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Ehemann liebt mich nicht mehr

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  • Ehemann liebt mich nicht mehr

    Hallo zusammen,

    hätte nicht gedacht, dass ich mal in einem Forum schreibe, aber meistens kommt es anders......

    Mein Mann (18 Jahre zusammen, davon 7 Jahre verheiratet) sagte mir nach einem Streit vor 1,5 Monaten, wo es auch um die aktuelle Situation unserer Ehe ging, dass er keine Chance mehr für uns sieht und auch nicht wisse ob er mich noch liebe. Für mich brach eine Welt zusammen, da ich mich - obwohl die letzten drei Jahre nicht gut waren - immer (bis auf eine Situation von vor 7,5 Jahren, auf die ich noch eingehen werde) von ihm geliebt fühlte. Seit er dieses ausgesprochen hatte, verwandelte er sich in eine andere Persönlichkeit und wurde völlig abweisend und kalt zu mir. Wir hatten dann noch mehrere sehr verletzende Gespräche, die immer darauf hinausliefen, dass er schon länger unglücklich sei und nun auch wisse, dass er mich nicht mehr liebt. Vorher wurde das nie wirklich von ihm angesprochen. Ich merkte natürlich, dass es bei uns nicht so gut lief, habe das jedoch auf die äußeren Umstände geschoben, da wir bis Ende Juni diesen Jahres alles gemeinsam entschieden haben und auch Pläne für unsere Zukunft hatten.
    In den letzten 3,5 Jahren hatten wir beide sehr viel Stress (Hausfehlkauf, beruflich, gesundheitlich) und haben beide unsere Ehe einfach so laufen lassen. Ich war unzufrieden und habe das - fälschlicherweise - auch zeitweise an ihm ausgelassen, an unserem Leben (jedoch nicht an ihm) rumgemäkelt, mein Job war mir zu viel und gesundheitlich ist es auch nicht so toll bei mir gelaufen. Er flüchtete sich in seinen Sport (Leistungsschwimmen) und seine stressige Arbeit. Unser größtes Problem - aus meiner Sicht - war und ist, dass wir in dieser Zeit auch keinen Sex hatten, was auf mich zurück zu führen ist. Ich hatte vor 3,5 Jahren eine Not-OP und stand kurz vor einer größeren Operation an Blase und Harnleiter (habe starke Endometriose im unteren Becken). Im Krankenhaus fragte man mich, ob ich wechselnde Geschlechtspartner hätte, wegen der Entzündung, was ich natürlich verneinte und dem auch nicht so ist und war. Ich hatte allerdings zwei Tage vorher Sex mit meinem Mann...... Nun kurz zu der Geschichte von vor 7,5 Jahren, als mein Mann mir eröffnete, dass er unzufrieden sei und nicht wisse, ob er so weiter leben wollte. Auch hier ging es eigentlich wieder nur um Sex, der in seinen Augen immer zu kurz kam. Nach unserer ersten Zeit (die ersten 3 Jahre) kamen wir so auf einen Schnitt von ein- bis zweimal pro Woche. Ihm war das immer zu wenig. Ich fand dann heraus, dass er einige Monate eine Affäre mit einer Kollegin hatte (zu der Zeit hatte er eine kleine Wohnung in einer anderen Stadt, da sein Arbeitgeber 150 km von uns entfernt war). Als ich es herausfand beendete er diese, kündigte seinen Job und unsere Beziehung war - auch nach einem wunderschönen Urlaub - richtig aufgeblüht und sexuell aktiv. Da dachten wir uns, weil wir uns ja nicht trennen wollten, dass wir dann jetzt heiraten. Hatten eine Traumhochzeit. Hiervon gibt es eine DVD mit sehr vielen emotionalen Momenten, bei denen wir beide, noch bis vor kurzem, wenn wir diese jemandem vorspielen, Tränen in den Augen haben.

