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Schnelle Gefühlsabflachung

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  • Schnelle Gefühlsabflachung

    Seit ich mich kenne erlebe ich eine sehr schnelle Gefühlsabflachung in Bezug auf andere Menschen. Davon nicht betroffen sind Familie und langjährige Freunde, und vielleicht eine Beziehung aus der Vergangenheit.

    Es ist ein Gefühl von - ein paar Wochen bin ich Feuer und Flamme, dann verschwindet dieses Gefühl rapide. Das führt soweit, dass ich mich ständig neu verlieben muss, und mir das in der Tat auch sehr oft passiert. Kann man von einer Bottenstoffen (?) - Kombination, die auftritt, wenn man verliebt ist, süchtig werden?

    Die Gefühlsabflachung drückt sich ferner so aus, dass ich oft das Empfinden habe, an Gefühlen festhalten zu müssen, mich an einzelne Details oder Momente mit der anderen Person erinnern zu müssen, Momente, die mich besonders beeindruckt haben im Meer der Eindrücke - denn sonst würden die Gefühle einfach "wegdriften".

    Es wird alles so schnell zur Gewohnheit. Ich brauche ständig das Neue. So sieht es auch mit meinen Hobbies aus, eine Zeit lang sind sie eine richtige Obsession, und ich erlange - akribisch/perfektionistisch - fortgeschrittene Kenntnisse in verschiedenen Gebieten.Dann plötzlich langweilen sie mich und ich höre schlagartig auf, mich damit zu beschäftigen. Ich brauche ständig den Beginn, nicht die Mitte, nicht das Ende. So kommt es, dass ich kaum etwas zu Ende führen kann, weil es mich davor schon langweilt - oder mich ängstigt? Meinen Studiengang habe ich so gewählt, dass nichts Konkretes am Ende steht, so dass ich immer flexibel und auf dem Sprung sein kann, ja nie "festgelegt", "stagniert", in der Routine gefangen.

    Diesen extremen Bedarf an stets neuen Reizen, dieses Gefühl, nicht zu wissen, was ich will (in einem Moment ja, dann scheint es wieder wie nicht das Richtige), scheint sich eben auch in meinen Beziehungen zum anderen Geschlecht niederzuschlagen. Ich möchte einfach immer alle Möglichkeiten vor mir haben, und mich nicht festlegen müssen.

    Worauf könnte diese Gefühlsabflachung zurückzuführen sein, oder diese Bindungsangst?



  • RE: Schnelle Gefühlsabflachung


    google mal unter dem Thema ADS, mit Bindungsangst hat Dein verhalten meiner Meinung nach nichts zu tun. Du bist auf der Suche nach einem neuem Kick und dieser will ständig gesteigert werden.

    Beste Grüße

    Kommentar


    • RE: Schnelle Gefühlsabflachung


      Hi Icic,

      Unsicherheit fällt mir dazu spontan ein.
      Wikipedia hat mich in meiner Vermutung bestärkt:
      "Daneben gibt es noch eine Bedeutung als subjektiver Zustand eines Lebewesens, meistens eines Menschen. Dieser Zustand äußert sich häufig sprachlich und in einer wechselnden Verhaltensweise.

      Unsicherheit in der Entscheidungstheorie

      In der Entscheidungstheorie werden mit Unsicherheit zukünftige Umweltzustände beschrieben, für welche keine Wahrscheinlichkeiten vorliegen. Unsicherheit wird dabei in Ungewissheit, Risiko und Unwissen unterteilt. Bei der Ungewissheit sind die möglichen Auswirkungen bekannt, man verfügt jedoch nicht über Informationen zur Eintrittswahrscheinlichkeit. Beim Risiko ist als zusätzliche Information die Eintrittswahrscheinlichkeit bekannt, nicht aber der Zeitpunkt. Beim Unwissen sind auch die Auswirkungen der untersuchten Handlungsalternativen nicht vollständig bekannt. Die Entscheidungstheorie bietet verschiedene Methoden zur Entscheidung unter Ungewissheit, Entscheidung unter Unsicherheit und Entscheidung unter Risiko."

