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Nebeneinanderher-Leben?

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  • RE: Nebeneinanderher-Leben?


    @alex44
    Ja, ich habe Deine Geschichte hier im Forum verfolgt. Deine Frau kann sich glücklich schätzen, daß es Dir quasi "wie Schuppen von den Augen gefallen ist" und Du ihr den Seitensprung verzeihst, mehr noch, einen Neuanfang starten willst.
    Bei meinem Mann wäre ich mir da nicht so sicher, es kann gut sein, daß er durch einen solchen Vertrauensbruch (was es ja letztendlich doch ist), die ganze Beziehung kippt, Liebe hin oder her.

    Und: leiden lassen mag ich ihn eigentlich nicht so gern, irgendwie hat er das trotz allem doch nicht verdient.

    Kommentar



    • @Rita:RE: Nebeneinanderher-Leben?


      Hi Rita,

      ich freue mich, daß Du mich verstehst, ich bin aber nicht sicher, ob ich unsere Situation genau beschrieben habe.

      ***
      aber er lässt mich halb-tod krank nicht mehr allein, wenn er dabei zuhause ist, sondern kümmert er sich um mich oder versucht nach Hause früher zu kommen, damit der Kleine nicht alleine sitzen muss.Und die Zeit für unser Kind hat er auch plötzlich gefunden.
      ***

      Er (mein Mann) macht diesbezüglich alles richtig:
      Hausarbeit, um den Kleinen kümmern, eher kommen, wenn ich was vorhabe, bei mir sein, wenn es mir schlecht geht (allerdings bei grippe oder so - bei seelischen Problemen sieht es anders aus: "Reiß Dich zusammen! Launen!"...), mit dem Kleinen spielen, ihn versorgen etc.
      Es geht mir eigentlich mehr um die emotionale Unterstützung, um mangelnde Aufmerksamkeit. Oft werfe ich ihm vor, daß ich für ihn nur ein Möbelstück bin, oder wenn es mal wieder hart auf hart kommt, nicht mehr als ein Haufen Hundesch...

      Ich weiß, daß jetzt einige vielleicht denken, was will die bloß, so ein toller Mann, tut alles, und sie meckert bloß. Vielleicht richtig, aber es fehlt halt die emotionale Wärme. manchmal denke ich, wir sind gar kein richtiges team, es ist halt vieles nur so sachlich, nicht vom herzen (denke ich, fürchte ich, ist vielleicht falsch).

      Sehr gut finde ich auch dein Einwand, daß die Kinder später immer die Beziehung leben werden, die sie von den eigenen Eltern vorgelebt bekommen. Vielleicht lohnt es sich allein darum, zu kämpfen!

      Kommentar


      • RE: Nebeneinanderher-Leben?


        Ja Cassandra, man dreht sich im Kreis. Ich wünsche Dir/Euch von Herzen, dass Ihr zusammen einen Weg findet, der Euch beiden Zufriedenheit und vielleicht auch wieder etwas Feuer bringt. Manchmal weiß ich nicht, ob ich Zärtlichkeiten oder guten Sex mehr genieße, beides zusammnen ist das Beste, oder? Ich weiß, dass es Männer gibt, die ebenso denken und fühlen. Ich hab's schon erleben dürfen. Das macht meine Geschichte noch schwieriger.
        Lieben Gruß
        Morgaine

        Kommentar


        • RE: @Rita:RE: Nebeneinanderher-Leben?


          Hallo, Cassandra

          :-) ich habe schon gesehen, dass deine Situation um einiges besser aussieht, als bei mir damals(beispiel habe ich ja geschrieben, es war wirklich SCHLIMM). Und wir konnten durch Familienberatung wirklich viel erreichen. Aufmerksamkeit kommt jetzt von seiner Seite, er kauft Lebensmittel ein, wenn Bedarf da ist, nimmt sich frei von der Arbeit, wenn der Kleine mal zum KiArzt muss, geht mit ihm spazieren, unterstützt mich total bei meiner Kariere (mit richtigem Wort und Tat, und auch finanziel).

          Vorwürfe bringen kein Frieden ins haus, ihr müsst lernen, miteinander zu reden. Und in der guten Beratung ist es möglich. Beide müssen allerdings mitmachen.

          Ich war auch bei den Gedanken, mich zu trennen. Nicht einmal und nicht zweimal. Es ist Quatsch, wenn jemand sagt, "Du hast so einen tollen Mann! Was willst Du?" Man sieht von der Seite nicht jede Einzellheit, von denen einige essentiell sein können. Aber allein die Fragestellung ist übrigens gut: was will ich;-)

          Richtig emotional erwärmt bin ich auch nicht, aber jetzt kann ich nicht sagen, dass es unmöglich ist, mit diesem mensch zusammen zu leben. Wir sind sehr gute Freunde geworden. Es ist immer noch zuwenig für eine familie, aber schon ein grosser Erfolg. Alles mit der Zeit. Es ist nicht wahr, dass sich ein Mensch nicht ändern kann. Das verlangt auch keiner, aber sein Verhalten gegenüber den anderen kann man sehr wohl ändern!

          Auf jeden Fall, bin ich viel stärker durch diese 2 Beratungssitzungen geworden. Ich weiss, was ich will, und weiss, was ich tue, wenn mir etwas nicht passt: erstmal - reden!;-) Dann geht es.

