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Freundin und Stress

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  • Freundin und Stress

    Ich wende mich mit meinem nächsten Anliegen primär an die Frauen hier vor Ort. Hatte soeben eine kleine, aber bedeutsame Ausseinandersetzung mit einer Freundin von mir. Ihre Art, ihr (Nicht-)Handeln gehen mir furchtbar gegen den Strich.
    In diesem Falle (in der Vergangenheit gab es genug ähnliche, aber gänzlich andere Fälle - immer wieder das gleiche Muster aufweisend. Alle mit dem selben Resultat, weil ich es immer wieder mehr oder weniger klaglos über mich ergehen ließ.

    Nun geht es um ihre "kleine" Cousine 11Jahre alt, deren Eltern sehr schwierig sind; die Mutter leidet an paranoider Schizophränie und der Onkel / Vater ist ein cholerischer Tyrann (schreit und schüchtert oftmals grundlos die Kleine und ihre Mutter ein), der die ganze Familie, inklusive Familie der Freundin und Großeltern, immer wieder mit seinen Drohungen im Schach hält, falls es mal nicht nach seinem Willen gehen sollte; undzwar droht er ständig, jederzeit der Familie die Kleine zu nehmen und abzuhauen - dass ihm das möglich wäre, daran besteht kein Zweifel, da die Mutter wie gesagt psychisch krank ist, zumindest zeitweise immer wieder, und daraufhin auch ins Krankenhaus muss.

    Nun ging es zwischen uns darum, dass die Kleine in optischer Hinsicht sehr bescheiden aussieht.Sie hat keine schöne Kleidung, welche nicht nur häßlich bis unfreiwillig komisch (besonders wenn diese kombiniert wird), sondern auch noch gänzlich unvorteilhaft ist.
    Obwohl erst 11Jahre alt, ist sie körperlich sehr sehr entwickelt (überaus groß und kräftig für ihr Alter, war sie bereits ihr ganzes Leben lang ); sie sieht wie 15 oder 16 aus - dazu ist sie auch ein wenig übergewichtig und aufgrund ihrer Höhe (sie ist fast so groß wie ich, aber ich bin nicht gerade klein) und ihres Gewichts möchte sie weniger auffallen, und das kompensiert sie mit Meinungslosigkeit, Schüchternheit, Schweigen, Schulterzucken - sobald man sie etwas fragt.

    Sprich, sie benimmt sich extremer als jede 11jährige (was aber an sich verständlich ist, weil es eine Folge der bestehenden Tatsachen ist). Freundin erzählt auch ständig, ihre Mutter verunstaltet die Frisur ihrer Tochter mit Locken (das sieht dann mal mehr, mal weniger extrem aus) - hat ihr sogar zu ihrem Geburtstag ein Lockenstab gekauft. Müßig zu sagen, dass ihr die Frisur inklusive der Locken absolut nicht steht, es macht sie altbacken und verleiht ihr einen hippimäßigen, ungepflegten Touch (als ich neulich meinte, sie müßte sich unbedingt einen vernünftigen Haarschnitt zulegen, meinte meine Freundin ironisch: tja, man hat ihr erst vor zwei Tagen die Haare geschnitten, und die Locken an den Haarspitzen seien sehr wahrscheinlich das Werk ihrer Mutter).

    Nun meldete sich meine Freundin erneut, um mir von den neulichen Eskapaden bezüglich des Aussehens oder aber besser gesagt des kontinuierlichen Verunstaltungsvorgangs detailiert und genüßlich (schien es mir schon fast) zu schildern...
    Es war und ist immer wieder das selbe Spiel seit wir uns kennen, unabhängig von dem jeweiligen Problem -
    sobald es meine Freundin nur marginal betrifft, klagt und lästert sie bei mir was das Zeug hält (in mir fängt es dann an zu kochen und zu brodeln, weil ich auch gleichzeitig weiß, was folgen und wie das Ganze enden wird), um mir dann märtyrerhaft ihre Fesseln zu zeigen, sobald ich meine Sichtweise der Dinge vorbringe und eine Lösung vorweise bzw. Impulse gebe, die man sehr gut nutzen und ausbauen könnte, um der einen oder anderen Sache erfolgreich nachzugehen.

