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Gemeinsame Zukunft?

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  • Gemeinsame Zukunft?

    Hallo! Ich habe da ein Problem mit meinem Freund was die Zukunft betrifft.
    Kurze Erläuterung zu unserer Beziehung allgemein: Wir verstehen uns super und streiten daher sehr selten. Wir sind nun seit fast 2 Jahren zusammen und haben sehr schnell gemerkt, daß wir einfach zusammengehören. Mein Freund ist eher der der "Stille", mir öffnet er sich aber und wir können eigentlich über alles reden. Ich selbst bin auch nicht gerade diejenige, die im Mittelpunkt stehen will, wenn man das so umschreiben kann, zu ihm habe ich aber schnell Vertrauen gefasst.

    Nun zum Problem: Wir haben schon zu Anfang unserer Beziehung recht schnell davon geredet, mal zusammenzuziehen, zu heiraten, Kinder etc. Das einzige Hindernis um die erste "Hürde" d.h. Zusammenziehen zu nehmen, scheiterte immer daran, daß ihm mal in einer Jugend-Alkohol-Sünde der Führerschein abgenommen wurde und er somit absolut "unflexibel" ist, was Umziehen angeht, da er momentan direkt gegenüber seiner Arbeit wohnt, war das bisher für ihn ja bequem und ohne grössere Probleme. Denn sollte es sonst irgendwohin gehen, bin ich ja da, bzw. irgendjemand hat sich immer gefunden. Das mit dem FS-Entzug liegt nun schon ganze 9 Jahre zurück und er machte bis jetzt keine Anstalten, ihn wieder zu bekommen. Bzw. hat er vor der Beziehung zu mir zweimal einen PMU-Test gestartet, ist jedoch durchgefallen (Unterlagen hat er mir gezeigt).

    Seit er mit mir zusammen ist, reden wir leider nur über dieses Thema, unternommen hat er weiter jedoch noch nichts. In den 2 Jahren habe ich ihn noch nicht allzuoft darauf angesprochen, da ich ihn ja auch nicht bedrängen will. Denn beim letzten Gespräch habe ich vor allem herausgehört, daß er totale Angst hat, wieder durchzufallen und alle könnten ihn für einen Looser halten.

    Andererseits habe ich auch den Verdacht, daß es für ihn einfach so ganz "easy" läuft und er sowieso immer überall hinkommt, dank mir, und er vielleicht gar nichts an der Situation ändern will.

    Er redet immer davon, daß er zu mir ziehen will und ist dabei absolut träumerisch und vergißt immer den Fakt, daß es nicht gehen kann ohn FS. "Irgendwann" wird das schon alles ist einfach die Standartaussage. So nach dem Motto, heiraten und Kinderkriegen können wir ja trotzdem, ich zieh zu Dir und das regle ich dann schon.

    Ich weiß auch nicht: Soll ich mich vielleicht selbst zur Entbindung ins Krankenhaus fahren? Nur mal so als Beispiel? Die eventuellen Kinder mit dem Bus in den Kindergarten schicken?

    Ich wollte Euch mal fragen, wie ihr mit so einer Situation umgehen würdet. Es einfach so laufen lassen und hoffen, daß er was unternimmt hat sich bisher nicht bewährt. Soll ich ihn unter Druck setzen? D.h. das Thema sehr oft besprechen? Ihm ein Ultimatum setzen? Keine Ahnung....schön langsam ist es nämlich auch so, daß ich nicht länger warten will, denn demnächst werden wir beide 30 Jahre alt und ich hätte ganz gerne mal "klare Verhältnisse". Vielleicht bin ich auch selbst ein wenig unter Druck, weil ich mir selbst dieses "Familienultimatum" gesetzt habe so um die 30. Aber wenn man bedenkt, daß das mit dem FS noch mindestens ein halbes Jahr (Vorbereitung) dauert und man ja auch noch schließlich 9 Monate Schwanger ist, bevor man ein Kind bekommt, zieht sich das ja sowieso noch hin, auch wenn er es jetzt endlich anpacken würde.


    Gruß Elisa!


  • RE: Gemeinsame Zukunft?


    Wie kann man denn beim Idiotentest durchfallen? Und dann auch noch zwei mal?

    Bezüglich seiner Angst - will er lieber für einen Feigling gehalten werden, wenn er sich nicht traut, es zu versuchen, den Führerschein zu bekommen? Das kannst Du ihn ja mal fragen.

    Bisher hat er ja keinen Grund, diesen Zustand zu ändern, wenn er so nah an der Arbeit wohnt. Aber wie macht er das mit dem Einkaufen? Wie weit wohnt ihr denn auseinander? Fährst Du immer zu ihm und kaufst für ihn ein,wenn er was braucht?
    Jedenfalls scheint es ja zu funktionieren, zumindest für ihn.
    Hast Du ihn schon mal direkt darauf angesprochen? Wie er sich das so vorstellt mit eurer Zukunft? Bring ihm doch das Beispiel mit der Entbindung und dem Kindergarten. Sag ihm, was Dich stört, und daß er was tun soll.
    Ansonsten muß Du für Dich überlegen, was es für Dich für Konsequenzen hat. Ob Du so weitermachen willst, oder ob Du was änderst.