          Cassandra, ich wünsche Dir Kraft, diese harte Zeit durchzuhalten. Lass Dich von negativen Einstellungen nicht beeinflüssen!

          Schöne Grüsse, Rita

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          • RE: Zärtlichkeiten


            Hallo Andras,

            das war ja ein sehr aufschlussreiches und intimes Posting! Da kommt fast Neid auf... Können wir uns nicht ca. dreimal im Jahr treffen..?? ;-) ...keine Sorge - kleiner Scherz am Rande... :-)

            ***
            Es ist eine innere Einstellung zu dem Körper den ich da vor mir habe und durch den ich die Psyche der Frau erreiche.
            ...
            So wie ein Mann sein Mottorrad oder sein Auto liebevoll pflegen und behandeln kann, so könnte er es auch mit seiner Frau.
            ...
            Wichtig ist was man wirklich liebt.
            ***

            Ja, das trifft es wohl sehr. Es hängt halt sehr viel davon ab, was für einen bestimmten Menschen wichtig ist im Leben. Bei meinem Mann ist es halt so, daß er nicht nicht nur an mir nicht, sondern generell an Erotik nicht allzuviel Interesse hat. Ich hatte zwar keine Gelegenheit, mit Ex-Partnerinnen dieses thema zu erörtern (würde ich wohl auch gar nicht so sehr wollen, glaube ich), aber ich schätze ihn sehr stark so ein.
            Wichtiger sind für ihn Vertrauen, Verlässlichkeit, Harmonie. Alles, zugegeben, absolut wichtige Dinge im leben und einer Beziehung, aber zu einer Liebesbeziehung, die halt nicht nur eine Freundschaft sein soll, gehört eben noch das gewisse Etwas mehr, denke ich.
            Es geht (mir) auch gar nicht so sehr um den reinen Sex, sondern um die ganzen Zärtlichkeiten drumherum, mal Drücken, mit den Fingern spielen usw., ohne gleich immer bis zum "Äußersten" zu gehen. Eine Beziehung mit sehr wenig (relativer begriff, ich weiß) Sex aber mit all den anderen Zärtlichkeiten könnte ich mir vorstellen.

            ***
            Eine Frau sagte mir mal, "alle Männer die sie kannte würden kalt und blass erscheinen, weil sie einen kennenlernte der Gefühle hat", sie meinte mich.
            Wird das deinem Mann bewusst wie sehr er sich hervorheben kann, dann würde er es tun. Und hoffentlich dann nur bei dir :-)
            ***

            Guter Tipp - ich versuche es mal auf diesem Weg. Ich denke, man muß seine Wünsche auch artikulieren, nicht immer so deutlich und direkt, mehr so "durch die Blume", in einer entspannten Situation.

            In diesem Sinne!

            PS:
            Ich habe Deine Geschichte hier im Forum gelesen und ich fand sie, salopp gesprochen, hammerhart. Du hattest geschrieben, daß Deine Ex noch sehr jung ist. Ich hoffe, ich trete Dir nicht zu nahe, aber kannst Du mal eine ungefähre Angabe zu Deinem Alter geben (zwischen 30 und 40 oder was auch immer)? Man kann sich dann vielleicht besser ein Bild machen (oder nich). Wenn Du nicht willst, ist es aber auch völlig o.k.

            Gruß Cass

            Kommentar


            • RE: Nebeneinanderher-Leben?


              Beides zusammen ist mit Sicherheit das Beste! ;-))

              Für mich persönlich könnte ich mir allerdings vorstellen, nicht allzuviel Sex zu haben (wenn, dann natürlich supertollen!! ;-)), wenn es denn genug Zärtlichkeiten gäbe - Kuscheln, abgeschmiegt vor'm TV sitzen, Drücken, Blicke usw. usw.
              Nur guter Sex ohne Zärtichkeit drumherum ist, glaube ich, auch recht frustrierend. Da gibt es ab und an den Riesenkick und in der Zwischenzeit erfriert man.

              ***
              Ich weiß, dass es Männer gibt, die ebenso denken und fühlen. Ich hab's schon erleben dürfen. Das macht meine Geschichte noch schwieriger.
              ***

              Tja, das ist halt so eine Sache mit den guten Erfahrungen! Es ist zwar schön, daß man sie gemacht hat (schöne Erinnerungen und so), aber man weiß dann halt auch, wenn man sich gerade in einer emotional nicht allzuwarmen Beziehung befindet, wie es wirklich sein kann und es bleibt dann immer diese Sehnsucht. Das alte Lied von den schlafenden Hunden, die geweckt wurden... Tja!

              Jedenfalls Danke für Deine lieben Wünsche!

              Kommentar


              • RE: @Rita:RE: Nebeneinanderher-Leben?


                ***
                Cassandra, ich wünsche Dir Kraft, diese harte Zeit durchzuhalten.
                **
                Danke!!!!

