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"zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

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  • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

    Guten Morgen Ihr Lieben,

    ich freu mich immer über eure Meldungen, stille Mitleserschaft ist auch schön für mich, auch wenn ich natürlich nix davon mibtekomme.

    hier mal der brühwarme Aufguss meiner gestrigen Erlebnisse und daraus folgender Erkenntnisse... exklusiv für euch )...also eigentlich vor allem der Erkenntnisse:
    das Paar, bei dem wir eingeladen war, war wirklich sehr liebenswert. Sie ist ausgesprochen hübsch, 7 Jahre jünger als ich und wirklich fit. Er ist lustig, freundlich, aber leicht wampert inzwischen ("Corona-Kilos"...). Um die Sache in Gang zu setzen, hat er sich nach für meinen (und offenbar auch seinen) Geschmack etwas zu viel Smalltalk über Urlaube etc. ein Spiel ausgedacht und das hat dazu geführt, dass ich zum 1. Mal so richtig mit einer Frau herumgeknutscht habe. Sie ist sehr süß und hingebungsvoll, aber ich habe IMMER bei allem, was ich getan habe, ob nun mit ihr oder mit ihm, darauf geachtet, dass ich mit KF die Verbindung halte - entweder hab ich seinen Blick gehalten oder ihn berührt, die Hand gehalten...

    Leider hat er das nicht durchgängig geschafft. Es gab einen für mich sehr einsamen Moment, wo wir plötzlich kurz vorm Partnertausch waren und ich aber nicht wollte. KF und sie waren so miteinander beschäftigt, dass meine Situation aber von KF unbemerkt blieb. Er hat die Verbindung zu mir in diesem Moment unterbrochen/abgebrochen und war im Grunde in der Rolle des Solomannes. (Ich würde sagen, nach etwas über 1 Monat Dating mit mir war das eh fast zu erwarten...)
    Unser Gastgeber ist aber auch ein netter und durchaus sensibler Typ und hat meine Signale empfangen, so dass wir da dann alle "ne Pause" gemacht haben. Die hat aber dann zum Ende der Paarungsversuche geführt, wir haben danach nur noch gequatscht (und das meiste hat mich leider gelangweilt, und ich war auch müde, weil ich sehr schlecht geschlafen hatte). Meine Müdigkeit gg. 01 Uhr morgens hab ich dann eben kommuniziert, sonst hätten die die ganze Nacht weitergemacht mit was auch immer, aber ich hatte fertig.

    KF hat mich nachts noch heimgefahren, V. hat keinen Betrugsverdacht geschöpft. Ich war total müde, aber schlafen konnte ich wieder nicht - einerseits zuviel Kaffee, andererseits die Enttäuschung über KFs Verhalten, der sich nicht an die Absprache mit mir gehalten hat. Ich denke, die Reise mit KF ist hier beendet. Ich werde ihn noch einmal sehen, um meine Sachen abzuholen, die schon seit Wochen bei ihm herumliegen (Bilder, ne DVD etc.) und vielleicht - mit Glück und der richtigen Stimmung - gibt's dann noch freundlichen Abschieds-Sex, aber das war es dann auch.

    Und im Grunde bin ich fast erleichtert, denn ich habe gerade keinen stressarmen Weg gesehen, diese Erfahrungen weiter auszubauen. Übernachtungen bei Fremden sind erstmal nicht so meins, und ich wohne immer noch mit V. zusammen, was sich auch leider in der nahen Zukunft nicht so einfach ändern lässt. Natürlich stell ich mir auch die Frage, ob ich auf KF projiziere (wg. der Erleichterung), denn im Grunde ist er doch Solomann, er ist ungebunden, hat mich als seine Begleitung gewählt, aber ICH bin ja gebunden, und ich denke, (un-)bewußt wird sich das in seinem Sexverhalten gestern auch gezeigt haben, dass er sich eben einfach als das sieht, was er ist - ein Solomann in Begleitung einer verheirateten Frau.

    Trotzdem war es insgesamt eine tolle, aufregende, schöne Erfahrung, die ich nicht missen will. Ich bin froh, das erlebt zu haben, und es sollte eben mit KF sein. Jetzt setzt jeder von uns die eigene Reise fort. No hard feelings.

    Natürlich wartet im Chat noch mein "Schuß vor den Bug" auf KF, der noch schläft, aber ich glaube, damit wird er souverän umgehen.

    Für weitere Sextreffs muss ich auch nicht wieder auf die Jagd gehen, da ist noch einer "in der Pipeline", der vielversprechend rüberkommt und auch nicht weit weg lebt, ebenfalls mit eigener Wohnung. Den wollte ich eigentlich irgendwann zum MMF einladen, aber er war sowieso vor allem an mir interessiert, und wißt ihr was - ich glaube, das reicht mir auch aktuell erstmal so.

    Ich will sehen, was ich von der restlichen Hälfte meines Studiums noch retten kann, da kann ich mich nicht mit solchen Paarkonstellationen beschäftigen, die dann auch noch Urlaub und Freizeit miteinander verbringen wollen. Dazu hab ich weder Lust noch Zeit.

    Eine neue Überlegung ist, mal mehr zu publizieren - Ihr behauptet ja immer, ich könne schreiben, vielleicht sollte ich "der Welt" mein Geschreibsel hinwerfen und mal sehen, ob das ein guter Weg für mich ist. Vielleicht wird der Wissenschaftsblog der Anfang dazu. Danach würde ich allerdings gerne ein eigenes Format unter meinem Namen haben, wo ich mich täglich auslasse. Themenauswahl noch offen.

