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the ballad of lucy jordan

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  • the ballad of lucy jordan

    The morning sun touched lightly on the eyes of Lucy Jordan
    In a white suburban bedroom in a white suburban town
    As she lay there 'neath the covers dreaming of a thousand lovers
    Till the world turned to orange and the room went spinning
    round.

    At the age of thirty-seven she realised she'd never
    Ride through Paris in a sports car with the warm wind in her hair.
    So she let the phone keep ringing and she sat there softly singing
    Little nursery rhymes she'd memorised in her daddy's easy
    chair.

    Her husband, he's off to work and the kids are off to school,
    And there are, oh, so many ways for her to spend the day.
    She could clean the house for hours or rearrange the flowers
    Or run naked through the shady street screaming all the way.

    At the age of thirty-seven she realised she'd never
    Ride through Paris in a sports car with the warm wind in her hair
    So she let the phone keep ringing as she sat there softly singing
    Pretty nursery rhymes she'd memorised in her daddy's easy
    chair.

    The evening sun touched gently on the eyes of Lucy Jordan
    On the roof top where she climbed when all the laughter grew
    too loud
    And she bowed and curtsied to the man who reached and
    offered her his hand,
    And he led her down to the long white car that waited past
    the crowd.

    At the age of thirty-seven she knew she'd found forever
    As she rode along through Paris with the warm wind in her
    hair ...


  • Eve of Destruction


    Eve Of Destruction
    by Barry McGuire

    The eastern world, it is explodin’.
    Violence flarin’, bullets loadin’
    You’re old enough to kill, but not for votin’
    You don’t believe in war, but what’s that gun you’re totin’
    And even the Jordan River has bodies floatin’

    But you tell me
    Over and over and over again, my friend
    Ah, you don’t believe
    We’re on the eve
    of destruction.

    Don’t you understand what I’m tryin’ to say
    Can’t you feel the fears I’m feelin’ today?
    If the button is pushed, there’s no runnin’ away
    There’ll be no one to save, with the world in a grave
    Take a look around you boy
    It’s bound to scare you boy

    And you tell me
    Over and over and over again, my friend
    Ah, you don’t believe
    We’re on the eve
    of destruction.

    Yeah, my blood’s so mad feels like coagulatin’
    I’m sitting here just contemplatin’
    I can’t twist the truth, it knows no regulation.
    Handful of senators don’t pass legislation
    And marches alone can’t bring integration
    When human respect is disintegratin’
    This whole crazy world is just too frustratin’

    And you tell me
    Over and over and over again, my friend
    Ah, you don’t believe
    We’re on the eve
    of destruction.

    Think of all the hate there is in Red China
    Then take a look around to Selma, Alabama
    You may leave here for 4 days in space
    But when you return, it’s the same old place
    The poundin’ of the drum, the pride and disgrace
    You can bury your dead, but don’t leave a trace
    Hate your next-door neighbor, but don’t forget to say grace
    And… tell me over and over and over and over again, my friend
    You don’t believe
    We’re on the eve
    Of destruction
    Mm, no no, you don’t believe
    We’re on the eve
    of destruction.

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    • RE: the ballad of lucy jordan


      Hallo same feeling,

      habe das Lied von Marianne Faithfull ebenfalls in meiner Sammlung. Allerdings hatte ich bisher noch nie das Bedürfnis vom Dach zu springen - maximal den unnötigen Ballast vom Dach zu schmeissen. Und ich hoffe, dein "feeling" hat sich nicht unbedingt auf diesen Aspekt bezogen.

      Liebe Grüße
      Shanti




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      • Die Flut


        Die Flut


        Witt/Heppner


        Wenn ich in mir keine Ruhe fühl', Bitterkeit mein dunkles Herz umspült,
        ich warte auf den nächsten Tag, der mir erwacht.
        Wenn Finsternis den klaren Blick verhüllt.
        Kein Sinn mehr, meine Sehnsucht stillt.
        Ruf ich mir herbei, den einen Traum, der sich niemals erfüllt.