                ***
                Lass Dich von negativen Einstellungen nicht beeinflüssen!
                ***
                Werde ich nicht. schließlich geht es um .m.e.i.n. Leben!

                cu
                Cass

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                • RE: Zärtlichkeiten


                  " Da kommt fast Neid auf... Können wir uns nicht ca. dreimal im Jahr treffen.. "

                  Ich verstehe :-) aber auch Männer wurden neidisch weil sie das nicht so konnten wie ich, derweil ist es gar nicht so anders, eben nur dass ich mich wirklich um die Frau kümmere und nicht darum wie ich dabei aussehe.
                  Und daran denken zuviele Männer beim Sex und vor allem wenn sie Gefühle und Zärtlichkeiten zeigen sollen, wie sie wohl aussehen würden... ob nun männlich oder nicht. Und vergessen dann die Frau unter ihren Händen...


                  " Es hängt halt sehr viel davon ab, was für einen bestimmten Menschen wichtig ist im Leben. "

                  Mir ist das eben auch sehr wichtig, meine Partnerin, mit allem drum und dran. Und liebe ich sie, dann ist es eben noch etwas anderes als nur Erotik und Sex.

                  " sondern generell an Erotik nicht allzuviel Interesse hat. "

                  Ist es wirklich so? Oder ist die Erotik nur überdeckt durch Erziehung? Ich war ja früher auch recht hölzern und unnahbar, weil ich unsicher war. Aber innerlich wollte ich es anders, so wie heute. Kann es sein, dass dein Mann es nur nie gelernt hat sich selbst hinzugeben und nicht an sich zu denken?

                  " Wichtiger sind für ihn Vertrauen, Verlässlichkeit, Harmonie "

                  Das ist für mich nicht weniger wichtig, aber Erotik und Sex kommt eben dazu.
                  Erotik ist allerdings eine heikle Geschichte: während Sex noch eher körperlich orientiert ist, ist Erotik etwas, was sich im Kopf abspielt. Und da muss sogar ich zugeben, dass eine andere Frau meine Erotik erheblich mehr angesprochen hat als alle anderen. Es geht also nicht mit allen und zu aller Zeit.

                  " ganzen Zärtlichkeiten drumherum, mal Drücken, mit den Fingern spielen usw., ohne gleich immer bis zum "Äußersten" zu gehen "

                  Das ist ja gerade das erotische Spiel. Dieses leichte knistern das man spürt, ohne dass ein Wort gesagt wurde, die flüchtige Berührung die gar nicht so zufällig war, eine zarte Berührung dort... wenn keiner es sieht, mit den Fingern sanft über den Nacken gleiten, und doch nicht weitergehen, am besten in einer Umgebung wo man nicht weitergehen dürfte.

                  " Ich denke, man muß seine Wünsche auch artikulieren "

                  Wenn er es nicht kann oder nicht weiss wie, dann setzt du ihn unter Druck. Gib ihm diese Erotik und Zärtlichkeit, langsam und vorsichtig, und vor allem dann, wenn er dafür bereit ist.
                  Ich kann nicht immer erotisch sein, ich funktioniere nicht auf Knopfdruck, aber wenn ich den günstigen Moment erwische, dann kann ich schon rein verbal ein Feuerwerk entzünden (frag nicht wann es das letzte mal so war *gg*).
                  Wenn du den moment nicht erkennst, dann wirst du fast immer scheitern, und wenn er nicht deine Momente erkennt, scheitert er ebenso. Also was fehlt? Aufmerksamkeit als erstes, den Partner mit seinen Stimmungen erkennen und die Gunst der Stunde nützen.
                  Keine angst, so leicht kann ich das auch nicht :-) Scheitern tun wir alle immer wieder :-)

                  " und ich fand sie, salopp gesprochen, hammerhart "

                  Was soll ich sagen? Noch nie hat es mich so hart getroffen wie bei ihr. Vor allem weil ich für sie jetzt wie ein fremder bin, nach allem was war.

                  Meine Ex ist 22 und ich bin 40. Aber alles kann man nicht am Alter festmachen, da spielt mehr mit. Eine Tochter die wirklich liebevoll und gut erzogen worden wäre, sie hätte gelernt richtig zu lieben und sie hätte mehr Mitgefühl und wäre nicht so hartherzig und egoistisch.
                  Aber über ihre Mutter kann ich kein einziges gutes Wort mehr sagen... sie verwechselt die Tochter besitzen wollen mit Liebe. Wie sie ihr sagte, als sie unbedingt ein Geburtstagsgeschenk meiner Ex haben wollte, das auch noch von mir war, 'ich tue doch alles für dich und gebe dir soviel, dann kannst du mir das auch geben'. Es kam zum Streit weil meine Ex es nicht geben wollte, aber die Mutter hat gewonnen, sie bekam das was meine Ex für ihren Geburtstag bekam und selbst haben wollte. So hat sie nicht nur gegen ihre Mutter verloren, sondern ich auch.
                  Aber es spielen noch viele andere Dinge mit.
                  Alles zusammen war ihr wohl zuviel.

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                  • RE: Nebeneinanderher-Leben?


                    Liebe Cassandra,

                    leider ist es wirklich in sehr vielen Beziehungen so, das Zärtlichkeiten abnehmen und andere Sachen, wie die Kindererziehung etc. überhand nehmen.
                    Das ist eigentlich schade, denn wenn man Kinder hat, heißt das noch lange nicht, das man andere Sachen aufgeben muss.

                    Es ist schwierig, denn ohne reden wird das bei Euch nicht ganz gehen.
                    Männer tun sich beim Reden etwas schwerer als wir Frauen.

