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Positiv und negativ

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  • Positiv und negativ

    Wer hat den gut gemeinten Rat noch nicht vernommen? Wer wurde noch nicht darauf hingewiesen?
    »Das müssen Sie positiv sehen. Sie sollten positiver denken.«
    So oder ähnlich wird der »gute« Rat vielmals weitergegeben.
    Es soll mit diesem Rat erreicht werden, sich alles nicht so negativ denken zu wollen und auch nicht gar zu negativ die Dinge anzusehen.

    Mit »positiv« ist auch der Begriff »optimistisch« gemeint. Das wird dem heiteren und freieren Umgang mit dem Zugang zu sich selbst und auch zu den anderen Menschen aufgefaßt.
    Im Gegensatz dazu haben wir den Begriff »pessimistisch« für das negative Denken. Das wird dem dunklen, dem bedrückten und damit dem zu Depressionen neigenden Menschen zugeordnet.

    Wenn wir uns nun aber einmal unsere heutige Welt der Erdenbürger mit wachen und offenen Augen betrachten, so muß es auffallen, was dabei letztendlich herauskommen mußte mit diesem »positiv Denken«.

    Denn dieses sich schon zwanghafte Zuwenden an das gewollte »Positive« zeigt unsere Welt der Erdenbürger heute als eine Welt von »Schauspielern«, in einer selbst gezeugten Scheinwelt eigenen Glückdenkens.
    Alle derart wirkenden Menschen gaukeln sich und anderen damit ständig etwas vor. Jeder auf seine persönliche Art. Dabei ist alles immer überwiegend gezielt gewollt, sich »selbst erhebend« und von diesen falschen «positiven« Grundgedanken durchzogen.

    »Man läßt sich doch nicht gehen. Man ist schließlich doch selbst der Schmied seines eigenen Glückes.«
    »Alles liegt nur an einem selbst. Nur wer sich »positiv« betätigt, ist in der Lage, sich selbst auch irdisch vorteilhaft verwirklichen zu können«.

    So oder ähnlich sind die auch überzeugt wirken sollenden Meinungen und Ratschläge vieler Zeitgenossen von heute an ihre sie umgebenden Mitmenschen.

    Doch sehen wir uns einmal diese Welt an, die mit diesen Überzeugungen geschaffen wurde und die damit derart heute noch immer weiter ausgebaut wird.
    Das Grauen muß in jedem noch geistig wach werdenden Menschen auferstehen. Das Grauen, das in der Verlogenheit dieser ganzen Menschheit seinen Ursprung hat.
    Denn um den Optimismus von heute in derartig »positiver« Art vertreten und verbreiten zu können, muß die Verlogenheit als »Kampfmittel« herangezogen werden.
    Oder wie ist es zu erklären, dieses unredliche Wirken und Schaffen von eigentlich Vorbilder sein sollenden Zeitgenossen auf allen Gebieten des täglichen Lebens?



  • Was soll ich dazu sagen?


    Zur Freude von Nerea vielleicht einmal ein Zitat von Nietzsche:

    "Man nimmt die unerklärte dunkle Sache wichtiger als die erklärte helle."
    Friedrich Nietzsche (1844 - 1900), deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller

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    • RE: Positiv und negativ


      fühlst du dich besser, wenn du alles nur negativ siehst, statt das Positive aus einer Situation herauszupicken??? Selbst aus einer verzweifelten Situation kann man für sich was Positives herausfiltern. Und sei es nur, dass man diesen oder jenen Fehler das nächste Mal nicht mehr begeht.

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      • Was man alles findet,...


        ...wenn man sucht. Hier noch ein bemerkenswerte Ausspruch:

        "Ich bin kein Altruist.
        Wenn ich für andere etwas tue, dann aus reinem Eigennutz.
        Weil es mich glücklich macht, wenn andere sich freuen.
        Weil ich mir dabei gut und wertvoll vorkomme.
        Weil ich denke, dass alles, was man Gutes in die Welt setzt, irgendwann auch wieder positiv zurückwirkt.
        So trägt die gute Tat den Lohn in sich, und niemand ist mir etwas schuldig.
        Ich bin Egoist. Das unterscheidet mich von den Altruisten, die sich dauernd über den Undank der Welt beklagen."
        © Peter Hohl (*1941), deutscher Journalist und Verleger, Redakteur, Moderator und Aphoristiker
        Quelle : »Lieber ein Optimist, der sich mal irrt...«

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        • RE: Kleiner Hügel!