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    • RE: Gemeinsame Zukunft?


      Hallo Feli,

      gibt es denn keine Möglichkeit, dass Ihr Euch eine gemeinsame Wohnung (oder Haus) in der Nähe seiner Arbeit sucht?

      Ihn zu bedrängen bzgl. des Führerscheins könnte einen ganz schönen Streit vom Zaun brechen. Ich würde ihm allerdings schon etwas auf die Füße steigen und mal sagen, was Dir auf dem Herzen liegt. Du hast bestimmte Bedenken, was Eure gemeinsame Zukunft betrifft und er sollte davon in jedem Detail erfahren.

      Dass er Angst hat, beim erneuten Versuch den Führerschein neu zu erlangen, kann ich gut verstehen, ist aber kein Problem, sondern eher eine Herausforderung, die er annehmen sollte. Er muss es ja nicht an die große Glocke hängen, dass er es erneut versucht. So umgeht er dann auch dem Gespött, sollte er wirklich nochmals durchrasseln.

      Nefertari

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      • RE: Gemeinsame Zukunft?


        was du hier als hauptproblem schilderst, kann doch gar keins sein

        zusammenziehen, heiraten, kinderkriegen - das hängt doch nicht davon ab, ob jemand den führerschein hat!

        euer problem liegt woanders und viel tiefer. ich will jetzt lieber keine ferndiagnose stellen, aber ich glaube, wenn du ehrlich zu dir selbst bist, weißt auch du ganz genau, wo bei euch der sand im getriebe ist

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        • RE: Gemeinsame Zukunft?


          Leider läßt sich das nicht mehr ändern, daß er zu mir zieht, falls es denn so weit wäre, denn ich habe mir kurz bevor ich ihn kennenlernte ein Haus gekauft 30 km von seiner jetzigen Wohnung und da wäre es ja unlogisch, wenn ich es wegen ihm wieder verkaufe.

          Beim letzten Gepräch über dieses Thema hatte ich den Eindruck ,daß ich ihm schon klargelegt habe, daß mich dieser Umstand stört und das Gefühl habe, daß er vielleicht gar nichts daran ändern will, weil eben bis jetzt auch so alles super gelaufen ist. Aber er kam dann nur mit seiner Angst vor dem erneuten Test und weiter hat sich nun wieder nichts geändert. Ich weiß also nicht, wie ich ohne ein konkretes Ultimatum noch weiterkommen soll, will es aber auch nicht so hart stellen, da ich ihn ja auch irgendwie verstehen kann, denn er ist nun mal nicht der selbstsichere Typ, der mal eben schnell den Test macht und besteht, dazu fehlt ihm die große Klappe.

          Natürlich habe ich ihm auch gesagt, daß es ja keiner erfahren muß, daß er den Test nochmals gemacht hat. Aber leider genügt es ihm schon, wenn ich davon weiß und er sich blamieren könnte. Wäre ja mal was, wenn er selbst mir nichts davon sagen würde und die Sache in die Hand nimmt. Aber bis jetzt ist er auf diese Idee auch nicht gekommen...*seufz*

          Vielen Dank für deine Antwort, ich werde nochmals ein Gespräch mit ihm führen, diesmal etwas eindringlicher.

          Gruß Elisa!

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          • RE: Gemeinsame Zukunft?


            Hallo Petronius!

            Gut, daß du hier antwortest, denn deine Beiträge lese ich immer mit besonderem Interesse.

            Sicher hast du recht, daß man das Problem nicht auf den Führerschein konkretisieren kann, natürlich hätte ich schreiben müssen oder können: Er ist was die Zukunft angeht ein Träumer und ich ein Realist, das ist nun also unser Problem.

            Er träumt davon, daß auch so alles "gut" wird und geht und ich weiß genau, daß es nicht realistisch ist.

            Aber hier geht es mir nun eben um den konkreten Fall: Führerschein. Kann das kein Problem sein, wenn man auf dem Land wohnt? Ich denke schon, denn es zieht ziemlich viel nach sich, wenn man keinen hat. In einer Großstadt wäre mir das auch egal, denn da bräuchte ich ja selbst keinen (habe auch schon mal in einer Großstadt gewohnt).

            Ehrlichgesagt habe ich keine Lust für den Rest meines Lebens das Taxi zu spielen. Und vielleicht habe ich ja auch mal keine Zeit (Kinderbeispiel).

            Das Folgeproblem oder auch Ursprungsproblem (du hast Recht, es gibt wohl eines) ist dann wohl, daß ich entweder zu "Nachgiebig" bin oder ich mir selbst einrede, daß es "perfekt" sein muß und es eben ohne FS nicht geht. Mein Partner hat hingegen das Problem des Träumers oder die Angst vor dem Test...hätte trotzdem gerne ein Ferndiagnose von dir.

            Gruß Feli!

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            • RE: Gemeinsame Zukunft?


