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...ist es seltsam, traurig zu sein?

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  • ...ist es seltsam, traurig zu sein?

    Hallo!

    So...ich überlege hier gerade wo ich anfange. Die ganze Geschichte ist etwas sehr verstrickt, eigentlich geht es auch nicht direkt um eine Partnerschaft, wobei sicher ein paar Gefühle dabei waren.

    Es gibt da einen Mann, mit dem ich mal recht gut befreundet war. Wir haben uns mal unterhalten und eigentlich auf Anhieb gut verstanden (wir haben ein gemeinsames Hobby und haben das auch öfters zusammen ausgeübt). Ich muss dazu sagen, dass ich ihn durchaus attraktiv fand, aber nun nicht direkt an eine Beziehungs gedacht habe. Es war eher...naja, vielleicht ein bisschen Schwärmerei (auch wenn ich aus dem Alter eigentlich raus bin...oder zumindest glaube es zu sein, jedenfalls denke ich dabei immer an Teenager und ich bin fast 30).

    Wir sind uns da auch etwas "näher gekommen", nicht im Sinne von irgendwelchen Liebesgeständnissen, sondern eher wie eine sehr, sehr gute Freundschaft. Ich muss sagen, dass ich zwischendurch auch meine Zweifel an ihm hatte. Nicht, dass ich dachte er verstellt sich - aber irgendwas war an ihm, das einfach... "verdächtig" war, auch wenn ich es nicht benennen konnte.

    Nach und nach wurde er dann immer seltsamer und hat sich mehr und mehr abgewendet. Und nein, ich war nicht zu aufdringlich - klar, ich habe ihm mal eine SMS geschrieben, hier und da online hallo gesagt, gefragt, ob wir etwas unternehmen wollen - aber ich habe nun nicht unangemeldet geklopft und erwartet, dass er Zeit für mich hat. Wir sind beide eher "Stubenhocker", von demher komme ich auch mit einer Absage für ein Treffen gut zurecht.
    Und nein, er hat sich auch nicht wiedeurm in mich verliebt, da bin ich mir ziemlich, ziemlich, ziemlich sicher. Dafür würde ich die Hand ins Feuer legen.

    Jedenfalls ist die Freundschaft mehr und mehr zerbrochen, warum genau lässt sich schwer sagen... kann jetzt nur aus meiner Sicht sprechen, ich habe nichts bewusst dafür getan, hab stets Geduld bewiesen - er würde da vielleicht etwas anderes sagen, das kann ich schlecht beurteilen. Jedenfalls wurde mir vor einigen Monaten klar, was mich da so unterschwellig gestört hat: der Gute ist einfach nicht ehrlich. Nicht mit mir, nicht mit anderen...vielleicht auch nicht mit sich selbst, wer weiß das schon? Jedenfalls hat es ihm nicht sonderlich gefallen, dass ich ihn beim Lügen ertappt habe und er war dann erstmal eingeschnappt, hat aber doch den Kontakt wiederhergestellt. Was mich anfangs gefreut hat, aber... von dem guten Freund den ich mal hatte war plötzlich nichts mehr übrig. Sicher, eine gewisse Schwärmerei meinerseits vielleicht schon noch, aber spätestens da wurde mir klar, dass es nie etwas ernsthaftes sein könnte und auch diese Schwärmerei ist nach und nach weniger geworden durch sein Verhalten. Falls sich nun jemand wundert: Das mit der Schwärmerei wusste er nicht - ich hab ihm zwar gesagt, dass ich ihn gern mag und auch attraktiv finde, dass aber eher als Kompliment, vielleicht mal ein bisschen geflirtet, aber nun nichts ernstes.

    So ging es weiter und weiter und irgendwann war mir das ganze zu doof, da er mit der Zeit sehr, sehr arrogant geworden war. Irgendwann habe ich ihm dann im Klartext gesagt, dass ich darauf keine Lust mehr habe und er einfach sagen soll, was sein Problem ist. Hat er wohl keins. Mit anderen Leuten geht er allerdings nicht so um. Nun könnte man sagen, dass es direkt an mir liegt, aber... auch ich habe mit anderen Leuten keine Probleme, ich habe einige langjährige Freunde (man kann es also auch ein paar Jahre mit mir aushalten) und kann einigermaßen gut neue Kontakte schließen, ich stehe nicht immer im Mittelpunkt, kann aber mit Leuten reden im allgemeinen.

