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Will ich zu schnell zu viel und ist es überhaupt wichtig

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  • Will ich zu schnell zu viel und ist es überhaupt wichtig

    Hallo zusammen.
    Ich brauche mal einen Rat. Es geht um das leidige Thema Sex in der Beziehung/Ehe. Es fällt mir schwer darüber so zu schreiben, dass es vielleicht klar ist, wo das Problem liegt, ich versuche es einfach mal und hoffe, ihr versteht mich.
    Ich bin seit mittlerweile 6 Jahren mit meiner Frau verheiratet, wir sind beide Mitte 30 und haben zwei Kinder von 2 und 6 Jahren. Ich würde unser Sexleben als normal bezeichnen, wir haben ungefähr 3-5 Mal Sex im Monat, ich hätte gerne mehr, aber im Prinzip kann ich damit leben.
    Mein Problem ist, dass mir Sex oder vor allem Intimität sehr wichtig ist. Körperliche Nähe bedeutet mir sehr viel. Kuscheln, am liebsten nackt um den anderen wirklich zu spüren ist mir sehr wichtig (das natürlich nur abends im Schlafzimmer ). Auch mal dem anderen ohne Gegenleistung körperliche Lust zu verschaffen ist für mich ein wünschenswerter Zustand. Es gibt immer mal Situationen, da ist man zu erschöpft, hat aber trotzdem auch Lust an der Lust und kann es genießen, sich dem anderen hinzugeben ohne das Wissen, dass der andere für seine Freudenspende etwas als Gegenleistung erwartet.
    Aber genau hier kommt das Problem. Meine Frau ist da einfach anders eingestellt. Körperliche Nähe in Form von Kuscheln genießt sie sehr, aber am liebsten ist sie dabei angezogen. Nacktheit ist für sie immer verbunden mit Erotik und dem Ziel, dass es auf Sex rausläuft. Das Streicheln ihrer Brüste oder ihres Schambereichs kann sie in diesem Kontext nicht genießen, es ist für sie dann glaube ich eher mit Druck verbunden, Lust empfinden zu müssen und sexbereit zu sein. Es ist schon so, dass ich beim gemeinsamen Kuscheln schnell erregt bin, wenn es an die körperlichen Punkte geht, die mit Erotik zusammenhängen, aber für mich bedeutet ein steifer Penis nicht gleich, dass ich Sex haben will.
    Wir reden immer wieder mal darüber, sie weiß, wie ich darüber denke und es ist auch keinesfalls so, dass sie sich in der Vergangenheit nicht verändert hätte, was dieses Thema angeht. Als wir zusammen kamen, war Sex ein sehr schwieriges Thema, aufgrund ihrer vorherigen Beziehungen. Sie war sehr eifersüchtig, das hat sich mittlerweile fast gänzlich gelegt. Schon recht früh habe ich ihr gegenüber den Wunsch geäußert, dass ich gerne auch mal mit ihr zusammen einen Porno schauen würde, das war ein absolutes No-Go. Vor einiger Zeit haben wir noch mal darüber gesprochen und sie meinte, dass sie sich das mittlerweile vorstellen könnte und vor einigen Wochen haben wir uns dann tatsächlich zusammen einen angeschaut und es war absolut kein Problem für sie, sie konnte es sogar genießen.
