aber auch V.s Musikequipment rum) und das Wohnzimmer, die Küche, das Bad. Ich habe keinen Raum wirklich nur für mich selber, aber relativ viel Nutzfläche für so ne "Billig-WG". Hab ich es gemütlich? Teilweise ja. Andererseits sind da die immer wiederkehrenden Auseinandersetzungen mit V., der auch immer wieder (un-)bewußt verdeutlicht, ich sei SEINE Frau - das geht durchaus in Richtung Besitzanspruch und definitiv in Richtung Ansprüche aller Art, die ich aber nicht mehr erfüllen möchte. Es zeigt auch seine Angst, mich zu verlieren, denke ich.
                              Zwar gibt es A. nicht mehr in meinem Leben, aber ich habe eine Affäre mit N., die mich froh macht, mich immer wieder zum Grinsen und Lächeln und Lachen bringt und meine Lebenslust befeuert. (Mit V. wäre sowas niemals mehr möglich für mich, ich kann mir das einfach überhaupt nicht mehr vorstellen.) Und ich finde es wundervoll, dass alles so unkompliziert ist. Jeder lebt sein Leben, bis wir uns treffen. Jeder von uns hat auch vieles im Leben, was er/sie liebt und erfüllt. Der Sex miteinander ist ein Genuß, für ihn vermutlich das Sahnehäubchen auf einem zufriedenen Leben, für mich auch noch Lebensantrieb irgendwie, weil ich ja mit einigem in meinem Leben nicht zufrieden bin...

                              Was ich mir wünsche:
                              . Mein Leben leben in einer eigenen Bleibe, ohne die Sorge, dass ich mein ganzes restliches Geld dabei verliere. Wenn ich das investieren könnte (s.o.), vielleicht in einen Galerieraum, der auch als Atelier und notfalls Wohnung genutzt werden kann, wäre mir wohl für den Anfang gut geholfen.
                              . Meinen Master-Abschluss in Ruhe ohne zusätzlichen Stress machen. Bisher bin ich sehr erfolgreich, aber ich hab ja noch 50% vor mir plus die Masterarbeit! Vielleicht wäre es ganz gut, die Abschlussarbeit schon in der eigenen Wohnung zu schreiben?
                              . Ich wünsche mir auch, dass es V. gut geht. Dass er mal anfängt, sein Leben ohne mich zu planen (meine Freund meint, das wird er nicht tun, solange ich noch mit ihm zusammenwohne). Dass wir uns - soweit möglich - in Freundschaft trennen. Ob man die Freundschaft danach weiterführen will, bleibt mal offen. Er wird sich möglicherweise sehr verletzt fühlen und dazu dann wenig Neigung haben. Solche Tendenzen zeigt er jetzt bereits immer deutlicher.
                              . meine Ängste besser in den Griff zu bekommen - Existenzängste springen mich in dieser "Pandemie-beschränkten" Zeit immer wieder an und immer wieder schüttele ich sie ab, bis zur nächsten Gelegenheit. Bisher hab ich mich gerne auf meine Kreativität verlassen, mir ist noch immer ne Lösung eingefallen bzw. hab ich immer einen Weg gefunden - nur damals mit dem letzten "burn-out"-Job, da hatte ich einfach Glück, dass die Abteilung geschlossen wurde und so viel Geld für die Abfindungszahlen verfügbar war. Ohne dieses Glück wäre ich untergegangen, Kreativität hin oder her. Also... ich muss mich trauen, meine Ängste auszuhalten, vielleicht lösen sie sich auf, vielleicht blicke ich dahinter dann. Ich wünsche mir Mut!

                              Doch wann soll ich gehen? Noch 1 Jahr warten, währenddessen sich vielleicht auch wieder Jobmöglichkeiten entwickeln etc.? Oder weg jetzt oder im Frühjahr?
                              Ist es nicht egoistisch, V. mit allem allein zu lassen? Ist ja kein kleiner Haushalt, den wir beide mittlerweile haben. (Allein für meine Klamotten, Schuhe, Bücher, Schreibtisch brauch ich ne gewisse Wohnfläche, um alles unterzubekommen... ich bin nicht anspruchsvoll, aber ohne diese Dinge geht's nicht...und wir haben noch wenig davon separiert.)
                              So wie es gerade läuft, kann ich mir eine gemeinsame Haushaltsauflösung nicht vorstellen, das würde ein übler Riesenstress, es ist noch viel zu viel Aggression durch Frustration, enttäuschte Erwartungen in der Atmosphäre zwischen V. und mir.

