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Knochenmetastasen

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  • Knochenmetastasen

    Guten Tag

    Mein Vater, 78 Jahre alt, hat nach Behandlung des Prostatakrebs Knochenmetastasen. Ich sahe die Bilder, von der rechten Beckenseite die Wirbelsäule hinauf ist alles schwarz. . Gemäss seinen Aussagen wird die Therapie Chemo (sowas wie eine Vor-Chemo hat schon begonnen) und Bestrahlung sein. Im Moment geht es ihm eigentlich recht gut. Er hat zwar Schmerzen in der re Hüfte. Seit er Chemo hat, sind diese jedoch viel geringer geworden.
    Ich frage mich nun, ist es für einen älteren Menschen, der alleine lebt, denn wirklich sinnvoll eine solche Tortur durchzumachen, um das Leben dann unter Qualen noch etwas zu verlängern. Gäbe es nicht eine andere Möglichkeit, ihm das Leben, das er noch hat, zu erleichtern. Oder sollte er mit dieser Therapie echt gute Chancen haben, noch einige Jahre sein Leben wirklich geniesen zu können?
    Danke für die Rückmeldung.
    Reni


  • RE: Knochenmetastasen


    Hallo Reni,

    hier meine private Meinung. Ich kannte einen älteren Mann der Darmkrebs hatte, die Tante meiner Freundin starb mit 72 an Brustkrebs. Der Vater der Freundin meiner Tochter starb nach 2 Jahren am Hirntumor. Sie alle bekamen Chemo, mit allen ging es rapide bergab. So das ich für mich zu folgenden Entschluss gekommen bin: Ich würde wahrscheinlich eine Chemo ablehnen. Dann habe ich vielleicht sogar noch schönere Monate, vielleicht ein paar weniger als mit Chemo, aber dafür geht es mir besser. Ich bin öfters im Krebsforum und wenn ich da die Krankengeschichten so lese, wird mein Entschluss bestätigt. Der Vater, der an Hirntumor starb, bekam bis zum Schluss Chemo, musste regelmäßig ins CT. Die Strahlenbelastung ist schließlich nicht ohne. Vielleicht hätte er ohne diese Strahlenbelastung länger gelebt. Es war doch wohl nur für die Wissenschaft, damit man "Bilder" hat, wie sich ein Tumor entwickelt.

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    • RE: Knochenmetastasen


      Guten Tag Reni

      Bin ganz zufällig auf Ihre Mitteilung gestossen und es ist das erste mal, dass ich in einem Forum mitmache. Irgendwie kann ich verstehen wie es Ihnen zumute ist. Meine Mutter (80) hat nach den Primärtumor an der Brust nun Metastasen am Rücken - Rippen - Becken- Oberschenkelknochen. Von einer Operation wurde abgesehen. Es wurde nur der Rücken bestrahlt damit der Knochen gestärkt und die Schmerzen unter Kontrolle gehalten werden können. Nach zusätzlichen 4 Wochen in der Rehabilitation ist sie nun seit 10 Tagen zu Hause und es geht ihr gut - sie ist zufrieden und soweit selbsständig. Die ganze Krebsbehandlung ist "Palliativ". d.h. es wird darauf geachtet, dass sie ein lebenwertes Leben führen kann und dazu gehört, dass sie schmerzfrei ist. Abschied muss man nehmen - da hilft gar nichts. Aber bis dahin soll ihr Leben lebenswert bleiben. Kraft benötigen alle Beteiligten.

      daniela

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      • RE: Knochenmetastasen


        Sie haben doch selbst gesagt, dass die Beschwerden geringer geworden sind. Es gibt beim metastasierenden Prostatakarzinom eine Reihe systemischer Therapieansätze. Die werden teilweise recht gut vertragen. Außerdem sind auch längerfristige Remissionen möglich. Ge-rade die Bestrahlung ist recht effektiv und verträglich. Sie müssten schon die Mittel mit Namen benennen, um eine Beurteilung abgeben zu können (ist es Estracyt oder ein Bisphosphonat oder nur ein Hormon?). Chemotherapie wird beim Prostatakarzinom nur als ultima ratio gegeben.

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