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Bin ich Ausgebrannt - ist das jetzt wieder ein Burnout?

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  • Bin ich Ausgebrannt - ist das jetzt wieder ein Burnout?

    Bin ich Ausgebrannt - ist das jetzt wieder ein Burnout?

    Habe sicher ein recht abwechslungsreiches und ein wenig anstrengendes Jahr hinter mir. Von April bis Ende Juni habe ich an die 250 Seiten Mitarbeiterhandbücher Zuhause geschrieben. Das eine oder andere Wochenende auch körperlich gearbeitet.

    Wir hatten jetzt 3 Wochen betriebsurlaub und mit Beginn des Urlaube fingen die Beschwerden an. Als erstes verspannte sich mein Rücken in der Brustwirbelsäule durch eine zu weiche Matratzr und dann kam der Magen dazu. Am Meer merkte ich dann wie Müde ich eigentlich schon war. Der Urlaub war erholsam wenngleich mich immer wieder der Rücken und Magen belastete.

    Wie geht's mir aktuell

    Rückenschmerzen fsllweise und Verspannungen mehr als sonst
    Gastritis vermutlich wieder akut weil
    • aufgeblähter Magen
    Blähungen
    • Magendrücken im Bereich des Schwertfortsatzes am Brustbein
    • Unterschwelliges schlecht sein
    • Nicht ausgeschlafen sein
    müde
    • Gefühl von ausgelaugt sein (mehr körperlich als geistig, obwohl mir das Laufen gut tut)
    • Hab so das Gefühl das meine Muskeln speziell in den Beinen angespannt sind bzw. Schmerzen.

    Es sind auch ein paar Dinge in der Firma nicht so gelaufen in letzter Zeit (bin ja Selbstständig). Eigentlich müßte ich mal richtig auszucken aber anscheinend richte ich meine Wut innerlich gegen mich.

    Aber dass es jetzt binnen 3 Wochen durch den Urlaub so runter geht hätte ich nicht gedacht. Ja ich nehme aktuell 5mg Citalopram ein.

    Kommende Woche lasse ich mich mal wieder komplett durchchecken im Zuge der alljährlichen Gesundenuntersuchung.

    Was kann ich jetzt tun. Das ganze mal so akzeptieren und mal abwarten????

    Lg


  • Re: Bin ich Ausgebrannt - ist das jetzt wieder ein Burnout?

    Hallo Naturefreak,

    Sie kennen mich wahrscheinlich noch nicht, seit der Umstellung des Forums bin ich hier als Community-Managerin tätig und schalte mich hin und wieder in Beiträge ein.

    Da ich sehe, dass Sie schon lange Mitglied bei Onmeda sind und ich Ihre Geschichte noch nicht kenne, wollte ich nachfragen warum Sie das Citalopram nehmen? Steht das in Zusammenhang mit einem vorangegangenen Burn Out?

    Haben Sie schon abgeklärt ob die Magenbeschwerden eine Nebenwirkung des Medikaments ist? Waren Sie schon beim Arzt und haben eine Gastritis abklären lassen?

    Sind Sie in therapeutischer Behandlung?

    Viele Grüße

    Victoria

    Kommentar


    • Re: Bin ich Ausgebrannt - ist das jetzt wieder ein Burnout?

      Hallo Victoria!

      Ich versuche keinen Roman zu schreiben und bin davon überzeugt, dass Sie mir soweit einen Rat geben können wie ich wieder in Richtung Gesundheit und ein sorgenfreieres, unbeschwerteres Leben gehen kann.

      2002 hatte ich die ersten Panikattacken im Ausland im Stau. Ursache?
      Die bevorstehende Heirat, berufliche Veränderung im Unternehmen, Rauchen aufgehört und Abgenommen. Daraus entstand eine typische Agoraphobie. Ich schaffte es wieder mich zu erfangen mit einigen Einschränkungen.

      2006 der nächste Knall, Panikattacken beim Laufen in der Arbeit weit von Zuhause entfernt und im Urlaub in Kroatien.
      Ursache? Bevorstehender Hausbau, berufliche Fortbildung zur 60 Stundenwoche, vergangene Krebs-OP bei meiner Mama. Obendrein dann noch gekündigt worden.

      Daraufhin dass erste mal bei Psychiaterin und Start der Antidepressivaeinnahme und Beginn einer Gesprächstherapie bei Psychotherapeuten für ca. 6 Monate.

      Seit Dez. 2006 Selbstständig. Zw. 2007 und 2017 das Antidepressivum immer wieder ausgeschlichen und dann zw. 24 Monate bis 3 Monate AD frei.

      2017 im Nov. Das letzte mal mit Citalopram 20mg begonnen. Gleichzeitig durchgehend 2 Jahre Therapie (hatte nicht den Eindruck , dass außer über alles nett zu plaudern was gebracht hätte). Bis Nov 2019 reduziert auf 1.25mg. Es Funktionierte wieder nicht. 6mon zuvor, kam meine Mama wegen Demenz ins Altersheim. Von Juni bis November nur Ärger und Stress wegen Altersheim.

      Was ist mein Thema/Themen

      Mit AD-Tabletten erreiche ich eine Stabilität psychisch wie psychisch. Ich kann nach all der Zeit nicht mehr sagen ob meine Beschwerden mittlerweile mehr dem Absetzen des Medikamentes geschuldet sind. So richtige Panikattacken habe ich keine mehr. Die letzte war 2017 im Kroatienurlaub, nachdem ich 3 Monate zuvor die Citalopram relativ rasch abgesetzt habe.

      WAS FEHLT MIR

      Es gibt noch soviele Dinge, die ich im Gegensatz zu früher nicht mehr oder nur mehr unter Anspannung und enormen Kraftaufwand machen kann. Ich habe zum Teil einfach ein scheiss ungutes Gefühl bzw. Bammel/Bedenken, auch Angst, wenn ich

      • weiter weg von Zuhause mit Auto fahren
      (Urlaub, Arbeit, Freizeitaktivitäten)
      Essen gehen
      • Wandern/Bergsteigen weg von Zuhause
      • Berufliche Termine weit weg von Zuhause
      • Kino
      • Verwandte/Freunde besuchen
      • Geburtstagsfeiern
      • Am Abend fortgehen
      • Skifahren

      Bammel/Bedenken, auch Angst --vor meinen eigenen körperlichen und seelischen Reaktionen, Gefühlen wie

      • Unruhe
      • Anspannung
      • Innere Getriebenheit
      • Magenbeschwerden
      • Unterschwellige Übelkeit
      Schmerzen
      • Gefühle, dass es mich zerreißt
      • umzufallen/unzukippen
      • durchzudrehen
      • auszuticken
      • Im schlimmsten Fall zu sterben

      In solchen Situationen wird im äußersten Fall mir dann einfach ALLES zu viel und ich merke wie mein Hirn sich regelrecht in einen flowmodus schaltet. Da bin ich dann wie im Film, so depersonalisiert.

      Obwohl ich so gut wie alle oben genannten Situationen nicht meide, kenne und bewußt nicht heraufbeschwöre, gibt es kaum eine Verbesserung wenn ich mit den Tabletten in den Niedrigdosisbereich komme.


      URSACHENFORSCHUNG? WAS KÖNNTE SCHULD SEIN?

      KINDHEIT

      • Bin adoptiert, leibl. Vater Tod, leibl. Mutter noch keinen Kontakt
      • Mit 8j operiert. Viel Angst weil alleine, wußte nicht was es war
      • Mit 10j mein Schulfreund bei Radausflug quasi in meinen Armen gestorben
      • Mit 13j selbst einen Badeunfall mit Platzwunden am Kopf - Todesangst - alleine und weit weg von zuhause. Da hatte ich die erste Panikattacke in meinem Leben. Dannach öfters PTBS. Glaub aber nicht dass mich das heute noch triggert.


      ERWACHSENEALTER

      • Mit 21 Jahren 2facher Vater, viel Verantwortung
      • Selbstständigkeit die zuwenig abwirft (auch dem Absetzen und daraus resultierenden Allgemeinverschlechterung geschuldet)
      • Schulden in der Firma
      • Seit 15 Jahren eine Mutter mit sehr schweren Krankheiten
      • 25 Jahre Beziehung die mich zum Teil seit vielen Jahren nicht mehr glücklich macht.
      • 2017 endgültiger Bruch einer 20jährigen Männerfreundschaft.

      QUINTESSENZ

      Ja nachdem wo ich mit der Tablettendosis stehe, belasten mich die oben genannten Dinge - psychisch/psychisch überhaupt nicht, bzw. habe ich die vorhin genannten Symptommuster. Und immer wieder pendelt die Unsicherheit mit

      • Sind es die Lebenssituationen
      • Sind es Absetz/Entzugsreaktionen?
      • Ist es von allem etwas, dass mich immer wieder in diese Denk/Handlungs und Reaktionsmuster bringen.

      Ich sehe keinen Sinn mehr dahinter Therapien zu machen. Wenn dann höchstens etwas gegen Agoraphobie und auch erst dann wenn ich bei den Pillen auf 0mg bin.

      ZIEL
      Endlich von den schei.. Antidepressiva wegkommen können und das nachhaltig. Aktuell bin ich auf 5mg.


      Stefan


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      • Re: Bin ich Ausgebrannt - ist das jetzt wieder ein Burnout?

        Hallo Stefan, mir gehts gleich wie dir, vielleicht möcht ich dir deshalb immer wieder helfen und dir wiederholt eintrichtern, dass solche Zustände menschlich sind, normal, nix Ungewöhnliches. Für mich sind das typische Anzeichen, dass Schieflage ist, der man durchaus mit Vernunft beikommen kann.

        Kommentar



        • Re: Bin ich Ausgebrannt - ist das jetzt wieder ein Burnout?

          Hallo Stefan,

          vielen Dank für die Rückmeldung. Jetzt sehe ich ein wenig klarer und war erst einmal ein wenig erschlagen von den vielen Problemen die Sie so belasten. Da hat sich über die Jahre ja einiges aufgetürmt.