    So nun hatte ich halt vor 3,5 Jahren diese OP und in meinem Kopf entstand eine Angst, da ich da bis heute gesundheitlich auf einem Damoklesschwert sitze, dass ich diese Blasenentzündung, die dann auf meine Niere geschlagen ist und einen massiven Stau verursacht hatte, evtl. durch den Sex bekommen habe. Leider habe ich das zunächst nicht kommuniziert, auch aus Scham und weil ich vor allem das Thema Affäre nicht auf den Tisch bringen wollte. Es gab dann ein paar mal Sex, aber ich musste aufgrund meiner Erkrankung im Oktober vor 3 Jahren mit einer Hormontablette beginnen, die meine Libido völlig lahm legte. Das war und ist für mich sehr problematisch, weil ich mich mit dieser Situation auch nicht wohlfühle und mir das körperliche natürlich trotzdem fehlt. Mein Mann fühlte sich abgewiesen und wenn ich mal den Anfang machen wollte, kam immer nur, wenn wir da wieder mit starten, dann weißt Du, dass ich sehr oft Sex benötige. Das setzte mich, die ja jetzt eh diese kaum vorhandene Libido hat, enorm unter Druck und ich ließ es dann. Er machte auch keine Anstalten mehr. Wenn ich das Thema ansprach, sagte er nur immer, dass er sich Sex abgewöhnt habe und er da tot sei.....

    ​Leider kann ich ohne diese Hormontablette derzeit nicht existieren, da ich sonst unerträgliche Schmerzen habe, die mich sogar zeitweise 2-3 Tage im Monat völlig aus dem Leben werfen und nur mit Schmerzmitteln, die aber irgendwann nicht mehr halfen, zu ertragen waren. Als Alternative käme nur eine Total OP in frage, die meine FA jedoch nicht für so gut befindet,
    ​da ich dann sofort in die Wechseljähre käme und außerdem in meinem kleinen Becken sowieso schon so viele Verwachsungen sind und ich die Endometriose u.a. am rechten Harnleiter sitzen habe und der dadurch verengt ist. Falls dieser noch enger würde, z.B. durch neue Verwachsungen nach der Total OP, müsste dann vielleicht doch die damals geplante OP (Harnleiter verkürzen und Blase anheben) durchgeführt werden, was für mich natürlich alles schwierige Entscheidungen sind und waren.

    Nun ist es so, dass wir finanziell sehr ausgepowert sind durch den Hauskauf. Er sagt, mir dass er mich nicht mehr liebt, dass ich ihn schlecht behandelt hätte, die Liebe nicht mehr wieder kommt, er lieber ganz alleine wäre und er sich ja den Sex abgewöhnt hätte. Ich habe gesagt, dass ich ihn immer noch sehr liebe, um uns kämpfen möchte, aber er will nicht. Sagt aber, dass wir bis ans Lebensende hier in unserer Situation wortwörtlich verrecken. Er will nicht mehr, dass ich ihn anfasse oder küsse (hätte mir ja eh nie Spaß gemacht, was nicht wahr ist). Ich muss dazu sagen, dass er auch beruflich, vor allem seit Ende letzten Jahres, enorm belastet ist und auch immer wieder Rückschläge in Bezug auf seine Persönlichkeit hinnehmen muss, obwohl er sehr engagiert ist für das Unternehmen.
    Sportlich setzt er sich enorm unter Druck, weil er erfolgreich sein will (er schwimmt am Wochenende Wettkämpfe). Er und ich auch hatten in den letzten Jahren ein paar Pfündchen wieder drauf bekommen, diese hungert er sich gerade seit April verbissen ab. Ich mache da auch mit, aber bei mir, außer jetzt in den letzten 1,5 Monaten aus Kummer, ist es nicht so verbissen.

    Eine Therapie lehnt er ab, obwohl ich denke, dass wir das dringend bräuchten. Aber er will die Ehe ja nicht mehr leben, hat mir auch gesagt, dass er sich innerlich schon getrennt hat.

    Ist ein langer Thread geworden, aber ich bin wirklich verzweifelt, weil ich ihn - trotz der Verletzungen - immer noch sehr liebe.


  • Re: Ehemann liebt mich nicht mehr

    Hallo,
    gegen verschwundene Gefühle kann man leider nichts machen.

    Die einzige Chance die ihr noch habt, wäre das da doch noch Gefühle sind, die er aber aus Frust nicht wahrnimmt.