                              Wie V. sich verhält:
                              Abwechselnd anhänglich, anspruchsvoll, Dankbarkeit und Anerkennung erwartend. Mal freundlich und lustig, dann wieder aggressiv und beinahe boshaft.

                              Wie ich darauf reagiere bzw. wie ich mich verhalte:
                              Meistens nicht souverän. Ich glaube, unbewußt hab ich doch irgendwie ein "schlechtes Gewissen", diese Ehe kaputt gemacht zu haben, ich scheine die Hauptschuld zu haben - weil ich fremdgegangen bin. Ich "weiß", dass ich in einer guten Beziehung sicher nicht darauf verfallen wäre und schon gar nicht damit weitermachen würde. Aber ich tat es und ich tu es noch.
                              Wenn er mich also (passiv-)aggressiv wg. irgendwas kritisiert und ich bin gerade nicht in Form, dann artet es eigentlich immer in Geschrei aus. Irgendwann wird es uns beiden zu laut und zu sinnlos und wir beenden es wieder, aber ich habe wirklich keinen Bedarf für solche dämlichen Auseinandersetzungen. Worum geht es in diesen? Meist gar nicht um uns und unsere Gefühle (die Diskussion müsste ich anstoßen, das macht er nicht, und ich habe darauf gerade sehr wenig Lust, weil ja klar ist, was ich da für ein Fass aufmachen würde...!). Meist geht's um Ansichten zu aktuellen Themen, wie die Covid19-pandemie, wo er ständig drauf herumreitet, wie diese entstand und wer verantwortlich sei, während ich das 1. so nicht glaube/akzeptiere und 2. sage, dieses "Wissen" nützt mir für mein Leben und für das meiner Freunde und überhaupt für alle rein gar nichts. Die Konsequenzen sind das Problem. Meine (berufliche) Zukunft war schon immer ungewiß, aber nun ist sie es halt noch n-fach mehr, wie es scheint. Das versteht er nicht, und letztlich läuft es drauf hinaus, dass ich mir ja keine Sorgen machen muss, wenn ich nur mit ihm zusammenbleibe. Um zu diesem "Ende" (das ja für mich nicht in Frage kommt, was ich ihm auch mehrfach mitgeteilt habe) gar nicht erst zu kommen, versuche ich immer vorher abzublocken, und dann gibt's wieder Zoff, manchmal nutze ich den sogar als Ablenkungsstrategie. Also jeden Tag "wechselhaft" bei uns, das Beziehungsklima. Ich weiß nicht, ob das nicht noch anstrengender ist als mögliche Geldsorgen, wenn ich ausziehe.
                              Ich will ja das richtige tun, aber nicht nur für ihn, auch für mich.








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                              • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

                                Du schreibst so gut..so rund, so stimmig. Es liest sich wie immer sehr leicht, weil du ausführlich und übersichtlich bist in deinen "Erzählungen".

                                Hi liebe Venussi,

                                Ich mag die Vorstellung auch nicht ( mehr), finanziell gehandicapt zu sein. Das würde mich umbringen, daher tendiere ich auch, wie du: " im Zweifelsfalle wähle Sicherheit"..
                                Früher war das anders, bevor ich an die Wand gefahren bin, also wochenlang ausgefallen war, monatelang, jahrelang eigentlich, nach den Folgen eines Unfalls. Da findet dann ein Umdenken statt, die Risikobereitschaft fällt enorm...

                                Natürlich würde es sich ausgehen, wenn du losspringen würdest und voll in die Pulle gehen würdest und in beständiger Pulle bleiben könntest. Auf das ist aber nicht Verlass, auch nicht darauf, dass man immer bester Gesundheit ist und daher ist voll verständlich, wenn man den Mut nicht aufbringt, loszuspringen und sich zu holen, was gebraucht ist- ich kenne das, das ist auch mein Leiden. Entweder volles Risiko, oder Verzichten lernen. Was gäbe es nicht noch alles zu holen...so viel wär noch machbar...wär uns nicht mit der Zeit ein Auge gewachsen, das eben alle Gefahren sehen kann, was man als Junger so gar nicht sieht.