    Ihr dürft Vorschläge machen - worüber würdet Ihr lesen wollen? Kein Thema ist zu abwegig, betrachtet das als Einladung zum Brainstorming! )

    Habt nen feinen Feiertag
    GLG, V






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    • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

      ...Nachtrag: ich habe nicht daran gedacht, wie es mich belasten würde, dass ich KF damit belaste. Mir ist total übel und ich bin irgendwie sehr traurig, dass ich dieses zarte Pflänzchen einer Beziehung jetzt auch aktiv mit zerstöre. Mir kommt's vor, als könnte ich seine Enttäuschung fühlen wie einen Schlag in die Magengrube.
      (Ungefähr so, wie es sich auch anfühlte, diese miese Note von meiner Dozentin bekommen zu haben. Das ist auch noch ein Thema, mit dem ich mich abschließend beschäftigen muss!)
      Mist. Ich weiß gerade nicht, was "richtig" ist - eigentlich doch immer das, was froh macht, aber ich seh da gerade nix, was mich froh macht oder womit ich KF froh machen könnte. Ich war/bin (?) doch in diesen Mann verliebt und will ihm nichts Böses.... würde gern verstehen, welche Botschaft diese Gefühle, die ich habe, eigentlich senden. Projiziere ich mein eigenes schlechtes Gewissen V. gegenüber und meine Ängste vor einer mMn zu tiefen emotionalen Bindung (an KF) auf KF? Ist doch irgendwie armselig, Angst vor den eigenen Gefühlen zu haben. Und das mir! Ich hab mir immer eingebildet, mich selber knallhart zu analysieren, brutal ehrlich zu mir zu sein, und natürlich, dass ich zu tiefen Gefühlen fähig bin und eben genau davor keine Angst habe. Hab ich mich wohl selber veräppelt...komme mir irgendwie gerade nicht auf die Spur (

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      • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

        Hört sich an, als wärest du Eifersüchtig, für einen Moment lang hatte jemand anderer den Platz besetzt den du beanspruchst.
        Tja, so ist das mit lockeren Beziehungen manchmal und sehr oft ist es so mit freizügigen Spielen, wo alle meinen sie wären frei von so etwas, grundsätzlich keine gute Idee war schon früher beim Flaschendrehen so.

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        • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

          Hi liebe Tired,

          das ist die einfachste Interpretation, oder? Eigentlich bin ich nicht sonderlich eifersüchtig, aber da kamen ein paar ganz triviale Faktoren zusammen: auch ich fand die Frau attraktiver als ihren Mann, den ich zwar süß, witzig und freundlich fand, aber keinesfalls erotisch. Sowas merkt man natürlich erst, wenn man die Menschen auch im real life vor sich hat.
          Als sie und KF also so schön miteinander weggetreten sind, waren er und ich beide nicht mehr bei der Sache. Wir haben uns umeinander gekümmert, weil unsere Partner ja anderweitig beschäftigt waren, aber bei mir sprang der Funke nunmal nicht über. Das hat er auch ein wenig gemerkt, glaube ich. Vielleicht dachte er auch, es wäre Anfänger-Schüchernheit oder sowas. Jedenfalls war auch dann schnell Schluß mit allem, ich bin mir aber nicht sicher, dass seine Frau und KF das auch so wahrgenommen haben. Eigentlich war dieser "Ernüchterungsmoment" des Ehemannes und mir auch der Anfang vom Ende der Spielerei. Er hat anfangs bereits zugegeben, dass er ein wenig eifersüchtig sei, was er für normal halte. Und ich hab mir etwas Mühe mit ihm gegeben, weil ich meinte, die Psychodynamik zu erkennen und quasi etwas harmonisieren wollte, aber das ist nach meinem Empfinden schief gegangen /
          Ich habe seine Eifersucht bemerkt, als ich mich kurz ihr widmete, und dann von ihr abgelassen. Nicht so KF. Vielleicht war ich auch einfach genervt und neidisch auf KF, der sich einfach nahm, was er wollte, während ich ebendies nicht bekommen konnte (sie oder KF oder beide...). Das wäre dann allerdings eine Form von Eifersucht. Naja, dann ist das so.
          Dann passt es eben nicht mit uns. Mir war eigentlich auch klar, dass es zu dieser Erkenntnis kommen könnte, zumal wir einander eh erst so kurz kennen.

          Ich beanspruche eigentlich niemanden - so denke ich. Was ich wichtig fand, war die Verbindung zu/mit KF. Die war vereinbart und hat plötzlich nicht mehr funktioniert, er war weggetreten. Die Gefahr, dass sich der Partner in wen anderen verliebt oder drauf fokussiert, ist ja immer da bei solchen Experimenten, das war mir klar. Aber leider hat's mich in einem mehrfach instabilen Moment erwischt: ich habe keine Ahnung, ob ich in meinem letzten Semester am Ende noch mein ganzes Studium versaue, weil 50% der Prüfungen schief gegangen (1) bzw. noch offen sind (3) mit dem Potenzial, schief zu gehen (klar, Glas kann auch halbvoll sein, fühlt sich aber zur Zeit nicht so an, leider). Wenn das mit dem Studienabschluss nix wird, wie geht es dann jobtechnisch/lohnbezogen weiter, wie kann ich mich finanziell erhalten und von V. unabhängig werden?

          Und wenn ich denke gerade so drüber nachdenke, VERBINDUNG ist, was mir entsetzlich fehlt seit den Pandemie-Restriktionen. In jeder Hinsicht überall. Ich bin überall nur noch außen vor, partizipiere nicht mehr am lebendigen Uni-Alltag (nur noch online-Seminare ohne Austausch dazwischen wie früher) , auch nicht am Kunst- und Kulturleben wie zuvor, weil nicht möglich, ich verliere meine Netzwerke, die ich mir gerade angefangen hatte aufzubauen (aus den Augen, aus dem Sinn - wenn man Menschen aus dem Kulturbetrieb nicht mehr bei Veranstaltungen/Ausstellungen trifft, kommt man nicht mehr ins Gespräch, erinnert sich irgendwann keiner mehr an einen, die Jobs gehen an andere...). Die Netzwerke sind sehr wichtig für Arbeitsaufträge u.ä.
          Dazu noch diese miese Prüfungsnote auf eine Prüfung, für die ich - wie immer - alles gegeben habe und die jetzt mein gesamtes Noten- Portfolio nachhaltig versaut und potenziell auch meine berufliche Zukunft am Institut in Frage stellt. Und die mich noch zusätzlich mental runterzieht - nach dem Motto "hab ich mein "Prüfungsmojo" verloren? Bisher kam doch alles, was ich schrieb, immer so gut an..." ich bin viel zu sensibel zur Zeit, um sowas rein rational anzugehen. Diese unterdrückende Atmosphäre und die Beeinträchtigung meines Studienverlaufs zieht mich mit runter, ich kämpfe täglich dagegen an.