    Auch was den Sex an sich angeht, denke ich, dass wir durchaus keinen Standartsex haben. Wir probieren viele Stellungen aus, haben auch gelegentlich mal ein Sextoy, das wir einbauen, also da geht schon einiges. Wenn ich Lust habe und sie nicht, sagt sie mir, dass ich mich aber gerne selbst befriedigen kann, was ich immer auch mal mache.
    Was auch für mich so ein Thema ist, für mich gibt es keinerlei Tabus beim Sex. Ich bin extrem neugierig und probiere gerne Neues aus. Was ich total gerne mal ausprobieren würde ist Analsex. Gar nicht, weil ich das irgendwie antörnend finde sie auf diese Art zu nehmen, sondern einfach, weil ich wissen will, wie es sich anfühlt. Ob es mir gefällt, weiß ich nicht. Kann durchaus sein, dass ich es überhaupt nicht mag. Auch darüber haben wir gesprochen, für sie ist der Anus aber eine No-Go-Area. Eigentlich habe ich damit kein Problem, was mich dabei nur stört ist, dass wir es nie ausprobiert haben. Klar, ich könnte einfach warten, im Prinzip war es bei den Pornos ja auch so, vielleicht ändert sie ihre Meinung noch, wer weiß. Ich glaube was mich irgendwie stört ist, dass ich mir über Sex viele Gedanken mache. Ich stelle mir viele Dinge vor, da bin ich wohl schon sehr ein Mann. Sie denkt so gut wie nie über Sex nach. Sagt sie jedenfalls. Ich habe einfach die Gedanken, dass sich nichts ändert, wenn man nicht drüber nachdenkt. Ihr ist Sex schon wichtig, im Sinne, dass dadurch eine körperliche Bindung erzielt wird, die die Beziehung stärkt.
    Momentan ist ihr Leben aber auch sehr anstregend, unsere Kinder machen viel Arbeit, sie ist den ganzen Tag zu Hause und muss sich um sie kümmern, klar, dass sie währenddessen nicht unbedingt die Muße hat an Sex zu denken und abends dann einfach fertig ist und dadurch auch keine Lust hat.
    Ich glaube, was meine wirkliche Sorge ist, ob ich mir viel zu viele Gedanken um eine Sache mache, die eigentlich gar keine große Bedeutung hat. Ums mal klarzustellen, unsere Beziehung ist absolut in Ordnung, wir verbringen viel Zeit zusammen, nehmen uns auch gemeinsame Zeit und genießen diese. Wir reden viel und sprechen Probleme auch an, alles was oben steht, haben wir schon besprochen, ich frage mich einfach, will ich zu schnell zu viel. Und ist es überhaupt wichtig. Wenn man sich so umhört, gibt es die Gruppe von Therapeuten, die ein sagen, dass ein erfülltes Sexleben der Schlüssel zu einer glücklichen Beziehung ist. Dann gibt es eine andere Gruppe die sagt, dass Sex völlig überbewertet ist und eine glückliche Beziehung auch ohne Sex auskommt. In meinen Augen liegt die Wahrheit wie so oft irgendwo dazwischen. Trotzdem bin ich gerade sehr unzufrieden, wenn ich so nachdenke gar nicht unbedingt mit meiner Frau, denn sie hat wirklich viel um die Ohren grad, ich glaube ich bin eher unzufrieden mit mir, dass ich dem Sex so eine Wichtigkeit einräume, die er vielleicht gar nicht hat. Ich habe einfach Angst, dass ich mich und dadurch auch unsere Beziehung mit etwas belaste, das es überhaupt nicht wert ist.
    Entschuldigt bitte, ich hoffe ich habe nicht zu konfus geschrieben und ihr blickt durch, ich würde mich sehr freuen, die ein oder andere Einschätzung zu hören.


