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Lokalrezidiv bei Brustkrebs

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  • Lokalrezidiv bei Brustkrebs

    Meine Mutter hat kurz nach Chemo und Bestralhung ein Loakrezidiv: Nach erfolgter Brusterhaltender OP wollte sie in Absprache mit ihrer Ärtztin für Naturheilkunde eine immunbiologische NAchbehandlung in der Hufelandklinik Bad Mergentheim, um das Immunsystem wieder aufzubauen und die Seelenlage zu verbessern. Sie leidet außerdem immer noch an den Folgen von Bestrahlung und Chemo und Lymphknotenentfernung.
    Nun wurde vom MDK die Behandlung inder Hufelandklinik abgelehnt mit der Begründung, sie sollte ambulante Massnahmen ausschöpfen. Aus dem Grunde rief meine Mutter bei der Kasse an und fragte, was sie denn damit meinen. Die Antwort, sie solle ins Krankenhaus. Da war sie ja und hat das Rezidiv herausschneiden lassen. Die Mitarbeiterin sagte dann, sie solle doch bei der BFA einen Antrag stellen ( obwohl bei Rentnern die KK zuständig ist).
    Inzwischen ist die Behandlung in der Hufelandklinik das 2. Mal duchr den MDK abgelehnt, dieses Mal mit der Begründung, sie wäre amb

    ulant therapieresistent ( Plötzlich, obwohl keine Befundänderung??) und, die einzigen kurativen Massnahmen wären Chemo und Bestrahlung. Dabei wurden die Entscheidungen vom Schreibtisch aus, ohne meine Mutter zu sprechen, getroffen.Bestrahlung und Chemo ist so kurze Zeit her, dass meine Mutter sagt, dann will sie lieber sterben, aber das nicht schon wieder.

    Aus welchem Grunde wird die immunbiologische Behandlung so vehement verweigert, sie ist doch nicht unwirtschaftlich und es ist auch keine Privatklinik.In meinen Augen ist das eine Entmündigung des Patienten. Wenn trotz Chemo und Bestrahlung kurz danach ein Rezidiv auftritt, sollte es doch möglich sein, andere Therapieformen anzuwenden.

    Der aufgesuchte Rechtsanwalt hat schon öfter Patienten in solchen Situationen vertreten und macht nicht viel Hoffnung, er ist selbst nicht mal mehr in einer Krankenkasse , bemängelt die Zustände im Gesundheitswesen) und kennt sich gut aus. Er spricht von selbst was für die Gesundheit ( was sie auch tut)machen, weil die Kasse den längeren Arm hat und es nur wenig zu gewinnen gibt.


    Es sind doch mehr als traurige Zustände und wenn ich daran denke, dass meine Sohn Medizin studieren will, wird mir übel dabei, denn ich kann mir nicht vorstellen, dass Ärzte da mit den Sachen einverstanden sein können, denn viele haben ev. Medizin studiert, um Patienten zu helfen. Aber welche Möglichkeiten bestehen, denn überhaupt, die Kasse dazu zu bringen komplementäre Behandlungen zu bezahlen.
    Wie kommt man gegen den MDK an? Ist das nicht von vornherein ein Komplott Krankenkasse/MDK gegen den Patienten.

    Oder lohnt ein Gegengutachten, um vor Gericht Erfolg zu haben? Das würde natürlich auch von Ihrer Einstellung zu komplemetären Medizin abhängen. Denn viele Ärzte sind leider nur gegen Naturheilkunde eingestellt.

    Persönlich bin ich der Meinung, dass beides Berechtigung hat, der Patient bei seiner Wahl aber nicht entmündigt werden sollte, wenn er sich für eine oder gegen eine Behandlung entscheidet.
    Die Therapie ist oft nur 0/8/15, Menschen sind aber alle verschieden und meime Mutte r kann nicht mir amputierter!! Brust weiterleben, sie hat schon psychische Probleme mit der Narbe nach Lymphknotenentfernung und für mich hat sie ein Recht, so zu leben, wie sie möchte.

    Wer das Buch über Hildegard Knef´s Brustkrebserkrankung mit 60 OP´s gelesen hat, wird sich nicht so leicht unter´s Messer legen und denken, es wird danach schon.

    Da wäre die immunbiologische Beahndlung der einfachere Weg gewesen.
    Ich wäre sehr dankbar für ein paar unverbindliche Gedanken Ihrerseits.


