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Schule und AIDS

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  • Schule und AIDS

    Hallo Leute ,
    Wahnsinn, ich habe mich heute früh wieder mal richtig über unser Bildungssytem aufgeregt. Mein achtjähriger Sohn A. kam heute morgen zum Kuscheln in unser Bett, es folgte dieser Dialog:

    A: "Mama, gestern war doch Welt-AIDS-Tag."
    Ich: "Hmm, ja, und?"
    A: "Wir haben gestern alles gelernt."
    I: "Was denn?"
    A: "Über das, was ich hier nicht sagen darf, weil es ein Ausdruck ist."
    I: "Na, was denn? Sag schon!"
    A: "Übers ****en."
    I: "Aha, und die Frau H. hat das so gesagt."
    A: "Nein, nicht direkt. Sie hat gesagt Poppen."
    I: "Aha, und was hat sie euch gesagt?"
    A: "Na, wie das alles geht und dass man ein Kondom benutzt."
    I: "Aha".
    A: "Ja, das man das da drüber tut, damit kein Samen rauskommt und man keine Kinder kriegt. Und kein Aids."

    Dann folgte eine anschauliche Pantomime ...

    Also sagt mal ehrlich: Bin ich total verklemmt? Ich finde das nämlich reichlich daneben, sowas Achtjährigen im Detail zu erklären!!! Bis jetzt habe ich halt Fragen beantwortet, aber irgendwie auf einem anderen Level.

    Ich hab dann heute gleich nachgefragt und erfahren, dass das so im Lehrplan steht. Übrigens ab heuer auch schon in der 1.+2. Klasse, aber da würden sich die meisten Lehrkräfte noch verbotenerweise drum drücken.

    Gruß von Tacu, der Verklemmten


  • RE: Schule und AIDS


    also angesichts der Tatsache, dass heutzutage angeblich schon 10-jährige Sex haben, ist es sicherlich nicht zu früh...

    allerdings weiß ich nicht, wo diese Erhebung herkommt. Meine zwei sind bald 12 und bald 13 und finden das jeweils andere Geschlecht momentan noch einfach nervtötend....

    Aber schön, dass Dein 8-jähriger Dir sowas erzählt...
    Bei mir reagieren eher die Kinder "verklemmt"...

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    • RE: Schule und AIDS


      hallo!
      Mal ne ganz persönliche Ansicht dazu....weiss ja nicht wie alt Du bist,aber ich hab ne Menge Jahre hinter mir und kann mich trotzdem noch an meine Kindheit erinnern.
      *****en* war ein Unwort und selbst *geil* wurde nur hinter vorgehaltener Hand ausgesprochen.....aber mein Bewusstsein und auch meine Anschauungsweise war trotzdem ausgeprägter als die Eltern es vermuteten.Ich glaube diese Art der Aufklärung kann nicht früh genug erfolgen...dabei sehe ich die Worte nicht unbedingt als grösstes Übel an,sondern die Art wie die Eltern ihre Kinder erleben.Um über alles ohne Scham reden zu können ,wäre mir das egal wie alt mein Kind wäre.
      Herzlichst Kensiko

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      • RE: Schule und AIDS


        Mein Junior ist eigentlich noch total kindlich und verschmust, deshalb auch so vertrauenswürdig. Wir haben ein prima Verhältnis, aber da war ich platt.

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        • RE: Schule und AIDS


          Hallo Kensiko,

          ich bin 36 und habe mich von meiner katholischen Erziehung ganz gut gelöst, galueb ich *g*
          Ich käme nie auf die Idee, eine Frage abzublocken, und habe bisher alles möglichst sachlich beantwortet, um gar nicht erst die Idee aufkommen zu lassen, Sexualität wäre etwas Schmutziges. Gott bewahre, so eine Mist-Erzeihung habe ich selber hinter mir.
          Aber ich erinnere mich daran, dass ich selber mit acht Jahren zwar vage über das "was", aber definitiv noch nicht genau über das "wie" informiert war. Das Thema hat mich so ab 12, 13 Jahren brennend interessiert, vorher wäre es mir peinlich gewesen.
          Tacu

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          • RE: Schule und AIDS


            Ach, sind doch nur Worte. Alles ändert sich, "alles ist im Fluß", auch die Sprache und Ausdrucksweise.

            Angesichts der erschreckenden Sorglosigkeit, die sich rapide ausbreitet, quer durch alle Gruppen, von normalen bis zu sog. Risikogruppen, sollte man eigentlich dankbar sein,wenn das Thema HIV so früh wie möglich aufgegriffen wird.
            (just mho)
            Umso mehr da offenbar die jungen Generationen ziemlich unverkrampft und direkt mit dem Thema Sexualität umgehen,sowohl in Theorie als auch in Praxis.