  • Re: Will ich zu schnell zu viel und ist es überhaupt wichtig

    "ich hoffe ich habe nicht zu konfus geschrieben"

    nein, keineswegs, nur ein paar Absätze würden das Lesen erleichtern.

    Zur Sache: Mir scheint, dass Ihre Frau ein etwas zu distanziertes Verhältnis zu ihrem Körper hat.
    Es geht darum, Nacktheit und Sex zu entkoppeln.

    Wie geht sie denn mit Nacktheit um?

    Sehen die Kinder sie gelegentlich nackt?

    Wie ist das beim Duschen, ließe sie sich von Ihnen z.B. den Rücken abtrocknen oder eincremen?

    Schläft sie bei großer Wärme nackt?

    Wissen Sie etwas über ihr Elternhaus und die Einstellung zur Nacktheit?

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    • Re: Will ich zu schnell zu viel und ist es überhaupt wichtig

      Hallo Sebla

      Was ist schon Sex...was ist schon Experimentieren, oder gar gewagte Neuigkeiten - gegen Momente der Glückseligkeit. Das eine ist wie Doktorspiele, das andere wäre für deine Frau wohl ein Grund dich zu vergöttern und dir jeden kleinsten Wunsch besonders gerne zu erfüllen, selbstverständlich in höchster Bereitwilligkeit.... :-)

      Wenn man bei dir nachliest, dann fühle ich direkt, was sie fühlt. Es mag sein, dass du kuscheln, noch dazu nackt als sehr schön empfindest, es mag sein, dass du zu gerne Petting machst und dabei recht erregt sein kannst, auch wenn du keine Absicht hegst dich aufzudrängen. Es mag sein, dass ihr wöchentlich regelmäßig zu verschiedenen Befriedigungsmöglichkeiten greift und nachher wohlig einschläft, es kann durchaus so sein, wie du sagst, dass ihr eigentlich recht glücklich und zufrieden seid, aaaaber nach deinen Beschreibungen nach geht es deiner Frau ( noch) nicht optimal im Bett. Wäre es so, dann würde sie dich vermutlich nicht müde von sich weisen, schon gar nicht miit dem Hinweis: schon wieder nackt...?? Wozu...du willst ja eh nur mit mir schlafen...
      Der Hinweis ist deutlich: DU bist zu befriedigen, DIR soll es Spass machen, dir geht es um dich, nicht wirklich um mich.

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      • Re: Will ich zu schnell zu viel und ist es überhaupt wichtig

        Zu Dr. Rieke: Ja Nacktheit ist so ein Thema bei ihr. Vertrauen spielt da eine große Rolle. Vor mir zieht sie sich ohne zu zögern aus und zeigt sich auch recht gerne nackt, so lange es nicht zu erotisch wird. Vor den Kindern zeigt sie sich auch nackt, da gibt es ebenfalls keine Probleme. Vor Fremden zieht sie sich eigentlich gar nicht aus, es sei denn, es geht absolut nicht anders, dann aber auch nur vor Frauen. Also Saunabesuch ist mit ihr nicht drin.
        Anfassen und streicheln unter der Dusche ist ebenfalls kein Problem, aber auch hier ist die Grenze da gezogen, wo es zu erotisch wird.
        Das kommt sicher aus ihrem Elternhaus, da herrscht ein ziemlich verklemmtes Klima was dieses Thema angeht, da haben wir schon drüber gesprochen.
        Zu Elektraa: Genau das war ja meine Frage bzw. mein Gefühl. Ich sehe selbst das Problem weniger bei meiner Frau, sondern mehr bei mir. Mir ist Erotik in der Beziehung einfach sehr wichtig, ihr weniger. Das ist kein Problem für mich, ich will nur irgendwie damit klarkommen, deshalb wende ich mich ja an diese Gemeinschaft hier. Soll ich das ganze Nacktkuscheln am Besten sein lassen, weil ich sie damit nur unter Druck setze? Soll ich sie am besten nur noch ganz neutral berühren, ohne auch nur den Anflug von erotischer Spannung?
        Sie hat gestern einen sehr treffenden Satz zu unseren Kindern gesagt, "ständig will jemand was von mir". Ich habe das direkt auch auf mich gemünzt. Kaum sind wir im Bett und nehmen uns mal die Zeit für körperliche Zweisamkeit, will ich offebar schon mehr als einfach nur Nähe.
        Es ist jetzt nicht so, dass ich jeden Abend zu ihr rüberrobbe und an ihr rumgrapsche, aber manchmal ist schon einmal die Woche gefühlt zu viel für sie. Deshalb einfach mein Gefühl, dass ich zu viel will und vor allem von einer Sache, die es überhaupt nicht wert ist, dass man Wert darauf legt.
        Also was soll ich tun?
        Wenn ich keine erotischen Annäherungsversuche mehr starte, werden wir keinen Sex mehr haben, da bin ich ziemlich sicher. Ihr ist es einfach nicht so wichtig, dass sie die Initiative ergreifen würde. Oder sie fühlt sich nicht danach, die Initiative zu ergreifen, wie auch immer. Es würde auf eine sexlose Ehe rauslaufen, und deshalb meine Frage, ob ich mir da einfach was vormache, dass Sex wirklich wichtig ist. Zur Fortpflanzung brauchen wir den nicht mehr, das Thema ist durch. Also können wir es ja eigentlich jetzt auch lassen, das würde auf jeden Fall einige Probleme aus unserer Beziehung rausnehmen, wenn man so drüber nachdenkt...

