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Anekdötchen....

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  • Anekdötchen....

    ...muß ich mal eben loswerden.
    Ich mir jetzt just gerade passiert,hat auch nicht viel mit dem Forumthema zu tun...;-))

    Da hatte ich hier gerade ein herzerweichend weinendes 5-jähriges Kind vor mir stehen (meinen Sohn).Sein Bruder hat ihm erzählt,wenn wir tot sind,dann sind wir tot...da hilft nix.Und das arme Kind rennt zu seiner Mutter und schluchzt erbärmlich.
    Und da finde ich mich hier wieder,und bin erstmal sprachlos,in dem Versuch dieses arme Kind wieder zu beruhigen.
    Und da bin ich meiner Verzweiflung ,auf die buddhistische Lehre ausgewichen...mit dem Zusatz (ich hoffe er hat ihn verstanden),das wir das aber alle nicht ganz so genau wissen.

    Parmenion...was hättest Du gesagt??
    (Die Frage gilt auch für alle anderen,vielleicht hat da irgendeiner einen Ratschlag)

    Psas Kind hat sich wieder beruhigt,scheint für den Augenblick funktioniert zu haben...;-))


  • RE: Anekdötchen....


    Hi Nerea,

    klar wäre ich nicht auf den Buddhismus ausgewichen. Es langt mir wenn ich mich im Christentum einigermassen auskenne. Ist schon - wenn man's richtig macht - kompliziert genug.

    Ich hätte mich an die christliche Lehre gehalten. Die Menschen, die sterben warten auf das jüngste Gericht und danach geht es weiter im Paradies. Natürlich etwas kindlicher Forumliert, ohne die Offenbarung des Johannes vorzulesen und die Greuel zu erwähnen, die die erwarten die vor Gott nicht bestehen.

    Ob das hilft werde ich in fünf bis sechs Jahren sehen.

    Parmenion

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    • RE: Anekdötchen....


      Das dachte ich mir,daß Du da die christliche Lehre vorziehen würdest...(völlig wertfrei...;-)).
      Da ich Dich da religiös einschätze,interessierte mich gerade Deine Meinung.

      Die Offenbarung des Johannes....ja,wenn ich die erwähnt hätte,da wär Holland in Not gewesen.
      War schon so schlimm genug.....;-))

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      • Das Spiel ist aus! Oder doch nicht?


        Hallo Nerea,

        schöne Geschichte. Ich halte nichts davon, dem lieben Kinde etwas zu erzählen, was zwar oberflächlich beruhigt, aber nicht der eigenen Geisteshaltung entspricht.

        Als meine Oma starb (Mutter meines Vaters) war meine Tochter irgendwo um die 4 Jahre. Sie wollte unbedingt mit zur Beisetzung, weil ihr der völlig verzweifelte Opa so leid tat. Im Vorfeld hatten wir dann eine sehr detaillierte Fragestunde zum Thema Tod, Sterben, Bestattung, Verwesung - und was danach ist.
        Zur Uroma hatte das Kind keinen so intensiven Kontakt, deshalb schockte sie auch die Vorstellung nicht so sehr, dass da die Würmerchen kommen, um .... na, ihr wisst schon.
        Kritisch, wie das Kind nunmal ist, hat sie sich dann dummerweise über diese Dinge nochmal mit dem heißgeliebten Opa unterhalten. Insbesondere das Thema, was mit Uroma nach der Erdbestattung passiert (Würmchen), hat meinen Vater da verständlicherweise etwas merkwürdig berührt. Wie die beiden das konkret miteinander geklärt haben, weiß ich nicht mehr.

        Meine Eltern sind christlich erzogen und haben jedenfalls das Thema Himmel aufgeworfen, was in meinem Erklärungshorizont bis dahin nicht vorkam. Daraufhin schilderte ich dem Kinde erstmals die unterschiedliche Auffassung von Menschen, die einen Gottglauben haben (inklusive Engel und Teufel und alles, was dazu gehört, um Kindern Religion interessant zu machen) und derer, die das nicht glauben (können).

