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Eigentumswohnung

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  • Eigentumswohnung

    Hallo, es gehört zwar hier eigentlich nicht ins Forum.

    Ich beabsichtige demnächst eine Eigentumswohnung zu kaufen, wer kennt sich damit aus, bzw. weiß worauf man beim Kauf achten muß.

    Das größte Problem bei Eigentumswohnungen ist ja, daß man trotz Eigentum nicht sein eigener Herr ist, aufgrund der anderen Wohnungseigentümer im selben Haus.

    Grüße
    Marion


  • RE: Eigentumswohnung


    Das Problem mit den Eigentümern kann ein Problem werden, muss aber nicht. Ist Einstellungs- und Nervensache!
    Wir wohnen in einem 8-Familien-Haus und um uns herum sind lauter Häuslebesitzer. Glaub mir, da ist weder für uns noch für die Hauseigentümer alles "berührungslos", nur weil die ein Haus und wir "nur" eine Wohnun besitzen. Wenn da sonntags der Rasen gemäht oder die Kreissäge angeschaltet wird, dann stinkt das ALLEN, die nicht gerade an der Säge bzw. hinterm Rasenmäher stehen. Nervig ist vieles, aber das kannst Du nicht an einer ETW festmachen, das ist Mentalitätssache.

    Ich rate Dir, vorher einmal in die Eigentümersitzungsprotokolle zu gucken. Da stehen oft nette Sachen drin zur allgemeinen Stimmungslage im Hause oder zu Problemsituationen am/im/ums Gebäude. Welche Verteilerschlüssel für welche Kosten genommen werden, wie die Bestimmungen für Beschlussfassungen sind, darüber würde ich mir schon im Vorfeld Gedanken machen - also immer einen Rechtsberater aufsuchen mit der Teilungserklärung im Gepäck.

    Wenn's ein Neubau wird, dann am besten ein Vergleichsobjekt zeigen lassen und ggf. die Erwerber auf Erfahrungen mit dem Bauträger/Architekten ansprechen. Überraschungen gibt es dann noch, wenn die Handwerker auftauchen. Bei unserer Anlage (4 x 8-Familienhäuser in einem Zug von denselben Handwerkern im Erstellen) gab es einen regelrechten Kampf bis auf's Messer um die Monteure für Heizung, Elektrik, Sanitär etc. Der Elektriker war dann irgendwann pleite, der Sanitärfritze so liderlich mit seiner Belegschaft, dass die nicht mehr erschienen. Wir gerieten in Zeitdruck mit den Fliesenarbeiten, weil der Estrichleger Pfusch gemacht hat. Im Erdgeschoss war der zur Wohnfläche ausgebaute Keller (Soutterrain) einer Überschwämmung zum Opfer gefallen kurz bevor die einziehen wollten. Und weil zwar der Ausbau im Werkplan stand, die Fläche aber lediglich als Kellerfläche ausgewiesen war vom Vertrag her, hatten die das Nachsehen wegen der Kosten für Teppich und Mobilliar. Davon wollte sich der Bauträger (der ja in der Bauphase versichert ist) nix annehmen - und bekam Recht.

    Naja. Ich will nicht unken, aber so ein ETW-Kauf kann ganz schön platt machen - nervlich vor allem! Viel Rennerei. Ich war in der heißen Phase in jeder Mittagspause vor Ort, um mit den Handwerkern zu meckern, weil nie das gemacht wurde, was eigentlich verabredet war, und mich mit dem Architekten auseinander zu setzen, den man telefonisch kaum erreichen konnte. Bauträger haben ein dickes Fell, sodass man Mängel nur mit viel, viel Zeit erfolgreich reklamiert bekommt.

    Wenn man - wie unser Nachbar - auf KfW-Mittel angewiesen ist, dann kann schon mal die Finanzierung daneben gehen, nur weil bestimmte Zahlungen nicht kommen oder eben solche Reklamationen den Baufortschritt durcheinander wirbeln. Der Nachbar musste letztlich für teuer Geld zwischenfinanzieren. Ich rate dringend von KfW-Mitteln ab nach dieser Erfahrung. Wir haben sie nicht genommen, obwohl der Zinssatz verlockend war.

    Wir haben voll finanziert, 10 Jahre Laufzeit genommen und hohe Tilgung angesetzt. Das war für uns richtig, weil wir 2 Einkommen haben und zudem noch ein Kind. Da sind die ersten Jahre gut gefördert, die Abtragungen entsprechend hoch und damit mehr Luft in der Zeit nach der Förderung (nachfolgende Kredite nicht mehr über so hohe Summen, ergo weniger Abgaben).

    Viel Glück!