    Es folgt prinzipiell immer!!! ein ganzer Ausredekatalog, warum sie nichts unternehmen kann, warum sie dies und das nicht tun kann usw. (weil Tante, weil Mutter, weil Onkel, weil die ganze Welt im Wege stehen etc. pp.) - noch nicht mal reden möchte sie mit der Kleinen, obwohl diese sicherlich nicht derartig blind ist und natürlich die modischen Unterschiede zu ihren Freundinnen bemerkt.
    Von daher, der älteren Cousine sicher Gehör schenken würde.

    Z.Bsp. schlug ich neulich vor, dass wir Geld zusammenzulegen, um der Cousine einen jugendlichen, schönen Haarschnitt zu verpaßen - das war vor Wochen, seit damals wartete ich darauf, dass diese Freundin ein Signalzeichen gibt, sei es nun positiv oder negativ. Da kam und wird auch nichts geschehen... wieder weil Tante das wahrscheinlich nicht gerne sehen würde, weil womöglich Familienkrieg, und in Folge dessen der Dritte Weltkrieg ausbricht.
    Ich sehe die Angst ein, das fragile Beziehungsgeflecht in der ganzen Familie zu zerstören und Leid und Tränen zu verursachen, aber sie möchte noch nicht mal mit der Cousine (oder deren Mutter) reden, stattdessen lästert und zieht sie über die seltsame, clownhafte Kleiderkombination ab oder über die komischen Leggins("fünf Nummern zu klein") , welche sie vorhin angezogen hat, um damit auf die Straße zu gehen; sich aber gleichzeitig unwohl fühle und leicht schämte.

    Eine andere Sache ist die, wenn ein Problem diese Freundin unmittelbar betrifft, ist sie immer wahnsinnig gewitzt und clever dieses so schnell wie möglich, oftmals auch ohne Skupel, erfolgreich aus der Welt zu schaffen (es gelingt ihr immer - auf der einen oder anderen Art), aber wenn es um Themen handelt, die sie nicht direkt in Mitleidenschaft ziehen, kommt sie immer 1. lästernd und klagend an ("ich hätte schreien können, die Leggins waren ihr fünf Nummern zu klein, mit ihren x Beinen sah sie total lächerlich aus" usw.) und 2. spielt sie mir daraufhin die Märtyrerin vor und hält mir ihre grandiose Hilfslosigkeit vor die Augen, indem sie gleichzeitig all meine Tipps und Ratschläge sofort und unbeachtet vom Tisch fegt.
    Ihr ganzes Verhaltensmuster wühlt mich offen gesagt auf und macht mich gar aggressiv.
    Sie zwingt mir immer ihre Fesseln auf, weil sie nicht als Bindeglied fungieren möchte, aber sie kommt mir jedes Mal mit ein und derselben Farce.

    Ich habe vorhin mit ihr Klartext geredet, sie ist daraufhin sofort eingeschnappt abgedampft (wie so oft - Der Ruf des Schneckenhauses hat sie übermächtig ereilt...), als ich ärgerlich meinen letzten Satz beendete (sie würde nämlich der Cousine gar nicht effektiv helfen, erst recht nicht indem sie nur und bei mir(!) ablästert. Wenn sie weiterhin keine tatsächliche Hilfeleistung im Sinn hat, sollte sie wenigstens mit solchen Szenen aufhören, weil es mich unteranderem eben wütend macht).

    Ok, das war nun ein etwas ausführlicherer Test, es beschäftigte mich sehr und selbstverständlich stelle ich meine Position oder besser gesagt meine Haltung ihr Gegenüber in Frage... bin ich etwa keine gute Freundin, weil ich diesen ganzen, nervenaufreibenden Zirkus (und ähnliche Vorstellungen betreffend andere Themen und Personen) nicht mehr tatenlos miterleben möchte und mir mehr Engagement und Fantasie von der Freundin wünschen würde, bezüglich dieser Cousine (wie bereits gesagt: in eigenen Angelegenheiten kennt sie keine Grenzen oder Skrupel, auch wenn andere oder etwas zu Schaden kommen sollten).