        Da wir insgesamt alle sehr viel und gern lesen, war beim nächsten Gang in die hiesige Buchhandlung die gezielte Suche nach kindgerechter Lektüre zum Thema Tod und Sterben angesagt. Gefunden habe ich ein sehr, sehr schönes Buch gerade für Menschen, die ihren Kindern den Gottglauben nicht aus voller Überzeugung näher bringen können. Das Buch, das inzwischen die Runde durch meinen ganzen Bekannten- und Freundeskreis gemacht hat, ist

        "Wo ist Mia?" von Bart Moeyaert, erschienen im Ravensburger Verlag (Der Blaue Rabe - Erster Lesespaß) und ist auch für Kinder im Vorschulalter sehr gut geeignet, finde ich (da muss Mama oder Papa dann eben vorlesen). ISBN 3-473-34255-6

        Abschirft der Erläuterung auf dem Einband (Rückseite):
        Die Frau mit dem roten Hute sitzt am See. Sie singt ein trauriges Lied: "Mia Frey schwimmt in dem See. Ach Mia, Dumme, laß das sein..." Laura hört ihr Lied. Sie will der Frau so viele Fragen stellen: Wer ist Mia? Und wo ist sie? Doch Laura hat Angst vor den Antworten...

        Die Antwort auf die Frage, wo die geliebten Menschen denn hingehen, wenn sie tot sind, gibt das Buch so:
        Sie werden zu schönen Gedanken in Deinem Kopf. Und damit kann auch ich als Nichtchrist dem trauernden oder fragenden Kind eine Antwort geben, die Hoffnung und Trost gibt, finde ich. Das Buch ist mein Tipp für alle, denen das Tabuthema Tod und Sterben begegnet und die es ihren (kleinen) Kindern nahe bringen möchten.

        Viele Grüße
        Anke

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        • Buddhismus


          Was sagt den der Buddhismus zu dem Thema sterben. Glauben die Buddhisten wie auch die Hindus an die Wiedergeburt, bis man eins wird mit dem Nirvana.

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          • Tabu Thema Tod


            Es gibt in unserer Gesellschaft tatsächlich ein Tabu Thema Tod. Es ist der eigene. Kaum jemand macht sich klar, dass er sterblich ist, dass die einzige Konstante in unserem Leben der Tod ist. Wir schreiten ihm entgegen und nichts kann das aufhalten. Wir durchschreiten unser Leben wie Leute, die Augen zu machen weil sie das Ziel nicht sehen wollen. Das führt aber halt auch dazu, dass wir stolpern wo wir nicht hätten stolpern müssen, wenn wir offenen Auges durch die Welt gegangen wären.

            Man verschließt damit auch die Augen vor sehr viel schönem und tröstlichem. Lebt auch bewuster, wenn man sich seine Sterblichkeit klar macht. Jeder Tag ist dann mehr was nur ein weiterer Tag in einer Reihe von vielen. Jeder Tag ist es was besonderes und wertvolles, dass es zu erlebene und zu bewundern gilt.

            Mir geht es aber im Trubel des Alltages genauso, auch ich leben nicht jeden Tag bewust. Aber schon der Begriff Alltag zeigt uns unsere Geisteshaltung. Ein Tag wie alle Tage, aber eigentlich sollte kein Tag wie ein anderer sein sondern jeder sollte ein auf seine Art besonderer Tag sein.

            Ich mach jetzt mal Schluß sonst liest es doch keiner.

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            • Gelesen!


              Und für gut befunden! :-)))

              Liebe Grüße von der Ungläubigen an den Christenmenschen!

              Anke

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              • RE: Gelesen!


                ... auch gelesen. Hätte ruhig auch etwas länger werden dürfen.

