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Probleme mit meiner Mutter

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  • Probleme mit meiner Mutter

    Hallo,
    mein Vater liegt seit 2 Jahren im Wachkoma, und es ist leider nichts mehr zu machen. Vor 3 Monaten hat mir meine Mutter erzählt dass sie jemanden kennen gelernt habe der seine Frau vor 1 Jahr wegen Krebs verloren hat. Sie hat aber nichts weiter dazu gesagt. Meine Mutter und ich reden nicht so viel. Einen Monat später als ich ins Bad ging fand ich eine Zahnbürste. Ihr neuer Lover hat bei uns übernachtet als ich bei meinem Freund geschlafen habe. Habe meine Mutter angesprochen und ihr gesagt, dass ich es nicht gut finde so von der Sache zu erfahren. Und dass ich noch nicht mit der Situation klar komme und ihn nicht (noch nicht) kennen lernen möchte. Sie meinte dass sie noch nicht genau weiß was los ist aber sie würde es mir bestimmt sagen. Wieder sind einige Wochen vergangen und sie trifft sich immer häufiger mit ihm. Sie hat mir aber nie was erzählt. Von Ihrer Schwester erfuhr ich dass sie verliebt ist.
    Heute Morgen hat sie mich gefragt was ich diese Woche mache ich meinte, dass ich am Mittwoch nicht zu hause sei. Beim Mittagessen teilte sie mir mit dass Herman, ihr Lover heute kommen wird. Ich bin aber noch nicht bereit ihn kennen zu lernen. Ich würde gerne den Zeitpunkt bestimmen. Ich meinte dann dass ich mir schon etwas suchen würde damit ich nicht zu hause bin.

    Ich hätte gerne einen gemütlichen Abend zu hause gemacht aber jetzt kann ich mir etwas suchen wo ich übernachten kann. Habe mir vorgenommen ihn mir in dieser Woche anzuschauen. Aber jetzt hab ich echt keine Lust mehr dazu.
    Ich werde versuchen mit ihr diese Woche noch zu reden. Aber ich glaube nicht dass mir recht weit kommen werden weil sie nicht versteht dass ich, auch wenn ich ihn kenne nicht möchte dass er bei uns übernachtet wenn ich zuhause bin.

    Haben sie einen Rat


  • RE: Probleme mit meiner Mutter


    hallo karin,

    schwieriges Problem mit 2 Perspektiven. Deine Mutter versucht ein neues Leben aufzubauen (da dein Vater wohl nicht mehr aus dem Wachkoma aufwacht), du findest das ganze wahrscheinlich pietätlos, weil er ja noch irgendwie "lebt" und einen festen Platz, auch räumlich gesehen in eurem Leben hat. Ich würde das ganz klar deiner Mutter sagen. Es gibt auch andere Möglichkeiten mit einem neuen Partner zusammen zu sein, ohne die Gefühle der anderen Familienmitglieder zu verletzen.

    Meine ganz persönliche Meinung ist, daß ich das Verhalten deiner Mutter als wenig einfühlsam empfinde, auch wenn ich verstehen kann, daß sie vielleicht dadurch versucht , sich von einer sehr tragischen Situation abzulenken.

    Oder besteht vielleicht auch noch die Möglichkeit, daß die Beziehung zu deinem Vater schon vor seiner Erkrankung sehr schlecht war? Also ist als Außenstehender schwer zu beurteilen. Aber auch dann müßte sie Rücksicht auf deine Gefühle nehmen.

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    • RE: Probleme mit meiner Mutter


      Das ist ganz schön verzwickt...ich hoffe, Dr. Riecke schaltet sich bald dazu...

      Mir scheint es aber schon mal angemessen zu sein, Dir auf die Schulter zu klopfen...immerhin reagierst Du ja offenbar nicht hysterisch oder mit Vorwürfen, weil Deine Mutter überhaupt eine Beziehung zu einem anderen Mann eingegangen ist....sondern fühlst Dich "nur" reichlich überfordert damit, diesen Mann kennenlernen zu "müssen" obwohl Deine Mutter Dir nur sehr wenig über ihn und ihre Gefühle für ihn erzählt hat....ist ja nicht irgendein Geschäftstermin.

