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Trotz 2J Therapie und ausschleichen v. Citalopram wieder Einbruch - Depression?

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  • Re: Trotz 2J Therapie und ausschleichen v. Citalopram wieder Einbruch - Depression?

    Heute ist ein Tag wo ich am liebsten wieder mit den Tabletten anfangen möchte

    Kommentar



    • Re: Trotz 2J Therapie und ausschleichen v. Citalopram wieder Einbruch - Depression?

      Vielleicht geht es dir immer wieder so, weil du emotional noch nicht stabil genug bist, die Tabletten abgesetzt hast bevor du wieder stabil warst?
      In einer Psychotherapie an den Themen und den Aufarbeitungen dran zu bleiben wäre wichtig, auch herauszufinden was dich so belastet (Verantwortung, Überforderung, Hilflosigkeit, Kontrollverlust...?), um zu schauen wie man das relativieren könnte.

      Kommentar


      • Re: Trotz 2J Therapie und ausschleichen v. Citalopram wieder Einbruch - Depression?

        Hi

        Ich glaube, ich kann in etwa nachvollziehen, wie Du Dich fühlen mußt. Tut mir echt leid.
        Ich hatte letzte Woche auch ein zwei Tage, an denen ich überlegt habe, nach rund 2 Jahren vielleicht doch sicherheitshalber von 20 auf 30 mg zu erhöhen. Sieht allerdings so aus, als sei es glücklicherweise nicht nötig

        Ändert aber wenig daran, daß ich - und Du eben auch - uns damit abfinden müssen, daß die Psyche unsere Achillesferse ist - auch, wenn es schmerzhaft ist. Auch das kann ich Dir nachfühlen, das geht mir immer noch und immer wieder genauso.

        => Wir werden in psychischer Hinsicht wahrscheinlich "nie wieder" "ganz gesund" - auch ganz bewußt beides in Anführungszeichen gesetzt. Wir werden Phasen haben, in denen es besser, stabilier, zufriedener und glücklicher läuft. Und wir werden leider auch Phasen haben, in denen es schlechter, weniger stabil, unzufriedener und depressiver läuft. Wir müssen uns damit abfinden - ich möchte lernen mich damit abzufinden -, daß uns psychisch Dinge aus der Bahn werfen, die andere kalt lassen.

        Aber wenn Du genau hinguckst:
        Wer hat denn keine Probleme? Psychisch oder körperlich? Oder schlimmstenfalls sogar beides?
        Ein ehemaliger Kollege hat mir erzählt, seine Schwester sei erneut an Krebs erkrankt, habe Metastasen im ganzen Körper...
        => Ganz im Ernst: Da sind mir meine rezidivierenden, leichten Depris und die Tabletteneinnahme definitiv wesentlich lieber. Mit meinen leichten bis maximal mittelgradigen Depris kann ich noch einigermaßen zufrieden und glücklich alt werden - immer wieder ausbrechender Krebs und Metastasen sind ein Todesurteil, das mir nur dann egal wäre, wenn ich schon 80 oder 90 Jahre alt bin...

        Versteh mich richtig:
        Mir war gestern phasenweise immer wieder trübsinnig und sinnlos zumute, gerade auch angesicht der ganzen Krisen und Katastrophen, die seit einigen Jahren bestehen... Klima, Umwelt, Fleischkonsum, Mobilität, Flüchtlingskrisen, Corona, jetzt der Ukraine-Krieg und Putin mit der Alarmbesetzung seiner Atomwaffenarsenale...
        Ich hab mir auf meinem Spaziergang allerdings auch klar gemacht, daß ich auf vieles davon nur bedingt bis überhaupt keinen Einfluß habe. Ich kann stattdessen nur versuchen, jeden Tag und Moment meines Lebens so gut wie möglich zu verbringen, jeden ruhigen, zufriedenen und glücklichen Moment zu genießen, etc.

        Das ist nicht immer befriedrigend, manchmal reicht das nicht, mich von dem Loch fernzuhalten oder rauszuziehen.
        Gestern glücklicherweise schon.

        Ich hab das Gefühl, daß Du Dich immer noch viel zu oft und viel zu tief in die Ursachenforschung vertiefst, und zwar auf einer viel zu persönlichen Ebene. Du drehst Dich immer wieder im Kreis.
        (Und ja: Auch das kenne ich und kann es nur zu gut verstehen.)

        => Es kann helfen, wenn Du lernst, die Dinge zu akzeptieren, wie sie sind.

        Klar sind Deine Arbeit und Deine Selbständigkeit eine enorme Verantwortung und sicher ein gehöriger Streßfaktor. Wenn da nach all der Zeit nicht viel übrig bleibt, auch finanziell, ist das auf Dauer sicher nicht zufriedenstellend - man lebt schließlich nicht nur von Luft und Liebe.
        Das könnte also tatsächlich ein Punkt sein, an dem Du konkret ansetzen könntest, wenn Dir das so sehr zu schaffen macht.

        Aber so blöd es klingt: Du kannst es trotzdem immer wieder versuchen, es nicht noch so viel persönlicher auf Dich einwirken zu lassen, als es ohnehin schon ist. Es ist letztlich ein Arbeit, aber nicht Deine Identität! Dich macht so viel mehr aus als nur die Arbeit und die Selbständigkeit - auch, wenn eine so lange Zeit damit es anders auf Dich erscheinen lassen. Kann ich absolut verstehen.

        Nur es hilft Dir nicht, immer wieder auf der gleichen Stelle im Kreis zu treten.
        => Wenn Du eine Chance zum Weg- und Vorwärtskommen bekommst, solltest Du sie selbstverständlich nutzen !
        => Solange es diese Chance nicht gibt, solltest Du die derzeitige Situation so gut wie möglich akzeptieren lernen

        Ich weiß: Leichter gesagt als getan
        Und mich hat's dieses Jahr schon zwei bis drei Mal etwas aus der Bahn geworfen. Jepp.
        Ich hab mir schon ein halb Dutzend Mal auch dieses Jahr wieder gewünscht, ich wäre schon 70, 80 oder 90 und hätte den ganzen Mist bald hinter mir. Jepp.

        Und trotzdem erinnere ich mich dann immer wieder daran, daß es mir die meiste Zeit gut geht, daß diese Phase nur vorübergehend ist und die Welt morgen oder ein paar Tage später wieder ganz anders aussieht. In solchen Phasen hangele ich mich von Atemzug zu Atemzug, von Stunde zu Stunde, von Tag zu Tag. Bis sie vorüber ist.

        ... was ich mir als angestellter Nicht-Selbständiger sicher auch wieder leichter leisten kann: Wenn's mir mal wirklich richtig richtig richtig Scheiße geht mit wenig Licht am Ende des Tunnels, geh ich zum Arzt und besorge mir eine AU.
        Das ist für Dich natürlich nicht so leicht.


        Lange Rede, kurzer Sinn:
        Wenn Du glaubst, daß Du die Kraft hast, es ohne Tabletten hinzukriegen, solltest Du sie weglassen - dafür hast Du es schon sehr weit geschafft.
        Wenn Du das Gefühl hast, daß Du Dich mit Tabletten dauerhaft stabiler und besser fühlst, solltest Du mit Deinem Psychiater reden. Und evtl. statt Cita mal Fluoxetin ausprobieren, das vielleicht weniger unerwünschte Nebenwirkungen wie Gewichtszunahme hat. Probieren geht da leider über studieren.


        Ich glaub an Dich, Du kriegst die Kurve auch wieder

        LG,
        Alex

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        • Re: Trotz 2J Therapie und ausschleichen v. Citalopram wieder Einbruch - Depression?

          Hallo ich muss mich unbedingt mitteilen und brauche ein wenig Zuspruch.

          Hatte heute Termin mit Bank. Beruflich läßt sich alles regeln! Eine Sorge weniger. Davor habe ich die jüngste Tochter in die Schule gefahren. Bin heute sehr geschlaucht aufgestanden. Beim verabschieden von meiner Tochter musste ich plötzlich recht weinen (sie hat eh nix mitbekommen). Ich verstehe das nicht.

          Vor 2 Tagen hat sich bei uns im Ort ein Familienvater aufgehängt. Er war Depressiv! Mich hat das sehr betroffen gemacht. Ich will nicht so enden!

          War dann mit meiner Frau beim Lungenfacharzt wegen meinem Schnarchen. Lunge ist gesund, kein Covidschaden als auch kein Rauchschaden (vor 9 Jahren aufgehört?) DANKE Körper!

          Über Nacht wird der Schlaf wegen Schnarchen gemessen. Ich fühl mich so erledigt, es geht so nimmer, ich werde wieder die Tabletten vorraussichtlich nehmen. Dieses Wechselbad der Empfindungen und immer wieder diese Ver- und Anspannungen kosten soviel Energie.

          Beim Heimfahren von Linz habe ich weinend meiner Frau gesagt, ich will so nicht noch monatelang weiter tun. Ich will auch nicht so enden, wie der zuvor genannte Mann, der 3 Tage, bevor er das erste Mal Opa geworden wäre sich das Leben nahm. Ich will endlich mein Leben mit Arbeit und allem in Griff bekommen aber ohne die Medizinische Krücke schaff ich das anscheinend nicht.

          Vielleicht spielt auch der Kreislauf eine Rolle, da ich seit Montag bis heute nur Suppe gegessen hatte, wegen meiner Magenbeschwerden.

          Jetzt werde ich bis kommende Woche Beruhigungsmittel nehmen und dann meine beruflichen Felder medikamentös unterstützt umsetzen. Weiters werde ich über meine Versicherung eine 6wöchige psychosomatische Reha machen. Diese Auszeit muss ich unbedingt machen.

          Fakt ist, dass ich die momentanen Problemfelder nicht sofort klären kann, welche ursächlich für meinen Zustand sind und trotz besten Willen, Nahrungsergänzungsmittel, Akzeptanz, Ausgleich, und und und, ich nicht in der kurzen Zeit die Resilienz und Kraft aufbringen kann, die dazu notwendig wären.