                    Setz Dich einmal hin und geh in Dich hinein:
                    * wann war es das letzte Mal, das wir allein (ohne Kinder, Freunde etc.) auf Urlaub waren? Zeit für uns hatten?
                    * wann habe ich meinen Partner/umgekehrt gefragt, wie es ihm selbst geht?
                    * demjenigen kleine Aufmerksamkeiten gegenüber gebracht?

                    Es werden Dir noch viele andere Sachen einfallen und Du wirst Dir wahrscheinlich denken oder auch sehen, das vieles Jahre zurück liegt oder Du Dich gar nicht mehr erinnern kannst.

                    Eine Therapie wäre sicher eine gute Idee.
                    Ich empfehle Euch einen Therapeuten, der auf Basis von John Gray arbeitet.
                    Es gibt auch Bücher von John Gray, die sehr hilfreich sind.

                    Oft sind es einfach die Unterschiede von Mann und Frau, die einem das Leben so schwer machen. Zb. kommt er nachhause, will seine Ruhe haben und sie redet einfach darauf los. Irgendwann entwickeln beide ein Hassgefühl, sie glaubt, er hört nicht zu und ihn nervt das ewige Gerede.
                    Versucht es doch einmal. Es ist schade, eine Ehe wegen solcher Sachen hinzuschmeissen.
                    Man lernt nie aus, egal, ob man nun 20 oder 40 ist, das Leben besteht aus Lernen und auch eine Beziehung muss wachsen lernen. Der Mensch ändert sich im Laufe seines Lebens, man muss sich immer wieder neu auf den Partner einstellen.
                    Ich glaube, dass da Dein Mann ein kleines Problem damit hat.

                    Kauf Dir mal ein Buch von John Gray!
                    Es wird Euch helfen!

                    LG

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                    • gut leben oder schlecht leben


                      hallo cassandra,
                      eigentlich wollte ich mich in die geschicht nicht reinhängern, denn wenn es anderen genauso gegangen ist, hilft einem das nicht unbedingt weiter. mir ging es 22 jahre so. alle bücher haben nichts gebracht, und alles, was ich mir mit psychologischen geschickt zurecht gelegt hatte war nicht anzuwenden auf einen mann, der von all dem nichts wissen wollte. ich hatte zwar öfter sex als du, aber es waren siebenminutenentsorgungsstands. das macht einen eher seelisch kaputt als gar kein sex. meine allergrößte angst war, einer lesbe in die hände zu fallen, die mir zärtlichkeit geben konnte. der währe ich ohne rettung verfallen gewesen ( ist mir allerdings nicht passiert).

                      heute nachdem ich geschieden bin und eine neue beziehung habe, die auch probleme birgt, gehe ich endlich zu einem psychotherapeuten, der so unglaublich dinge bei mir aufdeckt, dass mich schon dermassen geärgert habe, dass ich nicht damals alles darangesetzt habe, eine wirklich umfassende paartherapie zu machen. diese leute sehen dinge, die man vorher nichtmal ahnt.

                      deshalb kann ich dir nur raten, tu wirklich etwas in dieser richtung und geht zu einem profi, da hast du endlich mal jemanden, der dich wirklich versteht und der deinem mann ernsthaft klarmacht, wie es um eure ehe steht. ein partner kann sich so blind stellen und haftet so sehr an seinen macken, die er schon aus dem elternhaus mitbringt, dass die partnerin vor die hunde gehen kann, eh er es nur mitbekommt.

                      lass dich nicht davon abbringen, hilfe in anspruch zu nehmen, denn wenn der magen nicht will geht man auch zum arzt, ist man seelisch am ende, meint man, es wäre ja nicht so schlimm und läßt sich gerade vom partner dinge einreden, die nur ihm nützen.

                      du musst doch ziemlich am ende sein und ich könnte mir vorstellen, wenn ich dich jetzt in diesem augenblick ansehen könnte und in den arm nehme würde - gewissermaßen als leidensgenossin - dann würdest du in tränen ausbrechen und heulen, wie ein ganzes wolfsrudel. so würde ich empfinden. mein psychologe hat bis jetzt schon gute arbeit geleistet, allerdings in mehr als zwei sitzungen und von der krankenkasse bezahlt. ich habe so viele dinge erkannt, die falsch laufen und soviele ursachen dafür verstanden. ich bin sehr glücklich darüber, dass ich mich dazu überwunden habe.

                      Ich bin nur eine weitere meinung hier im chat, aber es ist ernst bei dir, das musst du einsehen und vielleicht kannst du dich ja zu entsprechenden taten durchringen. auf jeden fall möchte ich nicht kínd sein in so einer atmosphäre. meine antennen würden mir sagen, dass etwas nicht stimmt und ich würde probleme bekommen, wenn meine mutter mich immerzu mit zärtlichkeiten überhäufen würde, die sie eigentlich an eine andere adresse schicken will.....
                      liebe grüße m.

