• Sie können sich hier registrieren, um Beiträge zu schreiben. Registrierte Nutzer können sich oben rechts anmelden.

"zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

Einklappen
X
 
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge

  • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

    Du brauchst mit niemanden "Schluss" machen, das ist wider der Natur, dich als "Henker" aufzuspielen. Schau ihn dir weiter an, nimm dir nichts vor, mach einfach auf guter Beobachter und reagiere gut gelaunt und leichtfüßig aus dem Moment heraus. Lust? KF kanns, den buche ich für einen Abend, lass es mir gut gehen, dann arbeite ich weiter... oder, du findest, Mittwoch? Was gibts? Ich sag dir Bescheid, weiß noch nicht, mal schaun... alle sind deine Freunde, keiner ist dein Feind und niemanden muss man "morden", weder mental, noch real. Machs dir einfach, machs dir gemütlich.

    Kommentar



    • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

      Moin zusammen,

      liebe Tired, der Prof ist Heimdall, der Torwart von Asgard. Vom göttereigenen Fußballteam. Möge er mir mal ein Tor gönnen ;o) (oder er ist Odin selbst... huch!)

      liebe Elektraa,

      guter Tipp - ich mach das mit dem Schmuck dann heute für die Besprechung mit Heimdall/Odin ;o)

      Ich frag mich gerade, warum ich in ALL meinen Beziehungen IMMER so eine Phase habe, wo ich alles zerschlagen will, aber eigentlich eben doch nicht. Wo ich denke, das muss alles ein Ende haben, aber eigentlich will ich das gar nicht. Wo ich mich selber so unter Druck setze, bis der andere es auch nicht mehr aushält und dann hab ich meine sich selbst erfüllende Prophezeiung - die Beziehung ist im A.....
      Das hab ich schon bei meinem allerersten Freund so gemacht, ist mir heute wieder eingefallen. Ich verstehe aber dieses Verhaltensmuster nicht.

      Ich hab wirklich gedacht, wenn ich mit KF weitermache, dann müsste ich ihm ja seine Freiheiten gewähren damit es ihm gut geht. Aber wenn ich nicht weiß, ob er sie sich nimmt, weil er es ja nicht mitteilen wird, denn er glaubt ja, dass ich ein Problem damit habe, dann kann ich mich nicht mehr fallenlassen bei/mit ihm, weil das Vertrauen weg ist. Eine reine Kopfgeburt, denn nichts dergleichen ist passiert bisher, aber ausreichend, um in mir so ambivalente Gefühle zu erzeugen, dass ich mit den blöden Auswirkungen davon tagelang beschäftigen kann. Hoffentlich komm ich da schnell raus aus diesem selbstgebauten Labyrinth. Es tut mir auch leid, dass ich so mit ihm umgegangen bin. Das war mein authentisch-wirres Ich mit Riesen-Ego oder so. Ich denke, ich war erfolgreich in meiner Zerstörungswut. Mal sehen, er hat sich noch nicht gemeldet. Oder vielleicht wird er jetzt auch zum Ghost wie A.? Andererseits glaub ich das nicht, ich hab ja noch Sachen bei ihm (die hab ich letztes Mal nicht abgeholt, so als Versöhnungsgeste eben), die wird er nicht täglich sehen wollen, wenn er von mir die Nase voll hat.

      Bei mir kommt gerade alles zusammen, dann passieren diese dummen geistigen Verknotungen und der Sinn für Humor geht mir leider flöten. Ich finde eben auch gerade diese Zeiten besonders unlustig und bräuchte mal wen, der für mich oder mit mir lacht, aber überall nur Ernsthaftigkeit, Druck, Stress, Pessimismus. Und ich verbreite das auch noch alles weiter. Shame on me.

      Mal sehen, ob sich der ein oder andere Knoten heute löst.

      Ich wünsch euch nen schönen Tag...

      GLG, V


      Kommentar


      • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

        Moin zusammen,



        Ich frag mich gerade, warum ich in ALL meinen Beziehungen IMMER so eine Phase habe, wo ich alles zerschlagen will, aber eigentlich eben doch nicht. Wo ich denke, das muss alles ein Ende haben, aber eigentlich will ich das gar nicht. Wo ich mich selber so unter Druck setze, bis der andere es auch nicht mehr aushält und dann hab ich meine sich selbst erfüllende Prophezeiung - die Beziehung ist im A.....
        Das hab ich schon bei meinem allerersten Freund so gemacht, ist mir heute wieder eingefallen. Ich verstehe aber dieses Verhaltensmuster nicht.



        V

        Borderline...

        Zitat ( grad gegoogelt): Eine Borderline-Beziehung ist geprägt von intensiven Emotionen: in einem Moment euphorisch und idealisierend, im nächsten Moment wütend und aggressiv. Neue Beziehungen erleben Menschen mit Borderline zunächst als aufregend und berauschend. Sobald die ersten Konflikte auftreten, kippen Stimmung und Gefühle...

        Das "Ego" lässt grüßen, es ist so und Vieles mehr kann es noch sein. Venussi, ich nehme an, wenn es endlich wirklich stimmig ist, dann bist du lammfromm und solche Allüren gibts dann einfach nicht.

        Kommentar


        • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

          Ich kann mir vorstellen, dass wir alle in unseren menschlichen Genen solche Muster haben, mal "verdünnt", mal in Reinform.

          Weil, was du beschreibst, das find ich ganz normal. Das ist doch in jeder Beziehung so, dass man- falls man nicht wirklich vertraut und nicht mehr als deutlich spürt, man ist in besten Händen- , dass man dann schnell abrutscht in Zweifel und miese Gefühle und aus diesen miesen Gefühlen heraus kommts zu Störungen und man benimmt sich irrational.

          Das wird wohl auch ein Gradmesser sein, ob richtig, oder falsch. Man spürt doch keine Allüren, wenn man in einer richtigen Spur ist. Drum denk ich, hier liebst du nicht störungsfrei, da stimmt was net, da geht es dir nicht echt gut, daher machste solche angeblichen "Fehler".

          Venus, wer von denen, mit denen du gebrochen hast, wäre dein komplettes Glück geworden? Doch keiner.

          Fühl weiter allen auf den Zahn, spür weiter nach, wie es DIR ergeht mit den Leuten, die du für geeignet hältst zuerst einmal- wo so etwas nicht vorfällt, da gehörste hin.

          Übrigens, meine Gästin ist immer noch äußerst angenehm und wir fühlen uns alle pudelwohl- ohne Regeln aufzustellen, hat sich alles bestens gefügt,..... mal unternehmen wir etwas zusammen, mal jeder für sich, keiner drückt, keiner zieht, glückliche Harmonie zu dritt. Es geht!! Es klappt, ohne Mühe verstehen wir uns bestens ...das gelingt mir nicht mit allen, also wirds wohl auch an der Konstellation liegen. Diese ist stimmig, heiter, leicht. Der Schlüssel passt ins Schloss.



          Kommentar



          • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

            Liebe Elektraa! Ne dicke virtuelle Umarmung für deine Worte! <3<3<3

            Es ist nicht zu leugnen, ich denke/fühle/bin irgendwie "anders" als viele. Mein Vegetativum ist hochreaktiv, Entspannung für mich "harte Arbeit" oder seltener Glücksfall. (Das hat auch irgendwann dann zum Ausbruch einer Autoimmunerkrankung geführt. Inzwischen hab ich festgestellt, Yoga und Sex sind meine besten Entspannungsmittel.)

