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Frage an Dr. Wust

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  • Frage an Dr. Wust

    Lieber Dr. Wust.
    ich habe eine Frage die mich komplett verunsichert und hoffe sie können mir helfen.
    Mein Freund ist Alkoholiker.Also zumindest ist das meine Meinung.Vor einem Jahr hat ber schon mal kritische Leberwerte bescheinigt bekommen aber seine Trinkgewonheitenj nicht geändert.Vor ca. 3 Monaten hat er, nach einer erneuten Untersuchung welche auch wieder stark erhöhte Leberwerte und irgend eine Sache mit den Blutkörperchen ergeben hatte, Eisentabletten bekommen.Kurze Zeit später bekahm er massiveb Durchfall(bis zu 16 mal am Tag) was ihm aber nicht veranlasste den Arzt erneut aufzusuchen.Nun hat er in dieser Zeit fast 20 Kilo abgenommen,kaum noch Appetit,wenn er mal was isst sind es nur geringe Mengen die er schafft und manchmal kommt es auch sofort wieder raus.der massive Durchfall ist geblieben.Seit ca.10 Jahren ist er sich JEDEN Morgen am Erbrechen.Seit ca. 2 Monaten sind seine Zehen taub und ab und zu die linke Hand.Seit ein paar Tagen ist er massiv gelb in den Augen und an der Haut.Die Augen sind eingefallen und ich erkenne ihn kaum wieder.Außerdem ist er seit 2 Tagen heiser .Auch hatt er ab und an Blut im Stuhl .Die Leber schmerzt seit einigen Tagen wieder öfter und sein Bauch ist aufgebläht als wenn wasser drin wäre.Ich weiß er muß dringend zum Arzt aber er weigert sich.Meine Frage ist nun,muß ich vom schlimmsten ausgehen una wennja wie würden seine aussichten sein.er ist 38 Jahre .Ich habe Angst und möchte nur wissen ob ich überreagiere wenn ich gleich an krebs denke.Bitte antworten sie mir schnell !mfG Martina


  • RE: Frage an Dr. Wust


    Hier liegt ein schweres Krankheitsbild vor. Tragisch bei einem so jungen Mann. Rufen Sie den Arzt (evtl. Notarzt) und veranlassen Sie die Einlieferung in ein Krankenhaus.

    > Seit ein paar Tagen ist er massiv gelb in den Augen und an der Haut.

    Die sogenannte "Gelbsucht" (lateinisch: Ikterus), bei der es sich um ein Symptom handelt. Von dem Farbstoff "Bilirubin" ist zu viel im Blut. Oft bei stärkeren Erkrankungen der Leber, der Gallenwege oder Bauchspeicheldrüse.

    > sein Bauch ist aufgebläht als wenn Wasser drin wäre

    Diese Ansammlung von Flüssigkeit in der Bauchhöhle heißt "Aszites" oder Bauchwassersucht und ist ebenfalls ein sehr ernst zu nehmendes Symptom.

    Sicherlich liegt eine schwere Erkrankung der Leber vor, evtl. eine Zirrhose. Diese kann in Krebs ausarten, ist aber für sich genommen schon schlimm genug. Andere wichtige Organe sind in Mitleidenschaft gezogen. Ärztliche Behandlung ist dringend erforderlich !!

    Gute Wünsche
    Thomas M.

