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Trotz 2J Therapie und ausschleichen v. Citalopram wieder Einbruch - Depression?

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  • Re: Trotz 2J Therapie und ausschleichen v. Citalopram wieder Einbruch - Depression?

    Ich glaube wir haben da ein grundsätzliches Problem, mit dem wie wir ticke und dem Wesen der Depression, das kollidiert miteinander blockiert die Maßnahmen und Heilung.

    Wir nehmen als erstes wahr was wir denken, Depressionen betreffen die Gefühle, das nehmen wir erst wahr wenn die Denke am Ende ihres Lateins ist und die Depression nicht mehr überdecken kann.

    Die Depression betrifft die Gefühle, sie ist zu beeinflussen durch Gefühle, auch das körperliche Empfinden, aber nicht durch rationale Gedankengänge wie: Ok, es ist eine Depression, ich weiß dass ich nicht traurig sein muss, keine Angst haben muss, also muss es auch besser werden, punkt"!
    Das hilft aber nicht weil diese Gedanken und andere entsprechende Gedanken nicht die Gefühlswelt beeinflussen, das geht nur wenn man seine Gefühlswelt beeinflusst und was da hilft findet man nur heraus wenn man Zugang zu diesen Gefühlen bekommt und das ist als Kopfmensch sehr schwer, viele setzen dies mit Hokuspokus und Alternativmethoden zur eigentlichen Behandlung die es (rational) geben muss, gleich weil dieser Zugang verborgen bleibt.
    Da können Tabletten das einzige sein was erst einmal hilft.

    Depressionen haben eine physische Ursache, den Hirnstoffwechsel der gestört ist, dagegen gibt es einmal die Tabletten, dann Maßnahmen wie Sport, Entspannungstechniken, was schon viel bringen kann, die Maßnahme Umdenken erfordert aber wieder einen Zugang zu den Gefühlen und bleibt dementsprechend erst einmal nicht umsetzbar.

    Depressionen haben genetische Ursachen, auch da helfen die oben genannten Maßnahmen, die Effektivste dürfte in diesem Fall der Zugang zu den Gefühlen sein damit man besser auf sich achtet, da die Genetik sich nicht verändert und man nur durch einen veränderten Umgang mit sich selber weiter kommt.

    Depressionen haben Ursachen die rein die Gefühlswelt betreffen, schlimme Erfahrungen, Überforderung, Verzweiflung........
    Auch da kann nur ein anderer Umgang mit sich, dem Erlebten und eben den Gefühlen auf die man eingehen muss helfen, ein Teil ist Aufarbeitung die aber auch nicht ohne den Zugang zu den Gefühlen und dem was sie auslöst funktioniert was noch wichtiger ist als die Ursachen und Trigger.

    Also meist ein Mischmasch aus allem, Selbsthilfemaßnahmen helfen meiner Meinung nach zum Teil, weil sie immer Einfluss auf den Hirn Stoffwechsel haben und damit auch auf die Stimmung, sie müssen aber kontinuierlich ausgeübt werden (ohne übertreiben), sonst verebbt die Wirkung und das Problem wird dadurch auch nicht auf Dauer gelöst.

    Medikamente helfen wenn man ansonsten auf der Stelle tritt, sie helfen auch wenn man keinen Zugang zu den Gefühlen und dem Umgang damit hat, wenn sie wirken dann können sie die Therapie und Selbsthilfe erleichtern, dabei helfen einen Zugang zu finden.
    Findet man den nicht, helfen sie zum Glück trotzdem, mit etwas Glück ist dann nach der Depressionsphase das Thema erledigt weil sich die Ursachen einfach so verflüchtigt haben, mit Pech nicht und man muss immer wieder darauf zurückgreifen, dennoch helfen die Medis so oder so und da ist die Einnahme das kleinere Übel.

    Das Angehen der Gefühlslage ist das was auf Dauer Einfluss hat und Medikamente reduzieren oder gar unnötig machen können. man kann sie dann nach einigen Monaten oder ein, bis zwei Jahren wieder absetzen.
    Das ist der (unangenehme) Punkt wo die Therapie einsetzt, dabei zu helfen den Blick auf sich selber und das innere zu schärfen und die Mechanismen außerhalb der rationalen Logik zu verstehen, oft eine langwierige Sache für Kopfmenschen, aber am Ende das was am nachhaltigste wirkt da man dadurch lernt zu vermeiden, oder anders zu betrachten, was einen krank mach und das sind die Gefühle die Begebenheiten in einem auslösen.
    Es sind nicht die Begebenheiten selber, sondern unser Umgang damit und unsere Einstellung dazu.

