• Sie können sich hier registrieren, um Beiträge zu schreiben. Registrierte Nutzer können sich oben rechts anmelden.

Angst vor Bindungen

Einklappen
X
 
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge

  • Angst vor Bindungen

    Irgendwie mache ich das bereits mein ganzes Leben lang.
    Ich laufe weg, wenn es Streit in meiner Beziehung gibt.
    Dabei läuft es immer nach dem gleichen Schema ab. Sobald ich mich mit meinem Partner streite, sage ich "dann lassen wir es eben" und mache aus dieser Streitsituation und -laune heraus Schluss.
    Das zwiespältige dabei ist jedoch, dass ich in dem Moment so wütend bin und nichts dabei empfinde, wenn ich alles hinwerfe...
    Erst einige Stunden später wird mir bewusst, wie viel und vor allem wen ich damit verliere und entschuldige mich kleinlaut.
    Ich glaube, dass ich Angst habe, dass mein Partner im Streit alles beendet und ich ihm deshalb immer zuvor kommen will...
    Ich bilde mir ein, dass es nicht so weh tut, wenn ich alles beende, als wenn es andersherum wäre...
    Das klingt total albern und dämlich zumal ich diesmal so einen tollen und unglaublichen Partner gefunden habe, den ich so sehr liebe... ich ihn aber mittlerweile mit diesem ständigen Schlussgemache so mürbe gemacht habe, dass er so langsam nicht mehr wirklich mag...

    Ich mache das jedes Mal. Ich verstehe mich selber nicht...

    Wisst Ihr vielleicht, wie ich diesen Teufelskreis ein für alle Mal durchbrechen kann und nicht bei jedem noch so kleinen Streit Angst habe, dass er mich abserviert und ich ihm deshalb zuvor komme...



  • Dissoziierte Entscheidung



    Hallo Marleise,
    Es gibt ein Element aus der Therapie des Impulskontroll-Verlustes bei emotional instabilen Persönlichkeitsstörungen, die dissoziierte Entscheidung. So etwas könnten Sie etwas modifiziert anwenden.
    Das Prinzip ist , vor dem Streit über ihn hinaus – quasi in die Zukunft – zu agieren.
    Also z.B. die Vereinbarung treffen, nichts ernst und schon gar nicht endgültig zu nehmen, was da im Zorn ungefiltert über ihn ausgegossen wird, es eher als affektive Entladung mit dem Reinigungscharakter eines Gewitters zu interpretieren.

    Das hat den Vorteil, dass es das überlegte Produkt eines weisen – fast weisen – Menschen ist und sich deutlich von den kleinlauten Entschuldigungen hinterher unterscheidet.

    Vielleicht lässt sich etwas davon verwenden (Sie müssen ja nicht sagen, wo es herstammt).

    LG

    Dr. Riecke

    Kommentar


    • über die Liebe und darüber hinaus


      Kann es sein, dass du die Liebe auf ein zu hohes Podest stellst, so dass sie weder für ihn noch für dich erreichbar scheint?
      Deine Angst vor Bindungen, wie meinst du das? Du bindest dich ja nicht, wenn du dich trennst. Hast du nicht eher Angst, vor Trennung, Enttäuschung, Zurückgewiesenwerden?
      Versuch nicht "die Perfekte" zu sein, die alles richtig macht, das kann niemand sein. Halte die Situation aus, auch wenn du fürchtest den Verstand oder die Kontrolle zu verlieren. Du musst eventuell erst durch eine Enttäuschung dieser Art durch, um überhaupt lieben zu können und du selbst in der Partnerschaft zu sein.

      Kommentar


      • RE: über die Liebe und darüber hinaus


        Kann mich nur meinen vorrednern anschließen.

        Vielleicht solltest du deinen Partner auch erklären warum du so reagierst und das du dran Arbeiten willst. Das reciht in der Form wie hier damit er dich versteht. Den ich kann mir schon vorstellen das er irgendwann müde wird. So kann man zusammen an den Problem Arbeiten.

        Du darfst nicht mit so einer Einstellung in eine Beziehung gehen. Du musst dir bewusst machen das auch von einen AUS seiner Seite die Welt nicht untergeht. Und das man in einen Streit so einiges Sagt was man nicht so ernst meint.

        Also sprich mit ihm und Arbeite an dir!

        Alles Gute und das wird schon, den du hast das Problem schon erkannt.

        ---mastro

        Kommentar


        Lädt...
        X