        Und du rufst in die Nacht, und du flehst um Wunder Macht,
        um 'ne bessere Welt zum Leben - doch es wird keine andere geben.

        Wann kommt die Flut?
        Wann kommt die Flut?
        Wann kommt die Pforte,
        in ein anderes großes Leben - irgendwo?

        All die Zeit so schnell vorüber zieht,
        jede Spur von mir wie Staub zerfliegt,
        endlos weit getrieben, von unsichtbarer Hand.

        Gibt es dort am kalten Firmament
        nicht auch den Stern der nur für mich verbrennt?
        Ein dumpfes Leuchten, wie ein Feuer in der Nacht, das nie vergeht!

        Und du siehst zum Himmel auf; Frust auf den sturen Zeitenlauf;
        machst dir 'ne Welt aus Trug und Schein, doch es wird keine andere sein.

        Wann kommt die Flut?
        Wann kommt die Flut?
        Wann kommt die Pforte,
        in ein andres großes Leben

        Wann kommt die Flut?
        Wann kommt die Flut?
        Wann kommt die Pforte,
        in ein andres großes Leben - irgendwo?

        Und du rufst in die Welt, daß sie dir nicht mehr gefällt!
        Du willst 'ne schöne Welt erleben, doch es wird keine andere geben!

        Wann kommt die Flut?
        Wann kommt die Flut?
        Wann kommt die Pforte,
        in ein andres großes Leben - irgendwo?

        Wann kommt die Flut?
        Wann kommt die Flut?
        Wann kommt die Pforte,
        in ein andres großes Leben - irgendwo?

        Wann kommt die Flut?
        Wann kommt die Flut?
        Wann kommt die Pforte,
        in ein andres großes Leben - irgendwo?

        Kommentar



        • Ein Gedicht, ein Gedicht!


          Erlkönig
          Johann Wolfgang Goethe
          Wer reitet so spät durch Nacht und Wind?
          Es ist der Vater mit seinem Kind;
          Er hat den Knaben wohl in dem Arm,
          Er faßt ihn sicher, er hält ihn warm.


          Mein Sohn, was birgst du so bang dein Gesicht? -
          Siehst Vater, du den Erlkönig nicht?
          Den Erlenkönig mit Kron und Schweif? -
          Mein Sohn, es ist ein Nebelstreif. -


          »Du liebes Kind, komm, geh mit mir!
          Gar schöne Spiele spiel ich mit dir;
          Manch bunte Blumen sind an dem Strand,
          Meine Mutter hat manch gülden Gewand.«


          Mein Vater, mein Vater, und hörest du nicht,
          Was Erlenkönig mir leise verspricht? -
          Sei ruhig, bleibe ruhig, mein Kind;
          In dürren Blättern säuselt der Wind. -


          »Willst, feiner Knabe, du mit mir gehn?
          Meine Töchter sollen dich warten schön;
          Meine Töchter führen den nächtlichen Reihn
          Und wiegen und tanzen und singen dich ein.«


          Mein Vater, mein Vater, und siehst du nicht dort
          Erlkönigs Töchter am düstern Ort? -
          Mein Sohn, mein Sohn, ich seh es genau:
          Es scheinen die alten Weiden so grau. -


          »Ich liebe dich, mich reizt deine schöne Gestalt;
          Und bist du nicht willig, so brauch ich Gewalt.«
          Mein Vater, mein Vater, jetzt faßt er mich an!
          Erlkönig hat mir ein Leids getan! -


          Dem Vater grauset's, er reitet geschwind,
          Er hält in den Armen das ächzende Kind,
          Erreicht den Hof mit Mühe und Not;
          In seinen Armen das Kind war tot.

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          • Noch ne Ballade?