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                      • Moonrise, gut leben oder schlecht leben


                        " ein partner kann sich so blind stellen und haftet so sehr an seinen macken, die er schon aus dem elternhaus mitbringt, dass die partnerin vor die hunde gehen kann, eh er es nur mitbekommt. "

                        Moonrise, was du da schreibst fängt in jungen Jahren oft an. Was du schreibst trifft umgekehrt auf meinen Fall zu. Statt etwas zu ändern haftet sie ihren Macken an und will nichts ändern, lieber liess sie die Beziehung daran scheitern.
                        Ich habe meiner Ex auch geraten zur therapie zu gehen, aber sie hat ja nur ein paar kleine Fehler wie jeder Mensch und nur ich habe eben zuviele. Die Ingoranz ist nicht mehr mit Händen zu greifen. aber so wie du es sagst, ein Profi sieht viel mehr als manche denken.
                        Ich habe keine Therapie bekommen obwohl ich wirklich Hilfe in meiner Lage wollte, aber ich bekam Tipps vom Profi wegen meiner Ex. Sie bräuchte Therapie und ich solle froh sein sie los zu haben, sie wird schwierig bleiben.

                        Glaubst du dass es nützt zu einer Therapie zu gehen wenn eben der andere absolut uneinsichtig ist und niemals über sich selbst nachdenkt? Ich sehe eben alle die Dinge die meine Ex nichtmal ahnt. Wie sage ich es meinem Kinde? Hast du nur für dich eine Therapie bekommen oder auch für deine neue Beziehung?

                        " Ich bin nur eine weitere meinung hier im chat "

                        aber eine die zum Nachdenken anregt. Wirklich über alles nachdenken tun die wenigsten, weil eine Schranke im Kopf besteht.
                        Ich halte es nachwievor für besser, etwas das einmal gut war zu pflegen anstatt in einem schlechten Moment alles einzureissen und neues anfangen zu wollen. Neues bringt Veränderung, aber in der Stetigkeit liegt die Kraft.

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                        • andras


                          veränderung hat auch mit loslassen zu tun. wenn ein mensch dich wirklich nicht in seinem leben haben will, dann kannst du - auch wenn du dir sorgen machst, und auch, wenn du glaubst die lösung in den händen zu halten - nichts daran ändern. meine neue beziehung birgt ein problem, dass ich nicht ändern kann: wir können nicht zusammen leben. der alltag ist nicht möglich. Seit wir uns einig sind, dass wir uns trennen, haben wir ein tolles verhältnis zueinander sehr ehrlich und sehr offen. es kann aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass es keine zukunft für uns gibt und dass es zu ende ist mit der beziehung. Er ist ein unsteter mensch, auch noch verschärft durch seinen beruf, der menschen überall benutzt um seinen vorteil zu haben. er jettet zwischen den städten und schlägt zu den unterschiedlichsten zeiten auf und ist dann wieder 5 oder sechs tage weg. hat er mal zeit, zieht er sich zurück. im moment ist alles zwar anders, da gibt er gas, aber er ist auch unehrlich, in dem er was verschweigt. man hat bei ihm das gefühlt, wenn man ihn schlecht behandelt, dann geht es wieder alles eine weile gut. er ist liebevoll, charmant, betrügt mich nicht, aber läßt mich immerzu warten. ich verbringe meine zeit ständig in warteposition. darunter hat mein selbstwertgefühl extrem gelitten. ich weiss, dass ich bei ihm nie die nummer eins bin, andere dinge und menschen wie vater z.b. sind ihm wichtiger. es hat keinen sinn.

                          die therapie, zu der ich allein gehe, dreht sich zwar nur um mich, aber er spielt natürlich mit eine rolle dabei. ich werde dort aufgebaut und bekomme kraft um meine interessen zu vertreten und mir selbst zu beweisen, dass ich zumindest bei mir selbst die nummer eins bin. das ist dabei überhaupt das allerwichtigste.
                          schritt für schritt gehe ich in die richtung, dass ich loslassen kann, was nicht gut für mich ist. sicher bleibt für ihn da noch ein platz in meinem herzen - ein freundschaftliche wird das sein.
                          aber generell werde ich mich ganz von ihm lösen und allein dastehen und einen neuanfang machen. bald bin ich soweit - ich spüre es deutlich.

                          es ist doch auch das, was du schon länger tun solltest, loslassen und sie nicht mehr als deine EX bezeichnen. streich sie aus deinem vokabular, lass sie gehen - lass sie los. lass den wunsch los, ihr helfen zu wollen, lass die empörung los, dass du machtlos bist, lass ihr ihr eigenes leben und fang wieder an deines zu leben, falls du überhaupt noch weißt, wie das mal aussah. vielleicht ist es ja auch die gelegenheit, ebenfalls einen neuanfang zu machen.

                          es ist so weit, packen wir es an....
                          liebe grüße m.