                Gruß
                Geli

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                • RE: Tabu Thema Tod


                  Ich finde, du hast absolut recht!!
                  Ich habe beruflich sehr viel mit dem Thema Tod zu tun. Dadurch bin ich mit meiner eigenen Vergänglichkeit des öfteren konfrontiert. Mann lebt danach einige zeit bewusster, bevor man wieder in den Alltag fällt.
                  Ich finde es äußerst bedauernswert, dass der Tod in unserer Gesellschaft so außer Acht gelassen wird. Wäre es nicht so, kämen wir nicht so in Erklärungsnotstand, wenn Kinder danach fragen.
                  LG

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                  • RE: Tabu Thema Tod


                    Hallo Barbarella,

                    genau das ist richtig! Ich habe anhand der Sterbebegleitung bei meinem Schwiegervater erleben dürfen, wie anders der direkte Kontakt mit dem Sterbenen im Vergleich mit der Distanz ist, die man/frau üblicherweise durch den Empfang der Todesnachricht als Außengebliebene(r) hat. Das bewusste Abschied nehmen ist ein ganz, ganz wichtiger Teil der Trauer und erleichtert den Umgang mit dem Schmerz.
                    Es war für mich und vor allem für meinen Mann (dessen Vater starb) die erste Sterbebegleitung überhaupt. Wir beide sind uns einig, dass nur in diesem bewussten Abschied und des Erlebens des Übergangs vom Leben zum Tod allen Emotionen genüge getan wird. Mein Mann hatte die Nachricht vom Tode seiner Schwester nur telefonisch hinnehmen können und hatte diese Tatsache auch Jahre später noch nicht so recht verarbeitet. Die ganze Verzweiflung kommt auch heute noch gelegentlich hoch, wenn wir über seine Schwester sprechen. Über den Tod seines Vaters dageben, können wir beide völlig tränenfrei berichten und empfinden eine tiefe Zufriedenheit über den würdevollen Abschied, den mein Schwiegervater von uns bzw. wir von ihm nehmen konnten.

                    Leider war es nicht möglich, unsere Tochter mit ans Sterbebett zu nehmen. Sie verübelte uns dies recht lange und inzwischen bin ich überzeugt, dass auch Kinder der bewusste Abschied ermöglichst werden sollte, sofern sie eine gewisse Reife erreicht haben. Lisa hätte es wie gesagt selbst gern gewollt. Heute bedaure ich, mich in meiner eigenen Unerfahrenheit nicht weiter mit dieser Möglichkeit befasst zu haben. Ihren nächsten Wunsch in dieser Hinsicht werde ich jedenfalls respektieren.

                    Liebe Grüße
                    Anke

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                    • RE: Das Spiel ist aus! Oder doch nicht?


                      Humm ...wer hat von uns müttern nicht dieser traurigen tränen nicht gewischt von diesen kleinen menschen, mein hat damal mein ganzen tea-shirt schwarz verozt, weil er von garten kamm ... ohh gott, mein armes tierschen, war vertig mit der welt :-( er machte sich sorge haupsätlich um seine "maman".
                      Ich erklärte ihm jaaa... na jaaa das pasiert ja eines tages aber glaube mir, das ich mindesten 80 wurd, er karkuliert er war 6, kamm nicht so richtig drauf wie alt er dann währe, ich sagte... meine güte du bist auch dann...lass mal sehen... Ha ein opa ! du bist um die 60 hi hi , er war aber damit immer noch nicht zufrieden, dann sagte ich aber, stell dir mal von, wen du ein mann bist mit deine famille, komme ich zu dir und sage " hast du heute geduscht ? kannst du bitte dein zimmer aufreumen? ja urgentwie hast du dich nicht rasiert du kratss jaa, deine frau kann es nicht so ertragen das ich ihr sage.... na ja ich finde heute das ihr zu laut seit... kuz und gut eine nerven säge :-)))
                      Er war aber immer noch nicht so richtig zufrieden dann sagte ich... dann arte mal bitte jetzt auf deine uroma auf, sie ist bald 96, uuuff wen das so weiter geht mit der famille die chance stehe da, das ich 120 wird, na dann viel spass du bist dann ein uropa, darauf habe ich kein bock mit stock und alte stimmer mit dir zu kempfen und dabei zu sagen ..... diese jugent !!mit stock nach oben...hat heut zu tachh kein respeck von den alten!! und dann sagst du mir, ich bin aber auch ein alter opa *g* ich verlange auch respeck! dann sage ich immer wieder wie eine alte platte ... acchh damals war alles viiiel besser usw *g*

                      Nur...wen ich aber doch dann gehen muss, weill mir dann alles zu sehr gegen den strisch geht, pass auf mein süsser !!weill ich dann von da oben, alles sehen kann, und weiss *g* somit treffen wir uns dann dort und dann geht alles wieder von vorne :-( das fand er nicht so erfreulisch das die mäkertante, noch weiter ein auf die nerven geht wird, aber dann dachte er ... ok ich habe es verstanden.