      Solltest Du Dich damit identifizieren können, musst Du die Ursache(n) für Deine Unsicherheit herausfinden. Wie hast Du Deine Kindheit wahr genommen? Wie verlief die Schulzeit? Ausbildung? Hattest Du überhaupt einmal ein Ziel? Wenn ja, wie sah das aus? Hast Du an diesem Ziel positive Erinnerungen? Ist einmal etwas extremes in Deinem Leben passiert, was Deine Welt durcheinander brachte? Du siehst, viele Faktoren können eine Rolle spielen.

      Um Dich mal zu beruhigen (oder auch nicht ^^) es wird in Deinem Leben nie eine 100%ige Sicherheit geben.

      Bin auf Deine Antwort gespannt.

      lg
      Nine
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      Seit ich mich kenne erlebe ich eine sehr schnelle Gefühlsabflachung in Bezug auf andere Menschen. Davon nicht betroffen sind Familie und langjährige Freunde, und vielleicht eine Beziehung aus der Vergangenheit.

      Es ist ein Gefühl von - ein paar Wochen bin ich Feuer und Flamme, dann verschwindet dieses Gefühl rapide. Das führt soweit, dass ich mich ständig neu verlieben muss, und mir das in der Tat auch sehr oft passiert. Kann man von einer Bottenstoffen (?) - Kombination, die auftritt, wenn man verliebt ist, süchtig werden?

      Die Gefühlsabflachung drückt sich ferner so aus, dass ich oft das Empfinden habe, an Gefühlen festhalten zu müssen, mich an einzelne Details oder Momente mit der anderen Person erinnern zu müssen, Momente, die mich besonders beeindruckt haben im Meer der Eindrücke - denn sonst würden die Gefühle einfach "wegdriften".

      Es wird alles so schnell zur Gewohnheit. Ich brauche ständig das Neue. So sieht es auch mit meinen Hobbies aus, eine Zeit lang sind sie eine richtige Obsession, und ich erlange - akribisch/perfektionistisch - fortgeschrittene Kenntnisse in verschiedenen Gebieten.Dann plötzlich langweilen sie mich und ich höre schlagartig auf, mich damit zu beschäftigen. Ich brauche ständig den Beginn, nicht die Mitte, nicht das Ende. So kommt es, dass ich kaum etwas zu Ende führen kann, weil es mich davor schon langweilt - oder mich ängstigt? Meinen Studiengang habe ich so gewählt, dass nichts Konkretes am Ende steht, so dass ich immer flexibel und auf dem Sprung sein kann, ja nie "festgelegt", "stagniert", in der Routine gefangen.

      Diesen extremen Bedarf an stets neuen Reizen, dieses Gefühl, nicht zu wissen, was ich will (in einem Moment ja, dann scheint es wieder wie nicht das Richtige), scheint sich eben auch in meinen Beziehungen zum anderen Geschlecht niederzuschlagen. Ich möchte einfach immer alle Möglichkeiten vor mir haben, und mich nicht festlegen müssen.

      Worauf könnte diese Gefühlsabflachung zurückzuführen sein, oder diese Bindungsangst?

      Kommentar


      • RE: Schnelle Gefühlsabflachung


        es könnte auf Fremdbestimmung hindeuten, Manipulation durch Erziehungspersonen, d.h. du durftest im Grunde nie selbst Enscheidungen treffen, dir etwas aussuchen, weil es wirklich deinem Wunsch entsprach.
        Das ist aber nur eine Vermutung.
        Es ist okay, etwas zu beginnen, es zu beenden, wenn man keine Lust mehr hat. Vielleicht solltest du dich vor dem nächsten Neubeginn fragen, ist es meines, kommt der Wunsch aus mir, oder erfülle ich die Rolle, die man erwartet?

        Kommentar


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