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Sackgasse - bin ich selbst schon krank?

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  • Sackgasse - bin ich selbst schon krank?

    Hallo,

    habe schon viel und oft hier gelesen und möchte nun insbesondere bewogen durch die Beitrage von Andras "Fragen ....(Persönlichkeit)" und die Geschichte von AnkeF um Hilfe bitten.

    Stecke in einer wie ich denke schwierigen Beziehung und weiß nicht mehr recht, ob ich selbst noch ganz "richtig" bin und den Blick für die Realität verloren haben, oder ........

    Wenn jemand für eine gewissen Zeitraum Interesse und Zeit für wiederholte Informationsaustausche hätte, so dass ich vielleicht durch die Meinung unbeteiligter Person(en) wieder klarer "sehe", Situationen wieder besser beurteilen kann (bzw. beurteilt bekomme) und evtl. eine Lösung finde, wäre ich sehr froh. Habe leider weder die Möglichkeit noch die Zeit zu einem Psychologen zu gehen.

    Viele Grüße
    klein


  • Wofür sind Foren da?


    Tach kleines!
    Danke für Dein Vertrauen in die Forumsgemeinschaft, zu der ich ja auch erst seit Kurzem gehöre. Sicher bekommst Du hier Hilfestellung (mal mehr mal weniger brauchbar oder kompetent), aber das ersetzt natürlich nicht die realen Freunde, die einem in Zeiten der Not oder Verzweiflung Stütze und Hilfe sein sollten.

    Es erscheint vielen leichter, über konkrete Probleme im angeblich anonymen Internet zu plaudern. Es ist aber auch nicht ungefährlich, weil es Menschen gibt, die mit blöden Kommentaren oder gezielter Provokation eine schlechte Stimmung und damit vorhandene Probleme noch schlimmer machen können. Hier lesen eben auch "Knallköppe" mit, wie Du sicher schon festgestellt hast. Darüber solltest Du Dir klar sein. Und wer weiß, ob nicht Nachbar X oder Kollege Y mit den konkreten Fragen gewahr wird, wer Du wirklich bist. Ich kann mittlerweile mit Mobbing und Gemeinheiten im Freundeskreis umgehen. Du auch?

    Also: Her mit den Fragen. Ich persönlich werde ehrlich darauf eingehen, wenn ich meine, hilfreiche Tipps geben oder Klarheit verschaffen zu können. Bedenke: Ich bin nur ein Mensch! Es gibt immer noch Sachlagen oder Meinungen, die ich falsch einschätze oder die ich nicht nachvollziehen kann - jeden Tag. Ich bin weder ein Genie noch eine Heilige. Und schon gar kein Psychotherapeut. Soviel zur Klarstellung. Nimm's nicht übel. Manchmal bin ich eben brutal offen.

    Liebe Grüße
    Anke

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    • RE: Sackgasse - bin ich selbst schon krank?


      Schreib doch einfach hier.... ich tu's ja auch.

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      • RE: Wofür sind Foren da?


        Hallo AnkeF,

        na fein - hab' alles verstanden und Knallköppe gibt's leider überall.

        Weiß halt nicht mehr, ob ich meine Situation richtig beurteile und auch nicht recht, wie ich da evtl. rauskomme.