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                                • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

                                  Love it, or leave it- ihr könntet sehr wohl friedlich, gut drauf, ganz relaxt zusammen in dieser WG hausen und euch gut verstehen und als Freunde annehmen, damit muss einer anfangen, der andere zieht dann mit.
                                  Steig halt nicht ein, wenn sich Gebrülle ausbreiten will, steh für Freundschaft und Kameradschaft ein, behalte konsequent Ruhe und Gleichmütigkeit, egal, wie sehr der "Brüller" versucht, seine Version durchzudrücken. Legt den einfach weg, macht das aus, wenn es gerade friedlich ist und wenn ihr gerade klar seid im Kopf und nicht in Launen seid.
                                  Auf dieser Launen-Ebene geht es immer so weiter, es hört nie auf, es ist ein ewiges Gezanke und Gestichle, darum ist klug, sich zu enthalten, wenn es anfängt, einfach nicht mitgehen, nach dem anderen V. greifen, der auch da ist.
                                  Das Gleiche gilt bei Muttern- sollte sie dieser Laune verfallen, dann hol sie geschickt wieder zurück und raus aus dieser. Das schaffst du schon. Das ist eine Frage der Beherrschung. Es lohnt sich, sich in dieser "Kunst" zu üben.

                                  Ich kann kaum denken, mir brummt der Schädel, vorhin war meine Bude voller schwarzer Rauchschwaden, der Herd war verstopft und um das zu beheben, hab ich mit dem Fön nachgeholfen, alles mögliche unternommen und versucht, immer schlimmer wurde es. Noch dazu habe ich gestern frisch gestrichen...ich sitz im Durchzug, es hat Minusgrade, also nicht mal ich hab immer meine Ruhe, auch bei mir ist es manchmal ungemütlich, trotz Freiheit, Platz und Sorgenlosigkeit, irgendwas legt sich nie zur Ruhe, irgendwas hat offenbar Spaß dran, uns immer wieder zu schaffen zu machen...

                                  Venussi, du lebst im Überfluss und purem Luxus, ist dir das bewusst????

                                  Bis nachher

                                  Ich hole jetzt aus zum nächsten Schlag, mag nicht immer husten müssen, während ich meiner lieben Venussi schreib.

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                                  • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

                                    Ich will ja das richtige tun, aber nicht nur für ihn, auch für mich.

                                    Mir ist bewusst, dass ich zehn Stunden nachdenken kann, was wohl der nächste Tag bringen wird und trotzdem werde ich es erst am nächsten Tag erfahren.

                                    Spare dir die Überlegungen, im Unterbewusstsein ist alles Wissen da, das arbeitet dir eh in die Hände. Weißt eh:" Herr, DEIN Wille geschehe..." und was der will, das zeigt er dir rechtzeitig, wenn es dran ist.

                                    Venus, bleib ruhig, du wirst sehen, es kommt eh alles auf dich zu, was du wirklich brauchst heute, morgen, übermorgen. Bei mir war heute Kundschaft da und hat ein Bild gebraucht, zufällig gabs das, wonach man suchte. Letzte Woche ergab sich, dass die Auslagen einer Passage leer waren, die sind nun meine. Gratis, weil sie gerade eh nicht benötgt werden. Nun sind sie nicht mehr leer, ich habe sie befüllt. Du wirst es nicht glauben, ich träumte davon bereits seit Jahren, wusste, das ist mal dran- gegenüberliegend ist eine Touristenattraktion, also komplett ideal gelegen und dauernd warf ich einen Blick drauf, wie wenn mein Auge sagen würde, sieh, merk dir diesen Platz., behalte ihn im Auge. Das habe ich gemacht und deshalb hab ich nicht übersehen, dass auf einmal frei war. Vorher öffnete sich diese Chance nicht, erst, als sie dran war, das ist halt jetzt, auch gut. Nebenher war so viel anders zu machen, man steht nie rum, immer gibt es für seine Träume, damit sie wahr werden, etwas zu tun. Einer nach dem anderen wird wahr. Du wirst auch überrascht werden, glaub mir. Irgendwie gehts immer Richtung Glück, wenn man das nicht behindert, verhindert, denke ich.

