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frage an Experten

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  • frage an Experten

    Bei mir ist vor 6 Monaten Polyarthitis mit Einschlag zum Bindegeweberheuma festgestellt worden. 2 Therapien sind sind auf Grund der Nebenwirkungen fehlgeschlagen (Immunosporin, Lantarell). Zur Zeit nehme ich 30 mg. Kortison tägl. ein. Die Beschwerden verringern sich aber nicht. Ich habe starke Gelenkschmerzen und Schwellungen in Gesicht, Händen und Füssen. Außerdem brennen meine Augen. Bis zur nächsten Therapie kann es noch einige Wochen dauern. Wie könnte ich die Schmerzen lindern? Nach meinem Arzt soll ich jetzt Tramaltropfen (3x 25 Tropfen + 3x 25 Novalgin) einnehmen. Ebenso hat er mir Antidepressiva verschrieben, da diese positiv auf das Schmerzsystem einwirken sollen. Da ich durch die bisherigen Medikamente aber schon völlig fertig bin, habe ich Angst noch weitere Medikamente einzunehmen. Wer kann mir einen Rat geben ???


  • RE: frage an Experten


    Hallo Klaudi,

    zunächst wundert es mich, dass Dir das Cortison nicht hilft, aber vielleicht ist im Moment die Dosis auch zu niedrig.

    Ich verstehe sehr gut, dass Du Dich nicht mit Medis vollstopfen möchtest. Das Problem unter höher dosiertem Cortison ist aber, dass Du möglichst keine NSAR nehmen solltest, weil sie in der Kombination mit Cortison besonders gern den Magen schädigen. Deshalb Tramal und Novalgin.

    Bist Du denn überhaupt bei einem internistischen Rheumatologen in Behandlung? Ich habe die Erfahrung gemacht, dass alle anderen Ärzte beim Thema Rheuma versagen.

    Du hast erst 2 Basistherapien versucht, es gibt aber noch etliche andere. Ich selbst bin auch erst seit dem Basismedi Nr. 4 (Arava = Leflunomid) zufrieden - vorher Quensyl, Mtx und Goldspritzen über insgesamt 5 Jahre.

    Viele haben neben dem entzündlichen Rheuma auch noch eine sekundäre Fibromyalgie, d.h. ein Schmerzsyndrom ohne Entzündungen. Da können bestimmte Antidepressiva (Serotonin-Wiederaufnahmehemmer) tatsächlich helfen, das sog. Schmerzgedächtnis zu überlisten.

    Ich selbst habe seit längerem u.a. cP und sekundäres Fibromyalgiesyndrom. An Medikamenten nehme ich Arava 20-30 mg (Basismedi) und Seroxat 20 mg (Antidepressivum), bei Bedarf kurzfristig Urbason (Cortison), im Akutfall Novalgintropfen. Überwiegend komme ich aber mit den ersten beiden Medis aus.

    Liebe Grüße von
    Monsti

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    • RE: frage an Experten


      So lange sollte bei diesen starken Beschwerden nicht gewartet werden. Bitte baldmöglichst den behandelnden Arzt kontaktieren und die Schwierigkeiten mit ihm besprechen. Eine Hemmung der Entzündungsaktivität (die für die geschilderten Symptome in Haut und Gelenken verantwortlich ist) ist medikamentös möglich.
      Ich kann mich dem Rat nur anschließen, dazu einen Rheumatologen aufzusuchen.

      MfG,

      Ulrichs

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      • RE: frage an Experten


        Hallo Klaudi
        ich schliesse mich absolut den Vorschreibern an.
        Anmerkung:
        Bitte beachte, dass die Kombination Tramal - Kortison
        nicht unbedenklich ist und längerfristig einzunehmen nicht empfehlenswert ist. Auch da sind Nebenwirkungen, wennauch anbders gelagert. Ich erlaube zu erinnern, dass der Wirkstoff im Tramal im Prinzip"sysnthetisierters Morphat" ist.
        MfG AN

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        • RE: frage an Experten


          Hallo Klaudi
          Ich komme nochmals zurück ob Ihren Schmerzen.
          Hier zum Thema Cortison:
          Cortisonfreie Entzündungshemmer ("nicht-steroidale Antiphlogistika) hemmen, wie ihr Name bereits ausdrückt, die Entzündung und wirken damit auch schmerzlindernd. Sie halten in ihrer Wirkung aber nur kurz an (Stunden bis höchstens Tage). Auf das eigentliche Krankheitsgeschehen und den langfristigen Krankheitsverlauf nehmen sie keinen Einfluß. Die Wirkung von cortisonfreien Entzündungshemmern tritt schnell ein (nach 30 Minuten bis etwa 2 Stunden, unterschiedlich von Präparat zu Präparat). Wenn cortisonfreie Entzündungshemmer abgesetzt werden, hält ihre Wirkung nicht an.

          Zu den cortisonfreien Entzündungshemmern gehören u.a. folgende Medikamente (in alphabetischer Reihenfolge):

          - Acemetacin (z.B. Rantudil)

          - Celecoxib (Celebrex) ---> Achtung hat andere Nebenwirkungen.

          - Diclofenac (z.B. Voltaren)

          - Ibuprofen (z.B. Imbun)

          - Indometacin (z.B. Amuno)

          - Meloxicam (z.B. Mobec)

          - Naproxen (z.B. Proxen)

          - Piroxicam (z.B. Felden)

          - Rofecoxib (Vioxx)

          Besprechen Sie die Medi - Einstellung mit Ihnrem Rheumatologen
          MfG AN

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          • RE: frage an Experten


            Hallo Armin,

            Vioxx ist schon vor mehreren Monaten vom Markt genommen worden!

            LG Monsti

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