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was kann das sein?

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  • was kann das sein?

    Sehr geehrte Frau Dr. Schönenberg,

    ich habe eigentlich mal eine Frage bzgl. der Schilddrüse. Ich habe 5 Sonografien hinter mir:

    1) vor 20 Jahren: SD im unteren Grenzbereich, keine Knoten oder Zysten, jedoch deutlich vermehrte Durchblutung, Tsh leicht erhöht mit 4,77, TPO und TG-AK negativ > keine Hashimoto-Thyreoiditis.Weitere Diagnose: idiopath. membranöse Glomerulonephritis mit nephrot. Syndrom.

    2) 2012: SD verkleinert mit 6,5 ml, homogen, echonormal, TPO- und TG-AK negativ, gut durchblutet, keine Knoten oder Zysten. Tsh 1,45

    3) 2016: SD verkleinert mit 5ml, homogen und echonormal, Ak negativ

    4) Juli 2016: Schilddrüsenhypoplasie mit 4 ml, echonormale, leicht inhomogene SD, TPO- und TG negativ. TSH im optimalen Bereich mit 1,65

    5) 2017: SD 8 ml, inhomogen und echonormal, TPO- und TG negativ, kein Hashimoto, Werte:

    Tsh: 3,2 mIU/l (Norm 0,27-4,2)
    ft3: 6,0 pmol/l (Norm 3,13-6,76)
    ft4: 16,0 pmol/l (Norm 10,6-22,7).
    Die Sonografien haben unterschiedliche Ärzte gemacht. Ich sollte von der Endokrinologin einen Versuch mit Euthyrox 25 wegen Fatique Symptome machen. Leider hatte ich ab 2. Tag der Einnahme Unruhe, Schweisausbrüche, Herzflattern und bin fast umgekippt. Jetzt habe ich sie nicht mehr genommen, aber eine absolute Schwäche bleibt, bin nicht mal mehr im Stande in einen Laden Lebensmittel zu holen, der nur 400 m entfernt ist.

    Ist das nun eine Unterfunktion, die o.g. Werte? Manche behaupten, dass die Tsh-Referenzbereiche auf 2,5 heruntergenommen wurden. Dann hätte ich ja schon eine latente Unterfunktion. Andere wiederum behaupten, dass das nicht richtig wäre. Was stimmt nun und vor allen kann eine derartige Fatique davon kommen?

    Außerdem war ich beim Rheumatologen mit folgenden Ergebnissen: die C3 und C4 Komplemente war ok, keine ENA oder sonstigen AK, die auf eine Kollagenose hinweisen. Auch keine Antikörper gg. THSD7A und Phospholipase A2-Rezeptor. Die sie Werte waren außerhalb der Norm:

    Werte von Anfang April:

    Protein im Urin: 615 mg/g Kreatinin (Norm kleiner 149)
    Ana-Titer: 1:160 (Norm kleiner 1:160)
    Albuminfraktion: 55,1 % (Norm 55,8-66,1)
    A2-Globulin i. Serum: 12,0% (Norm 7,1-11,8)
    Beta-Globulin i.Serum: 14,0 % (Norm 8,4-13,1).

    Was ich nicht verstehe, dann gibt es bluttechnisch keinen Hinweis auf Lupus, außer den Ana-titer (den ich ja auch schon mit 1:640 oder 1:1280) hatte. Aber woher kommt die Proteinurie, wenn Sie denn weder von einer Kollagenose noch von der primären membranösen Glomerulonephritis (Autoimmunerkrankung der Niere allein - habe ja auch keine AK gg. Pla2R und THSD7A) kommt?

    Ich habe nochmal einen Urinstreifentest gemacht. Der zeigte heute Protein negativ an und der Mikroalbumin-Test war positiv. Also die Eiweißausscheidung hat sich von allein verringert, aber trotzdem muss es ja eine Ursache geben.

    Sollte ich es mit einem andren LT-Medikament probieren und gleich niedriger einsteigen, z.B. mit 12,5? Oder kann man meine Symptomatik nicht der SD zuordnen? Ich weiß echt nicht weiter, und ich glaube die Ärzte sind selbst ratlos. Deshalb habe ich desöfteren schon mehrmals dieselben Fachärzte aufgesucht.

    Könnte eine Proteinurie vielleicht von einer eventuellen latenten SD-Unterfunktion kommen, wenn man jetzt von einer neuen NOrm von 2,5 Tsh ausgeht?


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  • Re: was kann das sein?

    Die Schilddrüsenwerte sind normal, eine Substitution ist nicht erforderlich. Ein Zusammenhang zu einer Proteinurie ist schwer vorstellbar, da kein fassbares SD - Problem vorliegt. Prinzipiell gibt es aber Autoimmunerkrankungen, die Niere und Schilddrüse betreffen.
    Zur Beurteilung der Nierenstörung benötigt man mehr Informationen, bei den genannten Befunden fällt ja lediglich die leichte Eiweißausscheidung auf. Spezifische Antikörper, die eine Krankheit genau klassifizieren, gibt es fast nie, so einfach ist die Biologie des Körpers nicht. Oft kann man erst nach längeren Verlauf eine klare Diagnose stellen, dies wäre nicht ungewöhnlich.
    MfG
    Dr. E. S.

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