            LG K

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            • RE: Schule und AIDS


              warum findest du das reichlich daneben?

              meinst du, damit würde irgendein schaden angerichtet?

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              • Früher oder später... aber wann?


                Lies doch mal, was mir da so passiert ist mit meiner Tochter (12):

                http://www.m-ww.de/foren/read.html?n...3&thread=96685

                Weißt Du, es ist eine Sache, zu glauben, Kinder könnten durch die frühe Thematisierungen von Sexualität irgendwie negativ beeinflusst werden. Ich bin auch nicht begeistert, dass selbst Kinder nicht mehr unbefangen mit dem Thema Liebe umgehen können, nur weil ihnen irgendwer Flöhe ins Ohr setzt (sein Geschlechtsteil zu streicheln ist BAHPFUI, für Nacktheit hat man sich zu schämen und die Tabubegriffe für alles, was mit Sex zu tun hat, machen Erwachsene entweder verlegen oder wütend).

                Es ist jedoch ziemlich sicher so, dass eher zu wenig denn zu viel Aufklärungsarbeit von Menschen geleistet wird, die unverkrampft Informationen verständlich an das Kind bringen. Ich erwische mich gelegentlich dabei, dass ich annehme, mit meinem Kind schon alles besprochen zu haben, was es zu bestimmten Sachverhalten zu erzählen gibt. Und dann passiert es, dass meine Tochter im Chat (Knuddels) von einem Chat-Partner, mit dem sie gerade virtuell geknutscht hat, geschrieben bekommt "ich komme" und sie fragt unbefangen "wohin?". Das ist kein Scherz! Erfahren, was das heißt, hat sie dann bei einer Fragestunde bei Pro Familia, die sie mit der Klasse (6. Jahrgangsstufe - Alter der Kinder 11 - 12) im Rahmen des Bio-Unterrichts besucht hat. Sie hat mir völlig aus dem Häuschen diese Story brühwarm aufgetischt. Fand ich sehr nett von ihr.

                Ich glaube, wir machen uns viele Gedanken - auch berechtigte! -, aber nicht immer die richtigen.

                Grüße
                Anke

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                • RE: Schule und AIDS


                  wenn man in der schule erst dann den stoff vermitteln würde, wenns die schüler brennend interessiert, müsste man wahrscheinlich die lehrpläne auf 10 prozent des inhalts zusammenstreichen.
                  sexualität gehört doch genau so zum allgemeinwissen wie wie andere sachverhalte auch.
                  ausserdem glaube ich, wenn aufklärung in einem alter stattfindet, in dem´s noch nicht brennt, wie du so schön sagst, wird das wissen und werden die informationen darum unbefangen und unverklemmt aufgenommen.
                  ich ( vater von 3 kindern) finde das positiv.

                  lg
                  xm

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                  • RE: Früher oder später... aber wann?


                    Hallo @all,

                    vielleicht habt ihr ja Recht und es ist wirklich notwendig, Achtjährige im Gebrauch eines Kondoms zu unterweisen. Aber ich finde es eben nicht richtig, wenn Zehnjährige Sex haben, weil sie ausprobieren wollen, was sie alles wissen.

                    Meine Jungs hatten vor drei Jahren eine ganz intensive Doktorspiel-Phase, peinlich daran war nur, dass sie die auf dem Campingplatz ausgelebt haben. Da habe ich auch nicht mit Pfuibäh reagiert, sondern ihnen erklärt, dass sie ihre Körper gerne erforschen können, aber bitte nicht am öffentlichen Strand.

                    Meinen Sohn kenne ich als sehr verspielt, er ist auch mal ganz zart-romantisch in eine Mitschülerin verknallt (weil die einen Frosch und ein Baumhaus daheim hat). Da gibt es auch mal ein unschuldiges Küsschen. Und aus dieser kindlichen Welt wird er doch ziemlich brutal rauskatapultiert, wenn er den Umgang mit einem Kondom lernt. Damit wird er in seiner Entwicklung doch zu einem sexuellen Quantensprung genötigt statt das Thema für sich selbst zu entdecken.

                    Hocken die beiden demnächst mit der Präser-Packung im Baumhaus zum testen?

                    Nein, wir leben nicht unter einer Käseglocke, und er bekommt das (nach längerer Abstinenz wieder durchaus rege) Liebesleben der Mama mit. Und das Vertrauen scheint ja auch zu stimmen ... ich finde das alles nur viel zu früh.