            Es gibt bei mir Anzeichen von Hochsensibilität. Das selbstverletzende Verhalten der Borderliner hab ich glücklicherweise nie so aufgewiesen, aber in der Pubertät hatte ich in einer bestimmten Phase (verursacht durch schwersten Liebeskummer, der schlimmste abgesehen von A. später) eine Neigung dazu. Da hab ich versucht, ein Bild zu malen mit meinem Blut, die Narbe sieht man heute noch. Die Blutmalerei geriet nicht sonderlich großartig, man bräuchte zu große Mengen dieser "Farbe", was in der Umsetzung dann definitiv keine gute Idee gewesen wäre / Tod durch "Kunst"-versuch? Haha!

            (Die Trennung meiner Eltern in meiner frühen Kindheit und der sexuelle Mißbrauch, den ich erlebt habe so zwischen 8 und 9 haben mich offenbar stärker geprägt als mir bisher klar war. Aber beides liegt nun ewig zurück und gehört auch verarbeitet und überwunden, es ist ja nunmal nicht zu ändern.)
            Ich denke, die Hochsensibilität ist eine Folge davon, dass ich als Kind früh lernen musste, mich auf die Erwachsenen einzustellen, von denen ich doch vollkommen abhängig war. Ob das meine Pflegemutter war oder meine ständig traurige müde überarbeitete frustrierte und einsame leibliche Mutter. Oder in den ganz frühen Tagen eben auch mal mein Vater.
            Ich fühle deshalb vielleicht nun intensiver, tiefer und heftiger als viele andere, versuche dennoch alle Eindrücke so rational wie möglich zu verarbeiten, aber manchmal bin ich damit überfordert.

            Wenn ich jetzt an die Sache mit KF rational herangehen möchte, muss ich mal die Fakten anschauen: wir haben bisher ca 9x miteinander Sex gehabt (= 9 Treffen), inkl. dieses MFMF-Erlebnis. Diese Begegnungen waren (nicht nur) sexuell betrachtet sehr positiv, mit ihm ist Sex einfach schön, purer Genuß. Dass er zudem so verbindlich wirkte und das Ganze wie eine Beziehung aufgezogen hat, hat mich einerseits verwirrt, andererseits fand ich das sehr schön, weil ich mich irgendwie so vollkommen angenommen fühlte. Und dieses Gefühl hat mich glücklich gemacht, ich konnte mich bei ihm entspannen. Aber "bestellt" hatte ich das nicht, ich hab eigentlich wen für ne sexuelle Auszeit vom Alltagsstress gesucht. Seine scheinbare Verbindlichkeit hat mich aufgewühlt, weil ich sowas gar nicht mehr kannte, außer aus meinen früheren festen Beziehungen, ganz im Anfang, wenn "er" noch im Werbemodus ist. Ich komme besser mit etwas emotionaler Distanziertheit klar (wie bei V. oder in meiner Affäre mit N.), weil ich irgendwie mit der Dosierung der Gefühle sonst nicht klarkomme. Ich hab mich bei KF entsprechend sehr schnell geöffnet, aber dann wiederum den Eindruck bekommen, dass das viel zu schnell war.
            Bei A. ging es dann plötzlich viel zu tief.
            Ich hab Schwierigkeiten, mich da rechtzeitig oder im richtigen Maße emotional abzugrenzen.
            Meine sehr ausgeprägte Sensibilität ist sicher auch der Schlüssel zu meiner Kunst (wenn ich mal produziere) und auch das totale Sicheinlassenkönnen auf die unterschiedlichen Themen in meiner Arbeit. Wenn immer mir das gelingt, kommen super Noten dabei heraus.

            Tja, die Dosis macht halt das Gift, selbst bei "positiven" Gefühlen...

            GLG, hab nen schönen Tag mit deiner Gästin

            V


            Kommentar


            • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

              ...ganz vergessen zu erwähnen - der edle und weise Heimdall hat mich wieder aufgerichtet ;o)

              Er meinte, wenn ich die Prüfung zu dem Thema in diesem Semester nicht machen wollte, hätte er im nächsten Semester ein Seminar über Mode und Kunst. (ICH LIEBE diese Kombi aus MODE & KUNST!!!!) Dann sollte ich eben da die Prüfung machen. Da gäbe es auch Anteile, die zu meinem Streetart-Thema aus meiner BA-Arbeit passen würden, die er ja eigentlich als Basis für meine künftige (universitäre...!) Forschungsarbeit sieht und nochmal sehr gelobt hat. Er meinte, er wüßte ja, dass ich immer sehr hohe Ansprüche an mich selbst stellen würde, daran sollten sich andere mal ein Beispiel nehmen.
              Ich werde den Stoff über Nachkriegskunst und die Düsseldorfer Fotoschule, den ich für die nun abgemeldete Prüfung gelernt habe, aber vielleicht in meiner Masterarbeit verwenden können, wenn nicht, dann definitiv für die Ausstellung meiner Freundin, der Becher-Schülerin.
              Dieser kurze Zuspruch hat mich wieder aufgebaut, nachdem die miese Note seiner Kollegin (die als Privatdozentin wohl noch was zu beweisen hat) mich doch ein wenig erschüttert hat. Und kaum war diese leise Zuversicht in meine eigenen Fähigkeiten wieder spürbar für mich, konnte ich mich auch etwas rationaler bzw. emotional positiver mit dem KF-Thema beschäftigen. Ich mag den ja wirklich sehr, und selbst wenn es nix mehr mit uns wird, würde ich gerne einen harmonischen Abschluss mit ihm haben. Irgendwann.

              GLG - genießt die Sonne!

              https://www.youtube.com/watch?v=ChaGPCkhfzg

              Kommentar


              • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

                Zuneigung, Frust und rigoroses brechen oder lieben, ist am Ende auch nur von der Stimmungslage abhängig, der Unterschied zwischen negativ und positiv wird wohl auch hauptsächlich über das vorherrschende Hormon bestimmt.

                Schön dass es sich ein wenig beruhigt bei dir.
                Schlaft alle gut.

                Kommentar



                • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

                  Zuneigung, Frust und rigoroses brechen oder lieben, ist am Ende auch nur von der Stimmungslage abhängig, der Unterschied zwischen negativ und positiv wird wohl auch hauptsächlich über das vorherrschende Hormon bestimmt.
                  Lasst uns kuscheln, das sorgt für gute Hormone im Blut.... Lasst uns vertragen und freundlich zueinander sein, dabei öffnen sich andere Drüsen, als wenn man sich stresst....



                  Hi tired, danke für deine Wünsche, hab auch eine gute Nacht, schlaf gut, träum schön....hab genau die Hormone im Blut, die dir helfen, gut und tief zu schlafen, gut zu träumen, entspannt und selig, zufrieden zu sein...was auch immer du benötigst dafür, hole es dir, gibs dir.

                  Schon komisch, wenn man so nachdenkt- wer ist nicht entspannt und warum ist er es nicht?





                  Kommentar


                  • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

                    Guten Morgen Ihr Lieben!

                    Liebe Tired, das isses, ich denke sowieso, die Hormone steuern unsere Persönlichkeit. Meine haben sich glücklicherweise soweit beruhigt, dass ich mich jetzt auch wieder auf die Gefühle meiner Mitmenschen besser einstellen kann und nicht nr auf Krawall gebürstet bin. (Wenn ich nicht gerade Ausnahmesituationen ausgesetzt bin wie dem Erlebnis mit KF und dem anderen Paar, kann ich diese emotionalen Wechselbäder meist ganz gut der hormonellen Lage zuordnen, aber so hab ich das völlig aus dem Blick verloren, leicht peinlich...)