        Da ich ja irgendwie anfangen muss, versuche ich möglichst kurz erstmal einen Überblick zu geben. Bin 42 Jahre, seit 16 Jahren in einer Beziehung, davon seit 12 Jahren verheiratet. Wir haben keine Kinder. Uns geht es finanziell gut, sind selbständig mit einigen Angestellten, großes Haus, gute Autos, wenig Zeit, keine Freunde mehr. Mache eine großen Teil (natürlich nicht alles) der Arbeit (sowohl Firma als auch Haushalt usw.) allein (schon fast immer) und das Verhältnis zwischen meinem Mann und mir entspricht i.d.R. den Ausführungen in Andras (Dr. Riecke) über Persönlichkeitsstörungen, wobei ich eben das Gefühl habe, mein Mann hat nicht den gerinsten Respekt, kränkt und beleidigt mich oft, eben dieses ganze Machtgehabe. Bin selbst allerdings mittlerweile oft so verunsichert, dass ich nicht mehr weiß, ob ich Anlass biete, zu viele Fehler mache, mich nicht genug zurecht mache usw. Manchmal wenn ich richtig wütend oder verzweifelt bin, möchte ich am liebsten flüchten, ein alles klärendes Gespräch führen oder sonstwas, hab aber dann auch wieder Angst. Es ist ein riesen Zwiespalt zwischen selbstbewusster Geschäftsfrau, die Angestellte führen und mit Kunden verhandeln muss sowie fast sämtliche Gespräche, Kontakte (auch Handwerker, Autohäuser etc.) nach außen führen muss und einer verängstigten Frau, die kaum etwas "ohne Erlaubnis" macht und nach vielen strengen "einstudierten" Verhaltensweisen lebt, um möglichst wenig anzuecken oder bestraft zu werden.

        Bin ich also selbst schon krank?

        LG klein

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        • RE: Wofür sind Foren da?


          Es ist ein riesen Zwiespalt zwischen selbstbewusster Geschäftsfrau, die Angestellte führen und mit Kunden verhandeln muss sowie fast sämtliche Gespräche, Kontakte (auch Handwerker, Autohäuser etc.) nach außen führen muss und einer verängstigten Frau, die kaum etwas "ohne Erlaubnis" macht und nach vielen strengen "einstudierten" Verhaltensweisen lebt, um möglichst wenig anzuecken oder bestraft zu werden.

          Bin ich also selbst schon krank?

          Liebe kleine!
          Könnte von mir sein, auch wir waren selbständig und was die Firma anbelangte war ich die Nr. 1 für Ihn aber zuhause
          war es wie ein Zwang.
          Ich hab das aber erst richtig begriffen als meine Freunde sagten ich soll mal was ruhiger werden und es wäre auch kein Beinbruch wenn ich mal 10 Min. später heimgehen würde. So schlimm war es nämlich geworden, ich war ständig auf der Hut auch ja das richtige zu tun und war immer für Ihn da.
          Jahrelang hab ich jeden Tag gewartet das er Heimkommt.
          Dazu muß ich sagen, daß schon immer er gekocht hat und wir früher gemeinsam Einkaufen gegangen sind aber dies wurde Ihm zu anstrengend und er hat es selbst gemacht, was Stunden gedauert hat weil er so ein Pfennigfuchser war. ich hab mir noch nicht mal getraut ein Stck. Butter zu kaufen weil es garantiert die falsche oder zu treure war.
          So wurde ich zur untätigkeit verdonnert was ich natürlich auch mir selbst zuzuschreiben habe da ich mir unbewust immer und für alles eine Genehmigung von Ihm geholt habe.
          Wie gesagt das war nur zu hause so nach außen nicht.
          Gemeinsame Freunde haben wir auch kaum gehabt und wenn dann nur für kurze Zeit.
          Mein Tipp für Dich ist erst mal mit Ihm über Deine Gedanken und Sorgen offen reden denn meist ist das den Männern gar nicht bewußt. Ich meine das sollte man auf alle Fälle tun.
          und dann ändere etwas ein einen Eingefahrenen Verhaltensweisen, ich weiß das es sehr schwer ist aber
          wir müssen es den Männen nicht immer recht machen.
          Offensichtlich geht es euch ja finanz. ganz gut, dann geh doch in einen Sportverein oder mach was, was Du schon immer machen wolltest verblüff Ihm und zeig Ihm notfalls die Breitseite.
          Ich wünsch Dir viel Glück, leider ist meine Geschichte so geendet wie Ankes aber das muß nicht sein obwohl ich
          erst dadurch gemerkt habe was für eine Powerfrau ich bin.
          Gruß Zoe

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          • RE: Wofür sind Foren da?


            Krank? Nicht im üblichen Sinne. Aber Du bist das Produkt Deiner Selbstzweifel, die Dein Partner mit zielsicheren KO-Schlägen hervorgerufen hat (sei es nun mit voller Absicht oder weil er einfach nicht anders kann und/oder das eigene Verhalten nicht so empfindet).