    Müßte ich mich als gute Freundin zügeln, bin ich uneinsichtig und sollte ich dieses ganze Theater (ihre lästernden Klagen und ihre just sofort präsentierte Hilflosigkeit usw.) wortlos ertragen lernen?!
    Bloß es treibt mir dermaßen den Puls hoch...

    Ich danke euch für die (möglicherweise folgenden) Stellungnahmen.

    Schöne Grüße,

    Komet.


  • RE: Freundin und Stress


    Meld dich bitte mal unter obengenannter,blauunterlegter ,Mailadresse

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    • RE: Freundin und Stress


      Wie lange ist sie den deine freundin?
      Was ist an sie den so fazinierent?
      Auf welsche ebene treft ihr euch den? damit meine ich. was sind die punkten die euch verbinden?
      Was sind den ihren vorstelungen im leben? ihren wünschen?
      Ich hätte eingentlich tausende fragen an dich, zu beispiel hat sie den mal eine "zoziales denken" als kind gelernt ? Ist sie sonnst eine lestern-prinzesin? macht sie dich manschmal komplimente ? nun jaaa? wie ist sie den sonnst?

      Liebe grüsse,
      Véro

      Kommentar


      • Widersprüche


        Hallo Komet,

        ich nehme mal an, Du möchtest zweierlei:
        1. dass diese ewige Herumlamentiererei/Lästerei Deiner Freundin aufhört - entweder hilft man oder man lässt es bleiben (so ungefähr), aber immer nur in der Kacke rühren ist nervend. Versteh ich, wenn's Dir an den Ohren rauskommt.
        2. dass dem Mädchen irgendwie hilfreich zur Seite gestanden wird.

        Seh ich das richtig?
        Das sind nämlich zwei unterschiedliche Sachen.
        Tu kannst - das sage ich ja hin und wieder - nur ändern, was Dein eigenes Verhalten und Denken betrifft. Du könntest Dich also fragen, ob es Dir grundlegend besser gehen würde, wenn Du solche Gespräche mit Deiner Freundin GAR NICHT führen würdest. Du würdest also bestimmte Sachen aus ihrem Leben nicht erfahren und könntest auf diese Sachen auch keinen Einfluss ausüben. Macht Dir das Unbehagen oder ist das genau das, was Du wirklich willst?

        Grüße
        Anke

        Kommentar



        • RE: Freundin und Stress


          Hallo Komet,

          Also meiner Meinung nach hast du richtig gehandelt. Sie ist nun eingeschnappt, weil du ihr die Meinung gegeigt hast? Na und? Soll sie doch! Es ist jetzt wichtig dass du auf deinem Standpunkt verharrst, fang jetzt nicht an das wieder zu zerblettern und dich zu fragen ob du zu hart warst o.ä...Wenn du jetzt nicht nachgibst wird sie vll. wirklich mal darüber nachdenken und erkennen, dass du im Grunde Recht hast. Es sei denn sie hatte nie die Absicht der kleinen zu helfen, denn folgender Satz lässt dies vermuten:

          "ich hätte schreien können, die Leggins waren ihr fünf Nummern zu klein, mit ihren x Beinen sah sie total lächerlich aus"

          Dieser Satz lässt weniger lauten, dass sie dem Mädchen helfen will....das klingt einfach nur nach Gespött...
          Deine Freundin hat allem Anschein nach wohl Langeweile...

