• Sie können sich hier registrieren, um Beiträge zu schreiben. Registrierte Nutzer können sich oben rechts anmelden.

Lymphknoten und Fieber

Einklappen
X
 
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge

  • Lymphknoten und Fieber

    Sehr geehrter Prof. Dr. Wust,

    unsere Tochter hat noch immer (seit einer Woche) Fieber, morgens um 37,5 und nachmittags, abends dann ansteigend bis 39,5, manchmal auch schwankend. Die Lymphknoten am Hals (3 rechts, einer links) sind nach wie vor geschwollen. Die Erythrozyten sind leicht erhoeht, die Leukozyten bei 3,25/nl niedrig. GOT liegt bei 35 U/l und der GPT bei 3 U/l. Alpha-1-Globuli liegen bei 5.9% und Alpha-2-Globuli bei 11,8 %. Die anderen Werte sind alle im Normbereich. Das Ergebnis der Blutsenkung fehlt noch. Der Urintest war o.B. Unsere Tochter hat kaum Appetit und wenig Durst.
    Da sonst auch keine Symptome erkennbar sind, sollen wir abwarten. Was koennte sich denn jetzt noch entwickeln? Pfeiffersches Druesenfieber ist zur Zeit nicht nachweisbar, Mumps ist auch ausgeschlossen.
    Haben Sie vielleicht irgendeine Idee, um welchen Virus es sich handeln, oder ob wir vielleicht sogar mit einer sehr ernsten Krankheit rechnen muessen? Ich waere Ihnen fuer eine Antwort sehr dankbar.
    Viele Gruesse
    summer97


  • RE: Lymphknoten und Fieber


    Ich sehe eigentlich nur eine Erniedrigung der Leukozyten. Sie haben selbst schon eine Viruserkrankung vermutet, die dazu passen könnte. Da wäre ein Differential-BB von Interesse, was eine (relative) Erhöhung der Lymphozyten zeigen müsste. Hinsichtlich des Erregers kann man viel spekulieren. Die klinisch erfahrenen Kinderärzte werden eine „Kinderkrankheit“ vermutlich ausgeschlossen haben. Darüber hinaus kann man in einer infektiologischen Abteilung diverse Blutuntersuchungen (Serologie) durchführen und die ganze „Viruslatte“ prüfen (Coxsacki, Herpes, Adeno, Epstein-Barr usw.). Das kostet reichlich Geld und hat wahrscheinlich wenig therapeutische Konsequenzen, da man außer symptomatischen Maßnahmen (Flüssigkeit!) bei einer Viruserkrankung nicht viel machen kann. Bei der bisherigen Dauer von einer Woche scheint mir (noch) Zuwarten vertretbar. Die Mitreaktion von LK ist durchaus möglich und für sich kein Grund zur Beunruhigung.

    Kommentar

    Lädt...
    X