    Da muss man an einen Punkt der Therapie kommen, den der Großteil der Welt und meist auch wir selber, als Schwäche ansehen.
    Gefühle die unser Befinden beeinflussen sind schwach, wir müssen die Gefühle beeinflussen und wer das nicht einfach so kann, mit dem Kopf über der Seele zu stehen der ist schwach, wer du dazu Hilfsmittel wie Therapien und Medikamente braucht der ist sowieso der Schwächste.
    Ein krasses Negativbild was die Gesellschaft und auch wir selber den psychischen Erkrankungen gegenüber haben, meist ist der Betroffener der Versager weil er das nicht einfach ändern kann, auch vor uns selber sind wir selber die Versager wenn unser Geist zu schwach ist und die Tablette her muss.

    Nur, das ist gar nicht das Wesen der Psyche und Depression, dass man dies mit klarem Denken und Willenskraft (Stärke) überwindet, das sind zwei unterschiedliche Ebenen und die Denke erreicht weder die Ebene der Psyche, noch begibt sich die Psyche auf die Ebene der Denke, das zu versuchen und daran festzuhalten ist also kontraproduktiv und macht einfach wieder nur depressiv.

    Vielleicht einfach von der Vorstellung verabschieden dass man auf rationaler Ebene und durch Willenskraft etwas verändern kann, das geht eher über das Verstehen der Mechanismen und die Gefühle, ein Umdenken und Verändern der Einstellung zu der eigenen Erkrankung.
    Willenskraft, Durchhaltevermögen und Mut sind nicht die Attribute mit denen wir Depressionen besiegen können, es sind viel mehr die Attribute die wir brauchen um uns den eigenen Gefühlen und den Veränderungen zu stellen, diese durchzuhalten und mit dritten darüber zu reden.
    Wir setzen unsere "Waffen" falsch ein, wir setzen sie ein um Stärke zu zeigen und die Seele weiter ruhig zu halten, anstatt sie einzusetzen um die Seele laut werden zu lassen, ihr zuzuhören und sie spüren zu lernen, dazu reicht unser Mut oftmals nicht aus weil wird uns dann in unsere vermeintlich schwächsten Schwächen hineinbegeben müssen um sie zu verstehen und somit erst lernen zu können was diese Schwächen brachen um wieder stark werden zu können.

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    • Re: Trotz 2J Therapie und ausschleichen v. Citalopram wieder Einbruch - Depression?

      Ja, ich vermisse Elektraa auch, leider hat sie ihre PN auch nicht aktiviert, von daher bleibt nur abzuwarten und die Software lässt es anscheinend auch nicht mehr zu mit @ eine Benachrichtigung zu aktivieren.

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      • Re: Trotz 2J Therapie und ausschleichen v. Citalopram wieder Einbruch - Depression?

        Ah, beim Absenden scheint es doch zu funktionieren, mit der Benachrichtigung.

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        • Re: Trotz 2J Therapie und ausschleichen v. Citalopram wieder Einbruch - Depression?

          Mahlzeit!

          Tired das war schon sehr fachlich tiefgreifend. DANKE ich werde mir das bestimmt 2-3 durchlesen und dann bekommst eine Antwort.

          Hatte gestern einen Termin bei meiner Psychiaterin. Deutet alles auf ein Burnout hin. Morgen erhöhe ich die Dosis auf 10mg. Gestern bin ich bereits um 21.00 Uhr eingeschlafen und dadurch leider um 03.00 Uhr munter geworden, weil ich aufs WC musste. Dannach leider kein Schlaf mehr höchstens kurz weggenickt. Wenn ich munter werde habe ich noch immer dieses brennen und Kribbeln in den Unterarmen.

          Ärztin sagt, dass kommt vom Vegetativen Nervensystem.Ich hoffe dass sich das bald einpendeln und ich wieder auf meine 7-8 Stunden Schlaf komme von 23- 07.00 Uhr. Dieses Stressreaktionen beim Aufwachen sind nicht lustig.

