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Hausarbeit, Kinderbetreuung

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  • Hausarbeit, Kinderbetreuung

    Seit mein Partner (21) und ich (20) zusammen wohnen, tauchten die Probleme auf. Ich muss ihn um jeden Handgriff mehrmals bitten. Er ist unordentlich und lässt seine Sachen auf dem gemeinsamen Schreibtisch herumstehen, obwohl ich ihn seit Monaten darum bitte, sie wegzuräumen. Um unsere gemeinsame Tochter kümmert er sich viel weniger, als ich mir das wünschen würde. Während er viel mit seinen Freunden unternimmt (Kino, Konzerte, Kartenspielen ect.), muss ich mich mit dem gemeinsamen Kind abplagen.
    Ich bin mit den Nerven total am Ende. Ich versuche immer wieder mit ihm darüber zu sprechen. Entweder er hört mir kaum zu; lenkt vom Thema ab ect, oder er vertröstet mich auf später und meint, dass er in ein paar Jahren, wenn mich meine kleine Tochter nicht mehr so bracht (sie ist 11 Monate, wird gestillt und ist total anhänglich) abends auf sie aufpassen wird und ich meinen Interessen nachgehen kann. Wenn ich mal richtig wütend werde und mit Trennung drohe, dann reißt er sich kurzfristig zusammen und macht mal freiwillig Hausarbeit ect.
    Ich fühle mich im Moment hilflos und meiner Lebenssituation ausgeliefert.
    Könnt ihr mir irgendeinen Rat geben? War schon mal jemand in einer ähnlichen Situation?


  • RE: Hausarbeit, Kinderbetreuung


    >>und meint, dass er in ein paar Jahren, wenn mich meine kleine Tochter nicht mehr so bracht......<<

    Solange möchtest Du doch wohl nicht warten??Oder??Und ich hoffe ,Du glaubst auch nicht,daß sich der Mann,nachdem ihm dann seine Plörren jahrelang hinterhergetragen worden sind,sich über Nacht in Deinen Prinzen verwandelt?
    Das er auf seine Kumpels verzichtet,zugunsten Deiner angestrebten "ausser Haus" Aktivitäten???
    Da mach ich das jetzt mal ganz kurza gibt´s für mich zwei Möglichkeiten
    1. Du liebst den Mann,und willst nicht ausziehen,möchtest aber trotzdem ,daß er endlich wach wird....dann sammel seine Klamotten ein,die er so über den Tag verteilt,schmeiß das Zeug in eine speziell dafür hergerichtete Ecke und lege ihm nahe,daß er gerne mit seinen Kumpels einen drauf machen kann,aber der Stapel in dieser Ecke wird von Dir nicht mehr beachtet,geschweige denn angefasst.Wenn er was zum Anziehen braucht,oder sein Portemonnnaie vermißt....da kann er alles finden...muß nur suchen
    (Kann natürlich sein,daß Du einen Streit heraufbeschwörst,der sich gewaschen hat.......das mußt Du für Dich entscheiden..kenne Deinen Mann nicht)
    2.Du ziehst tatsächlich aus,...vielleicht zur Mutter oder Freundin (zumindest für ein paar Tage) ..legst ihm einen Zettel auf besagten Schreibtisch....und verabschiedest Dich bis auf weiteres.

    Grüße
    Nerea

    Ps:ich entschuldige mich im Vorfeld für meinen Zynismus

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    • RE: Hausarbeit, Kinderbetreuung


      Hallo Renate,

      ich wollte Dir gerade das gleiche raten, was Nerea schrieb. Du musst konsequent sein, nicht nur einmal, auch wenn es zum Streit kommt, denn Du bist im Recht!

      Männer sind unordentlicher als Frauen - leider, ich gebe es ja zu. Aber so, wie Du es schilderst, geht es nun wirklich nicht. Und Euer Kind gehört Euch beiden, also ist es auch seine Aufgabe, und zwar jetzt, nicht erst später einmal.

      Gruss, Wolfgang

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      • Organisationsfrage!


        Euer Kind wird also nach wie vor gestillt. Für dessen Gesundheit hast Du mit 11 Monaten Stillzeit alles getan, was medizinisch begründbar wäre. Denke jetzt ans abstillen, das ja auch einige Zeit erfordert. Damit bekommst Du Dein Baby nicht nur einfach von der Brust weg sondern auch auf den Arm des liebenden Papas, der sich da immer so schön aus der Affaire ziehen kann.
        Wenn Du noch nicht Abstillen möchtest, beginne, die Muttermilch mittels Pumpe in Flaschen zum späteren Verzehr bereitzustellen. Argumentation wie vor.