    Mit freundlichen Grüssen


    Katrin L


  • RE: Lokalrezidiv bei Brustkrebs


    Unser Gesundheitssystem ist nun einmal so organisiert. Die gesetzlichen Kassen haben (bekanntermaßen) zuwenig Geld. Daher müssen Sie alle Verfahren, die in ihrer Wirksamkeit nicht eindeutig erwiesen sind, ablehnen. Dabei unterstützt der MDK. Sie haben Recht, dass das nichts anderes als ein Ablehnungskartell ist. Offenbar wird im Gesundheitssystem an anderer Stelle viel Geld (ev. zu viel Geld) ausgegeben, so dass für eine (ungesicherte) Therapie dieser Art kein Geld da ist (auch wenn der Patient die Therapie dringend wünscht). Das es auch anders geht, zeigen die Privatkassen. Sie können offenbar die Mittel effizienter verwalten, indem sie andere Kriterien anlegen. Sie haben aber auch mehr finanzielle Spielräume. Im Prinzip müsste die Politik vor allem mehr Wettbewerb zwischen den Kassen ermöglichen. Dann würden die Versicherten bei solchen Verhaltensweisen einfach die Kasse wechseln (und sich das Verhalten nicht mehr gefallen lassen). Aber wie schwierig Änderungen in einem so komplizierten System sind, sehen Sie ja gerade. Vermutlich wird sich gar nichts ändern. Im schlimmsten Fall wird es allen gleich schlecht gehen. Dann wird es die echte Zweiklasssen-Gesellschaft geben. Die einen können es privat bezahlen – die kriegen fast alles. Die anderen haben das Pech in der falschen Kasse zu sein. Die kriegen immer weniger. Zusammenfassend würde auch ich von einer gerichtlichen Auseinandersetzung abraten. Wenn es irgend geht, würde ich die Klinik selbst bezahlen und ansonsten das tun, was ich für richtig halte.

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    • RE: Lokalrezidiv bei Brustkrebs


      Sehr geehrter Herr Prof. Wust,

      vielen Dank für die schnelle Beantwortung.

      Wir würden die immunbiologische Klinik sofort selbst bezahlen, nur leider kostet eine Woche 3700 Euro, was ja kein Pappenstil für eine alleinlebende Rentnerin ist.

      Der Arzt dort hat große Erfolge mit Fiebertherapie bei seinen Patienten ( kenne privat 2 die geheilt und wieder berufstätig sind) und, da meine Mutter seit Jahren kein Fieber hatte, setzten wir darauf große Hoffnungen.

      Uns wird nichts anderes übrigbleiben, jemanden zu finden, der ambulant ev. FIebertherapie anbietet. Haben Sie eine Ahnung, ob es eine Praxis gibt, die Hyperthermie oder Fiebertherapie macht? Herz-Kreislaufmäßig geht es meiner Mutter gut, so dass man das bestimmt wagen könnte. (Insgesamt geht es ihr sowieso sehr gut, wenn nicht die Diagnose des Rezidives über ihr stände, sie fühlt sich nicht mal krank.)

      Meine Mutter wohnt südlich von Berlin und ich nördlich von Bremen, wenn wir da eine Praxis oder Klinik finden würden, die nur diese Therapien macht, wären wir schon einen Schritt weiter.

      Von Chemotherapie versprechen wir uns nichts, denn sie hätte doch nicht das Rezidiv, wenn die Chemo was gebracht hätte. Außerdem sehe ich die "Wirkung" der Chemo bei meiner Schwiegermutter, die in Herne in der Uniklinik nach Chemo und 1 Bestrahlung bei Magenkrebs mit Metastasen letzte Woche fast gestorben ist, inzwischen sind bei ihr alle Therapien abgesetzt worden und es geht ihr sehr schlecht, schlechter als vor der Therapie.

      Was würden Sie denn vorschlagen, wenn Ihre Frau betroffen wäre, ich denke auch, dass es besser ist zu sagen, die Therapie bringt nichts, ( was ein Krankenhausarzt wahrscheinlich nicht zu seinen Patienten sagen darf),als Therapien anzuwenden, die keine Besserung bringen, nur anwendet, weil man den Patienten im guten Glauben lassen und nicht die Hoffnung nehmen will und als Arzt sonst ohnmächtig zusehen muss, wie die Erkrankung fortschreitet.

      Ich wäre Ihnen dankbar für eine ehrliche Antwort und bin sehr froh, keine Onkologe zu sein, das wäre für mich der Alptraum schlechthin. Denn der beste Arzt ist nur so gut, wie das Gesundheitswesen selbst.