            Wenn ich einem Kind lange genug erzähle, es sei ein Versager, dann wird es irgendwann einer. Wenn ich einem Kind Angst mache, Fehler zu begehen, wird es zwangsläufig unsicher und übervorsichtig - und macht durch mangelnde Übung umso mehr Fehler, wenn's drauf ankommt. Tschuldige bitte die Vergleiche mit der Kindererziehung, aber sie treffen natürlich auch auf Erwachsene zu.

            So funktionieren nicht nur im Privat- sondern auch im Geschäftsleben Systeme der Unfairness (wenn das einen interessieren sollte: googelt nach Fairness-Stiftung, da gibt's massig Infos zum Thema Mobbing/Bossing und wie sie sonst noch alle heißen, die Themen unserer Zeit).

            Wir sind im selben Alter und sprechen wahrscheinlich die gleiche Sprache. Es ist unwürdig, sich von dem Menschen den man liebt (oder zumindest einmal geliebt hat) unfair behandeln zu lassen. Da sind wir uns erstmal einig. Mein Ex fand, ICH solle einmal eine Therapie machen, wenn ich mit seinen Ansichten oder Verhaltensweisen ein Problem hätte (Botschaft: ICH bin völlig in Ordnung, DU bist nicht normal!). Das ist natürlich auch ein Standpunkt. Ich war nach jahrelanger Beziehung wirklich soweit, dass ich diese Möglichkeit in Betracht zog. Du scheinst auch kurz davor zu stehen.

            Du brauchst keine Therapeuten, Du brauchst FREUNDE! Die findet man in den meisten Fällen nicht zu Hause (Du weißt ja sicher noch: Prinzen klopfen nicht an, die muss man sich suchen), selten auf der Straße, aber vielleicht in Vereinen, Interessengemeinschaften, Erwachsenenbildungseinrichtungen.

            Auf die Gefahr hin, dass es zunächst schwierig werden wird, den eigenen Ansprüchen an Perfektionismus in Privatleben und Beruf gerecht zu werden: Mach Dich auf den Weg ins Leben, das findet nämlich da draußen statt, nicht vor dem Fernseher. Vergiss den brachliegenden Haushalt oder die ungebügelten Anzughemden für den Gatten! Wofür gibt es Restaurants, Imbissbuden, Fertiggerichte, Mikrowellen und so'n Zeugs (ist ja nicht für ewig!). Auch Feinschmecker essen übrigens eine zeitlang Dinge, die ihnen nicht sonderlich exquisit vorkommen, um nicht zu verhungern. Es kommt immer auf die Prioritäten an.

            Es ist ja nett, wenn man eine Zeit lang zu zweit allein glücklich ist, aber erstens bist Du das schon lange nicht mehr und zweitens ist das für mich schon fast Isolationshaft so ganz ohne Freundeskreis. Wo kommen denn da die neuen Einflüsse her, die eine Partnerschaft am Leben halten? Worüber redet Ihr noch, wenn Ihr allein seid. Über's Geschäft? Über's gemeinsame(?) Bankkonto? Welche gemeinsamen Ziele gibt es noch? Mach' mal eine Analyse und frage Dich, was Du konkret tun kannst, um an der Situation etwas zu ändern. Und dan setze das sukzessive um (immer gegenchecken, ob man noch auf dem richtigen Weg ist - die eigene Begeisterung ist nicht immer der beste Ratgeber).

            Wenn sich Dein Männe entschließen sollte, mitzuziehen: gut! Dann gib ihm und Euch noch eine Chance (oder auch zwei). Die hat er (bzw. ihr euch) verdient bei so langer Beziehung. Und wenn nicht, dann lieber ein Ende mit Schrecken...

            Meine Meinung. Muss nicht wie Gottes Gebot gehandhabt werden. Muss auch nicht von jetzt auf grade durchgezogen werden. Vielleicht hilft es auch, mit kleinen Details anzufangen, wieder Einfluss auf das gemeinsame Leben zurück zu bekommen. Denn der fehlt Dir wohl im Moment am meisten. Ich habe mich auch mitunter wie eine Marionette gefühlt - und mich dafür gehasst!