          Zur Verbindung nochmal: mit KF fühlte ich mich ganz gut verbunden, dachte ich - d.h. ich dachte, falls es schiefgeht, bin ich trotzdem ok, weil mit mir selber "verbunden". Bin ich aber nicht. Hätte ich ne 1.0 am Vortag erhalten für meine letzte Prüfung, wäre ich heute sicherlich ganz anders drauf. Ich hätte mich wohl auch gestern noch ganz anders verhalten. Aber egal, nun ist alles Mist, und ich hab sicher tatkräftig dazu beigetragen. Ob es aber wirklich ein Drama ist? Wohl kaum...

          Gerade läuft nur leider gar nix rund. Bisher hat die Sache mit KF wenigstens vom Uni-Driss abgelenkt, jetzt ist das auch durch. Ne Runde geheult hab ich schon... und eben hat KF noch was getextet, das ich dann wiederum so platt fand, dass es mir seltsamerweise sofort besser geht. Ich neige dazu von anderen anzunehmen, dass sie die Dinge ähnlich intensiv fühlen wie ich - wider besseres Wissen ;o)

          GLG, V


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          • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

            Ich weiß nicht, ob du schon mit KF gesprochen hast. Falls nicht, würde ich erst einmal warten bis du dich sortiert hast. Deine Gefühle verstanden hast.

            Und eins solltest du dabei immer im Hinterkopf haben. Auch wenn du ihm etwas sagst (gesagt hast) und er dir zuhört (zugehört hat), so wird er dieselben Worte anders verstehen, weil er GRUNDLEGEND ANDERS FÜHLT UND DENKT. Und wenn ich die Vergangenheitsform gewählt habe, dann meine ich damit euer vorbereitendes Gespräch zum Paartreffen.

            Natürlich wartet im Chat noch mein "Schuß vor den Bug" auf KF, der noch schläft, aber ich glaube, damit wird er souverän umgehen.
            Damit er dich versteht, du dich ihm und er sich dir erklären kann solltest du zumindest ein Telefongespräch anstreben. Nur falls ich das Wort "Chat" richtig interpretiert habe. Aber vermutlich meintest du ein direktes Gespräch.

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            • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

              Das ist aber weit verbreitet, davon auszugehen dass der andere genauso tick wie man selber und ein häufiger Trennungsgrund wenn festgestellt wird dass es nicht so ist, obwohl es ja nie so war und dennoch gepasst hat, beendet das Wissen darum Beziehungen.

              Ich verstehe aber nicht ganz, warum du das bei KF so absolut siehst?
              Es war ein Spiel?
              Selig sind doch die, die beim Spielen alles loslassen können was den Kern des Spiels belasten könnte, oder so ähnlich.
              Er ist vielleicht einfach jemand der sich dermaßen auf den Moment einlassen kann, dass anderes in den Hintergrund treten muss.
              Ihr habt ein Spiel gespielt!
              Worum ging es in diesem Spiel?
              Ich glaube KF hat nichts anderes getan als sich an die Spielregeln zu halten und angenommen dass du da gleich tickst, dass es der Sinn dieses Spiels ist für eine Weile alles andere loszulassen.
              Er hat eigentlich nur getan was zum Spiel gehört, ohne daran herum zu denken und du, due bist eine Frau, eine Denkerin, eine Analystin, da sind solche Spiele natürlich auch ein Spiel mit dem Feuer und der eigenen Verletzlichkeit.

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              • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

                Lieber Leo, liebe Tired

                ich hab heute früh um halb fünf meinen Text geschrieben, den hatte er noch nicht empfangen, als ich hier heute morgen gg 8 Uhr geschrieben habe. Mittlerweile hat er. Ich biete natürlich immer auch Gespräch/Treffen an, und ich muss eh noch Sachen abholen bei ihm, also gibt's noch ein Treffen und ein abschließendes Gespräch.

                Ich vermute, das ist die einfach gestrickte Empathie bzw. die "Spiegelneuronen", die einem suggerieren, dass der andere einen immer lesen kann, weil es schon mal geklappt hat. Als ob das im Gegenzug auch immer so wäre - ich hab KF offenbar auch falsch interpretiert.
                Ich hätte das Spiel lieber verschieben sollen, bis ich mich mental besser fühle. Ich hab ja auch überraschend einen Tag davor nen Tiefschlag erhalten. Mir geht's überhaupt nicht gut mit meiner gesamten aktuellen Lebenssituation.

                KF hat sich nicht an unsere Spielregeln gehalten, wo es darum ging, immer drauf zu achten, dass es allen jederzeit gut geht. Mir ging es ja nicht gut in dem Moment und er war überhaupt nicht mehr in der Lage, das zu bemerken. Nun meint er, vielleicht sei das eh gar nicht möglich. Na, dann kann ich aber gut auf das Spiel verzichten, denn wie gesagt, ich kam im Endeffekt eh nicht so recht auf meine Kosten. Ich bin ja kein Raubtier, das sich einfach nimmt, was es will, ich gehe davon aus, dass man was angeboten bekommt, wenn der andere dazu bereit war. Und er war es offenbar nicht, hat sich mit ihr alleine vergnügt. Jetzt sagt er, ich hätte mich ruhig einmischen können, doch hey, man glaubt es kaum, ich bin auch manchmal schüchtern...
                Aber du hast schon recht, liebe Tired, dass ich das Spiel spielte, um es zu analysieren. Das mache ich immer. Er dagegen wollte nur spielen ;o) Das ist es wohl. Tja, und jetzt?
                Ich überlege: überwiegt der Stress an dem Dings mit KF oder mein Interesse daran? Gibt's da noch Erkenntnisse, die ich mir erhoffe, oder ist das im Grunde abgefrühstückt? Davon mach ich meine Entscheidung abhängig. Ich neige schon sehr wieder zu meinem 1. Impuls, die Geschichte zu beenden. Ich "diskutiere" das gerade auch parallel mit ihm, während ich nebenbei an einem Interview arbeite.
                Multitasking from Hell ;o)