            Die Bürgschaft

            Friedrich von Schiller


            Zu Dionys, dem Tyrannen, schlich
            Damon *), den Dolch im Gewande:
            Ihn schlugen die Häscher in Bande,
            "Was wolltest du mit dem Dolche? sprich!"
            Entgegnet ihm finster der Wüterich.
            "Die Stadt vom Tyrannen befreien!"
            "Das sollst du am Kreuze bereuen."

            "Ich bin", spricht jener, "zu sterben bereit
            Und bitte nicht um mein Leben:
            Doch willst du Gnade mir geben,
            Ich flehe dich um drei Tage Zeit,
            Bis ich die Schwester dem Gatten gefreit;
            Ich lasse den Freund dir als Bürgen,
            Ihn magst du, entrinn' ich, erwürgen."

            Da lächelt der König mit arger List
            Und spricht nach kurzem Bedenken:
            "Drei Tage will ich dir schenken;
            Doch wisse, wenn sie verstrichen, die Frist,
            Eh' du zurück mir gegeben bist,
            So muß er statt deiner erblassen,
            Doch dir ist die Strafe erlassen."

            Und er kommt zum Freunde: "Der König gebeut,
            Daß ich am Kreuz mit dem Leben
            Bezahle das frevelnde Streben.
            Doch will er mir gönnen drei Tage Zeit,
            Bis ich die Schwester dem Gatten gefreit;
            So bleib du dem König zum Pfande,
            Bis ich komme zu lösen die Bande."

            Und schweigend umarmt ihn der treue Freund
            Und liefert sich aus dem Tyrannen;
            Der andere ziehet von dannen.
            Und ehe das dritte Morgenrot scheint,
            Hat er schnell mit dem Gatten die Schwester vereint,
            Eilt heim mit sorgender Seele,
            Damit er die Frist nicht verfehle.

            Da gießt unendlicher Regen herab,
            Von den Bergen stürzen die Quellen,
            Und die Bäche, die Ströme schwellen.
            Und er kommt ans Ufer mit wanderndem Stab,
            Da reißet die Brücke der Strudel herab,
            Und donnernd sprengen die Wogen
            Des Gewölbes krachenden Bogen.

            Und trostlos irrt er an Ufers Rand:
            Wie weit er auch spähet und blicket
            Und die Stimme, die rufende, schicket.
            Da stößet kein Nachen vom sichern Strand,
            Der ihn setze an das gewünschte Land,
            Kein Schiffer lenket die Fähre,
            Und der wilde Strom wird zum Meere.

            Da sinkt er ans Ufer und weint und fleht,
            Die Hände zum Zeus erhoben:
            "O hemme des Stromes Toben!
            Es eilen die Stunden, im Mittag steht
            Die Sonne, und wenn sie niedergeht
            Und ich kann die Stadt nicht erreichen,
            So muß der Freund mir erbleichen."

            Doch wachsend erneut sich des Stromes Wut,
            Und Welle auf Welle zerrinnet,
            Und Stunde an Stunde entrinnet.
            Da treibt ihn die Angst, da faßt er sich Mut
            Und wirft sich hinein in die brausende Flut
            Und teilt mit gewaltigen Armen
            Den Strom, und ein Gott hat Erbarmen.

            Und gewinnt das Ufer und eilet fort
            Und danket dem rettenden Gotte;
            Da stürzet die raubende Rotte
            Hervor aus des Waldes nächtlichem Ort,
            Den Pfad ihm sperrend, und schnaubert Mord
            Und hemmet des Wanderers Eile
            Mit drohend geschwungener Keule.

            "Was wollt ihr?" ruft er vor Schrecken bleich,
            "Ich habe nichts als mein Leben,
            Das muß ich dem Könige geben!"
            Und entreißt die Keule dem nächsten gleich:
            "Um des Freundes willen erbarmet euch!"
            Und drei mit gewaltigen Streichen
            Erlegt er, die andern entweichen.