          Meine persönliche Anschauung war immer, dass AD nur über eine gewisse Zeitspanne eingenommen werden sollten und dann über die Psychotherapie ausgeschlichen werden können, wenn die Therapie Erfolge zeigt. Das Ziel sollte ja eigentlich immer sein, dass der Patient über die Therapie lernt sein Leben aktiv zu gestalten und dadurch für sich eine positive Lebensgrundlage gewinnt. Die ADs sind ja erst mal dafür da die Situation zu stabilisieren und in einem Moment der akuten Belastung einzusetzen. Ich kann also gut verstehen, dass Sie gerne von den Medikamenten wegwollen.

          Das sollte auch Ihr Ziel sein.

          Vielleicht waren die Therapien die Sie gemacht haben bisher auch nicht die richtigen für Sie. Ich gehe davon aus, dass Sie eine Verhaltenstherapie gemacht haben?

          Man merkt jedenfalls, dass Sie ihre bisherige Situation gut reflektiert haben und wissen welche offenen Baustellen Sie belasten. Manche Dinge könnten Sie vielleicht abschliessen und mit anderen Problemem die Sie auch weiter beschäftigen werden, wie z.B. die Situation Ihrer kranken Mutter oder Ihrer Selbstständigkeit die für Sie im Moment nicht wirklich lukrativ ist, lernen besser umzugehen.

          Haben Sie vielleicht schon einmal über eine Psychoanalyse nachgedacht? Im Unterschied zu einer Verhaltenstherapie greift diese auf einer anderen Ebene und würde auch frühkindliche Erfahrungen, wie z.B. Ihre Adoption einbeziehen. Die Grundsteine unserer perönlichen Entwicklung werden ja in der Kindheit gelegt.

          Die Verhaltenstherapie reicht da oft nicht soweit und beschäftigt sich eher mit der aktuellen Situation und wie man besser mit ihr umgehen kann.

          Oft ist es ja so, dass sich in der inneren Perspektive nur eine vermeindlich kleine Sachen ändern muss und daraus entsteht wie in einer Kettenraktion die Änderung vieler Dinge im Leben. Dazu gehört unbedingt die Selbstfürsorge und die Möglichkeit sich auch in belastenden Lebenszeiten etwas Gutes zu tun und Energie zu sammeln.

          Haben Sie vielleicht auch solche Momente für sich, ein Hobby oder eine Aktivität, etwas das Sie nur für sich machen? Zeit für sich in der Sie Energie schöpfen können?

          Wie Elektra schon geschrieben hat, sind wir Menschen alle von mehr oder weniger Problemen im Leben belastet, nur mit dem Älter werden können sich die Probleme auftürmen können, wenn man alte Probleme, verletzende Erfahrungen oder sonstiges nicht verabteitet hat. Hier kann die Psychonnalyse wie gesagt eine Hilfe sein.

          Dies sind nur einmal so ein paar Gedanken.

          Viele Grüße

          Victoria





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          • Re: Bin ich Ausgebrannt - ist das jetzt wieder ein Burnout?

            Erinnere dich- du konntest vor nicht langer Zeit oft und gerne Sex haben mit deiner Frau, weil...??? Weil du anders nachdachtest über sie und über dich zu dieser Zeit. Für dich war sie damals okay, schön, erotisch und so fühlend macht man anders, als wenn man sich sagt, die ist deppert, , mir schmeckt sie gar nicht, ich leide wegen ihr, kann sie also nicht leiden.

            Es werden in dir bestimmte Drüsensäfte produziert, wenn dir etwas schmeckt, bestimmte, wenn dir graust und daher, du bist eigentlich dein eigener Arzt und Apotheker und wenn es dir so mies geht, dann, weil du dir das falsche Medikament "spritzt".
            Im gleichen Moment, wo du mit Unbehagen über deine Arbeit nachdenkst, oder über deine Girls, oder über deine schlimmen Erlebnisse, bist du am "Einspritzen" und dann liegste flach, dir gehts mies, dich reckts, dich würgts, du bist regelrecht krank nach kürzester Zeit. Das machen deine Säfte, die dich so fühlen lassen, die du selbst produzierst.

            Ich mach bei mir diese Beobachtung seit langem und deshalb achte ich drauf, dass ich mich mich immer wieder darauf besinne, wo möchte ich hin...??? Friedlich möchte ich es haben, gut solls mir gehen, leicht möcht ich mich fühlen, also fluch ich nicht über mein Schicksal, ich fluch auch nicht über meine Freunde, oder über Familienmitglieder, oder über die Arbeit, die ansteht, oder über bestehende, oder vergangene Missstände, weil dann fühl ich mich krank und weil dann ekelts mich, find in Folge alles abstoßend und mehr wie unlustig. Mir wird dann alles zuviel, ich bin dann geschwächt, miad, feindselig auf mich und die Welt.

            Ich mach z´fleiß meinem Lebensgefähren ein super gutes Essen, auch wenn in mir der Wolf knurrt, weil er keine Zeit noch hatte, um mich zu betuteln, ich red absichtlich freundlich mit meinen Familienmitgliedern, obwohl sie auch viel versäumen, was mir recht wär, ich mach weiter meine Runden, obwohl mir oft graust vor der Anstrengung und Nachts kuschle ich mich hin zum Gefährten, hab Sex, lass es uns gut gehen, nur deshalb, weil das gesünder ist, als ob ich mir ausmale, der neben mir ist ein Depp und mir gehts nicht gut wegen ihm. Das kann ich gut wegschieben, dieses ständige Miesmachen meiner Welt. Nicht immer, aber sicher öfter, wie du und daher schreib ich dir immer wieder: find endlich heraus, du bist deines Glückes Schmied und natürlich auch der Schmied deines Unglücks.

            Nimm lieber die Tabletten, die helfen dir doch, dich nicht immer nach unten sacken zu lassen. Ich geh deshalb ohne Tabletten diese Schieflagen beheben, weil ich mir leicht tu mit Umdenken. Ich kann recht schnell in gute Zustände kommen, dafür brauchts bei mir nicht viel- nur anders denken über alles und jeden, nicht feindselig, sondern friedlich und lieb, gutmütig, gütig. ich füttere praktisch den anderen Wolf, du eben derzeit nicht.

            Das, was dir zu schaffen macht, das ist deine Frustschieberei. Bestimmt zipf auch ich dich an, mit meiner ständigen Zurederei. Aber mir gehts gut, obwohl ich in mir Burn-out spür, Trostlosigkeit, Kummer und Sorgen aller Art- diese Zustände können mich mal, die kommen und gehen, ich bleib stehen, die werfen mich nicht um, von denen lass ich mich nicht wirklich beeinträchtigen.

            Friede, Freude auf der einen Seite unseres Wesens, Unfriede und Frust auf der anderen. Besser leben lässt sich jedenfalls auf meiner, die ich bewohne meist. Man hat die Wahl. Entscheide dich mal wieder deine nette Seite herauszuholen. Die hast du ja auch.




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            • Re: Bin ich Ausgebrannt - ist das jetzt wieder ein Burnout?

              Ich verstehe auch nicht ganz, weshalb du unbedingt das Cita loswerden willst, wo es dir ja anscheinend gut hilft und du bei Ausschleichen eine große Verschlechterung erlebst.
              Klar sollen AD ergänzend sein, überbrücken bis man eine andere Lösung hat die anschlägt, aber du hast die ja nicht, scheinst da auch nicht wirklich hinterher zu sein sondern einen "einfacheren" Weg zu suchen.
              Ich würde sagen, wenn das Cita hilft dann nimm es weiter, solange bis du eine Psychotherapie oder Selbsthilfemaßnahmen gefunden hast, die wirken.
              An Ratschlägen wurden ja schon viele gegeben, schon fast alle die man sich denken kann.
              Das Umsetzen,. etwas damit anfangen zu können (vielleicht auch auf eine Therapie bezogen?), das Verhältnis dazu scheinen eher das Problem zu sein.
              Es gibt aber keine Ratschlag der mal eben umgesetzt wird und dann ist alles gut, meist gehört ein Umdenken, viele Veränderungen auch in der Lebenseinstellung, dazu und das ist auch das Schwere daran, wobei eine Therapie unterstützen soll und das Medi solange über Wasser hält, nur wenn es keinen Zugang zu dem was in Therapien und Selbsthilfe passiert da ist, solange wird es schwierig bleiben bis du irgendwann aus dir selber heraus den Draht zu einer Methode findest, sie verstehst und verinnerlichen kannst, einen Sinn darin erkennst.

              Es ist ja schon seit Jahren so dass du beständig immer wieder deine Symptome auflistest, aber die meisten Ratschläge nicht umsetzbar zu sein scheinen, dann diese Fixierung unbedingt das Medi los werden zu wollen obwohl es dadurch schlechter geht.
              Ich glaube, du musst deine innere Einstellung zu den Begebenheiten ändern, einerseits pragmatischer mit Medikament und Therapien umgehen, andererseits besser in dich hinhorchen lernen um zu spüren was hilft und damit auch etwas anfangen können, deine Seele und deren Bedürfnisse wahrzunehmen, meinem Eindruck nach passiert das gar nicht.
              Es scheint eher so, dass sich bei dir festgesetzt hat dass du "geheilt" bist sobald das Medi weg ist und alles daran setzt das zu erreichen ohne eine Alternative zu haben.
              So ist es aber nicht, Heilung entsteht erst wenn du eine Alternative hast die deine Seele, dein Denken und dein Verständnis erreicht, erst dann kannst du durch Absetzen des Medis Heilung erfahren, aber soweit scheint es noch nicht zu sein.

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              • Re: Bin ich Ausgebrannt - ist das jetzt wieder ein Burnout?

                Man darf auch nicht vergessen, dass auch schlechte Phasen durchaus normal sein können, die Akzeptanz ist dabei ein wichtiger Punkt, über die man auch zu einem anderen Umgang damit finden kann.
                Es ist nicht immer das Wichtigste zu erreichen dass es wieder wird wie zuvor, das ist nahezu ausgeschlossen, aber dass man lernt damit zu leben und umzugehen ist ein Schild das ein zufriedenes Leben möglich machen kann und auch Tiefs nicht mehr so tief werden lassen.

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                • Re: Bin ich Ausgebrannt - ist das jetzt wieder ein Burnout?