                GLG, V

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                • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

                  Liebe Venus - versuche erst einmal darüber zu schlafen. Aus der Situation heraus lassen sich keine guten Entscheidungen treffen. Prüfe in Ruhe deine Gefühle für ihn und ob er dir in der aktuellen Situation gut tut. Du wirst immer Kommunikationsprobleme mit Männern haben, weil sie einfach anders ticken. Genauso wie Männer mit Frauen. Die einzig wichtige Erkenntnis ist, dass man sich dessen bewußt sein muss. Wenn beide Partner verständnisvoll damit umgehen, lässt sich das kompensieren

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                  • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

                    Genau, die meisten guten und wirklich zufriedenen Beziehungen, werden von Menschen geführt die mit dem anderen sehr gelassen umgehen und auch sehr kompromissbreit sind.
                    Vielleicht sollte man nicht nach jemanden suchen der so ist wie man es sich vorstellt (das ist fast immer irgendwann nicht mehr so), sondern nach jemanden den man gerne nimmt wie er ist und ihn auch gerne so sein lässt, sich gerne mit seinen Macken arrangiert und nach Kompromissen sucht, ohne das Gefühl zu haben dass es ein Manko ist.

                    Zugegeben, nach der Spielerei ist die Situation schon fast verfahren, weil zu viel darüber nachgedacht und darüber erdacht wurde, was eher nicht mehr aus dem Kopf gehen wird.
                    Es gibt Situationen zu denen Gedanken kommen, bei denen dann etwas kaputt geht im Zwischenmenschlichen, das man nicht mehr wiederherstellen kann.
                    Ist das was kaputt gegangen an deinem Vertrauen in eure Harmonie, was nicht rational zu steuern/kitten ist?

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                    • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

                      Ohje, ohje!

                      Das hört sich an, als wäre das „Spiel“ nun einfach viel zu früh gekommen in eurer so jungen „Beziehung“!
                      Ich musste bei deiner Schilderung nun öfter an das Lied von Anette Lousianne denken:“Ich will doch nur spielen...“ , es passt wie die Faust aufs Auge.

                      „Ich beanspruche eigentlich niemanden - so denke ich. Was ich wichtig fand, war die Verbindung zu/mit KF. Die war vereinbart und hat plötzlich nicht mehr funktioniert, er war weggetreten. Die Gefahr, dass sich der Partner in wen anderen verliebt oder drauf fokussiert, ist ja immer da bei solchen Experimenten, das war mir klar. Aber leider hat's mich in einem mehrfach instabilen Moment erwischt: ich habe keine Ahnung, ob ich in meinem letzten Semester am Ende noch mein ganzes Studium versaue, weil 50% der Prüfungen schief gegangen (1) bzw. noch offen sind (3) mit dem Potenzial, schief zu gehen (klar, Glas kann auch halbvoll sein, fühlt sich aber zur Zeit nicht so an, leider). Wenn das mit dem Studienabschluss nix wird, wie geht es dann jobtechnisch/lohnbezogen weiter, wie kann ich mich finanziell erhalten und von V. unabhängig werden?“

                      Das klingt für mich auch nach Eifersucht.
                      Ich glaube du kannst es drehen und wenden wie du willst liebe Venus, auch du bist eifersüchtig,
                      du bist sterblich geworden so wir...
                      Ernsthaft, du kannst jetzt noch so viele Gründe finden warum das so war und sie mögen auch stimmen, aber dieses Gefühl lässt sich mMn schwer leugnen.
                      Es war wohl zu früh oder es liegt dir doch mehr an ihm als du dachtest oder du bist doch nicht der Typ dafür. Aber man hört ja nicht umsonst, dass nur feste, harmonische Beziehungen so etwas ausprobieren sollten, da es sonst viel Trennungspotenzial gibt.

                      Um es kurz zu machen:
                      Bist du sicher,
                      dass das nun gleich bedeutet es muss Schluss sein???

                      Gönn dir doch bei deiner Verliebtheit auch ein bisschen Herzschmerz, sei einfach sterblich so wie wir Venus
                      und schnapp dir nicht einfach den nächsten Sterblichen für deine Götterspiele.

                      Es liegt nicht etwa noch an A, dass du hier lieber kurzen Prozess machst?

                      Heute mal ganz poetisch (soweit ich’s kann)
                      und mit lieben Grüßen

                      Lola

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                      • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

                        Ihr Lieben, Ihr seid so klasse!!! DANKE für eure Perspektiven, euren Zuspruch, einfach alles!

                        Liebe Tired, mir gefällt deine Formulierung zum "Spiel mit der eigenen Verletzlichkeit" sehr gut! Das ist genau das, was ich eigentlich ganz bewußt tun wollte, und beinahe bin ich mir dabei doch selber zum Opfer gefallen.

                        Lieber Leo,
                        du hast mit allem recht.
                        Wobei sich herausgestellt hat, die Kommunikationsprobleme mit KF lagen eher daran, dass wir uns gegenseitig angetriggert haben. Das haben wir heute morgen (v.wg. drüber Schlafen...!) beide gleichzeitig festgestellt (Texte haben sich gekreuzt). Danach haben wir telefoniert und festgestellt, dass wir ne Menge über uns selber und übereinander lernen konnten und dass wir weiterlernen wollen, weil wir einander viel bedeuten und einander sehr mögen. Ich nenne ihn meinen Herzöffner mit Giftstachel (er ist Skorpion ;o)). Er nennt mich seine Göttin...