          Gruß Ninchen

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          • RE: Freundin und Stress


            Hallo,

            ich finde auch, daß du richtig gehandelt hast. Freunde sind dazu da ehrlich zu sein, und wenn sie Ehrlichkeit von deiner Seite nicht ertragen kann, dann ist das ihr Problem und nichts worüber du dir ein schlechtes Gewissen machen solltest. Im Gegenteil, sie sollte sich nach diesen klaren Worten mal ein bißchen Gedanken über ihr Verhalten machen. Ich bin sowieso empfindlich, was das lästern über modische Un(-Arten) betrifft, denn meine Mutter hat mich früher auch gern in kuriose Sachen gesteckt, die mich ins Zentrum des Gespötts setzten. Aber ich finde es absolut daneben, wenn sie sich auf Kosten ihrer Cousine lustig macht, der sie eigentlich helfen sollte. Mode ist zwar eine sehr individuelle Sache, aber entweder man akzeptiert die Kleidung anderer, auch wenn sie einem persönlich nicht gefällt, oder man versucht Tips zu geben und zu helfen. Aber lästern ist schon mal der ganz falsche Weg. Und dann noch zu behaupten man könne außer lästern ja eh nichts machen, zeugt von Charakterschwäche und Feigheit. Deine Freundin traut sich einfach nicht, innerhalb der schwierigen Familie den Mund aufzumachen, also tut sie das bei dir.

            Bleib bei deinem Standpunkt, denn du hast recht. Außerdem sollte man als Freundin grundsätzlich sagen können, daß man sich das nicht anhören will, weil es einen aufregt. Du bist nicht verpflichtet dir das Geläster anzuhören, wenn es dich wütend macht. Und deine Freundin sollte ein Gespür dafür haben, wann sie aufhören sollte. Da sie das offensichtlich nicht hat, ist es nur richtig, wenn du ihr die Meinung sagst. Warte ab, sie meldet sich bestimmt wieder, wenn sie sich die Sache hat durch den Kopf gehen lassen. Es wäre ja mehr als lächerlich, wenn sie mit dir wegen der Sache nichts mehr zu tun haben will.

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            • RE: Freundin und Stress


              An Ninchen
              Sie mag schon sehr ihre Cousine, aber es stört mich einfach ihre Teilnahmslosigkeit, wenn es um Aktionen geht, wenn es darum geht die Sache in Angriff zu nehmen und daran teilhaben die bestehenden Probleme zu lösen.
              Sie, aber auch ich, waren in ähnlichen, kleidertechnischen Situationen in diesem Alter (wenn auch nicht so schlimm), aber wir hatten keinen an unserer Seite, der uns die Augen hätte öffnen können und uns mit Rat und Tat beigestanden hätte...

              Aber hier, heute - ist sie zur Stelle, dann bin ich noch da, und dennoch mag sie die Sache nicht angehen, sondern lieber wie Anke es treffend beschrieben hat, nur endlos rumlamentieren. Es kommt nichts Konstruktives dabei heraus, sie läßt es gar nicht zu, sondern erstickt meine Aussagen bereits im Keime, indem sie sofort mit den irre problematischen Eltern der Kleinen kommt (das bedenkliche dabei ist auch noch, dass die Kleine langsam aber sicher aufgrund der Situation zu Hause selber Neurosen entwickelt und in manchen Situationen äußerst komisch und aggressiv reagiert).

              Ich bin mir nicht sicher, ob sie es genießt sich über ihre Cousine auszulassen - auf jeden Fall genießt sie es offenbar, mir das ganze haarklein zu erzählen und danach die Hilflose zu spielen. Ich habe ihr das nicht zum ersten Mal gesagt, dass mich diese "hinter-dem-Rücken-Lästereien" stören und innerlich aufregen (betreffend auch noch andere Sachen, bspw. zu Schulzeiten bezüglich einer Schulkollegin)... ich habe es ihr in der Vergangenheit zwar nicht ärgerlich und bestimmt gesagt, aber ich dachte die Botschaft ist angekommen, dennoch ging das über Jahre nun grad so weiter.

              Heute hatte ich genug und habe einfach alles rundum ausgeblendet und nur das gesagt, was mir so lange auf dem Herzen lag. Mag vielleicht auch mitunter an der Heavy Metal / Rockmusik im Hintergrund :-) gelegen haben, die mir den nötigen Mut gab, alles auszublenden, keine Rücksicht mehr zu nehmen und einen gewissen ärgerlichen Ton mitschwingen zu lassen.