          Erstens
          mental, körperlich und psychisch stabilisieren.

          Zweitens
          beruflich alles in die richtigen Bahnen lenken; finanziell stabilisieren um dadurch zur Ruhe zu kommen.

          Drittens
          Die Tabletten nach einer zusätzlichen Pufferzeit weitestgehend langsam absetzen, sofern alle anderen äußeren Stressoren auch wirklich geklärt sind.

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          • Re: Trotz 2J Therapie und ausschleichen v. Citalopram wieder Einbruch - Depression?

            Hallo Naturefreak,

            ich wundere mich, dass Ihnen bisher niemand geantwortet hat, denn der Thread war ja bisher recht aktiv.

            Ich kann verstehen, dass Sie der Tod des Familienvaters belastet, weil Sie parallelen zu Ihrer eigenen Situation sehen. Bei Ihnen ist es meiner Ansicht aber ganz anders, denn Sie setzen sich mit Ihrer Situation auseinander und nehmen einiges in Angriff, damit Sie stabil bleiben und am Leben teilhaben können.

            Sie erkennen auch die Momente in denen Sie sich nicht gut fühlen und versuchen dem gegenzusteuern. Das ist sehr gut und eine vollkommen andere Grundhaltung, denn Sie haben gelernt mit Ihrer Erkrankung umzugehen und sich aktiv Hilfe zu holen.

            Ich hoffe, Sie werden diese REHA erhalten und wenn sie dann stattfindet von dieser Zeit profitieren können.

            Viele Grüße

            Victoria



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            • Re: Trotz 2J Therapie und ausschleichen v. Citalopram wieder Einbruch - Depression?

              Victoria danke für die Zeilen

              Kommentar


              • Re: Trotz 2J Therapie und ausschleichen v. Citalopram wieder Einbruch - Depression?

                Naturefreak40
                Ich will mich noch melden, hab aber im Moment selbst ne Menge um die Ohren, auch beruflich, und bin nachmittags und abends meistens platt zum Umfallen und Einschlafen...

                Ich denke, ich finde am Wochenende auf jeden Fall mal die Zeit dazu.

                Halte durch, ich drücke Dir ganz fest die Daumen

                LG,
                Alex

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                • Re: Trotz 2J Therapie und ausschleichen v. Citalopram wieder Einbruch - Depression?

                  Vielleicht geht es dir immer wieder so, weil du emotional noch nicht stabil genug bist, die Tabletten abgesetzt hast bevor du wieder stabil warst?
                  In einer Psychotherapie an den Themen und den Aufarbeitungen dran zu bleiben wäre wichtig, auch herauszufinden was dich so belastet (Verantwortung, Überforderung, Hilflosigkeit, Kontrollverlust...?), um zu schauen wie man das relativieren könnte.
                  Ne ne, ich bin dran aber viele kennen das ja, dass man immer wieder Phasen, Situationen hat, wo es einem psychosomatisch nicht so gut geht.

                  Ich bin dann auch ein Typ der noch viel lernen und Trainieren muss, hier richtig zu reagieren.

                  Meine Felder sind

                  • Sich in Akzeptanz üben
                  • Nicht zu katastrophisieren
                  • Mehr Ruhe, mehr Schlaf
                  • Neben meinen Hunderunden auch mehr MBSR und Dinge die mir gut tun machen


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                  • Re: Trotz 2J Therapie und ausschleichen v. Citalopram wieder Einbruch - Depression?

                    Naturefreak40
                    Ich will mich noch melden, hab aber im Moment selbst ne Menge um die Ohren, auch beruflich, und bin nachmittags und abends meistens platt zum Umfallen und Einschlafen...

                    Ich denke, ich finde am Wochenende auf jeden Fall mal die Zeit dazu.

                    Halte durch, ich drücke Dir ganz fest die Daumen

                    Seit den letzten Tagen geht es mir wieder besser. Letzten Donnerstag sind wir für 3 Tage zum Skifahren nach Tirol. Das war 1 Tag später, nachdem ich die letzte doch sehr verzweifelte Nachricht an euch hier gepostet habe.

                    Donnerstag beim runterfahren dachte ich noch, ich will wieder nach Hause, obwohl ich das Skifahren richtig liebe. Ich dachte mir dann, scheiss drauf ich nehme jetzt ein leichtes Benzo.
                    Wir kamen um 21.00 Uhr an. Gegen 23.00 Uhr gingen wir schlafen. Um 3.30 Uhr wurde ich wach weil mich meine Frau wegen dem Schnarchen geweckt hatte.

                    Mit Schlafen war es dann bis 6.45 Uhr vorbei. Leicht gerädert stand ich auf und schmiss mir die erste halbe 3mg Tablette Bromazepam ein.

                    Bis zum Einstieg in die Gondel veränderte sich bereits fast alles. Ich wurde ruhiger, gelassener und mit jeder Stunde konnte ich mich mehr und mehr fallen lassen und genoss das Skifahren in vollen Zügen. Wir waren mit all unseren Kindern und den Freunden der älteren Töchter unterwegs.

                    Wir nutzten die Traumtage voll aus, Skilaufen, gut Essen auf den Skihütten, Sonne Tanken und am Abend wieder gut Essen und Zeit mit meiner Familie verbringen. Diese 3 vollen Tage schenkten mir sehr viel Kraft, Zuversicht und Abwechslung. Natürlich nahm ich jeden Tag 1.5mg bzw 0.75mg Bromazepam ein, aber das schmälert für mich in keinster dieses fantastische Wochenende. Am Samstag Abend nahm ich keine Pille mehr und dann nur mehr am Sonntag Abend. Seit Montag bin ich wieder Benzofrei.

                    Am Dienstag hatte ich ein sehr sehr wichtiges Gespräch mit meinem IT-Partner. Es geht um Weichenstellungen in der Firma und wie ich die nächsten 15 Jahre die Firma weiterführen will.

                    Seit Ende Jänner habe ich sehr viel Zeit und Gespräche mit diversen Firmen online geführt für die berufsspezifischen Bereiche. Es geht um nachhaltige Weichenstellung.

                    Nächste Woche sind es 6 Monate ohne Antidepressiva. Mir geht es mittlerweile wieder weit besser und ich will unbedingt ohne AD weitermachen. Jeden Tag, jede Woche muss ich mehr lernen mit allen Auf und Abs des Lebens ohne chemische Stütze zu meistern. In der Vergangenheit hätte ich schon 3x wieder mit den Pillen begonnen. Aber der unbändige Wunsch Medikamentenfrei zu bleiben, ist nach wie vor größer als wieder die Pillen zu nehmen.

                    In all den Jahren wo ich Antidepressiva eingenommen habe bzw. auch in den Medifreien Zeiten, habe ich nie in der Konsequenz an mir gearbeitet was notwendig gewesen wäre. Ich werde was nur geht an mir arbeiten und nichts mehr auslassen. Mein Glück ist, dass meine Therapeutin immer für mich erreichbar ist (WhatsApp).

                    Ich habe mich auch davon verabschiedet, herauszufinden was es den alles bei mir sein könnte. Es wird von allem etwas sein

                    Burnouttendenzen, Depressionszüge, Angst- und Panikreaktionen.

                    Wenn ich mich selbst beurteilen/analysieren könnte würde ich sagen - Dass ich aufgrund der immer wieder vorherrschenden Stressspitzen (vorwiegend berufliche durch schwankende Umsätze) psychisch wie physisch zum Teil stark darauf reagiere.

                    Auszugsweise ein paar Zeilen meine Therapeutin zu meinen Themen


                    .....Ich denke auch dad Sie sich sehr stressen.
                    Wahrscheinlich brauchen Sie keine AD, Vertrauen Sie sich das Sie gesund sind......

                    ......weshalb es Ihnen ohne AD so geht wie es Ihnen geht könnte ev deshalb so sein, weil Sie den AD noch mehr Vertrauen als sich und Ihrer Gesundheit. Ich weiß das Sie im aussen Antworten suchen, Sie können Hinweise, Anregungen..... bekommen, viele Antworten sind in Ihnen zu finden. Diese Reise heisst es weiterführen.....

                    ......Ja, akzeptieren Ihres Seins wie es ist, seien Sie weniger streng mit sich.....

                    ......Es ist ein großes Ding Vertrauen zu sich zu haben und ist mit Auf und Ab verbunden.....

                    ......Richtig, Vertrauen statt Hortorszenarien, es endet nicht automatisch mit einem Herzinfarkt.
                    Geduld mit sich ist dem ganzen Förderlich.....

                    .....Kann sein das die körperlichen Gefühle gar nichts mit der Aktion zu tun haben, sondern es halt ein Tag ist wo der Körper sich grad nicht 100 % wohl fühlt. Die Bewertungen sind auch ein Thema.....




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                    • Re: Trotz 2J Therapie und ausschleichen v. Citalopram wieder Einbruch - Depression?

                      Hi,

                      also ich finde, das liest sich doch im großen und ganzen echt sehr positiv

                      Ich kenne solche Phasen, in denen es gefühlt stetig nur bergab zu gehen scheint und man am liebsten die Waffen strecken möchte, auch nur zu gut. Bei mir ist das dann mitunter mit der Frage verbunden, ob ich von 20 auf 30 oder 40mg erhöhen sollte - also in gewisser Weise ähnlich zu Dir mit dem Wieder-Anfangen. Aber auch hier bin ich bis jetzt standhaft geblieben. Das einzige, was ich mir in den scheinbar ganz hoffnungslosen Momenten gönne, ist dann ne zusätzliche Vitamin-D-Kapsel mit 2.000 IE und eine Dosis Bachblüten-Tropfen. Möglich, daß es vor allem bei letzterem auch immer mehr die Hoffnung und der Placebo-Effekt sind, die helfen - aber am Ende ist das alles besser, als die Dosis der Tabletten zu erhöhen.

                      Komplett ausschleichen traue ich mich allerdings nach meinen zwei bis drei Fehlversuchen noch nicht... dafür sind die Auf und Ab's auch jetzt noch zu oft und zu stark.