      "Die Nemesis der Medizin"

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      • RE: Lokalrezidiv bei Brustkrebs


        Die von Ihnen beschriebenen Verfahren sind in diesem Zusammenhang wirklich nicht sehr etabliert. Auch ambulant werden solche Verfahren von den gesetzl. Kassen nicht bezahlt. Es gibt einige Praxen, die Hyperthermie oder Fiebertherapie anbieten, aber ich habe keine Liste. Suchen Sie unter Oncotherm. Ich hoffe wirklich, dass das Lokalrezidiv ausreichend vollständig entfernt wurde. Wenn dort wieder ein Lokalrezidiv entsteht, muss man es möglichst früh entdecken und wieder operativ entfernen (dann aber eine lokale Nachbehandlung vornehmen). Diese Problematik scheint mir eher von Bedeutung.

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        • RE: Lokalrezidiv bei Brustkrebs


          Sehr geehrter Herr Professor Wust,

          vielen Dank für die schnelle Nachricht. Bei meiner Mutter ist wieder ein Knoten aufgetreten. Für uns ist das aber ein Zeichen, dass die Chemo und auch Bestrahlung nichts gebracht haben. Wenn sie wieder ins Krankenhaus geht will man die Brust abnehmen, das will meine Mutter nicht und auch keine Chemo und Bestrahlung.

          Man sagt doch, dass , wenn der Krebs entdeckt wird, dieser oft schon 10 Jahre alt ist, dann hat doch Chemo und Bestrahlung das Wachstum der Krebszellen beschleunigt, wenn da 1 Jahr nach der konventionellen Behandlung wieder Knoten auftreten.

          Wir sehen doch an meiner Schwiegermutter, wie schlecht es der nach Chemo bei Magenkrebs mit Metastasen geht, ohne hätte sie noch Lebensqualität gehabt. Bei meiner Schwiegermutter hat man inzwischen alle Therapien im Krankenhaus Herne abgesetzt, da sie letzte Woche fast....

          Ich denke, vielleicht ist die Einstellung meiner Mutter, sich noch schöne Tage zu machen, die Brust zu behalten, denn nach der OP würde dann an anderen Stellen der Krebs auftreten, die richtige. Denn Issels hat doch schon geschrieben, dass danach der Krebs im Brustmuskel oder als Knochenmetastasen auftritt.

          Wenn nach der Brustamputation der Krebs besiegt wäre, wäre die Sachlage anders, aber dafür gibt es keine Sicherheit. Man kann doch beim Herzinfarkt auch nicht das Herz entfernen. Man sollte sich wohl eher fragen, warum der Herzinfarkt auftrat.

          Von der Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr haben wir Studien zur Wirksamkeit der Fiebertherapie bekommen , zwar auf Englisch, aber ich denke, es ist einen Versuch wert, diesen Weg zu gehen, wenn man so lange kein Fieber hatte. Desweiteren sind mir zwei Menschen persönlich bekannt, die nach Fiebertherapie sogar mit Metastasen geheilt wurden.

          Meine Oma ( Leberkrebs), Onkel ( MAgenkrebs) und Tante ( Brustkrebs) sind nach der Chemo verstorben, nicht gerade vertrauenserweckend, wohl doch eher eine Giftkur mit Nutzen für wen?


          Ich denke, die Zeit ist reif, gerade bei Krebs die Therapien mal von oben zu überdenken.
          Da stimme ich dem Wiener Onkologen Professort Dr. Dr. Köstler zu. Nach seinen Aussagen steht die Krebstherapie vor dem Aus. ( Auf dem Symposium der Gesellschaft für angewandte Aminosäurenforschung in Prag.)

          Bitte sehen Sie meine Meinung nicht als persönliche Kritik an, es ist eine Kritik am System, dass die Leichen im Keller toleriert.
          Ich habe ja bereits geschrieben, dass mein Sohn auch Medizin studieren möchte, da bleibt heuzutage nur die Naturheilkunde, wenn man ein reines Gewissen behalten möchte. Symptomatische Behandlung wird ein Ende haben müssen. In der Schweiz gibt es eine Webseite: www.symptome.ch, die auch den Leuten die ursächliche Behandlung erklärt und ein super neues Buch von Dr. Ebert "Vorsicht Arzt" beleuchtet eben diese Tatsachen und beschreibt Wege für den Patienten.

          Ein schönes Wochenende!

          TS

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