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Angst vor Beziehungen? oder Beziehungsunfähig

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  • Angst vor Beziehungen? oder Beziehungsunfähig

    Hallo,

    ich habe immer wieder das selbe Problem: Ich lerne einen Mann kennen, der mir gefällt, aber sobald ich weiß, dass ich ihm auch gefalle habe ich nur noch einen Gedanken: renn, nicht mehr melden und jeden Kontakt vermeiden. Mein Kopf sagt mir dann aber immer wieder, dass ich ja nicht mein Leben lang allein sein kann und ich soll es doch mal versuchen.
    Klappt nur meistens nicht. Sobald ich mit jemandem zusammen bin habe ich soviel emotionalen Stress, dass ich manchmal Ewigkeiten ins Nichts starre und wenig um mich herrum mitbekomme. Das ist natürlich auch nicht optimal.
    In meiner letzten Beziehung war es ganz extrem, (meine mentale Abwesenheit) so dass es im Endeffekt mit zur Trennung geführt hat. Obwohl ich wirklich richtig verliebt war, das erste Mal in meinem Leben. Aber genau dieses Gefühl von Liebe jagt mir eine wahnsinnige Angst ein. ich habe Angst verletzt zu werden, die an mich gestellten Anforderungen nicht zu erfüllen,..
    nach der Trennung gehts mir dann aber auch immer richtig schlecht.
    Dieses Verhaltensmuster nervt mich mitlerweile tierisch. ich weiß, dass es damit zu tun hat, wie ich aufgewachsen bin. Mit meinem doch ziemlich gestörten Verhältnis zu meinem Vater ( mir gegenüber oft gewalttätig, dominatnt, sehr gemein, und ist manchmal einfach ohne Ankündigung für Tage, Wochen oder Monate verschwunden. Wenn meine Eltern zusammen bei Freunden waren und später als geplant zurück gekommen sind, hatte ich immer Angst, dass mein Vater meine Mutter umgebracht hat. Also wie man sieht nicht gerade eine heile Familie). meine Mutter war immer von früh bis spät im Büro, so dass ich zu ihr auch nie ein inniges Verhältnis entwickelt habe. Da alle Freunde um mich herrum heile Familien hatten habe ich nie jemandem davon erzählt, sondern es immer in mich hineingefressen. Für Nachbarn und Freunde haben meine Eltern auch immer die heile Familie gespielt... mitlerweile sind sie aber zum Glück geschieden.

    Je älter ich werde, desto mehr beschäftigt mich meine Kindheit udn ich glaube, dass meine Beziehungsprobleme damit zusammen hängen.

    Wie kann man dieses Verhaltensmuster überkommen??
    Meint ihr, dass das überhaupt geht? oder bin ich einfach Beziehungsunfähig??

    Vielen Dank fürs Lesen! ist leider doch viel mehr geworden als ich wollte

    liebe Grüße
    Lavinia


  • Re: Angst vor Beziehungen? oder Beziehungsunfähig


    Hallo liebe lavinia,
    Es gibt Leute die das studiert haben und wissen wie sie diese Gedankenknoten lösen können.

    Ich sehe das immer so- wenn wir lieben, dann düngen wir. Welche Gedanken auch immer- wir düngen auch das Unkraut mit in uns.
    Das scheint bei dir recht üppig zu sein...um bei dieser Parabel zu bleiben, der Same ist gestreut worden dafür als du noch keinen Einfluss darauf hattest was in dir nun wachsen darf, was nicht.

    Es gibt so gute Therapeuten die dir wirklich helfen können dich zu erforschen, richtig zu stellen was nicht gerade ist, dir Impulse (neue Samenkörner) in die Hand drücken die es dir wieder leichter machen zu lieben nach Herzenslust.

    Was wenig hilft, das ist diese Grübelei was ich falsch gemacht habe- besser wäre es dir ganz deutlich und oft und oft vor Augen zu halten was gut war und auch ist.
    Jeder Mensch hat Punkte die beachtenswert sind, die überzeugende Argumente sind: ja, ich bin liebenswert, na klar, was sonst!

    ...und darauf lenke geschickt deinen Blick...

    Ich habe zum Beispiel ganz gehörig zugelegt an Kilos in letzter Zeit, das gute Essen, die Lust am Kochen, die regelmäßigen Mahlzeiten derzeit..man müsste sagen: fett biste jetzt...ich aber streiche über meine Flanken und spür, immer noch Kurve, aaaalso weiblich...folglich janz schön juuut für dich Männe...dann stelle ich mir vor ich habe (angenommen, ausgedacht, hypothetisch..) vorher hundertachzig Kilo gehabt und jetzt nur noch die Hälfte, also echt dünn gegen vorher...und schon ist in meinem Blick ein gewisser Stolz über mich und genau das fehlt dir...

    Bestimmt hast du Gedanken wie: hoffentlich entdeckt er nicht wie "mies" ich bin und noch bevor er wirklich hinsehen kann hast du schon alles bedeckt von dir ( deine Abwesenheit ist eine Art Verstecken)...zugleich bedeckst du auch deine Vorzüge...

    Ohne Vorzüge: Ablehnung..Ablehnungen aber kannst du schon gar nicht mehr brauchen, also folglich, Schutzhaltung wo geht...

    Stimmts...?