                      Aber ich finde es schön, daß Du die Kraft zum Durchhalten wiedergefunden hast und es jetzt besser geht. Ich drücke Dir die Daumen, daß es so bleibt

                      Ich habe mich auch davon verabschiedet, herauszufinden was es den alles bei mir sein könnte. Es wird von allem etwas sein

                      Burnouttendenzen, Depressionszüge, Angst- und Panikreaktionen.

                      Wenn ich mich selbst beurteilen/analysieren könnte würde ich sagen - Dass ich aufgrund der immer wieder vorherrschenden Stressspitzen (vorwiegend berufliche durch schwankende Umsätze) psychisch wie physisch zum Teil stark darauf reagiere.
                      Ich denke, auch das ist die grundsätzlich richtige Einstellung:
                      Nach all den Jahren dürftest Du die Ursachen - ähnlich wie ich - ziemlich gut identifiziert haben.
                      Aber vielleicht muß man sich auch damit abfinden, daß wir durch unser bisheriges Leben, unsere Erfahrungen und unsere "Schicksalschläge" eben auch mittlerweile einfach "Schlagseite" haben und an etlichen Stellen der Rost durchkommt. Ein Schiff, das 40 Jahre im Einsatz ist, ist auch nicht mehr zwangsläufig wie neu, und das kriegt man auch nicht mehr "wie neu" hin, ohne es komplett auseinanderzunehmen und marode Bauteile gnadenlos zu ersetzen. Was jedoch bei einem menschlichen Körper und einer Psyche mitten im Leben nicht so einfach geht - man kann sich ja nun schlecht Monate oder Jahre auf ne "Trockenwerft" schleppen, um sich komplett instandzusetzen bzw. setzen zu lassen. Geht einfach nicht. Also kann man eben immer nur das nötigste im Wasser machen, solange man schwimmt, und wenn man Glück hat, gelangt zwischendurch auch mal für ein paar Tage oder zwei Wochen in nen Hafen - da kann man dann etwas mehr machen. Aber ne komplette Sanierung geht eben nicht.
                      Außer vielleicht, man kann es sich leisten, wirklich komplett auszusteigen. Aber wer kann das schon...? Oder will es...?

                      Von daher...

                      Und ich persönlich finde es hilfreich, mir solche Metaphern wie die obige zu überlegen und auszuformulieren, die Parallelen zu finden und dabei festzustellen, daß es eigentlich nirgendwo in der Natur, in der Technik und im Leben großartig anders ist. In dem Sinne bin ich absolut "normal", und "unnormal" sind eher die, die solche Geschichten wie die unsere oder chronische Krankheiten per se wegschieben, abstreiten, leugnen etc und glauben, sie blieben ewig jung, gesund, dynamisch und unverwundbar. Sicher mag es so glückliche Menschen geben, aber ich denke, die sind in der absoluten Unterzahl, und ein großer Teil derer, die glauben, sie gehörten zu dieser Gruppe, macht sich in Wahrheit nur etwas vor

                      Also: Akzeptieren, wie es ist

                      Und ich hab das Gefühl, da machst Du gerade große Fortschritte


                      Damit kann ich auch den WA-Auszügen Deiner Therapeutin nicht viel hinzufügen, und da auch diese Passagen erkennst und zitierst, dürfte auch das ein sehr gutes Zeichen dafür sein, daß Du langsam am Umdenken bist und mit der Zeit mehr Ruhe und Gelassenheit entwickeln wirst


                      Ich freu mich für Dich
                      Mach weiter so und laß Dich nicht unterkriegen, Du schaffst das, da bin ich nach Deinem Text grad felsenfest von überzeugt

                      Liebe Grüße

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                      • Re: Trotz 2J Therapie und ausschleichen v. Citalopram wieder Einbruch - Depression?

                        Ich bin jetzt Anfang 7 Monat nach dem Absetzen. Mein Befinden geht Wellenartig auf und ab, aber in Summe geht es aufwärts.

                        Habe von vor 3 Wochen bei Neuro Lab einen "Neurostresstest" gemacht. Ja, Ergebnis. Neurotransmitter und Hormone zum Teil zu hoch oder zu niedrig. Mit Supplementierungen ist es möglich zu unterstützen.

                        Ergebnis Schnarchtest/Schlafapnoetest:

                        Ich habe leichte Schlafapnoe (10sec. Atemaussetzer). Keine Therapie notwendig, aber Gewicht runter, Abends nichts Essen bzw. Alkohol vermeiden.


                        Ich weiß für mich eines, dass ich mich bestimmt keine 2 Jahre herumquäle um Tablettenfrei zu bleiben. Ich versuche mein bestes jeden Tag zu geben und das ist zum Teil recht hart.

                        Ich werde bald 44 Jahre und habe in meinem Leben wie jeder andere auch viel erlebt und auch viel erreicht.

                        Für die Ereignisse vor meiner Geburt, Kindheit und andere Lebensereignisse kann ich nichts dafür

                        Kommentar


                        • Re: Trotz 2J Therapie und ausschleichen v. Citalopram wieder Einbruch - Depression?

                          Ich bin jetzt Anfang 7 Monat nach dem Absetzen. Mein Befinden geht Wellenartig auf und ab, aber in Summe geht es aufwärts.

                          Habe von vor 3 Wochen bei Neuro Lab einen "Neurostresstest" gemacht. Ja, Ergebnis. Neurotransmitter und Hormone zum Teil zu hoch oder zu niedrig. Mit Supplementierungen ist es möglich zu unterstützen.

                          Ergebnis Schnarchtest/Schlafapnoetest:

                          Ich habe leichte Schlafapnoe (10sec. Atemaussetzer). Keine Therapie notwendig, aber Gewicht runter, Abends nichts Essen bzw. Alkohol vermeiden.

                          Ich weiß für mich eines, dass ich mich bestimmt keine 2 Jahre herumquäle um Tablettenfrei zu bleiben. Ich versuche mein bestes jeden Tag zu geben und das ist zum Teil recht hart.
                          Ich werde bald 44 Jahre und habe in meinem Leben wie jeder andere auch viel erlebt und auch viel erreicht.

                          Für die Ereignisse vor meiner Geburt, Kindheit und andere Lebensereignisse kann ich nichts dafür

                          Ich wurde meiner leiblichen Mutter weggenommen, da sie minderjährig war, obwohl sie mich behalten wollte. Pränatal gibt es noch wenig Forschung, was alles auf ein Ungebohrenes übertragen wird. Ich kann mir nur in Ansätzen ausmalen, was meine leibliche Mutter an Stress und Verlustängsten hatte.

                          Bis 5 Jahre war ich ein Pflegekind bevor mich meine (Adoptiv)Eltern endlich Adoptieren konnten.

                          Mit 8 Jahren wurde ich operiert und war dabei ganz alleine im KH. Ein Horror

                          Mit 11 Jahren verunglückte mein bester Freund beim Radfahren und starb in meinen Armen. 1991 gab es weder ein Kriseninterventionsteam, noch eine Therapie, die dringend notwendig gewesen wäre

                          In den letzten 16 Jahren war dann meine Mutter mit schweren Krankheiten gezeichnet. Zuerst Bauchspeicheldrüsenkrebs und als wir gemeinsam alles überwunden hatten (2% Überlebenschance in den ersten 5 Jahren nach Krankheitsausbruch), begann Sie mit Alzheimer/Demenz.

                          Ich war in den letzten Tagen und Stunden an Ihrer Seite und konnte mich verabschieden soweit dies bei einem Menschen mit Alzheimer im Endstadion überhaupt noch möglich ist. Es war grausam Sie so leiden zu sehen und es hat mir das Herz zerrissen.

                          In dieser Zeit hätte ich einen guten Freund dringend nötig gehabt, der hat sich allerdings Jahre zuvor, nach 20 Jahren, scheinbar guter Freundschaft, einfach aus den Staub gemacht und auf die Freundschafft geschissen.

                          Aber es gibt noch so vielmehr schöne Dinge in meinem Leben, jedenfalls baue ich mich darauf auf. 3 wunderbare Kinder, die uns geschenkt wurden, welche alle gesund sind. Meine tolle wunderschöne Frau, die bis jetzt an mir festhält und mit mir "in guten wie in schlechten Tagen" durchs Leben geht. Ein Abwechslungsreiches Leben ohne schwere Krankheiten und Nöte.

                          Gebe ich auf - nein, nein und nochmal nein. Meine Mutter war eine einfache Frau, aber eine große Kämpferin, eine Löwin, die all ihre Schiksale annahm und niemals aufgab oder in Selbstmitleid ertrank. Sie "verreckte" elendig.

                          Ich bin bei Gott kein Heiliger und weit weg von der Stärke meiner Mutter, aber ich würde bis zu meinem Lebensende Antidepressiva "fressen" anstatt nur 1 Tag mit einem Krebskranken oder Demenzkranken zu tauschen.

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                          • Re: Trotz 2J Therapie und ausschleichen v. Citalopram wieder Einbruch - Depression?

                            Ich habe einfach in den letzten 15 Jahren vieles quasi "nicht trainiert" und mir Komfortzonen eingerichtet, die mein Selbstbewusstsein in meine körperliche u. geistige Unversehrtheit nicht gefördert haben.

                            Eine Abhängigkeit in Antidepressiva sehe ich rückwirkend eher in dem Punkt, dass ich relativ rasch immer den Weg des geringsten Widerstandes gegangen bin, im Wissen, dass mit den Pillen alles easy wird. Und ich habe Cita immer perfekt vertragen.

                            Therapie unter AD ist nett aber wirklich vorwärts komme ich persönlich nur wenn ich auf der einen Seite laufend an meinen Defiziten arbeite, auf der anderen Seite aber auch geduldig, liebevoll und nicht zu hart mit mir selbst ins Gericht gehe.

                            Aus 2-3 heftigen Panikattacken 2002 und dann nochmals 2006 entwickelte sich darauf eine Agoraphobie mit hypochondrischen Zügen inkl. einer Somatisierungsstörung.