          Ist mit dir alles in Ordnung?

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          • Alle guten Dinge...


            ...sind drei:

            "Den Menschen erregen nicht die Dinge selbst, sondern seine Sicht der Dinge!"
            Epiktet griechisch: Epiktetos, (um 50 n. Chr. - 138), griechischer Stoiker und Philosoph, Sklave, nach Neros Tod freigelassen; gründete in Nikopolis eine Philosophenschule der Stoa, seine Lehre war von großem Einfluß auf das frühe Christentum

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            • Finale: ein Nachleger!


              "Ärgert dich dein Auge, so reiß es aus, ärgert dich deine Hand, so hau sie ab, ärgert dich deine Zunge, so schneide sie ab, und ärgert dich deine Vernunft, so werde katholisch."
              Heinrich Heine (1797 - 1856), eigentlich Harry Heine, deutscher Dichter, Erzähler und Romancier

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              • Nietzsche...:-))))


                der da auch sagte:

                Es gibt in der Welt einen einzigen Weg, auf welchem niemand gehen kann außer dir: wohin er führt? Frage nicht, gehe ihn!

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                • RE: Optimist


                  Der Optimist ist meist genauso im Irrtum wie der Pessimist, aber er ist glücklicher dabei.

                  Karl Nef (1873-1935)

                  Kommentar


                  • und noch einmal...


                    Sein oder nicht Sein...

                    Der Willen irrt,
                    Dass wir die Übel, die wir haben,
                    lieber ertragen,als zu unbekannten ziehn!
                    So macht Gewissen feige aus uns allen;
                    Der angeborenen Farbe der Entschließung
                    Wird des Gedanken Blässe angekränkelt;
                    Und Unternehmungen voll Mark und Nachdruck,
                    Durch diese Rücksicht aus der Bahn gelenkt,
                    Verlieren so der Handlung Namen...

                    Shakespaere "Hamlet"

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                    • RE: Kleiner Hügel!


                      Hilf mir nur erst aus meinen Nöten, Freund, die Rede kannst du nachher halten.
                      (Jean de La Fontaine)

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                      • RE: oder


                        Ein Optimist weiß genau, wie traurig die Welt sein kann, während es ein Pessimist allmorgendlich neu herausfindet.

                        Peter Ustinov (*1921), engl. Schriftsteller

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                        • Na gut: einen hab ich noch!


                          "Wenn wir wollen, daß es in der kleinsten Strohhütte wie in der ganzen Welt besser gehe, so müssen wir das, was wir dazu beitragen können, selbst tun."
                          Johann Heinrich Pestalozzi (1746 - 1827) Schweizer Pädagoge und Sozialreformer

                          Kommentar


                          • RE: ich auch...


                            Optimisten haben ja keine Ahnung von den freudigen Überraschungen, die Pessimisten erleben.
                            (Peter Bamm)

                            Ein Optimist weiß genau, wie traurig die Welt sein kann, während es der Pessimist allmorgendlich neu herausfindet.(Peter Ustinov)

                            Kommentar


                            • Für Petronius!


                              Den muss ich mal meinem Chef unter die Nase reiben. Und zwar am besten dann, wenn er mal wieder über unsere neuen Eigentümer stöhnt...! :-)


                              "Wir übten mit aller Macht, aber immer wenn wir begannen,
                              zusamengeschweißt zu werden, wurden wir umorganisiert.
                              Ich habe später gelernt, das wir oft versuchten, neuen
                              Verhältnissen durch Umorganisation zu begegnen. Es ist
                              eine phantastische Methode. Sie erzeugt die Illusion des
                              Fortschritts, wobei sie gleichzeitig Verwirrung schafft, die
                              Effektivität vermindert und demoralisierend wirkt."
                              Petronius Gajus Arbiter (10 - 66 Selbstmord), römischer realistisch-satirischer Dichter auch derb-erotischer Prosa, Günstling Neros

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                              • RE: Positiv und negativ


                                Großer Berg, du machst mich nachdenklich.
                                In unserer Welt ist kein Platz für Pessimisten, schwäche
                                oder gar Tränen, das können wir uns nur im
                                stillen Kämmerlein leisten. Die Welt ist von Erfolg
                                gekrönt, was haben wir nicht alles geleistet, ja das
                                muss doch gewürdigt werden. Anerkennung ist
                                das Zauberwort, immer höher und höher steigen wir in
                                unsere Arroganz. Es ist halt einfacher nicht das zu sein,
                                was man gerne sein will.