    Du hast Jahrzehnte lang deine Komplexe gehegt und genährt, sie werden sicherlich die Hauptverursacher sein von deiner Misere.
    Ein guter Therapeut stellt diesen Komplexen eine "Falle" nach der anderen und reisst sie dir aus.
    Vielleicht besuchst du eine Frauengruppe die Bauchtanz ausübt- das hilft wirklich enorm gegen Lügen wie: ich bin nicht gut genug zum Spass haben an der Freud...dir wird geholfen alleine schon weil du dein Körpergefühl umwerfend verbesserst, das ist doch gut oder?
    Oder du lernst zu dir zu sagen: Anfang war mißglückt, Ende dafür gut- ich werde dafür sorgen, das nehme ich mir vor.
    Indem du wirklich trainierst - hart übst ZU GENIEßEN.
    Alles genieße- als ob du neu auf die Welt gekommen wärst und alles noch nie erlebt hättest.

    Stundenlang könnte ich dir Gründe aufzählen die dich genußvollst aufmerksam machen drauf wie nett es ist eine Frau zu sein.
    Hunderttausende, Millionen Männer träumen davon eine Frau in ihren Armen halten zu dürfen, zu können...wagen es nicht, weil sie unsicher sind und sich lieber verstecken als sich ihren Blicken auszuliefern....oder gar mit ihr ihre ungeheure Vorgeschichte beleuchten...

    Ich sag dir was, einer muss anfangen und sagen: na und..?
    Ich habe von allem was ich bin, was ich habe auch ein Gegenteil.
    JEDER hat das. Wenn er ehrlich ist.

    Der Same zumindestens ist vorhanden - den dünge und den ernähre. Deine Zweifel und Vorbehalte über dich lasse überwuchern von der Überzeugung dass du sehr wohl gerne umarmst, aber halt nicht jeden, nur den, der dich begreifen und verstehen kann.

    Der mit dem es Schluss war war es nicht. Das steht fest. Der hätte hingehört und dich immer wieder getröstet oder dergleichen, hätte sicherlich alles getan um dich gut fühlen zu lassen.
    Wir kapseln nicht bei jedem.
    Was ich halt gemerkt habe- schon gar nicht wem gegenüber der auch viel mitgemacht hat und erlebt hat was unschön war einmal.

    Mal ehrlich, gibt es wen, der meint dass sein Garten frei ist von Unkraut? In so einem wächst sicher auch nichts Nützliches.
    Oder?

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    • Re: Angst vor Beziehungen? oder Beziehungsunfähig


      Hallo Lavinia,

      ich möchte zu ein paar Aussagen, die Du gemacht hast Stellung nehmen:

      *Mein Kopf sagt mir dann aber immer wieder, dass ich ja nicht mein Leben lang allein sein kann und ich soll es doch mal versuchen.*

      Wer sagt denn, dass Du eine Beziehung haben **musst**? Vlt. bist Du ein Mensch, der besser allein klar kommt und mit "hin und wieder"-Kontakten sein Leben leben kann. Du musst Dich ja nicht unbedingt gesellschaftlichen Zwängen unterwerfen. Warum kannst Du nicht anders sein?

      Okay, ich denke, dass ich beispielsweise eher der Beziehungsmensch bin. Damit schwimme ich also eher "mit dem Strom".

      *Aber genau dieses Gefühl von Liebe jagt mir eine wahnsinnige Angst ein. ich habe Angst verletzt zu werden, die an mich gestellten Anforderungen nicht zu erfüllen,..*

      So ist das aber nun mal mit der Liebe. Sie kann wunderschön sein, aber auch zu tiefst betrübt machen, wenn es mal vorbei ist. Das ist halt Fakt.

      *Dieses Verhaltensmuster nervt mich mitlerweile tierisch. ich weiß, dass es damit zu tun hat, wie ich aufgewachsen bin. Mit meinem doch ziemlich gestörten Verhältnis zu meinem Vater ( mir gegenüber oft gewalttätig, dominatnt, sehr gemein, und ist manchmal einfach ohne Ankündigung für Tage, Wochen oder Monate verschwunden.
      Je älter ich werde, desto mehr beschäftigt mich meine Kindheit udn ich glaube, dass meine Beziehungsprobleme damit zusammen hängen.*

      Davon gehe ich auch aus, dass Deine (schlechte) Kindheit die Ursache ist. Ich gebe hier *Elektraa* Recht, dass Du das professionell aufarbeiten solltest.

      Habe Vertrauen zu Dir und Deinen Handlungen. Auch Dir kann geholfen werden.

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      • Re: Angst vor Beziehungen? oder Beziehungsunfähig


        Hallo
        Ich kann gut nachvollziehen was du meinst. mir geht es so verdammt ähnlich..Sobald jemand mehr will einen Rückzieher machen ode rdie Mauer aufbauen...
        ich weiß dass das ohne professionelle Hilfe nicht in den Griff zu bekommen ist. und ja..es hat immer viel mit der Kindheit zu tun, mit dem Verhältnis zu dem ersten mann im leben einer Frau, sprich dem Vater. Wir wurden jahrelang geprägt..haben jahrelang gebraucht so zu werden wie wir sind und das braucht nochmal so eine lange zeit um sich selbst zu finden, um herauszufinden das man eigentlch jemand anders ist,...
        ich wünsche dir und auch mir viel glück, das wir es schaffen...

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        • Re: Angst vor Beziehungen? oder Beziehungsunfähig


          >>> Dieses Verhaltensmuster nervt mich mitlerweile tierisch. ich weiß, dass es damit zu tun hat, wie ich aufgewachsen bin. <<<

          Die beste Voraussetzung, etwas zu ändern... Der Gedanke und Wille geht von Dir aus und du willst etwas ändern. mit einer Verhaltenstherapie und / oder Psychotherapie wird dir das sicherlich auch gelingen, denn der eigene Wille ist für eigentlich jede Änderung Voraussetzung...

          Du hast Dich in Gedanken ja auch schon damit auseinandergesetzt und den Finger auf einen Ursachenbereich legen können - dann geh den nächsten Schritt. Ich glaube, Du schaffst das!!

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