              "fang jetzt nicht an das wieder zu zerblettern und dich zu fragen ob du zu hart warst"
              Das mache ich leider sehr oft, auch wenn ich mit großer Sicherheit weiß, dass ich der Wahrheit sehr nahe gekommen bin.
              Wir haben in all den Jahren unserer Freundschaft schon mal die eine oder andere Auseinandersetzung gehabt... wenn sie sich jedoch nicht meldet, komme ich nicht zu ihr durch. Von daher denke ich, wäre es auch zwecklos mich bei ihr melden zu wollen.


              An Anke
              Nicht nur, dass sie in der Kacke rumrührt, sie kocht sie meiner Ansicht nach, auch noch mit Genuss hoch... Das alles nervt mich.
              Stimmt, diese Punkte würde ich gerne verwirklicht sehen, weil ich einfach nicht mehr kann und auch nicht mehr danebenstehen mag, während man meinen kleinsten Vorschlag im Keime erstickt, mit immer derselben Leier.
              Und falls sie mal doch etwas machen sollte, wie empfohlen, es hilfreich war usw. - dann erhält man nicht mal einen Seitenblick als Dank oder als kleine Anerkennung, von einem Wort ganz zu schweigen.

              Wie gesagt, sie ist sehr clever und weiß sich(!) immer gut zu helfen - wenn es hart auf hart kommt, dann kennt sie keine Gnade und alle Tricks und Kniffe werden ausgefahren und eingesetzt... aber wenn es um andere geht, ist Tatenlosigkeit die beste Lösung... nach all den Wochen weiß nicht ich und noch nicht mal sie, ob ihre Tante wirklich was dagegen hätte, wenn wir ihre Cousine bei einer neuen Frisur beraten würden.
              Sie hat noch nicht mal mit der Mutter gesprochen - sie weiß es einfach besser...

              Sicher, ich kann mein Verhalten ändern, deswegen auch meine Bedenken, ob ich mich einfach zwingen sollte, ihr einfach nur zuzuhören... bloß alles in mir widerstrebt diesem Gedanke, weil ich mitleide und es schlicht und einfach nicht aushalte diese ganze Problematik mitzuerleben, aber nicht anpacken zu dürfen, obwohl man Tipps und Ideen hätte, um das Ganze in richtigen Bahnen zu lenken und bspw. dieser Cousine zu helfen.
              Ich habe es auch schon mal versucht, nur zuzuhören ("ja...hm... sehr schlimm... das ist schade...furchtbar" usw), aber meine Freundin holt dann erst richtig aus, geht immer mehr in die Details und führt alles schön und breit aus - bis ich fast der Meinung bin, innerlich zu ersticken, wenn ich nicht sofort etwas sage. Nicht nur ihre Worte, sondern auch ihre relative Neutralität und die vermeindliche, immer schön vor sich hergetragene Hilflosigkeit, sowie die überhaupt nichtexistenten Ambitionen tatsächlich etwas ändern zu wollen oder es wenigstens zu versuchen, quälen mich.

              Selbstverständlich hätte ich lieber, dass sie in die Gänge kommt und genauso für ihre Cousine kämpft, wie für so manch andere Sachen, welche sie selber betreffen... Mir widerrum nichts mehr zu erzählen, ist auch nicht die geeignete Option. Es würde eigentlich völlig ausreichen, mir lediglich ein Mal darüber zu berichten, ich vergesse diese Sache ja nicht oder verkenne womöglich ihren Ernst bzw. die Traurigkeitsnote darin, sondern sie existiert weiterhin als ungelöstes Problem in meinem Kopf gekoppelt an der sachten Hoffnung, eines Tages ein Signal von der Freundin zu erhalten, um die Sache endlich angehen zu können.

              Auch könnte meine Freundin in egal welchem Stadium der Problemlösung auf mein Mitwirken und meiner Hilfe vertrauen und 100%ig darauf zählen, angefangen beim Gespräch mit ihrer Tante bspw.
              Aber da kommt nichts, alles wird pessimistisch und düster, schwarz in schwarz gezeichnet und als gänzlich hoffnungslos dargestellt... obwohl man noch gar nicht begonnen hat.