    Anke

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    • RE: Eigentumswohnung


      tja.. solltest du irgendwelceh fragen im kreditbereich haben, kann ich dir vielleicht mit rat zur hilfe stehen!

      arbeite ja selber bei einer bank in österreich im der privatkreditabteilung...

      da kann ich dir vergelichszinssätze liefer und andere infos.. soll nicht als vermittlung verstanden werden.. ihr piefkes bekommt hier sowieso keinen kredit :-)

      Kommentar


      • RE: Eigentumswohnung


        Anke hat dir sehr Nuetzliches gesagt. Sieh dir die Nebenkosten an. Deren Hoehe kann Probleme verursachen. Sei kritisch bezgl. der Pruefung der Kostenabrechnungen und ihrer Verteilung.

        Wir haben eine ETW, die wir von dem uebernommen haben, der die Bauphase begleitet hatte. dadurch entfiel fuer uns der Stress mit Handwerkern etc. Obgleich der Voreigentuemer sehr penibel war, gibt es kleinere bauliche Maengel. Die Mitbewohner sind allesamt vertraegliche Menschen, die sich freuen, wenn man freundlich guten Tag sagt. Wir haben weiter das Glueck, von einem Hausmeister betreut zu werden, wie man sich ihn besser nicht wuenschen koennte.

        Einziges wirkliches Problem sind die Kostenabrechnungen. Daher mein obiger Hinweis. Solche Abrechnungen muessen geprueft werden. In unserem Falle hat diese Pruefung ausstehende Forderungen in erheblicher Hoehe nicht aufgedeckt. Auflagen an den Hausverwalter zur Wahrnehmung von Garantiefristen verstrichen ungenutzt. Auch das wurde erst festgestellt, als der Markt verlaufen war. Unsere Hausgemeinschaft hat dadurch mehrere 10.000 Euro verloren. Das schmerzt!

        Auch ich halte fuer wichtig, dass du dich ausfuehrlich durch einen fachkundigen Anwalt beraten laesst.

        Kommentar



        • RE: Eigentumswohnung


          richtig .. ein treuhänder ist hier immer gut..

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          • Danke !


            Vielen lieben Dank für die guten und hilfreichen Tipps und Ratschläge.

            Grüße !
            Marion

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            • RE: Danke !


              Hallo Marion,

              Eigentumswohnungen sind eine gute Sache, wenn man keinen Bock auf Garten hat bzw. nicht allein in einem Haus leben will. Nachteil: man hat andere Eigentümer, die mitbestimmen dürfen. Ich denke, dass man unterscheiden muss: kaufst Du eine neue Wohnung hast Du Möglichkeiten die Bauqualität zu kontrollieren und hast Gewährleistungsansprüche. Außerdem muss der Wärmeschutzstandard hoch sein. Bei einer alten Wohnung gibts mehr Probleme: 1. Der Wärmeschutz (=hohe Heizkosten) ist nicht so gut - daher sollte der Verkäufer einen Energiepass vorlegen. Nach dem Kauf hast Du keine Gewährleistungsansprüche - es können hohe Reparaturen am Haus anstehen - Du solltest Dir daher das Haus komplett ansehen und von einem Sachverständigen ein Instandhaltungsgutachten anfertigen lassen. Als letztes kommst Du in eine "alte" Hausgemeinschaft. Es kann sein, dass Du in den Augen der anderen nicht dazu passt - Folge: Ärger und Stress. (Der Vorschlag mit den Protokollen ist übrigens auch gut)

              Kommentar



              • Eigentumswohnung FINGER WEG vom unüberlegten Kauf


                Das gehört wirlich nicht hierher oder doch?

                Ich habe beruflich mit Eigentumswohnungen zu tun, da bin ich Vollprofi.

                Hier meine Meinung: einfach mal so kaufen? FINGER WEG. Die verbrennst Du dier dabei so extrem doll, daß Du dann im Forum im extremfall unter 'Suizidverhütung' mal nachblättern mußt. Kein Witz.

                Ich hate neulich ein Telefonat mit einer Dame. Die hatte eine Eigentumswohnung gekauft.
                Sie war komplett verzweifelt. Mehrfach im Telefonat (das 1 1/2 h dauerte) meinte Sie: "Herr [UlliZ] ich wohne im dritten Stock. Ich weiß das reicht nicht. Aber es GIBT auch noch Hochhäuser"
                So.
                Ein Detail des Gesprächs muß ich dann doch erwähnen (weil es so bezeichnend ist):
                Sie sagte "ich konnte mir nicht vorstellen, daß diese Neubau-Wohnung solche Mängel hat. Die haben doch wöchentlich in der Tageszeitung halbseitige farbige Anzeigen geschaltet, da dachte ich wenn die sich SOLCHE Anzeigen leisten können dann muß das doch ein seriöses Unternehmen sein?"

