• Sie können sich hier registrieren, um Beiträge zu schreiben. Registrierte Nutzer können sich oben rechts anmelden.

Gedichte und Danke sagen

Einklappen
X
 
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge

  • Gedichte und Danke sagen

    Hallöchen Zusammen,

    Ich möchte von euch mal wissen was ist schlimm
    daran wenn hier mit einen Gedicht, mal Danke
    gesagt wird. Ein bisschen Poesie tut uns vielleicht
    allen gut. Es ist immer noch besser als hier von
    Arschlöchen oder sonstigen Gesinde zu lesen.
    Kann es nicht sein ,das hier in einer ganz bestimmten
    Partnerschaft oder Freundschaft mal danke gesagt wird?
    Wir sagen im Leben viel zu wenig ,ehrlich danke.

    Gruß Hörnchen


  • RE: Gedichte und Danke sagen


    mir gefallen die wenigsten gedichtet. deshalb finde ich es aber trotzdem nicht schlimm, wenn hier menschen, denen gedichte viel sagen und geben, sie zum thread machen. ich lese diese threads nicht. ganz einfach.

    an zuckerbrot, xmanrique und co.
    jemanden suspekt zu finden, weil er anders spricht oder anders formuliert, anders denkt als die "norm", finde ich suspekt. um es mal kurz und gesittet auszudrücken.
    ebenso sind aktionen a la virtueller unterschriftensammlung ein starkes zeichen für beschränkten horizont und wenig toleranz. auch das ist mir mehr als suspekt. vor allem in kombination.


    schönen vormittag

    Kommentar


    • RE: Gedichte und Danke sagen


      Hi Lester,
      hier bin ich ganz deiner meinung, super geschrieben.
      hier habe ich entlich mal nichts zu meckern
      Danke dir.

      Kommentar


      • ich danke dir :-) owt.


        .

        Kommentar



        • Sprachkultur


          Hallo hörnchen!
          Als Verfechterin der guten deutschen Sprachkultur bin ich im Grunde für jegliche Poesie und Prosa zu haben. Es ist schon schön zu sehen, wie Sprache auf die verschiedenen Menschen wirkt und was in meinem Inneren abläuft, wenn ich mit Sprache umgehe, sie lese, höre, selbst gebrauche. Es steht mir nicht immer der Sinn nach gefühlvollen Gedichten, so auch momentan. Sie geben mir derzeit einfach nichts. Daraus rückzuschließen, dass generell nichts damit anzufangen wäre, finde ich persönlich etwas überzogen. Ich könnte mir allerdings vorstellen, dass gewisse Forumsuser derzeit irgendwie unangenehm berührt vor ihrem Bildschirm sitzen und sich überlegen, was das nun mit der kalten Wirklichkeit zu tun haben soll, die in einem solchen Forum ansonsten Platz findet - wie ich meine zu Recht. Es gibt tatsächlich Mitmenschen, denen Poesie noch nie etwas gegeben hat und die sich auch mit Vehemenz dagegen zur Wehr setzen, dass sie zu irgendetwas Realitätsnahmen zu gebrauchen wäre. Interessant, nicht? So sind die Menschen. Jeder Jeck ist anders. Und das macht die Sache immer wieder spannend.

          In diesem Zusammenhang:
          Meine Tochter hat gestern eine Deutscharbeit geschrieben. Ich behaupte mal, bei uns wird viel und gern gesprochen, auch über sehr emotionale, irrationale oder/und philosophische Dinge. Trotzdem fehlte ihr - nicht zum ersten Mal - der Zugang zum Text (einer Balade), den sie bearbeiten sollte. Es scheiterte z.B. an den Vokabeln "sich hingeben" oder "Individuum", die zum Textverständnis essentiell gewesen wären. Ich bin immer wieder erstaunt, welchen Wortschatz heutige Textanalysen als gegeben voraussetzen. Es mag für Kinder der Generation meiner Mutter noch üblich gewesen sein, in Begriffen wie "Schicklichkeit" zu denken, schon in meiner Generation hatten wir dazu im Allgemeinen gebräuchlichere Alternativen. Es ist schade, dass interessierten, mit einem soliden sprachlichen und kulturellen Niveau aufgewachsenen Kindern der Zugang zu deutscher Dichtung dermaßen schwer gemacht wird. Wie sollen diese Kinder Dichtung jemals als das begreifen, was ihren Wert ausmacht, wenn jedes Verständnis für die Emotionen, die Stimmung, das Zwischen-den-Zeilen-Stehende abhanden kommt, weil das Vokabular unbekannt ist. Ich kann doch schlecht mit meinem Kind im Deutsch von Goethe oder Schiller sprechen, damit sie ihre Arbeiten bewältigen kann. DAS ist realitätsfremd. Ich dachte, Schule sei dafür da, den Kindern Werkzeug für ihr Leben anhand zu geben. Stattdessen wird völlig am Alltag der Kinder vorbei gelernt. Und letzten Endes steht dann in irgendwelchen PISA-Studien, die Kinder hätten heute kein Textverständnis. Warum das so ist, davon redet kein Mensch! Nix gegen Goethe, Schiller und Konsorten, aber direkt die volle Breitseite, ohne mit der Sprache vertraut zu sein, halte ich für wenig konstruktiv in dem Bemühen, Kindern den Umgang mit Literatur und Sprachkultur beizubringen.