                                    Man sagt doch nicht umsonst, geh immer der Nase nach. Wo du hinschaust, da schaut auch deine Nase hin. Die zeigt dir den Weg. Mach irgendwas, ( weißt eh, so viel ist unerledigt, das geh halt an) nebenher lösen sich deine Probleme, du wirst sehen, auf einmal geht die sprichwörtliche Tür auf und du kannst durchgehen, ohne Gedrücke, ohne Geschiebe.... Vertrau....sei offen für den nächsten Impuls, der wird kommen zur rechten Zeit.

                                    Einer meiner Verwandten hatte kürzlich ein großes Sorgenpaket an mich herangetragen. Ich habe ihm geraten, hör auf, dich damit auseinander setzen zu wollen, geh in eine heitere, gelassene Stimmungsebene, die ist es, die hilft, die kennt den richtigen Weg. Im Zorn gehts nicht, im Grübeln nicht, in Ungeduld nicht, das Richtige zu tun und offen zu sein für sein richtiges "Wahrnehmen", das ist nun mal nicht auf Höhe von Launen. Auf dieser Ebene ist man blind und taub. Zuversichtlich vertrauend... ich weiß selbst nicht, wie man diese Art von "Loslassen" eigentlich richtig benennt. Offenheit?? Zulassen, dass " einem geholfen wird" von einem unsichtbaren Teil von uns...? Den eigenen Willen ablegen, die Haltung ablegen, dass man "weiß" was dran ist? Bei mir jedenfalls löst sich ein Knoten nach dem anderen, seit ich so leb und zeitgleich kommen auch Lerneinheiten dran, die auch zu erledigen sind, neben der Hauptroute befahrt man viele Nebenstraßen. Kindliche Sorgen bewältigen, weißt eh..Geduld lernen, Beziehungssachen durchstehen lernen und bewältigen lernen- das sind deine Hausübungen, neben der Glückssuche.

                                    Ich find jedenfalls irre spannend, was da so läuft. Bei dir habe ich den Verdacht, du siehst nicht, was du sehen solltest- bist du eigentlich im Grunde deines Herzens nicht eine Schriftstellerin??

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                                    • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

                                      Liebe liebe Elektraa! So schön, wieder von dir zu lesen!
                                      Du hast schon recht (und ich bin mir dessen auch bewußt), dass ich derzeit im Luxus und Überfluss lebe. Ich habe schon ganz anders gelebt, als ich jung war, und will natürlich keine Wiederholung dieser totalen Krisenzeit. Aber ich sehe schon die Muster - es ist jetzt bereits das 3. Mal in meinem Leben, dass ich "von zuhause weg" (i.e. raus aus einer Lebensgemeinschaft, die mir und dem anderen nicht mehr gut tut - angefangen mit meiner Mutter) muss bzw. will und mir die Mittel fehlen, das ohne Not durchzuziehen. Aber 2x habe ich es ja doch geschafft. Dann wird's mir auch das 3. Mal gelingen. Und ich denke, danach bleib ich für mich, ich möchte solche (finanziellen) Verstrickungen mit jemand anderem nicht mehr, schon gar nicht, wenn ich der unterlegene Teil bin. So langsam glaube ich, mit jemandem zusammen zu leben killt jede Leidenschaft und macht immer mindestens einen Teil zur langweiligen Couchpotatoe, und/oder zum Streithahn. Ich bin wohl nicht für sowas geschaffen, bleibe besser "alleine". Als ich das hatte, war ich eh am glücklichsten, leider währte es nicht lange.
                                      Es hat auch keinen Sinn, sich von der allgemeinen (Corona-)Panik (ist die überhaupt echt oder "mediengemacht"?) anstecken zu lassen und daraus Existenzsorgen zu entwickeln, das verstellt mir im schlimmsten Fall den Blick auf meine Möglichkeiten, die dennoch da sind. Das ist dieses "der Nase nach" gehen, wer innerlich ruhig ist, der "sieht"...und macht Fortschritte, denke ich. Dahin will ich kommen.
                                      Du hast auch recht mit der Vermutung, dass Schreiben eins meiner Talente ist - das ist auch gut so, schließlich bin ich Geisteswissenschaftlerin. Und ich will definitiv publizieren über mein Forschungsgebiet "Street Art" - sofern ich was finde, was der Veröffentlichung wert ist.
                                      Bis dahin könnte ich mich ja mal in Kurzgeschichten üben über die HeldInnen der griechischen Mythologie oder sowas... ;o)
                                      Aber jetzt ist erstmal die nächste Hausarbeit dran: "VR-Brille und Alltagsmaske: zur Medienästhetik von Virtual Reality Art in den Zeiten der Covid19-Pandemie 2020."
                                      Klar kann man sich fragen, wozu die "Welt" VR-Kunst braucht - ich sage: zur Selbsterkenntnis, zum Perspektivenwechsel, zum Infragestellen des eigenen Weltbildes.... das braucht der Mensch nicht nur im Digitalzeitalter. Nicht, dass es nicht auch auf andere Weise machbar wäre, aber hey, VR-Kunst-Installationen sind eine faszinierende multisensorische Ganzkörper-Erfahrung, die jetzt in der "alten Form" nicht mehr möglich ist. Und ich beschäftige mich eben gerade mit Immersion und Involvierung/Theorien von Wahrnehmung in der Kunst. Also ist jetzt eben dieses Thema dran: was machen die VR-Künstler jetzt, um ihre "Botschaft" unter die Menschen zu bringen?
                                      Ich weiß es noch nicht, weil ich sehr früh dran bin mit dem Thema. Mal sehen, was ich herausfinde.