                            Jedes Mal wenn ich mit dem Citalopram aufgehört habe, speziell beim vorletzen mal, kamen diese Beschwerden durch - ist auch nachvollziehbar. AD helfen sich zu distanzieren aber lösen ja bekanntlich nicht die Grundprobleme.

                            Im Prinzip betrete ich seit dem Absetzen "Neuland" in jeglicher Richtung. Ich will und gestatte mir zu heilen, Rückschläge zu haben, zu weinen, zu trauern, wütend zu sein und versuche mit psychotherapeutischer Unterstützung
                            Ein Thema mach dem anderen zu bewältigen

                            Kontakt zu meiner leiblichen Mutter aufzunehmen.
                            Herausfinden, wer mein leiblicher Vater war (ist seit 1999 leider schon verstorben).
                            um meine Mama zu trauern, solange es halt braucht.
                            mich gut um mich kümmern
                            Meinen Masterplan gegen Angst/Panik/Stress weiterhin abzuarbeiten.
                            Meinen Sport beizubehalten, gesund zu ernähren, der Seele viel pos. Input zu geben.
                            neue Freunde zu gewinnen
                            Mehr Zeit für mich zu haben
                            und einiges mehr.

                            Ich hatte das schon mal geschrieben, dass ich die AD sehr gut vertrug. Das macht das "Absetzen" oder "ohne AD" zu sein noch herausfordender. Ich will weder mein restliches Leben mit Antidepressiva noch mit Benzos verbringen. Ich will aber bestimmt nicht viele Monate oder Jahre mit meinen aktuellen Zipperleins und Beschwerden Leben.

                            Am meisten nervt mich bei mir selbst, dieses immer wiederkehrende Überlegen, Grübeln, Nachdenken und Recherchieren meiner Befindlichkeiten und Symptome.

                            Warum, wieso, weshalb geht es mir so, wie es mir geht. Was ruft es hervor, die körperlichen Und psychischen Beschwerden.

                            Seelische, psychische Ursachen die auch die verschiedensten körperlichen Beschwerden hervorrufen oder körperlichen Beschwerden, die mich mittlerweile auch psychisch/seelisch sehr beeinflussen. Oder beides, wo sich einmal mehr einmal weniger die Beschwerden körperlich oder. seelisch zeigen.

                            Ich dachte immer, wer Ursachen heilt, heilt richtig. Letzte Woche waren wir 4 Tage in Tirol Skilaufen.

                            Donnerstag beim runterfahren dachte ich noch, ich will wieder nach Hause, obwohl ich das Skifahren richtig liebe. Ich dachte mir dann, scheiss drauf ich nehme jetzt ein leichtes Benzo.
                            Wir kamen um 21.00 Uhr an. Leicht gerädert stand ich auf und schmiss mir die erste halbe 3mg Tablette Bromazepam ein.

                            Bis zum Einstieg in die Gondel veränderte sich bereits fast alles. Ich wurde ruhiger, gelassener und mit jeder Stunde konnte ich mich mehr und mehr fallen lassen und genoss das Skifahren in vollen Zügen. Wir waren mit all unseren Kindern und den Freunden der älteren Töchter unterwegs.

                            Wir nutzten die Traumtage voll aus, Skilaufen, gut Essen auf den Skihütten, Sonne Tanken und am Abend wieder gut Essen und Zeit mit meiner Familie verbringen. Diese 3 vollen Tage schenkten mir sehr viel Kraft, Zuversicht und Abwechslung. Natürlich nahm ich jeden Tag 1.5mg bzw 0.75mg Bromazepam ein, aber das schmälert für mich in keinster dieses fantastische Wochenende. Am Samstag Abend nahm ich keine Pille mehr und dann nur mehr am Sonntag Abend. Seit Montag dieser Woche bin ich wieder Benzofrei.

                            Egal ob es die körperlichen, oder die psychischen Beschwerden waren. 1 halbe Tablette Bromazepam reichte aus um alles zu löschen und ein fantastisches verlängertes Wochenende zu haben.

                            Natürlich weiß ich, das Benzos keine Lösung sind, aber es zeigt mir auch, dass anscheinend auch bei mir das meiste vom Kopf aus geht.

                            WARUM
                            • Magenbeschwerden waren weg
                            • Halskratzen war weg
                            • Rückenverspannungen/Schmerzen waren weg
                            • psychische Beschwerden alles weg

                            Das ist doch im positiven Sinne ein Wahnsinn?


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                            • Re: Trotz 2J Therapie und ausschleichen v. Citalopram wieder Einbruch - Depression?

                              Ich sehe das anders mit den AD.
                              Denke eher dass du einiges aufzuarbeiten hast und dies nicht wirklich gelingt, deshalb geht die Stimmung hoch und runter, nicht weil du AD genommen hast.
                              Ich denke dass es dir schlecht geht weil das Unverarbeitete anklopft, nicht weil du in einer Abhängigkeit von Cita bist und ich denke dass es dir gut geht weil du eine Zeit lang verdrängen kannst und nicht weil die Abhängigkeit nachlässt.
                              AD sollen ja was im Hinrstoffwechsel regulieren, deshalb helfen sie, werden sie abgesetzt und die eigentliche Ursache ist noch da, dann beginnt die Achterbahn wieder von vorne.
                              Ich denke also nicht dass du dich in eine Abhängigkeit von den AD begibst, sondern dass die eigentlichen Baustellen immer noch Baustellen sind.

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                              • Re: Trotz 2J Therapie und ausschleichen v. Citalopram wieder Einbruch - Depression?

                                Ich sehe das anders mit den AD.
                                Denke eher dass du einiges aufzuarbeiten hast und dies nicht wirklich gelingt, deshalb geht die Stimmung hoch und runter, nicht weil du AD genommen hast.
                                Ich denke dass es dir schlecht geht weil das Unverarbeitete anklopft, nicht weil du in einer Abhängigkeit von Cita bist und ich denke dass es dir gut geht weil du eine Zeit lang verdrängen kannst und nicht weil die Abhängigkeit nachlässt.
                                AD sollen ja was im Hinrstoffwechsel regulieren, deshalb helfen sie, werden sie abgesetzt und die eigentliche Ursache ist noch da, dann beginnt die Achterbahn wieder von vorne.
                                Ich denke also nicht dass du dich in eine Abhängigkeit von den AD begibst, sondern dass die eigentlichen Baustellen immer noch Baustellen sind.
                                Ja du hast vermutlich recht. 2017 wo ich auch nach 6 Monaten AD-frei wieder begann, lief ähnlich ab, mit dem Unterschied, dass ich jetzt noch mehr Sturschädl bin als von vor 5 Jahren. 2/3 Tage sind super und 4/5 Tage sind mit Beschwerden.

                                Jetzt habe ich gesammelt seit 2018, 2.5 Jahre Therapie hinter mir und die körperlichen Ängste konnte ich ja bewältigen. Nach 6 Monaten ohne Citalopram stellt sich einfach die Frage, wie lange noch, wie lange noch macht es SINN, ist es das WERT, so weiter zu machen?

                                Das es nix rein körperliches ist weiß ich mittlerweile. Allein schon die Tatsache, daß eine halbe (1.5mg) Bromazepam mich soweit aufrichtet/beeinflusst, dass alle körperlichen und psychischen Beschwerden weg sind bzw. ich diese nicht mehr in der Tiefe so wahrnehme als zuvor, ist Beweis genug, dass es psychosomatisch ist.

                                Mir ist es auch egal wie man das jetzt bezeichnet, es wird von allem etwas sein

                                • Erschöpfungsdepression
                                • Ängste
                                • Überforderung
                                somatoforme Störungen usw usw

                                Dass es nix ist glaub ich auch nicht. Für das mache ich ja immer wieder meine Thermine bei der Therapeutin um rauszufinden bzw. damit adäquat umgehen zu lernen.

                                GEDULD, AKZEPTANZ, IGNORIEREN sind Kardinalweisheiten die es einem erleichtern damit fertig zu werden. Ich bin dabei diese Tugenden mir anzueignen. Auf der anderen Seite muss es auch mal gut sein.

                                Ich bin letzte Woche aus einer Facebookgruppe ausgestiegen, wo es um das Absetzen von Antidepressiva ging. Ich merkte mit der Zeit, dass ich in diesem Forum zum Teil viel zu viel Zeit verbracht habe und es im Grunde nach eher um das Thema geht "wie böse nicht doch Psychopharmaka sind" und viele "Quasi Opfer der Pharmaindustrie" wären. Einer davon hat sein Leben dazu gewidmet inkl. Homepage, fast schon einen Infokrieg dagegen zu führen, schafft es aber nicht mehr, wenigstens für 5 min rauszugehen und lebt bei seinen Eltern mit Ende 30ig.

                                Ich merkte einfach, dass ich wieder in eine gedankliche Zwickmühle kam und ich mir nicht mehr sicher wahr, was es den jetzt bei mir wirklich ist der ganze scheiß nach dem Absetzen der Cita.

                                • Absetzsymptome, Absetzsyndrome, Serotonin Defizit Syndrom oder die

                                • nichtverarbeiteten Themen und Verhalten aus der Vergangenheit

                                Das erstgenannte kann man nur aussitzen bzw. durch gesunde Work-Life Balance inkl. Nahrungsergänzungsmittel versuchen zu verbessern.

                                Das zweite wird man durch gezielte Aufarbeitung mit der dementsprechenden Therapieform und auch durch gesunde Work-Life Balance inkl. Nahrungsergänzungsmittel verbessern können.

                                Herr Gott noch mal, ist es den nach 15 Jahren on/off Tabletteneinnahme nicht mal genug um darüber hinweg zu kommen????

                                Wisst ihr was ich/wir noch vor haben - Ziele haben???

                                Die ältesten Töchter sind bereits außer Haus. Die Jüngste wird 12 und wird auch immer mehr zum Teenager.