                      Heute ist es ihn leider klar, er schaut mich manschmal an und sagt, ohhh véro du bist soo süß,und hat tränen in die augen... tja das ist der moment zu schmusen und lieber unsinn zu sagen ....
                      Viel spass nerea, liebe ist so unäntlich gross, das es keine grenzen gibt es zu erklären ... :-))
                      Véro

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                      • RE: Tabu Thema Tod


                        Es ist wirklich so, daß unsere Gesellschaft das Thema Tod vermeidet.

                        So ist es heute fast nicht mehr möglich einen verstorbenenen Verwandeten zu Hause aufbahren zu lassen. Am besten wird nur der Verschlossene Sag in die Kirche gestellt und dann möglichst schnell weg mit ihm unter die Erde oder ins Feuer. Am Besten noch in ein anonymes Gräberfeld. Damit man sich nicht ums Grab kümmern muß, und auch nicht an den Tod erinnert wird.

                        Auch das Sterben wird von uns genommen. Wir verschieben das sterben in Krankenhäuser und brauchen uns, wenn es uns der Jenige nicht interessiert, nicht darum zu kümmern. Früher starben die Menschen in der Familie. Alle Familienmitglieder konnten den sterbenden begleiten aber auch Gäste die zu Besuch in die Familie kamen .

                        Heute sterben wir unter Ausschluß unserer Familie in Krankenhäusern häufig ohne ein bekanntes Gesicht um den Sterbenden. Nicht, dass die Pfleger in den Krankenhäuser sich keine Mühe geben doch es ist halt "nur" eine Krankenschwester oder ein Pfleger.

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                        • Abschied nehmen


                          Hallo Parmenion,
                          siehe meine vorstehenden Ausführungen zum Thema Sterbebegleitung.
                          Mein Schwiegervater ist übrigens feuerbestattet worden, weil niemand von uns einen Bezug zu Friedhöfen hat. Bei uns leben die Toten in unserem Kopf weiter (siehe Buchempfehlung). Getrauert wird im Freundeskreis oder in der Familie zu Hause. Für mich ist der Vorgang des Abschiednehmens mit dem Sterben im Grundsatz erledigt. Zur Stele, in der die Urne mit der Asche meines Schwiegervaters beigesetzt ist, war ich in den vergangenen 2 Jahren ganze 3 oder 4 Mal. Das hat nichts mit fehlendem Respekt vor dem Tod zu tun oder gar vor dem Toten selbst. Er hat seinen Platz in meinem Kopf/Herzen und den behält er - egal wo die Asche ist.

                          Liebe Grüße
                          Anke

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                          • RE: Tabu Thema Tod


                            Hallo Anke!
                            Ich arbeite in einem Pflegeheim und habe die Erfahrung machen dürfen, dass Sterben nichts Grauenvolles ist, dass einem Angst machen muss.
                            Im Gegenteil, der würdevolle Umgang mit dem Sterbenden hat etwas sehr friedliches an sich. Ich muss sagen, es gibt für mich keinen Grund Angst vor dem Tod zu haben. Das versuche ich auch meinem Sohn zu vermitteln. Kinder gehen mit diesem Thema viel unbefangener um, als so mancher Erwachsener.
                            Bewusst Abschied nehmen zu können (was natürlich nicht immer möglich ist) ist etwas sehr erleichterndes. Auch ich merke an Angehörigen, dass ihnen das Loslassen bzw. das Verarbeiten der Trauer danach sehr viel einfacher fällt.