                  Hi Naturefreak,

                  schön, von Dir zu hören, wenngleich nicht so schön, daß es unter diesen Umständen ist.

                  Ich verstehe auch nicht ganz, weshalb du unbedingt das Cita loswerden willst, wo es dir ja anscheinend gut hilft und du bei Ausschleichen eine große Verschlechterung erlebst.
                  Ich kann Tired da aus eigener Erfahrung nur beipflichten:
                  Die 3-4 Male, bei denen ich in den letzten 7-8 Jahren versucht habe, mein Cita/Fluoxetin auszuschleichen, konnte ich im Verlauf der Wochen nach der letzten Einnahme praktisch zusehen, wie sich mein Zustand von Woche zu Woche verschlechtert hat und meine Stimmung wieder kippliger wurde. Und gerade beim letzten Mal habe ich seeehr langsam ausgeschlichen, seeehr langsam. Trotzdem hat es nicht geklappt.

                  Mein Hausarzt erzählte mir letzte Woche Montag von einem anderen Patienten, dem es genauso ging: Er hat ihn beim Ausschleichen begleitet, auch schön langsam, nach allen Regeln ärztlicher Kunst - und auch der ist nach ein paar Wochen wieder so wacklig geworden, daß er die Einnahme doch wiederaufnehmen mußte.


                  Mir geht es seit ein bis zwei Wochen auch wieder eher gemischt, ausgelöst u.a. dadurch, daß meine Frau jetzt durch die ganzen Corona-Maßnahmen persönlich betroffen ist (ungeimpft kein Chor mehr), was sie ziemlich fertig macht, und daß ein Freund vorsichtshalber den Kontakt zu mir abgebrochen hat wegen gegensätzlicher Meinungen, weil er unsere Freundschaft nicht gefährden wollte (als ob der Kontaktabbruch als solcher nicht schon Zeichen genug wäre, wie wenig tolerant eine andere Meinung neben der seinen azeptiert...).
                  Das alles wühlt zur Zeit wieder ne Menge auf, oft kommt mir das alles Drumherum so surreal vor.
                  Als ich 2013/14 meine akuten Phasen hatte, wußte ich, daß es an mir und den Depris lag - und je besser es mir im Verlauf der Wochen, Monate und Jahre dann ging, umso mehr wurde ich wieder "normaler" (soweit man das sein möchte ).
                  Jetzt, mit C und dem ganzen sozialen Druck, hab ich manchmal das Gefühl, ich bin einer der wenigen "Normalen" und um mich herum ist die ganze Welt am Durchdrehen... :lol:

                  Worauf ich damit hinauswill:
                  Ich bin heilfroh, daß ich meine 20er Dosis Fluoxetin habe!
                  Denn das alles löst immer wieder Anspannung, Streß, Druck, Hilflosigkeit, Verwirrung bis hin zu Verzweiflung, Mulmigkeit und leichter Angst aus. Was sehr sehr vielen so geht, außer Frage. Aber wenn ich mich schon unter der Einnahme von 20mg Fluo immer wieder so fühle, möchte ich nicht wissen, wie ich mich dann manchmal ohne fühlen würde... ... ...


                  Seit ich das Kapitel "ich muß das AD loswerden" für mich erstmal abgeschlossen habe, habe ich auf jeden Fall einen Stressor weniger: 20er Tablette rein, und gut ist. Ab und zu vergesse ich sie mal für 1-2 Tage, wenn ich viel um die Ohren habe (auch im positiven Sinne, nicht nur im negativen) - auch nicht schlimm, passiert nix, der Spiegel ist stabil genug.


                  Ich empfinde das Leben zur Zeit als schwer genug, und ob und wann da eine Besserung in Sicht ist: Keine Ahnung... sicher nicht vor dem nächsten Frühjahr, falls überhaupt dann schon...

                  Keine Ahnung, wie Du das siehst.

                  Aber ganz grundsätzlich bist Du aktuell sicher auch belastet, sonst wäre es nicht wackliger bei Dir.

                  Einen direkten Rat, außer es irgendwie zu akzeptieren und zu versuchen, trotz allem das Beste draus zu machen, kann ich Dir nicht wirklich geben
                  Aber eines weiß ich 100%: Es wird auch wieder besser! Mit oder ohne Tabletten.

                  Die Frage, die Du Dir nur stellen solltest, ist: Mußt Du es Dir schwerer machen als notwendig...?

                  Was spricht dagegen, die Dosis mal wieder für ein halbes Jahr auf 10 oder 15mg zu erhöhen und zu beobachten, wie Du Dich dann fühlst?

                  Du hast nichts zu verlieren - aber alles zu gewinnen

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                  • Re: Bin ich Ausgebrannt - ist das jetzt wieder ein Burnout?

                    Weißt Du, wo ich so drüber nachdenke:

                    Gerade im Zusammenhang mit C und den ganzen Impfstoffen-, -studien und -zweifeln wird mir eines immer deutlicher, als zuvor schon:
                    So viele Fortschritte die Medizin in den vergangenen Jahrzehnten und ein- bis zweihundert Jahren gemacht hat: Es ist einfach noch so wahnsinnig viel nicht erforscht, nicht bekannt, so viele Wechselwirkungen in unserem Körper des einen Stoffes auf einen anderen - aber womöglich nur dann, wenn ein dritter Stoff diesen Wert und ein vierter Stoff jenen, kommt ein fünfter hinzu, ist es aber schon wieder anders...

                    Ich hab mich 2014/15 vergleichsweise intensiv in die Wirkweise der SSRI/SNRI eingelesen (u.a. Cita und Fluo), und Fakt ist damals wie auch heute: Nichts genaues weiß man eigentlich auch hier nicht. Was stattgefunden hat und weiterhin stattfindet, ist Verordnung auf Basis von Empirie: Man beobachtet bei soundsovielen Menschen eine Verbesserung des Zustands nach Gabe des Medikaments, also scheint es zu helfen. Wie und warum genau, weiß man nicht - darüber gibt es allenfalls Vermutungen. Indizien, die heute belegt und morgen widerlegt werden. Unsere ganzen sonstigen modernen Umwelteinflüsse wirken da ebenfalls mit rein, und ich glaube, wenn man sich wirklich die Mühe machen wollte, das alles aufzulisten, würde ein Blatt Papier nicht mal ansatzweise reichen.

                    Was ist denn jetzt, wenn mein Körper / mein Hirnstoffwechsel das Fluoxetin auf irgendeiner Ebene tatsächlich braucht, und sei es auch noch so marginal?
                    Was wäre, wenn das bei Dir genauso wäre?

                    Und ja: Möglich, daß die erste Einnahme des Cita damals dieses Problem vielleicht überhaupt erst kreiert hat - vielleicht wäre ich mit ausreichend Atem und Durchhaltevermögen schon damals ohne AD durchgekommen und hätte mein Absetzproblem jetzt nicht.
                    Vielleicht hätte ich es aber auch nicht durchgehalten. Und wäre ex gegangen.
                    Vielleicht hätte ich mal mindestens noch sehr viel länger mit allem zu kämpfen gehabt und hätte darüber Job, Frau und Kind verloren.
                    Vielleicht. Vielleicht auch nicht.
                    Hätte hätte Fahrradkette

                    => Es ist eben gekommen, wie es gekommen ist.
                    Ich kann die Zeit nicht zurückdrehen, und ich bin mir ziemlich sicher, daß ich nicht ausprobieren möchte, ob ich nach dem Ausschleichen Monate von Depri und Angst durchstehe, trotz allem, was ich mittlerweile weiß - weil eben nicht nur ich darunter leide, sondern auch mein Umfeld. Möglich, daß der Spuk nach zwei drei Monaten vorbei ist - möglich, daß ich nach nem halben Jahr noch drinhänge. Möglich, daß mein System sich dann daran in einer Form "gewöhnt", daß ne leichte 20er Dosis Fluo dann nicht mehr helfen würde.

                    => Will ich dann wirklich schlimmstenfalls aufs Neue Monate und Jahre meines Lebens an die Depri-Angst vergeuden? Unnötig und sehr viel mehr leiden, als ich es jetzt ohnehin schon noch manchmal tue?

                    Oder akzeptiere ich eben, daß es so ist, wie es ist - und nehm die Tablette eben.

                    Die Sache ist einfach irre komplex.


                    Oder aus einer anderen Perspektive:
                    Würdest Du einem Menschen mit Bluthochdruck dazu raten, seine Betablocker abzusetzen, obwohl sich der Bluthochdruck zügig immer wieder zurückmeldet, wenn er die Einnahme des Medikaments mal für ne längere Zeit vergessen hat oder glaubt, es absetzen zu können?
                    => Demjenigen würdest Du doch auch raten: Nimm das Zeug, oder Du gehst ex (früher oder später)!

                    Würdest Du einem Diabetiker empfehlen, sein Insulin wegzulassen?

                    usw.

                    Der einzige Unterschied zwischen dem BHD-Menschen und dem Diabetiker ist, daß man hier den Effekt des Absetzens des Medikaments unmittelbar auf einem Gerät ablesen kann (Blutdruck respektive Zucker). Deswegen - weil man gezielt zwei drei Zahlen auf einem Display ablesen kann - neigen wir Menschen dazu, hier widerspruchslos das Medikament einzunehmen. Was ja auch korrekt ist, denn es erhält die Betroffenen hier definitiv am Leben.


                    Leider ist das bei den Psychopharmaka nicht so einfach: Es gibt hier keine objektiven Meßwerte wie den Bluthochdruck oder den Zuckerspiegel, die dir sagen, wie gut oder schlecht du dran bist. (Wobei streng genommen das "wie gut" oder "wie schlecht" wieder eher ne empirische Intepretation ist, wenngleich eine mittlerweile ziemlich valide.) Selbst die Bestimmung Deines Serotonin-Spiegels ist nicht aussagekräftig, weil die Interpretation des Wertes davon abhängig ist, wo gemessen wird (Blut, Verdauungstrakt, Hirn) und welche Bedeutung dieser Wert überhaupt hat für die Transmitterwirkungen im Gehirn.

                    Man weiß also schlicht nicht genug darüber.