              An Véro
              Wir kennen uns schon sehr lange (15Jahre), haben auch vieles zusammen durchgemacht - traurige, belastende, aber auch glückliche Zeiten überstanden und erlebt. Bloß mir geht in letzter Zeit ihr Pessimismus, das notorische Nörgeln und der gänzliche Mangel an "aktionistischer" Teinahme (wie in diesem Falle), aber auch Besserwisserei immer mehr auf den Wecker (nicht selten hat sie einen Ton drauf, wenn sie mit Freunden spricht...welcher auch schon mal mir gegenüber angeschlagen wurde - jedoch nicht ohne Folgen... der nicht mehr schön ist, weil die Respektlosigkeit bzw. das Gespött darin sehr bewußt eingesetzt und natürlich verletzend ist, auch wenn die anderen scheinbar blind hierfür sind oder es womöglich tolerieren und runterschlucken...; all dies Personen / Freunden / Kollegen gegenüber, deren unverzichtbare Hilfe sie ansonsten gerne und bereitwillig in Anspruch nimmt).

              Um die Antworten auf deine Fragen in Kurzform zu halten, weil ich ansonsten einen ganzen Roman hierzu schreiben könnte :-)) - ich habe noch kein richtiges Kompliment von ihr gehört; ja sie lästert wie gesagt, möchte aber möglichst untätig dabei bleiben und die gaffende Zuschauerposition weiterhin inne halten; ihr momentanen Vorstellungen vom Leben sind falls es die Zeit zuläßt möglichst reisen, reisen, reisen - egal wie sehr sie ihren Vater dabei finanziell belastet/ausnimmt (sicherlich verdienen beide Eltern und das gar nicht mal schlecht, sie ist Einzelkind und hat so einiges an angenehmen Luxus im Elternhaus - dennoch haben die Eltern hohe Schulden und bekommen nicht zuletzt ihr Gehalt auch nicht geschenkt). Der Vater aber zahlt und zahlt und zahlt für Flüge und Aufenthalte - dreitausend Euro hier, zweitosend dort, eintausend von den Großeltern usw...

              Was verbindet uns?! Heute würde ich sagen unser ähnlicher Lebensabschnitt (z.B. Studium, die Liebe und ihre damit einhergehenden Problemen, der dunkle, fremde und potentiell tückische Dschungel vor unseren Augen namens Zukunft, sowohl in beruflicher als auch in privater Hinsicht, so manche Wünsche, Ängste und Träume), aber auch eine jahrelange, zusammen erlebte Vergangenheit. Wir reden und tauschen uns auch über viele, private Sachen in unserem Leben aus, leider würde ich mir dann und wann etwas mehr Unterstützung von ihr erhoffen, sowohl emotionale als auch konkrete, zb. Aufmunterungen und Tipps, aber das ist selten drin, wenn ich aber in ihrem Jammern über alles und jeden etc. einstimme, könnte ich nirgends besser aufgehoben sein.

              An Mai_13
              Vielen Dank für deine Stellungnahme. Ja, sie traut sich scheinbar nicht, ich würde auch weitergehen und behaupten sie möchte es gar nicht; aber ansonsten ist sie, wenn es um eigene Sachen geht, sehr rebellisch und setzt alles stur oder mit höchster Raffinisse auf Autopilot.

              Ich denke auch, dass sie sich wieder melden wird, aber sie ist nie einsichtig, wenn man die Sache in ihren Ansätzen aufarbeiten möchte; dies kommt meistens von ihr aus, ich habe schon gar keine eigene Intention mehr, nach langer Funkstille etwas aufarbeiten zu wollen, weil es nie etwas bringt; es ist immer wieder das Selbe, ich merke wie sie jedem und alles die Schuld zu geben/zuzuschieben versucht - schön proportioniert, so dass es nicht auffällt - aber am allerwenigsten sich selber.
              Selbst bei manch größten und unnötigsten Missverständnissen (welche aufgrund ihres Verhaltens lange Zeit nicht aufgeklärt werden konnten), legte sie diese Taktik an den Tag.