      Du hast nicht geschrieben ob Dein Vater zu Hause oder in einer Pflegeeinrichtung gepflegt wird..., sollte er aber nicht zu Hause sein und nicht rund um die Uhr von Deiner Mutter betreut werden, dann könntest Du Deine Mutter ja vielleicht bitten, ob sie nicht vielleicht - zumindestens bis Du ihren Freund unverfänglicher kennenlernen konntest, anstatt gleich als Übernachtungsgast - bei ihm Übernachten könnte. Das erste Kennenlernen ist bestimmt schon eine Herausforderung für Euch alle Drei...aber gleich mit einem völlig fremden Mann die intimsten Häuslichkeiten teilen zu müssen...das wär für jeden ein bisschen viel....auch wenn Du sonst nicht viel mit Deiner Mutter sprichst... jetzt solltest Du ihr schon sagen, was und warum Du Dich mit ihren Plänen mehr als unwohl fühlst....schon damit es keine Missverständnisse gibt und sie Deine Einwände oder Dein Verschwinden als egoistische Kinderei abtun kann/muss oder gar denkt, Du wärst wütend weil sie eine "Affäre" mit einem anderen Mann hat...

      Ich würde an Deiner Stelle aber auch davon ausgehen, dass besagter Herrman sich vermutlich vorerst genauso unwohl und fehl am Platze fühlt, wie Du - also nicht gegen ihn rebellieren oder ihn als Menschen ablehnen, sondern Deiner Mutter klar machen, dass Du Dich richtig unwohl fühlst, weil da plötzlich ein Fremder Mann - egal wie nett der ist - in Eurem zu Hause ist...das ist ja nicht egoistisch...sie würde es vermutlich auch äußerst seltsam finden, wenn sie von nun an auch damit rechnen müßte, dass da irgendein Mann, den nur Du näher kennst, in Eurer Wohnung umhertigern würde...

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      • RE: Probleme mit meiner Mutter


        Sorry Karin, für dich als Tochter ist es ein Problem, dass dein Vater im Wachkoma liegt. Aber wie denkst du, fühlt deine Mutter, deren Mann nie mehr ihr Partner sein wird, den sie mal geliebt hat. (Zumindest nehme ich das jetzt einmal an). Zwei Jahre zu ertragen, wie der Partner dahinvegetiert und im Prinzip nie mehr bei einem sein wird, ist garantiert auch nicht leicht zu ertragen.

        Ehrlich gesagt, denke ich, dass deine Mutter sehr wohl auch ein Anrecht auf ein glückliches Leben hat und es ihr vergönnt sein sollte, wieder glücklich zu sein. Das bedeutet doch, dass sie deswegen deinen Vater vergisst. Vielleicht haben sich gerade zwei Menschen, die einen schweren Schicksalsschlag erfahren mussten, in ihrer Not zusammengeschlossen.
        Dass du den neuen Mann im Leben deiner Mutter lieben musst, kann niemand von dir verlangen. Aber missgönne ihr nicht das Glück, welches sie nun wieder gefunden hat. Du wirst sicher irgendwann einen eigenen Partner haben (sofern es nicht sowieso schon so ist). Und was wird dann aus deiner Mutter? Dein Vater kann noch jahrelang im Wachkoma liegen. Soll sie sich deswegen auch gleich "dazulegen" und ihr Leben als gelebt betrachten?
        Ich kann verstehen, dass es dich schmerzt, aber versuche dich bitte auch einmal in die Lage deiner Mutter zu versetzen.

        Liebe Grüße
        Shanti



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        • RE: korr.- das bedeutet doch NICHT


          soll es heißen

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          • RE: Probleme mit meiner Mutter


            Hab ich das so ganz falsch verstanden?

