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Blasenkrebs

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  • Blasenkrebs

    Sehr geehrter Herr Professor,
    in meiner Frauenarzt Praxis, laß ich, das Frauen die sich die Haare schwarz (bzw. dunkel) färben, zu den Risiko Patienten, in Bezug auf Blasenkrebs zählen. Ich färbe seit 8 Jahren Schwarz, war früher auch dunkel, und vorher rot. Wie ernst ist diese Situation, wie oft sollte man es testen lassen, wenn man diese Krebsart so spät bemerkt?
    Im vorraus vielen Dank
    für Ihre Antwort
    Christiane Eberle


  • RE: Blasenkrebs


    Ein Tipp: Öfters die Zeitschrift "Ökotest" lesen. Bringen auch oft Sonderhefte über Kosmetik heraus. Sie schreiben schon lange, dass Färben krebserregend ist - nicht nur speziell bei Blasenkrebs. Auch, sind dunkle Farben gefährliches, als das Blondieren.

    Um sicher zu gehen, würde ich auf das Färben verzichten. Es liegt auch an den Genen. Meine Oma färbte sich jahrelang die Haare schwarz. Sie starb dann mit 68 an ihrem 3. Herzinfarkt. Also bekam sie keinen Krebs.

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    • RE: Blasenkrebs


      Im Prinzip ist es richtig, dass aromatische Amine karzinogen sind. Dazu gehören bestimmte Farbstoffe. Bei Beschäftigten in der Farbindustrie, Textilindustrie, gummiverarbeitenden Industrie etc wurde teilweise gehäuftes Auftreten von Blasenkarzinomen beobachtet mit langen Latenzzeiten – und auch als Berufserkrankung anerkannt. Hier handelt es sich allerdings um sehr lange Expositionen, die vor allem mit einer Aufnahme der Substanz verbunden sein müssen (Ausscheidung über Harntrakt). Das scheint mir bei den Haarfärbemitteln eher gering (wenn überhaupt), selbst wenn ein aromatisches Amin beteiligt ist. Sie werden ja diese Mittel kaum inkorporieren (da ist sicher Vorsicht geboten). Ich glaube, dass hier eine starke Überschätzung des tatsächlichen Risikos besteht bei sachgemäßem Gebrauch. Wenn von einem Stoff in Laboruntersuchungen (Tierversuchen) bei hoher Dosierung eine gewisse Karzinogenität nachgewiesen wurde, kann man das nicht einfach auf die Situation beim Menschen übertragen. Rauchen und die meisten Schmerzmittel sind da sicher risikoreicher (von denen ist jedenfalls die Karzinogenität für Blasenkrebs schon lange bekannt). Es gibt auch Nitrosamine in zahlreichen Nahrungsmitteln. Man muss also aufpassen, dass man nicht übertreibt in der Risikoabwägung. Ein Früherkennungsmittel ist die Testung auf Blut im Urin oder sogar eine Urinzytologie, was recht einfach geht. Ansonsten muss man eine Spiegelung durchführen lassen.

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      • Blasenkrebs und Haare färben


        20.07.2006
        EU-Kommission verbietet 22 Haarfärbe-Substanzen
        Die EU-Kommission verbietet 22 Haarfärbe-Substanzen. Die Industrie habe für diese Färbemittel nicht nachgewiesen, dass sie unschädlich sind, heißt es. Die Substanzen sollen das Risiko einer Krebserkrankung vergrößern.
        Mit Wirkung zum 1. Dezember 2006 werden 22 Haarfärbemittel in der EU verboten. Studien zufolge könnte die Verwendung der Substanzen über längere Zeit das Risiko einer Blasenkrebserkrankung vergrößern. Die Industrie habe die Unbedenklichkeit der Substanzen nicht nachgewisen, so die Europäische Kommission. Die Namen der betroffenen Produkte wurden nicht genannt.

        Für 115 Mittel wurden dagegen Unterlagen eingereicht, die deren Sicherheit belegen solle. Diese werden jetzt durch die Kommission geprüft. Ziel ist es, am Ende eine Positivliste mit unbedenklichen Stoffen zu erstellen.

        Nach Angaben der Kommission wurden 2004 mit Haarfärbemittel 2,6 Milliarden Euro in der EU umgesetzt. Mehr als 60 Prozent der Frauen und rund zehn Prozent der Männer färben sich sechs bis acht Mal im Jahr die Haare, heißt es

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