          Ich nehme nichts zum schlafen ein und im Prinzip habe ich ja 6 Stunden durchgeschlafen und fühle ich heute auch nicht müde oder habe einen Hangover. Heute gehe ich erst gegen Mitternacht Schlafen und dann sollte ich wenn alles klappt dann zw. 6 oder 7 Uhr munter werden.

          Blöd ist halt einfach wennst (ich hoffe es war einen Ausnahme) dann nicht weißt was mit der Zeit anfangen sollst weilst ja putzmunter bists mitten in der Nacht.

          Ich mache MBSR, muss aber gestehen dass ich das noch viel öfters und regelmäßig machen sollte.
          Gestern ja Termin bei der Psychiaterin. Wir kennen uns ja bereits sehr gut. Es ist eher wieder eine Überforderung im Sinne einer Erschöpfungsdepression mit somatoformen Störungen. Psychosomatische Reha habe ich in den Antrag in der Tasche und geht Heute an die zuständige Versicherung.

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          • Re: Trotz 2J Therapie und ausschleichen v. Citalopram wieder Einbruch - Depression?

            6 Stunden Schlaf sind zu wenig in Deiner jetzigen Verfassung!

            Und ja, ich kenne diese Ein- und Durchschlafprobleme auch.

            Folgende Anregungen:
            1. Der gesündeste Schlaf soll der zwischen 22 und 2 Uhr sein. Kann ich aus meinen Erfahrungen grds. bestätigen, daß ich morgens erholter fühle, wenn ich schon um neun oder zehn im Bett gelegen habe als erst um elf oder zwölf - geschweige denn später. Also guck, daß Du möglichst bei zehn Uhr bleibst. Wenn Du dann erst ein oder zwei Stunden später einschläfst, ist das nicht schlimm - Dein Körper und Deine Psyche erholen sich trotzdem schon und werden nicht stattdessen mit anderem Input zugedröhnt.

            2. Iß unmittelbar vor dem Zubettgehen noch nen Zwieback, ein Knäcke, ganz dünn nur Butter drauf, und mach Dir dazu ein halbes Glas Milch warm. Geht sicher auch Kakao oder Tee. Sorgt für wohlige Wärme, und die leichte Verdauungstätigkeit fördert die Schläfrigkeit. Hilft bei mir auch wunderbar mitten in der Nacht um zwei oder drei, wenn ich mich nach nem Toilettengang ebenfalls ne halbe Stunde lang blöd im Bett rumgewälzt habe: Aufgestanden, Zwieback/Knäcke genommen, Milch in die Mikrowelle, gemütlich getrunken, zurück ins Bett, zehn Minuten später tiefer Schlaf

            3. Als ich damit auch schlimmer zu schaffen hatte, hab ich ne halbe Stunde vor dem Einschlafen Baldriparan genommen. Meine Frau schwört seit ein paar Monaten auf Hanfkapseln. Also guck mal, daß Du Dir sowas in der Form besorgst, das hilft.

            4. Weiterhin kann ich Dir zum Einschlafen dann gezielte Einschlaf-Meditationen empfehlen, wie z.B. Tiefenentspannung und guter Schlaf von Werner Eberwein. In der richtigen Lautstärke macht Dich das garantiert schläfrig Gibt auch noch ein paar andere. Hilft mir auf jeden Fall sehr, spätestens beim zweiten Durchlauf bin ich idR weg.


            Mit 2. und 4. haste dann auch die Frage geklärt, was Du mitten in der Nacht sinnvollerweise machen kannst

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            • Re: Trotz 2J Therapie und ausschleichen v. Citalopram wieder Einbruch - Depression?

              alex_77

              Danke dir! Ja ich muss das ausprobieren. Normalerweise bin ich einer, der erst gegen Mitternacht ins Bett geht und 6-7 Stunden waren/sind für mich normal, aber im Moment würde ich mir den Ar... aufreuen, wenn ich 8 Stunden schaffe.

              Ich hatte das nie solche solche Störungen, aber wenn man älter wird kanns schon mal vorkommen.

              Im Moment versuche und bleibe ich bei 1x Benzo während dem Einschleichen. Morgen oder Übermorgen geht's dann hoch auf 10mg des AD.

              Im Moment ist logischerweise ja noch nix zu spüren, ich würd mich freuen, wenn ich nicht 20mg benötige und auch die 10mg mich mit blöden Nebenwirkungen verschonen.