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        • Re: Will ich zu schnell zu viel und ist es überhaupt wichtig

          Es gibt einen Witz, der dieses Thema trifft. Eine Horde Köter kann es nicht erwarten zu einer läufigen Hündin zu kommen. Auf dem Weg dorthin treffen sie einen jungen Hund. Auf dessen Frage : wo läuft ihr hin? antwortet die Meute : wir gehen poppen, kommste mit?
          Die Hündin war aber in einem Zwinger. Neun, zehnmal rennen die Köter um diesen Zwinger herum und suchen einen Eingang. Dann ruft der Kleine, wenn ihr mich fragt, Poppen ist langweilig... ich versteh nicht, was ihr dran findet...

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          • Re: Will ich zu schnell zu viel und ist es überhaupt wichtig

            Hm, ich versteh zwar den Witz, aber nicht den Zusammenhang...

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            • Re: Will ich zu schnell zu viel und ist es überhaupt wichtig

              Bei dir habe ich den Eindruck, wenn du nur wüsstest, wo der Knopf ist, du würdest viel drum geben, ihn für dich zu nutzen, ihn zu drücken, so oft dir das nur möglich ist. Ich meine den Knopf, wo sich deine Frau bereitwillig hergibt für deine Bedürfnisse alle.
              Wie wenn du lauern würdest auf eine günstige Gelegenheit, auf deine Chance.
              Mal gibst du vor, ich hab eh "nur" kuscheln vor, zugleich aber sinnst du und trachtest du nach wesentlich öfter als gegeben ist und wenn möglich wesentlich lasziver, geiler, ausgeklügelter, als momentan so läuft mit ihr.
              Eigentlich fragst du in die Runde, wisst ihr, wie ich sie dazu bringe mir mehr zu geben, was kann ich tun, dass sie geiler ist? Das fragen viele Männer und drücken dabei stets auf den falschen Knopf. Auf einen, der IHR ( das der Männer) Lustzentrum öffnen kann, aber nicht ihres ( das der Frau).

              Was kann ich tun, meine Frau so glücklich zu machen, wie nur geht....??- das wäre die richtige Frage. Wenn du bereit bist diese zu lösen, dann gibts Sex genug.
              Ich muss in Etappen schreiben, weil mein PC sich immer wieder ausloggt.

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              • Re: Will ich zu schnell zu viel und ist es überhaupt wichtig

                Genau das will ich nämlich nicht. Ich will eine zufriedene Beziehung führen. Ja, ich gebe dir recht, ich bin sicher oft zu fordernd. Aber ich suche ganz sicher nicht den Knopf, mit dem ich sie gefügig mache, das widerstrebt mir völlig.
                Sex ist mir wichtig aber nicht für den Preis, dass meine Frau sich dafür aufgibt, das kann nicht funktionieren.
                Aber im Prinzip hast du mir die Antwort schon gegeben, denn wie meine Frau glücklich gemacht wird, weiß ich, nur ist das grad nicht möglich, denn das liegt nicht in meiner Macht. Aber dann weiß ich, dass ich einfach warten und hoffen muss, dass sich die Störfaktoren mit der Zeit auflösen.
                In diesem Sinne...

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                • Re: Will ich zu schnell zu viel und ist es überhaupt wichtig

                  ich bin sicher oft zu fordernd.
                  Wenn man zu fordernd ist, geht der andere ganz automatisch in den Abwehrmechanismus.
                  Kommt das häufiger vor, werden schon die kleinsten Annäherungen als Einleitung der eigentlichen Forderungen empfunden, so entwickelt sich dann ein Automatismus, der immer aktiv wird sobald nur ein Hauch von körperlicher Nähe entsteht.

                  Deine Frau will vielleicht gar nicht das Kuscheln abwehren, sondern das was danach kommt (Sex), oder das womit es verbunden ist (Nacktheit).
                  Da wäre es sinnvoll einen Weg zu finden der Kuscheln ermöglicht, aber das was sie nicht geben mag definitiv ausschließt und so zu gestalten das sie auch darauf vertraut das nicht mehr gefordert wird, als sie geben möchte/kann.