                    Das einzige, was Du aber weißt, ist:
                    Mit AD-Tabletten erreiche ich eine Stabilität psychisch wie psychisch.
                    => Am Ende und in Ermangelung objektiver Meßgrößen zählt Dein persönliches Leidempfinden!


                    Ich bin ohne Fluo nach ein paar Wochen im gelb-roten Bereich - für mich ganz klar mehr Leid als Freud' - also persönliche Meßgrenze überschritten.
                    Mit 20mg Flou bin ich grün-gelb - für mich ganz klar mehr Freud als Leid, wenn auch nicht jeden Tag und immer - aber eben weitestgehend im Schnitt. Meßgrenze unterschritten.


                    Wo sortierst Du Dein persönliches Leidempfinden aktuell ein?
                    • grün
                    • grün-gelb
                    • gelb
                    • gelb-rot
                    • rot
                    ?


                    LG

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                    • Re: Bin ich Ausgebrannt - ist das jetzt wieder ein Burnout?

                      Wo ich so nochmal Deinen letzten Beitrag vom 13.08. im anderen Thread lese:

                      Das alles hat natürlich Grund und Ursache, absolut:

                      I bin so enttäuscht von der Arbeit. Auch wenn ich alles jetzt noch einmal umkrempeln werde bzw. schon dabei bin, ****t mich die Unzuverlässigkeit mancher und die unvorhergesehenen Ereignisse richtig an. [...]
                      Problem is auch, dass ich mich immer mehr schäme, dass ich durch die Arbeit (dem Anschein nach) nix erreichn kann. [...] Ich vereinsame immer mehr und werd mehr und mehr zum Eigenbrötler. Privat allein und in der Arbeit allein, das will i so nimma.


                      Es ist fast, als hätte ich das so in etwa schreiben können:

                      Arbeit nervt mich auch an, heute hü, morgen hott. Das einzige, was mich da bei der Stange hält, ist eben die Tatsache, daß es ein Angestelltenverhältnis ist und ich mir immer mehr sage "wenn die mich dafür bezahlen wollen...".

                      Was aber auch ein bißchen zu dem überleitet, was Du dann weiter unten schreibst: Da nagt durchaus auch ein gewisser Minderwertigkeitskomplex an mir, wenn ich mir ansehe, was andere so erreichen - beruflich wie privat - scheinbar erfolgreich, scheinbar immer aktiv, scheinbar keine Problem, die sie nicht gehandelt bekämen... Wir haben uns gestern noch mit Bekannten getroffen, und meine Frau und ich waren uns abends einig, daß es eigentlich eher anstrengend war, weil die beiden so aktiv und positiv waren, daß wir uns mit unseren Problemen und momentanen Trägheit einfach nur minderwertig gefühlt haben.

                      Er: Arbeitet vollberufliche als leitender Angestellter. Stellt in seiner Freizeit neue Geschäftsideen auf. Testet die durch. Geht mit privatem Vermögen und Risiko in Vorleistung. Und verkauft die Ideen dann. Will daraus irgendwann ein vollwertiges Standbein aufbauen. Gibt Seminare. Und scheint scheinbar total entspannt alles zu leben, was er mir da gestern erzählt hat.
                      Und ich laufe nebendran, höre zu, stelle fragen - und denke mir dann aber: Naja, da
                      kann ich kaum gegen anstinken... mit zwei Stunden Cello-spielen die Woche, ein bißchen Modellbau, Geocaching, PC und VR und ansonsten Fernsehen mit der Familie, alles just for fun und zur Entspannung, weil mein Kapazität ansonsten erschöpft ist.

                      Sie: Backt und kocht morgens, während der 5-Jährige in der Kita ist. Verbringt den Nachmittag dann als im Glück aufgehende Mutter komplett mit ihrem Kind. Wirkt total entspannt. Und ist auf der Suche nach kreativen Ideen, die sie mit anderen teilen kann.
                      Und meine Frau erzählt mir gestern Abend: "Und was soll ich darauf entgegnen, was ich tue...? Netflixen gegen den Corona-Streß, u.a., weil man mir den Chor weggenommen hat?"

                      Nüchtern und von außen betrachtet, möglichst objektiv:
                      Macht das meine Frau und mich zu schlechteren, erfolgloseren Menschen?
                      Nein!
                      Weil es immer davon abhängt, was man unter "Erfolg" versteht und definiert.
                      Unsere Gesellschaft ist da leider sehr leistungsorientiert und materiell gepolt.
                      Das muß aber nicht für jeden gut sein, die Dinge immer so anzugehen: Manch einer geht darin auf; ich tendiere dazu zu sagen, daß eher viele daran kaputtgehen.


                      Das Problem mit dem Gefühl des Vereinsamens kann ich ebenfalls nachvollziehen, insb. jetzt in der C-Zeit: Wie weiter oben geschrieben, hat ein Freund (jedenfalls dachte ich, wären gut genug befreundet), mit dem ich mich einmal alle 1-3 Wochen auf ein Bierchen getroffen habe, es jetzt vorgezogen, den Kontakt vorläufig zu mir einzustellen. Grund: Er ist in Bezug auf eine mögliche Impfpflicht komplett konträrer Meinung zu mir und möchte unsere Freundschaft nicht durch diesbezügliche Streitgespräche riskieren. Ich habe versucht ihm klarzumachen, daß wir gern einen großen Bogen um das Thema machen können; wir haben uns auch die ersten anderthalb Jahre C-Zeit über andere Dinge unterhalten. Aber er scheint sich selbst dazu nicht in der Lage zu sehen - offenbar ist er so intolerant anderen Ansichten gegenüber, daß er wenigstens momentan noch nicht mal mehr ein Bierchen mit mir trinken kann.

                      Das hat mich ziemlich getroffen, auch wenn ich aufgrund seiner mehrwöchigen Funkstille bereits etwas vermutet hatte. Aber daß es dann in diese Richtung geht - C und extreme Meinungsverschiedenheit bis hin zur Intoleranz etc. - hatte ich nicht erwartet.

                      Und auch ansonsten bin ich in meinem direkten tagtäglichen Umfeld nicht wirklich mit vielen Menschen geschweige denn Freunden gesegnet... jedenfalls, wenn ich es insbesondere noch mit alten Studentenzeiten vergleiche, wo man sich mindestens einmal die Woche zu mehreren getroffen hat. Jetzt kann ich schon froh sein, wenn ich mich mit dem anderen Freund am Ort einmal im Monat treffe... Für nen anderen Freund und meinen Bruder muß ich 100km bis nach Bonn fahren, was dann leider auch nicht mehr grad um die Ecke ist... Und dahinter hört es dann langsam endgültig auf.

                      Gleichzeitig bin aber auch ich im Laufe der Jahre zunehmend phlegmatischer geworden, weil ich den Eindruck gewonnen hab, daß vielfach ich derjenige (gewesen) bin, der versucht hat, Treffen zu pushen. Nicht immer. Aber gefühlt sich in drei von vier Fällen. Auch das frustriert.


                      Ich kann Dich also in vielerlei Hinsicht gut verstehen, weil es mir in Ansätzen ähnlich geht.

                      ___

                      Scheisse ist natürlich zusätzlich, wenn das Cita bei Dir die Nebenwirkung der Gewichtserhöhung hat.

                      Hast Du das denn mal mit Deinem Psychiater besprochen? Besteht die Möglichkeit, vielleicht mal einen anderen SSRI wie Fluoxetin oder Sertralin auszuprobieren?
                      Das Cita steht ja auch im Verdacht, die QT-Zeit des Herzens zu beeinflussen, weshalb ich ja auf das Fluoxetin wechseln sollte, das einfach schon sehr viel länger und zuverlässiger erprobt ist und dieses Problem nicht hat.

                      Unter Umständen löst Du Dein Problem also mit einem anderen Medikament und kommst so in den Vorzug der positiven Effekte ohne die negative Gewichtsentwicklung.

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                      • Re: Bin ich Ausgebrannt - ist das jetzt wieder ein Burnout?

                        Hallo liebe Freunde!

                        Danke für eure Nachrichten!

                        Am 06.09.2021 hat meine Mama im Krankenhaus für immer ihre Augen auf unserer Erde zugemacht . Genau als die Sonne am Horizont unter ging, machte sie sich auf den Weg Heim zu ihren Ahnen.

                        Sie wurde knapp eine Woche zuvor mit einem epileptischen Anfall ins Krankenhaus eingeliefert. Die Ärzte teilten uns mit dass das Antibiotikum nicht mehr anschlägt und die Entzündungswerte durch die Decke gehen. Die Ärzte sagten uns, dass Sie sterben wird und intensivmedizinische Maßnahmen keinen Sinn mehr machen würden, was ich als Vorsorgebevollmächtigter auch ablehnte. Wir wussten der Zeitpunkt wird kommen. Wenn er dann da ist, ist es trotzdem ein massiver Schock.

                        Vor uns (Papa und ich) lag ein Bündel Mensch, 35kg leicht, gezeichnet von der Demenz im Endstadion, die leeren Augen weit aufgerissen, starten diese einfach ins Nichts. Es war herzzerreißend. Ich musste immer wieder still weinen und hielt dabei ihre warmen Hände und streichelte meiner Mama über ihre Wangen.

                        Am Wochenende fuhren wir mit unseren ältesten Kindern und Papa raus, damit Sie noch einmal Ihre Oma sahen und sich verabschieden konnten. An dem Tag schien sich Ihr Zustand scheinbar gebessert zu haben. Es war das letzte Aufbäumen um noch einmal bei uns zu sein. Es war für uns alle kein leichter Gang.

                        Am Sonntag erhielten wir einen Anruf vom Krankenhaus, dass sich Mama auf den Weg macht. Papa und ich fuhren wieder rauf und blieben an ihrer Seite bis zum Abend. Mama lag einfach da und atmete schwer durch die Sauerstoffmaske.

                        Die Betreuung im Krankenhaus war top und wir sind heute noch sehr, sehr dankbar für dieses ausgesprochen empathische und bestbetreutes Verhalten seitens Ärzte, Schwestern und Ordensschwestern.

                        Am Montag fuhren wir wieder raus und blieben nochmals den ganzen Nachmittag.
                        Mama hatte wieder Fieber atmete schwer und war schon mehr im Jenseits als bei uns. Der Tod stand kurz bevor. Wir fuhren um 18.00 Uhr nach Hause.

