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"zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

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  • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

    Liebe Venus, mir geht es nicht anders als dir, wenn ich mein Blabla von gestern lese. Kann mir nicht vorstellen, dass das jemand verstehen kann. Da war ich wohl schon im Dämmerzustand. Ich schreib es aber nicht neu und hoffe auf deine Kombinationsgabe. Bei Fragen, einfach nachhaken.

    Das Stehvermögen ist – zumindest bei mir – extremst kopfgesteuert.
    Das hier ist aber so missverständlich, dass ich es nachjustieren will. Mit „kopfgesteuert“ meine ich nicht Vernunft oder Planung, sondern Phantasie. Die kann sich nicht entwickeln, wenn ich Probleme wälze.

    Über 50 Klicks seit gestern Abend und kein Mann hat den Mut gehabt dir mit seiner Meinung zu helfen? Das ist Schade. Oder waren das alles nur Frauen?

    Liebe Männer, Venus hat ein wirkliches Problem und bittet um eure Hilfe. Jeder Mensch ist anders, hat andere Empfindungen und andere Vorstellungen. Ich bin nicht das Maß der Dinge. Meine Aussage ist nicht richtig und nicht falsch, sondern nur ein Befinden. Das muss nicht mit KFs übereinstimmen. Venus benötigt mehr Ansichten, damit sie sich ein besseres Bild machen und die hoffentlich richtige Entscheidung treffen kann. Vielleicht habt ihr auch Tipps. Ihr helft damit nicht nur ihr, sondern sicher auch anderen Frauen, denen es vielleicht ähnlich geht.

    LG Leo




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    • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

      Ihr Lieben, ich hoffe, Ihr hattet alles die Art von Weihnachtsfest, die Ihr euch gewünscht habt! )

      Lieber Leo,
      wow - sooo viel Input! Danke!
      Das "Blabla" ist keines, manchmal be-schreibt man Emotionen und ist ggfs. auch von diesen dabei gesteuert, manchmal eben rational-reflektiert über diese Emotionen. Beide Perspektiven sind mMn wichtig und aufschlussreich.

      Ich finde es immer wieder spannend, die männliche Perspektive zu lesen, denn die ist doch sehr oft anders als meine.

      Manchmal erschrecke ich vor meiner eigenen Oberflächlichkeit oder Kaltblütigkeit - wenn ich nämlich Konflikte mit KF vermeide, dann nur aus Gründen der Energieersparnis und nicht, weil ich Angst habe, ihn zu verlieren. Und wenn ich die Pferde satteln würde und abziehen, dann deshalb, weil ich soweit wäre und ihm gar keine Chance geben wollte, mich aufzuhalten. Wenn ich nicht mehr will, kann mich niemand mehr vom Gegenteil überzeugen. Und überreden lass ich mich nicht. Dann wäre es mir auch egal, ob er die Welt nicht mehr versteht, weil ich nicht auf selbiger bin, um sie ihm zu erklären.

      Aber vielleicht hab ich mir genau deshalb jemanden wie KF gesucht, der eh keine richtige Beziehung eingehen kann (keine Zeit, vielleicht auch nicht genug Tiefgang, zumindest für meinen Geschmack - oder Angst vor zu viel Nähe. Davon hab ich auch was, denke ich...). Vielleicht hab ich das getan, damit ich jederzeit Schluss machen kann ohne Konsequenzen. Vielleicht ist er ja auch so sensibel, dass er das bewusst oder unbewusst spürt und vielleicht ist seine Libido deshalb beeinträchtigt.

      Ich modelliere zwar ab und zu so ein wenig herum an unserer "Beziehung" und finde vieles auch sehr schön, aber insgesamt hab ich keine Zukunftspläne für uns. Selbst für mich hab ich ja nur wenige und bin nicht sicher, ob ich eine Chance habe, die zu realisieren.

      Manchmal fühl ich mich sehr innig mit KF verbunden, aber oftmals denke ich genau das Gegenteil: da ist nicht genug, was uns verbindet. Ich halte seine politische Einstellung für naiv und oberflächlich, ich finde seine Herangehensweise an diese Paarbeziehungen naiv und zum Scheitern verurteilt, ich finde bei ihm selber keine interessante Zukunftsvision für sein eigenes Leben. Sicherlich liegt diese überwiegend negative Bewertung auch daran, dass pandemiebedingt zur Zeit keine gemeinsamen Unternehmungen möglich sind, die wir beide genießen, wie zB einfach mal richtig tanzen gehen oder mit anderen Menschen treffen und Spaß haben, vielleicht auch rumflirten. So fühlen wir diese lebendige Gemeinsamkeit nicht. (Bzw. liegt das an meinem Impfstatus, aber selbst wenn ich jetzt schon 2G hätte, würde ich aktuell die Kosten für diese Parties scheuen, die Eintrittspreise sind heftig!)
      Das Ungewöhnlichste an ihm sind ja seine erotischen Vorlieben, und das Spannende für mich daran sind die Überschneidungen mit meinen; die können wir theoretisch zwar auch gemeinsam mal nur zu weit ausleben, aber praktisch kommt es nicht dazu, weil er nicht in die Gänge kommt, warum auch immer.

      Am Weihnachts-WE kam es auch zum Sex, da will ich mich gar nicht beschweren. Ich hab mich aber auch ganz schön ins Zeug gelegt. Da wären andere schneller angesprungen. Gut, andere sind vielleicht auch nicht so krass überarbeitet.

      (Übrigens- das Paar, das wir am Donnerstag vor Heiligabend getroffen haben, fiel so in die Kategorie "nett, aber ganz gewiss wollen wir euch nicht an die Wäsche" - immerhin waren KF und ich uns da einig. Nun müssen wir denen das noch freundlich beibringen. Auch blöd, sowas, ich hab da keine Lust zu....)


