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Akzeptanz - @Dr. Riecke

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  • Akzeptanz - @Dr. Riecke

    Hallo,

    ich bin 28 Jahre alt und habe noch nie eine feste Beziehung geführt, mit Ausnahme einigen Plänkeleien in der Jugendzeit.

    Viele Leute sprechen mich drauf an, warum das denn so ist und deshalb denke ich auch viel darüber nach. Nicht zuletzt würde ich mir auch einen Partner wünschen.

    Aufgefallen ist mir, dass ich eigentlich gar nicht darauf achte, ob ein Mann mir gefällt, sondern dass ich darauf schaue, ob er meinen Eltern, meinen Geschwistern oder auch meinen Freunden gefällt. Sieht er "seriös" und gepflegt aus, stimmt die Kleidung und wenn ich mit ihm spreche auch Dinge wie Beruf oder aus welcher Gesellschaftsschicht kommt er. Mir sind solche Dinge nicht ganz so wichtig, ich suche eigentlich einen Partner, der auf meiner Wellenlänge ist - und nicht auf der meiner Eltern. Aber ich kann es nicht lassen und so fällt es mir unheimlich schwer, Männer kennenzulernen. Die meisten fallen schon viel zu schnell durch das "Möchtegernraster" von Eltern & Co. durch.

    Eigentlich tun sie alle sehr tolerant. Aber so viele Personen, die ich gern kennenlernen würde, werden schon von vorneherein ausgeschlossen. Wenn ich mich mit einem Mann unterhalte und jemand aus meinem Bekanntenkreis bekommt es mit, kommt immer gleich ein Ausruf "Der doch gerade nicht". Manchmal wird auch "scherzhaft" gesagt: "So einer würde mir nicht ins Haus kommen". Es ist scherzhaft gesagt, aber die Abneigung ist sehr ernst gemeint. Und ich habe nicht den Mut, darüber hinwegzugehen, meinen eigenen Weg zu gehen.

    Können Sie mir dazu was raten?


  • RE: Akzeptanz - @Dr. Riecke


    Hi,

    ich bin Dr. Riecke aber eine Frage habe ich doch. Bist du Türkin oder aus einen ähnlichen Land wo die Familie einen deutlich höheren Stellenwert hat als hier?

    Tolot

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    • RE: Akzeptanz - @Dr. Riecke


      den kommentar finde ich unpassend.
      es gibt nunmal viele gründe, warum sie sich beeinflussen läßt. vielleicht ist sie eine selbstunsichere person.
      und, ist es so schlimm, wenn die eigene familie einen hohen stellenwert hat ?

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      • RE: Akzeptanz - @Dr. Riecke


        ...hi, gummib., so unpassend finde ich den kommentar von tolot überhaupt nicht! es ist doch schrecklich, wenn ein mensch mit 28 jahren mit den ersten gedanken bei der familie ist: oh gott, oh gott, was denken "die" denn jetzt wieder, wenn ich dem ankomme! hoch lebe der stellenwert einer familie, aber nicht soooooooooooo!!!!
        ...vielleicht ist sie eine unsichere person? natürlich ist sie unsicher, wer kann sich da denn positv entwickeln? die familie hat sie offenbar dazu gemacht!

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        • RE: Akzeptanz - @Dr. Riecke


          ...hi, bellinda, ich kenne dein familiäres umfeld ja nicht, aber aus eigner erfahrung weiß ich: du kommst da nur aus der situation raus, wenn du dich lossagst von der familie, möglichst wegziehst und dich selbst entwickelst! das klingt zwar jetzt brutal ist aber die einzige möglichkeit! vielleicht schreibst du noch mehr von dir!