              Was sagt den Ihr. Ich hatte ja Citalopram seit 2008 immer wieder genommen und keine Probleme mit der QT-Zeitverlängerung gehabt. Sollte ich trotzdem die Tage es mal überprüfen lassen.

              Belastungs-EKG hatte ich 2020 letztes mal, letztes Jahr kam ich dann durch den Tod von Mama nicht mehr dazu???

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              • Re: Trotz 2J Therapie und ausschleichen v. Citalopram wieder Einbruch - Depression?

                Wie fühle ich mich sonst??

                Wenn alles wieder in Ordnung wäre, wärs mir schon recht, kann man es mir verdenken?

                Ich weiß wie es ist wieder in seiner Mitte zu stehen und dennoch ist es so unglaublich schwer dieses Gefühl der Unbekümmertheit, Lockerheit, Unbeschwertheit auch annähernd zu fühlen.

                Vielleicht gehe ich diese Woche bereits in den selbstauferlegten Krankenstand für zumindest bis ende kommende Woche.

                Der größte Brocken ist einfach die Arbeit und wird es immer gewesen sein. Aktuell ist das Firmenkonto vom Rahmen her noch mit 70.000 Euro im Minus. 45.000 Euro Umsatz wird jetzt noch bis Anfang Juni eingehen. Wenn nichts mehr dazukommt bin ich dann mit Juni inkl. monatl. Fixkosten auf 35.000 Euro Minus. Der Firmenförderkredit ist bei 23.000 Euro.

                2.Variante wäre den Förderkredit auf zumindest 50.000 Euro aufzustocken und somit knapp im Minus zu sein inkl. vorhandenen Überziehungsrahmen. Weil wenn ich auf Reha gehe, dann soll sich das ganze schon auszahlen und kein finanziellen Sorgen im Hinterkopf sein.


                Ich wünsche mit, dass ich halbwegs rasch gesund werde um die vorgenommenen Änderungen in meiner Arbeit vornehmen zu können..

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                • Re: Trotz 2J Therapie und ausschleichen v. Citalopram wieder Einbruch - Depression?

                  Ich möchte auf jeden Fall das Einschleichen des Antidepressivum besser und entspannter angehen als sonst. Auch dannach will ich nicht mehr in alte Fahrwasser reinkommen.

                  Was hat euch den beim Einschleichen der Tabletten gut getan. Mit was vor allem, tut man sich dem Körper und vor allem der Seele am meisten Gutes.

                  Lg

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                  • Re: Trotz 2J Therapie und ausschleichen v. Citalopram wieder Einbruch - Depression?

                    Ich glaube früher hatte mir am meisten geholfen dass ich mir rein gar keinen Kopf ums Medi gemacht habe, habs genommen wie verschrieben und ansonsten ignoriert, einzig wenn eine sehr lästige NW auftauche kümmerte ich mich gedanklich drum.

                    Heute ist das ein bisschen anders, nicht mehr so unbeschwert und schon gar nicht mehr so vertrauensvoll die Wirkung betreffend.
                    Wenn die NW dem nicht entgegenstehen, dann gehe ich viel mit dem Hund raus und versuche die Natur bewusst wahrzunehmen, schwimmen hilft auch, oder einfach mal nichts machen außer Musik hören, mal TV schauen, ins Forum gucken, oder Gedächtnistraining, solche Dinge u.ä. lenkt die Gedanken etwas ab wenn die Energie für nichts weiter ausreicht.

                    Aber am Besten ist man echt dran, wenn man in der Lage ist einfach nicht drüber nachzudenken.

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                    • Re: Trotz 2J Therapie und ausschleichen v. Citalopram wieder Einbruch - Depression?

                      Morgen, allgemein stell ich fest, ist im Onmedaforum aber nicht mehr viel los, gibt es andere Psyforums neue???

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                      • Re: Trotz 2J Therapie und ausschleichen v. Citalopram wieder Einbruch - Depression?

                        Gibt halt keine Experten mehr, das macht für die Frequentierung viel aus.

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                        • Re: Trotz 2J Therapie und ausschleichen v. Citalopram wieder Einbruch - Depression?

                          Warum? Was hat sich verändert?

