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Meine Frau liebt mich nicht mehr!!

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  • Meine Frau liebt mich nicht mehr!!

    Hoffe, ich bin hier richtig, mein Problem ist , ich glaube, meine Frau liebt mich nicht mehr.
    Sie 46, hat seit etwa 7 Monaten keine Lust auf Sex, Kuscheln, oder überhaupt Körperkontakt im Bett.
    Auf mein Nachfragen meint sie, sie wisse auch nicht was los ist . Sie hat sogar ihre Frauenärtztin konsultiert, ohne Ergebniss?
    Mir sagt sie, sie liebe mich, der Sex sei ihr aber nicht mehr wichtig.
    Wenn ich sie intim streichel, wird sie auch heiss, auch klappt dann alles. Leider muss ich die Initiative ergreifen(und nur ich), denn von ihr kommt einfach keine Initiative!
    Es ist mir aber mitlerweile(auch weil ich nicht weiss, ob es ihr recht ist) auch nicht mehr danach, mit ihr.
    Da ich recht gut aussehe, hätte ich keine Probleme (ausser die Selbstbefriedigung) mit einer anderen Frau zu schlafen.
    Ich liebe meine Frau, auch wenn ich mich auf eine Andere einlassen würde.
    Weiss nicht, was soll ich tun?


  • Des Menschen Wille...


    ...ist sein Himmelreich!
    Mir ist jetzt leider nicht präsent, wer diesen tollen Ausspruch geprägt hat, aber er passt in diesem Falle ganz besonders. Die Frage, die Du Dir zu beantworten hast, ist nämlich: Was will ich denn überhaupt? Und die simple Antwort lautet: Glücklich und zufriedne sein! Und das ist auch schon die ganze Herrlichkeit. Wenn Du also wissen willst, was Du nun machen sollst, dann frage Dich, welche Alternativen Dir offen stehen und was davon Dich auf Dauer (oder kurzfristig oder gar nicht) glücklich macht.

    Sollen wir einmal gemeinsam sämtliche Alternativen aufzählen, damit Du etwas klarer siehst?

    Da wäre Alternative 1: Fremdgehen.
    Das kannst Du jederzeit und sooft Du willst, dazu brauchst Du niemanden zu fragen. Allein, dieser Akt ist für verheiratete Paare selbst und für die neuen Intimpartner sowie für die umgebende Gesellschaft mit Vorbehalten belegt, über die Du sicher einmal gründlich nachdenken solltest. Teilproblem a ist Dein eigenes Moralverständnis. Wenn es Dir sagt "Du verhälst Dich gerade beschissen Deiner Frau gegenüber", dann macht es Dich nicht auf Dauer glücklich, neben Deiner Ehefrau auch noch weitere Intimpartner zu haben. Wenn Du es vor Deinem eigenen "Gewissen" verantworten kannst, z.B. mit der Rechtfertigung "Ich nehme meiner Frau nichts von dem, was sie zum Glücklichsein braucht, wenn ich einem Bedürfnis nachgehe, das sie gar nicht hat", dann besteht durchaus die Chance, den Stein der Weisen gefunden und das Problem zumindest so lange gelöst zu haben, bis Teilaspekt b auf den Plan tritt.

    Teilaspekt b besteht aus der Erwartungshaltung Deiner Frau. Wenn diese Dein Fremdgehen als Vertrauensbruch und Missachtung ihrer Person versteht, hast Du spätestens dann ein Problem, wenn Du beim Fremdgehen "erwischt" wirst. Du müsstest also ständig Angst vor negativen Folgen haben, was sicher auf Dauer nicht besonders glücklich macht. Dass Du Dich gerade in diesem Zustand des Unglücklichsein schon befindest, mag diese Folge relativieren. Allerdings höre ich heraus, dass Dir Deine Frau und deren Liebe durchaus etwas bedeuten, also wirst Du diese Skrupel wohl selbst haben, Deine Frau dauerhaft zu betrügen. Wie wahrscheinlich es ist, dass Deine Frau Dir für Sex einen weiteren Partner gewährt, kann ich nicht beurteilen. Es soll Ehen geben, in denen das funktioniert. Man muss sich halt nur vorher einig sein und dazu stehen...

