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  • RE: Borderline


    Lieber Andras!

    Meiner Nichte geht es im Moment eigentlich recht gut, sie nimmt allerdings eine ganze Pallette Medikamente ein (Antidepressiva, Schalfmittel, usw.).

    Trotz der Medikamente hat sie immer wieder Phasen, in denen sie mit allen Leuten, die ihr wichtig sind und ihr nahestehen, Probleme hat. Kleinigkeiten lassen dabei oft das Fass zum Überlaufen bringen. Je mehr sie an jemandem hängt, desto schlimmer sind ihre Angriffe.

    Was ihre Beziehungen zu Männern angeht, hat sich das ganze in diesem Jahr etwas gebessert, weil ihr klargeworden ist, dass sie nicht mit einem Mann zusammenleben kann. Sie ist jetzt 25 und wohnt wieder bei ihrer Mutter (meiner Schwester).

    Vor dieser Zeit hat es immer wieder wilde Szenen gegeben, wenn sie längere Zeit mit einem Mann zusammen war. Die Auseinandersetzungen waren heftig, sie hat sich dann nach Hause bringen lassen (sie hat kein Auto), oft mehrere 100 Kilometer, denn Mann rausgeschmissen, ihn kurz danach wieder angerufen und herbestellt. Sie kann es nicht ertragen allein zu sein, aber auch nicht, dass ihr jemand emotional nahe kommt. Das alles spielt sich oft innerhalb von einer Stunde ab. Sie hat, obwohl sie nicht sehr kräftig ist, auch schon mal zugeschlagen und ist dann kaum zu bändigen. Ich war in solchen Situationen nie dabei, weiß es nur aus Erzählungen.

    Zur Zeit "schneidet" sie sich nicht, dass ist im Moment kein Thema. Sie hat einen Freund, der wie alle seine Vorgänger, psychisch auch nicht ganz OK ist, aber sie halten Distanz, darum gibt es keinen Stress.

    Der Arzt meiner Nichte probierte in den letzten Jahren verschiedene Medikamentenkombinationen aus, die bisher alle nicht optimal waren, aber er kommt der Sache schon näher. Es ist wichtig, Geduld zu haben, von heute auf morgen geht da nichts weiter.

    Eine Therapie hat sie abgebrochen, weil es ihr gerade mal gut ging. Aber alles im allem geht es bergauf.

    Ich hoffe, du findest auch für dich die richtige Lösung.

    LG
    Irmi

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