                          Kommentar


                          • Re: Trotz 2J Therapie und ausschleichen v. Citalopram wieder Einbruch - Depression?

                            Warum? Was hat sich verändert?

                            Kommentar


                            • Re: Trotz 2J Therapie und ausschleichen v. Citalopram wieder Einbruch - Depression?

                              Warum? Was hat sich verändert?
                              Im Forum?

                              Ich denke mal dass viele User mehrere Accounts hatten und viele Fakethreads eröffneten, auch um vom Experten wahrgenommen zu werden, nun ist der weg und schwupps gibt es zeitgleich kaum noch neue Beiträge, auch kaum neue User und dem kläglichen Rest wird es langweilig.

                              Kommentar


                              • Re: Trotz 2J Therapie und ausschleichen v. Citalopram wieder Einbruch - Depression?


                                Im Forum?

                                Ich denke mal dass viele User mehrere Accounts hatten und viele Fakethreads eröffneten, auch um vom Experten wahrgenommen zu werden, nun ist der weg und schwupps gibt es zeitgleich kaum noch neue Beiträge, auch kaum neue User und dem kläglichen Rest wird es langweilig.
                                Ja mich wundert dass, weil onmeda doch viele Gesundheitsbereiche abdeckt. Ich kenne noch psychix.de welches ein Formum hat und auch med1.de wurde letztes Jahr eingestellt.

                                Gibt es neue Gesundheitsforen?

                                Kommentar


                                • Re: Trotz 2J Therapie und ausschleichen v. Citalopram wieder Einbruch - Depression?

                                  Ich kenne ansonsten noch "Deutsches Medizin Forum", " und "Lifeline", sind wohl die einzigen die noch eine größere Bandbreite an Themen abdecken und auch Leute haben die Fragen beantworten und "Patientenfragen.net", da weiß ich aber nicht wie das organisiert ist, also in welcher Form das betreut wird.

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                                  • Re: Trotz 2J Therapie und ausschleichen v. Citalopram wieder Einbruch - Depression?

                                    Hi, ich bin hier, heute mal wieder reingelesen, überhaps..stevie, alexilein, tiredi, meine lieben Leut

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                                    • Re: Trotz 2J Therapie und ausschleichen v. Citalopram wieder Einbruch - Depression?

                                      So wie es aussieht, hänge ich gerade auch gewaltig durch. Vielleicht ist das ansteckend, es ist nicht machbar, mich diesem Srom zu entziehen, der da gerade strömt. Wie wenn eine dicke Bedrohung in der Luft hängt, man kann die leiblich spüren. Ich schweige, weil ich unfähig bin, normal zu plaudern, ich vermeide Treffs, weil ich mich nicht unterhalten kann und wenn ich in den Spiegel schaue, dann schrecke ich mich, ich schau so traurig aus, so leer. Zugleich aber nehme ich mir furchtbar viel vor, was ich dann eh meist nicht einmal ansatzweise regle oder schaffe.
                                      Klar ist das eine Depression, ein Burnout, was sonst? Die ganze Welt hängt da mit drin!Mich wundern diese "Geräusche" aus meinem Innern nicht, das ist für mich nicht machbar, jetzt fröhlich zu sein.
                                      Ich nehme aber nichts, wegen dem, ich geh da mit und zieh halt den Kopf ein. Apropos Kopf einziehen- mir war vor ein paar Tagen, wie wenn ich diesen nicht mehr halten könnte auf meinem Genick, das ja mal gebrochen war und falsch zusammengewachsen ist, nur mehr dünnen Halt hat, verschobene Bruchstelle, liegt nicht richtig auf. Mir war, als obs jetzt bricht wieder, verbunden mit extremen Schmerzen. Nach einem Tag war es, als ob ich nie was gehabt hätte, wie weggeblasen. Bin in den eiskalten Pool gestiegen im Garten vom Freund, hab mir eine Salbe aufgetragen und mir die Hände vom Freund aufgelegt, mit der Einbildung, die entspannen diesen Knoten, lösen den wieder auf, das hat geholfen. Bei Krämpfen mach ich auch so, ich lege eine Fingerspitze auf und lass vom Finger ausgehend "Ruhe" einströmen, komisch, hilft immer sofort.
                                      Ich mache jetzt nichts gegen diesen Niederdruck, ich geh mit dem mit, ich liefere mich diesem aus, das hilft mir mehr, als wenn ich das übertauche und wegleugne. Das ist jetzt dran. Energiesparmodus total. Rückzug komplett.. einerseits, andererseits halte ich meinem Umfeld die Maske hin, die sie sehen müssen, damit sie mich nicht stören, nicht in mich bohren, mich in Ruhe lassen. Ich will nicht, dass ich missdeutet werde, dass ich etwa auf wen sauer bin, weil ich nicht "fröhlich winke". Also lass ich mich fröhlich winken und man ist beruhigt und geht seines Weges, geht der Sache nicht weiter nach, alles okay..
                                      Nichts ist okay, aber auch das ist okay. Derzeit. Dann kommts wieder anders.