    Kommen wir nun auf den Teilaspekt Erwartungshaltung der Gesellschaft um Dich und Deine Frau herum. Dass Dir Tante Emma aus Pusemukel mit ihrem streng konservativen Treuebegriff in dieser Geschichte herzlich egal sein kann, das stimmt natürlich. Wie aber sieht das mit (gemeinsamen) Freunden, Verwandten, Kindern (so vorhanden) oder auch schlicht den lieben Kollegen nebst dem Vorgesetzen aus? Niemand ist eine Insel. Es ist eine gute Frage, ob Du eine eventuell sogar von beiden Ehepartnern gewollte offene Beziehung leben kannst, wenn um Dich herum eine Hetzjagd der Tugendhaften losbricht. Kein Mensch behauptet, dass es so kommen muss, aber Du wärest nicht der Erste, dem das passiert.

    Das führt uns zu den anderen Möglichkeiten, die Dir offen stehen. Du könntest, weil Du eben lieber weder einen Ehekrach noch die Verachtung der Moralfesten um Dich herum riskieren möchtest, Deiner Frau die einmal geschworene Treue halten und still vor Dich hin leiden. Sehr ehrenhaft! Zeugt von hoher Leidensfähigkeit und Selbstverleugnung, aber macht das auf Dauer glücklich? Eher nicht.

    So spricht viel für die Möglichkeit, Dir selbst und Deiner Frau die Dramatik der Lage konkret vor Augen zu führen, also das offene Gespräch zu suchen, indem Du von Deinem Leidensdruck berichtest und Deiner Frau das Recht lässt, für sich die Frage zu beantworten, wie wichtig ihr noch der gemeinsame Sex ist. Leider sagst Du nicht, wie alt ihr seid. Es gibt natürlich verschiedene Möglichkeiten, warum eine Frau keinen Sex mehr möchte. Hormonstörungen, die falsche Verhütungsmethode, ein unterbewusster Kinderwunsch, eine Depression, andere Krankheitsbilder oder Stress können die Libido ersterben lassen. Anhand meiner Mutter erlebe ich, dass auch 70-jährige Frauen durchaus noch ein ausgeprägtes Bedürfnis nach Sexualität haben. Allerdings kann die Art und Weise, wie dieser Sex ausgelebt wird, sich im Laufe eines Lebens stark ändern. Du sagst ja auch wenig darüber, was ihr konkret so füreinander tut, damit der Spaß auf beiden Seiten erhalten bleibt. Manchmal ist ein Partner, der viel Sex haben möchte, für einen anderen Menschen, der eben weniger oft oder auf ganz andere Weise befriedigenden Sex haben möchte, ein Lustkiller. Das muss bei euch nicht so sein, aber Du kannst diese Möglichkeiten der Reihe nach bewusst durchgehen (am besten mit Deiner Frau gemeinsam), um das heraus zu bekommen. Ein Mediator hilft dabei oft, wirklich bei der Wahrheit zu bleiben, als kann - bei genügend großem Leidensdruck - eine Paartherapie die Lösung bringen. Wenn Deine Frau nach vielen Gesprächen und intensiven Bemühungen um ihre eigene Libido wieder mehr Spaß und Intitiative entwickelt, wird Dich das auf Dauer glücklich machen.

    Als letzte Möglichkeit bleibt Dir (auch für den Fall, dass weder offene Gespräche noch eine Therapie Deine Frau zu der Erkenntnis kommen lassen, dass sie so oft und auf die Weise, wie Du es brauchst, um glücklich zu sein, Sex mit Dir haben möchte), Dich von Deiner Frau zu trennen und einen Partner zu suchen, der Dein Bedürfnis nach Intimität besser teilt. Das wäre dann etwas, was Dich auf Dauer glücklich macht, wenn nichts anderes eine Lösung bringt.

    Ich komme mal zurück auf den Anfang der Geschichte: Du musst prüfen, was Du willst und ob es Dich auf Dauer glücklich macht. Was das ist, weißt nur Du. Finde es heraus. Nimm Dir für den Anfang Blatt und Papier und bringe Deine Wut, Deinen Ärger, Deine Frustration, Deine Ängste und Wünsche zum Ausdruck. Denke dann darüber nach, was davon eine negative Erwartungshaltung ist, die Dich nicht wirklich zufrieden macht und was davon unbedingt nötig ist, um glücklich und zufrieden zu werden. Dann bitte Deine Frau, dasselbe für sich zu tun. Anschließend sprecht gemeinsam darüber, was bei euren individuellen Überlegungen herausgekommen ist. Und dann entscheidet, wie ihr gemeinsam weiter an einer Lösung des Problems arbeiten könnt.