                    Aber sie haben sich noch nicht so weit beruhigt, dass ich gut schlafen kann wie du, liebe Elektaa. Dabei bin ich gestern auch kilometerweit durch die Stadt gelatscht. Abends hat sich nämlich spontan meine beste Freundin gemeldet und zum Treffen und Abendessen in der Stadt gerufen. Ich hab sie wg. der Pandemie 1.5 Jahre nicht mehr gesehen, sie arbeitet ja als Intensiv-Krankenschwester und hat die ganze Zeit Covid-Patienten betreut. Nun ist sie durchgeimpft und war bereit für unser erstes Treffen nach so langer Zeit. Und wir haben da angeknüpft, wo wir aufgehört haben - immer noch ne feste Freundschaft, die offenbar nicht mal eine Pandemie erschüttern kann. (Ich hätte sie auch schon vorher treffen wollen, aber sie hatte auch einfach überhaupt keine Zeit, 1 Jahr keinen Urlaub, völlig überarbeitet und die ganze Zeit von infektiösen Schwerstkranken umgeben...)

                    Und noch was Schönes: KF und ich sind für Sonntag verabredet, er möchte gar nicht, dass ich gehe. Wir sehen mal weiter, ob /welche Wege wir finden, einander gut zu tun.
                    Mal sehen, ob ich Eifersucht und Besitzansprüche = Riesen-Ego überwinden kann. Immerhin muss ich anerkennen, dass ich damit belastet bin, bisher hab ich mir immer erfolgreich eingeredet, das wäre bei mir nicht der Fall. Da hat mir KF gut den Spiegel vorgehalten. Ich mag an ihm, dass er absolut ehrlich ist, wenn er Gedanken und Gefühle formuliert. Das können zwar auch V. und meine Ex-Partner, aber bei KF hab ich den Eindruck, dass er da schon weiter ist. Sogar etwas weiter als ich ;o)

                    Allein der Gedanke, ihn nur im Arm zu halten und ihm nahe zu sein, nicht nur körperlich, macht mich gerade froh und sehnsuchtsvoll (weil das ja erst am Sonntag geht). Also: anderes Hormon hat übernommen, fühlt sich an wie Oxytocin. Möge das ne Weile bleiben, mindestens bis Sonntag, und dann nen neuen Schub bekommen, auch bei KF. Und wenn wir nur reden und kuscheln würden, wäre ich schon froh. (Das ist ein Zugeständnis, denn ich finde ihn sehr attraktiv und habe auch immer Lust auf ihn.)

                    Übrigens hab ich gestern früh auf dem Weg zum Fitnessclub und gestern Abend auf dem späten Heimweg aus der Stadt jeweils eine Katze mit Beute im Maul gesehen. Gutes Omen, bestimmt (jedenfalls für die Katzen)

                    Ich wünsch euch einen angenehmen Tag!

                    GLG, V

                    Kommentar


                    • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

                      Hi Venussi, mir geht es auch so, dieses Hineinkuscheln in aller Vertrautheit, das macht mit mir etwas, das ist Tiefenentspannung pur. Wie wenn ich wieder ein Baby wär und alles abfallen würde, ich bin wieder "Daheim", geschützt, in wohliger Geborgenheit..wie wenn man ein Medikament kriegt, das einem auflöst..

                      Wenn das nicht eine Droge ist, was dann und wie bei jeder Form von Sucht, macht man viel, um diese abzudecken.

                      Mein Gefährte hat sich wieder um hundertachzig Grad gedreht, es ist wieder etwas vorgefallen, das so gar nicht gut geschmeckt hat. Nach Gekuschle ist mir jetzt wieder mal gar nicht, ganz im Gegenteil. Ich war so betroffen, dass ich sofort losgelassen hab vom Plan A ( wir beide, wir bleiben ein Team)... im Moment ziehe ich Plan B in Erwägung...spring ab, hüpf raus aus dieser Geschichte... erfinde eine neue, eine andere, diese kriegt jetzt einen toxischen Beigeschmack...

                      Das geht bei mir rasend schnell, dass ich mich zurückziehe, abwende, wenn ein bestimmter Ton auftaucht. Gerade darum machte ich mit ihm Zukunftspläne, weil er so einen Ton nicht hatte, nie bei mir, selbst nicht, wenn es hart auf hart kam. Ein Freund, ein wirklich guter Freund...nun ist er auf einmal ganz Feind gewesen, ernst, nicht verspielt. Mir hat es die Spucke verschlagen, seither bin ich stumm, ich krieg kein Wort raus, falls er mich ansprechen würde, bin echt geschockt. Was war das?
                      Ich warte jetzt einmal ab, was folgt. In meiner Hütte gibts echt viel zu tun wieder, das erledige ich jetzt in aller Ruhe und diese Stille wird genutzt für abschalten, alles ausblenden, finster machen, mal ausschlafen von Beziehungskram und Co. Jetzt wird mal in uns gehorcht, was sich zeigt. Was sich vor zwei Tagen gezeigt hat, das war alles andere als Verbindlichkeit. Das war minus zwanzig Grad und ich zeig nun welke Blätter und meine Blüte ist hin...

                      Was als nächstes kommt, das erzähl ich euch. Mein Handy hab ich nicht mitgenommen, versehentlich vergessen, das hilft schon einmal, mich nicht in Blabla zu verlieren. Konfuzius sagt: wenn du wütend bist, dann sprich nicht, wenn du glücklich bist, dann versprich nichts, wenn du traurig bist, dann entscheide nichts... oder sagte das Buddha...blöd ist er nicht, dieser Spruch, da steckt Weisheit drin und Liebe.
                      Liebe ist auch, wenn man Abstand hält, wenn Abstand erwünscht ist. Vielleicht war das ein Notruf, wegen Überforderung..war echt viel neu, in letzter Zeit.

                      Venussi, komm gut heim vom Sonntag, erhole dich gut, am Montag gehts wieder weiter mit den Vorbereitungen in Sachen Karriere. Mir ist heute eine Seite ins Bild gerückt am PC: Oxfam- die suchen engagierte Mitarbeiter, die gut texten können...und es ist ein wahnsinnig tolles Projekt, das die ins Leben gerufen haben. Vielleicht bist du da auch gut aufgehoben..?

                      Bis nachher

                      Lieben Gruß

                      Elektraa

                      Kommentar



                      • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

                        Werbung: Ganz zufällig bin ich vorher auf ein Projekt gestoßen. Mit solchen Vorhaben, wie diese Gruppe sie hat, da kann man mir Tränen in die Augen locken, so berührt bin ich da. Das ist derart menschlich, wie kann man sich noch Sorgen machen, solange es solche Leut gibt, die dieses Projekt ins Leben gerufen haben. Name darf ich keinen nennen, aber habt ihr schon einmal eine Ziege gespendet? Oder ein Hühnerpärchen? Ich kann nun sehen, wieder einmal, wie profan unsere ( Luxus)Sorgen sind, gegen echte...

                        Kommentar


                        • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

                          Liebe Elektraa,

                          was ist denn da immer los mit "deinem" S.? Könnt Ihr darüber reden? Mir kommt's vor, als würden sich die Differenzen in der letzten Zeit etwas häufen, da muss doch irgendetwas vorgefallen sein, oder?