            Noch ein Vorschlag: Buche ein Verwöhnwochenende oder eine Bildungsreise nur für Dich allein und vergiss mal, dass er sich darüber ärgert, wenn Du nicht mehr ins gewohnte Schema passt. Danach könnt ihr euch ausgibig darüber streiten, ob Du als erwachsener Mensch einen Vormund brauchst oder Dir gewisse Freiräume offen stehen, die letztlich eine Beziehung bereichern können, weil sie vertrauenvoll gewährt und genutzt werden.

            Ich bin in all den Jahren übrigens NIE auf die Idee gekommen, fremdzugehen. In einer festen Beziehung kommt das absolut nicht in Betracht, finde ich. Manche Frauen finden allerdings erst dann wieder positive Energie in sich, wenn sie eine Affäre zulassen. Ich rate nicht dazu, weil ich ein Mensch bin, der solche Abenteuer definitiv nicht verzeihen könnte. Der zulässige Einwand wäre, dass (d)ein Mann schließlich nicht alles erfahren muss. Ein passender Konter: aber er KÖNNTE es jederzeit erfahren - und es könnte ZUVIEL Spass gemacht haben, um noch Sinn in der alten Beziehung zu sehen. Es ist also gefährlich, wird von anderen mitunter jedoch als heilsam beschrieben.

            Soviel von meiner Seite.

            Wieder einer meiner langen Beiträge. Ich gerate noch in Verruf, wenn ich so weiter mache.

            Liebe Grüße
            Anke

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            • RE: Wofür sind Foren da?


              Hallo Anke,

              du gerätst wegen deiner langen Beiträge bestimmt nicht in Verruf ;-).

              Normalerweise lese ich zwar keine langen Beiträge, aber deine fesseln mich wie ein spannendes Buch.... ich kann viel davon lernen.
              Und ich freue mich für dich dass du es geschafft hast. Und zu sehen dass du es geschafft hast gibt mir neue Kraft daran zu glauben, dass auch ich es schaffen kann....

              Ganz liebe Grüße
              Jasmin

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              • RE: Wofür sind Foren da?


                Hach Anke wieder den Nagel auf den Kopf getroffen,
                vom fremdgehen rate ich allerdings auch ab,
                aber man kann durchaus auch mal wieder flierten und sich auf seine Reize besinnen, die hat man nämlich, nur sieht man Sie nicht mehr.

                Übrigens hat mein Ex mir auch öfter an den Kopf gehauen ich solle mal in Behandlung weil ICH nicht normal bin wenn ich mich aufrege das er täglich nach 22 Uhr anfängt zu kochen (bin am Tisch fast eingeschlafen) hat Ihn nicht interessiert. Er war perfekt alle anderen dumm.

                Grüße Zoe

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                • RE: Wofür sind Foren da?


                  Hi,

                  danke erstmal. Mit soviel Feedback hab' ich kaum gerechnet. Liebe AnkeF, Ihre Beiträge sind absolut nicht zu lang (eher das Gegenteil :-)).

                  Wir hatten schon ettliche offene und weniger offene Gespräche und ähnliches. Von völligem Aneinandervorbei bis hin zu sehr eindeutigen Analysen und Zukunftsplanungen. Er sagt, er weiß wie er ist, wenn mir das nicht passt, könne ich ja gehen und das er sich auch nicht ändern würde - ist es in einem Gespräch zu dieser Deutlichkeit gekommen, lässt er jede Konsequenz danach allerdings zwanghaft im Sande verlaufen. Versuche meinerseits bisher, zu gehen oder zu flüchten, je nach Situation, endeten i.d.R. entweder durch massive Verhinderung durch Gewalt oder auch in der Umsetzung durch meine Angst. Bei einem Versuch zu gehen, musste ich Schlüssel abgeben, Auto stehen lassen ...... usw. Im Übrigen hab' ich ein massives Problem, alles einfach so Stehen und Liegen zu lassen, um beispielsweise "Abzuhauen", da ich die Firma, die daraus resultierenden Verpflichtungen und nicht zuletzt die Angestellten, die ihren Job brauchen, nicht einfach so plötzlich im Regen stehen lassen kann. Alles schön sauber zu Ende bringen, geht mit ihm aber wohl auch nicht. Also renn ich immer weiter im Hamsterrad und finde den Ausgang nicht .....