    Die werden aber nicht an die Oberfläche kommen wenn alles so weiter läuft wie bisher.
    Da er sich quasi schon getrennt hat, wird er auch nichts mehr dafür tun, also kannst nur du versuchen etwas zu verändern.
    Ich denke dazu müsstest du selber einen Abstand zu ihm gewinnen, ihn nicht mehr um Gespräche bitten, ihn einfach lassen.
    Sei freundlich und souverän, hadere nicht, bitte nicht und bettle nicht.
    Parallel dazu solltest du dein eigenes Leben leben, mach Dinge die dir Spaß machen, geh aus, genieße dein Leben.
    Nichts ist so attraktiv wie ein Mensch der genießt und nicht mehr krampfhaft versucht etwas zu retten, sondern autonom und souverän durch sein Leben geht.
    Triff dich mit anderen Menschen, richte dich nicht mehr nach ihm und gewinne deine Lebensfreude zurück.
    Ganz egal wie das zwischen euch ausgeht, dir wird es auf jeden Fall gut tun.

    Erzwingen kannst du nichts und etwas zu tun einzig um ihn zurück zu gewinnen wäre auch falsch, also tu lieber etwas für dich und versuche zu akzeptieren das er dich nicht mehr liebt.
    Dem Wunsch ihn zu einem weiteren Versuch zu bewegen ist verständlich, aber es bringt auch nichts gutes wenn du deinen Fokus danach ausrichtest, vielleicht sogar Schlachtpläne entwirfst.
    Schau das es dir gut geht, das wirkt sich auch auf ihn aus, ob sich dann nochmal etwas entwickelt oder nicht wird die Zeit zeigen.
    Wenn sich aber etwas entwickeln sollte, dann wäre es wohl auch zum Scheitern verurteilt, solange ihr nicht einiges in eurer Beziehung grundlegend ändert und ob ihr dazu bereit seid, besonders wenn es wieder besser laufen sollte, ist eine andere Frage.
    Dein Mann scheint mir nicht der Typ der an seiner Beziehung arbeitet, er ist wohl eher einer der Verschlechterungen schluckt und dann die Konsequenzen zieht.
    So kann die Liebe auch nicht wachsen, wenn sie einzig von der Liebe lebt und sich nicht mit Krisen auseinandersetzt, irgendwann ist sie einfach aufgebraucht da eine Vertiefung nicht stattfindet.

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    • Re: Ehemann liebt mich nicht mehr

      Wenn ihr wirklich total füreinander da sein wollt, wie beim Hochzeiten versprochen, dann müsst ihr diese Krise mitnehmen und als gegeben sehen, wie eine wichtige Renovierung.

      Denk nach, du hast ihm über viele Monate oder sogar Jahre besch... Umstände geliefert. Er hat deine Verweigerung aushalten müssen, jetzt halte du auch seine Verweigerung aus. Wirkliche Liebe wäre, seinen Frust zu begreifen, zu verstehen, ihn schimpfen zu lassen, ihn beschweren zu lassen, zuzuhören, wie er sich fühlt und wie es ihm echt geht.
      Er wird hassen, wie er leben muss(te). Einerseits verheiratet, aber null Liebe. Zärtlichkeit, Lust, inniger sexueller Austausch IST Liebe.
      Er wird sicher viel bemüht sein um alles, aber zugleich hat er null Geld auf dem Konto.
      Es wird von vielen Seiten gezerrt an ihn und das alles ohne lebensspendenden Lohn, da muss man Hass entwickeln mit der Zeit. Das wirst du wohl verstehen.

      Er wird diesen Hass jetzt mal zeigen, mit dir abrechnen, den ganzen Frust mal loswerden wollen, keine Rücksicht mehr nehmen möchten und deutlich zu dem, was er hat, nein danke sagen mögen. Er hat ja Recht! Das ist kein Platz, wo man glücklich sein kann.
      Warte seinen Zorn ab. Ertrage, dass er dich momentan wissen lässt, nichts freut ihn mehr.