      Ich würde mich natürlich immer noch über Input von anderen Männern freuen, denn je mehr ich lerne, desto besser.

      Ich glaube, ich tu das alles einfach nur, um mich noch irgendwie lebendig zu fühlen. Die letzten 2 Jahre haben mir extrem zu schaffen gemacht und daran hat sich nichts geändert. Ich hab immer wieder diese "Morgentiefs", etwa jeden 2. Tag kommen mir die Tränen. Ich bin dauernd auf der Kippe, mein Glas ist (natürlich!) gleichzeitig halbvoll und halbleer.
      Selbst über offensichtlich positive Entwicklungen kann ich mich nicht richtig freuen, weil ich zulasse, dass mich Schuldgefühle belasten. Alles, was eigentlich gut ist, fühlt sich für mich traurig an. Das, was schön sein könnte, mach ich lieber kaputt, als mich drüber zu freuen, weil ich das Gefühl habe, ich darf diese Freude nicht empfinden.
      Ich fühle mich zur Zeit nicht in der Lage, etwas zu konstruieren, zu erschaffen. Stattdessen will ich zerschlagen, zerstören... ich bin wütend über das, was geschieht! Und ich kann's nicht ändern. Bin machtlos.
      Eigentlich will ich die Gefühle, die mich belasten, so zerstören oder transformieren, aber aus alter Gewohnheit laufe ich dabei auch Gefahr, das zu zerkloppen, was mir eigentlich wichtig ist oder wichtig sein könnte...

      Es ist schon irre, wie einen so ein Ego am Leben erhält. Für nichts und wieder nichts.

      Nun ist genug... gute Nacht!

      GLG
      V














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      • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

        Hallo liebe Meute

        Ich habe heute spontan mein Hab und Gut in den Bus verfrachtet und bin böswillig ausgezogen wieder einmal. Venus, das dürfte am Halbmond liegen, oder etwa doch an den Eierstöcken oder vielleicht gar der Zirbeldrüse, weil dein Text könnte von mir sein. Nur mir dem Unterschied, ich bin nicht echt sauer. Das war eher so eine Art Krach-Bumm, um etwas auszulösen, was ausgelöst werden wollte.
        Meine Überlegung war, hau ab, wenn du das nicht jetzt machst, dann gehts wieder lange nicht. Tja und nun sitze ich mit Kaputze und Daunenjacke in meinem Bauernhaus und mein PC -Platz ist wieder eingenommen. Hinter mir prasselt das Feuer im Kachelherd und vor mir blitzt durch den Vorhang die Lichterkette, die ich ins Fenster drapiert hatte vor ein paar Tagen, oder waren es Wochen..??

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        • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

          Venus, alles was recht ist, man darf sich nicht aufdrängen, wenn man spürt, dass jemand keinen Bock hat. Dann mmacht man halt Pause.
          Ich bin immer wieder irrsinnig dankbar und froh, weil ich auch sehr, sehr gut alleine zurecht komme und ich weiß, mein Gefährte ebenso.
          Diesen Trumpf hast auch du in der Hand Venus und KF ebenso. Warum denkst du also noch lang nach? Wenns sein darf und will, dann gibts natürliches Zusammenkommen, wenn nicht, dann kommt halt etwas anderes dran.

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          • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

            Update:

            Zuerst einmal guten Start ins neue Jahr an alle! Möge es gut und zufriedenstellend verlaufen bei jedem Einzelnen und viel bringen, was gut zu brauchen ist, um euer Glück zu vermehren!

            Bei mir war der kurze Break mit meinem S. wieder förderlich, er hat Gutes gebracht. Wie es aussieht gehts frisch und munter wieder weiter, die Aussprache heute war sehr einträglich und verbindlich. Als ob es immer schöner werden würde, nach jedem Knacks. Fast kommt mir das schon vor, als würde das nichts anderes sein, als umzutopfen in ein immer größeres Gefäß, weil wir aus dem alten herausgewachsen sind.

            Ich war gerade einen Tag ( vermeintlich) solo, meldeten sich zwei frühere "Fans", als ob sie das gerochen hätten, beide am gleichen Tag, obwohl ich seit mehr als zwölf Jahren mit denen keinen Kontakt mehr hatte. Bei mir klingt das, als ob es hieße, egal wie es kommt, dir geht der Reichtum nie aus...am nächsten Tag schon könntest du weiterfeiern.
            Während der Zeit des Nachdenkens hat S noch keine Konkurrenz, die ihm annähernd nahe kommen könnte. Das sieht man manchmal erst wieder, wenn das in Gefahr ist.

            Fröhliches Weiterfeiern bei euch ebenso

            Ganz liebe Grüße


            Elektraa

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            • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

              Ein frohe(re)s Neues Jahr wünsch ich Euch allen!

              Beziehungstechnisch läuft es gerade wieder sehr schön mit KF und mit V. etwas weniger, aber das liegt in der Natur der Sache.

              Was du da beschreibst, Elektraa, ist mir auch schon oft passiert - und deinen Schluss daraus finde ich sehr weise! Ich denke auch, dass es um diese Erkenntnis geht, dass einem nix verloren geht. Man springt ja nicht plötzlich auf Typen an, die sich vor 12 Jahren zum letzten Mal gemeldet haben. Wen interessieren die noch! Die Botschaft ist wirklich einfach nur "Reichtum" - da geht immer noch was ;o) Wobei ich dennoch dazu stehe, A. nun aus meinem Leben gestrichen zu haben. In 12 Jahren hab ich sicherlich andere Kontaktdaten, da finden mich die Heinis von heute nicht mehr!