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    • RE: Frage an Dr. Wust


      vielen Dank für den Beitrag,ich habe ja schon sowas befürchtet.Seit ca 3 Tagen trinkt er jetzt "nur" noch max.1 Flasche Bier und ca. 2 doppelte Jägermeister.Für ihn schon ein wahnsinniger Unterschied.Er trinkt viel Leber und gallen tee .Seit dem schwitzt er jede Nacht extrem viel und zittert wie verrückt am ganzen Tag.Außerdem ist ihm ständig schwindelig.ABER, er hat seit dem nicht mehr gebrochen,der Stuhlgang ist besser geworden und er ist nicht mehr so müde.Er sieht momentan auch ein das das alles vom alkohol kommt ist aber immer noch der Meinung er schafft das schon.Zumindest hat er mir versprochen am Montag zum Arzt zu gehen.Er ist selbstständig und geht trotz allem noch täglich ins Geschäfft.
      Es hört sich vieleicht gemein an,aber ich wünschte schon fast er würde zusammenklappen damit ich den Notarzt rufen kann.
      Wie lange kann er das ALLEINE durchhalten?Wenn er wieder rückfällig wird,wird es dann schlimmer als zuvor?Ich dreh noch durch.Ein Kind kann man einfach an die Hand nehmen und zum Arzt schleppen,aber ein Erwachsener?Er wohnt nicht bei mir ,also würde er einfach gehen oder den Notarzt wieder wegschicken.
      Danke für eure Geduld.

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      • RE: Frage an Dr. Wust


        Sieht er denn ein, dass er alkoholkrank ist und dass auch 1 Bier plus Schnaps täglich viel zu viel ist? Sieht er ein, dass er einen Entzug braucht? Vielleicht kannst Du ihn ja in dieser Richtung unterstützen und ihm helfen eine Therapie zu finden. Wenn er diese Einsicht noch nicht hat, geht es ihm gesundheitlich wohl doch noch nicht schlecht genug - klingt ungaublich hart, ich weiß. Viele Menschen müssen leider erst so weit unten ankommen, dass es weiter runter gar nicht mehr geht - erst dann reift häufig die Erkenntnis, dass etwas geschehen muss und manchmal kommt dann plötzlich doch der Wunsch auf, weiterzuleben.

        Vielleicht kannst Du ja mal Deinen eigenen Hausarzt um Rat fragen, was Du tun könntest. Er kann Dir sicher helfen.

        Alles, alles Gute und Kraft!!
        Lauramona

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        • RE: Frage an Dr. Wust


          Das beste ist in diesem Fall wirklich, "trocken" zu werden, also völlig auf Alkohol zu verzichten, und das auf Dauer. Dann hat er vermutlich, soweit ich dies vorsichtig einschätzen kann, eine gewisse Chance, ein normales Alter zu erreichen, bei akzeptabler Lebensqualität.

          Wenn aber die Leber zu sehr geschädigt wird, kann es auch tödlich enden. Ist nun mal ein absolut lebenswichtiges Organ !

          Informieren Sie sich z.B. im Internet über die Alkoholkrankheit und ihre Folgen, Suchworte z.B. "Alkoholismus", "Leberzirrhose" oder "Polyneuropathie".

          Wenden Sie sich an Leute, die mit Alkoholikern, Entzug usw. genügend Erfahrung haben. Eine Suchtberatungsstelle oder ähnliches. Sie brauchen professionelle Hilfe.

          Von dem Leber- und Gallentee sollte er vielleicht nicht allzu viel trinken. Auch solche Tees sind Arzneimittel und können in zu großer Menge schädlich sein. Ggfs. mit dem Arzt besprechen.

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          • RE: Frage an Dr. Wust