      Dann schau zu, dass du mit ihm gemeinsam das nachholst, was ihr versäumt habt.
      Sorge dafür, dass er viel Raum hat für friedliche Stimmung. Geh ihm aus dem Weg, sei sachte zu ihm, gib acht, dass er sich umsorgt fühlt und zu Hause und gut ( nichts fordern, nichts diskutieren, nichts reden wäre jetzt gut).

      Mach ihm klar, er ist frei, aber zur Zeit müsst ihr noch schön langsam die ( finanziellen) Probleme lösen, bevor du gehst.
      Bist du nämlich einverstanden mit einer Trennung, dann hat er keinen Grund mehr dich rausekeln zu wollen. Ihr habt wieder Frieden. Und genau dieser Friede ist vonnöten, damit es sich wieder ebnet bei euch.
      Derzeit spricht sein Zorn. Dem gib mal nach. Hinter diesem Zorn ist die andere Stimmung. Bevor die Liebesstimmung wieder zu Wort kommt wird wohl noch eine Kleinigkeit zu tun sein.

      Es müssen die Probleme vernünftig in Angriff genommen werden zuerst einmal. Niemand kann lieben, wenn er nicht froh ist. Mach ihn froh und dich auch. Dann freut er sich sicher, dass du nicht gegangen bist, wie er gefordert hat im Kummer.

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      • Re: Ehemann liebt mich nicht mehr

        Elektraa

        ​Ich mache derzeit genau das. Ich gebe ihm Raum und bedränge ihn überhaupt nicht. Weder emotional noch körperlich, weil er das auch derzeit gar nicht möchte, wie er mir gesagt hat. Umsorgt werden möchte er auch nicht, dass findet er derzeit zu bedrängend, daher habe ich das auch - bis auf das klassische Wäsche machen und einkaufen - eingestellt. Aber auch nur, weil
        ​ihm das Zuviel war.

        ​Von einer räumlichen Trennung hat er bisher noch nicht gesprochen, sondern nur dass er sich innerlich getrennt hätte und wir ja jetzt hier so zusammen bleiben müssten. Aus finanziellen Gründen.

        ​Ich weiß, dass ich durch meinen Gemütszustand, der sich in den letzten drei Jahren entwickelt hat,
        ​ihm einiges zugemutet habe, wobei ich ihm schon immer gezeigt habe, dass ich ihn liebe, habe ihn
        ​in seinem Sport gewähren lassen und sogar unterstützt. Bin auch nicht auf körperliche Distanz, außer halt sexueller, gegangen.

        ​Ich möchte für ihn da sein und wieder gut machen, was - zumindest von meiner Seite - falsch gelaufen ist.
        ​Habe mir seine Vorwürfe auch komplett angehört und zu einigen auch zugestimmt.

        ​Ich hoffe sehr, dass es für uns noch nicht zu spät ist, daher bin ich auch da und gewähre ihm
        ​den Freiraum den er benötigt und spreche das Thema gar nicht mehr an.......

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        • Re: Ehemann liebt mich nicht mehr

          Wenn man will, dann kann man auch ohne eigene Lust dem Partner Lust bescheren. Du hast eine Ausrede benutzt, ganz sicher. Geh mal davon aus, man tut sehr viel, ohne eigentlich zu durchschauen warum. Das Unterbewusstsein ist mitbeteiligt, wenn du zum Beispiel einer sexuell erfüllenden Atmosphäre für deinen Mann ausweichst. Du willst nicht. Der Mensch denkt und Gott lenkt. Es ist unangenehm, also ergibt sich auch ein körperliches "Nein"- das wie alles vom Nervensystem gesteuert wird. .
          Es kann sein, dass er dir gewisse Freuden entsagt, du darum auch nicht bereit warst seinen nachzukommen. Vielleicht besteht unterschwellig ein Leidensdruck, weil er zu egoistisch auf seine Befriedigung beharrt hat, ohne dich mit all deinen Wünschen zu berücksichtigen.
          "Ich brauch viel Sex, ob du willst oder nicht, das ist egal"- ICH bin wichtig, du nicht... das tut weh, wenn man so angesehen wird.
          Es tut auch weh, wenn man voll vertraut hat und erfährt, man wird belogen.
          Es kann vielleicht verziehen worden sein, aber du siehst ja selber, vergessen ist nichts.