            Ich hab nicht den Eindruck, dass Karin ihrer Mutter die Beziehung mit dem Mann an sich übel nimmt, sondern dass sie nur ein echtes Problem damit hat, dass die Mutter von ihr erwartet, dass sie (Karin) ohne Kennenlernen oder ohne Warmwerdphase gleich ihr zu Hause mit diesem Mann teilen soll/muss - aber vielleicht hab ich auch nur meine eigene "Macke" auf Karin projeziert...my home is my castle....und ich fands auch immer schon schwierig während der anfänglichen Zeit, wenn meine eigenen Freunde bei mir oder ich bei ihnen übernachtete....oder wenn meine Schwestern einen neuen Partner hatten und der dann eben auch plötzlich schon da war, wenn ich ihre Kinder morgens für den Kindergarten abgeholt habe - war ja toll, so musste ich nicht erst Kaffee kochen...aber seltsam war´s anfänglich doch....ganz abgesehen von der Tatsache, dass mir abends vorm Fernseher immer hundert Sachen einfallen, die ich ja noch schnell machen könnte...Fussnägel schneiden, ne Reinigungsmaske auflegen, Briefe schreiben, was lesen, Kette rauchen, irgendwas ekliges Essen etc....das würde ich alles erstmal nicht machen, wenn da son Fremdling mit mir auf dem Sofa lümmelt...ganz egal wie nett der ist, und wie gerne ich den habe...oder wie gerne den meine Mutter, meine Schwester oder sonstwer hat...oder ob es dem was ausmachen würde oder nicht...schon die Badezimmerroutine muss ja irgendwie geklärt werden...wer geht wann morgens als erstes ins Bad etc....

            Wie Du siehst, stülpe ich Karin einfach meine eigenen Marotten über...

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            • RE: Probleme mit meiner Mutter


              Hmm Catflap, ich hätte jetzt auch die fast gleiche Antwort wie Shanti geschrieben, aber vielleicht bringt Karin auch noch etwas Licht in die Sache...

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              • RE: Probleme mit meiner Mutter


                Das wär schön...bzw. würde es zumindestens mir meinen Ego-Schädel zurecht rücken ;oD

                Natürlich hoffe ich für das Mädchen, dass sie eben gerade nicht vor vollendete Tatsachen gestellt wurde und dann im Streit die Flucht ergriffen hat...

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                • RE: Probleme mit meiner Mutter


                  Catflap es ist ja nicht so, dass ich nicht auch Karin verstehe. Ich würde in ihrem Fall wahrscheinlich auch ein wenig weg von der Rolle sein. Hinzu kommt noch, dass Karin nicht erwähnt hat, wie alt sie, bzw. ihre Mutter ist. Nur sollte sie m. E. aber auch ihre Mutter verstehen, die sich wahrscheinlich wieder nach Nähe und Zärtlichkeit sehnt. Oder einen Partner mit dem sie über ihre Sorgen und Ängste sprechen kann. Mit den eigenen Kindern ist es ja nicht immer so einfach.

                  Ich kenne einen Fall (habe es auch schon mal vor grauer Urzeit geschrieben), wo ein sportlicher agiler Mann plötzlich nach einem Herzinfarkt - seine Frau hat in wiederbelebt - zum Pflegefall wurde. Der Mann, der ein intelligenter, aufgeschlossener Unternehmer war, hatte plötzlich das Verhalten und die geistige Reife eines Kleinkindes. Die Frau hat 2 - 3 Jahre (so genau weiß ich es nicht mehr) mitansehen müssen, wie ihr Mann immer mehr zum Kind wurde. Er musste in ein Pflegeheim, weil es zuhause unmöglich gewesen wäre, ihm die Fürsorge und Pflege zu bieten, die er benötigte.

                  Während dieser Zeit hat sie dann einen befreundeten Nachbarn besser kennen- und liebengelernt. Ihr Mann hatte zu diesem Zeitpunkt auch noch gelebt und der neue Partner ist sogar mit ins Pflegeheim gefahren. Manchmal hatte sie den Eindruck ihr Mann weiß, wer sie ist, dann wiederum freute er sich über ein Spielzeugauto. Sie hat im Prinzip ihre große Liebe verloren und nach einiger Zeit ein neues Glück gefunden. Dass ihr jetziger Partner nie den gleichen Stellenwert einnehmen wird, ist wohl beiden klar. Doch es war gut, dass sie nicht die ganze Zeit alleine mit ihrem Schmerz
                  war. Obwohl sie auch einen 16-jährigen Sohn hatte, der sie zwar sehr unterstützte, jedoch logischerweise nie ein Partnerersatz sein konnte. Wie es natürlich in der Familie von Karin aussieht,. weiß ich nicht. Karin sollte versuchen mit ihrer Mutter zu reden. Eventuell finden sie ja doch eine gemeinsame, akzeptable Lösung.