                          Kommentar


                          • andras


                            veränderung hat auch mit loslassen zu tun. wenn ein mensch dich wirklich nicht in seinem leben haben will, dann kannst du - auch wenn du dir sorgen machst, und auch, wenn du glaubst die lösung in den händen zu halten - nichts daran ändern. meine neue beziehung birgt ein problem, dass ich nicht ändern kann: wir können nicht zusammen leben. der alltag ist nicht möglich. Seit wir uns einig sind, dass wir uns trennen, haben wir ein tolles verhältnis zueinander sehr ehrlich und sehr offen. es kann aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass es keine zukunft für uns gibt und dass es zu ende ist mit der beziehung. Er ist ein unsteter mensch, auch noch verschärft durch seinen beruf, der menschen überall benutzt um seinen vorteil zu haben. er jettet zwischen den städten und schlägt zu den unterschiedlichsten zeiten auf und ist dann wieder 5 oder sechs tage weg. hat er mal zeit, zieht er sich zurück. im moment ist alles zwar anders, da gibt er gas, aber er ist auch unehrlich, in dem er was verschweigt. man hat bei ihm das gefühlt, wenn man ihn schlecht behandelt, dann geht es wieder alles eine weile gut. er ist liebevoll, charmant, betrügt mich nicht, aber läßt mich immerzu warten. ich verbringe meine zeit ständig in warteposition. darunter hat mein selbstwertgefühl extrem gelitten. ich weiss, dass ich bei ihm nie die nummer eins bin, andere dinge und menschen wie vater z.b. sind ihm wichtiger. es hat keinen sinn.

                            die therapie, zu der ich allein gehe, dreht sich zwar nur um mich, aber er spielt natürlich mit eine rolle dabei. ich werde dort aufgebaut und bekomme kraft um meine interessen zu vertreten und mir selbst zu beweisen, dass ich zumindest bei mir selbst die nummer eins bin. das ist dabei überhaupt das allerwichtigste.
                            schritt für schritt gehe ich in die richtung, dass ich loslassen kann, was nicht gut für mich ist. sicher bleibt für ihn da noch ein platz in meinem herzen - ein freundschaftliche wird das sein.
                            aber generell werde ich mich ganz von ihm lösen und allein dastehen und einen neuanfang machen. bald bin ich soweit - ich spüre es deutlich.

                            es ist doch auch das, was du schon länger tun solltest, loslassen und sie nicht mehr als deine EX bezeichnen. streich sie aus deinem vokabular, lass sie gehen - lass sie los. lass den wunsch los, ihr helfen zu wollen, lass die empörung los, dass du machtlos bist, lass ihr ihr eigenes leben und fang wieder an deines zu leben, falls du überhaupt noch weißt, wie das mal aussah. vielleicht ist es ja auch die gelegenheit, ebenfalls einen neuanfang zu machen.

                            es ist so weit, packen wir es an....
                            liebe grüße m.

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                            • RE: andras


                              " veränderung hat auch mit loslassen zu tun. wir können nicht zusammen leben. der alltag ist nicht möglich. "

                              Diese Erkenntnis ist wichtig. Bei mir ist es eben umgekehrt, wir konnten gut zusammenleben, der Alltag lief gut. Sie konnte nur nicht ohne mich leben, hat die Distanz nicht verkraftet.
                              Darum fällt mir auch das Loslassen schwer, weil ich weiss dass es schon gut war.

                              " Seit wir uns einig sind, dass wir uns trennen, haben wir ein tolles verhältnis zueinander sehr ehrlich und sehr offen. "

                              Es ist möglich sich anständig zu trennen, wenn beide merken es geht so nicht. Schlimm ist es wenn sich einer einfach eines Tages feige davon macht ohne ein Wort. Da bleibt dann kein offenes und ehrliches Verhältnis mehr übrig.

                              " Er ist ein unsteter mensch, auch noch verschärft durch seinen beruf, der menschen überall benutzt um seinen vorteil zu haben. "

                              Solche Leute kannte ich, leider. Und sogar meine Ex entwicklet sich dahin... nein, tut es eigentlich schon lange. Du hättest keinen ersten Platz bei ihm. Und du wärst nicht die erste die daran zu Grunde ginge... eine die ich kenne ist darum zur Alkoholikerin geworden.

                              " aber er ist auch unehrlich, in dem er was verschweigt. "

                              ...so fing es an dass ich an meiner Ex zweifelte, sie fing an mir etwas zu verschweigen, im Endefekt wichtiges. Wie könnte da Vertrauen bei dir und bei mir bestehen bleiben?

                              " ich weiss, dass ich bei ihm nie die nummer eins bin, andere dinge und menschen wie vater z.b. sind ihm wichtiger. es hat keinen sinn. "

                              Und ich musste merken, dass ich nicht die Nummer eins bei meiner Ex bin, dass ihr ihre Mutter wieder die wichtigste Perosn in ihrem Leben blieb. Damit war ich raus.
                              Jetzt aber kannst du verstehen warum ich der festen Überzeugung bin, dass meine Ex sich ihre glückliche Zukunft mit einem Partner selbst verbaut. Du siehst was daraus wird wenn dieser Weg eingeschlagen wurde.
                              Bei diesen Menschen wird der Partner immer nur die Nummer irgendwo hinter allem anderen sein. Was meiner Ex jetzt erstmal leicht fiel und ihr wie eine Erlösung scheint, wird sie später einmal einholen, wie du selbst bei deinem Fall siehst.
                              Ich kenne genügend schlechte Beispiele. Es hat wirklich keinen Sinn, weil sie nicht wollen.