              Was mich allerdings richtig umtreibt jetzt, ist, dass ich allem Anschein nach in meiner aktuellen Lebenssituation nicht über die nötige Konzentrationsfähigkeit verfüge, um mich effektiv und effizient mit meiner Masterarbeit zu beschäftigen.

              Ich kämpfe mit meinem - selbstgewählten - Thema, inhaltlich, formal, in jeder Hinsicht. Wenn ich mir meine Bachelorarbeit anschaue, kann ich kaum glauben, wozu ich mal fähig war. Die war im Vergleich zu dem, was ich jetzt so produziere, ein Meisterwerk. Aber leider eben nur die Bachelorarbeit. Die Masterarbeit sollte das Meisterwerk werden. Aber da fehlt mir irgendwie das innere Feuer bei dem Thema (das ich grob umrissen habe mit der Analyse oder dem Versuch der Dekonstruktion eines "weiblichen Blicks" in den Arbeiten bestimmter Becher-Schülerinnen).
              Nun bin ich aber schon seit Sommer/Herbst letzten Jahres an dem Thema dran im Rahmen dieser Ausstellung meiner Freundin, die ich mitkuratiert habe. Bisher bin ich auch noch nicht überzeugt, dass ich es völlig loslassen sollte. Eigentlich bräuchte ich ne Stunde mit meinem Prof 1:1, aber der hat nie soviel Zeit. Im Kolloquium komm ich nicht dazu, all meine Ideen zu präsentieren (wobei die auch nicht alle so toll sind, aber ich muss ja ne Auswahl treffen).

              Vor allem bräuchte ich innere Ruhe für diese Aufgabe.

              Der Alltag mit Umzugsorganisation, der ganzen zeitlichen Koordinationsarbeit, den unangenehmen finanziellen Themen (Unterhalt von V., bis ich nen Job habe, der mich über die Runden bringt - aber darüber muss ich mit ihm sprechen, und wenn er an was hängt, dann an seinem Geld - das will er doch mir, der Ehebrecherin, nicht geben - auch wenn er gesetzlich verpflichtet ist. Und ich möchte nicht drum bitten)... das hält meine Gedanken fest, die können nicht zu einem Kunst-Thema fließen.

              V. würde sagen, ich bin selber schuld, hätte KF drangeben sollen und lieber mal in der Schmiede bleiben und den Master machen. Aber leider hätte ich das auch nicht gekonnt, denke ich. Auf jeden Fall nicht gewollt. KF aufgeben? Ich denke immer wieder daran und immer wieder stell ich fest, dass ich das wirklich nicht will. Der hat Gold im Herzen. Er interessiert sich für alles, was ich tue und denke. Er ist süß, er ist scharf, seine Haut samtweich, sein Blick geht mir durch und durch, er duftet und seine Berührungen bringen mich in Wallung ;o) kurz: ich bin völlig vernarrt in ihn.

              Über ihn könnte ich ne Masterarbeit schreiben. Über meine Gefühle zu ihm im Kontext mit Erkenntnisgewinn vielleicht. Welches Thema wäre das dann? Eigentlich wird er mir eher mit meiner letzten mündlichen Prüfung zum Thema Mode - Sexualität - Fetischismus helfen. Hat er sogar jetzt schon, jede Menge Anregung hab ich dazu von ihm.

              Welche Themen treiben mich sonst noch an? Heimat - Vergänglichkeit - Kunst - Sexualität - Liebe/Tod; Dekonstruktion von Dichotomien; Zeitlichkeiten, Raum/Zeit, Transformation...(Selbst-)Inszenierung; Perspektivenwechsel (Intersubjektivität: ich - der/die andere; "männlich"/"weiblich"; innen /außen; der Mensch in der Welt und die wechselseitige Einflussnahme...

              Bewältigungsstrategien im Alltag; Sinnfindung im Leben (Masterarbeit schreiben ist ein künstlicher Sinn - andere zu lieben ein natürlicher...)


              Hilfe!

              Wünscht mir die nötige innere Ruhe in den nächsten Tagen! Ich MUSS was präsentieren zum Masterthema nächste Woche, das besser ist als das, was ich bisher so gesammelt habe.


              GLG
              V

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              • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

                Was mich allerdings richtig umtreibt jetzt, ist, dass ich allem Anschein nach in meiner aktuellen Lebenssituation nicht über die nötige Konzentrationsfähigkeit verfüge, um mich effektiv und effizient mit meiner Masterarbeit zu beschäftigen.


                xxxxxx


                Ich kämpfe mit meinem - selbstgewählten - Thema, inhaltlich, formal, in jeder Hinsicht. Wenn ich mir meine Bachelorarbeit anschaue, kann ich kaum glauben, wozu ich mal fähig war. Die war im Vergleich zu dem, was ich jetzt so produziere, ein Meisterwerk.

                xxxxxxxxxx

                Vor allem bräuchte ich innere Ruhe für diese Aufgabe.




                GLG
                V
                Hallo liebe Venus

                Für solche Krisen habe ich mir ein Konzept ausgedacht- ich dreh alles einfach um.

                Bei dir steht derzeit doch auch nur alles auf den Kopf, ist also verkehrt herum zu sehen.
                Dann mach dir klar, die Arbeiten von "gestern", die kamen aus DEINER Hand, das hast du geschafft! Das bringst DU zustande. Du bringst sehr wohl auch zustande in aller Ruhe dieses Thema anzugehen, das gerade auf dem Tisch liegt.

                Du gehst ganz anders vor, wenn du mit dem zuversichtlichem Blick auf diese Herausforderung reagierst.