    Das ist jetzt einige Monate her und ich dachte eigentlich, drüber hinweg zu sein. Trotzdem...heute musste ich doch nochmal drüber nachdenken (ich sehe ihn öfters mal, allerdings ist mehr als ein hallo im Regelfall nicht drin, mehr will ich auch nicht, er hat schon mehrere Chancen gehabt) und ich muss sagen, es hat mich doch runtergezogen.
    Ich bin mir ziemlich sicher, keine Gefühle für ihn zu haben, meist bin ich sogar eher genervt, wenn ich ihn mit anderen reden höre - nicht aus Neid, sondern weil es nach dem Verhalten das ich von ihm kenne einfach nicht ehrlich rüberkommt. Kann mir zwar *eigentlich* egal sein, wenn er das bei anderen macht, aber...ist es nicht so ganz. Ich springe nicht dazwischen, aber der Gedanke, dass es jemand anderem auch so gehen könnte wurmt mich doch.

    Nunja, jetzt habe ich viel zu viel geschrieben und vermutlich ist die Hälfte nicht mal relevant. Aber musste einfach mal raus... und fragt mich nun bitte nicht, welche Antwort ich hören möchte. Wenn ich das wüsste müsste ich die Frage nicht stellen


  • Re: ...ist es seltsam, traurig zu sein?

    Hi

    und fragt mich nun bitte nicht, welche Antwort ich hören möchte.
    Es vollkommen in Ordnung traurig zu sein, wenn man einen Freund verliert.

    Ich denke Schwärmerei ist in jedem Alter möglich, warum auch nicht, es läuft halt "meistens" etwas kontrollierter ab als in der Jugend.

    Jedenfalls hat es ihm nicht sonderlich gefallen, dass ich ihn beim Lügen ertappt habe und er war dann erstmal eingeschnappt, hat aber doch den Kontakt wiederhergestellt.
    Vielleicht war er danach so anders, weil er sich durchschaut fühlte und wenn man durchschaut wurde wird das wahre Ich, dem Durchschauenden gegenüber, nicht mehr so vehement verborgen, wie jenen gegenüber die nichts bemerken.

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    • Re: ...ist es seltsam, traurig zu sein?

      Naja... Seltsam ist es grundsätzlich nichts, selbst diese Gefühl nicht.
      Du hast nun seine " echtes ich" erkannt & es macht dir halt keine bisschen Spass, wobei er sich scheinbar länge bemüht hat diese Facette zu Kaschieren & ich glaube viel mehr das es ärgerlich ( für ihm) zu sehen ist, das du zeuge bist von weitere erfundene Geschichten die er gerne ohne dein wachsames Geist weiterhin ungeniert ausleben wurde. In sofern die Diskrepanz letztem ende steht, ins konträres geselschaftliches Handel.

      Du fühlst was du denkst, er denkt sich aus was er fühlt.
      Oder einfache gesagt : Er ist ein Staubsauger Vertreter, du bist diejenige die ihm dem Schrot nicht abkauft... (Blöd gelaufen) du hast den Finger drauf gestellt, was er sicher von anderen ziemlich gut kennt... das kratz ans Ego! hihi....

      Aber sei beruhigt, anderen wissen auch sehr schnell die Mache (was seine Macke ist) durch zu schauen... die Gesellschaft ist voll davon, daher winke charmant ab, was dir nicht steht.

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      • Re: ...ist es seltsam, traurig zu sein?

        Vielleicht war er danach so anders, weil er sich durchschaut fühlte und wenn man durchschaut wurde wird das wahre Ich, dem Durchschauenden gegenüber, nicht mehr so vehement verborgen, wie jenen gegenüber die nichts bemerken.

        Hey Tired, cool gesagt! Das erinnert mich an eine Gewiessen " MA-Ri-NA"... höhöhö.....

        Bon Weekend!

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        • Re: ...ist es seltsam, traurig zu sein?

          "Das mit der Schwärmerei wusste er nicht .."

          Es gibt eine Schwärmerei, die ausschließlich dem Äußeren gilt, die aber durch Erkennen von Verhaltensauffälligkeiten einen negativen Anstrich bekommt und manchmal fast Wehmut auslöst - als wäre man einem Irrtum erlegen.

          So ähnlich scheint es Ihnen gegangen zu sein.

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          • Re: ...ist es seltsam, traurig zu sein?

            Ich geb auch meinen Senf dazu.
            Lieb war sie ja, könnte er denken, aber irgendetwas stimmt nicht mit ihr... sie tut so reserviert...ich hätte zu gerne ganz deutliche Zuneigung und ganz, wirklich ganz heftige Avancen....warum nur ist sie so seltsam zugeknöpft?...hab ich richtig gehört, sie bezichtigt mich als Lügner...?? Seltsam, bei ihr bin ich aber komisch und verkrampft....hab wohl kein Glück bei lieben Mädels- irgenwas muss an mir falsch sein.... ich geh ihr aus dem Weg und tu, als würde sie mir schnuppe sein...nein, noch mehr, ich tu, als wäre nichts kaputt zu kriegen, ich erst gar nicht... sch...Weiber, spielen mit uns Männern, als wären wir ohne Gefühle...sehn, sehn...schluchz...heul...

            Hab ich erfunden, frei aus der Leber heraus.

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