                              " schritt für schritt gehe ich in die richtung, dass ich loslassen kann, was
                              nicht gut für mich ist. sicher bleibt für ihn da noch ein platz in meinem
                              Herzen - ein freundschaftliche wird das sein. "

                              Und ich muss diese Schritte alleine gehen, keiner konnte mir wirklich helfen. Erst wieder der Kontakt zu ihr brachte mir die Erkenntnis dass es so nicht mehr gehen kann.
                              Aber bei mir ist es anders als bei dir: Sie hat noch einen Platz in meinem Herzen, aber das tut verdammt weh. Ich habe keine freundschaftlichen Gefühle, ich hasse sie. Sie wollte dass ich sie hasse damit ihr es leichter fällt, jetzt sind wir Feinde.
                              Ich weiss dass es sie gibt, weiss wo sie ist und wie sie lebt, aber ich habe keine guten Gedanken mehr wenn ich an sie denke.
                              Das ist der Unterscheid zwischen einer würdevollen Trennung durch Erkenntnis und einer solchen wie meiner.

                              " was du schon länger tun solltest, loslassen und sie nicht mehr als deine EX bezeichnen. "

                              Sie wird immer eine Ex bleiben, sie war ja mal meine am meisten geliebte Person. Diese Bindung wird viele Jahre zu spüren sein, und das alleine macht mich schon traurig es zu wissen. Es wird keine gute Erinnerung sein, Verrat tut auch in 10 Jahren noch weh und zieht sich in die nächste Beziehung mit rein.

                              " streich sie aus deinem vokabular, lass sie gehen - lass sie los. "

                              Sie ist existent. Wäre sie gestorben wäre es leichter für mich. Ich hatte nie ein Chance sie zu halten, weil sie keine Chance gab. Wie könnte ich sie also festhalten wenn sie nicht greifbar ist?
                              Sie selbst sagte ja zu mir, "was willst du noch von mir? Es ist zu spät, ich habe einen Freund." Es war schon immer zu spät, weil sie nichts dafür tat etwas daran zu ändern. Ich war wirklich absolut machtlos, weil sie mit ihrer Intelligenz absolut alles verhinderte womit ich irgendeine Macht bekommen hätte noch ein Wort mitzureden.
                              Dies Empörung wird mir wieder immer mehr bewusst, weil ich jetzt wieder merke wie sehr ich von ihr verraten worden bin.
                              Ich will ihr nicht mehr helfen, ich hasse sie und ich wünsche ihr alle erdenkliche Geschehnisse, dass sie selbst mal spürt wie das ist, was sie anderen antut.
                              Ich fange wieder ganz langsam an mein eigenes Leben zu suchen, aber wie schwer das ist hatte ich niemals erwartet, wie sehr einem ein Mensch den man liebte in Mark und Bein kriechen kann.
                              Kannst du dir vorstellen was es heisst, nach über 5 Monaten immer noch nachts oder frühmorgens wegen Alpträume aufzuwachen in denen man sie sieht und verliert. Wenn du alles was dir weh tut im Traum spüren kannst und daran dann aufwachst?
                              Wie soll ich so schnell mein eigenes Leben wieder finden wenn es noch so tief drin sitzt? Sie war doch ein Teil meines eigenen Lebens... dieser Teil ist weg.

                              Ich weiss nicht wie es gehen wird, aber ich versuche wirklich wieder Tritt zu fassen und mein Unterbewusstsein zu bekämpfen. Mein Unterbewusstsein spiegelt mir immer noch ihr Bild vor, bei allem was ich tue und mit wem ich was tue. Das ist grausam.
                              Aber es wird gehen müssen, irgendwie. Ich bin müde vom Neuanfangen, trotzdem tue ich es... die Alternativen sind schlechter.

                              Lieben Gruss, Andras

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                              • RE: Nebeneinanderher-Leben?


                                Grüß Dich,

                                das ist ein Problem mit dem Du nicht alleine da stehst. Leider sind Männer häufig nicht so erzogen worden, als das ihnen der Austausch reiner Zärtlichkeiten etwas geben könnte. Manche verstehen den Austausch von Zärtlichkeiten auch eher als ein "eindeutiges" Zeichen von sexueller Bereitschaft und liegen damit häufig ziemlich daneben.
                                Man muss einfach verstehen, das Männer und Frauen wirklich anders sind - ohne überhaupt irgendeine Bewertung vorzunehmen. Sie sind anders - Gott-sei-dank - sie fühlen anders, funktionieren anders.

                                Das ist die eine Sache. Eine andere ist es jedoch, den andern eben auch so zu verstehen und anzunehmen wie er ist, bzw. auch die Bedürfnisse des Partners zu berücksichtigen und zu erfüllen. Dazu lebt man ja in einer Partnerschaft, aus dem Gefühl und der Gewissheit heraus, dass man gemeinsam eben einfach besser dran ist.

                                Die Sache ist ganz einfach - viel simpler als es scheint...
                                Nichts und niemand ist perfekt, das Ganze eine Sache von gegenseitigem Geben und Nehmen. Dabei sollte man im eigenen Interesse darauf achten, dass das Pendel der Waage ausgegelichen ist. Und das muss jeder für sich erkennen und umsetzen. Geht es dem Partner gut, dann geht es mir auch gut.