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          • Re: Ehemann liebt mich nicht mehr


            "​Ich hoffe sehr, dass es für uns noch nicht zu spät ist.."

            Nach Ihrer Schilderung bleibt im Moment nur eine Art WG für Sie Beide.

            Vielleicht gelingt es Ihnen, in diese im Lauf der Zeit wieder Herzlichkeit einziehen zu lassen - als Basis für eine dauerhafte Zukunft.

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            • Re: Ehemann liebt mich nicht mehr

              Eigentlich kann man sagen, ich will keine Liebe mehr mit dir machen, alles andere meinetwegen schon noch. Das hast du zu ihm gesagt all die Jahre, er jetzt zu dir.
              Da steckt ein innerer Beschluss dahinter, eine Art Konsequenz auf eine Sachlage.

              Mir scheint, ihr habt alles verbockt und es geht leider kein Weg mehr an einer totalen Trennung vorbei, die du jetzt erlebst.
              Ich finde solche Entwicklungen herrlich und ausgesprochen spannend.
              Es war bei mir schon so oft so, dass ich bis an die äußerste Grenze gegangen bin und die Entscheidung akzeptiert hatte, es ist wirklich vorbei, es ist aus- um dann zu sehen, nein, es ist nur mit DIESER Variante aus, es kommt nun eine andere. Wie wenn ich einer Operation einwillige, die verkrebste Brust muss weg, oder der morsche Ast muss ab.
              Die Seele ist weise und klug und weiß, wie sie vorgehen muss, um uns wieder zurückzuführen an den richtigen Platz, falls wir uns verirrt haben.
              Nimm hin, was es derzeit gibt. Trennung...
              Es darf jetzt keiner ein Spielverderber sein. Trennung spielen heißt: ich lass dich komplett los, misch mich nicht mehr ein bei dir, bin für dich nicht mehr anwesend. Im Zweifelsfalle sieht man dann erst, was man alles verloren hat, wenn man Trennung erfährt.
              Es löst bei dir ja jetzt bereits ein schreckliches Bedürfnis nach ihm aus.
              Bei ihm könnte es auch so sein.
              Vielleicht geht er mal zu einer anderen- aber die andere ist nicht du. Bewahre Haltung, bewahre Ruhe, bewahre Gleichmut und warte ab. Egal, wie es kommt, hab die Gewissheit, man wird geführt, wenn man sich wirklich liebt, dann macht so eine Krise eher stärker, als dass sie die Bindung zerstört. Wenn diese Bindung aber sowieso nicht wirklich erfüllend war, dann sei ehrlich und gib ihn weiter und nimm du, was vielleicht besser passt.
              Schulden sind auch nicht zufällig. Die binden ja auch, wie du sehen kannst.

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              • Re: Ehemann liebt mich nicht mehr

                "​Ich hoffe sehr, dass es für uns noch nicht zu spät ist.."

                Nach Ihrer Schilderung bleibt im Moment nur eine Art WG für Sie Beide.

                Vielleicht gelingt es Ihnen, in diese im Lauf der Zeit wieder Herzlichkeit einziehen zu lassen - als Basis für eine dauerhafte Zukunft.
                Vielen Dank für Ihren professionellen Ratschlag. Ich werde es auch derzeit so handhaben.

                Kommentar


                • Re: Ehemann liebt mich nicht mehr

                  Eigentlich kann man sagen, ich will keine Liebe mehr mit dir machen, alles andere meinetwegen schon noch. Das hast du zu ihm gesagt all die Jahre, er jetzt zu dir.
                  Da steckt ein innerer Beschluss dahinter, eine Art Konsequenz auf eine Sachlage.