                        Gerade als ich mit meiner Hündin unsere Runde machte und die Sonne am Horizont unterging, erhielt ich den Anruf dass meine Mama verstorben ist.........

                        Phu.... ich kann es nicht in Worte fassen, was in dem Momenz in mir vorging. Erleichterung, dass das ganze Leiden und quälen für Sie, aber auch für uns alle endlich ein Ende fand. Eine aufkommende Traurigkeit mit dem Bewußtsein meinen Vater darüber in Kenntnis zu setzen und unsere Kinder, dass ihre Oma nicht mehr ist.

                        Am Abend waren wir alle beisammen und versuchten uns gegenseitig zu trösten, halt zu geben, aber sich auch viele schöne Momente mit ihrer Oma und meiner Mama in Erinnerung zu rufen.

                        1 Woche später wurde sie mittels Urnenbegräbnis beerdigt. Ich war von mir selbst überrascht, wie gut ich mit alledem umging. Ich ließ alle Gefühle zu.

                        Am härtesten war das "Nachtwachen", am Vortag der Beerdigung. Die aufgebahrte Urne in der wunderbar geschmückten und dekorierten Aufbahrungshalle zu sehen, Mamas Bild, der Blumenschmuck und die Melodien im Hintergrund ließen uns alle nochmals sehr emotional werden.

                        Meine Trauer? Ich weiß nicht, ich gehe relativ gut damit um. Es geschah nicht aus heiterem Himmel. Sie fehlt mir, sehr viel von ihr. Durch ihre Krankheit konnten wir uns auf jeden Fall besser auf das ganze einstellen.

                        Liebe Grüße an euch alle

                        Liebe Grüße an euch alle


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                        • Re: Bin ich Ausgebrannt - ist das jetzt wieder ein Burnout?

                          Gottes Segen auf all ihren Wegen..

                          Hallo lieber Naturefreak, deine Worte haben mich jetzt sehr berührt. Danke, dass du mit uns diese wirklich intimen Momente teilst.

                          Ich stehe an deinem Grab und trauere um dich, ich betrauer mich, weil ich dich nicht mehr hab...

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                          • Re: Bin ich Ausgebrannt - ist das jetzt wieder ein Burnout?

                            [SIZE=14px][FONT=Arial]

                            Weißt Du, wo ich so drüber nachdenke:Gerade im Zusammenhang mit C und den ganzen Impfstoffen-, -studien und -zweifeln wird mir eines immer deutlicher, als zuvor schon:
                            So viele Fortschritte die Medizin in den vergangenen Jahrzehnten und ein- bis zweihundert Jahren gemacht hat: Es ist einfach noch so wahnsinnig viel nicht erforscht, nicht bekannt, so viele Wechselwirkungen in unserem Körper des einen Stoffes auf einen anderen - aber womöglich nur dann, wenn ein dritter Stoff diesen Wert und ein vierter Stoff jenen, kommt ein fünfter hinzu, ist es aber schon wieder anders...

                            Ich hab mich 2014/15 vergleichsweise intensiv in die Wirkweise der SSRI/SNRI eingelesen (u.a. Cita und Fluo), und Fakt ist damals wie auch heute: Nichts genaues weiß man eigentlich auch hier nicht. Was stattgefunden hat und weiterhin stattfindet, ist Verordnung auf Basis von Empirie: Man beobachtet bei soundsovielen Menschen eine Verbesserung des Zustands nach Gabe des Medikaments, also scheint es zu helfen. Wie und warum genau, weiß man nicht - darüber gibt es allenfalls Vermutungen. Indizien, die heute belegt und morgen widerlegt werden. Unsere ganzen sonstigen modernen Umwelteinflüsse wirken da ebenfalls mit rein, und ich glaube, wenn man sich wirklich die Mühe machen wollte, das alles aufzulisten, würde ein Blatt Papier nicht mal ansatzweise reichen.
                            Hallo Alex!

                            Deine Ansätze sind richtig und sehr vieles weiß man einfach nicht, was allein das schon irgendwie erschreckend ist. Mittlerweile weiß man ja durch die Kirsch Studie, dass die meisten SSRI Medikamente bei leichten und mittelschweren Depressionen den gleichen Effekt haben wie Placebo (belegt durch Doppelblindstudien). Das Thema, was viele haben, ist nicht so sehr das Einnehmen sondern das Ausschleichen. Warum haben soooviele Betroffene trotz vorsichtiger Vorgehensweise mit kleinen Dosisreduktionen solche Probleme beim Absetzen oder kurz nach dem Absetzen? Viele kommen davon einfach nicht mehr weg



                            [SIZE=14px][FONT=Arial]
                            Was ist denn jetzt, wenn mein Körper / mein Hirnstoffwechsel das Fluoxetin auf irgendeiner Ebene tatsächlich braucht, und sei es auch noch so marginal?
                            Was wäre, wenn das bei Dir genauso wäre?

                            Und ja: Möglich, daß die erste Einnahme des Cita damals dieses Problem vielleicht überhaupt erst kreiert hat - vielleicht wäre ich mit ausreichend Atem und Durchhaltevermögen schon damals ohne AD durchgekommen und hätte mein Absetzproblem jetzt nicht. Vielleicht hätte ich es aber auch nicht durchgehalten. Und wäre ex gegangen. Vielleicht hätte ich mal mindestens noch sehr viel länger mit allem zu kämpfen gehabt und hätte darüber Job, Frau und Kind verloren.

                            Vielleicht. Vielleicht auch nicht.
                            Hätte hätte Fahrradkette

                            => Es ist eben gekommen, wie es gekommen ist.Ich kann die Zeit nicht zurückdrehen, und ich bin mir ziemlich sicher, daß ich nicht ausprobieren möchte, ob ich nach dem Ausschleichen Monate von Depri und Angst durchstehe, trotz allem, was ich mittlerweile weiß - weil eben nicht nur ich darunter leide, sondern auch mein Umfeld. Möglich, daß der Spuk nach zwei drei Monaten vorbei ist - möglich, daß ich nach nem halben Jahr noch drinhänge. Möglich, daß mein System sich dann daran in einer Form "gewöhnt", daß ne leichte 20er Dosis Fluo dann nicht mehr helfen würde.

                            => Will ich dann wirklich schlimmstenfalls aufs Neue Monate und Jahre meines Lebens an die Depri-Angst vergeuden? Unnötig und sehr viel mehr leiden, als ich es jetzt ohnehin schon noch manchmal tue?

                            Oder akzeptiere ich eben, daß es so ist, wie es ist - und nehm die Tablette eben.

                            Die Sache ist einfach irre komplex.
                            Oder aus einer anderen Perspektive:
                            Würdest Du einem Menschen mit Bluthochdruck dazu raten, seine Betablocker abzusetzen, obwohl sich der Bluthochdruck zügig immer wieder zurückmeldet, wenn er die Einnahme des Medikaments mal für ne längere Zeit vergessen hat oder glaubt, es absetzen zu können?
                            => Demjenigen würdest Du doch auch raten: Nimm das Zeug, oder Du gehst ex (früher oder später)!

                            Würdest Du einem Diabetiker empfehlen, sein Insulin wegzulassen?

                            usw.

                            Der einzige Unterschied zwischen dem BHD-Menschen und dem Diabetiker ist, daß man hier den Effekt des Absetzens des Medikaments unmittelbar auf einem Gerät ablesen kann (Blutdruck respektive Zucker). Deswegen - weil man gezielt zwei drei Zahlen auf einem Display ablesen kann - neigen wir Menschen dazu, hier widerspruchslos das Medikament einzunehmen. Was ja auch korrekt ist, denn es erhält die Betroffenen hier definitiv am Leben.


                            Leider ist das bei den Psychopharmaka nicht so einfach: Es gibt hier keine objektiven Meßwerte wie den Bluthochdruck oder den Zuckerspiegel, die dir sagen, wie gut oder schlecht du dran bist. (Wobei streng genommen das "wie gut" oder "wie schlecht" wieder eher ne empirische Intepretation ist, wenngleich eine mittlerweile ziemlich valide.) Selbst die Bestimmung Deines Serotonin-Spiegels ist nicht aussagekräftig, weil die Interpretation des Wertes davon abhängig ist, wo gemessen wird (Blut, Verdauungstrakt, Hirn) und welche Bedeutung dieser Wert überhaupt hat für die Transmitterwirkungen im Gehirn.

                            Man weiß also schlicht nicht genug darüber.


                            Das einzige, was Du aber weißt, ist:


                            => Am Ende und in Ermangelung objektiver Meßgrößen zählt Dein persönliches Leidempfinden!


                            Ich bin ohne Fluo nach ein paar Wochen im gelb-roten Bereich - für mich ganz klar mehr Leid als Freud' - also persönliche Meßgrenze überschritten.
                            Mit 20mg Flou bin ich grün-gelb - für mich ganz klar mehr Freud als Leid, wenn auch nicht jeden Tag und immer - aber eben weitestgehend im Schnitt. Meßgrenze unterschritten.
                            Ja das kenne ich alles und diese Fragen habe ich mir in den letzten Jahren sehr oft gestellt. Leider kann man sehr schwer die Vergleiche mit BHP und Insulin vergleichen. Viele Patienten haben während oder nach dem Absetzten andere Beschwerden als jene, die ursprüngluch zur Medikamenteneinnahme geführt haben. Es kann einfach nicht sein, dass man trotz Abklärung, Veränderung, Therapien usw. an seinen Problemstellen geschraubt hat und es einen quasi binnen kürzester Zeit zerlegt, wenn man die Pillen absetzt....

                            Aber es wird noch immer bestritten, fundamental bestritten, dass man zum Beispiel durch SSRI zunimmt und auseinander geht wie ein Kuchen. Nachbarin von mir nimmt Antidepressiva und hat 20kg mehr auf den Rippen, aber es ist ja nicht vom Medi. Fast alle Patienten nehmen durch die Pillen zu "me too". 15 -20kg ist die Mehr verpackung.

