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evtl. winziger Blasenriss

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  • evtl. winziger Blasenriss

    Liebe Frau Mittmann,

    ich habe eben zu spät gesehen, dass es hier auch jemanden speziell für Schwangerschaftsprobleme gibt, hier also nochmal mein Text, da ich die Frage gern Ihnen stellen möchte.


    Zur Vorgeschichte, die leider etwas länger ist: Ich, 26 und seit heute 24. SSW, habe in der letzten Woche im Krankenhaus gelegen mit Verdacht auf hohen Blasensprung. Dieser ergab sich nicht aus klinischen Anzeichen, also abgehendes Fruchtwasser o.ä., sondern ausschließlich durch zwei positive Amnisure-Tests, einer deutlich, einer schwach. Der erste wurde bei der Aufnahme gemacht und es war ein Zufallsbefund. Man sagte mir, die Diagnosestellung sei in meinem Fall wegen eines leicht blutenden Cervix-Polyps mit großer Ektopie problematisch. Es erfolgte eine venöse Antibiotika-Gabe, 2 Tage strenge Bettruhe, Abstrich, tägliche Blutkontrolle und Sono. Außerdem erhielt ich rotes Lackmuspapier zum Testen, ob etwas abgeht. Da sich letzteres nicht verfärbte, wurde ich im Verlauf der nächsten Tage schrittweise wieder mobilisiert, wobei sich ebenfalls kein mit dem PH-Wert messbarer Abgang ergab. Die Ergebnisse des Abstrichs waren völlig unauffällig, die Entzündungswerte im Blut minimal erhöht, was aber wohl nicht zwangsläufig im Zusammenhang stehen müsse - das Antibiotikum senkte auch diese. Am Ende der Woche ergab sich weder in der Spekulum-Einstellung noch im Sono ein Hinweis auf den vermuteten hohen Blasensprung. Beim Amnisure bemühte man sich, den Polyp diesmal nicht zum Bluten zu bringen - der Test war dennoch schwach positiv. Man riet mir im Krankenhaus, wegen der möglichen Infektionsgefahr für das Kind dennoch bis zurGeburt stationär zu verbleiben, falls ein Riss vorliegt, Hebamme und Frauenarzt dagegen rieten mir, mich zu entlassen, da man ja keine klinischen Zeichen gefunden habe und es mir im Krankenhaus psychisch sehr schlecht ging. Ich hörte auf letztere und ging, weil ich beiden seit langem vertraue und werde nun 1x pro Woche per Sono vom Frauenarzt kontrolliert, da ein winziger hoher Blasenriss wegen des Amnisures nicht ausgeschlossen werden kann, auch wenn nichts abgeht.

    Zu Hause geht es mir psychisch tatsächlich besser, ich weine weniger, schone mich mehr, trage permanent Lackmuspapier im Slip und würde beim geringsten Abgang, Fieber, Wehen oder Blutung sofort wieder ins Krankenhaus gehen. Nun lässt mich aber die Angst vor einer Infektion des Kindes im Mutterleib nicht los, im KH sagte man mir, daran könnte ich auch sterben und ich habe mal gegoogelt, was in der Situation nie gut ist. Ich messe 4x am Tag Fieber und halte derzeit zu Hause vorsichtshalber Bettruhe ein, Dennoch, da ja der CRP-Wert nicht mehr kontrolliert wird, male ich mir den schlimmsten Ausgang aus - Bakterien wandern nach oben, durchwandern den kleinen Riss, befallen mein Kind, ohne dass ich was bemerke, und es kommt tot oder schwerbehindert zur Welt. Oder ich bekomme eine Sepsis.

    Meine FRAGE: Wie hoch ist denn da die Gefahr? Würde ich eine Infektion des Fruchtwassers mit Bakterien zeitig irgendwie bemerken können? Reichen denn die Maßnahmen meines Frauenarztes und das Fiebermessen aus, um die Gefahr fürs Kind kleinzuhalten (ausgeschlossen werden kann ja nie etwas, das ist mir bewusst)? Habe ich die Gefahr aus Unwissenheit unterschätzt oder war hier die Suchmaschine mein Feind? Und warum kann ein Polyp das Ergebnis des Amnisure verfälschen, ich dachte dieser testet auf das Vorhandensein fötaler Enzyme am Muttermund???

    Ich erwäge die Rückkehr ins Krankenhaus - Es wäre für 11 Wochen, da man das Kind bei 34+0 holen würde. Mein Studienabschluss würde damit um ein Jahr verzögert, wir kämen dadurch evtl. auch finanziell in Nöte. Die Entscheidung wiegt schwer, für mich treffen können Sie diese nicht, aber mit den Antworten auf o.g. Fragen vllt. helfen.

    Vielen Dank im Voraus, ich hoffe, dass Sie mir helfen können.


  • Re: evtl. winziger Blasenriss

    Hallo Laifa,
    die Schwierigkeit in der Sie stecken kann ich gut nachvollziehen. Aber die Entscheidung müssen allein Sie treffen und die Konsequenzen tragen. Alle Ärzte, die Sie behandeln und behandelt haben, haben schlüssig dargelegt worum es geht und Sie können sehr differenziert mit den Aussagen umgehen. Niemand kann Ihnen eine Garantie geben und der Ausgang bleibt bis zum Schluss ungewiss.
    Egal wie Sie entscheiden, müssen Sie es richtig finden sonst geht es Ihnen nicht gut damit.
    Alles Gute
    Annette Mittmann

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