    Viel Erfolg!

    Anke

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    • RE: Des Menschen Wille...


      Um es jetzt abzukürtzen, wir haben uns nochmal ausgiebig auseinandergesetzt, sind dabei leider nicht weitergekommen.
      Sie sagt nicht, sie liebt mich, nur das sie mich lieb hat, auch meint
      sie, es wären die Wechseljahre, auch hätte ihre Frauenärtztin sowas gesagt, es wäre normal, in den Wechseljahren lustlos zu sein?
      Kann ich nicht so nachvollziehen, versuche aber damit klarzukommen, wüsste aber gerne, ob es wirklich so ist.
      (mit den Wechseljahren)
      Vielen Dank an
      _AnkeF_ und für weitere Antworten.

      Siggi, 47

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      • hmm?eine dumme frage


        Ist den liebe sex? ich meine habe ich jemand (nur lieb) weill ich kein sex habe? oder meine menopause ?

        Oder liebe ich jemand für dieses jemand?

        http://www.menopause-gesellschaft.de/
        Grüsse, véro

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        • Und der Rest?


          ist denn die Beziehung ansonsten in Ordnung? Wenn ja, könnte es durchaus eine hormonbedingte Sache sein (zum Beispiel).
          Also, ich will ja nicht hetzen, ist nur so ein Gedanke: wenn es sonst auch kriselt, würde ich persönlich mal darüber nachdenken, ob Frau vielleicht einen anderen hat?!

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          • Zwischenfrage!


            Bist Du zufällig im Sexualkunde-Forum aktiv, und zwar als "Wiejetzt?"?
            Nur, damit ich mir jetzt nicht ein Bild zusammen reime, das es so gar nicht gibt. Oder doch?

            Grüße
            Anke

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            • Meine Frau liebt mich nicht mehr


              Hallo "wie weiter", Ich möchte es auch kurz machen und meine eigene Meinung dazu sagen, da ich in der Situation wie Deine Frau bin. Wenn Du mit ihr gesprochen hast und sie Dir keinen Grund für ihr Verhalten sagen kann, weder
              kuscheln möchte noch sonst irgendwelchen Körperkontakt zu Dir sucht, dann gehe ich davon aus, dass sie keinen Sex mehr mit Dir möchte und Dich auch nicht mehr zu lieben
              scheint, egal, aus welchen Gründen auch immer. Ich denke, dass sich Deine Frau nicht von Dir trennen möchte und eigentlich hofft, dass Du sie in Ruhe lässt, denn ihr Verhalten deutet für mich eindeutig darauf hin. Ansonsten scheint ihr aber daran gelegen zu sein, dass Du sie nicht verlässt, ob es ihr was ausmachen würde, wenn Du Dir den Sex ausserehelich holst, wage ich zu bezweifeln, denn dann würde sie mehr klammern und versuchen, aus Prinzip mit Dir zu schlafen, damit Du zufrieden bist. Frag doch Deine Frau einfach mal auf den Kopf zu, ob sie je wieder mit Dir schlafen möchte oder ob Du sie lieber nicht mehr anfassen sollst, vielleicht ist sie dann erleichtert und dagt Dir endlich einmal die Wahrheit.

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              • RE: Meine Frau liebt mich nicht mehr!!


                Hallo,

                Also wenn sie jetzt erst seit ein paar Wochen keine Lust mehr hätte..ok, dann kann das ja echt eine Stimmungsschwankung sein, aber 7 Monate??? Wer hat bitte 7 Monate lang Stimmungsschwankungen??? Ich bin zwar nicht in den Wechseljahren (noch laaange hin), aber trotzdem kommt mir das auch etwas suspekt vor. Aber zu allererst mal spreche ich dir meinen Respekt aus, dass du das ganze so lange "auf dir sitzen lässt".. andere wären schon verzweifelt und hätten sich wahrscheinlich schon getrennt, aber wenn du schon seit 7 Monaten darunter leidest dann musst dir wirklich viel an eurer Beziehung liegen.
                Mein Tipp wäre auch eine direkte Konfrontation! Frag sie direkt ob du sie lieber gar nicht mehr anfassen möchtest, ob ihr das lieber sei...
                Anders bekommst du aus ihr offenbar nichts heraus und nach 7 Monaten bin ich mir sicher, dass sie die Antwort für ihre Unlust für sich schon längst gefunden hat...