                    Tacu

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                    • RE: Früher oder später... aber wann?


                      ich denke, wenn das thema sex für deinen sohn noch keines ist, wird es durch ausgerechnet schulunterricht nicht auf einmal spannend für ihn

                      was man in der schule lernt, ist doch sowieso stinklangweilig, und sexualkunde höchstens noch peinlich dazu (mal aus der sicht der kinder betrachtet)

                      interessant wird das poppen (mit oder ohne gummi) für den achtjährigen doch erst dann, wenn der zehnjährige nachbarjunge mit seinen erfahrungen angibt, bzw. vorführt, von welch schrecklich verbotenen dingen er schon weiß

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                      • RE: Schule und AIDS


                        Ich kann dich zwar verstehen, liebe Tacu, aber was bitte schön, wäre dann besser? Wie bei uns, wo das ganze Thema - wenigstens soweit ich aktuell orientiert bin - gar nicht in den Schulplan gehört? Kein Lehrer sich des Themas anzunehmen wagt, weil es für viele Eltern hochnotpeinlich scheint über solche Themen zu sprechen?

                        Ueberigens kam mein Grosser mit ca. 9 Jahren angedampft und bat mich doch bitte mal Kondome zu kaufen, weil er sich das ansehen wollte. Ich habe auch blöd geguckt, kannste mir glauben, habe es aber getan, weil mir eine Bekannte ein, zwei Wochen davor erzählt hatte, ihre 9jährige Tochter hätte auf dem Dorfplatz ihr ganzes Taschengeld in den Kondomautomaten geschmissen, weil die Mädels halt wissen wollten, was in diesem Automaten eigentlich drin ist!

                        Ich habe die Kondome also gekauft und sie zusammen mit meinem Sohn ausgepackt und erklärt, wozu man sie braucht: Verhütung und Schutz vor Aids.

                        Ein paar Tage später kommt er wieder angerannt und meinte ziemlich konsterniert, das sei doch völliger Blödsinn mit den Kondomen. Er wolle sicher mal so ca. 5 Kinder und das könne er ja dann auch nicht, wenn er sich vor Aids schützen wolle, müsse er doch die Kondome anziehen und dann gäbe es aber auch keine Babies.

                        Logisch!

                        Da mischte sich mein damals 4jähriger ein und sagte, ihm sei das ziemlich scheissegal, er wolle eh keine Kinder, die nerven sowieso nur rum! Also hat er zumindest verstanden von was wir eigentlich sprachen.

                        Über die bösen Worte, kann ich mich schon lange nicht mehr aufregen und habe kürzlich sogar eine kleine Genugtuung bei der Geburtstagsparty der Freundin meines 6jährigen erlebt. Das sehr gut erzogene kleine Mädchen teilte ihrem 3jährigen Bruder aus: "Du blöder *****, geh mal in dein Zimmer, das ist meine Party hier!"

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                        • RE: Früher oder später... aber wann?




                          "sein Geschlechtsteil zu streicheln ist BAHPFUI, für Nacktheit hat man sich zu schämen und die Tabubegriffe für alles, was mit Sex zu tun hat, machen Erwachsene entweder verlegen oder wütend...

                          Sprichst du schon von der Gegenwart oder noch von einer längst vergangenen Vergangenheit?

                          J.

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                          • RE: Schule und AIDS


                            Meine Tochter hat von ihren Geburtstagsgästen zum 10. Geburtstag(!) ebenfalls Kondome geschenkt bekommen, und zwar von 2 der Jungen und von 2 der Mädchen, die sich NICHT untereinander abgesprochen hatten! Mein Entsetzen hielt sich einigermaßen in Grenzen, weil ich von meiner Schwester schon vorgewarnt war. Mein Neffe, damals 14 Lenze jung, bekam von seinen Geburtstagsgästen ein ganzes Einmachglas voller Kondome geschenkt. Den Spruch seiner Mutter "na, dann ist der Jahresvorrat wohl gesichert" hat er ganz lässig gekontert mit "eher der Wochenvorrat". Meine Schwester war hin und her gerissen, ob sie in Gelächter ausbrechen oder in Ohnmacht fallen sollte.

                            Von der Geschichte, als er dann so mit 17 seinen Vater zur Notapotheke geschickt hat, weil ihm "mitten drin" die Vorräte ausgegangen waren, ganz zu schweigen. Mein Schwager ist übrigens tatsächlich losgezogen. Das erklärte er mir so: "Besser jetzt zur Apotheke schieben als in 9 Monaten den Kinderwagen vom Enkel". Kann ich verstehen. Damit (seine Eltern zu Großeltern zu machen) hat er sich dann noch 4 Jahre Zeit gelassen, der Neffe...