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                                      • Re: Trotz 2J Therapie und ausschleichen v. Citalopram wieder Einbruch - Depression?

                                        Guten Morgen meine Lieben..

                                        mir kommt vor, das ist eine Ebene, auf die man sich begibt, wenn man so durch ist, so unten durch ist. ( im wahrsten Sinn des Wortes). Da ist es eben so. Da spürt man so, da sieht man dies alles, was man sieht, da gehts anders zu, als auf der anderen Ebene des Seins. Ist das nicht ähnlich wie eine Verwandlung, ich bin das jetzt und von diesen Zustand aus setze ich mein Leben fort, nicht mehr als Tausendsassa, der fröhlich Witze erzählt, sondern als bettelarmer Greis, der sich durch die engen Gänge schleppt. Dieser bin ich derzeit und nachher gehts wieder anders weiter, wenn das "Kleid" gewechselt ist, wenn die Verwandlung zu einer anderen Gestalt wieder vollzogen ist. Diese andere Gestalt habe ich trotzdem noch in meinem Schrank. Es kann sein, dass man in solche Zustände kommt, wenn man friert, wie ein Aggregatszustand vom Wasser und daher kommt mir logisch vor, wenn man Frostschutzmittel einwirft, um das zu verhindern, wie zB. Medizin. Das wird EINE Methode sein, um wieder ins Fließen zu kommen können. Ich verlass mich drauf, dass sich das bei mir von selbst wieder ändert, wie bisher immer, wenn mich das gepackt hat.
                                        Jetzt, wo ich so beinander bin, da bewegt sich nichts um mich herum. Ist auch nicht schlecht, muss ich zugeben. Das wäre es, wenn das immer so wäre. Einmal rauf, dann wieder runter, ist das bei euch nicht auch so? Was ist da krank dran? Man ist auch nicht vierundzwanzig Stunden am Tag am wachsein. Wieso gibts diese Zustände? Die müssen doch ihren Sinn haben, wie auch Müdigkeit Sinn hat. Man würde doch ausrasten, wenn man immer komplett munter wäre und in Vollbetrieb. Etwas in mir drängt nach diesem Vollbetrieb, etwas sagt aber: nein, das lassen wir jetzt mal, jetzt wird abgeschaltet, alles Ruhend gestellt und zugedeckt. Betriebsurlaub, Krankenstand. So reagiere ich, wenn mir etwas zuviel wird.

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                                        • Re: Trotz 2J Therapie und ausschleichen v. Citalopram wieder Einbruch - Depression?

                                          Hallo Freunde, alle wieder da, das freut mich Elektraa .

                                          Wir leben in spannenden Zeiten, da ist es nicht verwunderlich, wenn man einmal scheiss drauf ist bzw. Depressiv ist.

                                          Der April bei uns im Norden von Ö war außer grauslich kalt und grau dann nur noch trüb.

                                          Ich bin jetzt den 3 Tag auf 10mg Citalopram. Dass es mir so rasch dementsprechend besser geht hätte ich auch nicht geglaibt, aber ganz traue ich dem Frieden noch nicht.

                                          Gut ich nehme pro Tag am Morgen noch 1.5mg Bromazepam seit 29.04.2022. Kommende Woche Montag oder Dienstag werde ich auf 0.75mg runtergehen und 4-5 Tage später dann auf 0.36mg wieder für 4 Tage und dann sollte ich soweit mit mit dem Citalopram alleine weiter kommen.

                                          Vor 5 Jahren hatte ich viel mehr mit den Nebenwirkungen zu kämpfen. Gut jetzt begann ich mit 5mg und dann 10mg. 2017 stieg ich mit 10mg ein und 3 Tage später dann auf 20mg. Da ging dann ohne Benzo nichts mehr.