                        Sein Trigger ist die eifersüchtige Partnerin > sexuelle Unterdrückung, mein Trigger ist die Vorstellung, ich sei beliebig austauschbar und nur Mittel zum Zweck. Und wenn ich den Eindruck bekomme, neige ich dazu, genau das zu tun - den Partner einfach auszutauschen.
                        Darüber so offen mit KF reden zu können, hat eine Intimität hergestellt, die sehr anregend ist. Ich mag es, mit ihm zu reden und zu diskutieren. Auch wenn ab und zu die Fetzen fliegen (werden), es fühlt sich richtig an. Wir sind in unserer Leidenschaft offenbar ähnlich, aber weil wir einander grundsätzlich freundlich gesonnen sind, tun die Diskussionen gut.
                        Dass wir gestern nicht telefoniert haben, war wohl im Nachhinein besser so, weil wir in den langen Texten unsere gestrige Gefühlssituation festgehalten haben und nun nun besser nachvollziehen können.

                        Liebe Lola, du hast auch recht, dass meine Reaktion was mit A. zu tun hatte, aber nicht nur, diese Kurzschluss-Beziehungsabbrüche hab ich schon in meiner Jugend so praktiziert, nur um sie dann jeweils zu bereuen. Und ja, Ihr habt recht, ich bin nicht frei von Eifersucht und anderen kleinlichen Gefühlen... und sowas von dermaßen sterblich ;o) Herzschmerz mag ich gar nicht.

                        Was KF und ich nach einer so kurzen Phase des Kennenlernens gewagt haben, war riskant. Aber so wie es nun aussieht, ist es noch nicht vorbei mit uns. Ich fühle seit heute morgen wieder die Verbindung mit ihm, sogar noch intensiver als zuvor.

                        Mal sehen, wie es weitergeht und wohin uns das alles noch führt. Bei nächster Gelegenheit gibt es (Friede, Freude) Eierkuchen und wir schauen Barbarella.

                        Habt alle einen wundervollen Freitag!

                        GLG, V

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                        • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

                          Liebe Venus, es freut mich riesig, dass ihr euch so offen austauschen und gegenseitig eure Gefühle vermitteln konntet. Das ist sicherlich eine elementare Säule in einer Beziehung. Egal welcher Kommunikationsweg für euch der richtige ist.

                          Ich komme mir vor wie in einer Deutschstunde. Du schaffst es den Spannungsbogen für uns aufrecht zu halten, nur dass ich keine Ahnung habe in welchem Teil der Kurve du gerade bist. Es hätte gut das retardierende Element sein können, aber irgendwie habe ich das Gefühl, dass wir uns erst im zweiten Akt befinden. Ich bin gespannt auf die Fortsetzung. LG Leo

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                          • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

                            Ja,
                            das hört sich doch wirklich nach guter Kommunikation an!
                            Und man sieht mal wieder, es wird nichts so heiß gegessen wie es gekocht wird
                            Es scheint als könntet ihr eure Beziehung doch noch aufbauen. Manchmal bist du vielleicht auch etwas vorschnell, siehst die Dinge zu schwarz
                            Bin gespannt wie es noch weiter geht.
                            Wollt ihr trotzdem noch Pärchenkrams probieren oder lieber noch mal warten und bis dahin was anderes machen?
                            Wenn sie wieder offen haben könntet ihr in einen Pärchenclub, da kann man vielleicht eher mal nur zuschauen (lassen) oder findet Leute die optisch passen...

                            Liebe Grüße

                            Kommentar


                            • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

                              . Ich nenne ihn meinen Herzöffner mit Giftstachel (er ist Skorpion ;o)). Er nennt mich seine Göttin...

                              Sein Trigger ist die eifersüchtige Partnerin > sexuelle Unterdrückung, mein Trigger ist die Vorstellung, ich sei beliebig austauschbar und nur Mittel zum Zweck. Und wenn ich den Eindruck bekomme, neige ich dazu, genau das zu tun - den Partner einfach auszutauschen.
                              Darüber so offen mit KF reden zu können, hat eine Intimität hergestellt, die sehr anregend ist. Ich mag es, mit ihm zu reden und zu diskutieren. Auch wenn ab und zu die Fetzen fliegen (werden), es fühlt sich richtig an. ...

                              Es ist, als ob du sagst: noch mag ich es nicht, wenn jemand mir ins Knie tritt, aber weil das gut ankommt bei den anderen, verkneife ich mir ein Au! Das tut weh! Hauptsache, man gilt nicht als Spaßverderber....




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                              • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

                                Bei aller Toleranz und Aufgeschlossenheit, liebe Venus, mach mal die Gegenprobe, frag dich, was ist beglückender, ein Mann, der NICHT Beischlaf mit anderen pflegt, oder jemand, dem das immens wichtig ist, wie auch wichtig wär für jenen, dass du alles tolerierst, was er gut findet. Du hast deine Gefühle geleugnet- wieder einmal...