                  Mir scheint, ihr habt alles verbockt und es geht leider kein Weg mehr an einer totalen Trennung vorbei, die du jetzt erlebst.
                  Ich finde solche Entwicklungen herrlich und ausgesprochen spannend.
                  Es war bei mir schon so oft so, dass ich bis an die äußerste Grenze gegangen bin und die Entscheidung akzeptiert hatte, es ist wirklich vorbei, es ist aus- um dann zu sehen, nein, es ist nur mit DIESER Variante aus, es kommt nun eine andere. Wie wenn ich einer Operation einwillige, die verkrebste Brust muss weg, oder der morsche Ast muss ab.
                  Die Seele ist weise und klug und weiß, wie sie vorgehen muss, um uns wieder zurückzuführen an den richtigen Platz, falls wir uns verirrt haben.
                  Nimm hin, was es derzeit gibt. Trennung...
                  Es darf jetzt keiner ein Spielverderber sein. Trennung spielen heißt: ich lass dich komplett los, misch mich nicht mehr ein bei dir, bin für dich nicht mehr anwesend. Im Zweifelsfalle sieht man dann erst, was man alles verloren hat, wenn man Trennung erfährt.
                  Es löst bei dir ja jetzt bereits ein schreckliches Bedürfnis nach ihm aus.
                  Bei ihm könnte es auch so sein.
                  Vielleicht geht er mal zu einer anderen- aber die andere ist nicht du. Bewahre Haltung, bewahre Ruhe, bewahre Gleichmut und warte ab. Egal, wie es kommt, hab die Gewissheit, man wird geführt, wenn man sich wirklich liebt, dann macht so eine Krise eher stärker, als dass sie die Bindung zerstört. Wenn diese Bindung aber sowieso nicht wirklich erfüllend war, dann sei ehrlich und gib ihn weiter und nimm du, was vielleicht besser passt.
                  Schulden sind auch nicht zufällig. Die binden ja auch, wie du sehen kannst.
                  Ich würde es sehr begrüßen, wenn Du Dich zukünftig aus meiner Lebensgeschichte ausklinkst, da ich diese gerade weder spannend oder herrlich empfinde. Ich hatte hier etwas Empathie erwartet. Vielen Dank.....

                  Kommentar


                  • Re: Ehemann liebt mich nicht mehr

                    Mein Mann (18 Jahre zusammen, davon 7 Jahre verheiratet)
                    .. Nun kurz zu der Geschichte von vor 7,5 Jahren, als mein Mann mir eröffnete, dass er unzufrieden sei und nicht wisse, ob er so weiter leben wollte. .
                    Und warum hast du ihn trotzdem 6 Monate später geheiratet?

                    Kommentar



                    • Re: Ehemann liebt mich nicht mehr


                      Ich würde es sehr begrüßen, wenn Du Dich zukünftig aus meiner Lebensgeschichte ausklinkst, da ich diese gerade weder spannend oder herrlich empfinde. Ich hatte hier etwas Empathie erwartet. Vielen Dank.....

                      Es tut mir leid, wenn ich dich beleidigt habe, kati. Bitte sei nicht sauer, das wollte ich keinesfalls, dass du dich brüskiert fühlst wegen meiner Aussage.

                      Ich seh anders hin. Für mich sind solche Krisen eher Reinigung, als etwas, das man fürchten muss. Ich glaube an eine weise Macht, die alles regelt, darum ist jedes Ereignis eher spannend, als ein Grund zu verzweifeln.
                      Heute denke ich so, nach ganz schön vielen Begebenheiten, denen ich früher schreckvoll gegenüber gestanden habe, wie du jetzt.
                      Liebe Grüße an dich.

                      Ich entspreche natürlich deinem Wunsch und halte mich ab nun raus.


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                      • Re: Ehemann liebt mich nicht mehr

                        Für mich sind solche Krisen eher Reinigung
                        Eine Reinigung ist es immer erst hinterher, zuvor ist es die Suche nach Bestätigung, oder auch die reine Verzweiflung.
                        Ich denke da hast du etwas vorweg genommen, das in diesem Fall noch nicht stattgefunden hat.

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                        • Re: Ehemann liebt mich nicht mehr


                          Eine Reinigung ist es immer erst hinterher, zuvor ist es die Suche nach Bestätigung, oder auch die reine Verzweiflung.
                          Ich denke da hast du etwas vorweg genommen, das in diesem Fall noch nicht stattgefunden hat.