                                          Was ich seit der Steigerung auf 10mg merke ist, dass ich müder bin, speziell am Nachmittag. Kann aber auch an den Wetterschwankungen liegen. Übelkeit habe ich keine.

                                          Der Schlaf funktioniert auch wieder gut. Ich gehe zwar gegen 04.00 Uhr aufs WC, schlafe dann aber wieder ein.

                                          Auch die DPDR wurde um einiges besser und auch die Anspannung und fallweise Unruhe.

                                          Nur verspannt bin ich im Brustwirbelbereich wieder, schlief aber auch in den letzten Tagen in verschiedenen Betten und saß halt wieder viel vorm PC.

                                          Die weinerliche Emotion ist auch weg, nur da weiß ich nicht ob das jetzt so gut ist gerade was die Trauer zu meiner Mama betrifft. War gestern am Grab und da spürte ich schon sehr die Emotionen.

                                          Die weinerlichkeit bezog sich ja eher auf mein eigenes Befinden allgemein. Na schau ma mal.

                                          Bin jetzt seit 8 Tagen wieder auf AD.

                                          LG

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                                          • Re: Trotz 2J Therapie und ausschleichen v. Citalopram wieder Einbruch - Depression?

                                            Hallo Freunde, alle wieder da, das freut mich Elektraa .

                                            Wir leben in spannenden Zeiten, da ist es nicht verwunderlich, wenn man einmal scheiss drauf ist bzw. Depressiv ist.

                                            Der April bei uns im Norden von Ö war außer grauslich kalt und grau dann nur noch trüb.

                                            Ich bin jetzt den 3 Tag auf 10mg Citalopram. Dass es mir so rasch dementsprechend besser geht hätte ich auch nicht geglaibt, aber ganz traue ich dem Frieden noch nicht.

                                            Gut ich nehme pro Tag am Morgen noch 1.5mg Bromazepam seit 29.04.2022. Kommende Woche Montag oder Dienstag werde ich auf 0.75mg runtergehen und 4-5 Tage später dann auf 0.36mg wieder für 4 Tage und dann sollte ich soweit mit mit dem Citalopram alleine weiter kommen.

                                            Vor 5 Jahren hatte ich viel mehr mit den Nebenwirkungen zu kämpfen. Gut jetzt begann ich mit 5mg und dann 10mg. 2017 stieg ich mit 10mg ein und 3 Tage später dann auf 20mg. Da ging dann ohne Benzo nichts mehr.

                                            Was ich seit der Steigerung auf 10mg merke ist, dass ich müder bin, speziell am Nachmittag. Kann aber auch an den Wetterschwankungen liegen. Übelkeit habe ich keine.

                                            Der Schlaf funktioniert auch wieder gut. Ich gehe zwar gegen 04.00 Uhr aufs WC, schlafe dann aber wieder ein.

                                            Auch die DPDR wurde um einiges besser und auch die Anspannung und fallweise Unruhe.

                                            Nur verspannt bin ich im Brustwirbelbereich wieder, schlief aber auch in den letzten Tagen in verschiedenen Betten und saß halt wieder viel vorm PC.

                                            Die weinerliche Emotion ist auch weg, nur da weiß ich nicht ob das jetzt so gut ist gerade was die Trauer zu meiner Mama betrifft. War gestern am Grab und da spürte ich schon sehr die Emotionen.

                                            Die weinerlichkeit bezog sich ja eher auf mein eigenes Befinden allgemein. Na schau ma mal.

                                            Bin jetzt seit 8 Tagen wieder auf AD.

                                            LG

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                                            • Re: Trotz 2J Therapie und ausschleichen v. Citalopram wieder Einbruch - Depression?

                                              Gute Besserung Elektraa, lass dich nicht unterkriegen.

                                              Naturefreak, ich denke es könnte auch gut sein dass die weinerliche Stimmung nachlässt, so kannst du dich objektiver mit allem auseinandersetzen.
                                              Die Tabletten sollen dich ja nicht emotionslos machen, sondern auf ein normales Level bringen und ich denke ein normales Level ist genau das was hilft, bei allem, eben weils der Normalzustand ist und nicht weinerlich, oder sonst wie anders als normal.