                Nur zu deiner Erinnerung...

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                • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

                  ich finde das irgendwie witzig, weil bei mir natürlich auch immer wieder solche Geschichten im Kopf sind, wo ich mich total unten wähne, ganz, ganz versenkt. Der Witz an der Sache ist eben dieser, dass das ebenso wahr ist, wie die umgekehrte Version.
                  Du brauchst doch nichts weiter, als dir in Erinnerung rufen, wie gut es dir geht, falls es dir schlecht gehen sollte. Klingt paradox, aber wie man sieht, wir sind paradox veranlagt. Sowohl als auch...alles ist da, gleichzeitig.

                  Also wie war das nochmal..?? Das ist doch ein fantastisches Thema, das du dir da ausgesucht hast. Das war doch immer schon dein Motto- das, was dich getrieben hat zu Großtaten- ich bin erfinderisch, definiere nicht, wie althergebracht, ich bin neu, ich mach alles moderner, leb mich aus, ganz anders, wie früher Mode war. Du bist ein lebender Wandel, siehst sehr wohl den Zusammenhang von Sexualkraft plus hohe Risikobereitschaft- Neues zu kreieren braucht das alles, wie es auch Fetische braucht , wozu wohl..?? Da kannst du ja laut nachdenken und das zu Papier bringen.

                  Lach dir eins, weil du auch das beherrscht, wie selten wer ( eloquent schreiben, vortragen, mitreißen) - du kannst so strukturiert überlegen, dass es druckreif rüberkommt- verständlich, logisch geordnet, daher kann schon einmal niemals stimmen, dass du das nicht zuwege bringst, dir über dein Thema etwas einfallen zu lassen.

                  Ich freu mich schon auf deine nächste Erzählung, tja und am meisten freut mich, dass wir klammheimlich dabei sein können.
                  Spannend bis zur letzten Zeile, dir zuzuhören.

                  Ganz liebe Grüße vom Bauernhaus mitten in der Einöde, tief verschneit und viel zu rutschig, um heute noch vor die Tür gehen zu können..
                  Lieber sitz ich beim Herd heute und hör in den Laptop, welche Geschichten dieser Wunderapparat parat hat.

                  Apropos, lass dich halt inspirieren von all den Vorgaben, die im Internet herumdüsen.

                  Viel Vergnügen

                  Elektraa

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                  • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

                    Liebe Elektraa,
                    und Ihr anderen Lieben

                    mir ist das Herz gerade schwer, weil ich morgen in die gemeinsame Wohnung muss, aus der V. gerade gestern ausgezogen ist. Ich kann ja erst zum 1.3. weiterziehen und hab morgen einen Mitarbeiter vom Umzugsunternehmen da, um die Lage zu checken und ein Angebot zu machen.
                    Das war eigentlich so ein schönes Heim (war es mir wirklich ein Heim? oder doch nur eine äußerst komfortable Wohnung?), und ich hab das alles zerstört.
                    Nun sagt mir bitte, dass ich einfach sentimental bin und meine Traurigkeit keine echte Basis hat.
                    Mit V. und mir läuft es schon jahrelang nicht mehr rund, und es ist nur konsequent, wenn wir ohne einander weitermachen. Aber ich vermisse all diese "Weißt du noch"s, die ich nach so langer Zeit mit ihm habe. Ich vermisse die Liebe, die wir hatten. Die morgendlichen langen lustigen/tiefgründigen Gespräche mit literweise Kaffee an den Wochenenden.
                    Ich hatte 2 Jahre mit ihm seit der Hochzeit, wo ich wirklich glücklich mit ihm war und das Gefühl hatte, in dieser Beziehung, mit diesem Menschen bin ich "angekommen", er ist mir Heimat, ich brauche nicht mehr weiterzuwandern.
                    Aber nichts ist für die Ewigkeit. Während ich das schreibe (und schon vorher) laufen mir einfach nur die Tränen.
                    Ich verstehe jetzt, wie V. sich in dieser Wohnung gefühlt hat, während ich schon quasi ausgezogen war. Er hat "uns" täglich vermißt und im Rückblick sieht man doch die Dinge oft zu emotional, egal in welche Richtung. Das erklärt seine Liebesbekundungen per email und das genaue Gegenteil davon. Nun kann er auch neu anfangen, und ich hoffe, er wird glücklich. Aber ich bin ehrlich - die Vorstellung, ihn gar nicht mehr in meinem Leben zu haben, ist wirklich richtig schmerzhaft. Das ist völlig unabhängig von meiner Beziehung zu/mit KF. V. und ich haben eine so lange Geschichte, ich werde sowas voraussichtlich niemals wieder mit jemandem haben - alleine schon, weil man gar nicht wissen kann, ob man überhaupt noch so lange lebt, um nochmal eine solche Beziehung aufzubauen.

                    Ich sollte schnellstens raus aus dieser Stimmung und wieder zurück in Richtung Studium (ich hab mich immerhin heute und gestern einige Stunden damit beschäftigt).

                    Loslassen ist einfach nicht meine Stärke. Kein bißchen. Dabei freue ich mich eigentlich auf meine neue Wohnung und vielleicht - hoffentlich! auch viel Besuch! Und fast alles fußläufig erreichbar von dort, der Fitnessclub auch nicht mehr so weit... allerdings fehlt mir jetzt der Sport, 1 Fahrt dauert fast 1 h, da ist der halbe Tag im Eimer, wenn ich da hinfahre. Als ich noch mit V. wohnte, konnte ich zum Fitnessclub laufen und hab das oft morgens oder abends um meine Arbeit fürs Studium herumgelegt. Das war keine schlechte Routine. Aber natürlich ist das alleine kein Grund, eine Beziehung aufrecht zu erhalten, die keinen mehr froh macht. Gegen Sentimentalitäten sollte es helfen, den Tatsachen "ins Auge" zu blicken. Hm. "Tatsachen" mit Augen? Kartoffeln? Meine Güte... // Ich bin sogar zu platt für Flachwitze...