          Kommentar


          • @gummibärchen


            Hi gummibärchen

            warum unpassend? Für mich wäre es nachvollziehbar wenn bellindaa sagen würde ja ich bin Türkin oder Inderin oder so. Ich habe da leider einschlägige Erfahrungen in dieser Frage. Wenn sie wirklich aus solch einem Kulturkreis kommt ist der Ansatz zu diskutieren ein ganz anderer als wenn sie ein sehr unsicherer Mensch ist der der Meinung anderer immere eine deutlich höhre Priorität einräumt als der eigenen.
            Es geht nicht um Diskriminierung falls du mir das unterstellen solltest.

            Tolot

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            • RE: Akzeptanz - @Dr. Riecke


              meine mutter hat ihre familie erst im laufe ihres lebens, nach etlichen enttäuschungen, abgelegt.
              und sie ist immer noch ein wenig abhängig von den meinungen ihrer geschwister.
              sie ist ganz bestimmt eine intelligente, talentierte frau. nur, ihr ist es schwer gefallen, aus dem schatten ihrer übermächtigen, ach so tollen, und doch gescheiterten geschwister, herauszutreten.
              dieses verhalten ist sogar, behaupte ich jedenfalls, auf uns kinder übergegangen.
              klar, mit 28 muß man etwas gestandener sein.
              aber wer kann schon darüber urteilen ?
              ihr scheint es ja auch nicht zu gefallen, sonst wäre sie ja nicht hier.

              Kommentar



              • RE: Akzeptanz - @Dr. Riecke


                warum hast du nicht den mut, eigene wege zu gehen?

                lebst du denn überhaupt ein selbständiges leben, oder bist du von deiner familie abhängig? was hast du für einen merkwürdigen bekanntenkreis, der glaubt, dir den partner vorschreiben zu können?

                Kommentar


                • RE: @gummibärchen


                  ach quark, das hat mit diskriminierung nichts zu tun. soviel reife würde ich deinem urteil schon zutrauen.
                  stimmt, du hast recht, ihre situation + eine dementsprechende lösung wäre eine andere, würde sie aus einem anderen kulturkreis kommen.

                  Kommentar


                  • RE: Akzeptanz - @Dr. Riecke


                    Hallo,

                    also... zu den Fragen.

                    ich bin Deutsche, mein Problem hat nichts mit einem anderen Kulturkreis zu tun. Meine Familie hat schon einen grossen Stellenwert für mich, ich verstehe mich mit meinen Eltern und auch GEschwistern sehr gut. Grundsätzlich bin ich aber selbständig. Habe eine eigene Wohnung und verdiene mein eigenes Geld. Ich bin also auf keinerlei Unterstützung angewiesen.

                    Und, wo Ihr Recht habt: Ich bin kein besonders selbstsicherer Mensch. Wobei es in den letzten Jahren schon langsam besser geworden ist. Nicht zuletzt wg. meiner besten Freundin, die mir die Selbstsicherheit vormacht und mir auch immer mal wieder einen Schubs gibt, mal offener zu sein. Aber es ist noch lange nicht so, wie ich es mir vorstelle Ich merke selber, wie ich gegenüber Fremden verschlossen bin. Es dauert immer ein wenig bis lange, bis ich mit denen warm werde. Und so viel Zeit hat man nun in der Regel nicht. Kleine unverfängliche Gespräche mit fremden Leuten (egal ob Frau oder Mann), fallen mir meistens sehr schwer.

                    Kommentar



                    • RE: Akzeptanz - @Dr. Riecke


                      denk doch mal drüber nach, ob und warum deine verschlossenheit fremden gegenüber für deine familie nützlich ist.
                      vielleicht brauchen sie dich für sich, könnte da was dran sein?

                      Kommentar


                      • RE: Akzeptanz - @Dr. Riecke


                        Hi

                        ich finde an found's Frage ist was dran. Was denkst du warum deine Familie so reagiert? Eigentlich sollte man erwarten können das sie dich unterstützen. Was sagt denn deine Freundin zu den Herren mit denen du ausgehst? Vielleicht ist sie ja eine wirklich sehr gute Freundin und gibt dir weit bessere Hinweise?
                        Wohnen deine Eltern ud Geschwister gleich in der Nachbarschaft oder warum spricht sich das so schnell rum, oder erzählst du es ihnen?
                        Darf ich fragen warum du dich nicht sebstbewusst fühlst? Oder ist es "nur" Schüchternheit was ja nicht unbedingt das selbe sein muss.