                                • Wir wollen einfach mehr Reisen wie z.B. Städtereisen, nicht deppad irgendwo am Strand liegen. Südfrankreich ansehen, runter bis zum Mittelmeer, Irland, Island, Schottland, Scandinavien mit einem Wohnmobil entdecken uns dazu einen gebrauchten Wohnwagen kaufen (Multivan haben wir schon)
                                • Mit dem Rad durch die Schweiz fahren
                                • Südtirol wieder entdecken
                                • An einem Huskyrennen teilnehmen
                                • Mit einem Segelschiff durch Kroatien tuckern. Baden wo sonst keiner ist und jeden Abend in einer anderen Taverne gut Essen, trinken und tanzen.
                                • Wir wollen uns bald den Traum vom eigenen Häuschen in der Nähe von uns zw. 800-900m Höhenlage in der Natur ermöglichen. Ein Haus nur mehr für uns 3 und welches dann in 10 Jahren auch noch für uns 2 alleine reichen wird.
                                • Ich will wieder mehr mit dem Bergsteigen machen.
                                • Einen Italiensich Kurs machen.
                                • Mir einfach nichts dabei denken wenn ich/wir etwas unternehmen.

                                Ich möchte in mir ruhen, Gelassenheit ausstrahlen/haben, keinen überzogenen Stress, keine Konzentrationsschwächen, Souveränität Leben. Ich möchte noch lange gesund bleiben, dazu zählt auch psychische Gesundheit. Und genau vor diesem Dilemma stehe ich doch immer wieder in den letzten zumindest 5 Jahren.

                                A)
                                Machte es Sinn, es auf biegen und brechen ohne Tabletten zu versuchen mit allen Auf und abs, mit allen psychischen/psychosomatischen Beschwerden? Noch 1, 2, 3 Jahre, vielleicht sogar noch länger zu versuchen Stabilität zu erfahren.

                                Inwiefern sind unter diesen Umständen die oben genannten Ziele und Träume nicht nur umsetzbar, sondern diese auch richtig geniesbar und erlebbar? Was wenn dass gar nicht eintreten sollte???

                                B)
                                Die Tabletten wieder zu nehmen mit dem Bewußtsein diese zumindest ohne Dosisreduktionen mal 2-3 Jahre zu nehmen. Die Gewissheit bzw. Erfahrung zu haben, dass es mir unter Citalopram 10mg richtig, richtig gut geht, psychisch wie physisch. Hausbauen zum Beispiel kann ich mir zum jetzigen Zeitpunkt ohne Tabletten überhaupt nicht vorstellen, geschweige denn mental durchstehen. Ich hab 2 Häuser mitgebaut und weiß auch beruflicher seits, was dies bedeutet. Eine zum Teil sehr anstrengende Phase im Leben der meisten Häuslbauer.

                                Versteht ihr mich was ich meine - welche Abwägungen in mir drinnen schwelgen????

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                                • Re: Trotz 2J Therapie und ausschleichen v. Citalopram wieder Einbruch - Depression?

                                  Naja, ich denke es macht Sinn solange die Tabletten zu nehmen bis mit dir und dem Erlebten im Reinen bist.
                                  Der Punkt ist dass sie helfen, das ist schon fast ein Segen.
                                  Warum quälst du dich mit ständigem auf und ab dosieren, machst es dadurch mal schlimmer und mal besser, der Hirnstoffwechsel erlebt das auch als eine Achterbahnfahrt, mal mehr und mal weniger Produktion, natürlich merkt man das dann auch wieder.
                                  Es reicht doch eigentlich einmal auszuschleichen und zwar dann wenn man soweit ist und nicht weil man einfach mal will.

                                  Ich habe auch schon Jahrzehnte damit zu tun, das ist halt kein Schnupfen, mal wird einem dennoch eine gute Zeit beschert, dann wieder eine schlechte und eben alles intensiver als bei jenen ohne diese Probleme.
                                  Ich bin immer ein wenig neidisch wenn ich höre wie gut ein Medikament bei jemanden wirkt, vielleicht geht es dem Typ von dem du schreibst ähnlich, es hat nichts bei ihm gewirkt und dementsprechend weiß er natürlich nur schlechtes zu Berichten und falls es ihm nach Medikamenteneinnahme schlechter ging, dann waren natürlich auch die dran schuld.
                                  Oft ist es einfach nur Zufall dass das zeitlich zusammentrifft und die Krankheit halt schlechter geworden.
                                  Viele sagen auch dass die Psychotherapeuten manipulieren, dass das alles nicht hilft, dass sie sich selber nicht auf die Therapie einlassen das spielt natürlich keine Rolle aber dann kann sie natürlich nicht helfen, ähnlich ist es mit den Medikamenten, man sollte lernen sie positiv und wirklich als einen Teil der zurückgewonnenen Lebensqualität sehen.
                                  Es ist schwierig so viel negatives in den Medikamenten zu sehen, denn das weckt den Wunsch wieder davon weg zu kommen und oft ist es einfach zu früh und, sie können auch nicht ganz so gut wirken wenn man sehr damit hadert.

                                  Wenn das Medi wirkt, dann versuch diese Wirkung zu genießen, dein Leben zurück zu erobern und es erst wieder abzusetzen wenn du deine Baustellen bereinigt hat und sei auch bereit beim Ausschleichen auch wieder zu erhöhen wenn es dir schlechter geht, das Ziel sollte dann erst einmal eine Reduzierung sein, das erspart die Enttäuschung wenn man es erst einmal nicht ganz los wird.
                                  Eine Reduzierung würde dann ja auch zeigen dass es besser geht, es muss nicht immer gleich alles oder nichts sein, der Weg ist das Ziel und dieser Spruch ist kaum woanders so wahr wie wenn es um die Psyche geht.

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                                  • Re: Trotz 2J Therapie und ausschleichen v. Citalopram wieder Einbruch - Depression?

                                    Moin

                                    Als konstanten Fluoxetin-Einnehmer und Akzeptanz-Prediger kennst Du meine Meinung sicher

                                    Fakt ist, daß Du es selbst mit dieser Aussage auf den entscheidenden Punkt gebracht hast:
                                    Ich bin bei Gott kein Heiliger und weit weg von der Stärke meiner Mutter, aber ich würde bis zu meinem Lebensende Antidepressiva "fressen" anstatt nur 1 Tag mit einem Krebskranken oder Demenzkranken zu tauschen.
                                    => Es ist nunmal so.

                                    Würdest Du einem Diabetiker empfehlen, sein tägliches Insulin wegzulassen? Jemandem, dem die Schilddrüse entfernt wurde, die Hormone? Jemandem mit Bluthochdruck seine Beta-Blocker?

                                    JA:
                                    In den besagten Fällen sprechen wir von ziemlich eindeutigen körperlichen Beschwerden und Ursachen, weshalb diese Menschen dann gezwungen sind, bis zum Ende ihres Lebens Medikamente einzunehmen. Richtig.

                                    Fakt ist aber auch, daß der gesamte Neurotransmitterhaushalt und die Wirkweise der AD nach wie vor in den Kinderschuhen steckt, man nach wie vor nichts genaues weiß, jeder Mensch leicht anders darauf reagiert und viele der Medis sogar nur durch Zufall als scheinbar wirksam gegen Depris und Ängste entdeckt worden sind.


                                    Zweitens:
                                    Ja, Du hast vieles auf Deiner Liste stehen, das Du gern aufgearbeitet haben möchtest.
                                    Tatsache ist aber auch, daß unser modernes, schnelles, digitales Leben mit all seinen Reizen und Verlockungen kein Vergleich mehr zu dem ist, was vorangegangene Generationen erlebt haben. Allein schon die Geschwindigkeit der Veränderungen um uns herum: Zwischen "epochalen" Generationsereignissen liegen keine 25 oder 50 Jahre mehr - allein in den letzten 10-15 Jahren passiert jedes Jahr irgendwas neues, und unsere Medien geben sich größte Mühe, die Angst auch noch zu schüren und aufrechtzuerhalten. Uns wird permanent tagtäglich Betroffenheit für alles mögliche eingeimpft - teilweise für Dinge, die Menschen vor hundert oder fünfhundert Jahren nicht zu kümmern brauchten, weil sie am anderen Ende des Landes, Europas oder gar der Welt stattgefunden haben.

                                    Und ich will auch nichts davon herunterspielen - weder den Ukraine-Krieg, noch Corona, noch die Klima- oder irgendeine Flüchtlingskrise. Absolut nicht.
                                    Aber überleg mal, was all diese Katastrophenmeldungen, mit denen wir tagtäglich zugeschmissen werden, für unsere Psyche bedeuten. Für eine Psyche, die auf Stabilität ausgerichtet ist, auf Sicherheit, auf Geborgenheit, Liebe und Überleben

                                    Und JETZT packst Du in das Fundament all die Dinge, mit denen jeder Mensch schon seit jeher zu tun und kämpfen hat: Der eigenen Gesundheit bzw. Krankheit, dem Älterwerden, Existenzängste, Sorge um Familienangehörige, Sterben und Tod. Dem Streben nach einer gewissen Form von Bestätigung, Selbstverwirklichung und -wirksamkeit. In einer Welt der Medien, voller Influencer, voller Life Coaches und allen möglichen Menschen, die einem einreden, man könnte jederzeit und auch bis ins hohe Alter hinein noch alles erreichen (oder zumindest vieles), was man nur möchte...

                                    Was meinst Du, was das für einen Druck auf "dich" ausübt? Bewußt, aber auch unbewußt? Die komplette Summe all dessen.

                                    Nicht falsch verstehen:
                                    Natürlich gibt's Menschen, die das alles gewuppt bekommen. Die sich noch mit 50 oder 70 an der Uni einschreiben und Physik studieren. Die mit 60 durch's Himalay kraxeln. Mit 70 noch regelmäßig nen 10km-Lauf absolvieren. Usw. Und sicher sind das auch nicht wenige.

                                    => Aber es ist NICHT die Regel!