                  Kommentar


                  • klein


                    Ich glaube nicht dass du die Probleme hast von denen ich im anderen Posting sprach. Das ist eher ein anderes Charakterbild.

                    Du (und andere) haben das Problem dass sie mit wohl erfolgreichen Machertypen zusammen sind, die dominant sind und zuhause sich verhalten wie im Beruf.
                    Solche kenne ich und eine ist an seiner Seite zur Trinkerin geworden die an sich selbst zerbricht. Diese sieht ebenso nichts ein und geht genauso mit anderen um wie mit seiner Frau.

                    Was kann man raten?
                    Früher die Grenzen aufzeigen, nicht alles wegstecken. Andererseits sind das die Nachteile wenn man mit dominanten Machtmenschen zusammen ist. Erfolgreiche Männer habe auch Nachteile...
                    Und aus dieser ständigen Dominanz und das Gefühl nicht perfekt genug zu sein kann sich aber der eigene Charakter verändern, siehe Zoe, ihr geht es wohl jetzt gut :-)

                    Klein, ich glaube dein Mann würde vielleicht irgendwann ganz alt aussehen wenn du wirklich mal gehst, wenn auch nur für eine Zeit. Starke Männer sind oft nicht so kalt, Kälte und Härte um das durchzuziehen zeigen oft andere von denen man es nicht erwartet.

                    Kommentar



                    • RE: klein


                      Hallo Andras,

                      bedanke mich für Ihr Feedback.

                      Ich möchte allerdings unbedingt richtig stellen, dass es sich bei meinem Mann absolut nicht um einen erfolgreichen Machertyp handelt. Mein Mann geht nicht arbeiten. Mein Mann nimmt keinen Beruf wahr. Mein Mann verlässt so gut wie nie das Haus. Mein Mann verdient kein eigenes Geld. Er hat kaum Kontakt zu anderen Menschen. Er meidet jeden Kontakt zu unseren Angestellten, Handwerkern usw. Unsere Firma ist in unserem Haus, zwar separater Eingang, aber eben auf dem Grundstück. Ich muss ihn informieren, wenn jemand zu ungewohnter Zeit das Haus verlässt, damit er niemandem in die Arme läuft. Er arbeitet in unserer Firma auch nicht mit. Er ist einfach so da, und macht den ganzen Tag so seine Sachen, wann jeweils er Lust wozu hat. Er ist allerdings dominant und selbst wenn er dieser Dominanz mit Erpressung, verbaler Gewalt, Bestrafung oder auch sonst wie nachhilft. Das ich dabei Grenzen aufzeigen muss, und dies auch immer wieder versuche, weiß ich - ist ein Dauerkampf .....

                      Kommentar


                      • ???????


                        jetzt bin ich aber baff


                        wieso setzt du diesen parasiten nicht einfach an die luft?

                        womit erpreßt er dich?

                        warum läßt du dir das alles gefallen?

                        ich versteh überhaupt nicht, warum eine trennung negative auswirkungen auf das unternehmen haben soll, an dem er sowieso keinen anteil nimmt. oder hat er dich über irgendeine komische eigentümer-konstruktion in der hand?

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                        • ohje


                          Das sieht nach Depression und Selbstzweifeln aus.
                          Er hat wohl kein Selbstwertgefühl mehr und versucht es durch sein Verhalten zu kompensieren. (sorry wenn ich du sage) Er kommt mit deinem Erfolg nicht klar, fühlt sich unterlegen und steuert instinktiv dagegen an.
                          Du bist nicht die erste selbstbewusste Frau die so oder so ähnliche Probleme mit ihrem Mann hat. Das vertragen Männer mit Komplexen nicht.

                          Rede mit ihm eindringlich, schick ihn zum Psychologen auf dass er eine Therapie bekommt, bevor alles zu spät ist. (wenn du noch an ihm hängst).
                          Lange geht das nicht mehr gut.

