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Thromboserisiko und Pille

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  • Thromboserisiko und Pille

    Hallo,
    eine Frage
    ich bin ziemlich übergewichtig (ca. 100 kg) und möchte die Pille nehmen.
    Wie hoch ist das Thromboserisiko (sonst keine Faktoren wie Rauchen etc) bei der Zweiphasenpille und bei der Minipille (nur Gestagen)?
    KEINER will mir sagen, wie das Risiko steigt etc.
    Besonders, da ich in Kürze nach Australien fliege und ca. 14 Stunden im Flieger Economy sitze.

    Kann mir jemand genauere Zahlen / Untersuchungen geben?

    Danke!

    Gastfrau


  • RE: Thromboserisiko und Pille


    Hallo Gastfrau,

    genaue Zahlen gibt es bei den Medizinisch-wissenschaftlichen Abteilungen der Pillen-Herstellerfirmen.
    Auf jeden Fall steigt das Risiko bei Zwei-Phasen-Präparaten deutlich mehr als bei reinen Gestagenen. Deren Risiko ist sehr gering.

    Dr. Ive Schaaf

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    • RE: Thromboserisiko und Pille


      das heißt, wenn ich jetzt z.B. Pillen mit dem Wirkstoff Desogestrel oder Levonogestrel nehme (ich hab Cerazett und 28 mini zur Auswahl) ist das Thromboserisiko NICHT wesentlich erhöht, wenn ich aber eine mit Östrogenen drin nehme (also auch den Ring) dann steigt es?

      Würden Sie sagen, Aspirin als Vorbeugung würde reichen für den Flug? Oder brauche ich zusätzliche Thrombosespritzen?

      Danke!!

      Kommentar


      • RE: Thromboserisiko und Pille


        das thromboserisiko besteht bei pillen nur wegen dem östrogenanteil. östrogenfrei haben diese nebenwirkung nicht

        Kommentar



        • RE: Thromboserisiko und Pille


          Die Antwort auf Frage 1 ist "JA".

          Was Frage 2 betrifft: Für Aspirin ist keine Thrombose-verhütende Wirkung nachgewiesen. Heparinspritzen braucht man andererseits nur bei hohem Risiko.

          Zum Thema Langstreckenflug ist zu sagen, dass selbst gesunde Menschen am Ende eines langen Fluges dickere Beine haben als beim Abflug und dass damit eine beachtenswerte Thrombosegefahr einhergeht. Das Problem verschärft sich in der Schwangerschaft.

          Kompressionsstrümpfe sind in solchen Fällen goldrichtig. Es gibt auch Strümpfe zum selber kaufen, die speziell für Flugreisen angeboten werden, aber ich bevorzuge "echte Kompressionsstrümpfe". Die verschreibt der Arzt, die Fachrichtung ist prinzipiell egal, also auch der Gynäkologe. Man bekommt die Strümpfe (als gesetzlich Versicherter) dann auf Rezept und muss nur die Eigenbeteiligung in Höhe von ca. 14 Euro selbst übernehmen. Kniestrümpfe (medizinisch Wadenstrümpfe) sind zur Vorbeugung praktisch immer ausreichend.
          Was Sie selber zusätzlich beachten können, hört sich vielleicht banal an, ist aber hochgradig effektiv: Ein Mal pro Stunde ein paar Schritte gehen (zur Toilette) oder zumindest die Wadenmuskeln bewegen - das heißt, Sie tun so, als müssten Sie eine uralte Nähmaschine treten. Viel trinken ist auch sehr wichtig, denn die Luft im Flugzeug ist viel trockner als Sie es gewohnt sind. Und falls Sie besonders thrombosegefährdet sind (das würde Ihnen ein Phebologe sagen) kann es sogar sinnvoll sein, für die Reise medikamentös einer Thrombose vorzubeugen.

          Dr. Ive Schaaf

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          • RE: Thromboserisiko und Pille


            danke für die Info...
            war beim Arzt, der wollte mir KEINE Kompressionsstrümpfe verschreiben weil er meinte daß die eher noch die Venen abdrücken als helfen....fand ich komisch...

            Heparin - ist das nicht das Markumar-Präparat?
            Ich dachte, da darf man sich nicht mal schneiden, da verblutet man sofort daran! Ist das nicht zu gefährlich?

            Oder hat das Nebenwirkungen?
            eine Freundin die Krankenschwester ist meinte ich solle das Unbedingt machen...

            was meinen Sie?

            danke!

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