              Hallo!
              Danke für dein Beitrag.
              Tja, ich habe mich nun auch schon mal zwangsläufig mit dem "Idiotentest" befasst und kann dir sagen, daß es durchaus locker drin ist, daß man zweimal durchfällt. Entweder liegt die Person nicht im "Ermessen" des Prüfers, oder man gibt schlicht und ergreifend die falschen Antworten, obwohl man meint, daß die genau richtig wären.
              Ich habe selbst mal spaßeshalber einen solchen Test im Internet gemacht und wäre doch auch glatt durchgefallen, nur weil ich geschrieben habe, daß ich von einer Party mit einem Taxi heimfahren würde, wenn ich etwas getrunken hätte. Richtige Antwort wäre gewesen: Auf die Party gehen und nichts trinken. Waren noch einige "Fangfragen" dabei. Ich kann dir sagen, man kann durchfallen, auch wenn man nicht aufs "Hirn gefallen" ist.

              Du hast recht, daß ich Überlegen sollte, und vor allem Handeln sollte, wie es nun weitergeht. Ich habe solche Beispiel auch schon gebracht. Dann sagt er nur: Bis dahin habe ich doch den Führerschein. Da frage ich mich nur: Mit 40 wäre es dann doch etwas spät.

              Normale Einkäufe macht er immer selbst, aber sobald es um Getränkekasten oder ähnliches geht, bin natürlich ich der Fahrer. Wie gesagt, funktioniert für ihn eigentlich alles mehr oder weniger bestens.

              Gruß Feli

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              • RE: Gemeinsame Zukunft?




                dann werde ich doch auch mal mein senf dazu geben ;o)

                zum " iditoten-test "

                ich kenne jemanden, der sogar drei mal
                " durchgerasselt " ist und das hat nichts mit dummheit zu tun. dem beamten hat einfach nur die nase meines bekannten nicht gepasst und das wars auch schon. viel geld für nichts ausgegeben. das heißt, selbst wenn dein freund sich entschliessen sollte, diesen test zum dritten mal, zu wiederholen heißt es noch lange, lange nicht, das er sogleich seinen FS wieder hat !

                und dann ??? wie sieht dann eure zukunft aus ? schon mal überlegt was du dann machst ?

                dein zukünftiges " familiendasein " , nur vom FS deines freundes abhängig zu machen, das ist für mich unrealistisch !!!

                es ist wahrlich bequemer zwei fahrer in der familie zu haben, aber möglichkeiten auf alternativen zurück zu greifen gibt sicherlich auch, selbst in einem dorf !

                und immer die zukunft vorauschauend plannen zu wollen..........tje, das geht meiner meinung nach, so wie so fast immer in die hose.

                nichts für ungut ;o)

                grüsse, Fee








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                • RE: Gemeinsame Zukunft?


                  Hallo!
                  Ich habe auch keinen Führerschein,warum steht hier ja nicht zur Debatte...aber ich denke das es nicht das Hauptproblem bei euch ist.Gebe also Pertonius völlig Recht.Da Du Dir aber nur darum Gedanken machst,muss ich mal fragen ob sich Dein Partner denn auch darum sorgt? Schließlich ist er es der zur Arbeit öffentliche Verkehrsmittel benutzen müsste.Ich würde ihm ganz einfach den Einzugstermin vorschlagen...schließlich muss er sehen wo er bleibt,oder?
                  Vielleicht solltest Du aber auch nur mal darüber nachdenken,ob gerade diese Eigenschaft Deines Freundes....so als Träumer und unrealistischer Mensch....Dir mächtig auf die Nerven geht und Du diese für den Rest Deines Lebens tolerieren müsstest...viel Erfolg dabei wünscht Dir Kensiko

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                  • RE: Gemeinsame Zukunft?


                    @Feli,

                    lass Dir nicht von Ferndiagnostikern einreden, dass tiefere Bindungsängste bestünden, mag sein oder auch nicht.
                    Du denkst praktisch: Er verträumt und unmobil, Du realistsich, mobil, aber durch dein Haus gebunden.

                    Das kann sich für die Zukunft prima ergänzen, es kann aber auch zur Betonung der Unterschiede führen mit Reibereien, Streit, usw. Kommt darauf an, was ihr daraus machen wollt.

                    Den Führerschein kann man auch im Urlaub machen, ob mit Tauglichkeitsprüfung, weiß ich allerdings nicht. Besser in Deutsschland als auf den Antillen, ausländische Führerscheine gelten bei vorherigem Entzug bei uns wohl nicht.

                    Vielleicht klappt es ja in entspannter Athmosphäre.

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                    • RE: Gemeinsame Zukunft?


                      liebe feli,

                      ich sag dir gern, wie mein eindruck ist. eine diagnose kann das natürlich nicht sein

                      was ich mich frage, ist, ob diese zukunft mit zusammenziehen, heiraten, kinderkriegen euer gemeinsames vorhaben ist oder in erster linie deines. mir kommt vor, daß hier die führerscheinfrage als vorwand genommen wird, um sich nicht für diese zukunft festzulegen und verantwortung zu übernehmen

                      kann sein, und ich hoffe das für euch, daß ich damit völlig falsch liege. aber das wars, was mir spontan durch den kopf gegangen ist

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