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Beziehungsprobleme (Haushalt und mehr)

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  • Beziehungsprobleme (Haushalt und mehr)

    Hallo, ich bin im Moment ziemlich verzweifelt, da ich nicht mehr weiß, wie es mit meiner Freundin (26) und mir (29) weitergehen soll. Wir sind jetzt seit 1,5 Jahren zusammen, die gemeinsame Wohnung haben wir vor vier Monaten bezogen. Zu Beginn unserer Beziehung war wie immer alles prima, doch jetzt wo wir zusammen leben läuft es in manchen Bereichen nicht mehr so harmonisch ab. Im Grunde genommen geht es dabei um ein Thema: Der liebe Haushalt. Meine Freundin ist was die Ordnung und Sauberkeit anbetrifft sehr penibel. Die Wohnung muss immer tipp topp aussehen, nichts darf herumliegen. Manchmal denke ich, wir wohnen in einer Möbelhaus-Musterwohnung, in der es überall blitzt und glänzt. Prinzipiell habe ich gegen diese Einstellung ja nichts einzuwenden, da ich grundsätzlich auch ein sehr ordnungsliebender Mensch bin und meine bzw. unsere Sachen eigentlich auch nie herumliegen lasse. Aber meine Freundin setzt eben immer noch eins drauf: Wenn ich die Spülmaschine einräume, räumt sie die Hälfte wieder um und wirft mir vor, ich hätte das Geschirr und die Gläser total platzverbrauchend eingestellt. Wenn ich unsere Klamotten bügele und zusammenlege will sie mich belehren, wie man die Sachen richtig zusammenlegt. Ich bin ja wirklich kein Idiot und zähle mich zu der Sorte Männer, die in Sachen Haushalt und Co. schon was drauf haben und sich nicht irgendwie dämlich anstellen. Ich kann es halt einfach nicht mehr ertragen, diese ständige Kritik. Wenn Sie mir dann wieder einmal was vorwirft ist meine Stimmung sofort auf dem Nullpunkt und der ganze Tag ist hinüber. Mittlerweile ist es sogar soweit, dass ich schon richtige Hemmungen/Bedenken/Angst ??? habe, mich im Haushalt zu betätigen (mache es aber trotzdem), da ich weiß, ich mache es aus ihrer Sicht nicht gut genug. Wir hatten jetzt kürzlich ein ernstes Gespräch darüber. Ich habe ihr verdeutlicht, dass ich mich in dieser Sache schlecht behandelt fühle und mich das Ganze sehr belastet. Ich habe ihr allerdings nicht die Pistole auf die Brust gesetzt, von wegen wenn das so weitergeht zieh ich aus. Vielmehr habe ich versucht im Gespräch herauszufinden, weshalb sie immer so reagiert. Sie meinte schließlich, dass es bei ihr wohl schon krankhaft sei, diese übertriebene Ordnung und Sauberkeit bzw. des besser machen wollens, sie auch schon so oft versucht hätte, dies zu ändern – leider ohne Erfolg. Sie ist dann in Tränen ausgebrochen und sagte, dass ihr das Verhalten im nachhinein immer unendlich leid täte und ich das nicht verdient hätte, da ich ja eigentlich kein unordentlicher und schlampiger Kerl sei. Sie weiß sich allerdings keinen Rat, wie sie ihr Verhalten ändern könne.
    Das schlimme ist halt, dass sich diese ständigen Streitereien auch auf unsere gesamte Beziehung negativ auswirken. Wenn wir uns gestritten haben ist kurze Zeit später zwar wieder alles objektiv okay, wir nehmen uns in die Arme und verbringen einen harmonischen Abend miteinander, aber ich merke mit der Zeit, dass ich gefühlsmäßig am abkühlen bin. Das will ich eigentlich gar nicht, da ich sie wirklich sehr liebe und wir uns ansonsten prima verstehen (gemeinsame Werte, Hobbys, Zukunftsvorstellungen usw.). Ich habe Angst, dass wir uns durch dieses an und für sich kleine Problem auseinander leben. Ein erstes Zeichen hierfür meine ich leider schon erkannt zu haben: Seit einiger Zeit schlafen wir kaum noch miteinander. Hab das ihr gegenüber auch schon thematisiert. Sie meinte, dass ihr der Sex nicht so wichtig sei und sie momentan einfach keine Lust darauf hätte, sie viel lieber mit mir kuscheln will etc. Ich finde das halt seltsam, da wir zu Beginn der Beziehung viel Sex hatten und Sie auf mich nicht den Eindruck machte, dass ihr der Sex unwichtig sei. Und jetzt aufeinmal diese Wandlung ? Versteh ich nicht. Ich mache mir dann auch gleich Gedanken, dass sie vielleicht einen anderen hat bzw. sie sich auf ihren vielen beruflichen Reisen (ist Flugbegleiterin bei Austrian Airlines) anderweitig vergnügt. Dieses Misstrauen habe ich aber erst, seitdem unser Sex nachgelassen hat.
    Alles in allem weiß ich nicht, wie ich mich verhalten soll und ich bin traurig, dass unsere Beziehung einen solchen Verlauf nimmt. Was kann ich dagegen tun (Ordnung/Sauberkeitsfimmel) ? Haltet Ihr das Verhalten in Sachen Sex für bedenklich ?

