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Alkoholproblem

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  • Alkoholproblem

    Jetzt würde ich doch gern mal eure meinung hören, wie ich aus dem Dilemma rauskomme.

    Also, ich trinke seit einigen jahren ca. 2,0 l Bier am Abend und weiß, dass das ein großes Problem darstellt.

    Obwohl ich mich aber schon über therapiemöglichkeiten informiert habe, sehe ich für mich persönlich keine konkrete lösung.

    Große "Suchtentzugstherapien" laufen örtlich weit weg, hätten längerfristiges Aufenthalt der gesamten Familie (mir und meiner kiddies zur folge). Das heißt Kinder aus Schule und Freundeskreis fürn halbes Jahr rausreißen - gerade die beiden großen (11+14) und irgendwo in ner klinik leben, wo sie dann auf ne andere schule gehen, wo im ganzen ort bekannt sein dürfte, das solche "pendler" aus der angrenzenden klinik kommen. Meine kleine (3) könnte ich ja mitnehmen, das wär nicht so das problem, aber für die großen find ich das ziemlich scheußlich. - Alternativ könnnte ich die beiden großen bei der oma unterbringen (siehe hier aber den beitrag: Oma wird zur furie ), möchte ich auch nicht so gerne....

    Andere therapiemöglichkeiten, - gerade auch ambulant -, das hätte mich sehr interressiert, das man so hier vor ort , besucht, betreut, beaufsichtigt wird, gibt es in meinem umkreis nicht, ist mehr so in großstäditen vorgesehen.

    Nach wie vor stell ich mir die frage, ob mein sicherlich nicht einfahces problem so unkontrollierbar ist, das idh deswegen diese extremen konsequenzen für meine großen kiddies in kauf nehmen muß.

    Denn abgesehen davon bin ich mir sicher: Wäre ich ganz allein, würde ich mich sofort behandeln lassen.

    Die Konsequenzen für meine Kinder stehen dem aber entgegen.

    Das Argument, das mein Alkoholkonsum viel schlimmer ist, stimmt meiner ansicht nach "noch " nicht. Mag ja schlimmer kommen, dann muß ich umdenken, aber im moment kann ich mich zu keiner dieser extremen maßnahmen entscheiden.

    Danke für eure meinungen.


  • RE: Alkoholproblem


    mach es wie ich, hör auf damit

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    • RE: Alkoholproblem


      Du hast das geschafft ?! Gratulation und Riesenrespekt !

      Ich glaub' sie schafft das nicht.

      Sie sieht es noch nicht als wirklich großes Problem.

      Sie weiß noch nicht was es heißt, nie wieder einen Tropfen
      Alkohol anzurühren.

      Traurigen Gruß, Sepp,
      (der weiß, wie es ist eine alkoholkranke Mutter zu haben.)

      Kommentar


      • RE: Alkoholproblem


        das ist nur am Anfang komisch, ich bin jetzt 20 Jahre trocken - mir tun alle, die Alkohol trinken uendlich leid.

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        • Prioritäten


          Hallo Sandra,

          Du argumentierst damit, dass es Dir "noch nicht" schlecht genug geht, um die Familie mit einem Therapieaufenthalt zu belasten. Sieht Deine Familie das auch so?

          Worauf willst Du warten? Auf Blackouts - die sicher kommen werden? Darauf, dass Deine Kinder von anderen auf Dein Alkoholproblem angesprochen werden? Darauf, dass sich Deine Kinder Deiner schämen? Wann ist es Deiner Meinung nach "schlimm genug"? Meinst Du nicht, dass Deine Schwelle, ab der Du das Problem als "schlimm" ansiehst, sich immer weiter verlagert und nie erreicht sein wird, weil die Sucht Dir Dein Urteilsvermögen nimmt? Glaub mir, genau das ist bereits heute der Fall!

          Ich kannte einen Mann, der meinte, trotz gehabtem Herzinfarkt und durchgeführter Bypass-OP nichts an seiner Lebensweise/-Einstellung ändern zu müssen. Die Firma könne nicht ohne seinen vollen Einsatz auskommen. Die Familie brauche das Geld. Er selbst sei selbst den Ärzten zufolge wiederhergestellt - ergo vollständig belastbar und er brauche halt seine Aufgabe! Der Mann ist heute tot. Die Familie war selbstverständlich nicht dermaßen abgesichtert, dass sie diesen Tod locker verkraftet hätte - von den psychischen Folgen ganz zu schweigen.

