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Langstreckenflug

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  • Langstreckenflug

    Hallo,

    mein Mann und ich hatten Anfang des Jahres für Mitte Juni eine Reise nach Brasilien (Heimatland meines Mannes) gebucht (passend zur WM Zeit )

    Jetzt bin ich schwanger, Anfang 12. SSW und sehr unsicher ob ich die Reise antreten soll.
    Einerseits würde ich gerne fliegen, andererseits möchte ich jedoch auch kein Risiko eingehen bzw. dem Kind möglicherweise entstehende langfristige Konsequenzen zumuten nur weil ich gerne fliegen würde.

    Der Flug dauert 12h bis Sao Paulo und dann noch mal 3h bis zum eigentlich Zielort. Zurück dasselbe.
    Wie sieht das aus mit der Strahlenbelastung bei einem so langen Flug? Ich habe gelesen, dass - selbst wenn bei Geburt noch alles ok ist - langfristig beim Kind ein erhöhtes Risiko bestehen kann an Krebs zu erkranken.

    Ich hatte letztes Jahr im Mai eine Fehlgeburt in der 8. SSW und habe gelesen, dass man nach einer Fehlgeburt vorsichtig sein sollte mit Langstreckenflügen. Andere wiederum sagen, dass es kein Problem sei, auch da die ersten 12 Wochen rum seien; der eine Arzt meinte nur ich solle mir eine Thrombosespritze geben an den Reisetagen.

    Zusätzlich zum Flug besteht auch noch die Frage, was passiert wenn ich dort einen Magen-Darm-Infekt etc. bekomme. Mein Mann kommt zwar aus einer recht großen Stadt mit einigen Krankenhäusern und vielen Ärzten, aber was würde so etwas mit meinem Kind machen?

    Vom Klima her ist momentan in Brasilien Winter, d.h. die Temperaturen sind dort, wo wir hinfliegen erträglich, so Mitte/Ende 20 Grad. Allerdings ist die Luftfeuchtigkeit einiges höher als hier.

    Ich wäre sehr dankbar, wenn Sie meine Frage beantworten könnten, wie Sie zu der ganzen Sache stehen.

    Viele Grüße
    *Bine


  • Re: Langstreckenflug

    Hallo Bine,
    zunächst einmal müssen Sie sich bewusst machen, dass Sie die Entscheidung, ob Sie die Reise antreten werden oder nicht- zwar beraten von den Ärzten- aber doch allein mit Ihrem Partner fällen müssen. Sie sollten dabei auf Ihr Bauchgefühl hören. Meiner Ansicht nach ist eine Flugreise bei einer unkompliziert verlaufenden Schwangerschaft, wenn keine einschränkenden Grunderkrankungen vorliegen, vertretbar. Und eine Reise in das Heimatland Ihres Mannes bedeutet nicht nur Stress für Sie und das Kind und ist schliesslich eine wunderbare Sache- also betrachten Sie nicht nur die negativen Seiten, die es aber sicherlich auch gibt.
    Im Juni sind Sie im II. Trimenon Ihrer Schwangerschaft, das ist der idealste Zeitpunkt für Reisen. Die Organentwicklung bei Ihrem ist Kind abgeschlossen, negative Begleiterscheinungen, wie z.B. Übelkeit, sind abgeklungen und die „Schwerfälligkeit“ der letzten Schwangerschaftswochen sind noch Zukunftsmusik. Die abgeschlossene Organentwicklung reduziert das Risiko der kosmischen Strahlung bei der potentiellen Induktion von Krebs.
    Da es sich um einen Langstreckenflug handelt und Ihr Thromboserisiko während einer Schwangerschaft erhöht ist, sollten Sie Kompressionsstrümpfe tragen und auf korrektes Anlegen achten. Um weiter das Risiko zu minimieren, laufen Sie im Flugzeug im Gang auf und ab, um eine lange Immobilisation zu vermeiden. Und achten Sie auf ausreichende Aufnahme von Flüssigkeit.
    Das zusätzliche Verabreichen einer Thrombosespritze halte ich für eine gute Massnahme.

    In Brasilien sollten Sie sich nicht zu lange Zeit der Sonne aussetzen und auf ausgedehntes Sonnenbaden verzichten, da es zu Kreislaufproblemen führen könnte.
    Allgemein bedenken sollten Sie, dass eventuell eine suboptimale medizinische Versorgung gegeben ist und die Hygiene eine andere ist. Also sei eine besondere Vorsicht bei Speisen und Getränken geboten, um eine Magen-Darm Infektion zu vermeiden. Dann sollten Sie noch Ihren Impfstatus von einem Reisemediziner oder dem HA überprüfen lassen, ob für das Reisegebiet eine Empfehlung vorliegt.
    Alles Gute
    Annette Mittmann

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