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Venenprobleme??

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  • Venenprobleme??

    Hallo, kurz als Info: bin 49, normales Gewicht, sportl. (Walken, Tanzen,Stepaerobic) niedriger Blutdruck, 3 große Kinder - und (8|)Krampfadern. Nach dem 3 Kind hatte ich eine Venentz., seitdem nie mehr. 1997 mehr aus opt. als aus med. Gründen ein Venenstripping (die Krampfadern suchen sich gerade neue Wege-leider)

    Nun habe ich ca. 2 Wochen ziehende Schmerzen in beiden Oberschenkeln. Sie sind nicht dramatisch schlimm und treten immer mal wieder auf - besonders wenn ich länger sitze (auch mit hochgelegten Beinen). Ich kann die Stelle eigentlich nicht genau ausmachen, mal schmerzt es mehr seitlich, mal hinten Richtung Knie, mal Vorne. Es ist nix rot, nix geschwollen - von außen sieht man gar nichts. Wenn ich laufe, walke oder steppe sind die Schmerzen weg.
    Ich dachte, dass meine Venen so langsam total schlapp machen und habe meine Kompressionsstrümpfe mal wieder angezogen - keine Besserung.
    Kann das auch mit der Wirbelsäule zu tun haben??? Ich habe halt auch die "altersbedingten Verschleißerscheinungen" an der LWS und dort eigentlich immer Schmerzen.
    Frage 1: Gehe ich nun zum Orthopäden oder Phlebologen??
    Frage 2: Wie oft kann man ein Stripping machen lassen oder gibt es bessere/neue Methoden?
    Frage 3: Muss man diese fürchterlichen Kompressionsstrümpfe eigentlich immer tragen, wenn man einmal damit angefangen hat?

    Herzlichen Dank !()
    Nelly


  • Re: Venenprobleme??


    mir ist noch was eingefallen:
    Ich nehme regelmäßig 2x/Tag Venoruton intens. Ist sowas nützlich oder dient das mehr dem Hersteller??? - die Dinger sind nämlich nicht gerade preiswert.

    Danke nochmal.
    Nelly

    Kommentar


    • Re: Venenprobleme??


      Hallo,

      es klingt eigentlich nicht nach Venenproblemen, sondern - wie schon vermutet - eher nach Probelmen mit der WS.


      Was Venoruton angeht, es wird Ihnen wahrscheinlich wenig nützen. Im Anhang ein längerer Text von mir zum Thema.

      Strümpfe: Man kann damit die Neubildung von Krampfadern vermutlich verhinder oder hinauszögern. Das ist aber aus meiner Sicht kein ausreichender Grund, sie ein Leben lang zu tragen. Das tun eigentlich nur Menschen, die ohne Strümpfe Beschwerden haben und mit Strümpfen beschwerdefrei sind.

      Wie oft kann man operieren?
      So oft wie neue Krampfadern auftreten. Pro Bein haben wir ca 500 m oberflächliche Venen. Bei einem Stripping werden so etwa 1 m entfernt. Bei späteren OPs pro Schnit um die 5-10 cm. Es bleibt also mehr als genug und !!! Krampfadern tragen nicht mehr zum Bluttransport bei, sie sind also schlichtweg überflüssig können deshalb entfernt werden.

      Dr. Schaaf


      Medikamente
      Lange Zeit haben die Ärzte gern Venentabletten verschrieben. Als die Kassen dies nicht mehr bezahlen wollten, hieß es plötzlich, dass die Tabletten sowieso nichts helfen. Vor wenigen Jahren machte dann ein Medikament heftige Fernsehreklame mit den Ergebnissen einer Studie. Dabei kam man zu der Schlussfolgerung XY können die Entstehung von Krampfadern verhindern. Alle diese Positionen so nicht richtig, aber auch nicht ganz falsch.
      Nachweislich können Venenmedikamente „die Venenwand abdichten“. Wie muss man sich das vorstellen? Stellen wir uns, dass die Vene Löcher hat wie Poren in einer Membran. Bei manchen Menschen sind diese Löcher zu groß (siehe Venenwandschwäche), bei anderen werden sie zu groß, weil sie Krampfadern haben. In beiden Fällen versackt Blut im Laufe des Tages Blut in den Beinen. Sie werden schwer und meist auch dick. Gegen diese „großen Poren“ helfen Venentabletten. Sie können also Stauungsbeschwerden bessern und einer Schwellneigung entgegenwirken. Beides kommt auch Menschen mit Krampfadern zugute, aber es verhindert nicht die Entstehung von Krampfadern.

      Was hilft wem?
      Das müssen Sie selbst herausfinden. Lassen Sie sich dazu in der Apotheke beraten. Es gibt Preisunterschiede, Unterschiede bei der Verträglichkeit und vor allem beim Nachweis der Wirksamkeit. Nicht jedes Medikament ist getestet. Aber selbst dann gilt: Was dem einen hilft, muss dem anderen noch lange nicht helfen. Wenn Sie Venentabletten für sich probieren möchte, dann kaufen Sie sich eine Packung und nehmen Sie sie in der vorgeschriebenen Dosierung ein. Auch die Dosierung schwankt erheblich. Aber Sie können von einem Medikament nur dann Wirkung erwarten, wenn Sie es ausreichend dosieren. Die halbe Dosierung kann nicht helfen und ist damit sicher rausgeschmissenes Geld. Ich persönliche bevorzuge Tabletten, die ich nach Bedarf einnehmen kann. Wenn morgens schon die Sonne scheint und der Tag heiß zu werden verspricht, ich aber heute sicher keine Strümpfe anziehen möchte, dann nehme ich eine Tablette. Das ist dann eine Tablette, die innerhalb von etwa 2 Stunden ihre Wirkung entfaltet. Die darf dann doppelt so teuer sein wie die anderen, die erst nach 12 Stunden wirken. Eine teure Tablette zur richtigen Zeit ist letztlich günstiger als jeden Tag zwei Tabletten, die pro Stück weniger kosten.

      Wichtig: Die meisten Venentabletten darf man auch in der Schwangerschaft nehmen, spätestens ab dem dritten Monat.

      Von Venensalben bin ich persönlich nicht überzeugt. Der kühlenden Effekt ist sicher angenehm und Heparinsalben machen Sinn bei blauen Flecken, aber das war´s dann auch schon.

      TIPP: Wenn Sie Kühlung schätzen, dann hilft Ihnen wahrscheinlich ein „Blumensprühgerät“, also ein Wasserzerstäuber. Sprühen Sie sich ab und zu hinten die Waden an, gerade wenn Sie einen Gummistrumpf in der Arbeit tragen, wo es vielleicht heiß ist. Hilft sofort, ist sehr angenehm.

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