                          Hallo tired, ich kann es aushalten, wenn meine Leut mich zeitweise nicht lieben- sie glücklicherweise ebenso. Genau so wie ich auch aushalten kann, dass nach einem Fest viel schmutziges Geschirr anfällt, oder bei einem Gespräch Worte fallen, die nicht bequem sind, fällt mir nicht schwer in meinem Leben Enge und Nöte zu durchstehen.

                          Keiner käme auf die Idee zu heulen, weil die Sonne untergeht, oder weil Dezember ist und nicht Juli im Moment. Jeder weiß, es wird wieder ein neuer Tag, oder irgendwann wieder Sommer. Ich weiß, solche Ehekrisen sind sinnvoll und wichtig- wie Regen oder Nächte, oder eben Großputz im Haus.

                          Kommentar


                          • Re: Ehemann liebt mich nicht mehr

                            "solche Ehekrisen sind sinnvoll und wichtig- wie Regen oder Nächte, oder eben Großputz im Haus."

                            Ja, das stimmt alles, Elektraa.

                            Aber seit wann denken Sie so?

                            Das sind Lebenserfahrungen, die leider nicht auf Andere übertragbar sind. Schon gar nicht auf jüngere Paare.

                            Man muss sie sich selbst erarbeiten, erleiden, erfahren. Und das ist ein langer Prozess, den trotzdem Viele nicht schaffen.

                            Kommentar


                            • Re: Ehemann liebt mich nicht mehr

                              Und warum hast du ihn trotzdem 6 Monate später geheiratet?
                              Seltsame Frage, wenn man meinen Beitrag gelesen hat, oder?????

                              Kommentar


                              • Re: Ehemann liebt mich nicht mehr

                                Ich denke, ich werde dieses Forum wieder verlassen. Hier sind doch alle nur mit ihren Neurosen und Ansichten beschäftigt. Sehr schade.

                                Ihnen, Herr Dr. Riecke, noch mal Danke für Ihre Sichtweise meiner Situation......

                                Kommentar


                                • Re: Ehemann liebt mich nicht mehr

                                  .... Nun kurz zu der Geschichte von vor 7,5 Jahren, als mein Mann mir eröffnete, dass er unzufrieden sei und nicht wisse, ob er so weiter leben wollte. Auch hier ging es eigentlich wieder nur um Sex, der in seinen Augen immer zu kurz kam. .
                                  Genau deswegen meine Frage,
                                  was hat sich für deinen Mann in den 6 Monaten so gravierend geändert,
                                  so er bei Eheschließung nicht mehr unzufrieden war ?

                                  Kommentar


                                  • Re: Ehemann liebt mich nicht mehr

                                    Wenn ich das richtig interpretiere, dann war die Beziehung wieder spannend und erfüllend, für beide.
                                    Wo ich sogar so weit gehen würde zu mutmaßen, das es eine indirekte Folge der Affäre war.
                                    Leider wurde nur die Welle der Glückseligkeit mitgenommen und das was dazu führte nicht mehr weiter beachtet, da wieder alles in seinen Bahnen lief und beide damit zufrieden waren.
                                    Wer kümmert sich dann noch um die unangenehme Spurensuche nach den Gründen für die Krise, die ja auch besiegt schien.
                                    Wenn man sich als kriselndes Paar neu ineinander verliebt, dann ist die Euphorie der Gefühle genauso blendend wie am Anfang, man glaubt alles schaffen zu können und heiraten sowieso, jetzt erst recht.
                                    Gerade weil man glaubt die schlimmsten Zeiten überwunden zu haben, sich sicher ist jetzt gehören wir wirklich zusammen, das war die Feuerprobe und wir sind immer noch da, als Paar.
                                    Man wird irgendwann von der Realität eingeholt, die dann sagt: Ohne harte und beständige Arbeit an dem was zur Krise führte, kann sie immer wieder kommen und manchmal ist das dann erst die richtige Krise.

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                                    • Re: Ehemann liebt mich nicht mehr

                                      Es ist nachvollziehbar, dass kathi es nicht leicht hat....

                                      Kommentar

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