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                  • RE: Probleme mit meiner Mutter



                    Mir sind das zu wenig Informationen - besonders über die interpersonalen Beziehungen in der Familie-
                    um da schon eine Meinung zu äußern.

                    Bemerkenswert find ich aber, dass in den Folgebeiträgen mehrere Aspekte (die der Tochter, der Mutter und sogar die von Hermann) angesprochen sind. Denn das Problem ist schon sehr vielschichtig, am Ende geht es aber - wie so oft - um die Kommunikation und weniger um Prinzipien.

                    Vielleicht hören wir noch was von Karin.

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                    • RE: Probleme mit meiner Mutter


                      Hallo,
                      Ich frage mich was dir deine mutter schlimmes angetann hat, ich frage mich auch wieso du deine mutter so wenig eingene liebe gönne und frage mich auch wie du darauf kommst das sie umbedingt in diese position bleiben muss.-
                      Wen du alledings mit piätät kommst, ist natürlich für die geselschaft und somit inklusiv für dich, deine mutter schuldig und eine grausamme person, ihr felt ein das sie nun mal ein mensch ist sogar zu leben wollen und nicht aufzugeben, ein mensch mit ganz normale bedurfnisse zu sein ist eine unverschämtheit.-
                      Aber nun mal ist sie mutter, alledings mutter von ein mädschen die anscheint die regel so wie sie sind, ganz und gar behalten will, ach wie oft deine mutter sich das durch den kopf gespielt haben muss...und auch noch ein mensch dazu hollt, was ihr sicher 1000mal empfollen worden ist und sicher ihr auch 1000 mal empfollen worden ist dazu "wie bitte? deine torchte? die muss durch" Und das ist richtig, du muss nun mal durch oder willst du für deine mutter sorgen wen du immer und immer mehr... bei dein freund übernachten wird, wen du dir selbe ein leben " mit verliebtheit" aufbauen will und wird.-
                      Was der kerl betrieft, ratte ich dir auch da, dich auch ein wenig zerück zu halten, den er scheint auch nicht gerade leicht gehabt zu haben und sicher freiden auf erde zu gebrauchen.-
                      Du ganz natürlich die suppe versalzen und kein mensch die dir nah sind zu wunschen das es dennen ein bischen glück passieren kann, dein gutes recht dir dieses schuh anzuziehen und der miese peter zu sein und das glass halb lehr zu sehen wollen, wie wäres es den wen du ein wenig " menschlich denken wurde, und dich, für sie ein wenig freuen wurde über die neue zahnbürste?" Dein fater, tut sie ihm sicher damit nicht weh, sie ist zu nix schult und du darf ihr aber ein schlechte gewiessen einreden das es dir umbeding dadursch schlecht geht, das ist wie gesagt dein gutes recht negativ in der zukunft zu schauen... aber... dein kind da sein nimmt ein wenig viel platz, ob woll dir nichts entnohmen wird.-

                      Grüsse,
                      Véro

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                      • RE: Probleme mit meiner Mutter


                        ich arbeite mit wachkomapatienten.ich erlebe die schicksale der angehörigen,das hin und hergerissene.ich sehe ,wie schwer das ist.
                        ich würde jetzt partei für deine mutter ergreiffen.sie hat nur ein leben.sie wird deinen vater nicht vergessen und sie wird sich um ihn kümmern.es liest sich fast so,als wird er im heim versort,nicht zuhause?das geht nämlich auch.wir habe im kh des öfteren einen jungen mann ,40 jahre alt,der nach einem unfall vor 8 jahren m wachkoma liegt und zuhause betreut wird.seine frau hat nichtsdesto trotz seit einiger zeit einen neuen partner,der in diesem haus ein und aus geht.
                        gönne deiner mutte ein stück leben.auch du wirst irgendwann deinen eigenen weg gehen und dann ist sie alleine.man kann sie nicht verdonnern zu lebenslanger einsamkeit.
                        vielleicht sehe ich das alles aus einer anderen perspecktve,mag sein,aber das ist so.und wäre ich wachkomapatient,ich würde nicht wolen,dass mein mann sein leben aufgibt.

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                        • my home is my castle..