                Ich sag nur: (hab ich ihr nicht so gesagt sondern viel freundlicher)
                Wer glauben Sie, bezahlt eigentlich diese farbigen wöchentlichen Annoncen in der Zeitung? Na SIE, der Käufer natürlich. Die stecken in ihrem Wohnungskaufpreis drin. Weil die Anzeigen in farbe sehr teuer sidn, blieb kaum geld dafür, die Wohnnung physscih zu bauen. Da hat m,an dann billigbilligbillig gebaut (sonst wär man nie hingekommen) und die Mängel waren so ziemlich von Dach und Fach bis in den Keller (Wasser) durchgängig vorhanden. Natürlich nicht beim Kauf, sondern so 2-3 Jahre danach. Die Hütte muß ja erst mal n paar Sommer und Winter erleben um zu spüren, ob auch alles richtig gemacht wurde beim Bau oder huihui-huschhusch (Die Wohnnung steht nicht im Sudan, sondern in DeUutschland, nur zur Erinnerung)
                Und so hat sie für ihren kaufpreis als gegenwert eine Schrittimmobilie und die ganzen bunten, teuren Anzeigen sind inwzischen Altpapier *grrrrr*
                Ach ich hatte vergessen der BAUTRÄGER steht natürlich vor der Pleite. Sonst könnte man den ja in Regress nehmen.
                Fragst Du den, was er macht, wenn er in regrss genommen wird dan sagt dir der Geschäftsführer (der die Mängel alle knnt, is ja schließlich das eigene Projekt) ganz locker "na dann bin ich eben morgen früh beim Konkursrichter".
                Leute ich bin oft zynisch, aber die sind keine Zyniker, sondern Ganoven.

                (die Fachleute nennen das (Kosten für die bunten Broschüren usw) übrigens 'weiche Kosten'

                Erkundigt euch z.B. immer beim Kauf von Immobilienanteilen nach der Höhe solcher weichen Kosten. 5% normal, 10% anspruchsvoll, ab 13% beginnt der Betrug (n.m.M.)

                Bei der ETW sind diese weichen Kosten allerdings nicht separt ausweisbar, da kalkulatorisch in die Bude bereits eingeflossen.


                so long, Marion!

                und wen Du nähere Infos braucht, schreib mir ne mail.

                Und laß dich vor so einem Kauf unbdingt UNABHÄNGIG beraten! Makler usw., alles Ganoven, jedenfalls fast alle, und Du mußt damit rechnen genau an den größten Ganoven zu geraten. Die tragen nämlich die feinsten Seidenhemden und können die "im Himmel is Jahrmarkt"-Story am besten verkaufen.

                Auch die Banken: ALLES GANOVEN in diesem Punkt, bis mich einer eines Besseren belehrt (die haben anstandslos der Dame aus meinem Telefonat die Hütte durchfinanziert, obwohl das bei ihren persönlichen Verhältnissen (60 Jahre, kurz vor der Rente) ein VERBRECHEN ist den diese Dame wird auf Sozialhilfnivau runtergedrückt ihr restliches Leben lang.
                Unmöglich für sie (ein Grundschüler könnte es ausrechnen) bei ihren Einkünften in ihrem Leben diese Hütte schuldenfrei zu bekommen (es sei denn wie wird 110 Jahre alt, solls ja geben)

                (bittetbitte unbedingt zur Kenntnis nehmen daß ich KEIN zynischer EigentumswohnungsVERKÄUFER bin, nur so zur Klarstellung;-)

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                • ergänzt: FINGER WEG vom unüberlegten Kauf


                  Es muß natürlich da oben heißen:

                  Und so hat sie für ihren Kaufpreis als Gegenwert eine SCHROTTimmobilie und die ganzen bunten, teuren Anzeigen sind inzwischen Altpapier *grrrrr*

                  NB.: die Hütte hat 400.000 DM gekosten für 3 ZmmerKücheBad

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                  • Viele Tips zum ETW-Kauf


                    Na gut, vielleicht läßt sich Marion nicht abschrecken:

                    Tipps:

                    ETW dann ok für Dich wen Du JUNG bist, ein hohes EINKOMMEN hast und v.a ,eine hohe STEUREPROGRESSION.

                    Zur Auswahl der Immobilie:

                    NEUE ETW

                    Bauträger?
                    wie lange im Geschäft?
                    Referenzen? (und zwar Objekte die schon 5-8 Jahre stehen und wo die Eigentümer sagen jawoll, es regnet NICHT durch, die Keller stehe NICHT unter Wasser, der Puts bröselt nicht, es schimmelt nich in der Hütte usw. usf., Mängel (gibt’s immer bei Neubau-ETW, wer was anderes erzählt lügt) wurden kurzfristig und korrekt beseitigt)

                    Wurde das Objekt (bzw. so noch im Bau: wird es) durch einen unabhängigen und öffentlich bestellten und vereidigten Sachverständigen, abgenommen (er sollte auch die sogenannte Gewährleistungsabnahme (nach 5 Jahren in D) begleiten)? Der muss sone Ingenieurkammerzulassung haben und ne Prüfung bei der IHK abgelegt haben - Stempel beachten, rund, steht was von öff. bestellt und vereidigt drauf).