                                Und, stellen wir heutzutage nicht viel zu hohe Ansprüche an eine Partnerschaft? Was muss der Partner alles in Personalunion leisten? (Wenn ich von Partner spreche, so meine ich natürlich beide - sie und ihn)
                                Der Partner muss treu sein, verständnisvoll, leidenschaftlich, ehrlich, fleissig, intelligent, ein guter Zuhörer, Versorger, gutes Elternteil, zuverlässig, gutaussehend, sportlich, eloquent, zärtlich, er sollte die gleichen Interessen haben, guter Sexpartner etc. Und das Ganze über Jahrzehnte.
                                Jahrzehnte, in denen sich beide Partner entwickelt, weiter- und/- oder sogar voneinander fortentwickelt, haben.
                                Und das in der heutigen Zeit... , einer noch nie dagewesenenen Form der Wegwerfgesellschaft. Gibts Stress? Trennung, ganz einfach. Die Zahlen sprechen Bände. Völlige Desorientierung der Menschen liegt dem zugrunde. Werte, Rollen, Gesellschaft.... All das wurde in den letzten 30 Jahren systematisch untergraben, umgekrempelt und auf den Kopf gestellt. Und vieles hat sich klar zum Vorteil der Menschen geändert. Vieles aber auch nicht undbedingt zum Vorteil.
                                Mit der Folge, dass sich heute die Menschen zutiefst verunsichert begegnen und keine Antworten mehr auf offenen Fragen haben.
                                Die Werbung tut ein weiteres. Hol Dir, nimm Dir. .. von bezahlen spricht niemand. Aber, alles - wirklich alles - hat seinen Preis. Und wenn Dein Mann ansonsten ein guter Ehemann und guter Vater ist, so hat dies u.U. den Preis, dass Du in deinen Bedürfnissen etwas oder auch ziemlich zurückstecken musst.
                                Obwohl - müssen tust Du überhaupt nichts. Das Ganze ist eine Sache, die ausschließlich auf Freiwilligkeit beruht. Ihr beiden seid freiwillig zusammen. Niemand zwingt Dich dazu, es auch weiterhin zu ertragen, dass Dein Mann so wenig Zärtlichkeit benötigt.
                                Und mit der Häufigkeit von Sex ist das auch so eine Sache.... Ich glaube, dass nirgendwo und auf keinem Gebiet soviel gelogen wird wie dabei. Es gibt überhaupt keine feste Größe, Normzahlen oder etwas in der Richtung, das als Indiz für eine gute, harmonische, erfüllte Beziehung herhalten könnte. Es gibt Paare, die sind seit vielen Jahren völlig ohne Sex superglücklich zusammen,und es gibt Paare, bei denen drängt sich der Eindruck auf, dass der einzige Lebenssinn darin besteht, so häufig wie möglich durch die Federn zu toben. Solange sich beide Partner darin einig sind, sind beide -zugegebenermaßen - extreme Varianten, völlig normal und in Ordnung.
                                Vielleicht ist es wirklich der Stress, der Deinen Mann so einnimmt und so wenig empfänglich für Zärtlicheiten macht, vielleicht war es wirklich schon immer so, vielleicht ist aber der Stress eine Ausrede für die Unfähigkeit dieses Ungleichgewicht an Zärtlichkeitsbedürfnis auszugleichen. Unbewußt stürzt sich der Partner in Arbeit, um - ohne Schuldgefühle haben zu müssen - solchen Situationen aus dem Weg gehen zu können. Die kausalen Zusammenhänge werden sich Dir vielleicht bei entsprechenden Situationen eröffnen, wenn Du dafür ein Gespür entwickelst.
                                Wenn DU und Dein Mann glücklich bleiben oder werden wollt , und vor allem - es Euch beiden um eine gemeinsame Zukunft geht weil Ihr Euch liebt - , dann kann auch eine Paar-Therapie wirklich was bringen.

                                Man kann auch zuhause spielerisch neues Verhalten erlernen. Bringe etwas Pep in Euer Leben. Probiert Neues aus, geht neue Wege der Zärtlichkeit, der Sexualität. Sprecht offen über alle Eure - auch geheimsten Vorstellungen, Wünsche, Begerhlichkeiten. Wenn nicht mit dem eigenen Partner, der all das dann auch möglichst realiseieren soll, mit wem denn sonst darüber reden?
                                Macht Euch auf, offen wie ein Buch - das heisst zwar auch, dass Ihr verletzlich seid in dem Moment, aber es ist doch eine Sache des Vertrauens. Hingabe, sich verschenken - dem anderen gutes tun - und Spaß daran haben, oder finden. Das ist alles machbar, und es macht sogar Spaß.
                                Jede noch so lange Reise, beginnt mit dem ersten Schritt.
                                Es gibt auch dazu Unmengen an Literatur, besorg Dir was davon - verstehe die Botschaften, verändere - wenn erforderlich - Deine Einstellung. Denn jeder, - auch Du- muss bei sich anfangen. Und wenn das dann langsam ein neues Lebensgefühl für Dich mit sich bringt, dann hat sich schon eine Menge in Deinem Leben geändert.
                                Und dann wirst Du sehen, wissen und entscheiden. Es wird sich ein Vakuum (in übertragenem Sinne) um Dich herum bilden, und das strebt nach Ausgleich. Und dieser Ausgleich wird sich einstellen. So - oder so. Es wird sich was verändern, wenn Du Dich veränderst. Und vielleicht verändert das auch Deinen Mann.
                                Ich wünsche Euch beiden auf jeden Fall viel Glück und Dir persönlich viel Spaß beim "weiterentwickeln".

                                Viele Grüße

                                Joe

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