                        Tolot

                        Kommentar


                        • RE: Akzeptanz - @Dr. Riecke


                          Ich habe gerade noch mal nachgelesen. Sorry. Mich würde interressieren ob deine Familie aus einer etwas gehobenen Gesellschaftsschicht stammt? Bitte sei mir nicht böse udn vielleicht verstehe ich es nur falsch. Spielen da Standesdünkel eine Rolle?
                          Tolot

                          Kommentar


                          • RE: Akzeptanz - @Dr. Riecke


                            Tolo, das spiel wirklich eine sehr grosse rolle, es unterdrück unglaublich das selbstbewustsein.

                            Mann will nicht mama/dad, wiedersprechen, weill sie so lieb sind, man will nicht das sie sich vorwurfe machen wen alles nicht glat leuft, das kann man den auch nicht vorwerfen, aber es ist erdrückent.

                            Kommentar


                            • wenig selbstsicherheit


                              hi bellindaa,

                              das kenn ich. war auch eher der behütete trau-mi-net. aber man kann diese selbstunsicherheit auch loswerden, am besten durch erfolgserlebnisse, wenn man etwas doch geschafft hat, wovor man vorher echt bammel hatte

                              such dir also ein projekt, an dem du dich beweisen kannst. den anderen, aber vor allem dir selbst. der mann an deiner seite wäre doch ein lohnendes projekt, meinst du nicht? setz ihn durch, laß mal familie und bekanntenkreis lästern und hol dir halt an seiner starken schulter zum anlehnen :-)

                              du wirst nicht gleich von allen die kalte schulter gezeigt kriegen. und wer doch verschnupft bleibt, dem begegne mit humor. die anderen werden dich bald respektieren. nur mut!

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                              • RE: Akzeptanz - @Dr. Riecke


                                Das wollte ich heute morgen auch schon mal fragen....

                                Mir ging es ähnlich. Ich bin im Grunde genommen die ganzen Jahre manipuliert worden. Die Frage ist doch, was tust Du für Deine Familie und Deinen Bekanntenkreis? Könnte es sein, dass Du dafür einfach keine Zeit oder keine Lust mehr hast, wenn Du Dich auf eine Beziehung einläßt?

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                                • RE: wenig selbstsicherheit


                                  Hallo Bellinda,

                                  ich habe den Eindruck, du schaust zu sehr nach dem was andere Menschen von Dir denken könnten. Halt dir einmal eins vor Augen, nicht deine Geschwister, Eltern oder Freunde sollen eine Beziehung mit deinem" Freund" führen, sondern einzig und alleine du. Geh doch einfach einmal davon aus, was dich glücklich macht. Petronius hat recht, was andre darüber denken, kann und soll egal sein. Versuch einzig und allein für dich glücklich zu werden. Vielleicht ist es auch nur der Neid anderer, die sie zu solchen Äußerungen treiben. Versuch einmal nur an dich und den Menschen zu denken, den du kennengelernt hast und schau nicht darauf, was andere von ihm halten könnten. Sei einfach mal du selbst, nur um Deinetwillen und begegne Menschen, die dir in dieser Hinsicht Vorschriften machen wollen nicht nur mir Humaor, sondern auch mal mit einfach harten Worten. Sie sollen sich um ihre eigenen Angelegenheiten kümmern. Dies ist eine Art, diesem Teufelskreis, in dem du gefangen bist, zu entfliehen.
                                  Versuch es einmal, vielleicht gelingt es dir.
                                  ES ZÄHLT NUR DEINE MEINUNG

                                  Gruß
                                  DL

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                                  • Meine Eltern...