                          Der Sonntag mit KF war wie ne gemischte Tüte Haribo (da ist ein Produktionswerk in seiner Stadt und er hat das oft zuhause tatsächlich; der Inhalt ist immer süß und köstlich, aber nicht immer bekommt man alles, was man will ;o));
                          wir waren erstmal ganz romantisch Eis essen in einem idyllischen Örtchen auf dem Weg zu ihm. Dabei haben wir über unsere jeweilige Arbeit/Studieninhalte/Interessen geredet, das Handwerk mit der Kunst zusammengebracht und uns lustig gemacht über Kunstbegriffe etc.. Danach sind wir bei ihm zuhause sehr zärtlich, liebevoll und leidenschaftlich übereinander hergefallen ;o)
                          Und dann musste ich mich mal zusammenreißen und dran denken, dass ich den Tag ganz ihm und seinen Bedürfnissen gewidmet habe. Auf Sexrunde 2 hab ich diesmal also (schweren Herzens) verzichtet, d.h. ich hab nicht versucht, ihn aktiv nochmal zu verführen, sondern ihn lieber reden und tun lassen, was ihm in den Sinn kam, denn er hatte ne harte Woche und war erschöpft. Wir haben zusammen Essen gemacht, wir haben zusammen Musik gehört, ich hab ihm zugehört und ich glaube, es geht ihm jetzt wieder viel besser. Mein emotionaler Ausbruch nach dem 4er-Erlebnis hat ihm neben dem anderen Stress, den er gerade hat, nämlich sehr zugesetzt, das hat er auch zum Ausdruck gebracht. Er hätte ja auch einen auf cool machen können und so tun, als hätte ich gar nix mit seiner leichten Angeschlagenheit zu tun. Und daran merke ich doch, dass die Sache zwischen uns auch bei ihm sehr tief geht. Ich finde es sehr mutig irgendwie, dass er mir das so offen mitteilt. Aber er muss sich eben auch abgrenzen können von mir, denn ich gehe zurück zu V., wenn ich von ihm Abschied nehme, und er bleibt allein.
                          Ich mag KF immer lieber, er wächst mir immer mehr ans Herz. Wenn ich nur an seine Blicke denke, bekomm ich schwache Knie. Ich glaube, er ist wichtig für mich und wird mir noch viel Erkenntnis vermitteln, und ich möchte mich auch trauen, mich auf ihn einzulassen und nicht wieder vor meinen Gefühlen wegzulaufen oder zu projizieren. Ich möchte gut für ihn sein, denn ich glaube, er ist gut für mich.

                          Oxfam sind natürlich als Mega-Giga-NGO auch schon negativ aufgefallen:

                          https://www.stuttgarter-nachrichten....8c4e07ca2.html

                          Aber klar, nur weil da welche sich nicht beherrscht haben und ihre Macht ausgenutzt haben, ist nicht die ganze Orga per se schlecht und zu meiden.
                          Ziegen und Hühner gespendet hab ich schon, weil wir sowas bei der Arbeit im Großkonzern mit den viel zu reichen KollegInnen zu Weihnachten/Geburtstagen gemacht haben. ZB über Plan International, wo ich auch jahrelang Patenschaften übernommen habe.
                          Vor vielen Jahren hatte ich sogar mal überlegt, freiwillig ins Ausland zu gehen und für ne NGO zu arbeiten. Aber je größer die NGO, desto größer ist der Ausbeutereffekt. Ich tu heute lieber Gutes im Kleinen und agiere lokal.

                          Bei der Arbeitssuche würde ich auch nur solche Tätigkeiten wählen, von denen ich überzeugt bin, und auch nie für einen AG arbeiten, den ich moralisch/ethisch in irgendeiner Weise bedenklich finde.

                          Aktuell bin ich dabei, mich auf eine Stelle als wissenschaftliche Hilfskraft beim Welcome-Service für internationale Wissenschaftler:innen an meiner Uni zu bewerben. Das hat zwar arbeitsinhaltlich nichts mit dem zu tun, was ich später mal an der Uni machen möchte, aber ich denke mir, es käme immerhin etwas Geld rein und ich hätte zumindest schon mal einen Uni-Vertrag. Ich bin nur am Überlegen, ob ich mir damit zeitplanungsmäßig selber ins Knie schieße, weil 17 h Arbeitszeit zusätzlich zu meinen Prüfungen schon ganz schön an mir zerren würden. Andererseits hab ich schon viel mehr geschafft, und ich könnte mir auch vorstellen, dass eine straffere Organisation meines Arbeitsalltags meine Produktivität fördern könnte. Ich bewerbe mich also, behaupte, ich sei sofort verfügbar und schaue mal, ob die mich einstellen wollen - oder ob ich der Altersdiskriminierung zum Opfer falle /
                          Wer nicht wagt, hat schon verloren.

                          Aloha <3<3<<3

                          und nen wundervollen Tag
                          GLG, V

                          Kommentar


                          • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

                            Hallöchen,

                            ich wollte mal wieder schöne Grüße schicken!

                            Es freut mich, dass du und KF wieder etwas zueinander gefunden habt.
                            Das etwas Schwierige bei dir scheint mir zu sein, dass du ein bisschen eine Ganz- oder- gar- nicht-Mentalität zu haben scheinst. Ich hoffe, ich beleidige dich damit nicht. Ich meine auch nur, dass es eben oft himmelhochjauchzend oder zu Tode betrübt ist, nachdem beziehungstechnisch etwas schwierig für dich ist.
                            Ist das so? Oder scheint es nur so, weil die letzten 1-2 Jahre und Beziehungen so stressig für dich waren?

                            Ich habe mich übrigens anfangs schon über den geplanten 4er gewundert und hätte auch abgeraten, bei einer so jungen „Beziehung“(die es ja vielleicht werden soll).
                            Aber du warst so überzeugend mit deinen Aussagen, dass du das gerne willst, schon lange wolltest, du vom monogamen Leben genervt/gelangweilt bist, da hab ich gedacht, super, soll sie die Sau raus lassen ​​​​​​ im übertragenen Sinne.

                            Ich kann ja nicht mal aus eigener Erfahrung Tipps geben, aber man liest ja hier und da darüber. Und es schien mir recht sinnvoll das entweder in einer gefestigten Beziehung zu machen oder als Lifestyle mehr oder weniger Solo zu praktizieren. Und so kam es bei dir rüber, als Freundschaft + das Ganze ausprobieren.

                            Aber wer weiß was die Zukunft bringt.
                            Solltet ihr doch richtig zusammen kommen wird die Beziehung ja vielleicht doch irgendwann fest genug sein- oder ihr legt bessere Regeln fest.

                            Liebe Grüße

                            Kommentar


                            • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

                              Liebe Lola,

                              nein, du beleidigst mich damit nicht. Du hast ja recht, ich kann sehr "entschieden" sein, wenn ich mir sicher bin, dass ich glaube, was ich fühle oder denke ;o)
                              Aber manchmal irre ich mich eben, und manchmal merke ich das sogar oder jemand hält mir den Spiegel vor und ich muss meinen Irrtum oder meine Einseitigkeit einfach erkennen.
                              Wie das mit dem 4er-Thema weitergeht, muss ich mal sehen. Ich bin durchaus ein (nicht nur sexuell) sehr neugieriger Mensch, aber was ich lernen muss/will, ist, mit meinen Emotionen besser umzugehen. Wer weiß, wie das gelaufen wäre, wenn ich unseren Gastgeber sexuell attraktiv gefunden hätte. Mit den Regeln sind wir auch sehr naiv umgegangen. Im Endeffekt haben wir wohl sogar noch Glück gehabt, dass nicht mehr schiefgegangen ist.