            Und die Sonne versendet glühenden Brand,
            Und von der unendlichen Mühe
            Ermattet sinken die Kniee.
            "O hast du mich gnädig aus Räubershand,
            Aus dem Strom mich gerettet ans heilige Land,
            Und soll hier verschmachtend verderben,
            Und der Freund mir, der liebende, sterben!"

            Und horch! da sprudelt es silberhell,
            Ganz nahe, wie rieselndes Rauschen,
            Und stille hält er, zu lauschen;
            Und sieh, aus dem Felsen, geschwätzig, schnell,
            Springt murmelnd hervor ein lebendiger Quell,
            Und freudig bückt er sich nieder
            Und erfrischet die brennenden Glieder.

            Und die Sonne blickt durch der Zweige Grün
            Und malt auf den glänzenden Matten
            Der Bäume gigantische Schatten;
            Und zwei Wanderer sieht er die Straße ziehn,
            Will eilenden Laufes vorüber fliehn,
            Da hört er die Worte sie sagen:
            "Jetzt wird er ans Kreuz geschlagen."

            Und die Angst beflügelt den eilenden Fuß,
            Ihn jagen der Sorge Qualen;
            Da schimmern in Abendrots Strahlen
            Von ferne die Zinnen von Syrakus,
            Und entgegen kommt ihm Philostratus,
            Des Hauses redlicher Hüter,
            Der erkennet entsetzt den Gebieter:

            "Zurück! du rettest den Freund nicht mehr,
            So rette das eigene Leben!
            Den Tod erleidet er eben.
            Von Stunde zu Stunde gewartet' er
            Mit hoffender Seele der Wiederkehr,
            Ihm konnte den mutigen Glauben
            Der Hohn des Tyrannen nicht rauben."

            "Und ist es zu spät, und kann ich ihm nicht,
            Ein Retter, willkommen erscheinen,
            So soll mich der Tod ihm vereinen.
            Des rühme der blut'ge Tyrann sich nicht,
            Daß der Freund dem Freunde gebrochen die Pflicht,
            Er schlachte der Opfer zweie
            Und glaube an Liebe und Treue!"

            Und die Sonne geht unter, da steht er am Tor,
            Und sieht das Kreuz schon erhöhet,
            Das die Menge gaffend umstehet;
            An dem Seile schon zieht man den Freund empor,
            Da zertrennt er gewaltig den dichter Chor:
            "Mich, Henker", ruft er, "erwürget!
            Da bin ich, für den er gebürget!"

            Und Erstaunen ergreifet das Volk umher,
            In den Armen liegen sich beide
            Und weinen vor Schmerzen und Freude.
            Da sieht man kein Augen tränenleer,
            Und zum Könige bringt man die Wundermär';
            Der fühlt ein menschliches Rühren,
            Läßt schnell vor den Thron sie führen,

            Und blicket sie lange verwundert an.
            Drauf spricht er: "Es ist euch gelungen,
            Ihr habt das Herz mir bezwungen;
            Und die Treue, sie ist doch kein leerer Wahn -
            So nehmet auch mich zum Genossen an:
            Ich sei, gewährt mir die Bitte,
            In eurem Bunde der dritte!"

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            • Alle guten Dinge sind 3


              Der Taucher
              "Wer wagt es, Rittersmann oder Knapp,
              Zu tauchen in diesen Schlund?
              Einen goldnen Becher werf ich hinab,
              Verschlungen schon hat ihn der schwarze Mund.
              Wer mir den Becher kann wieder zeigen,
              Er mag ihn behalten, er ist sein eigen."

              Der König spricht es und wirft von der Höh
              Der Klippe, die schroff und steil
              Hinaushängt in die unendliche See,
              Den Becher in der Charybde Geheul.
              "Wer ist der Beherzte, ich frage wieder,
              Zu tauchen in diese Tiefe nieder?"