                          Ist aber nur meine Meinung darüber.

                          Kommentar


                          • RE: ???????


                            .... aber all das ist ja das Problem.

                            Meine Frage war ja auch "bin ich selbst schon krank?". Erstens mal weiß ich gar nicht mehr so genau, ob ich alles so richtig beurteile. Vielleicht ist ja auch alles bestens und ich hab' einen an der Waffel.
                            Warum ich mir das alles gefallen lasse, weiß ich manchmal auch net so recht. Manchmal kann ich mich einfach gegen seine für mich unüberwindlich scheinende Macht nicht wehren. Manchmal gelingt mir ein raffinierter Schachzug und ich löse die Situation positiv und friedlich auf, manchmal mache ich aber auch nur einfach die Faust in der Tasche, weil für die Situation Disziplin und Vernunft angesagt ist.
                            Womit erpresst er mich? Mit den unterschiedlichsten Sachen. Mal stellt er die Telefonanlage für die Firma eine Stunde ab, mal fliegt das Essen durch die Gegend, mal droht er auch nur ......... da schon einiges an Drohungen umgesetzt wurde, wirken sie oft auch.
                            Warum sollte eine Trennung negative Auswirkungen auf die Firma haben? Wir haben drei große Kunden, für die wir exklusiv arbeiten. Mo. bis Fr. von 6:30 bis 20:00 mit 4 Angestellten. Wenn wir nur ein oder zwei Tage nicht ansprechbar wären, wäre die Existenz der Firma ernsthaft bedroht. Ich kann also schon mal nicht einfach verschwinden, auch nicht mal kurz, wer lässt den sonst die Mitarbeiter rein usw. und managed den Laden? Da hängen auch Verpflichtungen dran. Sollen sich vier Leute mal ebene nen neuen Job suchen. Alles schön geplant und in ordentlichen Bahnen, z. B. Firma ausquartieren, Gesellschafterversammlung, Notarverträge, Amtsgerichteinträge usw. ordentlich ändern, umschreiben und eine faire, beide Seiten befriedigende Lösung schaffen macht er gar nicht mit.
                            So einfach an die Luft setzen lässt er sich nicht!
                            Natürlich gibt es auch Verträge und Eigentümerzuordnungen.
                            Mit ihm eindringlich reden? Wir haben schon mehrfach miteinander geredet - führt nicht wirklich weiter. Trennung? Wurde schon drüber gesprochen, auch von ihm, passiert aber nix. Die normale Umsetzung is nich.
                            Ihn zum Psychologen schicken? Niemals - macht er nicht - er hat nämlich nix - er ist völlig normal. Die die nicht mehr richtig tickt, bin ich. Wenn wir uns streiten, sagt er ja auch "Du kannst jederzeit gehen": Tür auf, Du raus, Schlüssel und alles andere bleibt hier. Das ist der Preis! Also wäge ich ab. Zahl ich diesen Preis? Oder - vielleicht ist ja auch alles ganz normal so - und ich bin selbst krank, dass ich das nur nicht richtig beurteilen kann. Und da wir ja nun auch nicht 24 Stunden jedenTag nur Stress haben, sondern eben immer mal wieder, mal heftig, mal weniger heftig, nur eben die Art wie und diese Demütigungen und Unterdrückung (so empfinde ich es eben) frage ich mich all diese Fragen.
                            Weiß nicht, ob das etwas verständlich war?

                            LG klein

                            Kommentar


                            • RE: klein


                              Habe ich eigentlich mal erzählt, wie ich den Auszug von meinem immer drohenden, manchmal tobenden, stets so überlegen tuendem Ehemann damals geschafft habe?

                              Ich kehrte an jenem Abend vom Geburtstag meiner Mutter zurück, zu dem er wieder einmal nicht gekommen war (bucklige Verwandtschaft seiner Meinung nach). Ich hatte meine Mutter gefragt, ob ich am kommenden Tag in mein altes Zimmer einziehen dürfte. Sie war platt, stimmte aber ohne zu zögern zu. Mein Vater sagte zunächst nichts. Ich fuhr nach Hause und war fürchterlich aufgeregt. Ich hatte Angst vor seiner Reaktion, brachte aber wie jeden Abend ersteinmal das Kind zu Bett.

