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Histiozytose

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  • Histiozytose


    Sehr geehrter Hr.Dr.Wust!

    Der 8jährige Sohm meines Freundes hat die Diagnose Histiozytose bekommen, eine sehr seltene Krankheit. Ihm wurde eine Biopsie am re. Oberschenkel gemacht. Er hat keine Schmerzen.
    Er soll nun ein halbes Jahr Vinblastin bekommen. Zuerst 6 Wochen lang einmal die Woche eine Injektion und dann alle 3 Wochen, ambulant.
    Was können Sie uns über diese Krankheit, den Verlauf und die Nebenwirkungen von Vinblastin sagen ?
    Vielen Dank schon mal im Vorraus.
    Lieben Gruß
    Marion H.


  • RE: Histiozytose


    Es handelt sich um ein Wachstum von Immunzellen (dendritische Zellen vom Langerhans Typ). Der Befall kann solitär (nur in einem Knochen) oder multipel sein (verschiedene Organe). Mir ist nicht klar, ob außer der Manifestation im Oberschenkel noch weitere Herde entdeckt wurden. Die Gabe eines Zytostatikums (Vinblastin) spricht dafür, dass man zumindest den Verdacht weiterer Ausbreitung hat. Sonst wäre eine Lokaltherapie ausreichend. Das kann durch Operation (Ausräumung) oder neuerdings durch intraläsionale Injektion (Kortikoide) oder Thermoablation geschehen. Die Herde sind auch sehr strahlensensibel (6 – 10 Gy reichen), aber bei Jugendlichen ist man mit Bestrahlung selbst bei so niedrigen Dosen zurückhaltend. Die Frage wäre schon von Interesse, warum man sich zu einer systemischen Therapie (und nicht zu einer Lokaltherapie) entschlossen hat.

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