    Vielen Dank für Eure Antworten


  • RE: Beziehungsprobleme (Haushalt und mehr)


    zwei alternativen:

    sie sucht sich professionelle hilfe (therapie), nachdem sie ja selbst schon einsieht, "dass es bei ihr wohl schon krankhaft sei"

    ihr nehmt euch wieder getrennte wohnungen. dann kann jedeR so penibel oder nachlässig sein, wie sie/er will, und mit den etwas größeren abstand nimmt vielleicht auch die lust auf einander wieder zu

    Kommentar


    • oder


      ihr teilt die Aufgaben genau auf. Wenn zu Deinen Aufgaben die Spülmaschine gehört, wird da nicht reingeredet.

      zum Thema Sex sag ich nix :-((((((((((((((((((((

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      • RE: Beziehungsprobleme (Haushalt und mehr)


        Ich kann Deine Gefühle im Bezug auf den "Ordnungswahn" Deiner Freundin gut verstehen. Es ist mehr wie undankbar, dass Dein Bemühen mit ständiger Kritik "belohnt" wird.
        Das Gefühl, jemandem nichts recht machen zu können und den "Ansprüchen" nicht zu genügen, ist einfach frustrierend. Mir hat das den "Spaß" an der Sache genommen und ich habe mich gefragt, warum ich mich überhaupt noch anstrenge ( Du könntest Dir sicher manchmal auch was schöneres als Hausarbeit vorstellen ). Letztlich tut man diese Dinge doch nicht nur für sich und ich finde, Dein Bemühen hätte wirklich etwas Anerkennung verdient, weil es einfach nicht selbstverständlich ist.

        Ein Patentrezept habe ich leider nicht für Dich, sorry ! Ich denke, das darüber Reden ist sehr wichtig, vor allem darüber, wie Du Dich dabei fühlst. Rede offen über Deine Minderwertigkeitsgefühle und darüber, dass sie Dich damit dauerhaft verletzt.
        Nur sie selbst kann wohl beantworten, woher dieser übertriebene Anspruch kommt. Eine Freundin von mir hatte diesen "Putzfimmel" z.B. von ihrer Mutter eingetrichtert / anerzogen bekommen. Und sie hat in ihrer Kindheit selbst erfahren, dass sie nichts gut genug machen konnte und hat das später in ihrer Ehe an ihrem Mann "ausgelassen".

        Mir stellt sich die Frage, ob Deine Freundin nur im Bezug auf das Putzen so übermotiviert ist, oder ob sich dieser überhöhte Anspruch ( an andere und vor allem auch an sich selbst ) auch auf andere Bereiche erstreckt und wenn ja, warum ??

        Weitere Fragen, die für mich offen bleiben : Was passiert, wenn Du nichts mehr von dem tust, was Du nicht richtig machst ( nach dem Motto: wenn ich es nicht gut genug mache, mach es selbst besser ) ?

        Was passiert, wenn Deine Freundin Dich mal nicht verbessert ? Kann sie es überhaupt ertragen, die Dinge so zu belassen, wie Du sie gemacht hast ?

        Du siehst, ich habe nur Gedankenansätze für Dich.