                          ja,so kann mans auch sehen..ABER auch für mütter sollte das gelten..-müssen mütter doch auch akzeptieren,dass ihre kinder das haus voller freunde mitbringen,das bad besetzt ist,morgens an den schuhen auf dem flur gezählt wird,wieviel brötchen gekauft werden müssen.
                          ich fühle mich manchmal auch nicht so wohl in meinem haus,weil frmede junge männer oder damen sich dort aufhalten.aber es ist so.jeder hat das recht -ebend auch mütter.
                          trotzdem verstehe ich karin natürlich.da dringt jemand in ihr schloss ein,in ihre burg,ins leben ihrer mutter ,ihrer eltern.
                          ich denke,dass die mutter selber auch sehr unsicher ist,nicht redet um karin zu schonen?um sich selbst klarheit zu verschaffen?
                          mag sein,dass es so nicht richtig ist,aber mütter machen auch fehler..
                          sind ja auch nur menschen.

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                          • RE: my home is my castle..


                            Natürlich haben Mütter die gleichen Rechte (wenn nicht sogar mehr, wegen der vielfälltigen Verpflichtungen) sich ihren Lebensraum zu gestalten und auch Regeln aufzustellen - die aber mit ihren halbwegs erwachsenen Kindern zu besprechen, vermeidet aber sicherlich auch ne Menge Missverständnisse und verletzte Gefühle auf beiden Seiten...vielleicht ist das das Problem zwischen Karin und ihrer Mutter - ich kann mir auch vorstellen, dass die langhaltende Dauerspannung, weil der Vater und Mann zwar da aber dann doch wieder nicht da ist, weil auch eben diese "Lage" völlig ungeklärt und nicht voraussehbar ist, doch auch dazu führt, dass die beiden Frauen auch für sich nur einen Tag nach dem anderen in Angriff nehmen...und auch eher selten konkrete Zukunftspläne machen...geschweige denn darüber sprechen...Ich kann schon auch verstehen, warum die Mutter vielleicht eher zurückhaltend ist und eben nicht ganz offen mit ihrer Tochter über ihr "Privatleben" spricht - ist bestimmt auch schon für alleinerziehende ein "Problem" ihren Kindern eröffnen zu müssen, dass sie in der Tat auch ein Privat - und Sexualleben haben...stell ich mir jedenfalls gar nicht mal so einfach vor - Ich finds nur einfach generell noch viel schwieriger für mich, wenn ich vor vollendete Tatsachen gestellt werde, eingeplant werde und plötzlich umpositioniert werde - obwohl ich gar nicht weiß wozu und warum....

                            Ich weiß nicht, warum Karin´s Mutter jetzt "Wert" darauf legt, dass ihre Tochter, den neuen Partner in ihrem Leben kennen lernt....und ich hatte das Gefühl, Karin ist sich da auch nicht sicher...ich wär auch misstrauisch und würde je nach Mutter-Tochter Beziehung vermutlich auch erstmal "dicht machen"....ich kenne das von meiner Mutter....wenn sie sich mal dazu überwinden kann und sagt, dann und dann steht der und der Termin an (normaler Weise, setzt sie voraus, dass ich das von alleine weiß und dementsprechende Pläne mache) dann ist das keine verkappte Frage wie z.B. hast Du da Zeit, kannst Du mitkommen oder das und das erledigen....dann heißt das, sie erwartet mich vorbereitet und nach ihrem Gusto einsatzbereit....und oftmals bin ich mir eben auch nicht sicher, was sie dann konkret von mir erwartet, also kann ich auch nicht "NEIN" sagen, ohne wie ein bockiger, egoistischer Teenager dazustehen....dementsprechend kann ich Karin - sollte ich ihre Post richtig interpretiert haben - auch verstehen... sie soll den "neuen" Mann ihrer Mutter treffen...wozu? Um ihn kennen zu lernen, um mit ihm zu sprechen? Einfach nur um ihn anzugucken, damit sie und Hermann sich nicht erschrecken wenn sie sich in der Küche begegnen? Soll da ein Abend miteinander verbracht werden? Wie soll sie sich benehmen? Was erwartet die Mutter von ihr? WAS? lol....Dolle kompliziert

                            Schade, dass sie sich nicht nochmal gemeldet hat....vielleicht findet sie ja in den nächsten Tagen die Zeit und Muße - ich hoffe nur, dass sich die beiden Damen nicht völlig überfordert haben und dass der Her-Mann auch ne Chance bekam....

