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Ausnahmezustand, keine Nacht mehr schlafen

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  • Ausnahmezustand, keine Nacht mehr schlafen

    Hallo,

    ich hatte bereits geschrieben unter "Bein verloren und Eheprobleme" und viele andere Beiträge darüber, wie meine Mutter sich in ihre Enkelin bis zur Selbstaufgabe reinsteigert.

    Nun ist einige Zeit vergangen. Mein Vater ist im Pflegeheim, so kommt er ganz gut zurecht dort mit dem Personal und den Umstand. Aber bei meiner Mutter wird er immer grantig. Er sagt solche Dinge wie, dass sie sich nun den ganzen Tag in der Stadt rumtreiben könnte und auch, dass sie alles an die Enkelin verschleudert. Dabei ist das sogar die Wahrheit.

    Ich musste ja Sozialhilfe für meine Eltern beantragen, damit die Heimkosten gedeckt werden und es kam wieder heraus, dass meine Mutter sich kräftig an Konten und Sparbüchern bedient hat. Was sie damit angestellt hat, bekommt man nicht raus.....wohl wieder die Schulden der Enkelin.

    Da sie ja jetzt nur noch ihre Rente zur Verfügung hat und die meines Vaters fürs Heim draufgeht, ist sie ständig am Jammern. Sie hat jetzt Mitte des Monats kein Cent mehr in den Taschen, denn sie unterstützt kräftig weiter die Enkelin. Ich gebe ihr nichts. Das Amt hat berechnet, so dass es für unsere Mutter reicht, dabei ist nicht eingerechnet, dass sie andere noch mit versorgt.

    Aber schlimmer ist, dass es meinen Vater gesundheitlich auch wieder schlechter geht. Das Herz macht schon wieder Probleme, so dass ich ihn im Herzzentrum angemeldet habe zu weiteren Untersuchungen und Besprechung, was man noch machen könnte. Ich habe Angst, dass es alles nichts mehr wird. Es ist ein Schlag für mich. Am Tag als mein Vater notoperiert wurde, sein Leben auf der Kippe stand, er sein Bein verloren hat, habe ich auch meine beste Freundin aus Schulzeiten verloren. Genau an diesem Tag ist sie gestorben und weil das noch nicht reicht, habe ich gerade selber am Tropf gesessen und muss meine eigene Gesundheit "retten".

    Das es ihm jetzt wieder schlecht geht und man Angst haben muss, dass man ihn verliert, setzt mir zu....weil es alles irgendwie zuviel ist auf einmal. Ich kann keine Nacht mehr schlafen. Liege wach und grübele. Ich versuche es mit rausgehen in die Natur mit Ablenkung, aber das hilft nur für den Moment.

    Ich kann einfach keine Ruhe finden, jeder Tag ist ein Ausnahmezustand....


  • Re: Ausnahmezustand, keine Nacht mehr schlafen

    Schau dass das Amt die Kosten für deinen Vater direkt ans Heim überweist.
    Normalerweise wird das auch so gemacht und nicht den Angehörigen oder einem selber aufs Konto überwiesen, da verstehe ich nicht warum es bei euch so gemacht wird?
    Ansonsten hilft nur distanzieren, dein Vater ist gut versorgt, um deine Mutter solltest du dir rein gar keine Gedanken machen, vor allem nicht welche die dann bei der Enkelin landen.

    Mach die Besuchszeiten zu Zeiten die Qualität und nicht Quantität haben, lege möglichst alles in die Hände des Heims, kümmere dich nur noch darum es eventuell mit der Leitung zu besprechen, überlasse die Organisation dem Heim und genieße die gewonnene Zeit mit bewusst mit deinem Vater, ohne mehr Verantwortung als nötig und ohne dich um andere zu scheren.

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    • Re: Ausnahmezustand, keine Nacht mehr schlafen

      Hallo Tired,

      ich habe es so geklärt, dass die Kosten fürs Heim gleich vom Sozialamt ans Heim gehen.

      Meinen Vater war ich schon besuchen, es sind immer mal wieder Stimmungsschwankungen da, aber das ist ja verständlich: erst Bein weg, dann zu Hause weg und Heim. Man muss das erstmal verdauen.

      Mit meiner Mutter habe ich keinen großen Kontakt. Nur noch, dass ich mir Unterlagen bringen lassen muss, wie Befunde und andere Papiere für die Beantragung von Leistungen bzw. Schwerbehindertenausweis etc. pp. Das ist eben noch blöd. Den Ordner mit den Befunden habe ich gleich hier behalten, damit ich nicht wieder in Kontakt treten muss.

      Nun soll ich bei unserer Hausärztin anrufen wegen unserer Mutter. Ich kann mir schon vorstellen, was nun wieder passiert ist. Unsere Mutter hat dort wieder rum geheult wie schwer und schlecht sie es hat und dass ihr keiner hilft. Das muss man sich mal vorstellen, was das für eine Frau ist. Sie lügt, wenn sie den Mund aufmacht und schämen sollte sie sich, dass sie ihre eigenen Kinder so behandelt.

      Bisher habe ich die Hausärztin nicht erreicht. Fakt ist für mich eins, dass ich mich nicht ungerechtfertigt an den Pranger stellen lassen. Und es traurig ist, dass das Spiel meiner Mutter nicht durchschaut wird.

      Was könnte man bei der Hausärztin sagen, wenn sie mir eine Abreibung verpassen will wegen der angeblichen Hilfe-Verweigerung? Ich finde es ja unerhört, dass die Leute das auch noch Glauben, was sie da für ein "Katzengejammer" aufführt. Nur weil sie mal Krebs hatte, glaubt sie, sie kann sich alles erlauben und mit den Leuten so umspringen. Eine Sozialpädagogin hat mal zu mir gesagt: Krebs ist kein Druckmittel!

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      • Re: Ausnahmezustand, keine Nacht mehr schlafen

        Sag einfach wie es ist, dass dich deine Mutter seit Jahren mit allem alleine gelassen hat, sich Null bei dem Vater mit einbringt und lieber um die Häuser zieht, nur wenn sie selber was braucht muss das gleich passieren.
        Sag ihr dass dich deine Mutter nichts mehr angeht und ihr längst getrennte Wege geht, aber wenn sie Hilfe braucht könnte sie sich an die Enkelin wenden, da du gehört hast dass diese ein sehr enges Verhältnis zu deiner Mutter hat.

        Lehne es ab, dich da irgendwo rein ziehen zu lassen und wenn sie dir eine Predigt halten möchte, dann sage dass sie nur die Erzählungen deiner Mutter kennt und somit gar nicht weiß was da los ist und die Frage ob dein Verhalten gerechtfertigt ist oder nicht, einmal nicht beurteilen kann und es sie zum zweiten auch nichts angeht.

        Mich wundert etwas dass die HÄ da eventuell Mediator spielen möchte, womit sie naturgemäß gar nicht weit kommen kann, wenn nicht deine Mutter explizit drum gebeten hat und da würde ich dann der Mutter schreiben dass sie das doch bitte unterlassen soll, dass du kein Interesse mehr hast selbst wenn sie vom Papst einen Anruf erschleichen könnte.

        Du solltest dir aber anhören über was die Ärztin überhaupt sprechen möchte und dann ruhig und gelassen darauf reagieren, nicht übermäßig über deine Mutter herziehen.
        Du hast das Recht den Kontakt abzulehnen und das sollte die Ärztin akzeptieren können, ohne sich ein Urteil drüber zu bilden.
        Einfach sachlich bleiben und darüber stehen wenn die Ärztin ein falsches Bild von dir hat, das kann dir egal sein.

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