                  Kuschelt ihr den auch mal einfach so, in Klamotten und ohne das es auf Sex hinausläuft, entspannt vorm Fernseher z.B. und ohne sexuellen Hintergrund?

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                  • Re: Will ich zu schnell zu viel und ist es überhaupt wichtig

                    Ja. Regelmäßig.
                    Es liegt sicher an der Nackheit, speziell Nacktheit im Schlafzimmer. Das bedeutet dort nämlich Sex. Ist leider so. Das hat Gründe, die nicht nur bei mir liegen, ihre vergangenen Partner waren teilweise wohl auch ziemlich unsensibel bei diesem Thema. Dadurch gab es bei uns aber von Anfang an keine Veränderung ihres Schemas. Nackheit im Bett bedeutet, dass es auf Sex rausläuft. Nachdem wir unsere Beziehung auf diese Weise begonnen haben, ist bei ihr das alte Muster bestätigt worden, sodass es jetzt nicht mehr so leicht geändert werden kann.

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                    • Re: Will ich zu schnell zu viel und ist es überhaupt wichtig

                      Nackheit im Bett bedeutet, dass es auf Sex rausläuft.
                      Dann sei nicht nackt im Bett.

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                      • Re: Will ich zu schnell zu viel und ist es überhaupt wichtig


                        Werd dann wohl mal wieder die Hosen anziehen.

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                        • Re: Will ich zu schnell zu viel und ist es überhaupt wichtig


                          Dann sei nicht nackt im Bett.
                          Wieso nicht Tired ? Den dann wenn er sich auszieht bedeutet es weiterhin für Sie " Sex".
                          Ich wurde an seine stelle immer Nackt schlaffen, auch mal schmusen aber eben ganz lange (Ohne Sex), eine Art " Probeliegen, der Sex Gedanke & Handlung ablehnen, um das Sie auf Dauer merken kann, das Sex mit Nacktheit (nichts) zu tun hat.

                          Kommentar


                          • Re: Will ich zu schnell zu viel und ist es überhaupt wichtig

                            Hallo Sebla

                            Beim Witz war die Pointe, dass der kleine Hund geglaubt hat, das ist poppen.

                            Du glaubst, deine Frau ist für "Liebe machen" nicht zu haben. Ich glaub, für Liebe machen sicher, aber nicht für das, was du darunter verstehst.

                            Ich schreib dir jetzt, wie ich das sehe.

                            Geh einmal die Liste durch, die du schätzt.
                            Du sagst, nackt zusammen kuscheln, das gefällt mir. Anal würde mir gefallen, zumindestens würde ich es gerne ausprobieren. Mehr gemeinsam Pornos gucken, das wärs. Lockerer herfallen dürfen übereinander, das würde gut tun....und überhaupt und sowieso, ich hätts zu gerne öfter und mit mehr Eigenantrieb, nicht immer viel reden müssen drum- oder wenn schon drüber reden, dann gern und ausführlich, informativer, lustvoller, intensiver....

                            Es lässt sich jeder Wunsch von dir in die Frauensprache übersetzen. Deine Frau will sicher das gleiche wie du, nur eben auf einer anderen Ebene. Kriegt sie von dir, was SIE will, dann kriegst du mit Garantie, was du willst.
                            Was für dich nackt kuscheln ist, das wird für sie - auf ihrer Gefühlsebene- mehr Herzlichkeit sein, mehr nackte, blanke, pure, unverkleidete Liebesbezeugungen. Mir war eine solche Liebesbezeugung mal machen, was ich beim Haushalt, Erziehen der Kinder, rund ums Wohlergehen des Umfeldes will vom Mann- nicht immer hören, keine Zeit, bin müde, mag nicht.

                            Das wäre auch zum Beispiel, reinkommen bei der Tür, strahlend grüßen, umarmen, in deutlicher, ganz unmissverständlicher Weise zeigen, hach, wie lieb ich dich... wie bin ich froh dich zu haben, wie hab ich dich nur gern. Mit mir gemeinsam die vielen Pflichten erledigen. Zusammen ausgehen, mit den Kindern spielen, mich unterstützen......Das ist geistig nackt kuscheln. Nicht bedeckt und halbherzig, also "angezogen" (mit Distanz und Abstand) neben ihr herleben.

