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Häufiges Röntgen

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  • Häufiges Röntgen

    Sehr geehrter Herr Dr. Wust,

    man hat mir dieses Forum für mein Anliegen empfohlen. Ich bin 23 Jahre alt und wurde dieses Jahr an der Lunge geröngt. Ich wurde letztes Jahr 2 mal an der Lunge geröngt (Verdacht Asthma und Emoblie), je 2 Schichten. Zwei Jahre zuvor ebenfalls zweimal wegen einer Vorsorgeuntersuchung und einmal um ins Ausland zu reisen. Ich habe nun summiert 5 Aufnahmen in 2 Schichten der Lunge. 2005 wurde ich ebenfalls an der Schilddrüse untersucht. 2004 hatte ich eine CT des Schädels.

    Ehrlich gesagt war ich mir der Strahlenbelastung und daraus entstehenden KRebsgefahr nicht bewusst. Seit 2005 quält mich aber der Gedanke, durch zu häufiges Röntgen im frühen Alter, später Krebs zu kriegen!

    Wie schätzen Sie dieses Risiko ein?


  • RE: Häufiges Röntgen


    Man sollte nur, wenn unbedingt nötig, Röntgen. Im CT ist die Strahlenbelastung deutlich heuer als beim normalen Röntgen. Auch das Szintiegramm der Schilddrüse ist nicht ohne. Das sagt sogar der Lungenarzt meines Mannes. Schäden treten erst in 20 Jahren oder später auf.

    Ich würde mir aber hier keine allzu großen Gedanken machen. Sondern ich würde nur versuchen künftig das Röntgen zu vermeiden, wenn es mögich ist.

    Leider röntgen die Ärzte viel zu gern. Ich habe es bei meinem Vater erlebt. Der Internist hat ihn geröntgt. Am gleichen Tag kam er ins KH, wurde dort noch 2 x geröntgt (warum kann der Internist die Bilder nicht mitgeben?). Hm, die Bilder wurden nichts, also am nächsten Tag erneut 2 x röntgen. Tja, und nach einer Woche wurde zur Kontrolle wieder 2 x geröntgt. Mit den Patienten können sie es ja machen. Man kann sich leider nicht wehren.

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    • RE: Häufiges Röntgen


      Soviel ich weiß, sind Röntgenschäden vor allem erbgutverändernd in Bezug auf die weiblichen und männlichen Keimdrüsen (bei der Frau der Eierstöcke) deshalb sollte eine Frau mit Kinderwunsch sich möglichst in diesem Bereich vor Röntgenstrahlen schützen und diese dort vermeiden.

      Ansonsten gibt es Berufe, die besonders häufig ionisierender Strahlung ausgesetzt sind, z.B. Flugzeugpiloten und Flugbegleiter, sowie Urlauber, die sich häufig im Hochgebirge aufhalten etc....Diese Menschen sind erheblicher höherer Strahlenbelastung ausgesetzt, als z.B. Patienten beim Röntgen.

      Wenn du häufig geröntgt wurdest kannst du versuchen durch Ernährung gegenzusteuern, d.h. besonders viele Radikalfänger, wie z.B. Vitamin E und Selen zu dir zu nehmen (Zellschutz) ist z.B. in Nüssen und guten Ölen, wie z.B. Traubenkernöl enthalten (Traubenkerne gehören zu den stärksten Radikalfängern und sind somit ein guter Krebsschutz ) Traubenkernöl gibt es im Freformhaus.

      Wichtig ist auch beim Verzehr von Trauben die Kerne nicht auszuspucken, sondern mitzuessen.

      Allgemein ist eine gesunde und minderalstoffreiche Ernährung wichtig, viele Krebsarten entstehen heutzutage, weil unsere Nahrung infolge Umweltbelastung und Überdüngung, im Vergleich zu früher, kaum noch sekundäre Pflanzenstoffe, Mineralien und Vitamine in ausreichender Menge enthält, so daß ein ausreichender Krebsschutz durch die Nahrung heutzutage nicht mehr besteht. Nicht ohne Grund ist Krebs heutzutage eine echte Volkskrankheit.