            Erst mal möchte ich mich bedanken für die Antworten.Er ist jetzt seit gestern abend in der Klinik.Es werden noch einige Untersuchungen gemacht aber die Ärztin sagte mir schon das die Leber sehr geschädigt wäre.Auch andere Organe sind schon angegriffen.Erst sagte sie beim Ultraschall,die Leber wäre vergrößert und ich atmete auf,da ich davon ausgegangen bin das Leberzirrose eine Schrumpfleber ist.Dann aber sagte sie mir das trotz allem wohl eine Leberzirrose vorläge nur halt keine Parzielle....
            Was ich nicht so toll fand ist ,mit mir reden sie Klartext aber bei meinem Freund wohl nicht.Er denkt immer es wäre nur eine Entzündung.Ich erzähl ihm immer was mir die Ärzte sagen und er fragt sich langsam warum man es ihm nicht einfach aber klar erklärt.Keiner sagte ihm z.B. das er keinen Tropfen Alkohol mehr trinken darf wenn er überhaupt noch vieleicht eine kleine Chance haben will.Aber genau diese klaren Worte braucht er.Im Gegenteil sie gehen davon aus Zitat:"Machen sie sich keine Illusionen,wenn es dem wieder etwas besser geht,fängt der eh wieder an zu saufen."
            Wie kann mann jemand von vornerein so abstempeln nur weil es in vielen Fällen so ist.Es gibt doch auch andere Fälle.Ich weigere mich ihn aufzugeben weil es ja immer so wäre......
            Er macht zum ersten Mal einen Entzug.Und er will es wirklich schaffen.
            laut der Ärztin hat nur der eine Chance der schon bei Einlieferung von sich aus nach Terapieplätzen fragt.Er war aber doch jetzt erst mal so besorgt was mit ihm los ist...
            ich habe ihm klipp und klar gesagt ich werde ihn unterstützen und helfen solang er mitarbeitet.Wenn er auch nur eine Flasche Alkohol wieder anpackt ist es vorbei.....
            ein weiterer Aspekt ist die finanzielle Situation.Um so länger er ausfällt.Er ist selbstständig...also wenn er nicht arbeitet kommt kein Geld rein.Das belastet zusätzlich.

            Na ja ,mal abwarten was die restlichen Untersuchungen ergeben.ich hoffe ich nerf euch nicht mit meiner Geschichte
            Danke für eure Geduld!

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            • RE: Frage an Dr. Wust


              Hallo,


              also dass er jetzt im Krankenhaus einen Entzug macht, ist ja schonmal positiv. Auch scheint er inzwischen ja eine gewisse Einsicht an den Tag zu legen.
              Kritisch wird es dann aber werden, wenn er wieder zu Hause ist. Vielleicht könntest Du Dich jetzt schon mit den Ärzten beraten, ob er in eine Klink zur Therapie oder zumindest in eine geeignete Kur fahren kann - es ist ja leider nunmal nicht so, dass die Sucht durch den Entzug besiegt ist. Unter Umständen könnten dann schon jetzt die notwendigen Anträge gestellt werden etc... .
              Die Sorge um die Selbständigkeit ist natürlich zusätzlich belastend. Gibt es nicht die Möglichkeit, dass er eine Vertretung fürs Geschäft findet, damit er sich erstmal um seine Gesundheit und vorallem sein Suchtproblem kümmern kann??

              Viel Kraft und alles Gute,

              Lauramona

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              • RE: Frage an Dr. Wust


                Offenbar zeigt Ihr Freund seit kurzem Zeichen einer Leberfunktionsstörung, möglicherweise aufgrund einer Leberzirrhose. Daneben bestehen möglicherweise weitere Störungen, die vermutlich auch alkoholbedingt sind (z.B. Neuropathie: Taubheit an den Zehen). Auf jeden Fall muss Ihr Freund in ärztliche Behandlung. Einige der Beschwerden können sich nach Absetzen des Alkohols zurückbilden. Aber man wird wenig tun können, wenn Ihr nicht aufhört zu trinken.

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                • RE: Frage an Dr. Wust


                  die Ärzte haben jetzt zusätzlich eine entzündete galle festgestellt.Er bekommt Antibiotikatropf zusätzlich zur Glukose und dem Kochsalz.Er hat seit langem wieder richtig Appetit.Heute sagte man mir das er jetzt nur noch eiweisreduzierte Kost zu sich nehmen darf und man weist mich morgen darin ein.Er weigert sich immernoch nach dem Klinikaufenthalt einen proffesionellen Entzug zu machen.Er will arbeiten gehen und ambulant den Entzug weitermachen mit Hilfe seines Hausarztes.Ich mache mir große Sorgen das er es nicht schafft da er mir selber gesagt hat es kommt auf den Willen an .Nach meiner Frage willst du denn,sagte er teils ,teils.Ich habe ihm auch klipp und Klar gesagt das ich ihm bei dem Versuch zu Leben helfen werde aber nicht beim Versuch zu Sterben.Also ,fängt er wieder an zu Trinken ,bin ich weg.Ich hoffe nicht das es so weit kommt,aber ich habe Angst.Er auch!!!!

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