                Gruß

                Ninchen

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                • RE: Des Menschen Wille...


                  Ich finde es ziemlich traurig, daß du nach nur 7 Monaten schon so konkret darüber nachdenkst, dich außerehelich zu orientieren, und das, obwohl die Ursache für die Lustlosigkeit deiner Frau noch nicht so richtig klar ist und obwohl du von Liebe zwischen euch sprichst...
                  ohne Namen II

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                  • Wer jung ist...


                    ...kann es sich vielleicht gar nicht vorstellen, aber es gibt Stationen im Leben eines Menschen, in denen es durchaus über Jahre keinerlei Lust gibt, die in GV mündet. Außerdem kommt es immer darauf an, wie "keine Lust" praktisch aussieht und welchen Stellenwert die körperliche Liebe in der Partnerschaft überhaupt genießt.

                    Du bist jung und kannst Dir nicht vorstellen, ohne körperliche Liebe auszukommen. Daran ist nicht verkehrtes! Jemanden auf einen Sockel zu heben und zu sagen, er sei für sein Warten und Ausharren an der Seite des geliebten Menschen zu bewundern, zeugt in meinen Augen von einem Missverständnis des Liebesbegriffs.

                    Liebe vergeht nicht, wenn es kein sexuelles Verlangen mehr gibt. Sie bleibt auch dann, wenn "nur noch" die innige Verbundenheit gegeben ist. Allerdings ist die Voraussetzung, dass diese Verbundenheit überhaupt existiert. In vielen sogenannten Liebesbeziehungen besteht die Verbindung der Beteiligten hauptsächlich in der Vorstellung, mit einer gewissen Frequenz "geilen Sex" erwarten zu dürfen. Diese Erwartungshaltung ist aber nicht jedem gegeben - und ich finde, das ist auch gut so! Wobei sich "wahre Liebe" und "guter Sex" nicht widersprechen müssen.

                    Aber ich philosophiere und Du denkst sicher, ich bin eine alte Schnepfe, die keine Ahnung von befriedigendem Sex und toller Paarbeziehung hat. Ich kann Dir versichern, dass dem nicht so ist.

                    Es muss nicht unbedingt "jemand schuld" sein oder "jemand dem anderen Unrecht tun", wenn Sexualität in einer Partnerschaft nicht der gängigen Floskel vom GV an X Tagen in der Woche entspricht. Es kann auch einfach nur eine andere Erwartungshaltung dahinter stecken. Es wäre natürlich zum Vorteil für beide, wenn sie die selbe Erwartungshaltung hätten. Wenn dem nicht so sein sollte, gibt es ein Problem. Mit der Erwartungshaltung "ab jetzt wird aber wieder gefälligst an X Tagen in der Woche gevögelt", kommst Du da sicher nicht zum Ziel. Mit "Abwarten und Tee trinken" wahrscheinlich auch in den seltensten Fällen. Gespräche und Einfühlungsvermögen sind gefragt - und zwar auf beiden Seiten. Meistens wird beim Gegenüber nämlich "abgeblockt", wenn die Lösung des Problems gleich in der Fragestellung mitgeliefert wird ("Du bist falsch, ich bin richtig - ändere Du Dich, dann ist alles wieder gut"). So funktioniert Partnerschaft nicht. Wenn das Leben so einfach wäre, dann würde es ja nur glückliche Paarbeziehungen geben. Und das - das solltest Du auch schon festgestellt haben - ist ja nun weiß Gott nicht so.

                    Sei nicht böse, aber um Recht oder Unrecht, richtig oder falsch, gut oder böse geht es hier nicht. Der Mann hat ein Missempfinden. Seine Frau weiß inzwischen, was er von ihr erwartet. Was jetzt noch zu klären ist, ist: Wie finden die beiden einen gemeinsamen Weg, ohne dass einer von beiden sich in die Opferpose begibt und schon durch diese Haltung den anderen in eine Täterrolle manövriert. Bei sowas geht es dann nur noch um Macht. Und für Machtspielchen, das sollte sich jeder von uns zu schade sein, zumal, wenn er liebt.

                    In diesem Sinne noch einen besinnlichen Abend wünscht
                    Anke

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                    • ahöm, *räusper*


                      ...wann hört "jung" bei Dir auf? Mit 60?
                      (nicht böse sein ----ich meine gelesen zu haben, dass die beiden Mitte 40 sind)

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