                            Wo sortierst Du Dein persönliches Leidempfinden aktuell ein?
                            • grün
                            • grün-gelb
                            • gelb
                            • gelb-rot
                            • rot
                            [SIZE=14px][FONT=Arial]?
                            grün-gelb

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                            • Re: Bin ich Ausgebrannt - ist das jetzt wieder ein Burnout?

                              Ich verstehe auch nicht ganz, weshalb du unbedingt das Cita loswerden willst, wo es dir ja anscheinend gut hilft und du bei Ausschleichen eine große Verschlechterung erlebst.
                              Klar sollen AD ergänzend sein, überbrücken bis man eine andere Lösung hat die anschlägt, aber du hast die ja nicht, scheinst da auch nicht wirklich hinterher zu sein sondern einen "einfacheren" Weg zu suchen.
                              Ich würde sagen, wenn das Cita hilft dann nimm es weiter, solange bis du eine Psychotherapie oder Selbsthilfemaßnahmen gefunden hast, die wirken.
                              An Ratschlägen wurden ja schon viele gegeben, schon fast alle die man sich denken kann.
                              Das Umsetzen,. etwas damit anfangen zu können (vielleicht auch auf eine Therapie bezogen?), das Verhältnis dazu scheinen eher das Problem zu sein.
                              Es gibt aber keine Ratschlag der mal eben umgesetzt wird und dann ist alles gut, meist gehört ein Umdenken, viele Veränderungen auch in der Lebenseinstellung, dazu und das ist auch das Schwere daran, wobei eine Therapie unterstützen soll und das Medi solange über Wasser hält, nur wenn es keinen Zugang zu dem was in Therapien und Selbsthilfe passiert da ist, solange wird es schwierig bleiben bis du irgendwann aus dir selber heraus den Draht zu einer Methode findest, sie verstehst und verinnerlichen kannst, einen Sinn darin erkennst.

                              Es ist ja schon seit Jahren so dass du beständig immer wieder deine Symptome auflistest, aber die meisten Ratschläge nicht umsetzbar zu sein scheinen, dann diese Fixierung unbedingt das Medi los werden zu wollen obwohl es dadurch schlechter geht.
                              Ich glaube, du musst deine innere Einstellung zu den Begebenheiten ändern, einerseits pragmatischer mit Medikament und Therapien umgehen, andererseits besser in dich hinhorchen lernen um zu spüren was hilft und damit auch etwas anfangen können, deine Seele und deren Bedürfnisse wahrzunehmen, meinem Eindruck nach passiert das gar nicht.
                              Es scheint eher so, dass sich bei dir festgesetzt hat dass du "geheilt" bist sobald das Medi weg ist und alles daran setzt das zu erreichen ohne eine Alternative zu haben.
                              So ist es aber nicht, Heilung entsteht erst wenn du eine Alternative hast die deine Seele, dein Denken und dein Verständnis erreicht, erst dann kannst du durch Absetzen des Medis Heilung erfahren, aber soweit scheint es noch nicht zu sein.
                              Hallo Tired!

                              Verspäteten Dank für deine Zeilen. So schockierend es klingt, aber durch den Tod meiner Mama viel auch von mir eine Last ab.

                              Manche Dinge kann man verändern, manche muss man akzeptieren. Die Tabletten sind ja per se nicht schlecht, allerdings verzweifelt man daran, wenn das Absetzen nicht klappt - vielleicht ist ja auch der Grund derjenige, dass für meine Sorgen und Baustellen bis dato keine Zufriedenstellenden Lösungen gefunden wurden.

                              Im Moment geht's mir ganz gut bin nur sehr müde und erkältet. Ich werde bei Zeiten mehr dazu schreiben

                              Lg

                              Kommentar


                              • Re: Bin ich Ausgebrannt - ist das jetzt wieder ein Burnout?






                                Das Problem mit dem Gefühl des Vereinsamens....



                                Und auch ansonsten bin ich in meinem direkten tagtäglichen Umfeld nicht wirklich mit vielen Menschen geschweige denn Freunden gesegnet... jedenfalls, wenn ich es insbesondere noch mit alten Studentenzeiten vergleiche, wo man sich mindestens einmal die Woche zu mehreren getroffen hat. Jetzt kann ich schon froh sein, wenn ich mich mit dem anderen Freund am Ort einmal im Monat treffe... Für nen anderen Freund und meinen Bruder muß ich 100km bis nach Bonn fahren, was dann leider auch nicht mehr grad um die Ecke ist... Und dahinter hört es dann langsam endgültig auf.



                                Gleichzeitig bin aber auch ich im Laufe der Jahre zunehmend phlegmatischer geworden, weil ich den Eindruck gewonnen hab, daß vielfach ich derjenige (gewesen) bin, der versucht hat, Treffen zu pushen. Nicht immer. Aber gefühlt sich in drei von vier Fällen. Auch das frustriert.



                                alex_77

                                Ich nehme das auch wahr- entweder man pusht, wenn nicht, dann versandet alles.

                                Das gilt nicht nur bei sozialen Kontakten, das gilt meiner Ansicht nach auf vielen Ebenen , man muss immer strampeln, um nicht abzusaufen- ob das nun Freundschaften, (Familienbande, Liebesbeziehungen, Partnerschaften inbegriffen) betrifft, oder ein banaler Haushalt, oder ein Verkaufsladen, oder eine halbwegs intakte Gesundheit- man verliert alles, wenn man nicht immer wieder pusht und sich was antut dafür.

                                Es kann leicht sein, dass Krankheit und Unpässlichkeiten gute Helfer sind, damit wir einmal Luft schnappen können.

                                Ich glaub, dein Gesprächspartner, der dich "rausgeworfen" hat, der wär sicher eines Tages gern bereit, wieder mit dir am Thresen zu stehen, wenn es IHM besser geht. Wie kommst du drauf, dass er dich speziell nicht mehr ertragen hat? Er wird das Thema nicht mehr ertragen haben, das hat er ausgegrenzt, doch nicht dich.

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                                • Re: Bin ich Ausgebrannt - ist das jetzt wieder ein Burnout?

                                  Ich habe zwei Bekannte, die meist im Doppelpack auftauchen, hier beim Freund, in dessen Haus ( es waren also eher seine Besucher, nicht meine). Was habe ich über die schon gelästert und geschimpft, wie schrecklich habe ich die schon oft empfunden, aber weil sie nach wie vor immer daher kommen, immer Gründe finden, uns Besuch abzustatten, ist inzwischen eine Art Freundschaft entstanden, ich bin nicht mehr so herablassend, konkret: ich kann sie inzwischen aushalten, hab mich an ihre Art gewöhnt- oder liegt es daran, dass sie weniger so sind, wie sie früher waren? Oder, weil ich nicht mehr so bin zu ihnen, wie ich früher war? Wir haben gestern bis spät in die Nacht getratscht hier und es war einfach nur nett. Hätte ich nicht gedacht...

                                  Für mich ist das eine irrsinnige Tortur, auf die ich gern verzichte, nämlich Kameraden zu gewinnen wollen, "echte Freundschaften" anzustreben. Ich unternehme nichts ( mehr) in diese Richtung, ich mag nicht mehr Rituale pflegen, um solche an mich zu binden können, um welche zu "gewinnen" und oder die erhalten mit Müh und Plag. Mir kommt ein Leben ohne solche Leute wesentlich bequemer und leichter vor, weit einfacher, weit lustiger und ich kenne ein paar, denen geht es ähnlich, die sind meine Verbündeten. Wir leben super, aber wir brauchen dafür nicht ständig wen betuteln, dauernd Treffs arrangieren, immer anrufen gegenseitig.

                                  Warum macht ihr nicht auch so? Ihr müsst das mal realisieren, wie nett es ist, niemanden wirklich anzugehören, mit keinem "ein Paar" zu sein, nicht einmal mit euren Eheleuten. Das befreit, das ist mehr wie erlösend, direkt wohlige Ruhe kehrt ein, wenn man mit Absicht und gern solo ist. Das muss ja nicht bedeuten, auf Kameradschaften zu verzichten müssen, das bedeutet nur, dass man die einfach kommen und gehen lässt, ohne irgendwelche Erwartungshaltung denen gegenüber zu haben.

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                                  • Re: Bin ich Ausgebrannt - ist das jetzt wieder ein Burnout?

                                    Ihr geht mit euren Freunden um, als ob sie euch verlassen hätten und als ob sie euch in die Einsamkeit geschickt hätten, weil sie den Kontakt abgebrochen haben. Ihr seid ihnen gram, ihr seid beleidigt auf sie und ihr leidet, weil sie euch angeblich verstoßen haben.
                                    Genau so habe ich auch über alle nachgedacht, die sich selten oder nie meldeten, obwohl das früher nicht so war. Das hat mich sehr irritiert und vor den Kopf gestoßen. Aber nun sehe ich, da ist ein Wandel passiert und der ist noch im Gange, ausgelöst hat das durchaus auch der Lockdown wegen Corona. Der hat aus früheren Abhängigkeiten und Banden lauter Sololeute werden lassen, zwangsweise, weil nicht machbar war, die Bindungsrituale aufrecht zu halten. Nun ist es so geworden und ich seh irgendwie, wie gesagt, das hat was, auch das hat seine Qualität, vielleicht ist einfach die Zeit reif für diese Form von Erfahrung.
                                    Ich erfahre mich jetzt als Unabhängig, ganz zuerst fühlte sich das an, wie einsam. Es ist so viel Zeit frei geworden, die früher aufgegangen ist mit Wiederholung immer derselben Schnäbelei, immer der gleichen Fragerei: lieben wir uns eh noch..? Sind wir uns eh gut..? Sind wir eh gute Freunde? Waren das nicht Absicherungen, um zu verhindern, dass man sich löst voneinander? Jetzt ist jeder gelöst, so schaut es aus und alle sind noch da- bloß man braucht nicht mehr dauernd nach der Hand greifen, die einen halten sollte. Das haben wir uns jetzt endgültig abgewöhnt, zuerst leider, jetzt irgendwie mit Erleichterung.
                                    Lieber Freak, du spürst das jetzt deutlich bezüglich deiner Mama- nachdem sie nicht mehr da ist, ihre Hand nicht mehr gehalten werden muss, damit euer Band erhalten bleibt, hast du jetzt eine freie Hand dazugewonnen. Nicht freiwillig, natürlich nicht, aber du sagst selbst, es stellt sich das Gefühl ein von Erlösung. Loslassen, lösen. Jeder geht für sich seinen Weg jetzt. Dank Corona habe ich irgendwie weniger Bande, die mich aufhalten können vom Weg, den ich immer schon beschreiten wollte, aber wegen irrsinnig vieler Verbandelungen nicht wirklich schaffen konnte. Die Chance ist jetzt gestiegen, nachdem niemand mehr hersieht und dauernd nach mir guckt, neue Erfahrungen auf mich zukommen zu lassen, nicht immer die Wiederholung der alten.
                                    Das sehe ich jetzt, heute und ihr, was seht ihr heute?
                                    Könnt ihr wirklich nicht ohne diese Paar-Bindungen ( dieser eine am Thresen, der war mit mir ein Paar, ich kann mich mit wem anderen nicht unterhalten, wenn dieser ausfällt...????) weiter nett haben? Warum nicht? Es gibt unendlich viele Anknüpfungs-Punkte, es müssen nicht alte Bekannte sein. Auf zu neuen Leuten, von vorne herein nur nett, sonst nichts- keine Besitztümer, aber wir sind das auch nicht für die anderen. Das bringt doch was, oder nicht?