                              Ich habe ihm beim Zusammenlegen der Arbeitsanzüge ganz beiläufig gesagt, dass ich ihn nicht mehr liebe, dass ich mir alles ganz genau und gut überlegt habe und ihn MORGEN verlassen werde. Dann habe ich den völlig verdutzten Mann im Wohnzimmer hocken lassen - da hockte er immer und guckte ins Fernsehen, während ich bügelte und unsere Wäsche faltete. Im Laufe meines Vortrages hatte er nichts einzuwenden, senkte schließlich den Kopf und bedeckte den Teppich mit einem See aus Tränen. Ich kannte diesen Mann wie gesagt fast 12 Jahre, und da sah ich ihn das allererste Mal hemmungslos weinen. Und weißt Du was, ich verspürte den Drang loszulachen! Was hatte dieser Mensch mich all die Jahre gequält, wieviel Angst hatte er mir gemacht. Nun saß er da und flennte wie ein Kind. Lächerlich fand ich das!

                              Ich hatte aber immer noch Herzklopfen bis zum Hals, denn ich hatte mit Prügel oder zumindest mit Toben gerechnet. Nix dergleichen geschah. Der Mann war einfach nur völlig verzweifelt. Er ist mir dann ins Schlafzimmer nachgegangen, wo ich darum bat, in Ruhe gelassen zu werden, weil ich MORGEN einen anstrengenden Tag vor mir hätte. Er hat gefleht, gebettelt und geheult. Je mehr er weinte, desto ruhiger wurde ich. Irgendwann verschwand er wieder - und ich konnte tatsächlich ruhig einschlafen. Da wusste ich, dass ich tatsächlich völlig leer war, keine Empfindungen mehr für ihn hatte.

                              Vom Auszug hat er nichts mitbekommen. Ich habe den ganzen Hausrat dagelassen (meine Tochter war da 1,5 Jahre alt). Nachdem ich das Kind wie jeden Tag fertig gemacht hatte, habe ich das Auto genommen und sie zu meinen Eltern gefahren. Mein Vater bot mir zwar an, mir beim Packen zu helfen, aber ich habe lieber alles allein gemacht. Ich habe meine persönlichen Sachen geholt und es vermieden, meinem Ex nochmal über den Weg zu laufen.

                              Auch das Kinderzimmer habe ich allein auseinandergepflückt und ins Auto geschafft. Je mehr ich einpackte, desto sicherer war ich mir, dass es endgültig vorbei war - und ich wurde regelrecht euphorisch. Erstmals seit Jahren war ich zufrieden mit mir und der Welt. Ich wusste, heute fängt ein neues Leben an.

                              Nach der letzten Fuhre habe ich ihm den Autoschlüssel übergeben (er arbeitete in der Firma unterhalb der Wohnung) und ihm Lebewohl gesagt. Es folgten vergebliche Versuche seiner Familie, insbesondere seines Bruders, noch ein Einlenken von meiner Seite zu bewirken. Ich wollte nicht mehr. Wir haben nach einigem Hin und Her die Scheidung auf den Weg gebracht, denn ich merkte schnell, dass er ohne ein Urteil nie aufhören würde zu bohren und die Sache als abgeschlossen zu betrachten.

                              Wir nahmen einen gemeinsamen Anwalt, einigten uns im Vorfeld über Unterhalt und Wertausgleich für die diversen Anschaffungen im Verlauf unseres gemeinsamen Lebens. Das alles geschah im November. Im Mai darauf hielt ich das rechtskräftige Scheidungsurteil in den Händen. Eigentlich hätte die erste und einzige gerichtliche Zusammenkunft lediglich eine Anhörung sein sollen. Aber der Richter meinte, bei soviel Einigkeit sei es nicht nötig, noch einen Termin anzuberaumen und diktierte direkt das Urteil. Mein Ex war wiederum völlig überrumpelt. Ich bin danach ganz normal zur Arbeit gefahren.