                              Ich fand es aber beeindruckend von KF, dass er nicht wollte, dass ich Schluss mache, obwohl ich so einen megastressigen emotionalen Ausbruch hatte. Er hätte mich leicht und durch das frühe Stadium unserer Beziehung noch relativ schmerzlos loswerden können, aber das wollte er nicht. Kommt mir vor, als hätte er ähnlich wie ich überraschend intensive Gefühle für mich.
                              Natürlich hab ich auch schon eiskalt gedacht, ich bin ja das Zugpferd für 3er/4er Konstellationen, und er könnte mich deshalb behalten wollen, aber diese Berechnung strahlt er so gar nicht aus.

                              Schau'n wir mal. Ich bin froh, dass es weitergeht, denn nach diesem Tief zaubert er mir mit seiner Art wieder ein Lächeln ins Gesicht, täglich gefühlte 1000mal. Ich lass ihn mal ran an mein kleines schwarzes Herz. Vielleicht lass ich ihn auch da rein. Vielleicht gefällt es ihm da. Vielleicht ist es dann auch nicht länger schwarz ;o)

                              Wer weiß...

                              GLG und schönen Abend,
                              V

                              Kommentar


                              • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

                                Ich fand es aber beeindruckend von KF, dass er nicht wollte, dass ich Schluss mache, obwohl ich so einen megastressigen emotionalen Ausbruch hatte. ...
                                V
                                Aber die Gelegenheit wäre da gewesen. Irgendwie sind das Fluchttüren, denke ich - während solcher Zustände geht Loslassen leicht und einfach, ggg....

                                Hallo liebe Leut, hallo liebe Venus, das ist eigentlich beruhigend, zu wissen, im Notfall öffnet sich eine "Falltür", durch die man aus stressigen Situationen aussteigen kann. Das war bei uns auch so und wie ich vor zwei Tagen gehört habe, auch bei meiner Freundin, die mit ihrem "Neuen" gebrochen hat, während so eines emotionalen Ausbruchs.

                                S hat sich nur ganz natürlich verhalten, er rastete aus, weil ihm nach Ausrasten war ( ein ehrlicher, wahrer Unwille war da, nicht geheuchelt, echt..). Nun liegts an uns, was wir folglich machen.

                                Wir mischen die Karten neu, es wird jetzt umsichtiger und vorsichtiger gehandelt, wir haben beschlossen, nach den Fehlern zu suchen, die zu den unguten Zuständen geführt haben. Schieflage...Missstände, Ungleichgewicht, Unbehagen war da, zuerst diffus, zuletzt deutlichst spürbar.

                                Kommentar


                                • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

                                  Mir kommt vor, wir sehen so viel nicht, wir übersehen immer wieder "Fehler", oder überspielen diese, bis das nicht mehr geht, bis der Punkt erreicht ist, wo wir in eine Krise kommen und folglich diese Fehler einsehen, erkennen, korrigieren.


                                  Meine Freundin zum Beispiel kann nicht aushalten, dass ihr Neuer so hohe Forderungen stellt- statt zuversichtlich weiter zu gehen, wurde sie immer nervöser, beunruhigter, unrunder und dann kam eine Situation, wo sie folglich lieber Schluss gemacht hat, als in aller Ruhe mit ihm zu reden.
                                  Bei uns war es nicht anders- wir aber haben inzwischen die Gabe, in aller Ruhe nachzujustieren, nicht gleich das Kind mit dem Bade ausschütten.
                                  Bei uns ist wieder alles paletti, bzw. es hat zwar gekriselt, aber von brechen keine Spur. Da sind wir wieder erfolgreich drübergekommen, über diese Hürde. Es wird immer besser, immer runder, schaut es aus. Viele Kanten sind schon geschliffen, die wir beide so haben und hatten, an denen wir uns gestoßen haben.

                                  Garten ruft..bevor es zwölf ist und wegen Mittagsruhe kein Lärm gemacht werden darf, schmeiß ich den Rasenmäher an....beim Freund....er war gestern bei mir und hat mir endlich wieder geholfen, bei meiner Baustelle wieder mitgemacht.
                                  Venus, ich habe das Gefühl, Zoff kommt oft deshalb, wenn es einseitig wird, nicht gerecht zugeht. Oder nicht?

                                  Kommentar


                                  • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

                                    Huhu liebe Elektraa und wer sonst noch von Euch mitliest

                                    das Kind nicht mit dem Bade ausschütten ist sicher ein wichtiger Punkt, wenn man an etwas arbeiten will, das sich entwickeln soll. Ehrlichkeit ist auch wichtig, aber manchmal macht man sich vielleicht gar selbst was vor und merkt es nicht...
                                    KF und ich haben uns heute gesehen. Eigentlich hatten wir eine Verabredung mit einem anderen Paar, die haben aber relativ kurzfristig abgesagt. KF hatte außerdem ne ziemlich schlechte Woche mit sehr viel Pech (wirklich lauter Mist seine Arbeit betreffend, alles Dinge, die völlig außerhalb seiner Kontrolle sind und ihn womöglich seine finanziellen Reserven kosten) und war nicht gut drauf. Auch körperlich nicht. Wir waren also einfach essen, er hat immer irgendwie meine Hand gehalten, danach waren wir noch bei ihm, reden, Musik hören, er musste sich was ausruhen... no Sex. Ich gebe zu, dass ich das enttäuschend finde, auch wenn ich natürlich verstehen kann, dass Mann dafür in Stimmung sein muss. Aber dass es mir nicht gelungen ist, ihn in diese positive Stimmung zu bringen, nagt etwas an mir. Ich hatte schon gehofft, er trifft mich, weil er Spaß haben will und nicht nur über seine Probleme nachdenken. Ich kann ihm da schließlich überhaupt nicht helfen. Ich hätte ihm aber bei der Ablenkung davon helfen können. Nur dazu war er nicht bereit oder in der Lage. Er sagte, er wollte das Treffen nicht absagen wg. seiner miesen Laune, aber nun hätte er ein schlechtes Gewissen, dass es so ein blöder Abend geworden sei. Ich hab versucht ihm zu erklären, dass ich einfach auch gerne bei ihm bin und durchaus Verständnis für schlechte Stimmung in einer solchen Situation habe.
                                    Aber ich hab halt nicht so recht verstanden, dass er nach ziemlich viel Flirterei per Text nachmittags dann abends nicht einmal seine Hände wandern ließ. Sowas hab ich noch nicht oft erlebt. Ist das nun der Anfang vom Ende?
                                    Lag das nun an mir? Steht er nicht so wirklich auf mich? Er behauptet ja, es habe nix mit mir zu tun, aber ich hab ihn ja auch nicht aus der düsteren Stimmung rausholen können, nicht mal für 10 Minuten. Kann ich das vielleicht eh nicht, weil es keine Partnerschaft mit uns werden kann und als Affäre irgendwie so minderwertig erscheint? Kann ich das vielleicht nicht, weil noch weitere Mitspieler fehlen (und wenn sie nur potenziell da wären)? Kann es wirklich sein, dass er so emotional und körperlich so groggy ist, dass er mich sexuell nicht will? Bin ich vielleicht irgendwie zum Abturner geworden durch eine paradoxe Gefühlsumkehr? (Wären da heute noch weitere Menschen im Spiel gewesen, wäre es eh zuviel für ihn geworden, hat er selber gesagt. Er war ganz froh, dass die abgesagt haben. Und - ich auch. )
                                    Aber wie geht das jetzt weiter? Was ist das, das wir da haben? Haben wir überhaupt irgendwas? Kann ich ihm überhaupt (noch) irgendwas geben? Und wenn ja, was? Und ist das dann auch gut für mich?