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                                    • Re: Bin ich Ausgebrannt - ist das jetzt wieder ein Burnout?

                                      Gute Nacht ihr Lieben

                                      Ich nehme übermorgen den Bus, den Camper und fahr los, irgendwohin. Bin neugierig, wie weit ich es schaffe, mein Unabhängigkeitsstreben in allen Ehren, aber dort, wo ich nicht meine Gewohnheiten pflegen darf, dort bin ich schneller weg, als ich schauen kann, so weit also kanns nicht sein...wünscht mir Kraft und Ausdauer und ein Quentchen Mut, weil nicht mal mein Laptop mit darf, mit Handy bin ich nicht so vertraut. Ich pack ihn ein, ohne ihn bin ich begraben.
                                      Apropos, mir scheint, der Tod ist wie das Sterben des Radios, aus dem wir soo schöne Musik gehört haben.
                                      Meine neue kleine Hündin ist, als ob meine Lilli, (die nie wieder kehrt, weil sie "mir genommen wurde") wieder da wäre. Mit den selben Gesten und ganz dem ähnlichen Überschwang rennt sie auf mich zu, wirft sich ganz wie die Lilli auf den Rücken, schaut dabei auf eine Art, wo ich denk, streichle ich jetzt dich Gini, oder bist es du Lilli? Nach dieser besonderen Musik, die mir dieses vorige Hündchen übermittelte, sehnte ich mich sehr, jetzt höre ich sie wieder, die ganz ähnlichen Töne von meinem Herzen, von dem Herzchen meiner Gina.
                                      Horch, Freak, spürs, was du vernimmst, wenn du "Infrarot" an sie sendest, ein inniges Bussi an die Erinnerung an deine Mam. Es ist wie Zauberei, wie wenn man sofort Antwort kriegt, unmittelbar drauf. Wie ein freudestrahlendes: ich dich auch.., wie ein Zurückwinken und ein Zurückzwinkern. In ewiger Verbundenheit. Amen.

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                                      • Re: Bin ich Ausgebrannt - ist das jetzt wieder ein Burnout?

                                        Zunächst einmal herzliches Beileid, Naturefreak. Ich bin in Gedanken bei Dir und bete für den Frieden Deiner Mutter.

                                        Es kann einfach nicht sein, dass man trotz Abklärung, Veränderung, Therapien usw. an seinen Problemstellen geschraubt hat und es einen quasi binnen kürzester Zeit zerlegt, wenn man die Pillen absetzt....

                                        Aber es wird noch immer bestritten, fundamental bestritten, dass man zum Beispiel durch SSRI zunimmt und auseinander geht wie ein Kuchen. Nachbarin von mir nimmt Antidepressiva und hat 20kg mehr auf den Rippen, aber es ist ja nicht vom Medi. Fast alle Patienten nehmen durch die Pillen zu "me too". 15 -20kg ist die Mehr verpackung.
                                        Mir fallen hier an Deiner Formulierung zwei Dinge sofort auf:

                                        1. "Es kann einfach nicht sein" => Du tust Dich immer noch schwer mit dem Akzeptieren.
                                        2. "Fast alle Patienten" => Du tendierst zum Pauschalisieren - auch, wenn Du das Wörtchen "fast" davor gesetzt hast.

                                        Was das Akzeptieren angeht:
                                        Mir geht es seit ein paar Tagen ziemlich gemischt: Nicht wirklich schlecht, aber auch nicht wirklich gut. Ich hab Verspannungen in den Schultern, meine Kiefer unterhalb der Ohren drücken etwas / sind angespannt (besonders der rechte), ich hab immer wieder latent leichtes Kopfdrücken, und gestern hat man Magen ungewöhnlich rumort mit Tendenz zum Dünnsch* auf dem Lokus. Was es ganz genau ist, weiß ich nicht, denn es bricht nicht durch. Evtl. ein leichter Infekt. Vielleicht aber auch was falsches gegessen. Oder tatsächlich (zusätzlich) Anspannungsprobleme im Kiefer mit nächtlichem Knirschen etc., dafür muß ich dann Montag mal nen Zahnarzttermin ausmachen. Zuguterletzt schlägt mir das alles spürbar auf die Stimmung, ich fühle mich immer etwas müde und lustlos, und am schönsten ist es im Moment (zumindest zeitweise) im Bett...
                                        Trotzdem versuche ich, die Situation zu akzeptieren, so gut es geht, und trotzdem einigermaßen aktiv zu bleiben, so gut es eben geht.

                                        Ebenso habe ich akzeptiert, daß ich die Tabletten offenbar brauche - und sei es auch nur, weil es mit dem Absetzen eben nicht klappt - und auch das habe ich notgedrungen akzeptiert.

                                        Gut - jetzt habe ich allerdings auch keine Gewichtsprobleme durch mein Fluoxetin. Das macht es unbestritten leichter mit dem Akzeptieren, außer Frage

                                        Womit wir aber beim zweiten Punkt wären:
                                        Ich sag doch nicht, daß Du Dir das einbildest - ich glaube Dir das, ich hab davon auch schon gehört, das wird so sein.
                                        Aber jeder SSRI wirkt etwas anders, und es besteht eine gewisse Chance, daß Du bspw. mit Fluoxetin oder Sertralin oder einem anderen SSRI keine Gewichtsprobleme mehr hast, gleichzeitig aber eben von den positiven Effekten profitierst - seien sie nun real oder Placebo. Die wirken alle leicht unterschiedlich, weswegen ja eben bspw. das Cita Probleme mit der QT-Zeit verursachen kann, das Fluo aber nicht. Dafür wirkt das Cita auch bei niedrigeren Dosen etwas besser, das Fluo ist da ein wenig "sanfter" und braucht meiner Erfahrung nach mehr Geduld und Durchhaltevermögen beim Einschleichen.
                                        Ist vielleicht ein bißchen wie die Unterschiede zwischen Aspirin und Paracetamol, die wirken ja auch unterschiedlich, haben unterschiedliche Nebenwirkungen. Und trotzdem können beide bei Kopfschmerzen helfen, dem einen das eine mehr, dem anderen das andere.

                                        Ich an Deiner Stelle würde das also mal bei Deinem Psychiater ansprechen und ihn knallhart bitten, einen Versuch mit einem anderen Medikament machen zu dürfen. Soweit mir bekannt ist, kann man innerhalb der SSRI mehr oder minder von einem Tag auf den nächsten umstellen; bei Dir mit den 5mg Citalopram wahrscheinlich erst recht. Und dann nimmst Du acht Wochen lang 20mg Fluo oder ??mg Sertra oder weiß-der-Kuckuck und guckst, ob es Dir insgesamt besser geht und der Teufeslkreis mit dem Gewicht durchbrochen ist.

                                        Was hast Du denn bei so einem Versuch zu verlieren?

                                        Du bist auch - zum Glück! - nicht schwerst depressiv oder in einer akuten Phase, so daß so ein Experiment etwas gewagter wäre, sondern - wie Du selbst sagst - im grün-gelben Bereich.

                                        Also: Psychiater ansprechen, anderes SSRI ausprobieren und gucken, was passiert.

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                                        • Re: Bin ich Ausgebrannt - ist das jetzt wieder ein Burnout?

                                          Ihr geht mit euren Freunden um, als ob sie euch verlassen hätten und als ob sie euch in die Einsamkeit geschickt hätten, weil sie den Kontakt abgebrochen haben. Ihr seid ihnen gram, ihr seid beleidigt auf sie und ihr leidet, weil sie euch angeblich verstoßen haben.
                                          Ich brauche nunmal Freunde. Es müssen nicht viele sein - aber nur einer oder schlimmstenfalls keiner ist mir definitiv zu wenig. Dich nervt Gesellschaft offenbar etwas an, weswegen es für Dich mitunter eher anstrengend als entspannend ist - mir hingegen hat das Feierabend-Bierchen beim Kumpel schon oft den Tag gerettet - einfach, weil wir ganz entspannt auf seiner oder unserer Terrasse gesessen und geplaudert haben, über Gott und die Welt, die Arbeit, die Schule unserer Kinder, Hobbies, etc. pp.
                                          Ich kann mich noch an einen Sommertag vor zwei Jahren oder so erinnern, da bin ich aus dem Büro nach Hause gekommen und war richtig mies drauf. Besagter Freund wollte / sollte aber noch vorbeikommen, was zurückbringen. Hatte ich absolut keinen Bock drauf, hab mich auf der Terrasse so hingesetzt, daß er mich nicht sehen konnte und alles andere meiner Frau überlassen. Ging in dem Moment (gefühlt) einfach nicht.
                                          Ich hör's also drin klingeln, verhalte mich ruhig, und eine Minute später geht die Terrassentür auf und mein Kumpel kommt raus. Er hatte sich wohl nach mir erkundigt, meine Frau hat ihm gesagt, daß es mir nicht so dolle ginge und wo ich sei, und daraufhin ist er dann rausgekommen.
                                          Lange Rede, kurzer Sinn: Obwohl ich im Büro den ganzen Tag bereits unter Menschen war und abends echt bedient war, hat er mir in dem Moment tatsächlich den Tag gerettet: Ich war noch zwei drei Minuten mürrisch, hab's ihm erklärt, er sagte, deswegen sei er rausgekommen, ich hab gelächelt und zwei Bier geholt. Und mich im Verlauf der nächsten halben Stunde zunehmend weiter entspannt und bessere Laune bekommen.