              Und die Ritter, die Knappen um ihn her
              Vernehmen's und schweigen still,
              Sehen hinab in das wilde Meer,
              Und keiner den Becher gewinnen will.
              Und der König zum drittenmal wieder fraget:
              "Ist keiner, der sich hinunter waget?"

              Doch alles noch stumm bleibt wie zuvor,
              Und ein Edelknecht, sanft und keck,
              Tritt aus der Knappen zagendem Chor,
              Und den Gürtel wirft er, den Mantel weg,
              Und alle die Männer umher und Frauen
              Auf den herrlichen Jüngling verwundert schauen.

              Und wie er tritt an des Felsen Hang
              Und blickt in den Schlund hinab,
              Die Wasser, die sie hinunterschlang,
              Die Charybde jetzt brüllend wiedergab,
              Und wie mit des fernen Donners Getose
              Entstürzen sie schäumend dem finstern Schoße.

              Und es wallet und siedet und brauset und zischt,
              Wie wenn Wasser mit Feuer sich mengt,
              Bis zum Himmel spritzet der dampfende Gischt,
              Und Flut auf Flut sich ohn Ende drängt,
              Und will sich nimmer erschöpfen und leeren,
              Als wollte das Meer noch ein Meer gebären.

              Doch endlich, da legt sich die wilde Gewalt,
              Und schwarz aus dem weißen Schaum
              Klafft hinunter ein gähnender Spalt,
              Grundlos, als ging's in den Höllenraum,
              Und reißend sieht man die brandenden Wogen
              Hinab in den strudelnden Trichter gezogen.

              Jetzt schnell, eh die Brandung wiederkehrt,
              Der Jüngling sich Gott befiehlt,
              Und - ein Schrei des Entsetzens wird rings gehört,
              Und schon hat ihn der Wirbel hinweggespült,
              Und geheimnisvoll über dem kühnen Schwimmer
              Schließt sich der Rachen, er zeigt sich nimmer.

              Und stille wird's über dem Wasserschlund,
              In der Tiefe nur brauset es hohl,
              Und bebend hört man von Mund zu Mund:
              "Hochherziger Jüngling, fahre wohl!"
              Und hohler und hohler hört man's heulen,
              Und es harrt noch mit bangem, mit schrecklichem Weilen.

              Und wärfst du die Krone selber hinein
              Uns sprächst: Wer mir bringet die Kron,
              Er soll sie tragen und König sein -
              Mich gelüstete nicht nach dem teuren Lohn.
              Was die heulende Tiefe da unter verhehle,
              Das erzählt keine lebende glückliche Seele.

              Wohl manches Fahrzeug, vom Strudel gefasst,
              Schoss jäh in die Tiefe hinab,
              Doch zerschmettert nur rangen sich Kiel und Mast,
              Hervor aus dem alles verschlingenden Grab. -
              Und heller und heller, wie Sturmes Sausen,
              Hört man's näher und immer näher brausen.

              Und es wallet und siedet und brauset und zischt,
              Wie wenn Wasser mit Feuer sich mengt,
              Bis zum Himmel spritzet der dampfende Gischt,
              Und Well auf Well sich ohn Ende drängt,
              Und wie mit des fernen Donners Getose
              Entstürzt es brüllend dem finstern Schoße.

              Und sieh! aus dem finster flutenden Schoß,
              Da hebet sich's schwanenweiß,
              Und ein Arm und ein glänzender Nacken wird bloß,
              Und es rudert mit Kraft und mit emsigem Fleiß,
              Und er ist's, und hoch in seiner Linken
              Schwingt er den Becher mit freudigem Winken.

              Und atmete lang und atmete tief
              Und begrüßte das himmlische Licht.
              Mit Frohlocken es einer dem andern rief:
              "Er lebt! Er ist da! Es behielt ihn nicht!
              Aus dem Grab, aus der strudelnden Wasserhöhle
              Hat der Brave gerettet die lebende Seele."