                    Der Typ ist kein Gott, aber er ist auf Unabhängiuge sachkundige Prüfung vereidigt, und ist verpflichtet ne Haftpflichtversicherung über soundsoviel Mio. Euronen zu haben (sonst: Stempel weg) und die schmeißt ihn raus, wen er Scheiße baut. Und an die Versicherung hälst Du Dich dann. Dein Bauträger is dann nämlich längst pleite.

                    Ach ja in Österreich heißen die Kerle z.B. „Staatlich geprüfter und vereidigter Ziviltechniker“, also landesspezifisch unterschiedlich.

                    Ich will nur darauf hinaus eine Bestätigung des Fachmannes der „IchBauSchöneHäuser-GmbH“ oder sonst welche „Qualitäts-Zertifikate“ reicht NICHT. Die sind da verflucht erfinderisch, bloß die o.g. ‚gesetzlich geschützten’ Bezeichnungen dürfen sie nicht verwenden, sonst: Kadi.

                    GEBRAUCHTE ETW

                    a) Du musst erst mal viel lesen: die Eigentümerversammlungsprotokolle der letzte 10 Jahre. Tust Du’s nicht, dann klage nicht danach „hätte ich DAS gewusst, hätt ich NIE GEKAUFT“. Quetsch auch den Verkäufer aus WARUM er verkauft (wer zufrieden ist verkauft nämlich nicht, sondern vermietet).

                    b) Zustands der Wohnung: hat ein öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger ein Wertgutachten angefertigt? [beachte die Infos zum ÖbI oben] (es darf auch nicht zu alt sein, 3 Monate ok., 6 Monate ok. 9 Monate und älter, kritisch, über ein Jahr: vergiß es.

                    WARNUNG: „Wertgutachten“ darf jeder Trottel erstellen. Selbst Banken z.B. (machen die regelmäßig weil sie wollen ja keine Schrottimmobilien zu hoch beleihen *FG*)

                    Du erkennst nur ein Wertgutachten an wenn es aktuell ist und vom ÖbI unten abgestempelt ist. Ende der Debatte. Will der Verkäufer nicht (die haben so ca. 1500 Ausreden) wünschst Du guten Tag und guten Weg.

                    Trotzdem musst Du natürlich nicht den Preis zahlen, den der ÖbI ermittelt hat, Du darfst fröhlich verhandeln (5-8% Abschlag vom ÖbI-Wert sind am derzeitigen Markt (flau, sehr flau) immer drin, Du forderst selbstvertändlich 15. Die rennen Dir schon nach wie auf dem Afrikanischen Basar und bieten Dir was an. Nicht sofort, da mimen sie den Entrüsteten (Sie werden doch den Wert hier des unabhängigen Gutachters nicht etwas bezweifeln?? Tust Du ja gar nicht, Du verhandelst. Beim Autokauf bezweifelst du ja auch nicht den Listenpreis des Herstellers *fg*)

                    Du wirst sehen, wöchentlich rufen Die Dich an und der Preis sinkt langsam *ffg*.


                    Nun noch der Tip für alle Objekte:

                    LAGE, LAGE und nochmals LAGE.

                    Geh hin dort. Nicht am Sonntag bei der tollen Besichtigung mit Schnittchen, sondern Werktags früh und am Nachmittag gegen 16-17 Uhr noch mal (Montag is am besten)
                    Surren Jets irgendwo, Straßen/Schienen/Industrielärm (jetzt weißt Du warum alle Besichtigungen von Immobilien sogenannte Sonntagsbesichtigungen sind. Genau deshalb. Und nicht weil die Kunden da alle frei und Zeit haben;-)

                    Dann gehst Du zum örtlichen Stadtplanungsamt (auf der Gemeindebehörde, in großen Städten: Bezirksamt oder technisches Rathaus).

                    Was sagt der Bebauungsplan? (wenn’s einen gibt, ist nicht zwingend aber bei Neubau-ETW häufig)
                    Rückt Industrie oder gewerbliche Nutzung heran? Sind neue Straßen oder Schienenwege geplant (oder gar ein neuer Flughafen, aber das weißt du evtl. schon aus der Zeitung? – die dort wissens noch früher als die Zeitung)
                    Wo is die nächste KITA, SCHULEn, Bus/Bahnhalte usw. usw. (frag immer Bestand UND Planung ab, denn wenn in 2 Jahren ne KITA in der Nähe fertig wird du Du bist im 5. Monat, is doch ausreichen .;-)

                    So (puh)

                    Wer jetzt noch Bock auf ETW hat, der holt sich Fachliteratur ran (Beck-Verlag z.B.) was sie als Käufer einer ETW beachten sollte oder so) das sind 200 Seiten mehr als ich hier schreibe und immer noch nicht genug.