                            Anal... auch da gibt es eine geistige- weiblich gefühlte Entsprechung.... ganz dort bohren, wo in jedem eine anerzogene Schranke ist. Gespräche, die Tabus ansprechen, die eventuell schmerzhafte Worte beinhalten, ( "schmutzige" Sachen besprechen, wie zum Beispiel Verstöße, Ungereimtheiten in der Kindheit, körperliche Beschwerden, psychische Leiden, Meldungen, die sich nicht schön anhören, lästige Vorwürfe aushalten, etc, etc. )- das ist Bohren in der psychischen, gut verschlossenen Hintertür.... und vielleicht geht es ihr mit dir da, wie es dir mit ihr geht beim Sex. Vielleicht ist das für dich ein no go, solche Gespräche auszuhalten?

                            Wenn du mit viel Behutsamkeit, Vorsichtigkeit und genügend Takt und Zärtlichkeit bei ihr und dir diese ( für dich vielleicht unangenehmen) Themen besprechen kannst, ohne das Gesicht zu verziehen, das befreit und verbindet- wie für dich tabuloser Sex befreiend wäre.

                            Was für dich Pornos sind, das sind für sie eventuell Liebesgeschichten, romantische Szenen - selbst erlebt, natürlich mit dir. Das Sinnesorgan Auge ist beim Mann wesentlich reizbarer als bei der Frau. Sie wiederum hört gerne übers Ohr- liebevolle Worte, sanfte Töne, verliebte Melodien- die erregen sie , wie einem Mann die Pornos...

                            Haben Frauen satt das bekommen, was sie unter Liebe verstehen, dann steht "ihr Penis".




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                            • Re: Will ich zu schnell zu viel und ist es überhaupt wichtig

                              Ich glaub, der Penis einer Frau ist ihr Gemüt, ihre Psyche. Über den kommt man zur Lust.
                              Vermutlich ist es beim Mann genau umgekehrt- er wird vielleicht wesentlich bereitwilliger ein "guter Mann" sein, ein guter Freund und Zuhörer und Mithelfer, wenn zuerst mal die Lust stimmt. Ist es nicht so?
                              Bei meinem Ex hat das zugetroffen. Wenn er Sex hatte, dann war er bereit ein herzlicher Kerl zu sein. War er bereit ein herzlicher Kerl zu sein, dann war ich bereit für Sex. Vielleicht ist es bei vielen Frauen so, nicht nur bei mir.

                              Kommentar


                              • Re: Will ich zu schnell zu viel und ist es überhaupt wichtig

                                Wenn ich noch so lästig bin beim schreiben.... ich bin überzeugt, den besten Sex gibt es von verliebten Frauen. Wenn eine Frau sehr verliebt ist, dann ist sie die Hingabe in Person.
                                Herzliche, adrette, gefühlvolle, geduldige, humorvolle, starke, unterhaltsame, gepflegte, feinfühlige, fleissige, helfende, mitmachende, fröhliche, verständnisvolle, behutsame, wohlwollende, sinnliche, friedliche, mitfühlende Kerle machen verliebt. Männer die beharrlich rumnörgeln, oder gar treuherzig behaupten sie lieben- aber sind nicht liebend, die machen nicht verliebt. Wir sind ungern unbelohnte Nutztiere. Wenn ja, dann gibt es auch von uns keinen Lohn.

                                Alle Frauen bitte unterschreiben :-))

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                                • Re: Will ich zu schnell zu viel und ist es überhaupt wichtig

                                  Danke!
                                  Du zeigst auf sehr deutliche Weise, wo ich die ein oder andere Sache verändern kann. Ich bin zwar glaube ich nicht ganz so gefühllos, wie du es schreibst, aber Spiel nach oben ist sicher noch. Speziell in dem Bereich, dass ich einiges für mich tue, dabei aber der Meinung bin, ich tue es für sie. Das merkt sie sicher. Ich werde da mal ansetzen.
                                  Und deinen letzten Eintrag unterschreibe ich dir auch, obwohl ich keine Frau bin, denn ich glaube auch Männer sind so, allerdings sind sie seltener dieser Situation ausgesetzt.