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                                      • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

                                        "und ich bin gerade nicht in Form, dann artet es eigentlich immer in Geschrei aus."

                                        Schreien Sie etwa auch?
                                        Wohl wissend, dass ein Argument nicht besser wird, wenn man es laut vorträgt?

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                                        • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

                                          "und ich bin gerade nicht in Form, dann artet es eigentlich immer in Geschrei aus."

                                          Schreien Sie etwa auch?
                                          Wohl wissend, dass ein Argument nicht besser wird, wenn man es laut vorträgt?
                                          Schreien an sich ist ja gut und gesund. Das löst Verspannungen und holt Kraft hoch aus dem Bauch, man verliert dabei Hemmungen, "falsche Zurückhaltung", kräftigt seine Stimme und seine Stimmbänder, fühlt sich machtvoll(er) und stärker dabei. Jetzt schrei!! So laut du kannst!!! ..das bewirkt etwas.
                                          Was die zwei aber "falsch" machen, das ist: wirklich ernst sein dabei...einfach blöd, es könnte so lustig sein, wär nicht immer dieses komische " für echt halten" alles.

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                                          • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

                                            Liebe liebe Elektraa! So schön, wieder von dir zu lesen!
                                            Du hast schon recht (und ich bin mir dessen auch bewußt), dass ich derzeit im Luxus und Überfluss lebe. Ich habe schon ganz anders gelebt, als ich jung war, und will natürlich keine Wiederholung dieser totalen Krisenzeit. Aber ich sehe schon die Muster - es ist jetzt bereits das 3. Mal in meinem Leben, dass ich "von zuhause weg" (i.e. raus aus einer Lebensgemeinschaft, die mir und dem anderen nicht mehr gut tut - angefangen mit meiner Mutter) muss bzw. will und mir die Mittel fehlen, das ohne Not durchzuziehen. Aber 2x habe ich es ja doch geschafft. Dann wird's mir auch das 3. Mal gelingen. Und ich denke, danach bleib ich für mich, ich möchte solche (finanziellen) Verstrickungen mit jemand anderem nicht mehr, schon gar nicht, wenn ich der unterlegene Teil bin. So langsam glaube ich, mit jemandem zusammen zu leben killt jede Leidenschaft und macht immer mindestens einen Teil zur langweiligen Couchpotatoe, und/oder zum Streithahn. Ich bin wohl nicht für sowas geschaffen, bleibe besser "alleine". Als ich das hatte, war ich eh am glücklichsten, leider währte es nicht lange.
                                            Es hat auch keinen Sinn, sich von der allgemeinen (Corona-)Panik (ist die überhaupt echt oder "mediengemacht"?) anstecken zu lassen und daraus Existenzsorgen zu entwickeln, das verstellt mir im schlimmsten Fall den Blick auf meine Möglichkeiten, die dennoch da sind. Das ist dieses "der Nase nach" gehen, wer innerlich ruhig ist, der "sieht"...und macht Fortschritte, denke ich. Dahin will ich kommen.
                                            Du hast auch recht mit der Vermutung, dass Schreiben eins meiner Talente ist - das ist auch gut so, schließlich bin ich Geisteswissenschaftlerin. Und ich will definitiv publizieren über mein Forschungsgebiet "Street Art" - sofern ich was finde, was der Veröffentlichung wert ist.