                    Ich bleibe dabei: das riskanteste Geschäft, das der Otto-Normalverbraucher in seinem Leben tätigt ist der Kauf einer Immobile.

                    Kaufst Du Dir n Schrottauto ist das ärgerlich. Du verlierst maximal den Kaufpreis.

                    Kaufst Du Dir ne Schrott-Immobilie dann bist Du eventuell ruiniert.
                    Du haftest mit DEINEM GESAMTEN VERMÖGEN UNBEGRENZT für diese Hütte und unterwirfst Dein gesamtes Vermögen der SOFORTIGEN ZWANGSVOLLSTRECKUNG aus dieser Urkunde, also dem Kaufvertrag (das unterschreibst Du beim Notar bzw. er liest es Dir vor (in bestimmten Bundesländern ist das Vorlesen sogar PFLICHT) aber die Käufer sind so nervös (und haben das nette Lächeln des Maklers noch im Kopf) dass sie diese Klausel gar nicht wahrnehmen. Bei der ersten Mahnung der finanzierenden Bank nehmen sie sie dann sehr deutlich war...

                    es grüßt freundlich Ulli

                    (der rät, sich bloß nicht belatschern zu lassen, sie sidn Profis im belabern udn es geht um sehr viel Geld. EUER Geld)

                    Sinnspruch: Das beste Geschäft ist immer das Geld der Anderen (Alexandre Dumas der Jüngere)

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                    • Eigentumswohnung: Au weia, Anke!


                      Au weia.

                      Anke mit ner vollfinanzierten ETW (dachte Du wolltest ma nach Frisco rüber?).

                      Na Du hängst drinne, kannst von meinen eventuellen Tipps nicht mehr profitieren.

                      Aber ich glaub Du hast Glück gehabt. Bei euch steht nicht der Keller unter Wasser, das Dach ist dicht, die Fassade bröckelt auch nicht und sicher sind bei euch im Haus nicht mehrer Wohnnungen unbewohnbar, die Eigentümer mußten ausziehen ins Hotel (bzw. in andere unverkäufliche Hütten hat der Bauträger sie reingesetzt und in die Musterwohnungen - sehr luxuriös eingerichtet zum Trost für die verzweifelten Käufer*cry*).

                      Also ich hab nur deshalb Romane geschrien weil Mron schrieb

                      Ich beabsichtige demnächst eine Eigentumswohnung zu kaufen[...]
                      Das größte Problem bei Eigentumswohnungen ist ja, daß man trotz Eigentum nicht sein eigener Herr ist, aufgrund der anderen Wohnungseigentümer im selben Haus


                      Da war ich geschockt.

                      Das ist nicht das Größte PROBLEM, sondern eine EIGENSCHAFT der ETW.

                      Du sagst ja auch nicht: das Größte Problem an einem Motorrd ist, dass es nur 2 Räder hat und man deshalb beim Stehenbleiben aufpassen muß, dass die Mühle nicht umkippt;-) blöde Analogie aber mir fiel nix andres ein.

                      Also Marion will „demnöchst kaufen“ und hat noch keine Info. Soweit so gut. Aber sie ist damit das prädestinierteste Opfer der von mir auch als Mafia titulierten Bauträger-Zunft (es mag Ausnahmen geben, z.B. KondorWessels fällt mir ein die sind bei uns zumindest noch nicht NEGATIV aufgefallen aber das heißt ja nix.)

                      Und die Makler (jeder Trottel darf sich so nennen, § 34 c isses glaub ich der Gewerbe-Ordnung), sie rangieren vom Ansehen in der Insiderszene so zwischen Staubsaugerverkäufer und Zuhälter) sind Schwätzer vor dem Herrn.

                      Und die Bauträger(zumindest deren Verkäufer) auch.

                      Die lügen Dir die Hucke voll ohne auch nur ansatzweise rot zu werden.

                      Ich höre 3 Mal täglich den Satz „aber der Makler/Bauträger hat doch damals gesagt dass . . . .“ Wenn ich dann mein Routineprogramm ablaufen lasse, also ob es im Kaufvertrag niedergelegt wurde, ob im Prospekt eventuell nicht unten ganz klein stand „blablablabla Änderungen jederzeit und ohne Vorankündigung vorbehalten blablabla“, dann kommen immer die gleichen Antworten.