              Und er kommt, es umringt ihn die jubelnde Schar,
              Zu des Königs Füßen er sinkt,
              Den Becher reicht er ihm kniend dar,
              Und der König der lieblichen Tochter winkt,
              Die füllt ihn mit funkelndem Wein bis zum Rande,
              Und der Jüngling sich also zum König wandte:

              "Lange lebe der König! Es freue sich,
              Wer da atmet im rosigten Licht!
              Da unten aber ist's fürchterlich,
              Und der Mensch versuche die Götter nicht
              Und begehre nimmer und nimmer zu schauen,
              Was sie gnädig bedeckten mit Nacht und Grauen.

              Es riss mich hinunter blitzesschnell -
              Da stürzt mir aus felsigtem Schacht
              Wildflutend entgegen ein reißender Quell:
              Mich packte des Doppelstroms wütende macht,
              Und wie einen Kreisel mit schwindendelm Drehen
              Trieb mich's um, ich konnte nicht widerstehen.

              Da zeigte mir Gott, zu dem ich rief
              In der höchsten schrecklichen Not,
              Aus der Tiefe ragend ein Felsenriff,
              Das erfasst ich behend und entrann dem Tod -
              Und da hing auch der Becher an spitzen Korallen,
              Sonst wär er ins Bodenlose gefallen.

              Denn unter mir lag's noch, bergetief,
              In purpurner Finsternis da,
              Und ob's hier dem Ohre gleich ewig schlief,
              Das Auge mit Schaudern hinuntersah,
              Wie's von Salamandern und Molchen und Drachen
              Sich regt' in dem furchtbaren Höllenrachen.

              Schwarz wimmelten da, in grausem Gemisch,
              Zu scheußlichen Klumpen geballt,
              Der stachligte Roche, der Klippenfisch,
              Des Hammers greuliche Ungestalt,
              Und dräuend wies mir die grimmigen Zähne
              Der entsetzliche Hai, des Meeres Hyäne.

              Und da hing ich und war's mit Grausen bewusst
              Von der menschlichen Hilfe so weit,
              Unter Larven die einzige fühlende Brust,
              Allein in der grässlichen Einsamkeit,
              Tief unter dem Schall der menschlichen Rede
              Bei den Ungeheuern der traurigen Öde.

              Und schaudernd dacht ich's, da kroch's heran,
              Regte hundert Gelenke zugleich,
              Will schnappen nach mir - in des Schreckens Wahn
              Lass ich los der Koralle umklammerten Zweig;
              Gleich fasst mich der Strudel mit rasendem Toben,
              Doch es war mir zum Heil, er riss mich nach oben."

              Der König darob sich verwundert schier
              Und spricht: "Der Becher ist dein,
              Und diesen Ring noch bestimm ich dir,
              Geschmückt mit dem köstlichsten Edelgestein,
              Versucht du's noch einmal und bringst mir Kunde,
              Was du sahst auf des Meeres tiefunterstem Grunde."

              Das hörte die Tochter mit weichem Gefühl,
              Und mit schmeichelndem Munde sie fleht:
              "Lasst, Vater, genug sein das grausame Spiel!
              Er hat Euch bestanden, was keiner besteht,
              Und könnt Ihr des Herzens Gelüsten nicht zähmen,
              So mögen die Ritter den Knappen beschämen."

              Drauf der König greift nach dem Becher schnell,
              In den Strudel ihn schleudert hinein:
              "Und schaffst du den Becher mir wieder zur Stell,
              So sollst du der trefflichste Ritter mir sein
              Und sollst sie als Ehegemahl heut noch umarmen,
              Die jetzt für dich bittet mit zartem Erbarmen."