                                  Kommentar


                                  • Re: Will ich zu schnell zu viel und ist es überhaupt wichtig

                                    Herzliche, adrette, gefühlvolle, geduldige, humorvolle, starke, unterhaltsame, gepflegte, feinfühlige, fleissige, helfende, mitmachende, fröhliche, verständnisvolle, behutsame, wohlwollende, sinnliche, friedliche, mitfühlende

                                    Also "Kreativ".... was die Meinten Männer nicht sind...

                                    Kommentar


                                    • Re: Will ich zu schnell zu viel und ist es überhaupt wichtig

                                      Nein, hier wird kein Druck aufgebaut...

                                      Kommentar


                                      • Re: Will ich zu schnell zu viel und ist es überhaupt wichtig

                                        Herzliche, adrette, gefühlvolle, geduldige, humorvolle, starke, unterhaltsame, gepflegte, feinfühlige, fleissige, helfende, mitmachende, fröhliche, verständnisvolle, behutsame, wohlwollende, sinnliche, friedliche, mitfühlende

                                        Also "Kreativ".... was die Meinten Männer nicht sind...
                                        Oh doch Rinnie, das sind sie sicher- solange sie ihr Herz weit offen haben, entspannt sind und gut versorgt mit dem, was sie brauchen und benötigen. Auch ein Mann ist die Hingabe in Person, wenn er glücklich ist.

                                        Irgendwie ist ein gegenseitiges Verliebthalten wie die Garantie für eine schöne Ehe. Ich kenne etliche Paare, wo das gelingt.

                                        Kommentar


                                        • Re: Will ich zu schnell zu viel und ist es überhaupt wichtig

                                          Danke!
                                          Du zeigst auf sehr deutliche Weise, wo ich die ein oder andere Sache verändern kann. Ich bin zwar glaube ich nicht ganz so gefühllos, wie du es schreibst, aber Spiel nach oben ist sicher noch. Speziell in dem Bereich, dass ich einiges für mich tue, dabei aber der Meinung bin, ich tue es für sie. Das merkt sie sicher. Ich werde da mal ansetzen.
                                          Und deinen letzten Eintrag unterschreibe ich dir auch, obwohl ich keine Frau bin, denn ich glaube auch Männer sind so, allerdings sind sie seltener dieser Situation ausgesetzt.
                                          Vielleicht würde dir helfen, wenn wir Frauen hier wirklich deutlich beschreiben, wie wir es gerne hätten. Ihr Männer müsst dafür im Gegenzug eure Wünsche äussern. Bestimmt sind wir uns alle ähnlicher als man glaubt.
                                          Zudem...ich habe nicht gesagt, dass du gefühllos bist, ich habe ja keinen Einblick in deine Ehe.

                                          Ich kann nur beschreiben, was sich in mir abspielt- wann mir die totale Lust "gelingt", wann sie eher versiegt und versickert.


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                                          • Re: Will ich zu schnell zu viel und ist es überhaupt wichtig

                                            Wenn man zum Beispiel die Brüste massiert bei der Frau, das Geschlecht streichelt, dann ist das wahrscheinlich in der Absicht, sie zu erregen.
                                            Du hast, wenn sie nackt neben dir liegt den Wunsch ihr gut zu tun, ich glaubs jedenfalls und daher streichelst du dort, wo es sicher gut tut- meinst du.... ist aber nicht so. Nicht, wenn man noch nicht in Stimmung ist.
                                            Eine Frau, die kleine Kinder hat, besonders viel arbeiten muss, viele Aufgaben bewältigen muss, sich den halben Tag mit vielen Dingen zugleich beschäftigen muss- damit nichts in Schieflage kommt, die IST erregt, sicher nicht entspannt. Erregung auf anderer Art...zusätzliches Aufregen ist in so einer Stimmungslage nicht wirklich brauchbar. Sexuelle Aufregung ist auch Aufregung. Du denkst ja auch nicht während eines Konfliktes, oder einer Sorge an Sex, oder?
                                            Bei einer ausgiebigen, sanften, beruhigenden, tröstlichen, wertschätzenden, liebenden, dankbaren, sanften Umarmung, ( damit ist alles gemeint, reden, streicheln, miteinander spazieren gehen, ruhig umgehen zusammen, liebevoll freundlich sein, etc. ) werden wir für den "Mutterdienst", "Partnerdienst", "Haus-und-Hofpflegedienst" gut entlohnt. Das baut uns auf- mich zumindestens. Das kostet doch nicht viel, uns zufrieden zu stellen. Das ist sicher machbar.