                            Ich wünsche mir für unsere Kinder, das der Tod als Teil des Lebens wieder mehr Eingang in unser Bewusstsein bekommt.
                            LG Barbarella

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                            • RE: Tabu Thema Tod


                              Ja permension, das ist das was mein opa pasiert ist, ob woll er nicht ins krankenhaus wollte, nur irgentwan wusste meine "Tante seine tochte" nicht mehr was tuhe sollte, sich hat sich auf die mediziner verlassen es hisst es damals, es ist nur für 1 oder 2 wochen, scheissen eas war nicht so.
                              Meine tante schwor sich das "um ihr fater einigermassen wieder gut zu machen" das ihre mutter egal wie krank sie wird das (nicht und nie) mehr passieren wurd, für sie hatte sie ein haus bauern lassen auf ihr grundstück, das die oma/mutter unter dieser "liebe auge" bleibt.
                              Sie hat es so gemacht wie sie es gesagt hatte, dabei muss ich dir sagen das sie unter eine katolische erziehung aufgewagzen ist, und sehr stark an den budistisches glauben, überzeugt ist.
                              Grüße, véro

                              Kommentar


                              • RE: Tabu Thema Tod



                                Unsere große Tochter(5) ist erst vor einigen Tagen weinend aufgewacht und als ich zu ihr kam, fragte sie sofort "Mama, was soll ich denn machen, wenn du tod bist? Wo soll ich dann wohnen?"
                                Das war wohl der größte Stich ins Herz, seit langer Zeit. Da sie sehr am Christentum interessiert ist, hab ich sie in den Arm genommen und ihr erklärt, daß ich eigentlich sehr lange leben möchte und alt und grau werden will. Aber wenn der liebe Gott meint, daß es an der Zeit ist, hohlt er mich zu sich. Und ich werde immer bei ihr sein. In ihren Gedanken, in ihrem Herzen und immer ganz nah, auch wenn sie mich nicht sehen kann. Ich habe ihr von dem Tod ihres Uropas erzählt. Da war sie auch bei der Beerdigung dabei. Ich hab sie gefragt, wie damals die Verwandten waren -> traurig. Ich habe ihr erklärt, daß diese Traurigkeit irgendwann vorbei geht und man an die glücklichen Momente mit ihm denkt. Und das er jetzt auch immer bei uns ist. Und vorallem, daß er jetzt bei seiner geliebten Frau im Himmel ist und sie aufwachsen sieht. Das hat ihr sehr geholfen.
                                Ich glaube, daß sich Kinder über den Tod zeitweise sehr große Gedanken machen und da die "verrücktesten" Fragen haben (wo soll ich dann wohnen?). Wichtig ist es wirklich, das ernst zu nehmen und drauf einzugehen. Kinder verstehen unheimlich viel.

                                Liebe Grüße
                                Tina

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                                • sehr schön


                                  ich habe es auch gelesen und kann dir nur recht geben. es hätte wirlich ein ewenig länger sein können deine ausführungen. sie sind nämlich alles andere als langweilig

                                  gruss peter

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                                  • RE: Tabu Thema Tod


                                    Hi Anke,

                                    mir ist es vor einigen Jahren ähnlich ergangen wie deiner Tochter. Ich studierte damals weit entfernt von meinen Eltern und meiner Großmutter. Meine Eltern haben sowohl mir als auch meinem Bruder verschwiegen, dass es mit unserer Großmutter zu Ende geht. Gerne hätte ich mich von ihr verabschiedet. Es war sogar so, dass ich als sie starb auf dem Weg zu einem Überraschungsbesuch nach Hause unterwegs war. Ich muß einfach sagen, ich fand und finde es noch heute nicht richtig was meine Eltern damals taten.

                                    Man sollte meiner Meinung nach Kinder an diese Themen heranführen und diese nicht vor ihnen verstecken. Kinder sind in dieser Beziehung stärker als wir Erwachsenen glauben.

                                    Aber wie immer werden wir sicher all die Fehler unserer Eltern nicht begehen ;-)

                                    Kommentar


                                    • RE: Tabu Thema Tod


                                      --->>>Aber wie immer werden wir sicher all die Fehler unserer Eltern nicht begehen <<<----

                                      nei, wir machen neue ;-))

                                      Kommentar


                                      • Tabuthema


                                        So,ich bin wieder da...und baff erstaunt über die Resonanz.

