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Speiseröhrenkrebs Prof.Wust

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  • Speiseröhrenkrebs Prof.Wust

    Sehr geehrter Herr Prof.Wust,

    Heute war ich aufgrund von starkem Sodbrennen das ich in den vergangenen Wochen und Monaten hatte bei meinem Hausarzt zur Magenspiegelung.
    Zum Glück konnten keine krankhaften Veränderungen wie z.B Narben,Einblutungen,Verengungen an der Speiseröhre festgestellt werden.
    Wahrscheinlich auch deswegen nicht weil ich nachts auf 3 Kissen! schlafe damit die Magensäure nicht so leicht zurück in die Speiseröhre laufen kann.

    Leider aber schließt der Muskel zwischen Speiseröhreneingang und Übergang zum Magen nicht 100 prozentig so das immer wieder zumindest etwas Magensäure zurück fliessen kann.
    Anfang 2003 war das noch nicht der Fall!

    Das erklärt auch die zunehmenden Beschwerden in letzter Zeit.
    Ich habe vom Arzt nun Omeprazol 20 MG Tabletten verschrieben bekommen.
    Der Arzt meinte ich sollte diese nur nehmen wenn ich Beschwerden habe aber wäre es nicht sinnvoller diese vielleicht auch lebenslang zu nehmen?

    In welchem Zeitraum sollten ihrer Meinung nach weitere Magenspiegelungen erfolgen um falls es doch einmal zu krankhaften Veränderungen an der Schleimhaut kommen sollte diese rechtzeitig zu entdecken und behandeln zu können? Ich muß dazu sagen das ich erst 29 bin.
    Gibt es ausser diesem Omeprazol noch Medikamente mit denen ich einer krankhaften Veränderung der Speiseröhrenschleimhaut etwas vorbeugen kann oder ist das schon das beste was es zur Zeit gibt?

    Vielen Dank für die beantwortung meiner Fragen.




  • nur eine Frage


    Nach deiner Beschreibung liegt doch, wenn ich das richtig verstanden habe, bereits eine organische Fehlfunktion (also ich meine: eine sichtbare und nachweisbare krankhafte Veränderung, die zu Folgeproblemen führt) vor? Ich kann mir irgendwie als Laie nicht vorstellen, was Medikamente in so einem Fall ausrichten sollen.
    Ich versuch das in meiner Laiensprache darzustellen, was ich meine: durch diesen fehlerhaften Verschluss kommt es zu einem fortdauernden Reiz (mechanischer bzw. chemischer Art), der die Speiseröhre immer wieder und immer wieder angreift.
    Nach meiner Laienmeinung können die täglich eingenommenen Medikamente dann höchstens bewirken, dass diese überschwappende Magensäure etwas weniger sauer wird. Ich kann mir zumindest nicht vorstellen, dass dadurch der Verschluss plötzlich wieder richtig schließt.
    Das erschiene mir, als ob man, statt an einer Stelle, an der es jährlich Überschwemmungen gibt, einen ordentlichen Damm zu bauen, immer wieder mit Sandsäcken und anderen Provisorien vorgeht.
    Ich verstehe schlicht und einfach nicht, warum in so einem Fall wie von dir geschildert, dir nicht einmal eine Operation angeboten wird. Habe selbst einmal lange Zeit Sodbrennen gehabt (allerdings infolge einer Operation und war letztendlich reversibel) und damals hier die Infos dazu gelesen - ich glaube, da stand sogar was drin vom Krebsrisiko durch jahrelang dauerndes Sodbrennen (glaube eine der in den letzten Jahren am stärksten angestiegenen Krebsarten) und wurde eine Operation empfohlen.
    Natürlich ist das teuer, aber du bist jung und würdest sie sicher besser überstehen, als in 15 Jahren, wo sie dann möglicherweise sowieso unumgänglich ist. Und ob der Verbrauch der ganzen Medikamente in Summe nicht doch teurer kommt als eine einzige Operation, da bin ich mir auch nicht sicher.

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    • RE: nur eine Frage


      hallo, ich kann dir nur raten ALLES zu tun, damit der schließmuskel wieder richtig schließt; denn mein vater hatte das gleiche plm, und der hat auch die magensäure in die lungen bekommen, das bleib über die jahre gar nicht aus.
      mein vater ist jetzt 65 jahre alt und im jahr 2001 wurde er an speiseröhrenkrebs - erfolgreich - operiert.
      aber das hätte, wenn er vorher den magenpförtner operiert bekommen hätte wohlmöglich nicht gebraucht?
      hinterher ist immer das grübeln groß...
      wenn dir anders geholfen werden kann, MACH ES.