          Gefrustete Grüße
          Anke

          Kommentar


          • RE: Gedichte und Danke sagen


            Wir alle sind längst an einem Punkt, wo Toleranz nur ein weiteres dekadentes Symtpom totalen Konsums ist.

            Aber unschuldige Kleinmädchengedichte zu verdammen , ist ein mieser Stil und pubertär.




            Kommentar


            • RE: Gedichte und Danke sagen


              dekawas? ich habe es schwer deinen gedanken in den kurzen zeilen zu finden.
              nur zwei fragen fallen mir dazu ein. ist das deine art der rechtfertigung für intolleranz? findest du dich mit deiner erkenntnis ab?

              Kommentar



              • RE: Sprachkultur


                Morgen Anke,
                na da sind wir jetzt schon bei positiv und negativ.
                soweit wollte ich in meinen Gedanken gar nicht gehen.
                Wir wundern uns das wir soviele Egoisten auf der Welt
                haben, eine Ellenbogengemeinschaft. Mein Kind soll es mal besser haben , mein Kind braucht so etwas nicht.
                Über die Schulen will ich hier gar nicht gross reden.
                Der Sprachschatz unsrer Kinder ist beschränkt genug.
                Ich merke immer wieder wenn ich in die Oper gehe, das
                dort eine gewisse Gesellschaftsschicht zugegen ist.
                Warum wohl? Wenn die Eltern, die Familie zu Hause
                es nicht schafft, die Staatlichen-Schulen ganz bestimmt
                nicht.

                Gruß Hörnchen

                Kommentar


                • RE: Gedichte und Danke sagen


                  Dieser ganze Toleranzscheiß ist doch nur noch dazu gut, den allgemeinen Ausverkauf noch so intimer Sachen zu rechtfertigen. Homo- hetero-, bi-, metro-sexuell, gibts alles im Fernsehen, Liebesfreud und Leid präsentiert bei Kai Pflaume, Familenhöllen auf RTL-2, Kinder führt man dem Volk bei der Supernanny vor und alle sind schön tolerant dazu.
                  Ist nix so schlimm, daß es nicht für nen Medienhype taugt.

                  Da kann man mal drüber quatschen und nicht über die Mädels, die hier ein paar kleine Reime austauschen.

                  Kommentar


                  • Dichtung und Wahrheit


                    Tja, das ist der Unterschied zwischen Toleranz und Ignoranz, Genie und Wahnsinn, Dichtung und Wahrheit. Liegt alles sehr nah beieinander und ist daher schwer zu trennen für manche Mitmenschen, deren Wertesystem so flexibel ist wie ein Bungee-Seil. Heißt aber nicht, dass die Menschheit daran zugrunde gehen wird, dass medienwirksam zelebriert wird, was menschliche Schwächen hergeben. Die Begrifflichkeiten werden munter gemixt und heraus kommt irgendsoeine unappetitliche Soße, die wiederum alles und nix mit den ursprünglichen Komponenten zu tun hat. Wohin es uns "ruckt" (frei nach Roman Herzog), werden wir sehen - und zwar nicht nur in Multicolor und Dolby-S. Das Leben sitzt mit uns am Frühstückstisch, nicht hinter Glas.