          Viele Menschen müssen erst den oft zitierten Schlag vor den Kopf bekommen, bevor sie "wach werden". Vielleicht gibt Dir zu denken, was Dir Dein Hausarzt oder auch einfach nur Deine Kinder zu dem Thema zu sagen haben - Du musst sie nur einmal fragen und zuhören! Menschen, die ein Alkoholproblem haben, können eine zeitlang fast wie gesunde Menschen "ihren Turn durchziehen". Aber niemals bleibt eine Alkoholsucht unbehandelt ohne Folgen für den eigenen Körper, die eigene Seele und die Angehörigen! Du machst Dir etwas vor! Handle, solange Du noch einigermaßen vor gesundheitlichen Problemen zu bewahren bist. Bald, vielleicht früher als Du wahr haben willst, kann es zu spät sein.

          Alles Gute!

          Anke

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          • RE: Alkoholproblem


            Hi SandraD,
            das schlimme ist, dass Alkoholiker selten zugeben, dass sie ein Alkoholproblem haben, das hast Du zumindest geschafft. Anonyme Alkoholiker gibt es doch bestimmt im Umkreis deines Wohnortes. Ansonsten könntest Du mal bei der Caritas anrufen oder Deinen Hausarzt um Hilfe bitten. Die Idee mit der Oma ist doch nicht schlecht, es ist ja gott sei Dank nicht jede so wie meine Mutter.
            Ich wünsche Dir alles gute
            Saraurmel

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            • RE: Alkoholproblem


              ich muss an der stelle mal AnkeF recht geben. deine kinder trifft es viel härter, wenn sie dich irgendwann nur noch als dauerschnapsleiche zu gesicht bekommen. dann mach jetzt lieber den schritt. warum trinkst du überhaupt so viel?? wenn du schon weißt das es zu viel ist, weißt du auch das du unbedingt was ändern musst, und wie gesagt, net erst wenns schon zu spät ist..
              viel glück..

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              • RE: Alkoholproblem


                In meinen Augen hast Du ja auch noch andere Interessen als nur Bier trinken. Wenn Du mit einem Computer umgehen kannst und in der Lage bist, Dich hier so zu äußern wie Du es getan hast, ist ja wohl noch nicht alles verloren.
                Hast Du schon einmal versucht, Bier als ein Genußmittel zu sehen, also ein kleines Glas nehmen und ab und zu einen Schluck nehmen?
                Oder mußt Du erst einmal 2 Flaschen abzischen, damit die Welt wieder halbwegs in Ordnung ist?
                Wenn Du den schnellen Alkohol brauchst, wirst Du wohl auch bald Hilfe von anderen brauchen.
                Dazu hast Du ja hier schon Kommentare bekommen.
                Ich wünsche Dir Mut und alles Gute - auch wegen der Kinder!

                Kommentar


                • RE: Alkoholproblem


                  Hallo SandraD,
                  der erste Schritt ist bereits getan : Einsicht. Es ist der wichtigste. Die Fakten: 2 l Bier täglich, das ist mit ca 100g Alkohol etwa die 3-fache Menge der Unbedenklichkeitsgrenze für den weiblichen Organismus. Anders ausgedrückt, Abhängigkeit und Organschäden sind unausweichlich. Der zweite Schritt müsste jetzt sein: Wie hoch ist der Grad der körperlichen Abhängigkeit? Also was passiert am Ende des zweiten Tages ohne Alkohol.
                  "Nur " psychische Symptome (Unlust, Reizbarkeit,Agitation), oder auch vegetative (Tremor, Schwitzen etc.)? Mit diesern Erkenntnissen können Fachleute (Suchtberater, AA, Betroffene etc.) eine konzeptionelle Einschätzung machen, welcher Behandlungsweg gegangen werden kann oder muss. Nicht immer ist eine stationäre Entgiftung notwendig, es geht manchmal auch ambulant, allerdings brauchen Sie ganz sicher fremde Hilfe. Bei der "niedrigschwelligen" -so wie man das heute nennt- wird am ehesten auf die familiäre Situation Rücksicht genommen. Also versuchen Sie, Kontakte in Ihrer Nähe zu knüpfen und konsequent IhrenWeg zu gehen. Es gibt ihn in jeder Region. Viel Erfolg.
                  Dr.Riecke

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                  • RE: Alkoholproblem


                    Vielen Dank für Eure Ratschläge und Meinungen dazu!