                            Ach so: die Gummis, die meine Tochter geschenkt bekam, wurden nicht am lebenden Objekt ausprobiert, obwohl die Bande eine ganze zeitlang sogar Flaschendrehen (mit Küssen und Ausziehen!) gespielt hatte. Die wurden - wie ich das auch mit meinen "ersten" gemacht habe - als Wasserbomben aus dem Fenster geschmissen. Natürlich als Mama das nicht mitbekommen hat. Wie auch das Flaschendrehen nie aufgefallen wäre, wenn meine Tochter nicht puterrot im Gesicht den Raum verlassen hätte, als die Knutscherei los ging. Ich hab dann vorsichtig gefragt, ob sie sicher ist, dass sie damit allein fertig wird. Wenige Minuten später befanden sich alle Kinder dann draußen zum Federballspielen. Puh! Ich freu mich schon drauf, wenn sie 14 wird. Das kann noch heiter werden...!

                            Grüße
                            Anke

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                            • Nachtrag


                              Ich mach mal lieber einen Nachtrag, damit nicht wieder Mißverständnisse entstehen und mich jemand in eine Kirche einweist, der ich nicht angehöre: Ich finde nicht, daß deine Beschreibung der Wirklichkeit gerecht wird (siehe z.B. die von Kyria erwähnte sechsjährige *****-Schreierin, die man nun auch nicht unbedingt schön finden muß, womit schon klar sein dürfte, daß ich das nicht als positives Gegenbeispiel verstanden wissen will ).
                              J.

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                              • RE: Früher oder später... aber wann?


                                Wenn ich den Biolehrer (und einige weitere Kollegiums-Mitglieder m/w) vor Augen habe: leider Gegenwart. Meine Oma ist inzwischen im Jenseits, die zählt also nicht mehr, aber auch meine Mutter (und erstrecht mein Vater) hat mit verschiedenen Themen aus diesem Fragenkomplex aufgrund der ihrer Generation entsprechenden Erziehung ein paar Berührungsschwierigkeiten. Ich weiß noch, dass mein Vater mir noch die Koffer packen und aus der Familie verbannen wollte, wenn ich jemals mit einem Kind ankommen würde zu Schülerzeiten. Das prägt. Und wenn ich an den ähnlich argumentieren Vater aus der letztjährlichen Elternversammlung denke, der am liebsten eine Art Keuschheitsgürtel für seine Tochter beschaffen wollte, dann wird mir ziemlich bewusst, das es sich eindeutig um den Unterschied zwischen Theorie und Praxis handelt, wenn über Sex im Allgemeinen und Sexualität beim eigenen Kinde geredet wird. Auch heute noch.

                                Grüße
                                Anke

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                                • RE: Früher oder später... aber wann?


                                  Oh, diesen Vater kenne ich auch! Nur bei unserem letzten Elternabend war es eine Mutter, die sich darüber aufregte, dass die Tochter von den Jungens kleine Liebesbriefchen bekommen habe!

                                  Anstatt das sie stolz auf ihre Tochter gewesen wäre, dass die offenbar bei den Jungs ziemlich gut ankommt...

                                  Ich habe mich schräg und kringelig gelacht... Da ich mit den meisten Eltern der MitschülerInnen meines Sohnes befreundet bin, wurde das dann auch später heftig diskutiert - wir kriegten uns nicht mehr ein, über diese Mutter.

                                  Zumal die meisten Jungs in diesem Alter noch kaum ein Kind zu zeugen vermögen, nicht? Und sie würden sich doch auch gar nicht getrauen - ich sehe ja, wie sich mein Sohn nur schon schämt die Badhose zu wechseln, wenn die Tochter meiner Freundin dabei ist, die mit ihm in der selben Klasse war...

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                                  • RE: Früher oder später... aber wann?


                                    Denkst du vielleicht, bei meinen Eltern und/oder Großeltern wäre es anders gewesen? Und wenn du den Wiedergängern deiner Eltern im Lehrerkollegium begegnest, so hast doch wenigstens du bei deinem Nachwuchs Gelegenheit, gegenzusteuen und etwas zurechtzurücken.
                                    Individuelle Schüchternheit, Schamgefühle, von mir aus Verklemmtheit, egal, was im jeweiligen Fall vorliegen mag, sind für mich keine Eigenschaften, die Verachtung, Haß, Empörung, Zorn und ähnliches aus dieser Preisklasse verdient haben. Derjenige, der so reagiert, schwingt sich dabei selber so unangenehm auf und kriegt leicht etwas Sich-Brüstendes, und das tut dem Thema so wenig gut wie die andere Haltung, unter der ihre Vertreter oft genug selber leiden.
                                    J.

