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Geburtserlebnis verarbeiten

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  • Geburtserlebnis verarbeiten

    Ich bin stolze Mama von einer süssen Tochter, ....eben haben wir den ersten Geburtstag gefeiert. Noch immer denke ich oft an mein Geburtserlebnis. Es war eine sehr heftige natürliche Geburt mit insgesamt nur 5stündiger Dauer und einem DR III. Grades.

    Das Baby hatte während der Austreibungsphase eine Bradykardie und war deshalb eine Vakuumextraktion. Sie hatte Anlaufschwierigkeiten mit der Atmung und bekam sofort Sauerstoff. Sie musste dann auch eine Stunde in die Kinderklinik zur Überwachung, hat sich aber schnell stabilisiert. Der Apgar war 6/8/9, der ph-Wert der Nabelarterie wurde mit 7,25 festgehalten...

    Nun meine Fragen:

    1. Wie häufig kommt eine Bradykardie während einer natürlichen Geburt vor?

    2. Kann dies negative Spätfolgen haben? z. B. Hirnschädigungen?

    3. war der ph-Wert der Nabelarterie noch im Normbereich?

    4. Kann ich vom Geburtsklinikum meinem Geburtsverlaufsbericht ohne Angabe von Gründen anfordern? Vielleicht würde mir das helfen, alles noch besser zu verarbeiten?!

    Für mich war es sehr schlimm, das die kleine sofort wegkam und ich sie die ersten Stunden noch gar nicht sehen konnte. Es fehlte die "Belohnung" nach all den schlimmen Erlebnissen ...ich kämpfe iimmer noch damit, obwohl ich weiß, das alles notwendig war, um die kleine bestmöglich versorgen zu können....

    Besten Dank für Ihre Antwort.


  • Re: Geburtserlebnis verarbeiten


    Hallo Bellalina83,

    1. Wie häufig kommt eine Bradykardie während einer natürlichen Geburt vor?
    Es kommt häufig vor- darauf hat sich die Natur aber eingestellt und den Kindern kleine Reserven mit auf den Weg gegeben.

    2. Kann dies negative Spätfolgen haben? z. B. Hirnschädigungen?
    Bei dem Apgar und pH sind keine Spätfolgen wegen der Geburt zu erwarten.

    3. war der ph-Wert der Nabelarterie noch im Normbereich?
    Ja.

    4. Kann ich vom Geburtsklinikum meinem Geburtsverlaufsbericht ohne Angabe von Gründen anfordern? Vielleicht würde mir das helfen, alles noch besser zu verarbeiten?!
    Das können Sie. Für die Kosten der Kopien müssen Sie wahrscheinlich selbst aufkommen. Da es den "gewohnten Ablauf" stört und Mehrarbeit bedeutet, kann es sein, dass sich die Freundlichkeit in Grenzen hält. Ihr Recht ist es. Aber Dinge, die Sie nicht gewußt haben, werden Sie wahrscheinlich nicht finden.
    Versuchen Sie alles was hilft, Ihr Trauma zu überwinden, damit Sie angstfrei an eine erneute Familienplanung herangehen können. Auch ein Wunschkaiserschnitt kann bei der nächsten Schwangerschaft eine Möglichkeit der Entbindung sein, da Sie sich mit der geplanten Situation vielleicht von dem Trauma lösen können.

    Viele Grüße
    Annette Mittmann

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    • Re: Geburtserlebnis verarbeiten


      Vielen Dank für Ihre Antwort.

      Noch eine Frage:

      wodurch wird eine Bradykardie beim Fetus ausgelöst? Kann ein längerer Sauerstoffmangel eine Ursache sein?

      Mich wundert es, warum die kleine so enorme Probleme mit der Atmung hatte zu Beginn...

      Kommentar


      • Re: Geburtserlebnis verarbeiten


        Hallo Bellalina83,
        der Geburtskanal ist eng und die Sauerstoffversorgung erfolgt intrauterin über die Nabelschnur. Wenn die also gedrückt wird, kann es kurzfristig zu Versorgungsschwierigkeiten kommen.
        Das ist aber von der Natur so vorgegeben.
        Anhand des pHs sieht man, dass es nicht zu sehr ausgeprägt war.
        Sieht man unter der Geburt, dass sich das Kind schlechter erholt und die Reserven knapp zu werden drohen muss der Geburtshelfer eingreifen, z.B. mittels VE- wie es geschehen ist.
        Nach der Geburt- bzw. Abnabelung gibt es viele Umstellungsprozesse, die das Kind bewältigen muss. Einige Kinder haben einfach eine leichte Anpassungsstörung und sie müssen kurzfristig unterstützt werden, z.B. mit Sauerstoff.
        Daraus resultiert aber keine bleibende Störung oder Entwicklungsverzögerung, wenn die erhobenen Messdaten im Rahmen bleiben.
        Viele Grüße
        Annette Mittmann

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