                                        Ich bin mit dem Tod "theoretisch" konfrontiert worden,da war ich 7.Ich konnte gerade die ersten Worte lesen,und las in einem Kalender das Wort "Totensonntag".Ich fragte meine Mutter ,was das zu bedeuten hätte.Viel Antwort kam da nicht,außer "Da gehen dann die Menschen auf den Friedhof,um ihrer Toten zu gedenken"
                                        Ich bin von diesem Totensonntag nicht mehr runtergekommen,der spukte von da an Tag und Nacht in meinem Hirn herum,mit der schmerzlichen Sorge ,da irgendwann mal meine Mutter besuchen zu müssen.Im August darauf starb meine Mutter,und meine Oma erzählte mir ,sie würde jetzt auf einer Wolke sitzen und mich beobachten.Das war mir zu abstrakt,ehrlich gesagt......konnt ich mir nicht vorstellen.
                                        Ich bin erst spät dahintergekommen,warum meine Mutter keine klarere Auskunft erteilt hat,als ich sie das fragte war November.....im selben Monat war sie beim Gynakologen der ihr eröffnete, daß sie Krebs habe.Und dann komm ich da noch (unbedarft) mit so einer Thematik,das war dann wahrscheinlich ein bißchen viel...

                                        Später bin ich damit konfrontiert worden,durch meinen Beruf.Und ich kann sagen,viele Male war´s da eher ein "barmherziger Engel" als der Sensemannn,der da die Leute zu sich holte.Will sagen,daß sterben für die Menschen war keine Strafe........es war Erlösung im wahrsten Sinne.

                                        So,und jetzt habe ich da mein Söhnchen vor mir,und ich gerate in Bedrängnis.Das Kind weint zum Herzerweichen,.....und ich ringe um Erklärung.Ich sehe,die bloße Vorstellung,daß alles zu Ende ist nach dem Tod ,macht ihm Angst.Also muß ich Erklärungen solcher Art,im Augenblick,ad acta legen.
                                        Es wäre ,allerdings meinem realistischem Verständniss nach,die adäquateste Erklärung gewesen.
                                        (Jetzt mal ganz unabhängig davon,ob die Toten in den Gedanken weiterleben ,oder nicht.)
                                        Und da habe ich mich in den Buddhismus geflüchtet...der besagt,wir werden alle wiedergeboren,das jeweilige Leben ist sozusagen nur ein Übergang,in ein Neues.Möchte man ein Neues;Besseres...muß man in diesem Leben schon daraufhin arbeiten.Man muß ein guter Mensch sein,wenn man als guter Mensch wiedergeboren werden will.Das passiert solange,bis man die erforderliche "geistige Reife" hat,um seinen "Gott" dann irgendwann gegenüber zu stehen.
                                        Ich war da mit dieser Erklärung nicht wirklich zufrieden,sie erschien mir aber trotzdem adäquat.
                                        Und....das Kind hat sie angenommen....und das war im Augenblick die Hauptsache.

                                        Und da kam mir die Idee,einfach mal nachzuhorchen,wie´s denn andere Leute so sehen....und ich sehe,da gab es viele und wunderschöne Kommentare.

                                        In diesem Sinne,daß wir alle noch lange leben
                                        Grüße
                                        Nerea

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                                        • Ich hab´s auch gelesen..


                                          ....wunderschön,und hätte ruhig länger sein dürfen..;-))

                                          (Du unterschätzt uns.......;-))

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                                          • Schnellschuss intuitiv - ok!


                                            Hallo Nerea,

                                            der Schuss ins Blaue aus dem Gefühl und der Not geboren ist erstmal gemacht. Wenn Sohnemann beruhigt ist, ist diese Antwort ja auch gut gewesen = Zweck erfüllt: das Kind hat keine Angst mehr!

                                            Ich weiß ja, dass Du Dich mit den verschiedensten Religionen aktiv auseinander gesetzt hast. Und wenn ich die damalige Diskussion mit Parmenion richtig im Kopf habe, dann bist Du eher eine von der agnostischen Fraktion.

                                            Gerade Menschen wie Du und ich sind sicher nach Lektüre des von mir vorgeschlagenen Buches berührt von der Stimmung, von der Offenheit und Auslotung der Emotionen, die dort stattfindet. Sehr kindgerecht, wie ich finde.