                      Nur ganz selten vergessen sie mal den Satz mit den vielen blablas in 6 Pt. Schriftgröße – und dann gehen sie eben pleite.

                      Wie auch die ganzen Handwerker immer genau dann pleite gehen wenn sie Mängel beseitigen sollen.

                      Das ist kein Zufall, sondern der Grund. Kapiert?

                      Jetzt futter ich erst mal was.


                      Viel Glück, Anke, im Eigentum

                      und nimm dir für die Eigentümerversammlung immer schön ‚n paar Herztropfen mit – das können Horrorkabinette vom Feinsten sein manchmal /nicht immer, s gubt auch nette Versammlungen. Die letzte auf der ich zugegen war da hätte nicht viel gefehlt und einer zieht ne Knarre. War wirklich so. Die mussten abbrechen sonst hätts ne Schlägerei gegeben. Der Bauträger is aber auch wirklich das Hinterletzte. Und finanziert hat das eine (ich nenn keine Namen) große namhafte Bank und die gehört mit ihrer Mutter (also die Banken-Mutter meine ich jetzt) zu den Top Ten in D.

                      Woraus sich der nächste Tip ableitet: ein Objekt ist nicht deshalb gut, weil eine namhafte Bank es finanziert. Das hat damit NICHTS zu tun. Banken finanzieren im Notfall auch Häuser ohne Fenster wenn sie jemand kauft und mit seinem Privatvermögen dafür haftet. Is so. Frag mal n Banker.

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                      • RE: Viele Tips zum ETW-Kauf


                        Hallo Ulli,

                        Deine Tipps sind wirklich klasse und einen ganz besonderen Dank für Deine Mühe, ich schick dir bei Gelegenheit mal ne mail.

                        Einen Schönen Sonntag und nochmals vielen Dank !!

                        Marion

                        Kommentar


                        • RE: Viele Tips zum ETW-Kauf-Danke für die Blumen


                          Danke für die Blumen.

                          Freue mich immer, wenn ich verhindern kann daß jemand Beträge von einer Viertel Million Euretten oder gar mehr in den Sand hineinversenkt.

                          Gruß Ulli

                          P.S.: lies auch den Thread "ETW+Partnerschaft, geht das zusammen?"

                          Kommentar


                          • RE: Eigentumswohnung: Disclaimer---


                            UlliZ und Ulli62 sind nicht 2 Immobilienspezialisten sondern einer. Habt ihr sicher schon gemerkt ;-)

                            Kommentar


                            • Lieber Ulli!


                              Sag um Himmels Willen niemals FRISCO zu San Francisco, wenn Du "drüben" bist. Du könntest Dir ziemlichen Ärger einfangen. Die Damen und Herren vor Ort hören das nämlich überhaupt nicht gerne. Klingt in deren Ohren so wie ******.

                              Ansonsten:
                              Wir haben die ETW gekauft, weil wir für schlappe 1500 DM in einer Mietwohnung im vierten Stock ohne Aufzug gegenüber einer Nachtlokalität gehaust haben (Neubau, Erstbezug, leider die Gegend nicht richtig ausgewertet, aber durchaus angemessene Miete für die qm). Wir bewohnen auch jetzt knapp 95 qm, weil wir viel Platz brauchen (insgesamt und vor allem jeder für sich). Dementsprechend hoch war der finanzielle Aufwand (zzgl. 2 Garagen für die beiden Autos der Familie).

                              Dass wir unseren Traum vom Leben "über dem großen Teich" damit nicht ad acta gelegt haben, ist aber ebenfalls sicher. Irgendwann wird das liebe Töchterlein kein Kinderzimmer in der elternlichen Wohnung mehr brauchen, sondern (studien- bzw. berufsbedingt oder nur, um ihr eigenes Glück zu finden) von dannen ziehen. Es könnte durchaus sein, dass die "verwaisten" Eltern dann sagen: Ach, die Wohnung ist nicht mehr das, was wir brauchen. Dann zahlen wir eben nicht bis zur Rente an den Abtragungen und suchen uns ein neues "Rückzugsgebiet". Das könnte den Verkauf der Wohnung nach sich ziehen oder die Vermietung an Menschen, die genau nach so einer Wohnung gesucht haben. Vielleicht schenken wir dem einzig erbberechtigten Kind auch einfach diese Bleibe und siedeln glücklich und zufrieden in eine Altenwohnung um - warum nicht auch für ein paar Monate nach San Francisco?