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                            • RE: Probleme mit meiner Mutter


                              ich war jetzt einige Tage nicht oline und war heute ganz erstaunt wie viele Meinungen herein gekommen sind.
                              Danke für eure Beiträge!
                              Ich habe meiner Mutter von Anfang an vergönnt dass sie einen neuen Partner findet ich habe mir das auch schon vorher gewünscht. Jetzt wo es so ist bin ich erst drauf gekommen wie schwierig es ist mit der neuen Situation umzugehen. ich habe sehr gelitten mit dem "unfall" mit meinem Vater, es schmerz immer noch sehr und ich tue mir immer noch schwer mit der neuen Situation (neuer Partner meiner Mutter) umzugehen. ich möchte einfach nicht dass mein Vater in vergessenheit gerät. wir sprechen fast nie über ihn, die meisten Sachen wurden gegeschmissen, Fotos wurden abgehängt, neues Zimmer wurde gekauft. usw.

                              ich habe mich gestern entschlossen mit meiner Mutter und mit dem Hermann essen zu gehen.
                              Sie hat in darauf ganz erfreut angerufen und hat mit ihm einen Treffpunkt ausgemacht wo wir uns treffen um dann zusammen mit einem Auto hin zu fahren. Genau das ist was mir Angst macht, sie versteht mich nicht wirklich. Ich möchte ihn treffen, mir ihn anschauen, ein paar Worte mit ihm reden aber dann ist für heute schluss. Vielleicht nächste wochen könnte er mal bei uns zu hause essen aber bitte nicht zu schnell ich versuche echt mich an diese Situation zu gwöhnen und sie für irgendie als Normal zu bezeichnen. aber ich sehe immer noch meinen Vater der eben immer noch irgendwie lebt.
                              ich weiss auch dass dieser neue Mann nie diese Position übernehmen wird, ich weiss jetzt nicht wie ich euch das beschreiben soll, aber irgend etwas macht mir Angst.

                              Ich möchte mich an diese Situation gewöhnen aber nur langsam. mir kommt vor meine Mutter möchte ein zu schnelles Pensum vorgeben.
                              Wir haben uns dann im Restaurant getroffen. Er ist ein netter Mann der sehr viel von meinem Vater hat. ich bin echt froh dass ich diesen Schritt gemacht habe. ich hoffe nur nicht dass meine Mutter unser Kennenlernen falsch versteht und jetzt nicht mehr rücksicht auf mich nimmt und er einfach ein und ausgeht.
                              Sie sagt zwar immer sie versteht mich aber ihre Aktionen sagen immer etwas anderes.

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                              • RE: Probleme mit meiner Mutter


                                Ach, ist aber toll, dass Du Hermann (ich nenn ihn auch einfach mal so) getroffen hast...ehrlich, find ich ganz schön mutig und auch stark....Jetzt hoffe ich für Dich und Deine Mutter, dass sie - vielleicht durch Hermann - auch oder erstmals für sich und Dich mit der "Erkrankung" Deines Vaters umgehen wird...einfach so zu tun als wäre er nicht da und alles was an ihn erinnert wegzuschaffen, ist zwar auch eine Weise mit dem Problem umzugehen aber letztlich ist das einfach nicht Deine Art und Weise...dementsprechend kann man nur hoffen, dass Du nicht überfordert wirst.