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                                • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

                                  Huhu Ihr Lieben,

                                  danke für Euren Input!
                                  Ich glaube, ich sollte die Sache mit KF einfach mal nicht überfrachten. ICH wollte nur eine Chance zur Auszeit von meiner für mich als stressig empfundenen Lebenssituation. Ich wollte keine weitere Beziehung neben V., dazu fehlen mir zur Zeit - oder generell, solange die Wohnsituation nicht gelöst ist- die emotionalen Kapazitäten.
                                  Was KF eigentlich will, ist mir irgendwie auch nicht klar. Gestern hatten wir 1 Runde sehr schönen Sex, dann haben wir Barbarella geschaut, die Eierkuchen gemacht und gegessen und dann wollte er von meiner Ehe hören.Vielleicht, um zu beweisen, dass er Interesse an meinem Leben hat, denn das war in unserem Diskussions-Textaustausch während meiner "Krise" am 3.6. auch ein Thema. Darüber zu reden, fühlte sich für mich an wie ein emotionaler Strip, aber sehr einsam und traurig. Mir ging es weder während der Erzählung noch danach gut damit. Wenn ich über V. und mich berichte, dann am liebsten nur Menschen, die keinen von uns persönlich kennen. Nach dem Bericht wollte ich eigentlich nur noch weg, ich war total traurig und irgendwie auch wütend auf mich und auf ihn, dass ich überhaupt was erzählt habe. Er hat mich dann auf meinen Wunsch auch heimgefahren und irgendwie haben wir dann im Auto sitzend in der Nähe meiner Strasse noch ne Stunde diskutiert (andere Themen, in einem Versuch der erneuten inneren Annäherung). Hat mir alles nichts gebracht (in dem Sinne, dass ich mich ihm wieder näher fühlen konnte). Soll ich mich weiter auf ihn einlassen oder nicht? Keine Ahnung. Wie gesagt, ich will das nicht überfrachten. Ziemlich guten Sex kann ich auch mit anderen Menschen haben.

                                  Liebe Elektraa,
                                  wo hab ich denn meine Gefühle geleugnet?
                                  Soweit ich auch meinen Spaß hatte, war alles klar, und wo das nicht mehr der Fall war, hab ich das adressiert. Ich sehe da keine Leugnung. Ich werde mich ganz gewiss nicht in meinem aktuellen wackeligen emotionalen Zustand gleich in die nächste Paar(ungs)-Situation mit anderen begeben, und ganz bestimmt tu ich das nicht für ihn, um ihn zu halten oder sowas. (Ich hab zwar Gefühle für ihn, aber ich werde mich nicht verbiegen, um ihm zu gefallen. Aus dem Alter bin ich raus, das mach ich für niemanden mehr. Und - s.o. - ich möchte eigentlich keine weitere Beziehung jetzt.)
                                  Denn soviel ist klar - solche Mehrpersonen-Konstellationen sind mir gerade einfach emotional zu anstrengend. Ich fühl mich ausgelaugt von meiner Lebenssituation - überall werde ich nur ausgebremst, im Studium komm ich nicht voran, ich fühl mich isoliert und hab das Gefühl, ich werde immer dümmer (weil der Austausch mit den Uni-Menschen zB fehlt) - und ich finde es immer mühsamer, gegen diesen Zustand ankzukämpfen. Ob das "Gefühl" auch Realität enthält, werde ich spätestens bei der nächsten Prüfung rausfinden.

                                  Heute Nachmittag bin ich bei meiner Fotokünstler-Freundin, um weiter an der Vorbereitung für ihre Ausstellung zu arbeiten. Mal sehen, welche Erkenntnisse/Inpsiration mich dabei heimsuchen wird - hoffentlich bin ich überhaupt in der Lage, Erkenntnis und Inspiration noch wahrzunehmen, wenn sie mir ins Gesicht springt /

                                  Habt alle einen feinen Sonntag

                                  GLG, V

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                                  • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

                                    Hallo liebe Venus,

                                    für mich ist derzeit schwierig, freie Minuten zu finden, um mich ausführlich dem Kasterl zu widmen, es ist so viel anderes gerade dran. Mein Besuch, die M... die ist schuld und nun muss ich eingestehen, so, wie ausgemalt kommts nicht....da gibts viele Erkenntnisse, die wichtig sind zu wissen....
                                    Nachher, wenn sie wieder weg ist, dann wird neu über alles nachgedacht und abgewägt: stimmt meine Vorstellung mit der Realität überein...?

                                    Ich mache nichts anderes wie du: ich koste, ich schmecke, ich spüre, geh mit, mach mit, ziehe durch, wonach mir war und nachher bin ich gscheiter.

                                    Du weißt zum Beispiel: von wegen es war "mehr wie schön", was sich gezeigt hat an diesem Abend zu viert. Das war NICHT ganz nach deinem Geschmack und wenn man noch so diskutiert, es hat bei dir nicht gerade Begeisterung geweckt nach mehr, nach oft, nach: das isses, das liiiiiebe ich, das ist genau das, wonach mir ist. Dieses Unbehagen war echt, das war wahr. Beteiligt daran war die Art und Weise, wie man vorgegangen ist, wie man sich benommen hat, wie es organisiert war, wie es eben "real" war- ganz anders als in "Theorie".
                                    Ebenso: als du angesetzt hast, dich bei KF zu öffnen bezüglich V , war etwas "dir Wichtiges" nicht gegeben ( echtes Zuhören?...) daher fühltest du dich immer unbehaglicher und wenig ermutigt, weiter zu reden.

                                    So geht es mir manchmal auch mit M, meinem Besuch.

                                    Meine Meinung ist, es ist wirklich wie bei einem Schuhkauf- unsere Latschen müssen passen, die wir anprobieren. Ob das nun bei einem Gespräch ist, oder bei Lusthandlungen, oder sonst etwas, wir zeigen unsere "Füße" und die Probe beginnt....
                                    Was ist falsch daran, zu bemerken: au, der drückt, oder au, das ist peinlich, oder mha, so bequem... so wunderschön bequem...

                                    Du wirst deinen passenden Schuh hundertprozent finden, was Beruf/Karriere betrifft, du darfst halt nicht aufgeben an dich zu glauben.
                                    Natürlich stimmt, was wir immer wieder bemerken- du hast eine besondere Mitgift, was deine Eloquenz betrifft, die kombiniert mit deiner Art, die einzigartig ist, ( du tippst fließend "wunderschöne Melodien", die man gern liest, denen man gern folgt, die stimmig rüberkommen, denen man überaus gern folgt, die Interesse nach mehr wecken zB- ua...) also, mannomann, wenn du damit nicht Geld scheffeln wirst einmal, wer dann!!