                                    => Die meisten modernen Menschen in unseren Industrienationen haben heutzutage gewaltig was zu schultern. Und jeder Mensch und die Psyche - ebenso wie der Körper - eines von uns ist anders: Der eine reagiert auf Streß mit chronischen Rückenschmerzen, der nächste mit Gastritis, ein Dritter entwickelt Bluthochdruck, und unsereins hat eben Depressionen und Ängste. NICHTS davon ist schön! - und da ich 2008-2010 phasenweise mit üblen Nackenschmerzen und 2011-2013 heftig mit Gastritis zu kämpfen hatte, muß ich fast schon sagen, daß mir die Depris auf meinem derzeitigen Level sogar beinahe lieber sind...


                                    Soll heißen:
                                    Ich hab mich damit abgefunden, daß ich in dem von Dir beschriebenen und gemeinten Sinne wahrscheinlich "nie wieder" psychisch vollständig gesund sein werde. Ist so. Ebenso, wie ein Diabetiker seine Diabetes in 99% der Fälle nicht wieder loswird.

                                    Ich kann aber TROTZDEM versuchen, das Beste aus meinen nächsten 30 bis 40 oder 50 Jahren zu machen, auch, wenn es vielleicht nicht immer ganz so locker-leicht-entspannt, sorglos und freudvoll werden wird wie vor 20 Jahren.

                                    Aber immerhin HAB ich mein Leben noch!

                                    Überleg mal, wie viele "arme Schweine" so tief in der Scheiße stecken - auch in Depris und Angststörungen -, daß sie das Haus nicht mehr verlassen können!? Die nicht mehr selbst einkaufen gehen können, weil sie schon vor der Haustür Schweißausbrüche bekommen und zusammenklappen - von Fahrrad-Touren und kilometerlangen Wanderungen gar nicht zu reden!? Die ihre AD und Benzos täglich so hochdosiert nehmen müssen und trotzdem nur vor sich hin existieren!?

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                                    • Re: Trotz 2J Therapie und ausschleichen v. Citalopram wieder Einbruch - Depression?

                                      Ja, ich kann Deinen Frust, Ärger und die Unsicherheit absolut nachvollziehen. 100%.
                                      Ich hab zehn Tage Corona hinter mir, und in den ersten fünf Tagen hat mich die Depri noch obendrauf so richtig schön runtergezogen. Ich bin auch heute - zwölf Tage später - immer noch nicht wieder bei 100% - 100% von den maximal 90 oder so, die seit 2013 das Maximum zu sein scheinen.

                                      => Soll heißen: Ich hab mich damit abgefunden, daß es - bis auf einzelne Momente oder mal Stunden / nen halben Tag oder so - stimmungstechnisch wahrscheinlich nie wieder auf mehr als diese 90% des Vor-Depri-Niveaus hinausgehen wird. Is so. Klar wär's mir anders lieber. Und ich brauch dafür die 20mg Fluo täglich, so wie es aussieht. Auch das wäre mir anders lieber.

                                      Is aber so.

                                      Klar weiß ich um die Nebenwirkungen der Cita's bei Dir.

                                      Aber auch hier kann ich mich nur nochmal wiederholen:
                                      Wenn Du ggfs. eh neu einschleichen mußt, warum fragst Du Deinen Psychiater dann nicht, es mit einem anderen SSRI zu versuchen? Fluoxetin, Sertralin, keine Ahnung, was es sonst noch alles gibt.
                                      Vielleicht ist ausgerechnet das Cita eben nicht das optimale Medikament für Dich. Hilft zwar zuverlässig, einerseits, verursacht Dir allerdings die Gewichtsprobleme.

                                      => Wenn Dir u.a. das so wichtig ist - und nehmen wir ansonsten die Einnahme eines AD mal als gegeben hin -, dann besprich das mit Deinem Arzt und probier ein anderes AD aus. Was hast Du zu verlieren?

                                      Was wäre denn im Zweifelsfall so "schlimm" daran, bis zu Deinem Lebensende 20mg Fluo oder 10mg Sertra einnahmen zu müssen, damit aber einigermaßen glücklich und zufrieden leben zu können? Mit Einnahme dieses AD dann all die von Dir genannten Ziele mit Spaß und Freude erleben zu können? Zunehmend zu mehr Gelassenheit und Zufriedenheit zurückzufinden?

                                      Weißt Du:
                                      Ich glaube, das / "unser" größtes Problem ist, daß Antidepressiva und deren Einnahme immer noch mit einem Stigma belegt sind. Und natürlich gibt's da die heftigeren, auf die das zutreffen mag, mit denen man vorsichtiger sein muß und die man nur solange einnehmen sollte, wie man sie unbedingt benötigt.

                                      Aber hey - wir beide können uns doch wirklich glücklich schätzen, wenn und daß uns so ein vergleichsweise sanftes Präparat wie Cita oder Fluo hilft!!

                                      Genauso, wie ein Diabetiker froh sein kann, daß er sich "nur" etwas Insulin spritzen muß. Okay - er darf es nicht vergessen, sonst kann es schnell kritisch werden. Aber solange er es einnimmt, passiert ihm i.d.R. absolut nix.
                                      Da konnte ich während meiner chronischen Gastritis anderthalb Jahre lang von träumen, als Omeprazol und Pantoprazol nur noch teilweise gewirkt haben und ich zunehmend verunsicherter wurde, was ich noch essen darf / kann, ohne Magenschmerzen und Reflux zu bekommen...


                                      Wie würde es sich denn für Dich anfühlen, wenn Du als Dein oberstes Ziel ab sofort setzt:

                                      "Ich will zufriedener und glücklicher sein und versuchen, meine Ziele zu erreichen, und wenn ich dafür ein AD wie Cita oder Fluo einnehmen muß, dann ist das okay!"

                                      => Umdenken!!

                                      Im Ernst:
                                      Du nimmst aktuell bei Bedarf Benzos ein, hast Du wenigstens 2x geschrieben!!
                                      => Dagegen ist ne 10er oder 20er Dosis SSRI wirklich fast schon ein Zuckerbonbon!


                                      Wir kennen uns ja mittlerweile schon ein wenig, und wie ich eingangs schon sagte, kennst Du meine Meinung ja im Prinzip auch.

                                      Aber ich hab gelernt und lerne wirklich, zu akzeptieren und wo möglich und sinnvoll, den Weg des geringeren Widerstands zu gehen. Klar - manchmal geht's nicht anders, da muß ich mich dann auch irgendwo durchbeißen. Aber wenn es Dinge und Umstände gibt, wo das nicht geht - wie eben offenbar bei mir die Einnahme des Fluo's -, naja, dann ist das eben so. Dafür hab ich keine Nackenschmerzen, nur noch sehr selten Gastritis, und insgesamt deutlich weniger Depris und Ängste.


                                      @Naturefreak,
                                      wir sind MENSCHEN, jeder von uns verschieden - keine eineiigen, identisch gebauten Roboter, die alle nach Schema F funktionieren und in festgeschriebenen Wartungsintervallen das Schmieröl XY brauchen.




                                      Laß das alles sacken, horche in Dich hinein, womit Du Dich am wohlsten fühlst - und dann laß locker!


                                      Du sollst Deine ganzen Probleme und Ursachen nicht vergessen.
                                      Aber es macht auch keinen Sinn, immer und immer wieder im Urschlamm herumzuwühlen. Du HAST das alles aufgearbeitet, Du KENNST Deine Baustellen. Und nicht alles kann man immer voll aktiv anpacken und innerhalb von ein paar Wochen oder Monaten bewältigen - manches (vor allem sehr altes) braucht Zeit - und manches (besonders ganz ganz altes aus der frühen Kindheit) wird man u.U. nie wieder los. Da kann auch ein (guter!) Therapeut nichts anderes machen als zu versuchen einem Handwerkszeug mitzugeben, damit das besser verpacken kann, die Trigger erkennt und die Reaktion mit der Zeit immer besser zu entschärfen und zu kontrollieren
                                      Die (reflexartige, automatische) Reaktionszeit zwischen Reiz / Impuls und Reaktion liegt irgendwo zwischen 130 und 180 msec ! Täglich praktizierende Mönche schaffen es mit viel viel Übung, in diesen sehr kurzen Zeitraum zu gelangen und ihre Reaktion zu entschärfen - und praktizierende Mönche unterliegen im Kloster idR noch nicht einmal der Fülle an modernen, digitalen Reizen, denen wir moderne Menschen jeden Moment unterliegen

                                      => Ich will Dir mit all dem hier auch nur wieder Argumente an die Hand geben, nicht zu streng mit Dir zu sein, sondern sehr viel nachsichtiger mit Dir zu sein! Unser modernes Leben heutzutage ist nicht "menschenkonform", keine "artgerechte Haltung", wenn man so will, und wir sind eben alle keine perfekt geölten und programmierten Maschinen, die all den tägliche Input und Streß plus Schicksalsschläge einfach irgendwo auf ner Festplatte wegspeichern und sich dem nächsten Problem widmen.


                                      Also:
                                      Denk mal über ein Gespräch mit Deinem Psychiater und einen Wechsel rüber auf Fluo oder Sertralin etc. nach.


                                      LG

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                                      • Re: Trotz 2J Therapie und ausschleichen v. Citalopram wieder Einbruch - Depression?

                                        Moin

                                        Als konstanten Fluoxetin-Einnehmer und Akzeptanz-Prediger kennst Du meine Meinung sicher

                                        Fakt ist, daß Du es selbst mit dieser Aussage auf den entscheidenden Punkt gebracht hast:


                                        => Es ist nunmal so.

                                        Würdest Du einem Diabetiker empfehlen, sein tägliches Insulin wegzulassen? Jemandem, dem die Schilddrüse entfernt wurde, die Hormone? Jemandem mit Bluthochdruck seine Beta-Blocker?

                                        JA:
                                        In den besagten Fällen sprechen wir von ziemlich eindeutigen körperlichen Beschwerden und Ursachen, weshalb diese Menschen dann gezwungen sind, bis zum Ende ihres Lebens Medikamente einzunehmen. Richtig.

                                        Fakt ist aber auch, daß der gesamte Neurotransmitterhaushalt und die Wirkweise der AD nach wie vor in den Kinderschuhen steckt, man nach wie vor nichts genaues weiß, jeder Mensch leicht anders darauf reagiert und viele der Medis sogar nur durch Zufall als scheinbar wirksam gegen Depris und Ängste entdeckt worden sind.