        Wäre doch gelacht, wenn frau sich nicht zu helfen wüsste gegen diese geschickte Taktiererei!

        Sogar meine knapp 12-jährige Tochter kann inzwischen etwas zur Hausarbeit beitragen (z.B. vorsortierte Wäche in die Waschmaschine füllen und den Waschprozess in Gang setzen oder die Geschirrspülmaschine ein- bzw. ausräumen etc. etc.). Was Kinder können, dürfte auch einem 20-Jährigen möglich sein.

        Organisiere Dein Leben so, dass Dein Mann/Freund nicht nur die angenehmen Seiten sondern auch ein paar Pflichten hat - und zwar regelmäßig! Verweigere ansonsten Dir eigentlich selbstverständliche "Dienstleistungen", damit er Folgen zu spüren bekommt, wenn er sich nicht partnerschaftlich verhält. Wenn sein Verhalten keine spürbaren Konsequenzen nach sich zieht, hat er keinen Grund, sich zu ändern.

        Eure Beziehung ist und ihr selbst seid noch sehr jung, da muss vieles sich erst noch einspielen. Zumal, wenn ein Kind zusätzlich sein Recht verlangt und damit weitere Anpassungen im Vergleich zur Junggessellenzeit vorgenommen werden müssen. Das ist für keinen von euch einfach, aber mit gegenseitigem Respekt, Liebe und Offenheit dürfte diese Phase so zu gestalten sein, dass ihr am Ende allen Bedürfnissen einigermaßen gleichmäßig gerecht werdet. Sei nicht ungeduldig, aber lass Dich auch nicht zum Esel machen.

        Ich habe meine Ansprüche an einen geordneten Haushalt herunterschrauben müssen und respektiere seine Ecke (am PC), in der sich seine Form der Ordnung manifestiert. Zum Saubermachen wird er dann darauf hingewiesen, dass diese Ordnung ungünstig ist, aber das sieht er beim Staubwischen ja auch selbst. Seine Sache. Dafür verzichtet er im gemeinsamen Wohnzimmer und in der Küche auf das für ihn typische Verstreuen seiner Sachen. Der Kompromiss klappt.

        Was sagen denn die Großeltern zu diesem Thema? Können die nicht beiden jungen Eltern gelegentlich einmal das Kind abnehmen, damit ihr wieder einmal ein Paar statt nur Vater und Mutter sein dürft? Oder verantwortungsbewusste Freunde (die unter jungen Leuten ja nicht ganz so selten sind, wie immer behauptet wird)? Die könnten ja dann bei euch Karten spielen, während Du mit Mann zum Tanzen gehst beispielsweise. Mach Dir eine Vorschlagsliste und besprich sie mit allen Beteiligten - am besten zuerst mit denen, die Dir helfen können, damit Dein Mann nicht meint, das wäre sowieso nicht durchsetzbar.

        Viel Glück!

        Anke

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        • RE: Hausarbeit, Kinderbetreuung


          hallo renate

          ich kann mich nerea nur anschliessen. dein partner wird sich nicht ändern. im gegenteil, wenn du ihn noch in seinem verhalten unterstützt, wird es eher noch schlimmer. die frage die man sich an dieser stelle fragen muss, wer oder was ist ihm wichtiger. gerade jetzt brauchst du deinen partner am meisten und seine unterstützung. ich habe es auch erst nicht einsehen wollen. als meine frau unseren sohn auf die welt gedracht hat, war für mich die situation auch ganz anders. ich bin den ganzen tag arbeiten gewesen und sie hat sich den ganzen tag um das kind gekümmert. als ich nach hause gekommen bin, lag sie häufig mit dem kleinen im bett und schlief. ich habe auch erst gedacht, hat die es schön. ich gehe den ganzen tag arbeiten und sie ruht sich gemütlich aus. bei uns hat es auch krach gegeben, als aber meine frau dann in tränen ausbrach und gesagt hat das sie am ende sei, habe ich dann nachgedacht (männer denken immer erst hinterher nach). jetzt bewundere ich meine frau, wie sie das alles geschafft hat. unser sohn ist jetzt fast 2 jahre und und ein echter sonnenschein. ich habe auch lernen müssen, gewisse aufgaben im haushalt zu übernehmen, auch wenn es mir nicht passt.

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