                                    Und was deinen Geschmack punkto Liebe/Lust betrifft, was dein "Fuß" hier benötigt und wirklich braucht, das kommt auch noch auf. Man darf jedenfalls nicht an seinen Fersen schnippeln, das ist ein No-Go. Das würdest du machen, wenn du okay findest, wenn man von dir verlangt, sei gefällig, ob es dir nun gefällt, oder nicht.

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                                    • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

                                      Liebe Elektraa <3

                                      tut dir der Besuch deiner Freundin aber auch gut? Ich hoffe es jedenfalls sehr!

                                      Du hast schon recht, mein Unbehagen war echt, es war Ernüchterung. Ich sah KFs Lust mit der hübschen Frau, er sah haargenau so aus, wie wenn er mit mir zugange ist. Kein Unterschied. Mein Umkehrschluß: ich bin austauschbar und Mittel zum Zweck für ihn. Ob ihm das nun bewußt ist oder nicht, ist dabei egal. So fühlt es sich für mich an und das Gefühl war eine Erfahrung, die nicht auslöschbar ist. Das kann er nicht mehr richten, keine Chance.
                                      Ich denke, er ist kein böser Mensch, der mich nur ausnutzen wollte, aber er ist oberflächlich und er hat sich gedacht, da ich mich ja potenziell mit dem Mann hätte vergnügen können und wohl auch auf einige seiner Berührungen abgefahren bin. In dem Durcheinander hab ich aber gar nicht mehr immer "gewußt", wessen Hände ich jetzt spüre, und sicherlich hab ich davon manche Momente sichtbar genossen, was KF auch gesehen hat...aber das ist doch noch kein Freibrief zum Partnertausch! Mir ging das zu schnell, ich glaube, KF ist mir zu oberflächlich und zu gierig.
                                      Ich habe ihm vorgeschlagen, dass wir mal sondieren, was wir eigentlich wirklich von-/miteinander wollen. Das wird dann mein Weg nach draußen aus dieser Sache mit ihm, denn ich glaube nicht, dass ich mit ihm noch gute Erfahrungen machen kann.
                                      Solange ich an meiner Lebenssituation nicht konkret was zum für mich Positiven ändern kann, ist Sex meine Auszeit vom Alltagsstress. Kommt der Sex nur noch mit zusätzlichem Stress daher, bringt mir das nichts mehr. Dann brauche ich eine neue Quelle dafür, die nicht so trübe fließt wie diese mit KF jetzt schon nach so kurzer Zeit.

                                      Genau, die Latschen müssen passen, wenn die drücken, ist's auch egal, wie schick sie nach außen hin wirken mögen.
                                      Früher hab ich mir tatsächlich die Füße verkorkst und in unbequeme Schuhe gequetscht, weil ich die ich schön fand. Diesen Stil kann man auch auf mein Leben übertragen, ich hab immer versucht, es den "schwierigen" Menschen meiner Umgebung recht zu machen (damit die aufhören, mich so zu stressen!) Seit ca 5 Jahren bin ich komplett ohne Heels unterwegs und meinem Körper geht's besser. Nie wieder werde ich wie in meiner Jugend kilometerweit latschen und nächtelang in High Heels tanzen, bis meine Knie aufgeben und die Füße taub werden vor Schmerz. Für nichts und niemanden. (Mal zum Posieren würd ich sie aus Spaß noch tragen, aber das war es dann auch ;o)) Seitdem hab ich auch beschlossen, ich werde mich nie wieder so heftig verbiegen im Verhältnis zu anderen Menschen, sei es nun Liebesbeziehung oder ein Arbeitsverhältnis.
                                      Ich hänge nicht aus tiefstem Herzen an KF. (Das wäre auch etwas seltsam nach so kurzer Zeit...) Das ist Teil der Übung bei diesen Sexkontakten:Gefühle sind ok, einander freundlich/freundschaftlich zugetan sein ist erwünscht, aber mehr will und brauche ich nicht.
                                      Er ist austauschbar und war Mittel zum Zweck.... oh... huch! ;o)

                                      Guten Wochenstart und GLG

                                      V


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                                      • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

                                        Das kann er nicht mehr richten, keine Chance.
                                        Genau das habe ich gemeint, dass bei solchen Vorkommnissen etwas dauerhaft kaputt geht, was man mit Rationalität nicht mehr kitten kann, weils zu tief sitzt.

                                        Du kannst dir sagen, das ist sein Aussehen wenns sexuell wird, beim Zwischenmenschlichen, bei dem was ihm ein Mensch wirklich bedeutet ist es anders, da spielt der Ausdruck bei "Geilheit" keine besondere Rolle, ist nur ein Trieb der sich widerspiegelt.
                                        Nur, der Ort an dem die Verletzung sitzt, da wo das Vertrauen enttäuscht wurde, wird das nicht ankommen, egal wie wohlwollend du damit umzugehen versuchst.
                                        Zumindest ist das meine Erfahrung.

                                        Wünsche euch einen schönen Tag.

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                                        • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

                                          Liebe Tired,

                                          genau so empfinde ich das auch. Es ist ein bißchen schade. Aber kein Drama, immerhin. Im Gegensatz zu dem emotionalen Debakel mit A. werde ich mit der Trennung von KF relativ souverän umgehen können. (Nach 1.5 Monaten wäre alles andere auch recht seltsam.)

                                          Und ich hab gerade meinen Prüfungsantrag für diese mündliche Prüfung zurückgezogen, mit Begründung und Bitte um Rücksprache mit dem Prof. Nicht, dass ich nicht vorher auf die Sprechstunde gekommen wäre, aber er ist notorisch schwer erreichbar und ich hatte mich schon dran gewöhnt, dass man mit ihm keinen Termin bekommt. Aber egal - ich brauche einen! 10 Minuten Gesprächszeit wird er ja wohl mal einrichten können.
                                          Ich bin gerade an einem Punkt in meinem Studium, wo sich entscheidet, ob mein Durchschnitt ausreicht für eine akademische Karriere oder eben nicht. Da gehe ich jetzt kein Risiko mehr ein - lieber häng ich ein Semester dran als meinen Schnitt zu versauen. Ich erlebe gerade in Bezug auf das Studium meine persönliche Corona-Krise und muss sehen, dass ich die erfolgreich meistere.
                                          Drückt mir gerne die Daumen oder schickt mir ein paar gute Wünsche, wenn ihr könnt/mögt!