                                            Bis dahin könnte ich mich ja mal in Kurzgeschichten üben über die HeldInnen der griechischen Mythologie oder sowas... ;o)
                                            Aber jetzt ist erstmal die nächste Hausarbeit dran: "VR-Brille und Alltagsmaske: zur Medienästhetik von Virtual Reality Art in den Zeiten der Covid19-Pandemie 2020."
                                            Klar kann man sich fragen, wozu die "Welt" VR-Kunst braucht - ich sage: zur Selbsterkenntnis, zum Perspektivenwechsel, zum Infragestellen des eigenen Weltbildes.... das braucht der Mensch nicht nur im Digitalzeitalter. Nicht, dass es nicht auch auf andere Weise machbar wäre, aber hey, VR-Kunst-Installationen sind eine faszinierende multisensorische Ganzkörper-Erfahrung, die jetzt in der "alten Form" nicht mehr möglich ist. Und ich beschäftige mich eben gerade mit Immersion und Involvierung/Theorien von Wahrnehmung in der Kunst. Also ist jetzt eben dieses Thema dran: was machen die VR-Künstler jetzt, um ihre "Botschaft" unter die Menschen zu bringen?
                                            Ich weiß es noch nicht, weil ich sehr früh dran bin mit dem Thema. Mal sehen, was ich herausfinde.



                                            Vermutlich geht es eh in diese Richtung, weil sich bei dir jedes Puzzleteil eigentlich schon deutlich einfügt in das, was dir vorschwebt.
                                            Mir geht es auch so- ich habe mein Leben lang wie "zufällig" bestimmte Fertigkeiten und Zutaten gesammelt. Nichts umsonst- es wird immer verknüpfter alles zu einem Gesamtwerk.
                                            Wie wenn wir eine Lehre machen würden, um unsere Berufung ausüben zu können.
                                            Man geht auf sich selbst zu, das ist das Ziel. Ist es nicht Glück pur, das zu tun, was man wirklich kann, wofür man gebaut ist, im wahrsten Sinn des Wortes?

                                            Lass dich nicht beirren von angeblichen Sorgen und angeblichen Schwierigkeiten. Setze deine Machete ein und mach deinen Weg halt immer wieder frei, ggg..Fokus aufs Ziel gerichtet, nichts kann dich aufhalten.
                                            Lustvoll selbstbestimmt und eigenmächtig stehen, das muss dir auch gelingen, wenn wer neben wohnt und sich suhlt in seinen Wichtigkeiten. Lern sie zu überhören und zu übersehen, diese Raunzer. Die muss man hinnehmen, die können, wie gesagt auch Spaß machen und unterhaltsam sein, diese Nebensteher. Mir kommt immer vor, jeder unterstützt auf seine Art- auch die, die einen bremsen angeblich. Ohne Widerstand kein Strom. du machst das schon und siehst ja, kaum steckst du, gehts gleich drauf wieder weiter. Kein tag ist gleich, immer ist eine Herausforderung da. Das macht doch Spaß, oder nicht??
                                            Würde es eben und komplett einfach in die Gerade gehen, wo wär dann der Spielfaktor? Das wär doch langweilig, boring..

                                            Mir fällt auf, bei meinen Vorhaben und EIGENtlichen Wichtigkeiten hör ich Aussenstehende immer wieder sagen, das geht nicht, machs nicht. Selbst die allerbesten Freunde sind ( meiner Meinung nach) nicht zu informieren, dann gehts leichter. Es geht viel mehr weiter, wenn man sich alleine "auf seinem Sattel" bewegt und die Zügel selbst in der Hand hält, weil naturgemäß niemand weiß, wo DU hin musst. Sie hören deine Träume, vergleichen sie mit ihren und sagen dann, nein, das geht nicht. Das gilt für sie, nicht für dich.