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                                            • Re: Will ich zu schnell zu viel und ist es überhaupt wichtig

                                              Ja da gebe ich dir recht. Mein Problem ist dann oft, dass ich zu schnell bin, speziell wenn es um die von dir angesprochenen Brüste geht
                                              Sie sagt mir das auch, leider ist der erotische Moment dann oft schon vorbei, weil sie dann nicht mehr in Stimmung kommt. Ich arbeite da an mir und versuche auch selber, diese Situationen gelassener anzugehen und selber auch mal mehr einfach nur die Zweisamkeit zu genießen und weniger auf Sex hinzuarbeiten. Manchmal gelingt es, manchmal nicht. Ein Punkt dabei ist oft auch, wie es mir geht. Wenn ich gestresst bin, fällt es mir schwerer, da bin ich zu ich-bezogen. Wir werden sehen, ich denke aber, wir schaffen das

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                                              • Re: Will ich zu schnell zu viel und ist es überhaupt wichtig

                                                Zitat: ""....Sie sagt mir das auch, leider ist der erotische Moment dann oft schon vorbei, weil sie dann nicht mehr in Stimmung kommt...."" Zitat Ende....

                                                Von wegen vorbei. Dieses kurze schnelle Geilsein und in dieser rolligen Geilheit aufbocken, das ist das triebige Tierchen im Mann. Dieses kurzgeschlossene Brunftbenehmen kann nicht warten. Fünf Minuten intensives Rammeln und dann zusammensacken- das ist alles, was dieses "Männchen im Mann" beherrscht. Es gibt mehr zum Herausholen aus einem Mann ( und aus einer Frau sicher auch) als das. Meist eh erst dann, wenn man sich mal beherrschen lernt und selbst bei größtem "Ausnahmezustand" nichts unternimmt ( was auf Orgasmus hinausläuft).

                                                Kriegst du es fertig selbla, selbst Sex neu zu beginnen, wie wenn du ihn noch nie gemacht hättest? Frag deine Frau, was sie unter Sex versteht. Wenn du ein paar Monate ganz nur das tust, wie sie es will, vielleicht habt ihr dann Beide wertvollste Erlebnisse? Versuch es wenigstens, absichtlich zu entschleunigen- dich in Zeitlupe und ganz ohne Hektik und ganz ohne Keuchen, sehr ruhig und entspannt mit deiner Frau zu befassen. Stundenlang...ohne Gier, nicht geil, sondern sinnlich und intensiv genießend beruhigend.

                                                Auf diese Stimmung kommt es oft gar nicht, weil das Triebhafte dominierender ist und meist ungeduldig und schneller ist. Wenn man diesen Vor- Eiligen , stets Schußbereiten abbremsen kann, dann mag sie sicher heute und morgen und übermorgen und fast immer mit dir nahe sein. Es ist ja Lieben, was ihr dann tut und nicht aggressiv aufspringen.

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                                                • Re: Will ich zu schnell zu viel und ist es überhaupt wichtig

                                                  "dann mag sie sicher heute und morgen und übermorgen und fast immer mit dir nahe sein."

                                                  Vielleicht mal ein Beispiel: Ich habe mal ein Paar betreut, wo sehr ähnliche Bedingungen herrschten. Er wollte häufiger Sex, sie zog sich zurück, wenn er konkrete Anstalten machte. Es musste eine bestimmte Gestimmtheit bei ihr vorhanden sein, dann war der Sex für Beide erfüllend.

                                                  Nur konnte er diese Gestimmtheit nicht erahnen und war meist ziemlich ratlos.

                                                  Bei einem Einzeltermin sagte mir die Frau, dass sie dann plötzlich Lust auf ihn habe, wenn sie vom Fenster zusehe, wie er mit den Kindern draußen so rumtolle, als sei er selbst noch ein Kind. Dann wisse sie, heute Abend passiert es.


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