                    Drückt mir die Daumen, dass ich das morgen alles gut über die Bühne bringe. Ich hab ja auch noch viel mehr zu tun und die Reise per ÖPNV zwischen meiner aktuellen Wohnung und der mit V. dauert igs über 2 h. Das allein ist schon anstrengend /


                    Liebe Elektraa, danke für deine Motivations-posts! Sowas hilft mir wirklich sehr. Es ist wirklich wichtig, niemals den Mut zu verlieren.

                    Ich glaube, ich geh heute mal früher schlafen, muss ja morgen schon früh raus.

                    GLG
                    V

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                    • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

                      Es ist Gewohnheit Venus, die Wohnung war bestimmt ein sicherer Ort und Heimat, aber das wird die nächste auch sein.
                      Zerstört hast du nichts, du hast etwas neues begonnen und dafür etwas abgelegt dass du zwar lieb gewonnen hast aber nicht mehr liebst.
                      Stell dir vor du wärst diesen Schritt nicht gegangen........Sicher auch kein befriedigender Gedanke.

                      Schlaf gut und träum was schönes.

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                      • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

                        Weil ihr schon von Witz sprecht, dann würde dieser gut passen: der Elternmörder bittet um Gnade und Strafmilderung, weil er doch Vollwaise ist...

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                        • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

                          Liebe Venus..

                          Wohin man schaut, es werden Möbel, wie Gebäude, wie Autos entsorgt, um dem neuesten Modell zu weichen.

                          Ein paar Wenige denken nicht daran und machen da nicht mit und wie wir wissen, schluchz, seufz, nach ein paar Jahren haben diese Raritäten mehr Wert, als all das moderne Zeug. Ein altes Ehepaar, das sich gut versteht, das hat Seltenheitswert in unserer Kultur.

                          Ich denke, bei dir ist das anders- du hast besondere Bedürfnisse, dir ist dieses schmucke, kleine Häuschen V. lange Heimat gewesen, da konntest du dich sammeln, Flügel ansetzen und nun fliegste hinaus in die große weite Welt. Tschüß Kindheit. Tschüß Papa.

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                          • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

                            Im Grunde ist V für dich doch wie ein Ziehvater gewesen, plus egoistischem Hintergedanken, dich bei sich zu behalten, obwohl das Verhältnis immer mehr ins Ungleichgewicht kam- er alterte, du warst jung, dynamisch, voll Power und das ist der Grund, warum dieses Verhältnis zerbrach. Seine schwerfällige Schrulligkeit, die er mit der Zeit angenommen hat, die war es, die dich aus dem Haus trieb. Diese hat dich belastet, beschwert und eingeengt, nicht nur gefühlt, sondern auch real.
                            Wenn zwei "Gleichaltrige" eine Ehegemeinschaft führen, ( das muss nichts mit dem Alter zu tun haben, sondern mit ihrem Naturell) dann ist das etwas anderes, als wenn sich da große Unterschiede zeigen, was ja bei euch nach und nach der Fall war.
                            Du bist nach vor geprescht und er konnte nicht mithalten. Er hat kein gutes Leben zu erwarten neben dir Quirlgeist und du nicht mit ihm. Es sei denn, du bist bereit, dich zurückzuziehen, dich zurückzuhalten, dich zu beschneiden, dich dem Kleinem wieder anzupassen. Oder andersrum- all deine Einladungen, komm, schlurf nicht, bleib nicht sitzen, steh auf, geh vorwärts, die hat er zurückgewiesen und die Folge davon ist dieser Bruch.



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                            • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

                              Ich suche selbst immer Kompromisse, denn mein Lebensgefährte zeigt auch diese Züge, wo lieber ins satte Alter tendiert wird, als noch einmal durchzustarten. In mir zeigen sich oft Triebe, die regelrecht hassen, ständig zurechtgestutzt zu werden, dauernd in Form gehalten zu werden.
                              Ich finde das oft sehr anstrengend und zermürbend, wieder und wieder eingebremst zu werden. Komm, leisten wir uns dies, komm, machen wir das, komm, bringen wir diese Modernisierung an, oder jene, gehen wir mit der Zeit. Er hält am Traditionellem fest. Sparsamkeit, Mäßigung, ruhig Blut, vorsichtig mal gucken, nichts übereilen.. und das wiederum könnte auch bei uns der Grund sein, dass ich wegwerfe, die Müllabfuhr anrufe und sag, nehmt diesen Sperrmüll mit, der mir meinen Weg versperrt. Leb, wie du willst, halte mich nicht ab davon, zu leben, wie ich will. ICH? Vielleicht ist es bloß ein Trieb, der da treibt. Eine Art Selbstüberschätzung, Leichtsinn, Überschwang könnte das auch sein.
                              Ich habe lange gekiefelt am Schuldenberg, den ich mir aufgehalst habe durch meine Eile, meine Gier, meine Unvernunft und meine Art, mir alles zuzutrauen, wenn es mir gut ging- ob das nun Jobs waren, die ich angenommen hab, oder Käufe, oder Vorhaben- solange ich bester Verfassung war, was kostet die Welt, ich kanns mir leisten.
                              Mein S ist der Typ: ich könnte es mir leisten, aber wozu? Ich mach dann nicht selten große Augen und merk, eigentlich stimmts, wozu? Vielleicht will ich etwas beweisen und deshalb immer streben?
                              Die Fortsetzung folgt, bei uns allen ist noch nicht heraus, was kommt.
                              Mir ist ein neues Enkelchen in den Schoß gelegt worden gestern, ein Julchen, ein wunderhübsches Miniding. Vielleicht führt sie meinen Betrieb weiter, vielleicht setzt sie fort, was meine DNA anstrebt an Weltverbesserung.
                              Liebe Venussi, liebe Leut, heute ist Glitzerschnee, extrem schönes Wetter, mein S ist langlaufen und ich sitz hinterm Kachelofen auf seinem Sofa. Am Abend gibts Hallenbad für mich, schwimmen und turnen, aber vorher nutz ich noch die Schneeluft und Sonne und übe mich wieder darin, einfach nur zu genießen, was da ist. Das ist wahrlich nicht wenig. ggg