                    Betonen muß ich nochmal, daß ich das Problem ja gar nicht herunterbagatellisieren will. Ich habe auch schon vor drei Jahren - als ich nämlich schwanger war - viele Anläufe gemacht. War beim Hausarzt - Suchtberatung - eine Zeitlang bei einer Selbsthilfegruppe der AA - und ein halbes Jahr später wieder bei der Suchtberatung. Wirklich weitergebracht hat mich das aber nicht.

                    Es gibt hier im Umkreis keine ambulante Therapiemöglichkeit. Der wöchentliche Besuch einer Selbsthilfegruppe ist ja interessant. Zur Zeit bin ich Mitglied in einem Verein, der den Austausch von Alkoholikern und Betroffenen via Chat ermöglicht und tausche mich da mit anderen aus. Da dort aber hauptsächlich hartgesottene - inzwischen trockene Alkoholiker sitzen, gehen die Ratschläge meist nur in die Richtung: "Entzugstherapie - sonst läuft gar nichts - allein ist das nicht zu schaffen."

                    Aber eben darin liegt mein Problem, daß ich immer noch meine, es selbst schaffen zu können, weil die Entzugserscheinungen recht gering sind. Ich komm gut auch mal zwei Tage ohne aus, - d.h. eine körperliche Entziehungskur ist sicher nicht nötig.

                    Nur sitze ich eben jeden Abend allein mit meinem inneren Schweinehund, der mich regelmäßig davon überzeugt, daß das Problem auf morgen verschoben werden kann!

                    Eigentlich würde ich mir für die ersten paar Wochen täglich jemanden wünschen, der auf mich aufpaßt, und mit dem ich mich austauschen kann, wenn ich nervös werde und dieser innere Schweinehund wieder mal behauptet, daß die Sache unbedingt verschoben werden müßte. ...

                    In Berlin habe ich gesehen, daß es ambulante Betreuungen in dieser Form gibt, daß täglich jemand ins Haus kommt zum Gespräch ...

                    Solange ich noch die Hoffnung habe, daß es so zu schaffen wäre, kann ich mich halt wegen der Konsequenzen für die Kinder nicht zu einem richtigen Entzug in einer Klinik entscheiden - das halte ich einfach noch für unangemessen.

                    Natürlich sehe ich auch, wenn das so weiterläuft mit diesem Alkoholkonsum, bin ich irgendwann so weit, daß es sehr angemessen und erforderlich ist, deswegen sehe ich dem Problem ja auch ins Auge und bitte Euch um Ideen und Tips.
                    Danke im voraus.

                    Kommentar



                    • RE: Alkoholproblem


                      Vielen Dank für Eure Ratschläge und Meinungen dazu!

                      Betonen muß ich nochmal, daß ich das Problem ja gar nicht herunterbagatellisieren will. Ich habe auch schon vor drei Jahren - als ich nämlich schwanger war - viele Anläufe gemacht. War beim Hausarzt - Suchtberatung - eine Zeitlang bei einer Selbsthilfegruppe der AA - und ein halbes Jahr später wieder bei der Suchtberatung. Wirklich weitergebracht hat mich das aber nicht.

                      Es gibt hier im Umkreis keine ambulante Therapiemöglichkeit. Der wöchentliche Besuch einer Selbsthilfegruppe ist ja interessant. Zur Zeit bin ich Mitglied in einem Verein, der den Austausch von Alkoholikern und Betroffenen via Chat ermöglicht und tausche mich da mit anderen aus. Da dort aber hauptsächlich hartgesottene - inzwischen trockene Alkoholiker sitzen, gehen die Ratschläge meist nur in die Richtung: "Entzugstherapie - sonst läuft gar nichts - allein ist das nicht zu schaffen."