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                                    • Aufklärung


                                      Erstaunlich finde ich nur, dass Dein Sohn so offensiv darüber spricht und scheinbar die Reaktion seiner Mutter genau austesten wollte.
                                      Als ich im Alter von 8 Jahren aufgeklärt wurde , war mir die ganze Sache mehr als unangenehm und als dies dann im 6. Schuljahr im Sinne der schulischen Aufklärung passierte, ging die ganze Klasse mit hochrotem Kopf aus dem Biologieunterricht.
                                      Aber es ist richtig, dass man dies früher tut, denn die Kinder (siehe Dein Sohn) gehen mit diesen Themen ausgesprochen forsch um, natürlich wissen sie über den Vorgang des "****ens" Bescheid, nur die Sache mit dem Gummi ist teilweise (!!!) neu.
                                      Ich finde es sehr angebracht, dass sich die Lehrerin an den Lehrplan gehalten hat, über dem sicherlich auch der ein oder andere Oberschulamt-Psychologe saß.
                                      N.

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                                      • hab ich was übersehen?


                                        worüber, liebe juliane, ereiferst du dich grade so?

                                        von welcher "Verachtung, Haß, Empörung, Zorn" individuellem schamgefühl gegenüber sprichst du denn?

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                                        • RE: Früher oder später... aber wann?


                                          Zitat aus der Englischstunde:

                                          Schüler betont das Wort für wichtig auf der letzten Silbe, also "imporTENT", wobei das R offenbar nicht recht rüberkommt.

                                          Die Lehrerin: "DU bist wohl IM-po-tent, Junge. Das heißt imPORtent."

                                          Die Klasse lacht blöd, der Junge wird rot und die Lehrerin genießt die Lacher auf ihrer Seite. Sie ist sich keiner Schuld bewusst. Ich finde das unmöglich.
                                          Die Kinder sind in der Pubertät. Wie kann man nur als Lehrkraft so wenig Fingerspitzengefühl haben! Das meine ich, wenn ich vom merkwürdigen Kollegium rede. Nur so als Beispiel.

                                          Ach ja: meine Tochter wusste genau, was gemeint war - und spätestens nach der Pause wussten es dann auch diejenigen, denen das Wort importent nichts sagte bis dahin. Ratet mal, womit der Junge noch einige Wochen aufgezogen wurde. Kinder können grausam sein...

                                          Grüße
                                          Anke

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                                          • Tippfehler...


                                            ... an blöder Stelle: ich meinte natürlich impotent nicht importent als Pausengespräch.

                                            Sorry.

                                            Gruß
                                            Anke

                                            Kommentar


                                            • RE: Früher oder später... aber wann?


                                              Die Nachbarstochter kam mit einem Knutschfleck aus dem Schullandheim. Sie war 12. Mutter Italienerin, Vater Deutscher - sie hat das Themperament ihrer Mutter und vor allem die wunderschönen Augen, das lange, schwarze Haar. Das Mädel ist wirklich bildhübsch (wenn auch seeeeehr schlank) und bekommt immer die dollsten Klamotten, die ihre Vorzüge klar unterstreichen. Was hat der Vater erwartet? Dass das den Jungs egal ist?
                                              Jedenfalls hat er sie für 3 Wochen in ihr Zimmer verbannt, ihr jeglichen Kontakt mit dem Jungen untersagt und einen heiden Zinnober veranstaltet wegen eines lächerlichen Knutschflecks am Hals.

                                              So sieht leider für manche Kids die Realität aus. 2004.

                                              Grüße
                                              Anke

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                                              • RE: hab ich was übersehen?


                                                Ich ereifere mich nicht, ich bin ganz ruhig. Ich gebe wie immer nur zu bedenken oder erinnere an anderes, was mir gerade vergessen worden scheint. Keine Panik.
                                                J.

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                                                • RE: Früher oder später... aber wann?


                                                  Schönes Beispiel, bin ganz deiner Meinung.
                                                  (Nebenbemerkung: auf diesem Niveau - bewußte Verwechslung von 'importent' und 'impotent' - bewegen sich viele der heute so beliebten Wortspiele.)
                                                  Gruß zurück,
                                                  J.

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