              Da ergreift's ihm die Seele mit Himmelsgewalt,
              Und es blitzt aus den Augen ihm kühn,
              Und er siehet erröten die schöne Gestalt
              Und sieht sie erbleichen und sinken hin -
              Da treibt's ihn, den köstlichen Preis zu erwerben,
              Und stürzt hinunter auf Leben und Sterben.

              Wohl hört man die Brandung, wohl kehrt sie zurück,
              Sie verkündigt der donnernde Schall -
              Da bückt sich's hinunter mit liebendem Blick:
              Es kommen, es kommen die Wasser all,
              Sie rauschen herauf, sie rauschen nieder,
              Den Jüngling bringt keines wieder.

              Friedrich Schiller

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              • RE: the ballad of lucy jordan


                du kennst doch auch das Gefühl wenn dir alles zuviel wird und kein Ausweg in Sicht ist :-(

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                • wenn das so ist...




                  Ich will frei sein

                  Ich will frei sein, richtig frei sein. Freiheit in Grenzen sind nur Träume aus Stein! Mauern zerstören, wo sie nicht hingehören! Tragt sie ab, Stein für Stein. Denn du bist der Vogel, Vogel im Wind, breit aus deine Schwingen. Oh yeah, und du bist das Kind des Sturmes! Der Freiheit!!

                  Helge Schneider

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                  • RE: the ballad of lucy jordan


                    ich weiß zwar jetzt nicht genau wieso du das weißt, aber ja du hast Recht - dieses Gefühl kenne ich ebenfalls nur zu gut.

                    Bisher hat sich jedoch früher oder später immer noch eine Lösung gefunden; egal wie "bescheiden" die Situation auch war. Und das wird es auch bei dir - welches Problem auch für dich momentan schier unüberwindbar erscheint.

                    Liebe Grüße und alles Gute
                    Shanti

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                    • RE: wenn das so ist...


                      ja das will ich . . . . .

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                      • RE: the ballad of lucy jordan


                        woher hast du nur diesen unverwüstlichen Optimismus ?

                        NG

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                        • RE: wenn das so ist...


                          dann geht das auch (sofern du nicht irgendwo in echten ketten liegst oder dich hinter gittern befindest). freiheit ist jedenfalls leichter als reicher, schöner oder klüger zu werden
                          es ist halt meistens eine frage der bequemlichkeit.

                          "Der goldene Käfig, er ist aber auch gut. Das Essen ist lecker und im Ofen ist Glut. Der goldene Käfig, ich hab ihn nicht gewollt. Doch er ist da, so lang der Rubel rollt! Bamboleo, Bamboleo, Bamboleo, Bamboleo, Bamboleo"

                          schon wieder helge schneider....

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                          • RE: Ein Klecks Senf


                            An nichts wollte er zugrundegehen, nicht an Deutschland, nicht am Krieg, nicht an seinem Ich.

                            Wilhelm Genazino über die Tagebücher von Max Beckmann

                            Kommentar


                            • RE: und woher


                              nimmst du die Gewissheit, dass dieser unverwüstlich ist??

                              Aber wer aufgibt, der hat schon verloren - somit in diesem Sinne "stand up and fight". Denn wer ist schon gerne ein Verlierer ;-)

                              Hoffe, dir geht es heute besser.

                              LG Shanti


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                              • RE: Die Flut


                                die beiden sind ja auch irgendwie verkappte faschos....

                                Kommentar


                                • RE: Die Flut


                                  Ich weiß. Trotzdem.

                                  Kommentar


                                  • Dieser?


                                    http://de.wikipedia.org/wiki/Max_Beckmann

                                    Musste mich erstmal schlau machen.
                                    Ich hab's nicht so mit der Kunst. Wahrscheinlich eine der vielen Bildungslücken, die ich habe.

                                    Danke für die Anregung.

                                    Grüße
                                    Anke

                                    Kommentar


                                    • RE: Die Flut


                                      trotzdem was ? gutes lied ? geht so....das läuft ja eher unter unfreiwilliger komik.....