                                        Zweitens:
                                        Ja, Du hast vieles auf Deiner Liste stehen, das Du gern aufgearbeitet haben möchtest.
                                        Tatsache ist aber auch, daß unser modernes, schnelles, digitales Leben mit all seinen Reizen und Verlockungen kein Vergleich mehr zu dem ist, was vorangegangene Generationen erlebt haben. Allein schon die Geschwindigkeit der Veränderungen um uns herum: Zwischen "epochalen" Generationsereignissen liegen keine 25 oder 50 Jahre mehr - allein in den letzten 10-15 Jahren passiert jedes Jahr irgendwas neues, und unsere Medien geben sich größte Mühe, die Angst auch noch zu schüren und aufrechtzuerhalten. Uns wird permanent tagtäglich Betroffenheit für alles mögliche eingeimpft - teilweise für Dinge, die Menschen vor hundert oder fünfhundert Jahren nicht zu kümmern brauchten, weil sie am anderen Ende des Landes, Europas oder gar der Welt stattgefunden haben.

                                        Und ich will auch nichts davon herunterspielen - weder den Ukraine-Krieg, noch Corona, noch die Klima- oder irgendeine Flüchtlingskrise. Absolut nicht.
                                        Aber überleg mal, was all diese Katastrophenmeldungen, mit denen wir tagtäglich zugeschmissen werden, für unsere Psyche bedeuten. Für eine Psyche, die auf Stabilität ausgerichtet ist, auf Sicherheit, auf Geborgenheit, Liebe und Überleben

                                        Und JETZT packst Du in das Fundament all die Dinge, mit denen jeder Mensch schon seit jeher zu tun und kämpfen hat: Der eigenen Gesundheit bzw. Krankheit, dem Älterwerden, Existenzängste, Sorge um Familienangehörige, Sterben und Tod. Dem Streben nach einer gewissen Form von Bestätigung, Selbstverwirklichung und -wirksamkeit. In einer Welt der Medien, voller Influencer, voller Life Coaches und allen möglichen Menschen, die einem einreden, man könnte jederzeit und auch bis ins hohe Alter hinein noch alles erreichen (oder zumindest vieles), was man nur möchte...

                                        Was meinst Du, was das für einen Druck auf "dich" ausübt? Bewußt, aber auch unbewußt? Die komplette Summe all dessen.

                                        Nicht falsch verstehen:
                                        Natürlich gibt's Menschen, die das alles gewuppt bekommen. Die sich noch mit 50 oder 70 an der Uni einschreiben und Physik studieren. Die mit 60 durch's Himalay kraxeln. Mit 70 noch regelmäßig nen 10km-Lauf absolvieren. Usw. Und sicher sind das auch nicht wenige.

                                        => Aber es ist NICHT die Regel!

                                        => Die meisten modernen Menschen in unseren Industrienationen haben heutzutage gewaltig was zu schultern. Und jeder Mensch und die Psyche - ebenso wie der Körper - eines von uns ist anders: Der eine reagiert auf Streß mit chronischen Rückenschmerzen, der nächste mit Gastritis, ein Dritter entwickelt Bluthochdruck, und unsereins hat eben Depressionen und Ängste. NICHTS davon ist schön! - und da ich 2008-2010 phasenweise mit üblen Nackenschmerzen und 2011-2013 heftig mit Gastritis zu kämpfen hatte, muß ich fast schon sagen, daß mir die Depris auf meinem derzeitigen Level sogar beinahe lieber sind...


                                        Soll heißen:
                                        Ich hab mich damit abgefunden, daß ich in dem von Dir beschriebenen und gemeinten Sinne wahrscheinlich "nie wieder" psychisch vollständig gesund sein werde. Ist so. Ebenso, wie ein Diabetiker seine Diabetes in 99% der Fälle nicht wieder loswird.

                                        Ich kann aber TROTZDEM versuchen, das Beste aus meinen nächsten 30 bis 40 oder 50 Jahren zu machen, auch, wenn es vielleicht nicht immer ganz so locker-leicht-entspannt, sorglos und freudvoll werden wird wie vor 20 Jahren.

                                        Aber immerhin HAB ich mein Leben noch!

                                        Überleg mal, wie viele "arme Schweine" so tief in der Scheiße stecken - auch in Depris und Angststörungen -, daß sie das Haus nicht mehr verlassen können!? Die nicht mehr selbst einkaufen gehen können, weil sie schon vor der Haustür Schweißausbrüche bekommen und zusammenklappen - von Fahrrad-Touren und kilometerlangen Wanderungen gar nicht zu reden!? Die ihre AD und Benzos täglich so hochdosiert nehmen müssen und trotzdem nur vor sich hin existieren!?
                                        Hallo Alex, ich machs fürs erste kurz, ICH DANKE DIR FÜR DEINE MUTMACHZEILEN

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                                        • Re: Trotz 2J Therapie und ausschleichen v. Citalopram wieder Einbruch - Depression?

                                          Tired

                                          Hallo Mädchen , du bist ja was Benzos anbelangt ja eher auf der relaxteren Seite. Ich wollte dich fragen, wie du das siehst. Ich möchte unbedingt es schaffen ohne Wiedereinnahme der Cita in den Sommer zu kommen. Ich habe allerdings so ein Gefühl, dass es vielleicht sinnvoll ist für ein paar Tage einmal ein halbe Bromazepam zu nehmen (1.5,g von einer 3mg Tablette). Bei mir reicht relativ wenig um mich zu zentrieren zu entspannen. So wie es jetzt aussieht, schaffen wir es durch unsere letzten Umsätze und Verkäufe, bis Ende Mai bis auf einen Restkredit von 22.000 Euro Schuldenfrei zu sein . Was hälts du davon für zumindest 5-6 Tage eine Dosis von einer halben 3mg Bromazepam zu nehmen. Ich bin der Überzeugung, dass für diese paar Tage keine Abhängigkeit entsteht.

                                          Weiters möchte ich auf eine psychosomatische Reha gehen. Habt ihr Erfahrungen damit? Macht es Sinn?

                                          Heute habe ich mit dem Labor dass Gespräch bezüglich meines Neuro-Stress-Test. Wenn ich mir meine Hormone/Neurotransmitter ansehe die im Argen liegen, dann ist es auch auf der medizinischen Seite nachvollziehbar das ich auf Reserve bin.

                                          Tired , alex_77 Schaut auch mal die Erklärungen dazu an.

                                          NORADRENALINMANGEL (hab ich)

                                          Der erhöhte Noradrenalin-Wert und das gesteigerte Noradrenalin/Adrenalin-Verhältnis können jedoch nicht über längere Zeit gehalten werden, so dass bei fortschreitender Erschöpfung des Körpers unter Stresseinwirkung der Noradrenalin-Spiegel auf einen sehr niedrigen Wert abfällt, wie es bei dem Burnout-Syndrom zu beobachten ist.

                                          ADRENALINMANGEL (hab ich)

                                          ...... ist mit einem Mangel an Adrenalin eine starke Einschränkung der Konzentrationsfähigkeit und Vitalität verbunden. Dies kann zum Beispiel bei dem chronischen Müdigkeitssyndrom (CMS) beobachtet werden.

                                          Bei dauerhafter Stresseinwirkung wird das Immunsystem zunehmend geschwächt, die Gefahr für Infektionen steigt an. Magen und Darm sind langfristig zu wenig durchblutet, so dass die Gefahr von Schleimhautentzündungen und Magengeschwüren deutlich steigt.

                                          CORTISOLÜBERSCHUSS (hab ich)

                                          Ein Cortisolüberschuss, aufgrund eines gestörten Hormon-Neurotransmitter-Zusammenspiels sorgt unter anderem zu Stoffwechselstörungen, Übergewicht, Diabetes, Immundefekten und Depressionen führt.

                                          Cortisol-Mangel ist eine mögliche Folge von lang anhaltenden Stressbelastungen und wird insbesondere bei dem Burnout-Syndrom beobachtet. Durch den dauerhaften Stresszustand wird die Tages-Cortisolproduktion anfangs deutlich gesteigert, im Laufe der Zeit jedoch zunehmend blockiert, wodurch der natürliche Cortisol-Tagesrhythmus erheblich gestört und schließlich aufgehoben wird.

                                          DHEAMANGEL (hab ich)

                                          DHEA ist ein bedeutender Vorläufer der weiblichen und männlichen Geschlechtshormone und kann als Vorstufe der weiblichen(Östrogene) und männlichen (Androgene) Geschlechtshormone angesehen werden kann.

                                          DHEAS fördert den Muskelaufbau und greift in den Fettstoffwechsel. Weiterhin wirkt es auf den Menschen motivierend, hat anti-depressive Eigenschaften und steigert die Wahrnehmungsfähigkeit. Man kann DHEAS zu den Neurohormonen zählen, da es auch direkt im Zentralen Nervensystem (ZNS) gebildet werden kann. DHEAS kann vermutlich Bindungsstellen im Nervensystem besetzen, die eigentlich für neuronale Botenstoffe (Neurotransmitter) vorgesehen sind. So führt DHEAS möglicherweise zu einer Erhöhung des Serotonin-Gehaltes spezifischer Hirnregionen. Deshalb hat es auch eine große Bedeutung in der Stressdiagnostik. DHEAS-Mangel kann auch zu niedrigen Testosteronwerten führen. JAAA HAB ICH AUCH

                                          Abfallenden DHEAS-Konzentration

                                          • Kräfteverfall
                                          • Müdigkeit
                                          • Antriebsschwäche
                                          • Muskelabbau
                                          • Gewichtszunahme (Fettanteil)
                                          • Libidoverlust
                                          • Einbußen in der geistigen Leistungsfähigkeit, Schlafstörungen
                                          • Depressionen

                                          Empfohlene Mittel

                                          • Balance D (Mucuna Pruriens Extrakte)
                                          • Vitamin C
                                          • Vitamin B-Komplex
                                          • Folsäure
                                          • SAM (S-Adenosylmethionin)
                                          • 5-HTP von SerenePro
                                          • Testosteron Substitution

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                                          • Re: Trotz 2J Therapie und ausschleichen v. Citalopram wieder Einbruch - Depression?