                                Ich bin ein Optimist,der seine Tränen auch im stillen
                                Kämmerlein weint,denn die Menschen haben
                                verlernt zu trösten. Vielleicht sind wir alle Pessimisten.

                                Wer Du auch bist, du hast mir schon sehr viele schöne
                                Gedichte und Geschichten hier eingestellt, die bringen
                                mir Optimismus.

                                Es grüßt Dich das Hörnchen

                                Kommentar


                                • Provokante These!


                                  "Die Gesellschaft verzeiht oft den Verbrechern. Sie verzeiht nie den Träumern.
                                  Society often forgives the criminal, it never forgives the dreamer."
                                  Oscar Wilde (1854 - 1900), eigentlich Oscar Fingal O’Flahertie Wills, irischer Lyriker, Dramatiker und Bühnenautor

                                  Kommentar


                                  • RE: Provokante These!


                                    Einer der schwierigsten Übergänge ist der Übergang von einem angenehmen Leben zu einem guten Leben.
                                    (Leo N.Tolstoi, Tagebücher)

                                    Kommentar


                                    • eigentlich hat der Berg Recht


                                      Sagen wir, man fängt gefühlsmäßig bei Freude an. Diese steigert sich zu Liebe, nicht nur, wie sie in einer Liebesbeziehung vorhanden ist, sonder allgemein. Doch durch negative Ereignisse aus der Realität oder der Vorstellungskraft der Träumer wird diese zu Angst. Wer in einer Beziehnung ist hat Angst den Partner zu verlieren. Daraus wiederum entsteht Verzweiflung und das Wissen, dass man nicht wirklich etwas dagegen machen kann. Hieraus entsteht dann oftmals Hass. Roher, brutaler und blutiger Hass, aber auch meist gegen sich selbst gerichtet. Hass verfliegt wieder, da man nicht die Kraft besitzt diesen ständig zu vertreten. Danach folgt die Trauer bzw. kommt sie raus. Bei mir zum Beispiel ist es so, dass eigentlich ständig eine gewisse tiefe Trauer besteht. Und wenn dann wieder positivere Erlebnisse des Lebens sich einen zuwenden, dann empfindet man wieder Freude. So geht dies immer fort.
                                      Ein Chaos begleitet einen ständig. Und wenn man nüchtern diese Sache sieht merkt man, dass das Negative, das Dunkle und Böse in dieser Welt die Oberhand hat, selbst, wenn ab und zu ein kleines Licht erstrahlt.

                                      Kommentar


                                      • RE: Provokante These!


                                        was ist der Unterschied zwischen,
                                        gut und angenehm?

                                        Kommentar


                                        • RE: Extra für Hörnchen


                                          Ist Dein Herz mal traurig und schwer,
                                          schick mir eine Nachricht her.
                                          Dann werde ich Dir mein Lächeln borgen,
                                          und verfliegen sollen Deine Sorgen.
                                          Denn das Lächeln in Deinem Gesicht,
                                          brachte mich auf dies kleine Gedicht.

                                          Kommentar


                                          • RE: Provokante These!


                                            da gibt es für mich keinen Unterschied.
                                            evtl. umwerfend?

                                            Kommentar


                                            • RE: der Berg hat immer Recht owt


                                              .

                                              Kommentar


                                              • RE: eigentlich hat der Berg Recht


                                                man kann es aber auch anders sehen. Dass das Leben eigentlich positiv ist und einem nur dann und wann einen Knüppel zwischen die Beine wirft.

                                                Wie der Einzelne damit umgeht, beeinflusst auch seine Lebenseinstellung und ob er leichter mit den verschiedensten Anforderungen zurecht kommt oder nicht.

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                                                • RE: Provokante These!


                                                  das leben ist für mich lebenswert, wir können
                                                  so viel erreichen wenn wir nur wollen.
                                                  Umwerfend kann es auch sein, dann bin
                                                  ich aber fast immer sprachlos.

                                                  Kommentar

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