                                    Die Unsicherheit ist mir geblieben. Die Unbeschwertheit ist futsch. Ich bin wieder total verkopft in der Angelegenheit.

                                    Gute Nacht allerseits + schöne Träume...

                                    GLG, V

                                    Kommentar


                                    • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

                                      Ist das nun der Anfang vom Ende?
                                      Lag das nun an mir? Steht er nicht so wirklich auf mich? Er behauptet ja, es habe nix mit mir zu tun, aber ich hab ihn ja auch nicht aus der düsteren Stimmung rausholen können, nicht mal für 10 Minuten. Kann ich das vielleicht eh nicht, weil es keine Partnerschaft mit uns werden kann und als Affäre irgendwie so minderwertig erscheint? Kann ich das vielleicht nicht, weil noch weitere Mitspieler fehlen (und wenn sie nur potenziell da wären)? Kann es wirklich sein, dass er so emotional und körperlich so groggy ist, dass er mich sexuell nicht will? Bin ich vielleicht irgendwie zum Abturner geworden durch eine paradoxe Gefühlsumkehr? (Wären da heute noch weitere Menschen im Spiel gewesen, wäre es eh zuviel für ihn geworden, hat er selber gesagt. Er war ganz froh, dass die abgesagt haben. Und - ich auch. )
                                      Aber wie geht das jetzt weiter? Was ist das, das wir da haben? Haben wir überhaupt irgendwas? Kann ich ihm überhaupt (noch) irgendwas geben? Und wenn ja, was?
                                      Hallöchen,

                                      du meine Güte!
                                      Das ist ja nun das schwärzeste Schwarzsehen das ich mir in dieser Situation vorstellen kann….naja fast jedenfalls.

                                      Übertreib mal nicht wieder,
                                      denk lieber an Herbert Grönemeyer‘s
                                      „Wann ist ein Mann ein Mann?“

                                      Und genauso bei dir, du bist auch keine sexuelle WonderWoman, die jederzeit jeden in jeder Verfassung bezirzen kann.
                                      Außerdem, wenn du ihm sagst , du bist auch gerne so bei ihm und redest einfach mit ihm und hast Verständnis für schlechte Stimmung - das widerspricht sich mit deiner Erwartungshaltung, meinst du nicht?
                                      Vielleicht hat er das unterbewusst gemerkt, das ist auch ein Abturner.

                                      Und dann wundere ich mich doch ein wenig, dass du sooo schnell schon wieder ein anderes Paar haben willst?
                                      Wenn ich mal ein bisschen vorwitzig fragen darf:
                                      Nichts gelernt aus dem letzten Mal?

                                      Nicht dass ich finde ihr solltet das ganz lassen, aber vielleicht erstmal rausfinden welche Art Beziehung ihr führen wollt. Bei Affäre, ok, relativ egal.
                                      Bei was Ernsterem….lass doch lieber mal Zeit, du überstürzt es glaube ich wieder.

                                      Liebe Grüße

                                      Kommentar


                                      • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

                                        Guten Morgen liebe Venus,

                                        entschuldige, dass ich so kurz angebunden bin.
                                        Das ist natürlich nur meine Sichtweise!

                                        Aber dass es mir nicht gelungen ist, ihn in diese positive Stimmung zu bringen, nagt etwas an mir.
                                        Hat rein gar nichts mit dir zu tun und du brauchst dir darüber überhaupt keinen Kopf zu machen.

                                        Ich hatte schon gehofft, er trifft mich, weil er Spaß haben will und nicht nur über seine Probleme nachdenken. Ich kann ihm da schließlich überhaupt nicht helfen. Ich hätte ihm aber bei der Ablenkung davon helfen können. Nur dazu war er nicht bereit oder in der Lage. Er sagte, er wollte das Treffen nicht absagen wg. seiner miesen Laune, aber nun hätte er ein schlechtes Gewissen, dass es so ein blöder Abend geworden sei.
                                        Er hatte die Möglichkeit dich mit schlechter Laune zu treffen oder dir abzusagen. Sei mal ehrlich; über eine Absage wärst du auch nicht begeistert gewesen. Er hatte sicherlich gehofft sein Probleme im Kopf noch ausblenden zu können. Aber das klappt eigentlich nur bei minderschweren (zumindest bei mir).

                                        Ich hab versucht ihm zu erklären, dass ich einfach auch gerne bei ihm bin und durchaus Verständnis für schlechte Stimmung in einer solchen Situation habe.
                                        Perfekt.

                                        Aber ich hab halt nicht so recht verstanden, dass er nach ziemlich viel Flirterei per Text nachmittags dann abends nicht einmal seine Hände wandern ließ.
                                        So wie du sein Problem schilderst, kann ich ihn voll verstehen.
                                        Er hat immer irgendwie deine Hand gehalten! Verstehst du wie extrem intim das war?

                                        Sowas hab ich noch nicht oft erlebt. Ist das nun der Anfang vom Ende?
                                        Nein.

                                        Lag das nun an mir?
                                        Nein.

                                        Steht er nicht so wirklich auf mich?
                                        Natürlich steht er auf dich.

                                        Er behauptet ja, es habe nix mit mir zu tun, aber ich hab ihn ja auch nicht aus der düsteren Stimmung rausholen können, nicht mal für 10 Minuten.
                                        Es gibt Probleme, da bin ich am liebsten alleine. Da kann mir einfach keiner helfen und ich brauche meine Ruhe.

                                        Kann ich das vielleicht eh nicht, weil es keine Partnerschaft mit uns werden kann und als Affäre irgendwie so minderwertig erscheint?
                                        Bei mir hätte das nichts mit Partnerschaft oder irgendeine Art von Beziehung zu tun, sondern einzig und allein von dem Ausmaß des Problems.

                                        Kann ich das vielleicht nicht, weil noch weitere Mitspieler fehlen (und wenn sie nur potenziell da wären)?
                                        Nein.

                                        Kann es wirklich sein, dass er so emotional und körperlich so groggy ist, dass er mich sexuell nicht will?
                                        Es gibt solche Situationen und die von dir geschilderte würde das bei mir bewirken.

                                        Bin ich vielleicht irgendwie zum Abturner geworden durch eine paradoxe Gefühlsumkehr?
                                        Nein.

                                        (Wären da heute noch weitere Menschen im Spiel gewesen, wäre es eh zuviel für ihn geworden, hat er selber gesagt. Er war ganz froh, dass die abgesagt haben. Und - ich auch. )
                                        Kann ich wieder nur bestätigen. Jede weitere Person wäre "too much".

                                        Kann ich ihm überhaupt (noch) irgendwas geben?
                                        Ganz sicher. Ein schlechter Tag oder auch zwei kann doch jeder mal haben.

                                        Und wenn ja, was?
                                        Alles wie bisher.

                                        Ich bin wieder total verkopft in der Angelegenheit.
                                        Ganz extrem und viel zu negativ.

                                        LG Leo

                                        Kommentar


                                        • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

                                          Liebe Lola, lieber Leo,

                                          danke für eure Perspektive/n! Hatte ich sehr nötig!

                                          Ich reduziere mich oft selber auf das Körperliche, also auf meine körperliche Anziehungskraft als Frau im Umgang mit Männern. Ich bin mir noch nicht auf die Spur gekommen, warum genau ich das eigentlich tue. Vielleicht einfach Gewohnheit aus Erfahrungen. "Die Waffen einer Frau" und so nen Quatsch.

