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In guten wie in schlechten Zeiten!

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  • In guten wie in schlechten Zeiten!

    Eigentlich weiß ich nicht so recht, wie ich es in Worte fassen soll. Unsere Ehe besteht jetzt seit 24 Jahren. Die beiden Töchter sind bereits erwachsen und wohnen nicht mehr bei uns (Nur noch am Wochenende). In unserer Beziehung hat es immer schon die Eifersucht meines Mannes gegeben. Sei es auf die Arbeitskollegen, Freundinnnen, nicht gemeinsam verbrachte Zeit, und nicht zuletzt auf die eigenen Töchter. So nach dem Motto; Weiberhaushalt, Weiberkram- oder gequatsche.

    Zur Zeit machen wir gemeinsam eine nervlich unendlich anstrengende Zeit durch. Mein Gatte ist gemeinsam mit seinem Partner, durch die insgesamt schlechte Wirtschaftliche Lage, sowie durch eigene Nachlässigkeit, mit seiner Firma Insolvent gegangen. Dies hat erhebliche Phsychische Belastungen mit sich gebracht. Natürlich für uns beide. Unser gemeinsames Haus wird möglicherweise versteigert. Abschließende Ergebnisse stehen noch aus.

    Gemeinsam haben wir jedoch beschlossen weiterhin durch diese schlimme Zeit zu gehen. Bei ausgiebigen Spaziergängen suchen wir nach Lösungen für uns. Hierüber können wir ... meistens... ohne zu streiten reden.

    Dies alles nur zum besseren Verständnis unserer Beziehung. Das eigentliche Problem ist meine sexuelle Unlust. Wenn ich nicht mindestens 1 x wöchentlich mit ihm schlafe ist er schlecht gelaunt und wirft mir bei den unmöglichsten Gelegenheiten untreue vor. Meine Reaktionen darauf sind, je nach Stimmung, verständnisvoll oder wütend.
    Wenn wir uns am Abend gestritten haben, ist es aber am nächsten Morgen wieder vergessen (oder verdrängt). Wir gehen dann wieder zur Tagesordnung über und beginnen jeden Tag neu. Gespräche über die Eifersucht und Unterstellungen enden meistens damit, dass mein Mann schweigt und ich rece. Find ich auch nicht so toll.

    Vielleicht weiß ja mal jemand wie ich lernen kann, etwas zu verändern.

    Schon jetzt besten Dank für die Antworten

    Kiki


  • RE: In guten wie in schlechten Zeiten!


    Hi Kiki,

    als erstes ein kurzes Vorwort: Du bist nicht für das Glück deines Partners verantwortlich. Er kann nur mit dir, aber nicht wegen dir glücklich werden.

    Jetzt zu deinen eigentlichen Problemen. Erstens deine Unlust. Um ehrlich zu sein. Deiner Hormonspiegel nimmt im laufe des Lebens ab, was dazu führt, dass du weniger schnell sexuell erregt wirst. Das ist ganz natülich. Auf der anderen Seite scheint dein Mann augenblicklich in einer echten Lebenskrise zu stehen, in der er sich selbst beweisen will, dass er wenigstens im Bett noch seinen Mann steht.

    Was du gegen seine Eifersucht machen könntest weiß ich leider nicht. Aber einen anderen Rat hätte ich für dich. Dreh den Spieß um:

    Gib ihm die Chance mit dir ins Bett zu gehen, aber unter der Premisse, dass er sich zuerst darum bemühen soll dich sexuell zu erregen. Was natürlich voraussetzt, dass er weiss was du erregend findest bzw. dass du ihm sagst was dich sexuell erregen könnte. (z.B. Kerzen schein, Rosenblätter auf dem Bett, vorlesen einer entsprechenden Geschichte) Da gibts ja jede Menge Möglichkeiten.

    Viel erfolg

    Parmenion

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    • RE: In guten wie in schlechten Zeiten!


      Danke Parmenion,

      das er im Bett irgendwas/sich beweisen muß hab ich auch schon immer gedacht. Was aber nicht die Situation verbessert. Er glaubt ja immer von sich selbst, dass er auf mich durch seinen "Verzicht" Rüchsicht nimmt. Aber mit einem, na sagen wir mal, leicht anklagenden Unterton. "ICH hab ja verständis für DICH": Aber so jeden Tag 1-2 mal auf Sex angesprochen zu werden ist nicht wirklich entspannend.


      Auf den Kerzenschein und die Rosenblätter warte ich schon lange. Nicht, weil ich meine Wünsche nicht äußere, aber für solche Dinge sind wohl Frauen zuständig. Glaubt er wohl.

      Deinen ersten Satz empfinde ich übrigens als extem treffend. DANKE für die Bestätigung.