      denn die magensäure verätzt im laufe der jahre immer mehr die speiseröhre und die "suppe" schwappt leider auch immer wieder in die lungen, weil auch magensäure nachts, wenn er schläft, hochschwappt.
      da ist auch schon viel kaputt. mein vater schläft eigentlich im sitzen, damit nichts hochschwappt, aber das tut es doch, die kinder von mir sagen immer opa ist ein vulkan. da haben sie nicht unrecht...

      struppi

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      • RE: nur eine Frage


        ich habe vergessen, mein vater hat jetzt auch noch die magensäure, die hichkommt und er nimmt die stärksten medikamente dagegen, aber die helfen überhaupt nicht, den namen habe ich vergessen, irgendwas mit "N".aber es hätte erst gar nicht zum krebs kommen müssen.
        struppi

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        • RE: Speiseröhrenkrebs Prof.Wust


          Hallo letzter Stern,

          ich sehe das Problem jetzt nicht so dramtisch. Ich glaube der Umstand, dass der Mageneingang nicht richtig schließt kommt relativ häufig vor und muss Dich nicht unbedingt so tief beunruhigen.

          Ich hatte in den letzten sechs Jahren immer wieder teilweise heftige und zum Teil Monate anhaltende Beschwerden in der Speiseröhre und im Magen. Ich habe mir da auch schon alles Mögliche ausgemalt. Bei einer Magenspiegelung 1999 - damals hatte ich allerdings noch keine Probleme - wurde bei mir wie bei Dir festgestellt, dass der Mageneingang nicht ganz dicht ist. Als die Probleme in der Speiseröhre dann auftraten, habe ich im Sommer 2000 eine zweite Magenspiegelung machen lassen. Befund: Refluxösophagitis Grad 1, Hiatushernie, chronische Gastritis. Also eigentlich nichts Schlimmes. Die Beschwerden sind aber trotzdem immer wieder gekommen. Ich habe manchmal ziemlich lange Ranitidin oder Omeprazol (oft auch 40mg) genommen. Dann sind die Beschwerden auch mal längere Zeit verschwunden. Als sie mich aber Ende 2004 erneut monatelang plagten, habe ich im Januar 2005 wieder eine Magenspiegelung machen lassen. Und siehe da: Auch nach fast 5 Jahren hatte sich der Befund nicht verändert. Ich habe dann 4 Wochen lang Pantozol 40 mg genommen. Danach waren die Beschwerden weg und sind bis heute - auch ohne Medikamente - nicht wiedergekommen. Ich sehe das Ganze deshalb mittlerweile ein wenig gelassener.

          Natürlich weiß ich schon, was passieren kann. Barrett-Syndrom und so. Aber ich glaube nicht, dass Du zum gegenwärtigen Zeitpunkt - du bis ja erst 29 - an eine Operation denken musst. Nach meinen Informationen ist so eine Operation auch eine hochkomplizierte Sache, bei der einiges schief gehen kann. Ich würde Dir deshalb empfehlen: Probier doch erst mal aus, wie du mit dem Omeprazol hinkommst. Vielleicht hilft es, wenn Du wie ich 40mg einen Monat lang einnimmst, damit sich die Schleimhaut wieder beruhigen kann. Und wenn sie sich erholt hat, dann hält sie auch einiges aus.

          Vielleicht konnte ich Dich ein wenig beruhigen.

          Alles Gute und Gruß

          bastl

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          • RE: Speiseröhrenkrebs Prof.Wust


            Hallo,

            Also um noch was zur Operation zu sagen:
            Leider gehen bei weitem nicht alle diese Op s gut und nicht wenige Patienten haben nach der OP noch mehr Probleme als sie vorher hatten!
            Es ist also sicher nicht gesagt das nach der OP wieder alles so ist wie es mal war.
            Ich werde erstmal das Medikament einige Zeit ausprobieren und mich mindestens alle 6 vielleicht auch alle 3-4 Monate einer weiteren Spiegelung unterziehen.
            Sollte sich dann wirklich zeigen das die Schleimhaut stark unter dem Säurerückfluss leidet werde ich mir das mit der OP nochmal durch den Kopf gehen lassen.

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            • RE: Speiseröhrenkrebs Prof.Wust


              Es ist ja schon einiges gesagt worden. Die Indikation zur Op ist sicher relativ, aber zu erwä-gen. Wenn man aber eindeutig mit konservativen Maßnahmen hinkommt, muss man m.E. die Op nicht durchführen, zumal eine genaue Analyse des Mechanismus und der operativen Möglichkeiten ja noch fehlt (Beratung durch Chirurgen?). Es wäre eine vorübergehende Ein-nahme des H2-Blockers möglich, wenn dann die Beschwerden vollkommen verschwunden sind. Es ist ja relativ diskret bei Ihnen. Man kann ja im Intervall auch Antazida (bei Bedarf) nehmen. Wenn die Beschwerden allerdings (immer) wiederkehren, muss man neu überden-ken, was zu tun ist. Dann kann die Op stärker favorisiert werden.

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