                                          Auch setze ich mich oft selber unter Druck: wenn ich denke, ich hab was versprochen, also muss ich nun auch "liefern" - wie zB die Sache mit den MitspielerInnen. Im Grunde brauchen wir das wohl beide gerade überhaupt gar nicht, haben genug jede/r mit sich selber und miteinander zu tun. Ich wollte halt beweisen, dass ich es ernst meine mit dem Experiment, aber ich weiß noch nicht genau, wie damit richtig umzugehen ist. Mit dem Timing hab ich so meine Probleme. KF hat ja gesagt, ich soll das Tempo bestimmen. Das fällt mir nicht so leicht, weil ich erst völlig naiv und jetzt völlig verkopft and die Sache herangehe. Es wäre wirklich einfacher, in so einen Club zu gehen und dort mal zu erleben, wie sich die Dinge quasi von selbst ergeben (oder auch nicht). Dieses Organisieren von gemeinsamen Terminen hat einen Stressanteil in sich, den man mir wohl auch anmerkt. Gestern wäre es einfach nur ein unverbindliches Treffen gewesen mit einem anderen Paar, so zum Spazierengehen und Kaffeetrinken - es war gar nicht vorgesehen, gleich mehr zu probieren. Denn das ging beim 1. Versuch ja einigermaßen daneben. Also etwas haben wir /habe ich durchaus gelernt aus dem 1. Mal ;o)
                                          Aber selbst so eine unverbindliche Begegnung braucht eine entspannte Grundhaltung, und die hatte KF gestern nicht durch seinen Stress und ich noch nicht, weil ich wohl doch ein zu straffes Tempo für den nächsten Versuch vorgegeben habe. Also ein Glück für alle Beteiligten, dass wir uns nicht getroffen haben...

                                          Wenn ich richtig in mich hineinhorche, hab ich schon gestern vor unserem Treffen bemerkt, dass es ihm nicht so gut geht und dass Sex möglicherweise nicht auf dem Plan steht. Zuerst war ich mal wieder unsicher und hab es auf mich bezogen, aber er hat schnell die sehr plausible Erklärung geliefert. Ich war selber sogar eher im freundlichen Zuhörer- als im geilen Verführungsmodus. Dann muss ich wieder angefangen habe, meine Gedanken als Gefühle aufzufassen, denn auch wenn ich natürlich ganz gern verführt worden wäre, war ich nicht wirklich im Aktiv-Modus und hab das auch bei ihm so wahrgenommen. Ich hätte gern die Nacht verbracht bei ihm, einfach nur für noch mehr Nähe, aber das hab ich mich dann nicht vorzuschlagen getraut. Ich hab heute auch sehr viel zu tun, das hätte bei mir den Stresspegel noch ordentlich raufgefahren - V. irgendwas zu erklären, erst am späten Morgen zuhause zu sein und mich dann mit allem extrem beeilen zu müssen... hab morgen einen Workshop, brauche dafür noch nen negativen Test, den ich heute VM besorgen muss, und am frühen Nachmittag ist Teamprojekt-Treffen.

                                          Und wenn ich jetzt überlege, was es ist, das ich mit KF habe, dann würde ich es als Versuch einer Partnerschaft bezeichnen, die dann neben meiner Partnerschaft mit V. besteht. Irgendwie ist es jedenfalls mehr als eine Affäre für mich, auch wenn es faktisch wohl doch eine ist. Für KF habe ich wirklich jede Menge übrig. Dass die Sache tief gehen würde, war völlig ungeplant - eigentlich wollte ich nur Spaß und ne Auszeit vom persönlichen Stress, aber KF hat mir sehr schnell seine verletzliche Seite gezeigt, war so offen und aufrichtig, dass er mich "geknackt" hat. Der Herzöffner. Für den männlichen Menschen KF hab ich sehr viel mehr Gefühle, als ich gedacht habe. Ich finde ihn wirklich so unfassbar liebenswert und würde ihm gerne nur Gutes tun, ich will, dass es ihm gut geht. Dafür tu ich gerne, was ich kann, denn ich hab bei ihm nicht das Gefühl, dass er mich ausnutzen würde. Er hat "Wahrheit" in sich. Er ist offener als alle anderen Männer, die ich bisher getroffen habe. Er gibt alles, was er geben kann. Ich finde, er ist wirklich was Besonderes.

                                          Wow, es fängt gerade an zu regnen. Zeit für die Dusche und den offiziellen Start in den Arbeitstag ;o)

                                          Ich danke euch nochmal von Herzen!
                                          Haltet Euch bitte nie zurück mit eurem Input, denn der ist immer sehr hilfreich für mich!

                                          GLG, schönen Tag/schönes WE

                                          V


                                          Kommentar


                                          • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

                                            Hallo Venus

                                            „Der Herzöffner. Für den männlichen Menschen KF hab ich sehr viel mehr Gefühle, als ich gedacht habe. Ich finde ihn wirklich so unfassbar liebenswert und würde ihm gerne nur Gutes tun, ich will, dass es ihm gut geht. Dafür tu ich gerne, was ich kann, denn ich hab bei ihm nicht das Gefühl, dass er mich ausnutzen würde. Er hat "Wahrheit" in sich. Er ist offener als alle anderen Männer, die ich bisher getroffen habe. Er gibt alles, was er geben kann. Ich finde, er ist wirklich was Besonderes.“


                                            Das klingt sehr schön. Wenn das so ist, UND er dir sagt DU sollst das Tempo bestimmen ( Richtung MMFF etc) Dann lass dir doch auch mal die Zeit und horche erst in dich rein.
                                            Wenn er so offen und liebevoll ist ist es sicher das letzte was er will, wenn du dich überfordern würdest. Oder euch.

                                            Fühl dich doch nicht genötigt in sexueller Hinsicht alles zu geben was ihm gut tut. Emotionen sind doch viel intimer, versuche ihm da zu geben was du kannst.

                                            Wie läuft es eigentlich mit V? Alles okay soweit?

                                            Liebe Grüße

                                            Kommentar


                                            • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

                                              Liebe Lola,

                                              ich fühle mich immer genötigt, die Dinge "wieder zu richten", wenn ich das Gefühl habe, ich hab was zerstört. Ich weiß halt nicht, ob meine Reaktion auf die MFMF-Sache bei ihm nicht das Vertrauen in mich beschädigt hat. Ich weiß nicht, ob es einfach Erschöpfung bei ihm ist, die ihn jetzt seither insgesamt etwas "sparsamer" auf mich reagieren lässt, oder vielleicht doch Enttäuschung von mir. Eigentlich reden wir ja offen miteinander. Aber wenn er mir nun sagen würde, er ist einfach groggy ob all der Probleme an der Arbeit und dass das nix mit mir persönlich zu tun hat, dann würde ich ihm das nicht glauben. Dann würde ich vermuten, dass es ihm selber noch nicht klar ist, dass ich nicht "richtig" für ihn bin, und es nur eine Frage der Zeit ist, bis ihm das bewußt wird. Wieso ich sowas denke (ist nicht das 1. Mal, sondern eine Angewohnheit von mir), das weiß ich auch nicht. Glaube ich vielleicht, Glück mit KF nicht zu verdienen? Ist es das alte Muster, dass ich denke, ich gehe dann lieber zuerst, mache mir also meine sich selbst erfüllende Prophezeiung, damit ich dann sagen kann, ich wußte es ja? Denn jetzt glaube ich also, KF würde sich für mich "opfern" und lieber leiden, als die kurze Beziehung abzubrechen. Das ist doch absurd. Wieso sollte er sowas tun? Wieso denke ich sowas?