                                    Hallo,

                                    das ist schwierig. Ich denke nicht, dass meine Eltern mich für irgendetwas "brauchen". Es ist denke ich, mehr die Erwartungshaltung, dass sie sich für ihre Tochter was ganz bestimmtes, was "gutes" vorgestellt haben. Nur ist die Definition von gut ja auch nicht so einfach.

                                    Kommentar


                                    • RE: Akzeptanz - @Dr. Riecke


                                      Hallo,

                                      wenn ihr das unterscheidet, denke ich, dass es "nur" Schüchternheit ist. Das wurde mir auch schon mal von anderen gesagt (das ich schüchtern wirke). Dazu wurde mir auch gesagt, dass es eigentlich nicht negativ wirkt. Ich bin nicht so ein "Hallo-hier-bin-ich-Typ" sondern ich schau mir gern erst mal alles mit Distanz an. Wenn ich so ein bisschen Bescheid weiss, taue ich auch mehr und mehr auf...

                                      Meine Eltern/Verwandschaft schliessen schon oft irgendwelche Bekanntschaften aus, bevor ich überhautp die Chance habe, da mehr zu erfahren. Wir sind hier auf dem Dorf, da kennt fast jeder jeden... Wenn ich mich mit einem Mann unterhalte, vielleicht auch eine Einladung bekomme, wird nächsten Tag ganz beiläufig erwähnt, dass der "Typ ja doch ein bisserrl blöd ist"... Und schon ist es wieder vorbei...

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                                      • RE: wenig selbstsicherheit


                                        Oh, das klingt so schön!! (wirklich!).

                                        Das wäre echt ein Ziel und ich kann mir gut vorstellen, dass es mein Selbstvertrauen erheblich steigert. Dann müsste ich nur mal einen Anfang finden...

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                                        • RE: wenig selbstsicherheit


                                          Mit einem hast du wirklich recht: Ich schaue wirklich oft, was andere Menschen von mir denken. In einigen Bereichen konnte ich das schon mässigen, bzw. sogar fast ganz ablegen. Aber hier...

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                                          • RE: wenig selbstsicherheit


                                            Hallo Bellindaa,
                                            Zurückhaltung ist immer noch eine Tugend, Rücksicht auf die Eltern prinzipiell ja auch, doch bei der beschriebenen Ausprägung verliert sie ihren Sinn.
                                            Die Besonderheiten des Lebens auf dem Dorf und die Nähe zu Eltern/Verwandten sind bei Ihrem Problem noch besonders hinderlich.
                                            Lösungen gibt's trotzdem (s. Vorschläge Petronius u.a.). Neben den nötigen Erfolgserlebnissen für Ihr Wertgefühl, sollten Sie aber auch Ihrem kritischen Umfeld vorleben, dass Partnerfragen ganz allein Ihrer Entscheidung obliegen!
                                            Und Bewerber gibt es doch.
                                            MfG
                                            Dr.Riecke

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                                            • RE: Meine Eltern...


                                              Mit dem "brauchen" meine ich ganz konkret ARBEIT.

                                              Bei mir war es jedenfalls so. 2400m² Garten, mit Hund Gassi gehen, Wohnungen verwalten und renovieren, putzen usw.
                                              Ich hatte neben Schule, Studium und Job nie richtig Zeit. Und wenn, bin ich meistens todmüde ins Bett gefallen.

                                              Irgendwann ist es mir dann wie Schuppen von den Augen gefallen.


                                              Heute glaube ich, dass ein gesundes Maß an Egoismus ganz ok ist.
                                              Was will man von seinem zukünftigen Partner? Ein gesichertes Einkommen? Zuneigung? Spass? Sex? Kinder? Haus? Sicherheit? Nähe?
                                              Ich habe ganz bewußt "Liebe" nicht genannt. "Liebe" ist wie "guter Partner" nicht fassbar.

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