                    Grüße
                    Anke

                    Kommentar



                    • RE: Gedichte und Danke sagen


                      hmmmm......
                      nein, keiner braucht die supper nanny. generationen sind unter schlechteren bedingungen groß gezogen worden. familientrallala auf rtl2 braucht auch niemand.
                      aus diesem grund habe ich mir das fernsehen schon lange abgewöhnt und weil mein blutdruck spätestens nach dem und durch den zweiten werbeblock gesundheitsbedrohliche höhen erreicht. meiner ansicht ist das aber ein ganz anderes thema. worüber wir reden ist deine und meine ureigene toleranz. die eines jeden menschen. das ist der ausgangspunkt auch deiner argumente (auch wenn ich sie nicht teilen kann). sie in irgendeiner weise in zusammenhang oder sogar abhängigkeit allzu seichter unterhaltung zu setzen, tut mir in der seele weh.
                      toleranz wird geprägt, durch deine meinung, sichtweise und auch der weite deines horizonts und deiner bereitschaft sich mit anderen auseinander zu setzen. hintergründe suchen und erkennen. danach zu entscheiden, ob es mir gefällt oder nicht. vor der toleranz kommt das verstehen.
                      toleranz bedeutet nicht, sich alles gefallen zu lassen. auf gar keinen fall. sie darf nicht mit gleichgültigkeit verwechselt werden. das wäre fatal. toleranz wird keinem in die wiege gelegt, weil sie nicht zu den urinstinkten eines menschen gehört. sie muß erlernt werden.

                      würde der diskussion gerne weiter folgen muß aber jetzt leider weg.

                      Kommentar


                      • RE: Sprachkultur


                        anke, wie du das wieder mal geschafft hast, mit einem hammerschlag so viele nägel auf einmal zu treffen......

                        lg
                        xmanrique

                        Kommentar


                        • RE: Sprachkultur


                          liebe anke,
                          als hobbygermanistin hab ich wie schon so oft das gefühl:
                          du sprichst mir aus dem herzen!
                          die junge fee

                          Kommentar


                          • RE: Sprachkultur


                            Bei mir drängt sich der Verdacht auf, dass Ankes Töchterlein wieder einmal nicht die Leistung erbracht hat, die Mama erwartet hatte und schnell ein Schuldiger gefunden werden mußte.

                            Kommentar


                            • RE: Gedichte und Danke sagen


                              "an zuckerbrot, xmanrique und co.
                              jemanden suspekt zu finden, weil er anders spricht oder anders formuliert, anders denkt als die "norm", finde ich suspekt. um es mal kurz und gesittet auszudrücken.
                              ebenso sind aktionen a la virtueller unterschriftensammlung ein starkes zeichen für beschränkten horizont und wenig toleranz. auch das ist mir mehr als suspekt. vor allem in kombination."

                              ja ja...immer schön politisch korrekt sein. bla bla...an anderen stellen seit ihr hier auch nicht tollerant!

                              Kommentar


                              • RE: Dichtung und Wahrheit


                                dieses forum ist auch ein medium! man zieht es sich mehr oder weniger freiwillig rein. hier kann man wenigstens kritisieren und quasie interaktiv eingreifen.

                                Kommentar


                                • RE: Sprachkultur


                                  Und dass sich ein nicht zu seinem Namen stehender User finden würde, der a) mal eben aus dem Hinterhalt einen Schuss abgeben würde und b) zum eigentlichen Thema nichts - vor allem aber nichts Hilfreiches - beizutragen hat, war mir auch klar.

                                  Wenn ich jetzt behaupten würde, dass mir die Schulnoten meiner Tochter egal sind, wäre das gelogen. Ich bestreite nicht, dass mir schlechte Noten (die hier noch gar nicht zur Debatte stehen) Magenschmerzen bereiten. Das sind die Nachwehen entsprechender Sozialisation in Elternhaus und Gesellschaftsordnung. Ist fast schon ein reflexartiges Verhalten, über das ich mich im Grunde ärgere.

                                  Mehr noch ist mir allerdings wichtig, dass Kinder Spaß am Rückgriff auf ihre Potentiale bekommen, um später glückliche Erwachsene zu werden. Solche Erwachsene können jederzeit zu ihrer Meinung stehen, Kritik konstruktiv und offen äußern, ohne zu werten oder zu glauben, ihr Gesicht verbergen zu müssen, weil sie anders denken oder fühlen als andere . Und sie können ihre Sprache einsetzen, um sich verständlich zu machen, und sie sind bereit, die Sprache anderer zu verstehen. Das nenne ich Kommunikationsvermögen und Sprachkultur.