                                              Ich hab mich blöderweise irgendwie verhakt. Ich will KF nicht verlieren (joa, liest sie wie Klammern...!) , aber ich kann ihm auch keine ebenbürtige Partnerin sein, weil ich mit V. zusammenlebe und noch nicht raus kann aus der Situation. Es ist eine innere Angst hinzugekommen, die nachteilig ist, weil sie die Ungezwungenheit erstickt, die wir anfangs noch hatten. "Anfangs" - das ist ein Witz, wenn man bedenkt, dass wir uns am 12.4. zum 1. Mal getroffen haben. Wir stehen doch noch ganz am Anfang! Und da denke ich, wenn es jetzt schon Probleme gibt, sollte man dann trotzdem überhaupt noch weitermachen? Und dann fühle ich, wieviel ich jetzt schon für ihn übrig habe, und beim Gedanken, alles abzubrechen, bricht mir jetzt schon ein bißchen das Herz.

                                              Ich mach mir eben Sorgen, ihm gar nicht gerecht werden zu können, falls ich nicht in mir selber den Beweis finde, dass Konstellationen mit anderen für mich auch gut funktionieren können. Den Beweis hätte ich lieber früher als später, denn dann müssten wir ggfs. unsere Beziehung beenden, damit er Freiraum mit wem anderen findet, falls ich das nicht geben kann. Ich weiß es ja noch nicht. Ich hab den Eindruck, solange das nicht geklärt ist, ist es ein Hinhalten meinerseits.
                                              Sieht aber so aus, als ergebe sich vor Mitte Juli keine "Testgelegenheit", denn diejenigen, welche dafür in Frage kommen könnten, machen gerade alle Urlaub. Aber für ihn ist das möglicherweise auch besser so, denn er ist ja eh schon so geschafft zur Zeit. Er braucht nicht noch mehr Druck? Oder würde ihm das Auftrieb geben? Ich weiß es einfach nicht.

                                              Meiner Meinung nach kann die Beziehung mit KF nur funktionieren, wenn sich rausstellt, dass wir beide die Mehrfachkonstellationen miteinander genießen können. Einfach so als Lebensfreude. Und dafür müsste das eben mal passieren, ein positives Erlebnis muss her.

                                              Was V. angeht - er ist ok, aber seine Ex, C. leider nicht. Sie ist kaum 60 Jahre alt, hat aber bereits fortgeschrittene Osteoporose und wird sich am Montag unter Vollnarkose 8 Zähne entfernen lassen. Außerdem hat sie angeblich einen Hirntumor (vielleicht hat sich da beim Röntgen/CT wg. der Kiefersituation was gezeigt, sie gibt keine Details an). Das sei dann die nächste OP. Irgendwas stimme auch nicht mit den Augen. Also ist sie eine entsetzliche "Gesamtbaustelle", und niemand rät ihr offenbar dazu, mal eine Zweitmeinung einzuholen. Viele OPs, die sie schon hat machen lassen, hätte man auch konservativ behandeln können, aber solche Reha-Maßnahmen im Anschluß etc. bieten ihr vielleicht eine begründete "Auszeit" von allem und auch eine Begründung für Hilsbedürftigkeit. Sie hat ihren Vollzeitjob damals in der Ehe mit V. sofort aufgegeben und auch keine Verwirklichung über Karriere angestrebt. In der Arbeit hat sie wohl auch keine Erfüllung gefunden bzw. gesucht.
                                              Sie hatte wohl schon als junge Frau erhebliche Probleme mit depressiven Verstimmungen ("die Zukunft ist ein großer schwarzer Berg"), denen man aber nie richtig auf den Grund gegangen ist. Trotz Therapie ist sie die nicht losgeworden. Aggressives Verhalten kam dann auch dazu, sie hat V. früher auch körperlich angegriffen. Ich kenne ja V., der kann einen mit seiner Besserwisserei und Verständnislosigkeit/Empathiemangel echt zur Weißglut treiben. Das hat er wohl bei ihr geschafft. Keine Ahnung, welche kranke Psychodynamik sich zwischen den beiden mit der Zeit entwickelt hat, aber einer hat dem anderen nix mehr gegönnt und nur noch Leid durfte geteilt werden, so dass V. letztlich ausgezogen ist. Den Kontakt hat er immer irgendwie gehalten, vielleicht auch, weil er ein schlechtes Gewissen hatte, sie alleine zurückgelassen zu haben.
                                              Mit diesen neuesten Informationen sieht es nun eher nicht mehr so aus, als kämen die beiden nochmal zusammen. C. fügt sich in ihr Schicksal und hoffentlich lässt sie sich nicht kaputtoperieren. Ich wünsche ihr nur Gutes, kenne sie ja leider nichtmal. Irgendwie ist es ganz seltsam - finanziell hatte sie ihr ganzes Leben lang alle Möglichkeiten zur "Emanzipation" vom übermächtigen Vater u./o. Ehemann, sie hätte sich weiterbilden können, oder einfach rausfinden und festlegen, was sie froh macht, und das verfolgen, aber sie hat sich angeblich fürs Leiden entschieden. Das sind meine Rückschlüsse nach 14 Jahren Berichte von V., ich kenne ja ihre Perspektive nicht. Ich hoffe, sie wird nicht ein tragisches Opfer ihrer Umstände.

                                              Also steck ich weiterhin fest mit V. ohne Aussicht, dass er sich als Erster anders orientiert, denn als Pflegekraft für C. ist er erstmal unvorstellbar. Ich weiß, dass er gegen so etwas generell eine Aversion hat. Mehr weiß ich auch nicht.

                                              Nachher hab ich nen Workshop von 11 - 17 Uhr, der mich ablenken wird von alledem. Das Projekt ist bisher rein digital gelaufen, wir sehen uns alle zum 1. Mal live, das wird sicher sehr aufregend und berührend.

                                              Mal sehen, was es dazwischen so für Info von den anderen Seiten gibt...

                                              Hab einen wunderschönen Samstag! <3<3

                                              GLG, V




















                                              Kommentar


                                              • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

                                                Am Samstag biss ein großer Köter meine Lilli-Yorky und seither hab ich mal Zuversicht, mal großen Abschiedsschmerz, im Moment liegt sie wie tot in meinem Schoß..

                                                Kommentar


                                                • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

                                                  Oje, ich weiß wie schlimm das ist.
                                                  Ich hoffe die Besitzer des anderen Hundes kümmern sich wenigstens um die Tierarztkosten.
                                                  Bleib hoffnungsvoll, kleine Hunde sind zäh und haben einen großen Lebenswillen, besonders wenn es mit dem Frauchen so gut passt.

                                                  Kommentar


                                                  • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

                                                    Danke tired..

                                                    Mir ist so komisch..als ob ich meine Luft anhalten würde so erstarrt gehts mir. Ab und zu piepst sie unterm Bett heraus, ich wage nicht, sie da hervorzuholen und hoff inbrünstg, diese Ruhe und Dunkelheit da unten hilft ihr. Der Tierarzt hat geröngt, die Bisse bluten nicht, auch innere Blutungen sah er nicht. Mich wundert das, denn der große Schäferhund war extrem wütend und gab sie lang nicht frei, biss sich an ihr fest und schüttelte sie. Hab durchgedreht bei diesem Anblick..
                                                    Wie wenn man mein Baby zerfleischt vor meinen Augen.

                                                    Kommentar