                              Schönen Tag euch
                              Küsschen

                              Elektraa

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                              • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

                                Liebe Tired, liebe Elektraa,

                                vielen lieben Dank für Euren Zuspruch!

                                Liebe Tired, du hast recht, es gilt zu unterscheiden zwischen dem, was man liebgewonnen hat durch Gewohnheit und dem, was man liebt, weil es dem entspricht, wer und was man ist...! Den Schritt nicht zu gehen, war keine Option. Ich hätte ihn höchstens später gehen können. Aber dann auch wieder nicht, denn ich wollte auf KF keinesfalls verzichten.

                                Liebe Elektraa, da hast du die Worte gefunden, die ich mich nicht zu suchen traute. Es ist wahr, V. hat sich verhalten wie ein schrulliger alter Mann, der mich an die Beziehungskette legen wollte. Eine ziemlich lange Weile habe ich das ausgehalten und immer wieder quergeschossen, was ihm auch gefiel, aber das hat er noch lange nicht zum Anlass genommen, sein Verhalten mal zu überdenken. Das tut er im Grunde erst jetzt, wo ich weg bin. Meine zukünftige Nachfolgerin sollte mir zutiefst und ewig dankbar sein, dass ich ihn so gut vorbereitet habe! ;o)

                                Der Termin in der Wohnung war eher von meinem Tatendrang geprägt als von Sentimentalität, also lief das gut. V. kam auch noch und hat mich zeitplanmäßig torpediert, was mich dazu bewogen hat, für den kommenden Monat einen Plan zu machen, wann ich in der Wohnung sein werde. Dann kann er da sein oder nicht, aber ich werde meine Sachen erledigen in meinem Zeitplan, sonst wird das alles nix. V. ist leider schon immer ein (Zeit-)Chaot gewesen. Organisation von allem hab immer ich gemacht. Von wegen "Managerin". Ich wollte eh mehr Struktur in meinem Alltag, über Job und Studium kommt das gerade noch nicht, also mach ich es jetzt so - 2 Tage/Woche in der Wohnung mit oder ohne V. (ich wasche da auch noch meine Wäsche und er hat den Trockner mitgenommen, also muss ich alleine deshalb schon zweimal die Woche hin), 3 Tage/Woche komplett fürs Studium, 2 Tage/Woche KF.

                                Heute hab ich auch einiges zu erledigen. Es geht erstmal um Geldbeschaffung, denn natürlich werde ich nicht vor März umziehen können und hab dann 2x Miete plus Semestergebühren als Ausgaben in einem einzigen Monat. Das will ich möglichst schnell ausgleichen.
                                Abends schau ich mir noch ein Sofa an, auch wieder ne halbe Weltreise. Samstag hab ich es dann vielleicht schon... ich bin ja bestrebt, mit meinem kleinen Budget meine neue Wohnung komplett "nachhaltig", d.h. mit gebrauchten Möbeln einzurichten.

                                Liebe Elektraa, wir sind wohl beide die quirligen Typen, die Partner anziehen, bei denen diese Eigenschaft weniger ausgeprägt ist. Das kann einerseits ganz hilfreich sein, damit wir nicht über die Stränge schlagen, andererseits bremst es uns auch aus. Da muss man immer abwägen, was gerade richtig ist. Ich stelle bei mir gerade fest, dass ich überhaupt nicht der Typ bin, über die (finanziellen) Stränge zu schlagen, auch sonst bin ich jetzt "im Alter" organisiert und strukturiert und brauche keine "extrinsische Bremse".
                                Ich bin im Gegenteil Motivator auch für KF, seine Sachen in Angriff zu nehmen (inwieweit ich wirklich hilfreich für ihn bin, liegt natürlich letztendlich an ihm selber) und werde meinen Drive und meine Energie nicht mehr zurückhalten und mich auch nicht mehr aufhalten lassen. Ich hab nicht mehr soooo viel gute Jahre in diesem Leben, die Zeit will ich nutzen und noch genießen. Man sieht ja, was einem alles passieren kann - s. nur die letzten 2 Jahre ...

                                Ich wünsch uns allen eine tolle produktive Restwoche!

                                GLG
                                V

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                                • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

                                  Danke für die guten Wünsche zur Restwoche, liebe Aktivia

                                  Man sieht sich- hört sich. Zu reflektieren, was uns so alles täglich unterkommt, dazu nehme ich mir nachher Zeit, wenn meine Schläfrigkeit nachgelassen hat. Wir waren stundenlang durch Glitzerschnee unterwegs. Boah habe ich mich verausgabt und erst recht die Gini und mein Freund ist gerade Feind, bis ich mir verziehen habe, so einen umtriebigen Quirl genommen zu haben, dem Couchen zu fade ist. Aktivitäten gut und schön, aber alles im rechten Maß. Mein Maß ist heute überschritten.