                                  Grade Menschen, wie Ina Deter sagt, tun Not. Auch wenn Du 4 Punkte als Namensersatz gewählt hast, kann ich an Deiner Äußerung nichts grades, offenes, kontruktives und schon gar nichts Selbstbewusstes erkennen. Wenn es eine Provokation sein sollte: gut, erwischt. Schade, dass Dir mehr an Provokation als an Kommunikation liegt. Es ist nämlich ein interessantes Thema: Sprache als Mittel der Sozialisation.

                                  Grüße
                                  Anke

                                  Kommentar


                                  • RE: Sprachkultur


                                    das hast Du schön formuliert:
                                    das Kinder später glückliche Erwachsene werden.

                                    Kommentar


                                    • RE: Sprachkultur


                                      es muß auch die frage aufgeworfen werden ob unserer jugend mit solchen gedichten wie denen von grosser bär oder denhorn gedient ist! das mag so bis 4 klasse noch angehen aber dann? wie soll da was gerades rauskommen? ( ja ja, ich übertreibe es mal wieder....)

                                      Kommentar


                                      • RE: Sprachkultur


                                        Sobald ich genau weiß, welche Balade da bearbeitet werden sollte, melde ich mich nochmal.
                                        Heute liegt das Kind krank im Bett mit Fieber und Erkältung und ich muss arbeiten. Ich fühle mich mies. Außerdem empfinde ich es als Gemeinheit, dass Kindern in unserer heutigen Zeit Texte vorgelegt werden, mit denen sie allein schon deshalb nichts anfangen können, weil sie die gesellschaftlichen Gegebenheiten nicht nachvollziehen konnten. Als meine Mutter ihrer Enkeltochter erzählte, dass sie mit 17 schwanger wurde, weil sie nichts über Verhütung wusste, und ihre Mutter (meine Oma) von meiner Schwester mit Mami angeredet werden wollte, damit keiner "die Schande" merkt, da hat meine Tochter nur noch mit den Ohren geschlackert. Soetwas ist ihr eine völlig fremde Welt. Und dann kommt eine Balade über Dienstmädchen in Herrenhäusern und dieses Kind soll wissen, welche moralischen und gesellschaftlichen Ressentiments zu der Zeit Gültigkeit hatten, damit sie halbwegs auf die zwischen den Zeilen verborgenen Hinweise kommt. Ich glaub ich krieg nen Fön!!!!

                                        Grüße
                                        Anke

                                        Kommentar


                                        • RE: Sprachkultur


                                          Liebe Anke,
                                          dazu würde ich gern was sagen, kann aber erst morgen.
                                          Grüße, J.

                                          Kommentar


                                          • RE: Sprachkultur


                                            Auf manche Dinge wartet man mit Vorfreude (die ja angeblich die schönste aller Freuden ist). Mach ma... Ich hab Zeit...

                                            (schwindelte die liebe Anke und verstummte verschämt)

                                            :-)
                                            Anke

                                            Kommentar


                                            • RE: Sprachkultur


                                              liebe anke,
                                              bin auch dran interessiert, um welche ballade es sich da handelte.
                                              wär schön, wenn du die info weitergeben könntest.
                                              lieben gruß
                                              von der jungen fee

                                              Kommentar


                                              • Kleiner Vorgeschmack


                                                Mir wird gerade ganz schlecht. Hier mal eine Seite für Lehrer von Lehrern (oder deren Freunde) zum Thema Ballade:

                                                http://www.lehrerfreund.de/more/15_0_1_0_M1/

                                                Was bin ich froh, dass ich nicht mehr in den Deutschunterricht muss!

                                                Grüße
                                                Anke

                                                Kommentar


                                                • RE: Kleiner Vorgeschmack


                                                  Liebe Anke,
                                                  die "Didaktik der Ballade" (das klingt aber auch wirklich doof) immerhin mit Verweis auf Fanta 4.
                                                  Wie man sieht, proben die Lehrer den Hüftschwung. :-))

                                                  Kommentar

                                                  Lädt...
                                                  X