                                            Hi Naturefreak,
                                            ich nehme an du sprichst von Lorazepam, wo 1,5mg. relativ viel ist wenn man gut drauf anspricht, zu vergleichen mit 7,5mg Diazepam.
                                            Aber, das ist gar nicht so relevant, ob di r nun 0,5mg. helfen, oder zwei.
                                            Ich persönlich habe da in d er Tat kein Problem mit, habe Benzos selber über längere Zeiträume genommen wenn es medizinisch angesagt war, aber auch wenns mir einfach schlecht ging, für mich war das immer eine gute Überbrückung der "heißen" Phasen.
                                            Das was zu beachten ist, man sollte es möglichst nicht jeden Tag nehmen, also mal ein oder zwei Tage auslassen, oder auch mehr je nach Befinden und max. drei Wochen lang, am Besten ist es man zieht nach einer Woche bis zehn Tagen die Reißleine wenn man es täglich nimmt und lässt es konsequent wieder weg, wenn das schwer fällt am Besten Finger davon lassen.
                                            Wichtig wäre auch das mit dem Arzt abzusprechen, ich denke mal du hast das Medi für genau solche Situationen bekommen und von daher spricht auch nichts dagegen es zu nutzen wenn man eine Notwendigkeit sieht.
                                            Ich habe festgestellt dass es mir zwar erst einmal hilft, wenn ich es aber einige Tage genommen habe schleichen sich NW ein, Träume bleiben aus, ein Hangover etc. da lasse ich es schon von ganz alleine wieder weg.
                                            Alles kein Thema solange man das rein therapeutisch sieht und nicht als etwas ohne dass es einem generell schlechter geht, also Gedanken bekommt die eine Sucht fördern könnten.
                                            Wenn man nun nicht gerade mehrere Ärzte hat die das verschreiben, dann hat der Arzt ja ohnehin Kontrolle über die Einnahme und ab wann eben nichts mehr verschrieben wird.
                                            Also wenn du die Benzos nicht mit super gut und hätte ich am liebsten immer assoziierst, kein Problem damit hast sie wieder weg zu lassen und die empfohlene Einnahmedauer nicht überschreitest, dann können sie echt ein Segen sein um schlechte Zeiten etwas abzumildern, dadurch wieder in ruhigeres Fahrwasser zu kommen.

                                            Zu den anderen Punkten.
                                            Naja, es ist schwierig, weil teilweise noch nicht erforscht was da alles beeinflusst wird und teilweise einfach zu viel um es zeitnah zu regulieren, den Ursachen auf die Spur zu kommen.
                                            Deshalb sollte man psychosomatisch am Ball bleiben und sich die Physis betreffend Stück für Stück voran arbeiten, eine Therapie nach der anderen ausprobieren, schauen was man an Selbsthilfe zusätzlich tun kann.
                                            Verlier nicht die Geduld, geh nicht alles auf einmal an, übernimm dich nicht damit deine ganze Kraft in die möglichen physischen Ursachen zu stecken, sondern pick dir was raus und gehe dem nach.
                                            Wenn man viele Symptome hat, dann gibt es fast immer nur eine Ursache, man muss sich also nicht in den vielfältigen Symptomen und möglichen Ursachen verlieren, es reicht eins nach dem anderen anzugehen.
                                            Was die Hormone betrifft dürfte ja ohnehin alles in einer Hand sein und nach einer Ursache geschaut werden.

                                            Mach dich nicht verrückt indem du immer weiter suchst nach noch mehr möglichen Ursachen, bleib erst einmal an dem dran was du hast um das auszuschließen oder als Ursache zu bestätigen.
                                            Und schau dass du bei dir bleibst, Orte und Zeit hast wo du ganz für dich da sein kannst, dich erholen, dich entspannen, Zeit genießen, auch das hat Einfluss auf Hormone.

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                                            • Re: Trotz 2J Therapie und ausschleichen v. Citalopram wieder Einbruch - Depression?

                                              Ohje, etwas langatmig geworden, hoffe du kannst dennoch was mit anfangen.

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                                              • Re: Trotz 2J Therapie und ausschleichen v. Citalopram wieder Einbruch - Depression?

                                                Hi Naturefreak,
                                                ich nehme an du sprichst von Lorazepam, wo 1,5mg. relativ viel ist wenn man gut drauf anspricht, zu vergleichen mit 7,5mg Diazepam.
                                                Aber, das ist gar nicht so relevant, ob di r nun 0,5mg. helfen, oder zwei.
                                                Ich persönlich habe da in d er Tat kein Problem mit, habe Benzos selber über längere Zeiträume genommen wenn es medizinisch angesagt war, aber auch wenns mir einfach schlecht ging, für mich war das immer eine gute Überbrückung der "heißen" Phasen.
                                                .
                                                Nein ich meine Bromazepam siehe Äquivalent

                                                2.5mg Diazepam sind 1.5mg Bromazepam

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                                                • Re: Trotz 2J Therapie und ausschleichen v. Citalopram wieder Einbruch - Depression?

                                                  Hi Naturefreak,
                                                  Zu den anderen Punkten.
                                                  Naja, es ist schwierig, weil teilweise noch nicht erforscht was da alles beeinflusst wird und teilweise einfach zu viel um es zeitnah zu regulieren, den Ursachen auf die Spur zu kommen.
                                                  Deshalb sollte man psychosomatisch am Ball bleiben und sich die Physis betreffend Stück für Stück voran arbeiten, eine Therapie nach der anderen ausprobieren, schauen was man an Selbsthilfe zusätzlich tun kann.
                                                  Verlier nicht die Geduld, geh nicht alles auf einmal an, übernimm dich nicht damit deine ganze Kraft in die möglichen physischen Ursachen zu stecken, sondern pick dir was raus und gehe dem nach.
                                                  Wenn man viele Symptome hat, dann gibt es fast immer nur eine Ursache, man muss sich also nicht in den vielfältigen Symptomen und möglichen Ursachen verlieren, es reicht eins nach dem anderen anzugehen.
                                                  Was die Hormone betrifft dürfte ja ohnehin alles in einer Hand sein und nach einer Ursache geschaut werden.

                                                  Mach dich nicht verrückt indem du immer weiter suchst nach noch mehr möglichen Ursachen, bleib erst einmal an dem dran was du hast um das auszuschließen oder als Ursache zu bestätigen.
                                                  Und schau dass du bei dir bleibst, Orte und Zeit hast wo du ganz für dich da sein kannst, dich erholen, dich entspannen, Zeit genießen, auch das hat Einfluss auf Hormone.
                                                  Nein nein, ich bin nicht eine Diagnose .

                                                  Hatte heute mit der Laborärztin ein längeres Gespräch bzgl. der untersuchten Werte. Zusätzlich zu den bisher bestimmten Hormonen und Neurotransmitter werden ich jetzt noch die unten angeführten Werte besimmen lassen, da gerade niedrige DHEA-Werte bie Männern auch Anzeichen von niedrigen Testosteronwerten sind.

                                                  ---DHEA-S(ulfatisiert)
                                                  ---DHEA-F(reies)
                                                  ---Pregnenolon (steht an der hochen Stelle werden dann DHR)
                                                  ---Darmflora bestimmen im Stuhl
                                                  ---Darm-Microbiom Methode NGS

                                                  Vor 2 Jahren hatte ich das schon mal abgeklärt und da war der Testosteronwert 3x unter den Grenzwerten. Libidoprobleme hatte/habe ich nicht, aber erniedrigte Testosteronwerte können folgende Symptome hervorrufen

                                                  ---Nachlassen des sexuellen Verlangens (Libidoverlust),
                                                  ---Erektionsstörungen,
                                                  ---Rückgang der sexuellen Aktivität,
                                                  ---Stimmungsschwankungen, depressive Stimmungen und Antriebsverlust,
                                                  ---Schlafstörungen,
                                                  ---Rückgang der Muskulatur,
                                                  ---Verkleinerung der Hoden,
                                                  ---Zunahme des Bauchfetts,
                                                  ---Männliche Brustvergrößerung (Gynäkomastie),
                                                  ---Anzeichen des metabolischen Syndroms, sowie
                                                  ---kognitive Störungen, vor allem Verringerung der räumlichen Wahrnehmungsfähigkeit.

                                                  ich dazumals auf eine Supplementierung verzichtet wegen den unter Umständen auftretenden Nebenwirkungen wie hoher Blutdruck und erhöhte Herzinfarktanfälligkeit. Nebennierenschwäche kann ich so jetzt nicht beurteilen. Wenn ich die 2 Runde der Untersuchen fertig habe gehts ab zum Endokrinologen. Ich bin mittlerweile so weit informiert, dass ich mich nicht alleine auf Laborwerte besinne - "ich bin nicht meine Diagnose" .

                                                  Grundsätzlich ist die Veränderung der Stressfaktoren und Veränderung der Work-Life-Balance der wichtigste Schlüssel. Aber mit den folgenden Nahrungsergänzungsmitteln werde ich nach Empfehlung des Labores und dem dazu angeschlossenen Fachinstitut supplementieren.

                                                  • Vitamin C
                                                  • Vitamin B-Komplex
                                                  • Folsäure
                                                  • SAM (S-Adenosylmethionin)
                                                  • 5-HTP von SerenePro
                                                  • Testosteron Substitution (sofern notwendig)

                                                  LG

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                                                  • Re: Trotz 2J Therapie und ausschleichen v. Citalopram wieder Einbruch - Depression?

                                                    Da tut sich doch schon einiges, also versuchen gelassen abzuwarten wie sich das entwickelt, auch wenn du beim Facharzt bist.


                                                    Ja, das ist schon eine recht niedrige Dosierung vom Benzo, eigentlich optimal wenns in der Dosierung hilft und man es nicht zu lange braucht.

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