                              Weißt Du, wir tun immer das, was wir meinen, jetzt im Moment tun zu müssen, um zufrieden die nächsten Jahre genießen zu können. Wir haben keine so großen finanziellen Opfer zu bringen, dass wir uns nicht auch etwas mehr als nur das absolut Notwendige zum Überleben leisten könnten. Vielleicht würde es uns auch zum Glücklichmachen reichen, wenn das schon erwähnte Kind nach irgendwohin auswandert, um dort zu leben oder zu arbeiten oder beides? Wer kann das heute schon ahnen. Sie ist ja erst 12. Wer weiß, ob wir in 10 oder 20 Jahren noch so leben wollen wie wir es jetzt tun?

                              Wir haben die Wohnung als "Rentenversicherung" gekauft. Ja, das ist wohl so. Aber ich kann nicht ausschließen, dass mir die vielen Quadratmeter hier irgendwann eher zur Belastung werden, wenn ich erstmal älter bin. Ich habe auch schon auf 50 Quadratmeter gelebt und war damit glücklich und zufrieden. Was sollte mich dann davon abhalten, mir ein neues Lebensziel zu suchen? Wer weiß, ob mein Job nicht in 10 Jahren nach Indien ausgelagert worden ist? Dann brauche ich mir über Rente oder ETWs wirklich keine Gedanken mehr zu machen sondern eher darüber, wie ich meine nächste Schnitte Brot finanziert bekomme. Nix is sicher, nix is unmögllich!

                              Du liest schon, ich fühle mich nicht so geknechtet von der Schuldenlast, dass ich vor Verzweiflung über Beschränkungen ins Tischtuch beißen wollte. Ich habe auch schon allein mit Kind von 650 DM gelebt. Auch das geht in Glück und Zufriedenheit, wenn man seine Prioritäten verlagert. Mir kann nix passieren, was ich nicht in den Griff kriege, davon bin ich fest überzeugt. Klagen liegt mir nicht (auch wenn mich vieles frustet). Mir bleibt immer eine Wahl - und damit habe ich mehr als so manch anderer Mensch auf der Welt.

                              Mach Dir keine Sorgen um meine Träume. Die können morgen schon wahr werden oder ganz anders aussehen. Wer weiß das schon?

                              Grüße
                              Anke

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                              • Liebe Anke!- und kleiner Roman als Warnung @ all


                                Du hast die richtige Lebenseinstellung, Anke! Super.

                                Hab auch schon mit 550 DM im Monat gelebt jahrelang.
                                Wir jammern hier oft alle auf extrem hohen Niveau (wobei der Autor dieser Zeilen sich da einschließt ;-)

                                Hoffe trotzdem für Dich, der Bleiklotz ETW wird nicht allzu bleiern eines Tages...

                                So mein sonntägliches Arbeitsvergnügen is beendet, SPD vorne, PDS dahinter (SN: DCU und PDS dahinter) und der braue Sumpf blubbert (bei uns im Lokal mit 3,5% noch recht mäßig aber Gesamtlandesweit mit 6% (BB) oder gar 9% (SN) na schönen Dank.

                                Hier auf der Wahlparty gab’s noch nicht mal Schnittchen.

                                Bin wieder z. Hause und denke, für Anke stimmt die Situation mit ETW z.Zt. einigermaßen. Hoffe für Dich, daß es nicht in 5, 10 oder 15 Jahren anders aussieht (d.h. keine gigantisch teuren Reparaturen an Dach und Fach, während ihr noch am Kredit rumstottert, keine Hochzinsphase am langen Ende wenn euer Umschuldungstermin kommt (da wackeln dann gleich hunderttausende ETW-Finanzierungen gleichzeitig, es kann krachen wie ne Blase am Aktienmarkt, wie z.B. im GB Maggie Thatchers der 80-er Jahre als hunderttausende Zwangsversteigerungen das Land erschütterten und Hausbesitzer z.T. aus Verzweiflung ihre Hütte anzündeten, um wenigstens die Feuerversicherung zu kassieren, damit die Hypothek abzulösen und ohne Schuldenberg aus der Kiste rauszuspringen).
                                An was man alles denken muß beim Immobilienerwerb und vor allem in den Jahrzehnten danach...

                                Anke wird es meistern, ich glaub's. Sie ist ausreichend klug und holt sich Rat ein.

                                Ich glaube aber vom Prinzip an das Märchen der ETW als síchres Heim und Altersvorsorge schon lange nicht mehr, ob nun vermietet (auch extrem riskant) oder selbst genutzt (riskant wenn über 50% fremdfinanziert und andere Einkommensquellen wegbrechen oder ne Hochzinsphase (ich sag nur TEURO) kommt.

                                Und die Streitereien mit den Mit-Eigentümern, ich kenne sie. Da ist die Lindenstraße ne nette Fernseh-Komödie dagegen.

