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Unterschiedliche Metalle

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  • Unterschiedliche Metalle

    Hallo,

    bin gerade sehr verwirrt durch meine letzte Sitzung beim Zahnarzt. Leider ist das eine längere Geschichte, die ich so kurz wie möglich zu fassen versuche.

    Der Zahnarzt hält es für notwendig, mir ziemlich viele Zähne zu überkronen bzw. neu zu überkronen, und zwar mit Keramik auf Chrom-Molybdän.

    Ich hatte füher schon öfters Probleme mit unterschiedlichen Metallen im Mund, und irgendwann hatte ich nur noch Edelmetalle im Mund, und das war dann soweit ok. Dann hatte mir mal jemand eine Goldkrone gegen eine Titankrone ausgetauscht, also Titan direkt neben einer Goldkrone, was ich sehr unangenehm fand. Dieser Zahnarzt sagt jedoch damals, es sei nicht möglich, dass ich davon etwas merken könnte, da Titan sich im Mund auf die Dauer nicht verhalten würde wie ein Metall. Dieses unangenehme Gefühl hatte ich aber trotzdem.

    Mein jetziger Zahnarzt sagte mir auf meine entsprechende Frage, dass zwei unterschiedliche Metalle immer miteinander reagieren können.

    Jetzt habe ich meinen jetzigen Zahnarzt gefragt, ob denn nicht die Titan-Krone mit diesem Chrom-Molybdän reagieren würde, und dann sagte er nein, da es zwei unedle Metalle seien. Im übrigen käme die Titankrone wohl auch noch raus und würde ersetzt.

    Dann stellte sich jedoch heraus, dass noch eine Goldkrone drin bleiben würde. Auf meine Frage, ob denn die mit dem Chrommolybdän reagieren würde, sagte er auch nein. Die Begründung war jetzt, dass er dies (bei anderen Patiienten) noch nie erlebt habe. Da er ja aber am Anfang mal gesagt hatte, dass zwei unterschiedliche Metalle immer miteinander reagieren können, bin ich etwas verwirrt.

    Eine andere Sache ist noch, dass er mir vor meinem Urlaub im Juli ein Provisorium gemacht hat (der Zeitpunkt ging wirklich nicht anders), und seitdem hatte nach meinem Urlaub ich 3 Besprechungstermine (nicht auf meinen Wunsch, das wurde mir immer so gesagt), und mittlerweile habe ich jetzt einen Kostenvoranschlag bekommen, den ich erstmal bei der Krankenkasse einreichen muss. Wenn dieser Antrag dann bewilligt ist, was nach Auskunft des Arztes aber eine Weile dauern kann, kann dann wohl an eine endgültige Überkronung gedacht werden. Jetzt habe ich also seit gut 2 Monaten das Provisorium drin, und es wird so langsam bräunlich, und es soll bestimmt noch einen weitern Monat drinbleiben. Ist das normal?

    An einer Seite soll ich mir 3 Zähne ziehen lassen, weil einer wohl eine Entzündung an der Wurzel hat oder hatte (Beschwerden habe ich keine, konnte man aber vor 4 Monaten auf dem Röntgenbild sehen), und die anderen auch schon wackeln. Jetzt habe ich aber - wie gesagt - keine Beschwerden und möchte sie jetzt eigentlich lieber nicht ziehen lassen. Nun sagt der Zahnarzt, man dürfe keine Entzündungen im Mundraum einfach belassen, da sie mein Blut vergiften würde. - Das kann ich ja einsehen, aber ich verstehe nicht, dass er den Zustand dann seit 4 Monaten unbehandelt lässt, wenn das so ist.

    Kann mir irgendjemand einen Tip geben, wie ich das verstehen soll?

    Viele Grüße
    Simsy


  • RE: Unterschiedliche Metalle


    Hallo,

    Ihrer Schilderung nach gibt es einige Unstimmigkeiten.

    Zum einen wären da die Metalllegierungen. Was diesen Geschmack verursacht ist ein sog. galvanisches Element. Zwei verschiedene Metalle im feuchten Milieu bauen eine Spannung auf, durch die sich Metallbestandteile lösen. Bei Edelmetallen ist dies gering. Je unedler, desto stärker der Effekt. Es ist also Quatsch zu argumentieren, daß dies nicht passieren kann, weil es Nicht-Edelmetalle sind.

    Wenn Sie also Probleme mit dem Metallgeschmack haben und ohnehin Kronen erneuert werden müssen, dann sollte man auch auf metallfreie Restaurationen umsteigen (z. B. Vollkeramik, Zirkon,...).

    Zu den Entzündungen: Die Entzündung bei Ihnen sind chronisch. Sie sind schon seit längerer Zeit vorhanden, das Immunsystem kann Sie aber im Schach halten. Daher ist es in Ordnung die Behandlung nicht sofort durchzuführen, sondern erst eine Systematik in der Behandlung zu planen und zu besprechen. Dennoch sollten die Entzündungen angegangen werden.

    Was die Erhaltbarkeit der Zähne betrifft, ist von hier schwer eine Aussage zu treffen. Es passiert leider oft, daß ein ZA einen Zahn aufgibt, obwohl durchaus die medizinische Möglichkeit einer Rettung besteht. In manchen Fällen ist es aber unausweichlich.

    Ich empfehle eine zweite Meinung.

    Gruß Peter Schmitz-Hüser

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