      Kiki

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      • RE: In guten wie in schlechten Zeiten!


        Hallo kiki
        Ich glaube das problem mit deiner sexuellen unlust hat nicht nur mit den hormonen zu tun.Ich glaube vielmehr das liegt daran das du total unzufrieden bist erstens mit deiner jetzigen situation und in gewisser weise mit deinem mann.Du solltest ihm klar machen was dir fehlt und was du von ihm erwartest. wann hat er dir zb.das letzte mal eine freude bereitet dir blumen mitgebracht oder für dich gekocht wenn er das überhaupt schon mal gemacht hat.
        Ich glaube erst wenn du wirklich glücklich mit ihm bist wird auch eurer sexleben wieder besser.
        Viel Glück

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        • RE: Eheliche Pflichten???



          Am letzten Samstag ist bei uns eine Bombe hoch gegangen.!!!

          Nachdem ich am Freitag abend "mal wieder" keine Lust hatte!!! Hat er mir unterstellt:
          DA MUSS WOHL WAS ANDERES HINTER STECKEN. Er fühlt sich vor den Kopf gestoßen..... Du hast kein Verständnis für mich...... Er hat doch nur noch mich.....

          Das hat die Stimmung für den Samstag auch nicht gebessert. Und dann ist irgendwie die Bombe geplatzt. Sein totaler Wutausbruch (weil ich ihn akustisch nicht verstanden hatte) hat mich vollkommen aus der Fassung gebracht. Ich bin erst mal 3 Stunden einfach irgendwo rumgelaufen, habe mit der besten Freundin 1Stunde am Handy telefoniert. Und wollte eigentlich nicht mehr nach Hause.

          Ich hatte aber für den Abend eine Kollegin zum essen eingeladen. Zum ersten mal. Also habe ich eingekauft und weiterhin >f u n k t i o n i e r t< . Den Abend habe ich irgendwie überstanden. Die Kollegin hat die verheulten Augen bemerkt und sich ihre Gedanken gemacht. (Warum hast du nicht abgesagt??)

          Heute ist unser 24. Hochzeitstag. Hab ein Buch vom Dalei Lama geschenkt bekommen. Sind zusammen Schwimmen únd Eis essen gegangen,er baggert und baggert und ist total lieb, und ich weiß immer noch nicht ob und wie ich sagen, soll wie sehr mich das alles mitgenommen hat.

          Kiki44

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          • Gute Miene...


            Hallo Kiki,
            Deine Schilderungen machen mich ein wenig traurig. Einen Jahrestag der Partnerschaft begehen, ohne die tiefe Erkenntnis, sich wirklich geborgen und verstandne zu fühlen, das muss sehr schwer zu ertragen gewesen sein.

            Ich frage mich ernsthaft, warum Du Dich verpflichtet gefühlt hast, zu "funktionieren", "mitzuspielen", durchzuziehen, was immer auf dem Programm stand, statt aus tiefster Seele "STOP" zu rufen und mitzuteilen, wie verletzt und verwirrt Du wirklich bist.

            Warum meinst Du, es irgendwem schuldig zu sein, zu "funktionieren", irgendwelchen "Pflichten" nachzukommen, Deine Gefühle und letztlich Dich selbst zu verleugnen? Bist Du nur liebenswert, wenn Du andere glücklich machst? Was ist mit Dir, mit Deinem Recht auf Liebe und Zufriedenheit - auf Glück? Wer berücksichtigt das?

            Warum schenkt Dir jemand ein Buch vom Dalei Lama? Wer ahnt zumindest, dass Du Deine innere Ruhe nicht (mehr) hast? Es gibt offensichtlich Menschen, die zumindest ahnen, dass es Dir nicht gut geht. Es wird meiner bescheidenen Meinung nach Zeit, dass Du selbst Dir eingestehst, dass es keine Zweck hat, auf Fassade zu machen. Wenn Du nichts änderst, dann wird sich nie etwas ändern. Befrei Dich selbst von Deinen negativen Gedanken und lasse zu, den egoistischen Wunsch nach Glück und Zufriedenheit zu haben. Du hast das verdient!

            Was Parmenion schreibt, ist absolut richtig: Du bist nur für Dein eigenes Glück und nicht für das Erreichen eines Glückszustandes Deines Partners zuständig.

            Die Vergangenheit ist unveränderlich, sie hilft Dir nicht. Aber die Zukunft, die kannst Du jederzeit beeinflussen, indem Du dazu stehst, wer Du bist, wie Du bist und was Du brauchst. Liebe Dich! Du bist ein wertvoller, liebenswerter Mensch!

            Alles Gute wünscht Dir
            Anke

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