        Zum Thema nachlassende Lust gibt es hier im Forum schon unzählige Threads. Als Frau kenne ich auch Phasen, in denen Sex aus den unterschiedlichsten Gründen eine etwas geringere Rolle spielt. Aber grundlos passiert so etwas sicher nicht.
        Also bleibt wohl auch nur in der Hinsicht das offene Gespräch ohne Vorwürfe, als vielmehr mit der Intention "ich möchte dir sagen, wie ich mich damit fühle". Und damit auch die krititsche Analyse, ob es außer Sex noch Gelegenheiten gibt, bei denen ihr euch nah seid.

        Sonnige Grüße

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        • RE: Beziehungsprobleme (Haushalt und mehr)


          Hallo Phillip,

          ich denke da ähnlich wie Petronius. Sie sollte sich wirklich helfen lassen. Dieser "Putzfimmel" kann sich auch zu einem Zwang entwickeln der das Leben sehr beeinträchtigt. Je eher sie etwas dagegen tut desto bessere Chancen hat sie.

          Getrennte Wohnungen halte ich auch für sinnvoll da ihr euch anscheinend ja sonst gut versteht und lieb habt und ihr dem Konflikt quasi aus dem Weg geht. Aber vielleicht sollte sie erst die Therapie versuchen - dann ist es besser, wenn ihr zusammenlebt und sie direkt mit ihrer Angst (Deiner Art aufzuräumen) konfrontiert wird.

          Zu dem Sex: Ich würde mir da erst mal nicht so viele Gedanken machen. Klar hat man (normalerweise) am Anfang der Beziehung mehr Sex! Die Leidenschaft läßt irgendwann nach - dafür wachsen andere Werte in der Partnerschaft.

          P.S. Ich wünschte mein Mann wäre so ordentlich wie Du. Er schafft es tatsächlich aus einer aufgeräumten Wohnung innerhalb von 24 Std eine Messie Wohnung zu machen!!!!

          Bye

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          • RE: Beziehungsprobleme (Haushalt und mehr)


            Salut philip,
            Erst mal eine frage:
            In der zeit wo du sie kennen gelernt hast, hast du sicherlich die möglichkeit gehabt zu beobarten wie sie sich in ihre privateraume verhält, sie wiederum auch, nehme ich an.

            Kannst du dich errinnen, wie es war ?hast du den mit ihr, ein paar tagen zum beispiel auch urlaub verbracht ?hast du den da beobarten können das es dich gestört hat ?
            Habt ihr den vor den zusammen ziehen, darüber gesprochen ?

            Hat sie den vorher mit jemand zusammen gewohnt ? wen ja, was hat sie den zu berichten darüber ?

            Hast du den versucht die finger von putzen, aufreumen, bügel exetera zu lassen ? wen ja, wie reagierte sie den darauf?

            Ich weiss das du mehreren "themen" in betracht ziest, aber eins nach den andern.

            grüsse, véro

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            • RE: Beziehungsprobleme (Haushalt und mehr)


              Hallo

              Diese strukturierte Denkweise Deiner Partnerin, steht im Wesentlichen einer harmonischen Partnerschaft entgegen.

              Hier sollten Vereinbarungen getroffen werden, sowie der
              Wille zur Kompromißbereitschaft vorhanden sein.

              Die Frage sollte nicht sein, wer von Euch beiden derjenige sein mag, der schmerzhafter von den Kompromissen getroffen wird, sondern eher: Was kann ich noch tolerieren.

              Diese Frage könnt ihr Euch beide stellen, wenn ihr Bedingungen für Eure Vereinbarung zusammen gestalten möchtet. Hier werdet ihr dann Eure Tolleranzgrenzen erkennen, wenn es darum geht, wer für was und wann und überhaupt, zuständig sein soll. Wenn nicht, um so besser.

              Ansonsten, so denke ich, wird es das beste sein, aus diesem "überorganisierten" Haushalt auszuziehen, in dem Du nur ein "Teil" dieser Struktur bist und beide nur unglücklich seit und jene Art der Beziehung anzustreben, die ihr vorher hattet.

              Zur Sexproblematik: ich würde sie eher mit der obigen Sache zusammenhängend sehen, - sofern sie überhaupt existiert.

              Nette Grüße


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              • Hallo ??


                Ist die leitung unterbrochen worden ?

                véro

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