                                          Alles Liebe
                                          V

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                                          • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

                                            Liebe Elektraa <3

                                            tut dir der Besuch deiner Freundin aber auch gut? Ich hoffe es jedenfalls sehr!



                                            Im Moment sitzt sie bei vollem Sonnenschein mit Strickzeug vertieft zwischen den üppig blühenden Balkonblumen auf der Terrasse vorm Wohnzimmer, leicht beschattet vom Bäumchen, das ich selbst aufgezogen habe und das maisgelbe Keramikobjekt vor ihr auf dem großen Tisch passt perfekt zum großen Marktschirm, den ich voriges Monat erstanden hab....wie ein Zeitschriftmotiv, so schauts grad aus, wenn ich aus der Tür schau. Sogar Vogelbesuch gibts, also selbst die Geräuschkulisse ist perfekt zum Anblick passend gerade.

                                            Venussi, wir sind in der Kennenlernphase, wir haben uns schon mal etwas mehr anschnuppern können, sie ist die Freundin meiner Schwestern, kam zum Wandern, nicht wegen mir. Es tut gut, mit ihr zu plaudern, sie ist tolerant, offen, freundlich und aber auch zugleich zurückhaltend. Für "intime Bekenntnisse", miteinander Gaude haben, verspielt kichern und/oder gemeinsam Macheln und Werkeln geht es sich ( noch?) nicht aus, weil der Schwerpunkt auf Wandern liegt, mindestens vier, fünf, sechs Stunden täglich. Das war so anstrengend...ich bin platt....aber gut platt, zufrieden platt.


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                                            • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

                                              Holla die Waldfee liebe Elektraa, 4-6 h Wandern täglich würde auch mich platt machen, noch dazu in Euren Bergen!
                                              Übernimm dich nicht und genieß die Zeit mit deiner Gästin, soweit es geht. Immerhin bist du inspiriert von ihrem Anblick in deinem Garten )
                                              GLG, V

                                              PS: Habe gerade mit KF telefoniert und ihm mein "Problem" geschildert. Er will sich nun Gedanken machen und später zurückmelden. Offenbar will er noch nicht direkt sofort alles abschließen. Ich dagegen - tendiere doch sehr dazu. Na, mal abwarten, was er von sich gibt und mal sehen, wie ich mich bis dahin fühle.
                                              Dieses üble Magendrücken, was ich in dem Moment hatte, wo ich ihn so lustverloren mit ihr sah, das hat mir auch den Weg gewiesen in Sachen Studium - mir ist klar geworden, dass ich genau das gleiche Gefühl in stark abgeminderter Form auch in Bezug auf mein Thesenpapier für diese mündliche Prüfung hatte. Ein fieses Unbehagen, das sich nicht recht abschütteln ließ. Irgendwie sollte ich KF also dankbar sein, dass er das angetriggert hat, denn es hat mir mehr Impulse gegeben, als er hätte ahnen können, und mich angeregt, mehr auf mich und meine "Intuition" zu achten.

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                                              • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

                                                ....irgendwie ist das Warten auf KFs "Gedanken" auch schon wieder so niederdrückend. Irgendwie fühlt sich mein ganzer Körper traurig an (und natürlich sehe ich auch so aus). Ich verstehe mich selber nicht - ich dachte, eine Trennung würde mir befreiend vorkommen, aber irgendwie macht mir der Gedanke daran einfach nur sehr sehr traurig.
                                                Heute wird er sich wohl nicht mehr zurückmelden, der Tag ist ja schon fast vorbei. Ich denke, das ist ein Zeichen dafür, dass er der Trennung zustimmen wird.

                                                Alle für mich wichtigen Rückmeldungen werde ich also wohl erst morgen bekommen.

                                                Ich wünsch euch nen schönen Restabend und eine gute Nacht.

                                                GLG, V

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                                                • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

                                                  Na, dann drücke ich dir mal generell die Daumen, nicht nur im Bezug auf den Prof.
                                                  Apropos Prof, vielleicht ist der ja der Hammer und ein Thor unter den göttlichen Toren.

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                                                  • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

                                                    ....irgendwie ist das Warten auf KFs "Gedanken" auch schon wieder so niederdrückend. Irgendwie fühlt sich mein ganzer Körper traurig an (und natürlich sehe ich auch so aus). Ich verstehe mich selber nicht - ich dachte, eine Trennung würde mir befreiend vorkommen, aber irgendwie macht mir der Gedanke daran einfach nur sehr sehr traurig.
                                                    Heute wird er sich wohl nicht mehr zurückmelden, der Tag ist ja schon fast vorbei. Ich denke, das ist ein Zeichen dafür, dass er der Trennung zustimmen wird.

                                                    Alle für mich wichtigen Rückmeldungen werde ich also wohl erst morgen bekommen.

                                                    Ich wünsch euch nen schönen Restabend und eine gute Nacht.

                                                    GLG, V
                                                    Achte einmal darauf, was so einer "Traurigkeit" vorausgeht, Venus. Deine Selbstgespräche sind schuld, wegen denen geht es dir so. ( ich mach Ende, es ist aus, zu mach ich, ich dreh (ihm) das Licht ab, ich mach meine Vorhänge dicht...so etwa sinnierste, und dann folgen Bähhgefühle.

                                                    Immer diese blöde Ernsthaftigkeit, die mach mal weg, die klammere mal aus. Schnipp mit dem Finger und steig auf einszweidrei aus - bei was biste grad? Wickle dir einen Pinkfarbenen Schal um die Hüften, klipse dir verrückte Ohrringe an und mal deine Lippen aus, dann gehts dir wieder andersrum.


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