                                            Eine meiner Bekannten fand, dass dieses Buch vielleicht doch eher zum Weinen bringt und hat es erstmal nur selbst gelesen. Ich stimme aber mit Parmenion überein, dass Kinder sehr viel unbefangener mit diesen für uns mit Ängsten verbundenen Fragen umgehen als das Erwachsene meinen.

                                            Die betreffende Bekannte ist ein lebender Beleg für meine Annahme, dass nur solche Menschen dieses Buch wirkllich verstehen und schön finden, die keine Angst vor dem Umgang mit dem Tod haben. Nach dem Tod deren Mutter (ihre 3 Schwestern hatten sich abwechselnd zu Hause um sie gekümmert) verschwand sie z.B. erstmal in den Urlaub, ohne sich mit der Familie zusammen zu setzen und die Trauer zu verarbeiten (oder Formalien zu erledigen wie die Vorbereitung der Trauerfeier - man ist katholisch).
                                            Von ihr wird Tod lieber verdrängt statt ihn als Thema an sich heranzulassen. Ich finde das schade - auch für die Tochter, die noch einige Jahre jünger ist als meine Tochter, und die ihre Oma sehr geliebt hat...

                                            Liebe Grüße
                                            Anke

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                                            • RE: Schnellschuss intuitiv - ok!


                                              Du hast die Diskussion richtig in Erinnerung,ich bin da von der agnostischen Fraktion.
                                              Wenn man mich allerdings an die Wand drängen würde,um mich denn für "Irgendwas" zu entscheiden ,würde ich den Buddhismus erwählen.
                                              (Wobei ich hier von vornherein klarmachen möchte,daß der Buddhismus in dem Sinne keine Religion ist,sondern eher eine "Philosophische Lehre")
                                              Kann man ganz kurz zusammenfassen:

                                              Lerne Gutes zu tun, höre auf zu schaden,
                                              Kontrolliere den Geist und nutze anderen.
                                              Das ist die Lehre Buddhas.

                                              Ich bin weit davon entfernt,da jetzt zu missionieren..;-))

                                              Das Buch interessiert mich,werd mal schauen,ob ich hier irgendwie drankomme..:-))

                                              Ich hätte da noch einen anderen Buchtipp,der Deine Tochter an die Philosophie (im Allgemeinen und im Speziellen) ranführen könnte.Das Buch heißt:"Sofies Welt" und ist von Jostein Gaarder.
                                              Ein wunderschönes Buch,was sowohl für Kinder und Erwachsene gleichsam interessant zu lesen ist.

                                              Was mein Söhnchen betrifft,....das Thema ist noch nicht zu Ende.Wir diskutieren immer noch,aber.............der Erste Schritt zur Beruhigung ist gemacht,jetzt können wir an´s Eingemachte gehen....

                                              Grüße
                                              Nerea

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                                              • Buchtipps immer willkommen!


                                                Danke für den Tipp.
                                                Werde ebenfalls mal sehen, wo ich das her bekomme.

                                                Viel Spaß bei der weiteren Diskussion mit dem Jüngsten!

                                                Grüße
                                                Anke

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                                                • RE: Das Spiel ist aus! Oder doch nicht?


                                                  Ich bin mir nicht sicher.

                                                  Selbst bin ich gar religiös und habe meiner Tochter dem entsprechend nie eindeutige Antworten gegeben.
                                                  So hat sie sich sehr früh daran gewöhnen müsen, daß ich auch nicht alles weiß. Was dabei herauskam, war aber manchmal beeindruckend.
                                                  Da hat sie sich "Weltbilder" gebastelt, die so fern dem Buddhismus nicht sind.
                                                  Mit 5 J. hat sie ein Bilderbuch gemacht, wo es so eine Geschichte mit Wolken und Kaffeekannen gab. Wenn sie das wiederfindet, würde ich dir das gerne mal zur Ansicht schicken.

                                                  Die Idee, die ich damals hatte ist aber vielleicht auch nachahmenswert: Sie konnte ja noch nicht schreiben und auch nicht so klar formulieren. So hat sie mir Geschichten erzählt, die ich aufschrieb (fast wörtlich, aber eben in Sätzen) und sie hat Bilder dazu gemalt.

                                                  Wir waren beide stolz auf das Ergebnis.

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