                      Aber eben darin liegt mein Problem, daß ich immer noch meine, es selbst schaffen zu können, weil die Entzugserscheinungen recht gering sind. Ich komm gut auch mal zwei Tage ohne aus, - d.h. eine körperliche Entziehungskur ist sicher nicht nötig.

                      Nur sitze ich eben jeden Abend allein mit meinem inneren Schweinehund, der mich regelmäßig davon überzeugt, daß das Problem auf morgen verschoben werden kann!

                      Eigentlich würde ich mir für die ersten paar Wochen täglich jemanden wünschen, der auf mich aufpaßt, und mit dem ich mich austauschen kann, wenn ich nervös werde und dieser innere Schweinehund wieder mal behauptet, daß die Sache unbedingt verschoben werden müßte. ...

                      In Berlin habe ich gesehen, daß es ambulante Betreuungen in dieser Form gibt, daß täglich jemand ins Haus kommt zum Gespräch ...

                      Solange ich noch die Hoffnung habe, daß es so zu schaffen wäre, kann ich mich halt wegen der Konsequenzen für die Kinder nicht zu einem richtigen Entzug in einer Klinik entscheiden - das halte ich einfach noch für unangemessen.

                      Natürlich sehe ich auch, wenn das so weiterläuft mit diesem Alkoholkonsum, bin ich irgendwann so weit, daß es sehr angemessen und erforderlich ist, deswegen sehe ich dem Problem ja auch ins Auge und bitte Euch um Ideen und Tips.
                      Danke im voraus.

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                      • RE: Alkoholproblem


                        Nur 2 Tage ohne schaffst Du es ? Das ist fast nichts !!!

                        Probiers doch einfach mal mit zwei Wochen. Jetzt! Sofort!
                        Ohne wenn und aber.

                        Wenn Du das hinkriegst,sieht's doch schon viel besser aus.

                        Und schreib uns doch einfach hier jeden Tag Deine Erfahrung.

                        Liebe Grüße

                        Kommentar


                        • Gute Idee!


                          Ja genau!
                          Als ZOE kürzlich ihren Abschied vom Glimmstengel nahm, haben wir sie jeden Tag nach ihrem Befinden gefragt und es hat sich ein sehr netter, mutmachender Austausch ergeben. Merke: gemeinsam sind wir stark!

                          Sag uns, wenn Du soweit bist, Sandra, und wir stehen Dir zur Seite - jedenfalls virtuell...

                          Liebe Grüße
                          Anke

                          Kommentar


                          • Gute Idee!


                            Find ich auch! Wenn ich so sehr darauf setze, mich täglich austauschen zu können, hab ich hier ja genug zuhörer und anteilnehmer.

                            wenns dann trotzdem nicht klappt, weiß ich, daß ich doch nach anderen alternativen suchen muß.

                            - Mit dem Rauchen würde ich auch gern aufhören, ich rauche nämlich 3 schachteln am tag - abgesehen von den ansteigenden preisen - empfinde ich das als parallelproblem- wenn ich trinke, rauche ich eine nach der anderen...

                            Vor ca. einem halben jahr hab ich eigentlich einen super-Anfang geschafft. Fünf tage ohne alles - und fühlte mich unglaublich frei - andererseits wird mir aber gesagt, daß beides auf einmal ein zu hoch gestecktes ziel sei...

                            ich hab aber dieses ganze suchtdenken so satt manchmal und denke ich habe dann die kraft... und als ich nicht mehr rauche, bin ich so damit beschäftigt gewesen, mich darauf zu konzentrieren, daß der Gedanke an Alkohol überhaupt gar nicht da war.

                            Ist das Ziel wirklich zu hoch gesteckt - eins nach dem anderen - oder würde es mich eher stärken, beides parallel anzugehen.

                            In jedem fall komme ich gern auf eurer angebot, meinen entzug virtuell zu begleiten, zurück - allein das sortieren meiner zielsetzungen und gedanken hilft mir schon...

                            - und wie gesagt, wenn`s falsch läuft, bin ich trotzdem nen schritt weiter und hab was dazu gelernt....

                            Kommentar


                            • RE: Gute Idee!


                              Und wie sieht's aus ?

                              P.S.:
                              Beides gleichzeitig aufzugeben finde ich zuviel.
                              Rauch' mal ruhig weiter einstweilen, das halte ich für's geringere Problem ...

                              Kommentar

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