      Wichtig ist auch auf Rauchen und Alkohol möglichst völlig zu verzichten. Rauchen und hoher Alkohoholokonsum ist mindestens ebesno schädlich wie häufiges Röntgen in Bezug auf die Zelltoxität. (Zellgift). Ich will damit sagen: Viele Patienten regen sich darüber auf, zu häufig geröntgt zu werden, während sie gleichzeitig über ihr eigenes Gesundheitsverhalten (z.B. Rauchen ) nicht nachdenken. Gesundheit fängt zuerst bei der eigenen Lebensführung an.



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      • RE: Häufiges Röntgen


        Normalerweise wird mit dem Röntgen ein konkretes Diagnoseziel verfolgt, so dass man im Normalfall und bei Ausschluß unkoordinierter Doppeluntersuchungen (wobei hierbei der "Schuldige" nicht immer der Arzt ist) von einem normalen Nutzen-/Risikoverhältnis ausgehen muß. Die Lunge wird meistens in zwei "Schichten" geröntgt, wobei hiermit eher zwei Durchleuchtungsrichtungen gemeint sind. Ein paar wenige Röntenuntersuchungen erhöhen wohl das Krebsrisiko nicht mehr als ein Kurzzeitflug nach Malle oder ein Aufenthalt in Bergregionen. Es gibt eine Unmenge permanenter (teilweise noch unbekannter) Risikofaktoren, wovon die Röntgenstrahlen nur einer sind.

        Das CT ist schon deftiger, allerdings muß man auch hier von einem überlegten Einsatz ausgehen (beim Schädel sind zwar viele Fragestellungen auch mit MRT zu beantworten, jedoch nicht alle). Und Sie haben Glück: Von allen CT-Arealen ist das des Schädels noch das mit der geringsten Strahlenexposition ;-).

        Zur Frage "Risikoeinschätzung" würde ich folgendes sagen: Wer durch eine rechtzeitige Bildgebung z.B. vor einem Embolus, einem Krebs oder einem Aortenriß bewahrt wurde, wird sich die Risikofrage gar nicht stellen. Wer wiederum viele Untersuchungen o.B. hatte, könnte sich die Frage stellen, ob er bei Unterlassung nicht kränker durch die Ungewißheit als durch die Strahlen wäre. Soll heißen, dass man das Risiko nie ohne Abwägung des Nutzens und umgekehrt bewerten kann.
        Insgesamt würde ich im vorliegende Falle aber eher Unbedenlichkeit postulieren.

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        • RE: Häufiges Röntgen


          Vielen Dank für Eure Beiträge!!

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          • RE: Häufiges Röntgen


            Ein Röntgenthorax in 2 Ebenen ist eine sehr geringe Strahlenexposition von etwa 50 uSv effektiver Dosis, das entspricht der Exposition bei einem Transatlantikflug nach USA (mit 5 uSv pro Stunde). Das ist nun wirklich vernachlässigbar und entspricht der natürlichen Strah-lenexposition (die bei etwa 10 uSv pro Tag liegt). Etwas höher liegt die effektive Dosis bei ei-nem Schädel-CT (etwa 1-2 mSv). Mit anderen Worten: 20 - 40 mal Lunge Röntgen entspricht einem CT. Trotzdem ist das immer noch vernachlässigbar wenig. Die natürliche jährliche Exposition (was also jeder vom lieben Gott abbekommt) liegt höher (ca. 3 mSv). Mein Rat: vergessen Sie die Sache. Das Risiko, in Ihrem Leben an einem Verkehrsunfall zu sterben liegt etwa hundert mal höher als das Risiko durch die Strahlung. Eigentlich müssten Sie da jedes mal vor Angst fast sterben, wenn Sie in einem Auto sitzen. Und auch in der Wohnung kann man statistisch betrachtet mit einer ähnlichen Wahrscheinlichkeit zu Tode kommen (von der Leiter fallen, einen Stromschlag bekommen, verbrennen, die Treppe herunter fallen usw.).

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            • RE: Häufiges Röntgen


              Hallo Herr Dr. Wust,

              vielen Dank für Ihre Antwort. Obwohl ich diese Aufnahmen sehr ernst nehme und zu Herzen nehme, habe ich jetzt schmunzeln müssen! :-)

              Viele Grüße
              Kate

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