              An Nerea
              Meine Mail folgt, danke für den Tipp :-).

              Kommentar



              • RE: Freundin und Stress


                "(das bedenkliche dabei ist auch noch, dass die Kleine langsam aber sicher aufgrund der Situation zu Hause selber Neurosen entwickelt und in manchen Situationen äußerst komisch und aggressiv reagiert)"

                Habt ihr vll. schonmal daran gedacht das Jugendamt einzuschalten? Natürlich braucht ein Kind seine Eltern, ob dies in dem Fall jedoch so gut für die Entwicklung des Kindes ist, möchte mal dahingestellt bleiben. Fakt ist: wenn es ständig zum Gespött der Außenwelt wird und selbst bereits Schäden davon trägt, welche sich im Laufe der Zeit sicher noch ausdehnen werden, ist es auf jeden Fall wichtig etwas zu Unternehmen.

                "Ja, sie traut sich scheinbar nicht, ich würde auch weitergehen und behaupten sie möchte es gar nicht;"

                Genau das wollte ich mit meinem vorigen Post ja zum Ausdruck bringen. Für mich hört sich das einfach so an, als habe sie lediglich viel Spaß daran sich am Leid ihrer kleinen Cousine zu ergötzen, selbst aber möglichst untätig zu bleiben...

                Gruß Ninchen

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                • RE: Freundin und Stress


                  vielleicht sollte man die kirche aber auch im dorf lassen.
                  soll das jugendamt einschreiten, weil da ein käuzchen ohne chice markenfummel heranzuwachsen droht?

                  bei allem verständnis für deine fürsorglichkeit und dein engagement, komet, aber wenn es tatsächlich um mieses outfit und kleine schrulligkeiten geht, könnt ihr ebensogut warten, bis die kleine etwas älter ist und ihr dann bei bedarf mit ein paar tips zur seite stehen.
                  was sind das für neurosen, die du zu beobachten glaubst?

                  die sache mit deiner freundin steht auf einem anderen blatt.
                  klingt nach einem grundsätzlichen konflikt in bezug auf ideale und wertvorstellungen.
                  wie wäre es denn, wenn du in einer miesen, problematischen situation wärst?
                  könntest du dich auf ihre loyalität und unterstützung verlassen?


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                  • RE: Freundin und Stress


                    "wie wäre es denn, wenn du in einer miesen, problematischen situation wärst?
                    könntest du dich auf ihre loyalität und unterstützung verlassen?"

                    Die Frage ist brisant. Bin mal gespannt, wie Komet das sieht...

                    Moin zusammen übrigens.

                    Gruß
                    Anke

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                    • Salut süsse Komet ;-)


                      Hmmm... baby du drehst dich im kreis :-)) Ich fragte dich nicht nur so nebenbei vorauf eure beziehung basiert ist, sondern "was" verbindet euch" die zeit des pferde stillen mit eine freundin ist immer relativ ich habe es bemerkt wo ich mit meine 14 jahre lange freundschaft zu meine freundin, die harte notwendige hilfe, auf den plann kommen musste.
                      Die brillante frage von found, ist die wesentliche frage die du dir stellen solte, ich stelte mich auch immer wieder diese frage und schaute seelen ruhig wie meine "tolle lange freunschaft" den bar runter ging, als es mir richtig ritig drekig ging, das heiss mein einsatzt ihr gegen über ware sehr stark in der tat war ich immer zu stelle "nich nur ans telefon" wen es bei ihr brennte, ich fand es normal da sie auch sie französin ist sind manschen verhalten musster für mich selbverstäntlich gewesen, nur wiederum ist sie den Freundschaftlich kolegial wen es bei mir richtig brent?
                      Nein war es nicht weder loyalda? wie sieht es den bei dir und deine freundin da aus?