                              Wir haben übrigens gemeinsame Sorge, daher sehen wir uns fast zwangsläufig immer noch, wenn er seine Tochter abholt am Wochenende. Hin und wieder gibt es kleinere Konflikte um die Kindererziehung, aber er weiß eigentlich, dass ich als Mutter, bei der das Kind lebt, die Zügel in der Hand halte und sein Einfluss relativ beschränkt ist. Das ist nach all den Jahren der Bevormundung von seiner Seite eine gute Erfahrung.

                              Inzwischen weiß ich, warum ich damals so versessen darauf war, mit diesem Mann mein Leben zu fristen und warum ich so lange brauchte, einen Schlussstrich zu ziehen. Selbstverständlich habe ich an all den Jahren noch viel zu verarbeiten gehabt. Manche Verletzungen sind immer noch nicht ganz verdaut.

                              Ich habe diesen harten Schnitt nie bereut, auch wenn ich mir sicher nicht vorgestellt habe, mein Kind nur eingeschränkt selbst erziehen zu können, als ich es bekommen habe. Es stand für mich nie zur Debatte, mich von einem wie auch immer gearteten Unterhalt abhängig zu machen. Schließlich hatte ich vor der Elternzeit auch mein Geld selbst verdient. Viele Freundinnen haben mir damals geraten, nicht wieder arbeiten zu gehen und mir den Lebensunterhalt notfalls vom Sozialamt zu holen. Das kam für mich nie in Frage. Ich bin heute froh, ein normales Familienleben zu führen, und absolut sicher, dass ich für mich und mein Kind gar nicht hätte besser entscheiden können.

                              Mut war sicher nötig. Aber die Zeit davor hat sehr viel mehr Kraft gekostet, als das Ziehen des Schlussstriches selbst. Der war dageben das reinste Vergnügen.

                              Ich wünsche allen Frauen in ähnlichen Beziehungen einen klaren Blick für das Machbare und den Mut, den meist ja nicht von heute auf morgen gefundenen Lösungsweg zu gehen. Mancher wird sich veilleicht dann wundern, wie einfach die Durchführung im Vergleich zur Überwindung ist, tatsächlich Konsequenzen zu ziehen.

                              Liebe Grüße
                              Anke

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                              • RE: ???????


                                ich hab verstanden, daß es so nicht weitergehen kann

                                wie du aber eine trennung konkret managen müßtest, kann ich dir leider auch nicht sagen

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                                • RE: klein


                                  Liebe AnkeF,

                                  Ihre Zeilen beschäftigen mich sehr, mal sehen wie sie weiter bei mir wirken.

                                  Vielen Dank für Ihre Offenheit, Zeit und Ihr Einfühlungsvermögen

                                  Liebe Grüße
                                  klein

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                                  • RE: klein


                                    HABE Das gleiche Problem. Vielleicht noch1000 mal schlimmer. Warum halten wir Frauen das nur aus?

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                                    • RE: klein


                                      Tja, warum?! Gute Frage! Gibt keine allgemeingültige Antwort. Vielleicht liegt es im weiblichen Naturell, das immer nach Harmonie trachtet und es als persönliche Niederlage nimmt, wenn die Herstellung derselben nicht gelingt.
                                      Die Frage ist, wieviel eine Frau wegstecken kann, bis sie kollabiert. Und es ist unzweifelhaft so, dass man irgendwann zusammenbricht, die eine äußerlich/körperlich, die andere innerlich/psychisch/seelisch. Und ob sie aus eigener Kraft zu verhindern weiß, dass ihre Seele und ihr Körper Schaden nehmen.

                                      Die Krankenhäuser, Psychatrischen Praxen/Kliniken und die Kneipen sind voll von Frauen, die daran verzweifeln, dass sie sich wehrlos ausgeliefert fühlen. Wenn sie sich selbst so sehr lieben würden, wie den jeweiligen Partner, der ihnen das antut, würden sie gar nicht so weit sinken.

                                      Ich bin liebenswert! Und jeder, der mir das Gegenteil einreden will, ist ein Idiot, der meine Liebe nicht verdient!

                                      In diesem Sinne: Gute Nacht!

                                      Anke

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