                                          Menschen sind verschieden

                                          Natürlich hätte ich es wirklich nicht toll gefunden, wenn da plötzlich ne Partyherde von zehn oder 20 Leuten um die Ecke gekommen wäre.

                                          Aber ein guter Freund im richtigen Moment ist Gold wert.


                                          Und ja: Eben deswegen trifft mich das in diesem speziellen Fall immer wieder so, wenn ich darüber nachdenke:
                                          Er kennt meine Depri-Geschichte. Er hat mich schon an schlechten Tagen erlebt. Er und seine Frau waren meiner Frau eine Stütze, als ich 2014 dreieinhalb Wochen in der Klinik war. Ich will nicht behaupten, daß wir "allerbeste Freunde für's Leben geworden sind, das vielleicht nicht. Aber gute bis sehr gute Freunde, auf die man sich normalerweise im Bedarfsfall verlassen kann, denke ich schon - und das ist eigentlich schon mehr, als man von den meisten sog. "Freunden" üblicherweise erwarten kann.

                                          Jetzt den Kontakt auf Eis zu legen, weil wir in Sachen C-Impfung grundverschiedener Meinung sind (seine Frau schrieb meiner Frau, er sei da schon fast fanatisch-missionarisch pro Impfung unterwegs) und er die Freundschaft nicht gefährden möchte, nehme ich insofern schon persönlich, weil wir uns eigentlich lange genug kennen. Und wenn ich ihm antworte, daß wir das Thema gern komplett umschiffen können und nicht drüber reden müssen, weil es auch genug andere Themen gibt, finde ich es schon schade und enttäuschend, wenn er das - um unserer Freundschaft Willen - offenbar nicht glaubt hinzubekommen...

                                          Ja - ich hab mich vor nem halben Jahr mit dem anderen Freund für vier Wochen heftig gefetzt und verkracht. Weil ich meinen Mund damals noch nicht halten konnte.
                                          Aber ich bin lernfähig: Wir haben uns wieder versöhnt, und wir vermeiden Diskussionen rund um C komplett - und sehr erfolgreich.

                                          Ich weiß also, daß ich das hinkriege.
                                          Er - also der andere Freund, von dem ich zuvor gesprochen hatte - weiß das vielleicht nicht. Möglich. Aber wir kennen uns lang genug, daß er der Sache nen Vertrauensvorschuß geben könnte.

                                          Stattdessen wirkt es auf mich so, als sei er von seiner persönlichen Meinung derart überzeugt und hielte daran fanatisch fest, daß ein Treffen mit jedem Impfskeptiker für ihn sofort persönlich und er dagegen ist - und in dieses "Lager" falle offenbar nun auch ich.


                                          Ich freue mich für Dich, wenn Du sagst, daß Du gelernt hast, mit Deinem Weg gut und zufrieden zu leben und daraus auch Kraft und Frieden zu schöpfen

                                          Doch wie gesagt:
                                          Menschen sind verschieden - dafür muß man / ich ja auch nicht gleich der große Party- und Discogänger sein Ganz im Gegenteil werden mir zuviel Trubel, Party und Menschen mittlerweile schon auch schnell zuviel. Aber zwischen "niemandem" und "das Haus permanent voll" gibt's ja nun noch nen Zwischenbereich - und so einmal innerhalb von drei Wochen mit 1-2 Freunden ein Bierchen trinken oder was grillen, liegt definitiv irgendwo da drin

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                                          • Re: Bin ich Ausgebrannt - ist das jetzt wieder ein Burnout?

                                            Gute Nacht ihr Lieben

                                            Ich nehme übermorgen den Bus, den Camper und fahr los, irgendwohin. Bin neugierig, wie weit ich es schaffe, mein Unabhängigkeitsstreben in allen Ehren, aber dort, wo ich nicht meine Gewohnheiten pflegen darf, dort bin ich schneller weg, als ich schauen kann, so weit also kanns nicht sein...wünscht mir Kraft und Ausdauer und ein Quentchen Mut, weil nicht mal mein Laptop mit darf, mit Handy bin ich nicht so vertraut. Ich pack ihn ein, ohne ihn bin ich begraben.
                                            Apropos, mir scheint, der Tod ist wie das Sterben des Radios, aus dem wir soo schöne Musik gehört haben.
                                            Meine neue kleine Hündin ist, als ob meine Lilli, (die nie wieder kehrt, weil sie "mir genommen wurde") wieder da wäre. Mit den selben Gesten und ganz dem ähnlichen Überschwang rennt sie auf mich zu, wirft sich ganz wie die Lilli auf den Rücken, schaut dabei auf eine Art, wo ich denk, streichle ich jetzt dich Gini, oder bist es du Lilli? Nach dieser besonderen Musik, die mir dieses vorige Hündchen übermittelte, sehnte ich mich sehr, jetzt höre ich sie wieder, die ganz ähnlichen Töne von meinem Herzen, von dem Herzchen meiner Gina.
                                            Horch, Freak, spürs, was du vernimmst, wenn du "Infrarot" an sie sendest, ein inniges Bussi an die Erinnerung an deine Mam. Es ist wie Zauberei, wie wenn man sofort Antwort kriegt, unmittelbar drauf. Wie ein freudestrahlendes: ich dich auch.., wie ein Zurückwinken und ein Zurückzwinkern. In ewiger Verbundenheit. Amen.

                                            Hy an alle.

                                            Ich muss euch noch was erzählen.

                                            Beim Nachtwachen hatten wir ein Erlebnis , dass uns sprachlos machte, aber auch ein wenig erschaudern ließ.

                                            Unserer kleinsten Tochter viel ein kleines Liederbuch in der Bank fast aus den Händen und dabei rutschte die Hälfte eines Totenbildes raus.

                                            Bei näherem betrachten handelte es sich um das Totenbild der Verstorbenen Mutter meine Mama, meine Oma, welche 1990 am 17.09 in einer ganz anderen Gemeinde beerdigt wurde.

                                            Wie hoch ist die Chance, dass soetwas passiert?

                                            Genau beim Nachtwachen, in der Reihe wo wir trauernden saßen, finden wir das Totenbildchen (die rechte Seite, nicht das Bild) der Oma, die 31 Jahre zuvor gestorben ist???

                                            Unsere Mama und Oma ist jetzt bei ihrer Mama im Himmel???

                                            Wir glauben, dass meine Mama von ihrer Mama abgeholt wurde. Ein schöner Gedanke findet ihr nicht?

                                            Lg

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                                            • Re: Bin ich Ausgebrannt - ist das jetzt wieder ein Burnout?

                                              So schockierend es klingt, aber durch den Tod meiner Mama viel auch von mir eine Last ab.
                                              Hi Naturefreak,

                                              das habe ich auch mal so erlebt, obwohl dieser Mensch noch sehr jung war und mir am Nahestehen von allen stand, sich das auch selber ausgesucht hat.
                                              Phasenweise war ich wie befreit, ja frei von Ängsten diese Person betreffend die nur solange bestehen können wie jemand lebt, das wars wohl.

                                              Wo gehen wir hin?
                                              Wenn wir nirgends hingehen ist es egal, kein Leid, keine Freude, einfach nichts und eigentlich auch nicht das Schlechteste.
                                              Aber wir Beherbergen eine Energie in uns die von der Wissenschaft noch nicht entschlüsselt wurde, Spontanheilung, Superkräfte wenn das eigene Kind in Gefahr ist, Empathie die über das normale Maß hinausgeht, manchmal Vorahnungen, Selbstheilungskräfte...
                                              Das ist nichts körperliches, das ist eher etwas seelisches, unsichtbares, nicht messbar aber eben voller Energie und die muss ja irgendwohin wenn wir sterben.
                                              Vielleicht erlischt sie, aber es bleibt immer was über, nur in welcher Form, an welchem Ort, das ist die Frage.

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                                              • Re: Bin ich Ausgebrannt - ist das jetzt wieder ein Burnout?


                                                hi naturefreak,

                                                das habe ich auch mal so erlebt, obwohl dieser mensch noch sehr jung war und mir am nahestehen von allen stand, sich das auch selber ausgesucht hat.
                                                Phasenweise war ich wie befreit, ja frei von ängsten diese person betreffend die nur solange bestehen können wie jemand lebt, das wars wohl.

                                                Wo gehen wir hin?
                                                Wenn wir nirgends hingehen ist es egal, kein leid, keine freude, einfach nichts und eigentlich auch nicht das schlechteste.
                                                Aber wir beherbergen eine energie in uns die von der wissenschaft noch nicht entschlüsselt wurde, spontanheilung, superkräfte wenn das eigene kind in gefahr ist, empathie die über das normale maß hinausgeht, manchmal vorahnungen, selbstheilungskräfte...
                                                Das ist nichts körperliches, das ist eher etwas seelisches, unsichtbares, nicht messbar aber eben voller energie und die muss ja irgendwohin wenn wir sterben.
                                                Vielleicht erlischt sie, aber es bleibt immer was über, nur in welcher form, an welchem ort, das ist die frage.
                                                danke dir für deine zeilen!

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                                                • Re: Bin ich Ausgebrannt - ist das jetzt wieder ein Burnout?

                                                  Hallo Tired
                                                  Hallo Alex
                                                  Hallo Elektraa

                                                  So jetzt habe ich mal eine knifflige Frage an euch. Ohne es bewußt herbeigeführt zu haben, nehme ich seit 10 Tagen kein Citalopram mehr, weil ich keine mehr hatte und wegen Arbeit einfach nicht dazukam eine neue Packung zu holen. Ich war zum Schluss auf 2.5mg Citalopram.

                                                  Ich habe keine Beschwerden und mir geht's (noch

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