                                Du kennst diesen Hermann auch noch nicht gut genug - aber da er selbst noch nicht vor zu langer Zeit seine Frau hat sterben sehen (Krebserkrankungen enden in den seltensten Fällen mit einem schnellen und humanem Tod ) wird er bestimmt viel eher Deine momentanen Zweifel und wirren Gefühle verstehen können, als manch anderer....vielleicht sogar besser, als Deine Mutter, die offenbar versucht, klare Fakten zu schaffen, wo auch noch für die nächsten 20 Jahre nichts klar und beendet sein wird - das ist auch eine Hölle....das ist ihre Hölle! Wenn Du also das Gefühl hast, dass Du Dich von Herrmann, dem Verhalten Deiner Mutter und von der "Mutter´s neuer Mann im Haus" überfordert fühlst, dann wäre es vielleicht nicht die schlechteste Idee, Herrmann genau das zu sagen, was Du uns hier gesagt hast. Ich verstehe Dich so: Du hegst überhaupt keinen Groll, weil Deine Mutter einen neuen Partner hat, oder gegen ihn persönlich - Du hast eben einfach nur echte Interessenkonflikte auszutragen, wenn Deine Mutter Dir Ihre Art und Weise mit den Gegegenbenheiten umzugehen, aufdrücken will....das tut sie auch nicht, um Dir zu schaden oder weil sie egoistisch ist - sie glaubt nur einfach dass Totschweigen, Ignorieren, Verdrängen und Neumachen der beste Weg ist, um überhaupt in die Zukunft gucken zu können....lass uns hoffen, dass das für sie auch weiterhin funktioniert...aber wenn das für Dich nicht funktioniert, dann sag das ganz offen - ohne Vorwürfe oder Streit! Mein Vater ist auch schwer krank...eigentlich stirbt er schon seit Jahren....während ich oft hoffe, dass er doch einfach für immer einschlafen darf, tut meine Mutter ganz oft so - als hätte er sich, um sie zu ärgern, all diese Krankheiten ausgesucht...als hätte er eine Wahl ob er für alles - selbst fürs Atmen - ihre oder fremde Hilfe benötigt....als Tochter fällt es mir oft ganz schwer damit umzugehen....und natürlich damit, dass ich eigentlich nichts für meinen Vater tun kann....aber - und das vergesse ich ganz oft auch....

                                Die meisten Ehepaare haben und hatten Beziehungen zueinander, die wir als "Kinder" zwar einschätzen können und oft auch durchschauen immer hin haben wir jeden Streit, jeden Krach, aber auch jede schöne Zeit der beiden miterlebt....aber was da wirklich abläuft - zwischen unserem Vater und unserer Mutter - das liegt nicht in unserem Ermessen....und dieses "Zusammenspiel" kommt oft, gerade in Krisenzeiten ganz stark zum Vorschein....das kann sehr schön und selbstverständlich sein...das kann aber auch für unsere Eltern überraschend und erschreckend sein...weil sie sich auch nicht bewußt darüber waren, was sie eigentilch zusammengehalten hat....Der riesen Unterschied ist, Dein Vater ist Dein Vater, das war er immer, das stand nie in Frage, darüber mussten weder er noch Du jemals nachdenken, zumindestens Du hattest nie die Wahl...das ist Dein Vater und gut ist. Das ist eine ganz andere Bindung, als die, die Deine Mutter und Dein Vater zueinander eingegangen sind....dementsprechend ist auch ihre Reaktion auf seinen Unfall und seine Krankheit für Dich vielleicht nur sehr schwer nachvollziehbar - da musst Du aber trotzdem nicht alleine durch....wenn sie nicht reden möchte, dann such Dir Menschen die reden möchten...die vielleicht in ähnlicher Situation sind....lass diesen "Zustand" nicht zu Deinem Normalzustand werden...

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                                • RE: Probleme mit meiner Mutter


                                  liebe karin,ich kann dich sehr gut verstehen.ich glaube nicht,dass deine muter da ein zu schnelles tempo vorgibt,sie ist nur schon länger mit ihren gedanken bei diesem neuen mann.
                                  atürlich tut es einer tochter weh.es ist eigentlich das schlimmste was einem passieren kann,einen menschen der einemnahe steht im wachkoma zusehen.nicht lebendig,nicht tot.
                                  dass in eurer wohnung bilder abgenommen werden,neue möbel gekauft werden,kann ich nur so versuchen zu verstehen,dass deine mutter sonst in zu vielen erinnerungen fällt und schwermütig wird.du wirst nicht alles wissen von ihren gedanken,mütter haben die gabe so einiges an negativgedanken vor ihren kindern zu verbergen um sie zu schützen.
                                  denk einfach dran,dass DU ihn ,deinen vater nicht vergessen wirst,besuche ihn so oft wie du möchtest.deien mutter wird es ebenso tun.
                                  sprich mit ihr,sag ihr dass du zeit brauchst.wie alt bist du eigentlich?
                                  ich wünsche dir von ganzem herzen alles gute.

                                  Kommentar

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