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HILFE!

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  • HILFE!

    Ich bin im Moment ziemlich ratlos! Gerade eben der Beitrag von Louise über Abtreibung...

    Ich öffne meine Mails und was lese ich: Eine liebe Freundin von mir hat ihr Kind verloren. Im dritten Monat schwanger.

    Sie ist bereits 38, bis heute hat's mit einer Schwangerschaft nicht geklappt, sie ist nun seit fast 10 Jahren verheiratet und sie wünschten sich immer Kinder.

    Nun war sie endlich schwanger und hat es verloren! Da schämt man sich doch fast, wenn man 2 gesunde Kinder hat und niemals irgendein Problem mit der Schwangerschaft gehabt hat!

    Was soll man nur sagen, wie kann man so jemanden trösten? Hat das jemand von euch schon mal erlebt?



  • RE: HILFE!


    Es tut mir für deine Freundin leid.

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    • RE: HILFE!


      Sehr schwere Situtation. Das tut mir sehr leid. Kann dir hierzu leider keine besonderen Tipps geben. Ich glaube aber nach einer bestimmten Zeit sind spezielle Seiten im Internet für deine Freundin sehr hilfreich zB: http://www.sternenkinder-web.de. Da findet sie auch andere Betroffene!

      Alles Gute für euch!
      Sissi

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      • RE: HILFE!


        Ach Kyria, was soll man da sagen?
        Ich hatte kürzlich in einem anderen Forum einen Vater, der sich für die heilende Diagnostizierungen (Röntgen) und OP (weiß nicht genau - glaube Galle) seiner schwangeren Frau und damit gegen das im Mutterleib lebende Kind entscheiden musste - ganz allein, am Telefon. Seine Frau war nicht mehr in der Lage, mitzuentscheiden. Viele der Männer des Forums haben einfach nur virtuell mit ihm um das verlorene Kind geweint. Und Mut zugesprochen. Er hatte ja noch eine 3-jährige Tochter, die die Mutter braucht. Was hätte er da anders entscheiden können? Worte sind sehr schwer zu finden für solche Fälle. Signalisiere Gesprächsbereitschaft, ich glaube, das allein ist schon genug für den Moment. Wenn Deine Freundin reden will, weiß sie, dass Du da bist - und wenn sie mit Dir schweigen will, wird sie das auch können. Oder?

        Mich haben die Gleichgültigkeit vieler Menschen um mich herum, diese Normalität, mit der zum Alltag übergegangen wurde, verletzt. Das Härteste war der Satz einer Kollegin: "Ich versteh nicht, was Du Dich so anstellst. Du hast ja nicht mal Leben gespürt und kannst jederzeit wieder schwanger werden." Das habe ich zu hören bekommen, als eine andere Kollegin freudestrahlend die Schwangerschaft mit ihrem zweiten Kind bekanntgab und ich mich heulend in mein Zimmer verzog, weil meine Fehlgeburt erst ein paar Wochen her war. Wieso darf die zwei haben und ich nicht mal eins, hatte ich mich gefragt. Der Kommentar der Zimmergenossin/Kollegin war ein Schlag ins Gesicht für mich. Ich würde gern wissen, ob sie inzwischen, wo sie selbst Mutter ist, nachvollziehen kann, wie es mir damals ging...

        Grüße
        Anke

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        • RE: HILFE!


          Da wirst Du kaum trösten können,oder doch,Du kannst natürlich die üblichen Worte vom Stapel lassen,ihr versuchen dunkle Stunden etwas heller zu gestalten,für sie da sein,wenn sie sich ausweinen will/muss...aber da muss sie alleine durch,da kannst Du nichts tun...:-((
          Da kann ihr übrigens niemand helfen,weder die beste Freundin noch ihr eigener Ehemann.....:-(

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          • RE: HILFE!


            Hallo Anke

            Frauen können ja sooo gemein sein, nicht? Das ist der Grund warum ich mich (fast) schäme. Ich hatte eigentlich nie irgendwelche Probleme mit Schwangerschaften, zwei gesunde Kinder, allerdings beide per Kaiserschnitt - na und?

            Bei der zweiten Schwangerschaft hatte ich allerdings auch eine Bürokollegin, die mir von der Totgeburt ihres ersten Kindes erzählte. Grässlich! Es hatte die Nabelschnur um den Hals und erstickte elendiglich... Ca. 2 Tage vor dem regulären Geburtstermin. Ich konnte sie verstehen, aber warum um Gottes Willen hat sie mir das erzählt! Ich war völlig aufgelöst!

            Wenn diese Freundin nun sehr jung wäre, hätte ich kein Problem sie zu trösten, dann hätte sie alle Zeit der Welt, aber sie ist bereits 38 und wollte seit ca. 10 Jahren endlich ein Kind bekommen! Besonders tragisch, nicht? Ich habe ihr geschrieben, dass sie mit mir reden kann, soviel oder sowenig wie sie halt mag. Mehr kann ich wohl nicht tun.

            Ich würde ihr sogerne sagen, dass alles gut wird und sie bald ein Baby bekommen wird, gesund und munter... Aber das wäre ja gelogen?

            Nur manchmal, da sind Lügen gnädig und ich hoffe einfach, dass sie noch eine Chance bekommen wird...

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            • RE: HILFE!


              Ich hab eine Situation erlebt, wo ich das 5. gesunde Kind bekam und eine Bekannte nach der Geburt ihres 2. Kindes dessen Tod erleben mußte.
              Ich hab mich geschämt, soviel Glück zu haben und bin der Frau bewußt aus dem Weg gegangen und es hat mich sehr belastet, daß ich nicht mit ihr darüber reden konnte, außer natürlich ihr zur sagen, wie unendlich leid sie mit tut.
              Zwei oder drei Jahre später habe ich wieder engeren Kontakt mit ihr gehabt und ihr gesagt, wie ich mich damals gefühlt habe.
              Síe hat sehr gelitten und wußte sehr wohl auch ohne Worte
              welche Gefühle ich ihr gegenüber hatte.
              Ich bedauere sehr, nicht genauso offen zu ihr gewesen zu sein, wie ich bei anderen Situtationen auch wäre.
              Leider verhält man sich in Dingen wie Tod, schwerer Krankheit o.ä. oft sehr zurückhaltend, obwohl die Betroffenen direkte und offene Zuwendung brauchen

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              • Alles wird gut.


                Ja.

                Die Frau meines Kollegen hat wegen "schwerer Mißbildung" ein wahrscheinlich ohnehin nur wenige Tage überlebensfähig seiendes Kind "abgetrieben" bzw. es war eine eingeleitete Frühgeburt.

                Das war bitter, und zudem: was erzählt man im nicht so bekannten Bekanntenkreis?

                Richtig: "Fehlgeburt".

                Sie ist aber gut drüber weggekommen.

                Und: eine gute Freundin von mit hatte vor längerem ne Fehlgeburt (so rund 6 Jahre her), und jetzt hat sie kürzlich d.h. vor 10 Monaten GESUNDE ZWILLINGE zur Welt gebracht.

                Also es wird alles gut, sag ich Dir!
                Hilfe, Unterstützung, gute Freunde und die Zeit werden es richten, da bin ich mir auch bei Dir bzw. Deiner Bekannten sicher.

                Behandele sie so wie immer, mach ihr Mut, guck bloß nicht so "ich bin so wahnsinnig betroffen" weil das hilft ihr überhaupt nicht.

                Behalte Dir und ihr den Spaß am Leben bzw. erobere ihn mit ihr gemeinsam zurück. Alles wird gut, wie gesagt, Du wirst es sehen.


                Gruß von Ulli

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