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MB

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  • MB

    Hallo,

    mein Partner leidet seit 2 Jahren an Kniegelenksbeschwerden, vor kurzem wurde die Diagnose MB gestellt. Er ist jetzt bei einem HP in Behandlung, welcher Eigenblutbehandlung und Osteopathie macht. Desweiteren nimmt er Teufelskralle und hochdosiert Selen. Wenn die Schwellung im Knie zu stark wird, behandeln wir es selbst mit Kräuterauflagen. Bisher konnten wir den Verlauf gut stoppen. Leider fängt nun auch das andere Kniegelenk an. Kann uns irgendjemand einen Rat auf naturheilkundlicher Basis geben? Die schulmedzinischen Medikamente kommen , zumindest bis jetzt , für uns nicht in Frage.


  • RE: MB


    Hallo Andi,

    da kann ich Dir leider nichts raten. Ich habe an die 10 Jahre lang versucht, meine cP allein mit naturheilkundlichen bzw. alternativen Heilmethoden anzugehen. Das ist gründlich und leider auch nachhaltig in die Hose gegangen - zudem bin ich elend viel Geld losgeworden.

    Liebe Grüße von
    Monsti

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    • RE: MB


      Hallo monsti,

      das tut mir leid. Was hast du denn alles ausprobiert? Hattest du Unterstützung von einem HP oder hast du auf eigene Faust getestet? Liegt bei Dir ebenfalls MB vor?

      Kommentar


      • RE: MB


        Hi Andi,

        nein, ich habe chronische Polyarthritis (cP). Naja, in 10 Jahren kann man schon SEHR viel ausprobieren. Ich war bei einer Allgemeinmedizinerin mit zusätzlicher Ausbildung Homöopathin/Heilpraktikerin - die wurde mir damals empfohlen. NIIIIIEEEE wieder lass ich mich auf sowas ein, jedenfalls nicht im Zusammenhang mit einer Autoimmunerkrankung. Ansonsten bin ich nach wie vor gegenüber alternativen Heilmethoden offen (z.B. bin ich jetzt bei einem Arzt, der TCM praktiziert, der mit Erfolg meinen nach mehreren großen Bauch-OPs entstandenen Verwachsungsbauch therapiert).

        Liebe Grüße von
        Monsti

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        • RE: MB


          Hallo Monsti,

          auwei, das hört sich ja nicht gut an. Hast Du denn sonst einen Rat für uns, was wir hier noch machen können? Hast du schon mal von der neurokognitiven Therapie gehört? Diese wird von einem Arzt praktiziert, der zu 90 % eine komplette Ausheilung des MB verspricht. Ist Dir dies oder etwas ähnliches bekannt? Oder kennt diese Therapie irgendjemand anders?
          Liebe Grüße,
          Andi

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          • RE: MB


            Wenn ich kurz antworten darf - ich vertrete hier eher die "schulmedizinische" Seite und rate dringend, dass ein internistischer Rheumatologe den Fall untersucht, um das Ausmaß der Gelenkzerstörung festzustellen.
            Neben einer antientzündlichen medikamentösen Therapie gibt es noch eine Reihe physiotherapeutischer Maßnahmen, die gute Erfolge erzielen.

            Über die Erfolge einer neurokognitiven Therapie beim M. Bechterew ist mir nichts bekannt.

            MfG,

            Ulrichs

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            • RE: MB


              Sehr geehrter Herr Dr. Ulrichs,

              vielen Dank für die Information. Wir haben bereits einen Rheumatologen konsultiert. Leider riet uns der eben nur zu Antirheumatika, welche aufgrund der hohen Nebenwirkungen nicht für uns in Frage kommen. Bitte verstehen Sie dies nicht falsch, aber wir haben mit diesen Präparaten familiär ganz schlechte Erfahrungen gemacht. Dies ist der Grund, weshalb wir versuchen möchten, ob es hier nicht andere Alternativen gibt.
              Mein Partner wurde bereits letztes Jahr operiert, die OP brachte leider keinen Erfolg. Es wurde dann zu einer radioaktiven Spritzentherapie geraten, welche ebenfalls mit hohen Nebenwirkungen verbunden war. Der Erfolg war gleich Null. Sie sehen also, daß wir hier die Schulmedizin schon ins Vertrauen gezogen hatten, aber wie gesagt, leider erfolglos. Die physiotherapeutischen Maßnahmen laufen im Moment, leider tut sich auch hier bis jetzt nichts.
              Wir wären wirklich für jeden Rat dankbar.
              MfG

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              • RE: MB


                Hallo Andi,

                in der Schulmedizin gibt es 3 Säulen der Rheuma-Therapie:
                - NSAR (z.B. Diclofenac, Ibuprofen, Cox-2-Hemmer)
                - Cortison (z.B. Prednisolon, Methylprednisolon)
                - Basismedikamente (z.B. Mtx, Quensyl, Arava, TNF-a-Bl.)

                Die ersteren haben bei mir persönlich die unangenehmsten und auch gefährlichsten Nebenwirkungen, sie sind aber diejenigen Mittel, die am häufigsten verschrieben werden. Meiner Ansicht nach sind sie bei entzündlichem Rheuma nur bedingt brauchbar, weil im Schub nicht ausreichend wirkend.

                Cortison ist der wirksamste Entzündungshemmer, den es gibt. Niedrig dosiert (d.h. 5 mg Predni und weniger) sind die Nebenwirkungen nurmehr gering.

                Basismedis sind die einzigen Medikamente, mittels derer das Fortschreiten der Erkrankung verlangsamt, im Idealfall gestoppt werden kann.

                Ich nehme seit einem Jahr ein Basismedikament, das bei mir keinerlei Nebenwirkungen (mehr) erzeugt. Ca. 2 Monate lang hatte ich Haarausfall, das war alles. Mein Blutbild ist bestens. Leider scheint wohl die Wirkung nicht ganz ausreichend zu sein ...

                Gerade unter der Therapie mit Basismedikamenten wird man engmaschig betreut. Natürlich kann es passieren, dass man ein bestimmtes Medikament überhaupt nicht verträgt (ging mir mit Mtx und Quensyl so), aber all die beschriebenen Nebenwirkungen im Beipack sind "Kann-passieren-Probleme", sie müssen nicht auftauchen. Ich kenne Leute, die unter Mtx in die Remission gekommen sind (= Stillstand der Erkrankung) und keinerlei Nebenwirkungen hatten/haben. Man muss es leider ausprobieren.

                Was bei mir Basismedikamente und Cortison erreichen, schaffte in der Tat keiner der alternativen Versuche, und zwar nicht einmal im Ansatz - im Gegenteil: es wurde kontinuierlich schlimmer.

                Liebe Grüße von
                Monsti

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                • RE: MB


                  Hallo Monsti,

                  danke für die Antwort. So wie ich aus Deinen diversen Beiträgen entnehmen konnte, bestehen hier immer wieder Probleme mit diesen Medikamenten. Außerdem fürchten wir nicht die akut auftretenden Nebenwirkungen, sondern eher die Spätfolgen. Wir werden jetzt einfach mal alles andere versuchen. Trotzdem nochmals danke.
                  Gruß,
                  Andi

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                  • RE: MB


                    Dann wünsche ich Euch ganz viel Glück, und hoffentlich verbratet Ihr nicht wertvolle Zeit und ärgert Euch hinterher ähnlich wie ich.

                    Liebe Grüße von
                    Monsti

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