                                              Soweit ich weiß sedieren die Cita auch, ich selber hatte da nie groß was von gemerkt, ist wohl so dass es den Schlaf verbessert und ruhiger macht ohne dass man es bewusst mitbekommt so wie z.B. bei Mirtazapin, wo man dann zwar recht gut schläft, aber durchaus den ganzen Tag Spaß mit einer unangenehmen Müdigkeit haben kann.

                                              Ich drück die Daumen, dass es sich weiterhin bessert.

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                                              • Re: Trotz 2J Therapie und ausschleichen v. Citalopram wieder Einbruch - Depression?

                                                Ich bin geschockt. Ich widme dir hunderte Stunden meiner Tage und tröste dich, verwöhne dich mit Zusprüchen, Durchhalteparolen, schick all meine Energie in deine Richtung und nachher, wenn es mir einmal trostlos geht, dann bist du nicht eine halbe Minute mit meiner Sache beschäftigt, lenkst sofort auf deine um, als ob nur du wichtig wärst. Ignorant.

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                                                • Re: Trotz 2J Therapie und ausschleichen v. Citalopram wieder Einbruch - Depression?

                                                  Ich bin geschockt. Ich widme dir hunderte Stunden meiner Tage und tröste dich, verwöhne dich mit Zusprüchen, Durchhalteparolen, schick all meine Energie in deine Richtung und nachher, wenn es mir einmal trostlos geht, dann bist du nicht eine halbe Minute mit meiner Sache beschäftigt, lenkst sofort auf deine um, als ob nur du wichtig wärst. Ignorant.
                                                  Hey sei nicht so böse zu mir. Ich schreibe dir auf jeden Fall zurück nur dieses Wochenende hatte ich viel um die Ohren und heute war ja Muttertag. Alles Liebe vorerst und bis vielleicht Morgen.

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                                                  • Re: Trotz 2J Therapie und ausschleichen v. Citalopram wieder Einbruch - Depression?

                                                    Guten Morgen!

                                                    Ich nehme jetzt seit 28.04.22 Citalopram. 6 Tage 5mg und 6 Tage 10mg. Ich hatte dieses Medikament bereits in den letzten 15 Jahren das eine oder andere mal genommen und hat immer sehr gut geholfen.

                                                    Die Nebenwirkungen sind nicht immer die selben gewesen. So wie beim letzten Mal nehme ich Begleitend dazu auch ein Beruhigungsmittel Bromazepam in einer Dosis von 1.5mg 1x am Morgen dazu.

                                                    Bei mir ist beruflich und Privat viel in den letzten Monaten zusammen gekommen (Todefall in der engsten Familie, beruflich usw.).

                                                    Nebenwirkungen habe ich nicht zu viele, bis auf die noch vorhandenen Konzentrationsschwächen bzw. diese blöden fallweisen Depersonalisationen/Derealisationsgefühle bzw. sagt man auch Watte im Kopf.

                                                    Am Morgen geht's mir eher noch schlechter mit Anlaufschwierigkeiten, was bis zum Abend hin dann meistens richtig gut wird. Antrieb ist leicht da, war auch eher weniger das Problem und auch Angst/Stressgefühle sind zurückgegangen.

                                                    Ich gehe so gut wie jeden Tag meine 2 Stunden Runden mit den Hunden was mir sehr gut tut.

                                                    Aber so 100 Prozentig ist es halt noch nicht wirklich. Gerade am Abend schlafe ich bereits vor 22.00 Uhr in der Regel ein. Ist auch gut weil bis vor kurzen wachte ich zum Teil gegen 04.00 Uhr bereits auf und konnte dann oft nicht mehr einschlafen.

                                                    Ich frage mich ob es Sinn macht mal 1 Woche in den Krankenstand zu gehen oder ist es besser sich abzulenken.

                                                    Normalerweise funktionieren bei mir 10mg Citalopram. Ich bin mir nicht sicher, ob ich auf 15 bzw. 20mg wie früher noch hochgehen soll/möchte.
                                                    Prinzipiell möchte ich jetzt das Benzo diese Woche beginnen auszuschleichen.

                                                    2017 habe ich Bromazepam 2x1.5mg für 9 Tage genommen und dann langsam über 14 Tage ausgeschlichen.

                                                    Würde mich über Meinungen und Antworten freuen. Lg

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