                      Liewbe grüsse,
                      Véro

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                      • Founds Frage


                        Vielen Dank erstmal für eure Meldungen, Ansätze und Gedanken :-). Ich habe über Founds Frage einige Zeit nachgedacht und ich mußte hier ganz klar differenzieren.
                        Würde es sich um physische Hilfe handeln (Nachts mit dem Auto abgeholt werden usw.), könnte ich auf ihre gebotene Hilfestellung diesbezüglich zählen. Wäre es hingegen seelische Unterstützung (Zuspruch, Aufmunterungen, Lob usw.) dann sähe/sieht es verdammt mau aus...

                        Unsere Freundschaft ist ohne Zweifel in einer kritischen Phase, nicht erst seit diesem Vorfall. Und ich habe offen gesagt, keine so rechte Ahnung, was tun, welche Richtung konsequent einzuschlagen. Oder sagen wir es anders, ich merke sehr wohl, dass ich mich von ihr mehr und mehr distanziere (n möchte); es innerlich befürworte, weil die jüngsten Defizite (wahrscheinlich waren sie schon immer präsent, aber ich habe sie nicht derartig bewußt wahrgenommen) in unserer langjährigen Freundschaft dermaßen störend sind.

                        Ich lernte durch sie einen guten Freund kennen, dieser ist das komplette Gegenteil. Seit ich mich mit ihm über seelisch belastende Dinge unterhalte, fällt das emotionale Defizit meiner Freundin noch gewichtiger aus. An dieser Stelle muss ich sie widerrum in Schutz nehmen und zum Teil die Ursache im scheinbar sehr eifrig praktizierten Familiencredo suchen - welches lautet: "Wir (die Familienmitglieder) weinen innerlich".

                        Dies meinte mal ihre Mutter zu ihr... dieser pathetischen und ohne Ende verklemmten Spruch scheint sie derartig eingenommen zu haben, dass sie ihn regelrecht verinnerlicht hat - er ist ja auch so cooool (und das auch noch im wahrsten Sinne des Wortes).

                        Ich möchte sie nicht aufgeben, aber ich kann und möchte ihr auch nicht mehr derartig nahe sein. Vielleicht spürt sie das unbewußt und ist ihrerseits auch verletzt und traurig :-(.
                        Es ist alles sehr schwierig.

                        Kommentar


                        • Definitionsfrage


                          Langjährige Freundschaften durchleben Veränderungen wie die Menschen, die sie pflegen (oder eben nicht pflegen). Ich frage mich gerade, welchen Vorteil ihr beide von der Freundschaft zueinander habt und wie sich diese Freundschaft im Laufe der Zeit entwickelt hat. Hat sie doch, oder?

                          Du klingst so, als würdest Du den Kreis der Menschen, mit denen Du Dich umgibst und mit denen Du Dein Leben teilst, gerade auf "Tauglichkeit" für Dein weiteres Leben abklopfen. Und dabei hat diese eine Freundin derzeit keinen leichten Stand. Vielleicht hat sie die Eigenschaften nicht, auf die Du gern vertrauen würdest, wenn Du jemanden Deine Freundin nennst. Das kann objektiv betrachtet eine zu hohe Erwartungshaltung Deinerseits oder aber ein tatsächlicher "Mangel" Deiner Freundin sein, der es Dir auf Dauer nicht möglich machen wird, weiter Freundschaft mit ihr zu haben, so wie Du sie bisher definiert hast. Welchen Eindruck hast Du derzeit? Gibt es Freundschaften auf unterschiedlicher Basis? Ich persönlich habe sehr unterschiedliche Qualitäten an Freundschaften und auf keine möchte ich verzichten. Um manche habe ich vor der Zeit getrauert, weil ich dachte, sie wäre schon vorbei. Dabei habe ich nur eine neue Einstellung finden müssen zu mir selbst und zu meiner Freundin/meinem Freund. Manche sehr enge Freundschaft ist sehr viel lockerer geworden, manche etwas lockerere Freundschaft dafür um so enger - und das hatte wenig mit der Tatsache zu tun, dass der/die eine nebenan wohnt und der/die andere weiter weg. Verstehst Du, worauf ich hinaus will?

                          Grüße
                          Anke

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