                                  Machtses gut, was auch immer. jeder wie er kann und mag...

                                  GLG

                                  Elektraa

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                                  • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

                                    Ja, euch auch eine gute Zeit und die Zeit wirds richten.

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                                    • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

                                      Hallo Ihr Lieben,

                                      ich hoffe, es geht Euch gut!

                                      Bei mir ist das Befinden analog zur Lebenssituation und zum Sturmtief seit Vollmond... ich kämpfe dagegen, mich davon überwältigen zu lassen /

                                      Viel zuviel zu tun: Umzugsorga (Schlüsselübergabe 28.2., neuer Boden 1. - 2.3., dann die Kisten zuerst, dann am 3. Kleiderschankmontage, am 4.3. der ganze Rest...habe meine Sachen, die noch übrig sind, an 3 Orten verteilt, vieles muss auch erneut beschafft werden), letzte mündliche Prüfung muss vorbereitet werden (Thesenpapier ist Ende März fällig), Masterarbeit muss vorbereitet werden, dazwischen weitere Arbeitsprojekte, die angegangen werden wollen... und wenn ich gleichzeitig Glück und Pech habe, hab ich im März vielleicht auch schon einen Job.

                                      V. hat für kommenden Dienstag einen Termin beim Scheidungsanwalt gemacht, ohne den vorher mit mir abzustimmen. Ich wollte ihn bitten, bis April zu warten, aber dann hab ich mich irgendwie davon überzeugt, dass ich mir das jetzt auch noch aufbürden muss (weil... ich "schuld" bin?) und ehrlich gesagt, es ist eine emotionale Zerreißprobe. Ich räume immer noch mit V. die Reste der Wohnung aus und packe alles zusammen, und es ist jedesmal eine Stimmung wie Aprilwetter zwischen uns.
                                      Freitag war es mal wieder so weit und abends kam dann KF und die Nacht war mal wieder schlaflos für mich, aber nicht aus Gründen zügelloser Lustbefriedigung... am nächsten Tag war ich erledigt, körperlich wg. Schlafmangel (war nicht die erste Nacht in der Woche) und emotional wg. dieser Ablehnung, denn so hab ich es empfunden. Diesmal konnte er auch nicht akute Überarbeitung anbringen. Er ist einfach nur "müde", aber das ist ein Allgemeinzustand bei hm geworden. Und ich bin am Abend irgendwie fast zusammengebrochen, konnte nicht mehr aufhören zu heulen angesichts meiner Gesamtsituation. Leider ist das vor KF geschehen. Seine Versuche, mich zu trösten, haben nix genützt. Bin trotzdem mit zu ihm gefahren, obwohl ich nicht sicher war, ob das eine gute Idee wäre. Die Nacht war jedenfalls wie die vorige, und das hat mir wirklich den Rest gegeben. Immerhin hat er mich an dem Tag zum Sport gefahren. Zum Fitnessclub bin ich sonst 3-5x/Woche trainieren gegangen, aber seit ich weggezogen bin, bin ich fast 1h unterwegs für 1 Weg und entsprechend selten hab ich das Training geschafft. Das ist aber für meinen mentalen Zustand ein Muss, dass ich meinen Körper regelmässig trainiere, sonst hänge ich noch mehr durch...

                                      KF "funktioniert" auch nicht als Bewältigungsstrategie nach meinem Motto "Sex and Art and Exercise is all I need"). Er will das wohl auch gar nicht. Hat selber genug Stress mit seiner aktuellen Situation, die ich hier aber nicht ausbreiten möchte.
                                      Mir kommt es vor, als herrsche zwischen uns etwas wie "Bestrafung durch Selbstbestrafung" - er verweigert sich ja geradezu, und er hat auch wieder angefangen zu rauchen. Beides lebensverneinende Verhaltensformen. Diese Perspektive hab ich ihm auch mitgeteilt, nicht als Vorwurf, sondern als Feststellung meinerseits.
                                      Und ich frage mich, warum ich nicht einfach Schluss mache, denn in weniger als 1 Jahr hat er nun diese Verhaltensweisen angenommen, die für völlig inakzeptabel sind, und das hab ich ihm auch mehrfach zu verstehen gegeben.
                                      Ist es von meiner Seite womöglich eine Form der Selbstbestrafung durch das Festhalten an dieser Beziehung zu ihm? Ich frage mich, was da noch für Lektionen/Erkenntnisse möglich sein können. Wir kommen aus völlig verschiedenen Welten. Es gibt natürlich auch Gemeinsamkeiten, und ich begehre ihn (und er mich angeblich ja auch), aber warum zum Teufel bleibe auf dieser mikrigen Basis in dieser Beziehung? Wozu soll das noch gut sein?
                                      Eskapismus? Irgendwas nach dem Motto "Die Hoffnung stirbt zuletzt"?
                                      Nach stundenlanger Diskussion und einer Art Motivationsrede meinerseits hatten wir dann eine Runde ziemlich wilden Sex. Aber irgendwie fühlt sich das alles deshalb noch lange nicht "richtig" an. Wir sind dann wieder eingeschlafen, nach dem Frühstück (das wir erst am Nachmittag genommen haben) meinte er dann, er müsse erstmal alles sacken lassen, was ich ihm da in den letzten Tagen an den Kopf geworfen hätte, und er würde mich deshalb gerne jetzt heimbringen. Ok, ich hatte nun auch mehr nicht so ein Riesenbedürfnis nach seiner Nähe, es sei denn, wir hätten das Gespräch fortgesetzt, aber dazu war er ja nicht bereit. Aber ich habe ein Riesenbedürfnis nach Klarheit. Ob die von ihm kommt oder von mir selber durch Gespräche mit ihm oder woher auch immer (von euch?), ich brauche sie dringender als irgendetwas anderes.