                                            Bussi daweil, heute ist der Herd abgekühlt, jetzt wird er zerlegt. Das mache ich nicht mehr durch, was gestern so passiert ist. In meiner Sammlung gibts auch eine fundierte Schornsteinfegerlehre( hab oft zugeschaut) , plus lange Drahtbürsten und Grundkenntnisse, wie man eine feuerfeste Dichtungsschnur anbringt ( die habe ich auch daheim) und feuerfesten Zement ( was auch lagernd ist, sogar erst vor Kurzem gesichtet im Stall beim Sortieren und Räumen. Alles fügt sich ...Venussi, ich glaub, es ist ein richtiger Fehler, sich zu fragen, wo der Sinn liegt. Sich nach allem bücken, es aufheben und einfügen, wo es hingehört, das ist der Sinn meines Lebens. Bis dann

                                            Glück auf!

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                                            • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

                                              Liebe Elektraa,

                                              ich hoffe, mit deinem Herd ist nun wieder alles i.O.! Da wäre ich aufgeschmissen, ich bin handwerklich eher unbegabt. Ein Grund mehr für mich, in der Stadt zu leben, da gibt's ne gute Auswahl an Menschen, die immer gerne (meist gegen Geld) zur Hilfe kommen ;o)

                                              Meinst du also, ich soll bei V. bleiben, bis sich ne gute Gelegenheit bietet? Ihn einfach aushalten? Genießen kann ich das nicht, das mag auch daran liegen, dass ich projiziere, weil ich halt immer noch gegen meine anerzogene Konditionierung ("Treue in der Ehe") ankämpfe. Dabei ist sein Verhalten mir ggü sehr oft durchaus "Psychoterror". Ich kann vielleicht lernen, mich davor zu verschließen, dann prallt vieles an mir ab, aber davor trifft es halt doch. Nicht mehr tief, und ich bin nicht "in der Seele" verletzt, aber es nagt an mir. Ich bin nicht soweit, dass ich es amüsant finden und souverän damit umgehen kann wg. meiner eigenen doofen Schuldgefühle.

                                              Meine beste Freundin trifft mich nicht mehr, und ich bin sicher, das liegt nicht (nur) an Corona. Sie mag nicht, was sie vermutet in mir - eine Nutznießerin, eine Art Prostituierte, der Geld wichtiger ist als persönliche Freiheit. Sehr simplizistisch, aber es gibt ja keine Gelegenheit, meine Perspektive zu erklären, weil wir uns halt nicht treffen zum Quatschen wie früher. Und ich hab ja auch keinen Anlass, mich vor ihr zu rechtfertigen. "...der werfe den ersten Stein" - woll!?!

                                              Was den Sinn des Lebens angeht - den haben Monty Phyton ganz gut erklärt ;o)
                                              Ich seh das genau wie du - ist man offen und aufmerksam, zeigt einem das Leben den Weg. Das ist der interessanteste und spannendste Weg. Ich hab nur manchmal Zweifel, wie offen und aufmerksam ich eigentlich gerade bin - ob ich nicht eher blind durch die Gegend taumele mitunter...


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                                              • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

                                                - ob ich nicht eher blind durch die Gegend taumele mitunter...

                                                Es ist aber so, dass wir blind und taub sind und dumm durch die Gegend taumeln, wie kleine Kinder. Wenn man was zu tun hat, dann merkt man das nicht, also wär halt wichtig, immer etwas zum Spielen in der Hand zu haben



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                                                • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

                                                  Mein Herd funktioniert wieder einwandfrei und aufpoliert isser aa wieder. Halbwegs...ich kann nicht nachvollziehen, wie die Nachbarin das macht, dass ihre Tischherdumrandung ausschaut, wie frisch gekauft. Ich schrubb mir die Finger wund und hab schon unzählige Geheimtipps ausprobiert, aber mein Herd streikt, er wird nie so schön, wie die anderen...
                                                  Wenn jemand kommt, dann stelle ich mich so hin, dass man den Blick nicht draufwerfen kann, ich blende. Es ist auch blenden, was die alle machen, die besonders klug durch die Gegend maschieren und tun, als wüssten sie mehr, als der Rest der Welt. Teilwissen..hat jeder von uns und auf das kann man ja auch stolz sein und wenn man bloß weiß, wie man einen Ofen wieder zum frischfröhlich Knistern bringt, statt zu miefen und schwarze Rauchschwaden auszustoßen.