                                Nicht umsonst wird in Deutschland bis vor die höchsten Gerichte um die Höhe von Gartenhecken, die Strahlkraft von Kellereingangsbeleuchtungen (40 oder 60 Watt? Ne elementare rag, wenn sie euch ins Schlafzimmerfenster scheint! Oder um das Plopp-Plopp eines Tennisballs gestritten (mit Schallgutachten für 5.000 Euretten, Anwaltkosten von 8.000 und Gerichtskosten von auch n paar 100 (das Gericht selbst is noch das Billigste daran *fg*)

                                Ende des Monats bin ich wieder auf einem Gerichtstermin wegen den prognostizierten LKW-Anteil einer Wohn-Sammelstraße vor dem Oberverwaltungsgericht. ist es in Zukunft (Prognose!) 2%, 3% oder gar 8%? Darf Baustellenverkehr dazu gezählt werden? Darf der Möbelwagen in das Neubaugebiet dazu gezählt werden? Wurde der Fahrbahnbelag richtig in die Berechnung einbezogen? Hochbezahlte Juristen (allein 3 mit Dr.-Titel) befassen sich damit. Der Bauträger hat schon 10.000 EUR zum Vergleich angeboten - is letzten Mittwoch geplatzt.
                                Nun streitet man wieder weiter (Klagerhebung: 2000) nur so zur Info.
                                Die ersten Überlegungen der Anwälte zum Bundesverwaltungsgericht reifen (da geht s nicht mehr um Tatsachen sondern um juristische Spitzfindigkeiten wie z.B. ob die Rückwirkende Bekanntmachung des Bebauungsplans im Amtsblatt der Gemeinde erfolgen durfte, ohne das zuvor erneut die Bezirksverordnetenversammlung darüber förmlich beschlossen hatte (der Fehler, der gerügt wurde war, daß der Herausgabort bei der Bekanntmachung der Hauptsatzung der Gemeinde vor dem Jahr 2001 nicht angegeben wurde, da stand also "Amtsblatt der Gemeinde Schönstadt, Schönstadt, den 01.02.2001" und nicht "Amtsblatt der Gemeinde Schönstadt, Schönstadt, den 01.02.2001, Herausgabeort: Schönstadt" .

                                Die krude (aber juristisch exakt richtige) Logik ist, daß der Bürger ja sonst nicht weiß, wo das Blatt herausgegeben wurde (vielleicht in Glückstadt ;-). Und damit ist der ganze Bebauungsplan nichtig.

                                Diese Korinthen-Kackerei war so spitzfindig daß nicht mal der Anwalt der Klägerin darauf kam. Aber der Richter, ein junger, sehr ehrgeiziger Einser-Examen-Jurist hat’s rausbekommen. dafür benötigen Gerichte übrigens ungefähr 3,5 Jahre. Krankes Deutschland.

                                Wenn ihr wegen einer solchen Korinthen-Kackerei euer Haus nicht bauen dürft (also auf eurem teure gekauften Baugrundstück für 75.000 Eurinos Radieschen abbauen könnt dann lacht ihr über diese Korinthe nicht, sondern steht kurz vor der Weißglut).

                                "Teure Radieschen" pflegte meine ältere Kollegin immer zu sagen (bevor sie in Rente ging, sie wohnt zur Miete).

                                Die Klägerin ist Rentnerin und hat viel, sehr viel Zeit. Sie will Lärmschutzfenster (wegen 34 LKW pro Tag an ihrem Fenster aber sie sagt ja es seine in Wirklichkeit 77), will den Radweg vor der Straße nicht bezahlen (weil hätte man den nicht, müßten die Radfahrer ja auf der Straße fahren und die LKW würden nicht so rasen, denn ihr wißt ja alle, daß LKW bei Radfahrern stets rücksichtsvoll runterbremsen und nie auf die Idee kommen würden, sie aggressiv zu schneiden *zynisch-lächel*).

                                Es werden die absurdesten Argumente bemüht, um andere Eigentümer in die Enge zu treiben. Dort z.B. steht ein Baugebiet mit 300 WE auf der Kippe, welches die klagefreudige Dame gern wegklagen will.

                                Man hat inzwischen ca. 15.000 EUR Anwaltgebühren, 30.000 EUR Gutachterkosten und 'nur' 400 EUR für das Gericht zu Buche stehen.

                                So weit mein Bericht aus dem Horrorkabinett "was Eigentümer anderen Eigentümern (oder sich selbst, wenn sie den Prozeß verlieren) antun. Und das war noch nicht mal Wohneigentum, sondern ganz klassisches Einfamilienhausbaugebiet.

                                Jede/r will in ner Spielstraße am Sackstraßenende Ecke grüner Park wohnen. Und er will nach 500 m auf der Autobahn sein, um zur Arbeit oder in den Urlaub möglichst subito rauschen zu können.

                                Solche Städte kann man aber nicht bauen.

                                Na ich mach mal Ende. Gruß Ulli

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