                                      Kommentar


                                      • RE: Die Flut


                                        sind sie? das wußte ich ja gar nicht, wieso denn?

                                        Kommentar


                                        • Deutsche Texte...


                                          ...lesen sich entweder irgendwie belustigend oder gekünstelt - meistens. Deshalb mag ich englische Texte mehr. Hin und wieder finde ich deutsche melancholisch anmutende Texte bemerkenswert. So auch "die Flut". Ich kann daran nichts ungewollt Komisches finden. Über das dazugehörige Video kann man geteilter Meinung sein.

                                          Wieso ruft das Lied bei Dir eine Art Schmunzeln hervor?

                                          Grüße
                                          Anke

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                                          • RE: Deutsche Texte...


                                            na dieser komische gesangsstil schon allein , man muß das eben auch hören , nicht nur lesen. da kann man doch nur schmunzeln...schon allein wenn man um das alter des joachim witt weiß....ist doch komisch wenn so einer jetzt noch versucht auf "neue deutsche härte " zumachen.... (so heißt die musikrichtung im fachjargon) und das sich deutsche texte entweder irgendwie belustigend oder gekünstelt lesen...kann nur daran liegen daß du die falschen sachen gehört hast...würde ich sagen....

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                                            • RE: Die Flut


                                              wieso...das ist so ähnlich wie mit rammstein...man tut so als ob, läßt hier und da einen zweideutigen satz fallen und streitet später ab, in den videos werden die 30iger und 40iger jahre verklärt mit einem hauch leni riefenstahl....das ist eben ein markt, ein zug auf den die da so mal schnell aufgesprungen sind.....wegen der rente wohl.

                                              Kommentar


                                              • RE: Deutsche Texte...


                                                OK. Die Brücke führte ins Niemandsland. Reiß ich sie eben wieder ab.
                                                Den Begriff "neue deutsche Härte" kenn ich nicht. Wieder was dazu gelernt. Danke.
                                                Es gibt Stimmungen, in die passen manche Texte wie Faust auf Auge. Aus genau dem gleichen Grunde kann ich in bitterbösen Stimmungslagen Sisters of Mercy auf volle Lautstärke drehen und mich so richtig böse fühlen.

                                                Ich mag auch die damals "neue deutsche Welle" genannte Schlagerszene. Das hat was bewusst Albernes. Muss man zu in Stimmung sein, dann findet man "Sternenhimmel" ganz toll! :-)

                                                Übrigens mag ich auch Hermann van Veen oder Reinhard Mey. Ton-Steine-Scherben, Nina Hagen und Zupfgeigenhansel füllen mein CD-Regal. Gleich daneben stehen auch Biermöslblasn, BAB und viele andere - quer durch die deutschsprachige Landschaft.

                                                Irgendwas wird schon dabei sein, wo Du die Hände über dem Kopf zusammenschlägst oder mir zustimmen kannst, dass die Texte bemerkenswert sind. Nee, ich denke, ich habe in meinem über 40 Jahre währenden Leben schon genug qualitativ hoch- und minderwertiges deutsches Liedgut gehört. Mein Vater hat eine Zeit lang "Und heut Abend hab ich Kopfweh" von dieser deutsch singenden Engländerin gehört (jetzt hab ich doch glatt ihren Namen verdrängt). DAS finde ich furchtbar! Nur so als Beispiel. Hat aber seine Anhänger. Genau wie Wolle P (Wolfgang Petry). So besoffen kann ich gar nicht werden, dass ich mir das schöntrinken könnte.

                                                Grüße
                                                Anke

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                                                • RE: Die Flut




                                                  ...man tut so als ob, läßt hier und da einen zweideutigen satz fallen und streitet später ab ...

                                                  Seh ich genauso; z.B. erinnert in der Modebranche so vieles an die faschistische Ästhetik... ist freilich nur ein Trend unter mehreren...

                                                  J.




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