                                                  Venussi, dein Tag ist heute sicherlich schon voll mit To-Do´s, wenn nicht, dann streikst du bloß, denn es gibt immer was zu machen. Selbst, wenn du noch so orientierungslos wärst, schau dich um, greif nach irgendwas und fang mal an, zugleich ist gesichert, dass was weitergeht, dass Fortschritt ( im wahrsten Sinn des Wortes) passiert. Für deinen Plan, mal alleine zu leben, mal alles in eine andere Bude zu verfrachten brauchts Vorbereitung. Also, wenn dir mal gar nichts einfällt, was du spielen könntest, dann spiel aussortieren und dein Reich, in dem du lebst, standesgemäss deiner königlichen Hoheit anzugleichen.
                                                  Deine Kameradin und beste Freundin hat gar nichts gegen dich, sie wird sich wundern, warum du immer so viel Murks machst, wenn ihr zusammen seid, wenn du dich dauernd rechtfertigst und ihr abverlangst, dir deinen Segen zu erteilen.
                                                  Bewahre ihr eine liebevolle, herzliche Freundin, mit der es saulustig ist, etwas zu unternehmen. Kau mit ihr halt keine Eigenbelange durch, interessiere dich vielleicht dafür für ihre Pläne, oder sonstige Herrlichkeiten, die ihr gemeinsam aushecken könnt, sprecht durch. Das geht...
                                                  Melde dich bei ihr und nichts ist zwischen euch, du wirst sehen, sie hat vergessen, dass da mal ein komisches Feeling da war. Das ist so bei Kindern, wie wir es eben sind. Sie vergessen schnell, es sei denn, man erinnert sie immer wieder. Mach das halt nicht. Sei wie früher, dann ist sie es ebenso.
                                                  Ich mach das jetzt bei meinen Mädis, seit Monaten haben wir nicht mehr wirklich Treffs gehabt, wie vor der Krise. Das erobern wir uns jetzt zurück.
                                                  Lass dir nicht nehmen, was schön ist. Punkt.

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                                                  • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

                                                    Hi liebe Elektraa,
                                                    nö, ich rechtfertige mich nicht vor meiner Freundin, ich hatte nur sonst öfter Gelegenheit, überhaupt mal mit ihr zu reden, und dann versteht man sich halt einfach besser. Besonders, wenn man sich lange nicht gesehen hat, reichen solche whatsapp-chats nicht aus, um mal in die Tiefe zu gehen, finde ich.
                                                    Sie ist eher eine, die den Finger in die Wunde legt. Ist ihr Beruf als Fachkrankenschwester ;o)
                                                    Ich hab damit kein Problem, ich kann brutal ehrlich sein mit mir selber. Aber ich hab ein Problem, wenn jemand von mir Ehrlichkeit erwartet und dann nicht sieht, dass er/sie mich dafür verurteilt, bewußt oder unbewußt. Aber solange nix ausgesprochen ist, ist auch nix passiert. Schaun wir mal.
                                                    Sie hat ein Elefantengedächtnis und vergißt niemals was und vermutet eher noch Übles, wo eigentlich gerade gar nix ist. Auch ihr Verhältnis zu V. ist nun ambivalent, und daran bin ich schuld. Ich hätte ihr vielleicht nie von A. erzählen sollen - aber so abgebrüht war ich damals eben nicht. Egal. Kann schon sein, dass ich da viel zuviel hineininterpretiere.
                                                    Die Krise geht weiter, wird gerade schlimmer bzw. die Maßnahmen dagegen. Die "Zukunft" sah noch nie so düster aus. Aber vielleicht geschieht etwas überraschend Gutes. Alles ist möglich...
                                                    ich geh jetzt zum Sport!
                                                    Aloha )
                                                    V

                                                    Kommentar

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