                                      Klarheit darüber, was ich wirklich brauche und was am besten für alle ist - sowohl in meinen zwischenmännlichen Beziehungen als auch beruflich. Wo bestrafe/betrüge ich mich selbst? Und damit sicher auch andere.
                                      Klarheit darüber, was möglich ist, wie ich meine Ziele erreiche, auch wenn es der Welt egal ist, ob ich das schaffe oder nicht. Wie ich mein Selbstwertgefühl verbessere und meine innere Instabilität durch gute Balance ersetze.
                                      Ich denke, wenn ich das schaffe, bin ich auch für andere hilfreich(er). Auch, wenn das nicht mein Hauptanliegen sein sollte. Aber letztlich stehen wir ja immer im Zusammenspiel mit unserem sozialen Umfeld, also wird alles auch irgendwie weitergegeben und ggfs. transformiert.

                                      Ich brauche Klarheit, innere Stabilität und innere Ruhe, damit ich mich wieder auf mein Studium konzentrieren kann. Viel Zeit hab ich nicht mehr für das Thesenpapier, der Umzug wird ne Menge Zeit davon kosten bzw. tut er das längst. KF unterstützt mich hier und da, aber wirklich viel abnehmen kann er mir nicht und ich hab auch keine Lust, ihn dauernd zu bitten. Ich habe also wirklich vieles und viele zu koordinieren und das nimmt natürlich auch meine Denkkapazitäten in Anspruch, da kann ich nicht nebenher mal eben was sonderlich Kreatives aus dem Ärmel schütteln zu meinem Prüfungsthema.

                                      Tja - wie schaffe ich das nur alles??? Habt Ihr Anregungen?

                                      Ich wünsch euch was

                                      GLG
                                      V







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                                      • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

                                        Hab dich schon vermisst, Venus.
                                        Warum nicht einfach mal laufen lassen.
                                        Ein halbes Jahr die Dinge kommen und gehen lassen, wie sie kommen und gehen, ohne dir einen Kopf darüber zu machen.
                                        So würde es sich sicher leichter leben und vielleicht neue Perspektiven eröffnen, wenn du die Kontrolle und das Vorplanen, einfach mal sausen lässt.

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                                        • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

                                          Liebe Tired,

                                          das liest sich wundervoll und würde mir sehr helfen, aber ich muss ja auch meine finanzielle Versorgung planen. Einfach laufen lassen ist da gefährlich. Und ich muss sagen, seit der Pandemie und ihren sozialen Folgen habe ich wirklich immer wieder heftige Existenzängste. Gerade, weil überhaupt nix mehr planbar erscheint und sich dadurch u.a. auch mein Studienabschluss verzögert hat. Diese Ängste sind nicht alle wirklich berechtigt, aber durch diese seit Jahren herrschende drückende Atmosphäre bekomme ich die nicht in den Griff.

                                          Den Umzug MUSS ich natürlich planen und organisieren, sonst geht alles schief. Und durch gute (Lebens-)Planung will ich ja das Geld sparen, das ich noch habe, weil ich gerade kein neues verdiene.

                                          Aber es wäre eine totale Befreiung, mal alles laufen lassen zu können. Und garantiert auch kreativitätsfördernd.

                                          Jetzt erstmal gute Nacht...

                                          GLG
                                          V

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                                          • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

                                            Hallo Venus,
                                            ich hoffe der Dschungel des Stress´ lichtet sich allmählich...

                                            Wo bist denn du eigentlich Elektraa überlege eine Vermisstenanzeige aufzugeben.
                                            Hoffe euch allen geht es gut!

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                                            • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

                                              Ich bin in Versenkung..hab die Decke übern Kopf und warte auf die ersten Bomben..

                                              Hallo liebe Venus, liebe Tired und alle, die noch leben.
                                              Mir kommt vor, als würden alle total spinnen. Da kommt einer mit einer riesigen, fletschenden Bulldogge daher und der mit dem blinden, kleinen Chihuahua ruft, halte Stellung, beiss, du schaffst es...fass!!

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                                              • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

                                                Ja, die großen Hunde und die Machtmenschen.......Da ist wohl der Mensch das Tier und auch das Vieh.
                                                Aber schön dass du noch da bist.

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                                                • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

                                                  Aber schön dass du noch da bist.
                                                  Danke, auch wenn ich mich derzeit gar nicht beruhigen kann...

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                                                  • Re: "zwischenmännliche" Beziehungen: Leidenschaft und Leid

                                                    Ja, eine Krise nach der anderen und das meiste davon macht sehr nachdenklich, besonders welchen krassen Einfluss jemand wie Putin hat, durch die Globalisierung und wie schnell aus einem geglaubten Heilsbringer ein Massenmörder werden kann.
                                                    Ich glaube da wurde schon seit Jahren drauf hin gearbeitet.

                                                    Irritierend dass Putin anscheinend gar nicht mehr so im politischem Tagesgeschäft ist, sondern sich vorwiegend mit historischen Schriften auseinandersetzt, beängstigend, er scheint darüber den Verstand verloren zu haben und will ein neues Zarenreich erobern, oder wie er es nennt, befreien.
                                                    Irgendwie alles unfassbar, kaum nachvollziehbar, auch wie über die hälfte der Russen denkt und was sie glauben, da kann man mal sehen wie der Mensch ferngesteuert werden kann, wenn es keine unabhängigen Medien mehr gibt.

                                                    Hoffen wie das Beste Elektraa, für die Ukraine, für die Russen und für die Welt...

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